EP4701803A2 - Schneidwerkzeug - Google Patents

Schneidwerkzeug

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EP4701803A2
EP4701803A2 EP24721599.9A EP24721599A EP4701803A2 EP 4701803 A2 EP4701803 A2 EP 4701803A2 EP 24721599 A EP24721599 A EP 24721599A EP 4701803 A2 EP4701803 A2 EP 4701803A2
Authority
EP
European Patent Office
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cutting
tip
edges
cutting tool
tool according
Prior art date
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Pending
Application number
EP24721599.9A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Georg Holland-Moritz
Benjamin WEISHEIT
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Rennsteig Werkzeuge GmbH
Original Assignee
Rennsteig Werkzeuge GmbH
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23D21/00Machines or devices for shearing or cutting tubes
    • B23D21/06Hand-operated tube-cutters
    • B23D21/10Hand-operated tube-cutters with other cutting blades or tools
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23D29/00Hand-held metal-shearing or metal-cutting devices
    • B23D29/02Hand-operated metal-shearing devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Scissors And Nippers (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug (1) mit zwei Schneidenteilen (4, 5), wobei die Schneidenteile (4, 5) in einem Gelenk (10) zur schwenkenden Bewegung relativ zueinander entlang einer Schneidebene (E) miteinander verbunden sind, wobei weiter ein erstes Schneidenteil (4) als feststehend und ein zweites Schneidenteil (5) als beweglich anzusehen ist, welche Schneidenteile (4, 5) in einem geöffneten Zustand ein Schneidenmaul (M) begrenzen, wobei darüber hinaus das zweite Schneidenteil (5) zwei, einen stumpfen Winkel (ß) miteinander einschließende Schneidkanten (16, 17) aufweist, die in einer Schneidspitze (19) zusammenlaufen. Um ein Schneidwerkzeug der in Rede stehenden Art weiterzubilden, wird vorgeschlagen, dass die Schneidspitze (19) gegenüber einem linearen Verlauf der Schneidkanten (16, 17) im Übrigen in einer Verschwenkrichtung (r) des zweiten Schneidenteils (5) vorragend ausgebildet ist. Auch betrifft die Erfindung ein derartiges Schneidwerkzeug, bei welchem darüber hinaus das zweite Schneidenteil (5) über einen Ratschentrieb (8) antreibbar ist und aus einem mit einer Verzahnung (14) versehenen Ratschenteil (15) und einem Schneidkantenteil (18) besteht. Eine vorgeschlagene Weiterbildung sieht vor, dass das Schneidkantenteil (18) in dem Ratschenteil (15) austauschbar aufgenommen ist.

Description

Beschreibung
Schneidwerkzeug
Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug mit zwei Schneidenteilen, wobei die Schneidenteile in einem Gelenk zur schwenkenden Bewegung relativ zueinander entlang einer Schneidebene miteinander verbunden sind, wobei weiter ein erstes Schneidenteil als feststehend und ein zweites Schneidenteil als beweglich anzusehen ist, welche Schneidenteile in einem geöffneten Zustand ein Schneidmaul begrenzen, wobei darüber hinaus das zweite Schneidenteil zwei, einen stumpfen Winkel miteinander einschließende Schneidkanten aufweist, die in einer Schneidspitze zusammenlaufen.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Schneidwerkzeug mit zwei Schneidenteilen, wobei die Schneidenteile in einem Gelenk zur schwenkenden Bewegung relativ zueinander entlang einer Schneidebene miteinander verbunden sind, wobei weiter ein erstes Schneidenteil als feststehend und ein zweites Schneidenteil als beweglich anzusehen ist, welche Schneidenteile in einem geöffneten Zustand ein Schneidmaul begrenzen, wobei darüber hinaus das zweite Schneidenteil über einen Ratschentrieb antreibbar ist und aus einem mit einer Verzahnung versehenen Ratschenteil und einem Schneidkantenteil besteht.
Stand der Technik
[0003] Schneidwerkzeuge der in Rede stehenden Art sind in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt, so beispielsweise zum Schneiden von Rohren, weiter insbesondere Kunststoffrohren, oder auch Elektrokabeln, wie weiter insbesondere Erdkabeln. Dabei können die das Schneidmaul begrenzenden Schneidenteile des Schneidwerkzeugs jeweils messerartig ausgestaltet sein. Auch sind Ausgestaltungen bekannt, bei welchen lediglich nur ein Schneiden- teil, insbesondere ein bewegliches Schneidenteil messerartig ausgebildet ist. Das andere Schneidenteil kann dabei lediglich abstützend für das Schneidgut im Bereich des Schneidmauls dienen.
[0004] Aus der US 2020/ 0016670 Al ist ein solches Schneidwerkzeug bekannt, bei welchem das bewegliche Schneidenteil zwei Schneidkanten aufweist, die unter Einschluss eines stumpfen Winkels miteinander in einer Schneidspitze zusammenlaufen. Weiter wird zum Stand der Technik beispielsweise auf die DE 29701 450 Ul verwiesen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Ausgehend von einem Stand der Technik, wie dieser zunächst beispielsweise genannt ist, stellt sich die Aufgabe, ein Schneidwerkzeug der in Rede stehenden Art vorteilhaft weiterzubilden.
[0006] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einem Schneidwerkzeug gegeben, bei welchem darauf abgestellt ist, dass das zweite Schneidenteil verschwenkbar ist und dass die Schneidspitze gegenüber einem linearen Verlauf der Schneidkanten im Übrigen in einer Ver- schwenkrichtung des zweiten Schneidenteils um ein Vorstandsmaß vorragend ausgebildet ist.
[0007] Zufolge der gegenüber den Schneidkanten exponiert ausgebildeten Schneidspitze ist ein vorteilhaft ausgebildetes Schneidwerkzeug geschaffen. Die in Ver schwenkrichtung, ausgehend von einer Schneidmaul-Offenstellung in Richtung auf eine Schneidmaul-Schließstellung, exponiert ausgebildete Schneidspitze bewirkt bei vorteilhafter Handhabung des Schneidwerkzeugs einen günstigen Schnittverlauf im Zuge der schneidenden Durchtrennung eines Schneidguts. Es kann sich bei einem Schneiden eines Schneidguts gegenüber einem Schneidwerkzeug ohne eine derartig vorragende Schneidspitze ein (erstes) Durchdringen des zweiten Schneidenteils durch beziehungsweise Eindringen in die Schneid gut-Wandung ergeben bevor die linear verlaufenden Schneidkanten nachfolgen, dies weiter in vorteilhafter Weise unter verringertem Kraftaufwand.
[0008] Es kann sich zufolge der Einwirkung der Schneidspitze auf das Schneidgut, zumindest einleitend des Schneidvorgangs, eine zunächst annähernd punktförmige Belastung der Schneidgut- Außenwandung durch die Schneidspitze einstellen, wodurch sich eine die Schneidwirkung begünstigende Krafteinleitung ergeben kann.
[0009] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken kann eine mögliche Lösung der Aufgabe bei einem Schneidwerkzeug gegeben sein, bei welchem darauf abgestellt ist, dass das Schneidkantenteil in dem Ratschenteil austauschbar aufgenommen ist.
[0010] Zufolge der ermöglichten Austauschbarkeit des Schneidkantenteils ist das Schneidwerkzeug in vorteilhafter Weise weiter gebildet. Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten einteiligen Ausgestaltungen von Schneidkantenteil und Ratschenteil ist durch die vorgeschlagene Lösung ein gewünschter Wechsel des Schneidenteils vereinfacht. So kann ein solcher Wechsel beispielsweise bei einem hinsichtlich der Schneidkante beziehungsweise Schneidkanten stumpfen Schneidenteil nötig sein oder auch zum Anpassen des Schneidenteils an das zu schneidende Schneidgut. Hierzu bedarf es nicht eines kompletten Wechsels inklusive des die Verzahnung für den Ratschentrieb aufweisenden Ratschenteils. [0011] Darüber hinaus ergibt sich zufolge dieser im Wesentlichen zweiteiligen Gestaltung des Schneidenteils eine günstige Hersteilbarkeit des Schneidkantenteils. Dieses ist unabhängig von dem Ratschenteil herstellbar, dies weiter gegebenenfalls auch hinsichtlich der Materialwahl.
[0012] Die Merkmale der vorbeschriebenen unabhängigen Ansprüche sind sowohl für sich wesentlich als auch in jeder Kombination miteinander von Bedeutung, wobei weiter Merkmale eines unabhängigen Anspruchs mit den Merkmalen des Weiteren unabhängigen Anspruchs kombinierbar sind, weiter auch mit nur einzelnen Merkmalen eines oder mehrerer der unabhängigen Ansprüche.
[0013] So kann beispielsweise ein Schneidwerkzeug vorgesehen sein, dessen Schneidspitze gegenüber einem linearen Verlauf der Schneidkanten im Übrigen in einer Ver schwenkrichtung des zweiten Schneidenteils vorragend ausgebildet ist, wobei das zweite Schneidenteil sich im Wesentlichen aus einem Ratschenteil und einem Schneidkantenteil zusammensetzt, wobei das Schneidkantenteil in dem Ratschenteil austauschbar aufgenommen ist.
[0014] Weitere Merkmale sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zu einer oder mehreren der grundsätzlich beschriebenen Lösungen oder zu weiteren Merkmalen erläutert. Sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur einzelnen schon beschriebenen Merkmalen oder des jeweiligen weiter beschriebenen Merkmals oder jeweils unabhängig von Bedeutung sein.
[0015] Der stumpfe Winkel, den die Schneidkanten des zweiten Schneidenteils zueinander in einer Ansicht, in welcher sich eine geometrische Schwenkachse des zweiten Schneidenteils als Punkt darstellt, einschließen, kann gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung mehr als 181° betragen, so weiter beispielsweise mehr als etwa 185° bis hin zu beispielsweise etwa 240°, weiter bevorzugt etwa 205 bis 215°.
[0016] Die in Ver schwenkrichtung des zweiten Schneidenteils vorragend ausgebildete Schneidspitze kann in vorteilhafter Weise zwei Spitzen-Schneid- kanten aufweisen, die mit Bezug auf die vorbeschriebene Ansicht einen spitzen Winkel miteinander einschließen können. So kann sich diesbezüglich ein Winkel von weniger als 89° einstellen, weiter bevorzugt von weniger als etwa 85° bis hin zu beispielsweise etwa 70°.
[0017] In einer weiter möglichen Ausgestaltung können die Spitzen-Schneid- kanten einen stumpfen Winkel von mehr als 90° zueinander einschließen, so weiter beispielsweise einen Winkel von etwa 95 oder 100° oder mehr, weiter beispielsweise bis hin zu etwa 120°.
[0018] Die Spitzen-Schneidkanten können im Bereich ihres Übergangs ineinander geradlinig gestreckt verlaufend eine punktförmige Spitze bilden. In einer weiter möglichen Ausbildung kann die Schneidspitze jedoch auch verrundet ausgebildet sein. Die Spitzen-Schneidkanten gehen dabei entsprechend unter Einschluss eines Kreisabschnitts ineinander über.
[0019] Diese die Schneidspitze seitlich begrenzenden Spitzen-Schneidkanten erstrecken sich bevorzugt ausgehend von dem Spitzen-Schnittpunkt der Spitzen-Schneidkanten ausgehend bis in einen Übergangsbereich zu den sich jeweils anschließenden, im Übrigen im Wesentlichen linear verlaufenden Schneidkanten. [0020] Dabei kann eine oder können auch beide Spitzen-Schneidkanten (jeweils) über eine Schneidkanten-Rundung in die sich anschließende linear verlaufende Schneidkante übergehen. Dieser verrundete Übergangsbereich kann, wie auch bevorzugt, wie die sich anschließende Schneidkante oder auch die Spitzen-Schneidkante schneidkantenartig ausgeformt sein, sodass auch im Bereich dieser Schneidkanten-Rundung eine Schneidwirkung erzielt werden kann.
[0021] Das Vorstandsmaß der Schneidspitze gegenüber einem Schnittpunkt der verlängerten linear verlaufenden Schneidkanten kann etwa dem 0,05- bis 0,2-Fachen der Länge der zu einem freien Ende des zweiten Schneidenteils linear verlaufenden Schneidkante entsprechen. Dabei kann sich ein diesbezügliches Vorstandsmaß der Schneidspitze von beispielsweise mehr als 1 mm ergeben, weiter bevorzugt mehr als etwa 1,5 mm bis hin zu beispielsweise etwa 5 mm oder mehr, weiter beispielsweise 2 bis 4 mm.
[0022] Das Schneidwerkzeug kann ein Rohr-Schneidwerkzeug sein, wobei das erste Schneidenteil als Aufnahmeteil für ein zu schneidendes Rohr ausgebildet ist. Besonders finden derartige Rohr-Schneidwerkzeuge Verwendung zum Schneiden von Kunststoffrohren.
[0023] Im Zuge eines Schneidvorganges unter Verschwenken des zweiten Schneidenteils dringt gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung die Schneidspitze voreilend zu den linear verlaufenden Schneidkanten in die Außenfläche des Rohres und im Zuge der Fortsetzung des Schneidvorganges ebenso voreilend zu den sich im Wesentlichen unmittelbar an die Spitzen-Schneidkanten, gegebenenfalls unmittelbar an den vorgesehenen Schneidkanten-Rundungen, anschließenden Bereichen der linear verlaufenden Schneidkanten in die Innenfläche des Rohres ein. Dabei ergibt sich sowohl bei einem ersten Einschneiden des Schneidguts zufolge Eintauchen des zweiten Schneidenteils in die Außenfläche des Rohres als auch bei einem Auftauchen des zweiten Schneidenteils aus dem Rohrinneren nach außen eine über die Schneidspitze herbeigeführte punktförmige Belastung der Rohrwandung. Ausgehend von dieser punktförmigen Eindringposition der Schneidspitze in die Außenfläche des Rohres beziehungsweise in die Innenfläche des Rohres ergibt sich mit weiterer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils ein jeweiliger Schnittverlauf beidseitig gegenläufig in Umfangsrichtung des Rohres.
[0024] Zufolge der Verschwenkung der Schneidspitze auf einer Kreislinie schneidet diese bei einem Eindringen in die Außenfläche und/ oder der Innenfläche des Rohres bevorzugt zunächst im Wesentlichen nur mit der einen, dem Kreismittelpunkt zugewandten Spitzen-Schneidkante in das Rohr ein. Im Zuge der weiteren Verschwenkung der Schneidspitze folgt dieser Spitzen-Schneidkante bevorzugt die zugeordnete Schneidkanten-Rundung und der anschließende Abschnitt der linear verlaufenden Schneidkante. Zugleich kann nach dem Eindringen der dem Kreismittelpunkt zugewandten Spitzen-Schneidkante im Zuge der weiteren Verschwenkung die dem Kreismittelpunkt abgewandte Spitzen-Schneidkante in die Außen- und/ oder Innenfläche schneidend eindringen, gefolgt von der anschließenden Schneidkanten-Rundung und der hiernach linear verlaufenden Schneidkante. Es ergibt sich entsprechend mit Eindringen der Schneidspitze in die jeweilige Oberfläche des Schneidguts ein Schneidverlauf ausgehend von der Schneidspitze beidseitig gegenläufig in Umfangsrichtung.
[0025] Bei einer austauschbaren Aufnahme des Schneidkantenteils in dem Ratschenteil kann in dem Ratschenteil eine Formschlussaufnahme für einen Teilbereich des Schneidkantenteils ausgebildet sein. Die Formschlussaufnahme kann, wie auch bevorzugt, eine Abstützung des Schneidkantenteils insbesonde- re bei einer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils in Schneidrichtung bewirken. Der aufgenommene Teilbereich des Schneidkantenteils ist bevorzugt der dem freien Ende abgewandte Endbereich des Schneidkantenteils.
[0026] Das Schneidkantenteil kann mit dem Ratschenteil beispielsweise schraubverbunden sein. Auch kann diesbezüglich beispielsweise eine Steck- / Rastverbindung vorgesehen sein.
[0027] In weiterer Ausgestaltung kann die Formschlussaufnahme als Aufnahmetasche ausgebildet sein. Dabei kann sich eine in Erstreckungsrichtung des aufzunehmenden Schneidkantenteils gerichtete, beispielsweise schlitzförmige Aufnahmeöffnung ergeben. Insbesondere in der auf genommenen Formschlussstellung ist das diesbezügliche Ende des Schneidkantenteils in der Aufnahmetasche mit Ausnahme des sich über die Aufnahmeöffnung hinaus erstreckenden schneidwirksamen Bereichs des Schneidkantenteils bevorzugt vollständig umschlossen.
[0028] Die Aufnahmetasche kann durch eine entsprechende schlitzförmige Ausnehmung in dem Ratschenteil gebildet sein. In alternativer Ausgestaltung kann, wie darüber hinaus auch bevorzugt, die Aufnahmetasche durch eine Einsenkung in dem Ratschenteil gebildet sein, welche Einsenkung - bevorzugt nach Aufnahme des diesbezüglichen Endabschnitts des Schneidkantenteils - durch ein Abdeckteil überdeckbar ist.
[0029] Das Abdeckteil kann gesondert an dem Ratschenteil befestigbar sein. Bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei welcher bei Halterung des Schneidkantenteils mit dem Ratschenteil über eine Schraubverbindung die Schraube zugleich genutzt wird zur Festlegung des Abdeckteils in der Abdeckstellung. [0030] Das Schneidkantenteil kann in seinem in der Formschlussaufnahme auf genommenen Bereich einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen, dies bezüglich einer Ansicht, in welcher sich die geometrische Schwenkachse als Punkt darstellt. Die Formschlussaufnahme, so beispielsweise die Einsenkung in dem Ratschenteil, kann grundrissmäßig angepasst rechteckig ausgestaltet sein, sodass im Wesentlichen eine formschlüssige Aufnahme gegeben ist.
[0031] Dabei kann die Formschlussaufnahme zwei gegenüberliegende Längs- kanten aufweisen, die unterschiedlich lang sein können. So kann eine Längskan- te, beispielsweise, wie auch bevorzugt, die in Schneid-Schwenkrichtung betrachtete erste Längskante, eine Länge aufweisen, die etwa dem 4- bis 8-Fachen, weiter etwa dem 6- bis 7-Fachen der Länge der zweiten Längskante entsprechen kann.
[0032] Die vorbeschriebenen Längskanten der Formschlussaufnahme können im Hinblick auf einen gedachten Schwenkkreis um den Kreismittelpunkt, beispielsweise im Hinblick auf den durch die Schneidspitze verlaufenden Schwenkkreis, sekantenartig verlaufend ausgerichtet sein. Dabei können die beiden Längskanten, wie auch bevorzugt, zumindest im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sein.
[0033] Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche beziehungsweise Wertebereiche oder Mehrfachbereiche schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere in 1/10-Schritten der jeweiligen Dimension, gegebenenfalls also auch dimensionslos. Beispielsweise beinhaltet die Angabe 100 bis 110° auch die Offenbarung von 100,1 bis 110°, 100 bis 109,9°,
100.1 bis 109,9° etc., die Offenbarung von 2 bis 4 mm auch die Offenbarung von
2.1 bis 4 mm, 2 bis 3,9 mm, 2,1 bis 3,9 mm etc., die Offenbarung von 4 bis 8-Fach auch die Offenbarung von 4,1 bis 8-Fach, 4 bis 7,9-Fach, 4,1 bis 7,9-Fach etc. Diese Offenbarung kann einerseits zur Eingrenzung einer genannten Bereichsgrenze von unten und/ oder oben, alternativ oder ergänzend aber auch zur Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweilig angegebenen Bereich dienen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Schneidwerkzeug in Ansicht, eine erste Ausführungsform betreffend;
Fig. 2 die Stirnansicht gegen das Schneidwerkzeug gemäß Pfeil II in Figur 1;
Fig. 3 das Schneidwerkzeug der ersten Ausführungsform, schematisch die Anwendung darstellend;
Fig. 4 das Schneidwerkzeug gemäß Figur 1 in einer partiell geschnittenen Seitenansicht, betreffend eine ausgeschwenkte Grundstellung eines zweiten Schneidenteils, bei Aufnahme eines Schneidguts in einem Schneidmaul;
Fig. 5 eine Zwischenstellung im Zuge einer Schneid-Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils;
Fig. 6 den vergrößerten Bereich VI in Figur 5; Fig. 7 eine Folgedarstellung zu Figur 5 bei weiterer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils;
Fig. 8 den vergrößerten Bereich VIII in Figur 7;
Fig. 9 eine Folgedarstellung zu Figur 7 bei weiterer Schwenkverlage- rung des zweiten Schneidenteils;
Fig. 10 eine Folgedarstellung zu Figur 9 bei weiterer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils;
Fig. 11 den vergrößerten Bereich XI in Figur 10;
Fig. 12 eine Folgedarstellung zu Figur 10, die Schneid-Endstellung be- treffend;
Fig. 13 ein Schneidkantenteil des zweiten Schneidenteils in einer Ein- zeldarstellung;
Fig. 13a eine Darstellung gemäß Figur 13, betreffend eine alternative
Ausgestaltung; Fig. 14 das Schneidkantenteil und ein Ratschenteil in perspektivischer
Explosionsdarstellung;
Fig. 15 den Schnitt in der Ebene XV in Figur 14 bei in einer Formschlussaufnahme des Ratschenteils aufgenommenem Schneidkantenteil; Fig. 16 eine Schnittdarstellung gemäß Figur 15, jedoch bei entnommenem Schneidkantenteil;
Fig. 17 die Ansicht gegen das sich aus dem Schneidkantenteil und dem Ratschenteil zusammensetzenden zweiten Schneidenteil gemäß Pfeil XVII in Figur 14;
Fig. 18 den Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII in Figur 17;
Fig. 19 eine Schnittdarstellung gemäß Figur 18, jedoch bei entnommenem Schneidkantenteil;
Fig. 20 in perspektivischer Explosionsdarstellung das zweite Schneidenteil eines Schneidwerkzeugs in einer zweiten Ausführungsform.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0035] Dargestellt und beschrieben ist ein handbetätigbares Schneidwerkzeug 1 mit einem ersten, feststehenden Griffteil 2 und einem zweiten, schwenkbeweglichen Griffteil 3 sowie einem ersten, feststehenden Schneidenteil 4 und einem relativ zu dem Schneidenteil 4 schwenkbeweglichen, zweiten Schneidenteil 5.
[0036] Die Figuren 1 bis 19 zeigen eine erste Ausführungsform des Schneidwerkzeugs 1 in Art eines Rohr-Schneidwerkzeugs. In Figur 20 ist hinsichtlich der Ausgestaltung des zweiten Schneidenteils 5 eine zweite Ausführungsform gezeigt. [0037] Ausgehend von einem bevorzugt plattenartigen Werkzeugkörper 7 erstreckt sich bevorzugt einteilig und weiter bevorzugt materialeinheitlich das erste feststehende Griffteil 2. Im Wesentlichen entgegengerichtet zu dem Griffteil 2 erstreckt sich ebenfalls bevorzugt einstückig und, weiter bevorzugt, materialeinheitlich das erste, feststehende Schneidenteil 4 in Art eines frei abragenden Schenkels.
[0038] Wie insbesondere aus der Darstellung in Figur 2 zu erkennen, können zwei zueinander distanziert angeordnete, bevorzugt plattenförmige Teile 6, insbesondere Stanzteile, weiter insbesondere gestanzte Stahlblechteile, den Werkzeugkörper 7 bilden. Diese beiden Teile 6 zur Bildung des Werkzeugkörpers 7 können im Wesentlichen gleichgestaltet sein und erstrecken sich zueinander beabstandet in Richtung einer nachstehend noch beschriebenen geometrischen Schwenkachse x.
[0039] Zwischen den Teilen 6 des Werkzeugkörpers 7 ist im Wesentlichen das zweite, um die Schwenkachse x bewegliche Schneidenteil 5 sowie bevorzugt ein Ratschentrieb 8 angeordnet. Auch greifen bevorzugt in den Zwischenraum zwischen den Teilen 6 des Werkzeugkörpers 7 ein zugewandter Endabschnitt des zweiten, schwenkbeweglichen Griffteils 3, welches bevorzugt über einen Schwenkzapfen 9 an dem Werkzeugkörper 7 gehaltert ist. Eine diesbezügliche geometrische Schwenkachse y erstreckt sich bevorzugt raumparallel zu der geometrischen Schwenkachse x im Gelenk 10 des zweiten Schneidenteils 5.
[0040] Die Griffteile 2 und 3 können, wie auch dargestellt, jeweils mit einer Griffhülle 11 versehen sein. [0041] In den Figuren 4 bis 12 ist allein zur Verdeutlichung der Mechanik sowie des Aufbaus und der Wirkungsweise das in Blickrichtung vordere Teil 6 zeichnerisch nicht berücksichtigt.
[0042] Weiter ist Teil des starren Werkzeugkörpers 7 ein ebenfalls einstückig und weiter bevorzugt materialeinheitlich mit dem jeweiligen Teil 6 ausgebildeter Schenkel 12, welcher mit dem Werkzeugkörper 7 als solchem und dem schenkelartigen feststehenden Schneidenteil 4 ein im Wesentlichen mit Bezug auf eine Ansicht in Richtung der Erstreckung der Schwenkachse x U-förmiges Schneidmaul M begrenzt. Die beiden den Schenkel 12 bildenden Abschnitte der Teile 6 können, wie auch dargestellt, von einer weiter beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial bestehenden Kappe 13 Übergriffen sein.
[0043] Das zweite, schwenkbewegliche Schneidenteil 5 kann sich, wie auch dargestellt, im Wesentlichen aus einem, außenseitig entlang einer in Umfangsrichtung betrachteten Randkante eine Verzahnung 14 aufweisenden Ratschenteil 15 und einem, geradlinig verlaufende Schneidkanten 16, 17 aufweisenden Schneidkantenteil 18 zusammensetzen. Die in Längserstreckung L des Schneidkantenteils 18 im Wesentlichen hintereinander angeordneten Schneidkanten 16 und 17 schließen zueinander einen stumpfen Winkel a von etwa 190° bis 210° ein und laufen in einer in Verschwenkrichtung r weisenden Schneidspitze 19 zusammen (vergleiche Figur 13).
[0044] Es ergibt sich eine Bewegung des zweiten Schneidenteils 5 in einer zwischen den Teilen 6 sich ergebenden Schneidebene E (vergleiche Figur 2).
[0045] Die Schwenkbeweglichkeit des zweiten Schneidenteils 5 kann anschlagbegrenzt sein, so insbesondere in der beispielsweise in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Grundstellung des zweiten Schneidenteils 5 zufolge Zusammenwir- kung eines Führungszapfens 20 mit einer in den Teilen 6 des Werkzeugkörpers 7 belassenen, sich koaxial zu der Schwenkachse x erstreckenden Führungsnut 21. In dieser anschlagbegrenzten Grundstellung kann, wie auch bevorzugt, das zweite Schneidenteil 5, insbesondere die Schneidkanten 16 und 17 des Schneidkantenteils 18, im Wesentlichen vollständig zwischen den, den Schenkel 12 bildenden Teil- Abschnitten des Werkzeugkörpers 7 in einer geschützten Verstecktlage einliegen.
[0046] Im Zuge einer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5, ausgehend von der Grundstellung in eine Ver schwenkrichtung r, durchfährt der Führungszapfen 20 die Führungsnut 21. Auch in einer Schwenkendstellung, wie diese beispielsweise in Figur 12 dargestellt ist, kann eine Anschlagbegrenzung gegeben sein, zufolge Anlage des Führungszapfens 20 an dem diesbezüglichen Ende der Führungsnut 21.
[0047] Die Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Verschwenk- richtung r erfolgt bei dem Ausführungsbeispiel und wie auch bevorzugt unter Nutzung des Ratschentriebs 8. Hierzu kann das Griffteil 3 mit einem an diesem schwenkbeweglich gelagerten Vorschubhebel 22 versehen sein. Dieser Vorschubhebel 22 greift mit einem endseitig freien Vorschubfinger 23 in die Verzahnung 14 des Ratschenteils 15 ein. Eine Schwenkverlagerung des zweiten Griffteils 3 in Richtung auf den relativ hierzu feststehenden Griffteil 2 führt über den Eingriff des Vorschubfingers 23 in die Verzahnung 14 zu einer partiellen Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5. Ein an dem Werkzeugkörper 7, insbesondere zwischen den Teilen 6, weiter schwenkbeweglich gehalterter Sperr hebel 24 verhindert mit einem ebenfalls in die Verzahnung 14 eingreifenden Sperrfinger 25 eine Rückverlagerung des schwenkbeweglichen Schneidenteils 5 entgegen der Verschwenkrichtung r, sodass auch mit Schwenkrückführung des beweglichen Griffteils 3 in eine zu dem feststehenden Griffteil 2 distanzierte Schwenkstellung das zweite Schneidenteil 5 in der zuvor erreichten Schwenkstellung verbleibt.
[0048] Sowohl der Vorschubhebel 22 als auch der Sperrhebel 24 sind in üblicher Weise über Federn, insbesondere Schenkelfedern, wie beispielsweise die Schenkelfeder 26 des Sperr hebels 24, in die Eingriffsstellung mit der Verzahnung 14 belastet. Die jeweilige Feder wirkt dabei mit einem Federschenkel auf den zugeordneten Hebel ein, während der weitere Schenkel der Feder sich bevorzugt an dem starren Werkzeugkörper 7 abstützt.
[0049] Die Vorschubverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Verschwenk- richtung r erfolgt entgegen der Kraft einer auf das zweite Schneidenteil 5 einwirkenden Rückstellfeder 27. So kann, wie auch dargestellt, in diesem Zusammenhang eine Schenkelfeder vorgesehen sein, die sich mit einem Schenkel an dem starren Werkzeugkörper 7 abstützt und mit dem weiteren Federschenkel entgegen der Verschwenkrichtung r auf den Führungszapfen 20 einwirkt.
[0050] Im Zuge der Vorschubverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Verschwenkrichtung r durchfährt insbesondere das Schneidkantenteil 18 zumindest mit einem Teilabschnitt, weiter insbesondere mit einem freien Ende 28 des Schneidkantenteils 18, einen sich zwischen den das erste, feststehende Schneidenteil 4 bildenden Schenkeln des Werkzeugkörpers 7 ergebenden Einfahrschlitz 29. Dieser Einfahrschlitz 29 kann, wie auch bevorzugt, gegeben sein zufolge des zueinander beabstandeten Verlaufs der Teile 6 insgesamt (vergleiche Figur 2).
[0051] Weiter bevorzugt erstreckt sich das bewegliche Schneidenteil 5, so auch das freie Ende 28 des Schneidkantenteils 18, im Zuge der Vorschubverlagerung und Ein- beziehungsweise Durchtreten durch den Einfahrschlitz 29 nicht nach außen über die sich mit Blick in Richtung der Schwenkachse x ergebende äußere Randkontur des feststehenden Schneidenteils 4 hinaus. Vielmehr wird insbesondere das freie Ende 28 in dem Einfahrschlitz 29 von den das feststehende Schneidenteil 4 bildenden Schenkelabschnitten der Teile 6 beidseitig überdeckt.
[0052] Der Sperrhebel 24 kann abgewandt dem Sperrfinger 25 eine nach außen und somit zugängliche Handhabe 30 aufweisen, über welche der Sperrhebel 24 derart schwenkverlagert werden kann, dass dessen Sperrfinger 25 den Eingriff zu der Verzahnung 14 verliert (siehe vergrößerte Detaildarstellung in Figur 12). Das zweite Schneidenteil 5 kann hiernach zufolge Einwirkung über die Rückstellfeder 27 aus der vorverlagerten Stellung heraus unter ratschendem Überlaufen des Vorschubfingers 23 zurückschwenken in die Grundstellung gemäß beispielsweise Figur 1.
[0053] Darüber hinaus kann das schwenkbewegliche Griffteil 3 mit einem Verriegelungshebel 31 versehen sein, welcher in einer Verriegelungsstellung mit einer Verriegelungskante 32 des Werkzeugkörpers 7 sperrend Zusammenwirken kann.
[0054] Das Schneidkantenteil 18 ist in Figur 13 in einer Einzeldarstellung gezeigt. Wie zu erkennen, erstreckt sich ausgehend von der Schneidspitze 19 die linear verlaufende Schneidkante 17 bis in das freie Ende 28, während die ebenfalls linear verlaufende Schneidkante 16 von der Schneidspitze 19 ausgehend sich lediglich über einen Teilabschnitt des Schneidkantenteils 18 erstreckt und endseitig des Schneidkantenteils 18 einen schneidkantenfreien Bereich 33 belässt.
[0055] Die Schneidspitze 19 ist gegenüber dem linearen Verlauf der Schneidkanten 16 und 17 im Übrigen in der Ver schwenkrichtung r vorragend ausgebil- det (siehe auch vergrößerte Detaildarstellung in Figur 13). Dabei kann sich ein Vorstandsmaß a der Schneidspitze 19 gegenüber einem Schnittpunkt S der verlängerten, linear verlaufenden Schneidkanten 16 und 17 ergeben, welches Vorstandsmaß a etwa dem 0,05- bis 0,1-Fachen, weiter beispielsweise etwa dem 0,07-Fachen der Länge b der zu dem freien Ende 28 des Schneidkantenteils 18 hin linear verlaufenden Schneidkante 17 entsprechen kann.
[0056] Die Schneidspitze 19 geht beidseitig in Richtung auf die jeweilige Schneidkante 16 beziehungsweise 17 in Spitzen-Schneidkanten 34 und 35 über. Diese können sich, wie dargestellt, im Wesentlichen geradlinig erstrecken und können weiter in einer Ansicht, in welcher sich die Schwenkachse x des zweiten Schneidenteils 5 punktartig darstellt, einen spitzen Winkel ß von etwa 75 bis 89°, weiter etwa 80 bis 85° einschließen (siehe vergrößerte Detaildarstellung in Figur 13).
[0057] Die Spitzen-Schneidkanten 34 und 35 können gemäß einer weiter möglichen Ausführungsform auch einen stumpfen Winkel ß von mehr als 90° bis hin zu beispielsweise etwa 120° einschließen.
[0058] Wie weiter aus der Darstellung in Figur 13a ersichtlich, kann die sich im Übergang der Schneidkanten 34 und 35 bildende Schneidspitze 19 auch ver- rundet ausgebildet sein, beispielsweise aufweisend einen Radius R3, der etwa dem 0,1 bis 1-Fachen, weiter beispielsweise etwa dem 0,4- bis 0,6-Fachen des Vorstandsmaßes a entsprechen kann.
[0059] Gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen können beide Spitzen- Schneidkanten 34 und 35 über eine Schneidkanten-Rundung 36, 37 mit einem Radius RI beziehungsweise R2, welcher etwa dem 1,2- bis 2-Fachen, weiter et- wa dem 1,5-Fachen des Vorstandsmaßes a entsprechen kann, in die zugeordnete Schneidkante 16 beziehungsweise 17 übergehen.
[0060] Das erste feststehende Schneidenteil 4 dient im Wesentlichen als Aufnahmeteil 38 zur Abstützung eines zu schneidenden Schneidguts, beispielsweise eines zu schneidenden Rohres 39.
[0061] Im Zuge des Schneidvorgangs, bei welchem das zweite Schneidenteil 5 mit dessen Schneidkantenteil 18 in Verschwenkrichtung r verlagert wird, tritt zunächst die vorstehende Schneidspitze 19 voreilend zu den linear verlaufenden Schneidkanten 16 und 17 gegen die Außenfläche 40 des Rohres 39 (siehe Figuren 5 und 6). Dabei ergibt sich eine annähernd punktförmig wirkende Krafteinleitung über die Schneidspitze 19, zufolge dessen ein erstes Eindringen der Schneidspitze 19 in die Rohrwandung 41 und ein anschließendes Durchdringen der Schneidspitze 19 mit den beidseitig anschließenden Schneidbereichen durch die Rohrwandung 41 erleichtert ist.
[0062] Zufolge der Verschwenken der Schneidspitze 19 auf einer Kreislinie k schneidet bei einem Eindringen in die Außenfläche 40 beziehungsweise bei einem Durchdringen durch die Rohrwandung 41 zunächst und im Wesentlichen die mit Bezug auf die Schwenkachse x dem Kreismittelpunkt KM zugewandte Spitzen-Schneidkante 34 das Rohr 39, gefolgt von der gegenüberliegenden Spit- zen-Schneidkante 35, beiden Schneidkanten-Rundungen 36 und 37 sowie den linear verlaufenden Schneidkanten 16 und 17 (siehe auch Figuren 7 bis 9). Es ergibt sich mit dem ersten Durchdringen der Rohrwandung 41 ein Schnittverlauf ausgehend von der Schneidspitze 19 beidseitig in Umfangsrichtung.
[0063] Im Zuge der Fortsetzung des Schneidvorgangs dringt die Schneidspitze 19 wiederum voreilend zu den sich unmittelbar an den Spitzen-Schneid- kanten 34 und 35 anschließenden Bereichen der Schneidkanten 16 und 17 in die Innenfläche 42 des Rohres 39 ein. Auch hierbei ergibt sich mit dem Durchdringen der Rohrwandung 41 von innen nach außen ein Schnittverlauf ausgehend von der Schneidspitze 19 beidseitig in Umfangsrichtung, dem durch die linearen Schneidkanten 16 und 17 im Übrigen herbeigeführten Schnittverlauf entgegenkommend (vergleiche Figuren 10 bis 12).
[0064] Das Schneidkantenteil 18 kann austauschbar in dem Ratschenteil 15 aufgenommen sein. Hierzu ist bevorzugt eine formschlüssige Verbindung zwischen dem schneidkantenfreien Teilbereich 33 des Schneidkantenteils 18 und einer Formschlussaufnahme 43 des Ratschenteils 15 vorgesehen.
[0065] Entsprechend den Darstellungen in den Figuren 14 bis 19 kann gemäß der dort dargestellten ersten Ausführungsform die Formschlussaufnahme 43 durch eine in einer der Verzahnung 14 abgewandten Randfläche 44 offen mündenden, schlitzförmigen Aufnahmetasche 45 gebildet sein. Durch die Schlitzöffnung ist das Schneidkantenteil 18 mit dessen Teilbereich 33 in die Aufnahmetasche 45 einsteckbar. Die Einsteckstellung kann durch eine Schraube 46 sicherbar sein, welche Schraube 46 durch eine Öffnung 47 des Ratschenteils 15 tritt und unter Durchsetzung einer entsprechend positionierten Bohrung 48 im Teilbereich 33 des Schneidkantenteils 18 endseitig des Schraubenschaftes in eine in der Wange des Schneidkantenteils 18 ausgebildete Gewindebohrung 49 greift (vergleiche insbesondere Figur 15).
[0066] Der in der Aufnahmetasche 45 aufgenommene Teilbereich 33 des Schneidkantenteils 18 ist bei dieser ersten Ausführungsform - mit Ausnahme der Austrittsöffnung der Aufnahmetasche 45 - vollständig umfasst unmittelbar durch das Material des Ratschenteils 15. [0067] Gemäß der Darstellung in Figur 20 kann gemäß einer zweiten Ausführungsform die Aufnahmetasche 45 auch in Form einer Einsenkung 50 in der Oberfläche des Ratschenteils 15 gebildet sein, welche Einsenkung 50 insbesondere in der Halterungsstellung des Schneidkantenteils 18 durch ein bevorzugt formangepasstes Abdeckteil 51 überdeckt ist.
[0068] Der in der Aufnahmetasche 45 aufzunehmende Teilbereich 33 des Schneidkantenteils 18 kann einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen, mit zwei gegenüberliegenden und bevorzugt im Wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Längsrändern 52 sowie einem in einem spitzen Winkel von etwa 45 bis 60° zu einem der Längsränder verlaufenden Schmalrand 53.
[0069] Die Formschlussaufnahme 43 beziehungsweise die Aufnahmetasche 45 weist eine an den Teilbereich 33 formangepasste Kontur auf, mit zwei gegenüberliegenden, im Wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Längskan- ten 54 und 55 und einer an den Verlauf des Schmalrandes 53 des Teilbereichs 33 angepasst ausgerichteten Querkante 56.
[0070] Die Längskanten 54 und 55 sind unterschiedlich lang gebildet, wobei die in Ver schwenkrichtung r vor eilende Längs kante 54 eine Länge c auf weisen kann, die etwa dem 4- bis 6-Fachen, weiter etwa dem 5-Fachen der in selber Richtung betrachteten Länge d der weiteren Längskante 55 entsprechen kann (vergleiche beispielsweise Figur 19).
[0071] Im Hinblick auf einen gedachten Schwenkkreis, beispielsweise gegeben durch die Kreislinie K, verlaufen die vorbeschriebenen Längskanten 54 und 55, gegebenenfalls in ihrer gedachten Verlängerung, sekantenartig (vergleiche Figur 18). [0072] Im Zuge eines Schneidvorganges ergibt sich insbesondere eine Abstützung des Schneidkantenteils 18 über den voreilenden Längsrand 52, weiter insbesondere über den dem Schmalrand 53 zugewandten Endabschnitt des Längs- randes 52 an der zugeordneten Längskante 54 in der Formschlussaufnahme 43. Auch kann alternativ oder auch kombinativ hierzu im Zuge des Schneidvorganges eine entsprechende Abstützung des Schmalrandes 53 an der zugeordneten Querkante 56 der Formschlussaufnahme 43 gegeben sein.
[0073] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen jeweils auch eigenständig weiterbilden, wobei zwei, mehrere oder alle dieser Merkmalskombinationen auch kombiniert sein können, nämlich:
[0074] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidspitze 19 gegenüber einem linearen Verlauf der Schneidkanten 16, 17 im Übrigen in einer Verschwenkrichtung r des zweiten Schneidenteils 5 vorragend ausgebildet ist.
[0075] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidspitze 19 zwei Spitzen-Schneidkanten 34, 35 aufweist, die einen spitzen Winkel ß miteinander einschließen.
[0076] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Spitzen-Schneidkanten 34, 35 einen stumpfen Winkel ß miteinander einschließen.
[0077] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Spitzen-Schneidkanten 34, 35 über eine Schneidkanten-Rundung 36, 37 in die linear verlaufende Schneidkanten 16, 17 übergehen. [0078] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass das Vorstandsmaß a der Schneidspitze 19 gegenüber einem Schnittpunkt S der verlängerten linear verlaufenden Schneidkanten 16, 17 dem 0,05- bis 0,2-Fachen der Länge b der zu einem dem Gelenk 10 abgewandten freien Ende 28 des zweiten Schneidenteils 5 linear verlaufenden Schneidkante 17 entspricht.
[0079] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug 1 ein Rohr-Schneidwerkzeug ist und dass das erste Schneidenteil 4 als Aufnahmeteil 38 für ein zu schneidendes Rohr 39 ausgebildet ist.
[0080] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge eines Schneidvorganges unter Verschwenken des zweiten Schneidenteils 5 die Schneidspitze 19 zunächst voreilend zu den linear verlaufenden Schneidkanten 16, 17 in die Außenfläche 40 des Rohres 39 und im Zuge der Fortsetzung des Schneidvorganges voreilend zu den sich unmittelbar an den Spitzen- Schneidkanten 34, 35 anschließenden Bereichen der linear verlaufenden Schneidkanten 16, 17 in die Innenfläche 42 des Rohres 39 eindringt.
[0081] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidspitze 19 zufolge der Verschwenkung auf einer Kreislinie k bei einem Eindringen in die Außenfläche 40 und/ oder Innenfläche 42 des Rohres 39 zunächst im Wesentlichen nur mit der einen, dem Kreismittelpunkt KM zugewandten Spit- zen-Schneidkanten 34 in das Rohr 39 einschneidet.
[0082] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil 18 in dem Ratschenteil 15 austauschbar aufgenommen ist. [0083] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ratschenteil 15 eine Formschlussaufnahme 43 für einen Teilbereich 33 des Schneidkantenteils 18 ausgebildet ist.
[0084] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil 18 mit dem Ratschenteil 15 schraubverbunden ist.
[0085] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussaufnahme 43 als Aufnahmetasche 45 ausgebildet ist.
[0086] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetasche 45 durch eine Einsenkung 50 in dem Ratschenteil 15 gebildet ist, welche Einsenkung 50 durch ein Abdeckteil 51 überdeckbar ist.
[0087] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil 18 in seinem in der Formschlussaufnahme 43 aufgenommenen Teilbereich 33 einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweist.
[0088] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussaufnahme 43 zwei gegenüberliegende Längskanten 54, 55 aufweist, die unterschiedlich lang sind.
[0089] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten 54, 55 im Hinblick auf einen gedachten Schwenkkreis sekantenartig verlaufen.
[0090] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/ beigefügten Prioritäts- unterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren, auch ohne die Merkmale eines in Bezug genommenen Anspruchs, mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen. Die in jedem Anspruch angegebene Erfindung kann zusätzlich ein oder mehrere der in der vorstehenden Beschreibung, insbesondere mit Bezugsziffern versehene und/ oder in der Bezugsziffernliste angegebene Merkmale aufweisen. Die Er- findung betrifft auch Gestaltungsformen, bei denen einzelne der in der vorstehenden Beschreibung genannten Merkmale nicht verwirklicht sind, insbesondere soweit sie erkennbar für den jeweiligen Verwendungszweck entbehrlich sind oder durch andere technisch gleichwirkende Mittel ersetzt werden können.
Liste der Bezugszeichen
1 Schneidwerkzeug 29 Einfahrschlitz
2 erstes Griffteil 30 Handhabe
3 zweites Griffteil 31 Verriegelungshebel
4 erstes Schneidenteil 32 Verriegelungs kante
5 zweites Schneidenteil 33 Teilbereich
6 Teile 34 Spitzen-Schneidkante
7 Werkzeugkörper 35 Spitzen-Schneidkante
8 Ratschentrieb 36 Schneidkanten-Rundung
9 Schwenkzapfen 37 Schneidkanten-Rundung
10 Gelenk 38 Aufnahmeteil
11 Griffhülle 39 Rohr
12 Schenkel 40 Außenfläche
13 Kappe 41 Rohrwandung
14 Verzahnung 42 Innenfläche
15 Ratschenteil 43 Formschlussaufnahme
16 Schneidkante 44 Randfläche
17 Schneidkante 45 Aufnahmetasche
18 Schneidkantenteil 46 Schraube
19 Schneidspitze 47 Öffnung
20 Führungszapfen 48 Bohrung
21 Führungsnut 49 Gewindebohrung
22 Vorschubhebel 50 Einsenkung
23 Vorschubfinger 51 Abdeckteil
24 Sperrhebel 52 Längsrand
25 Sperrfinger 53 Schmalrand
26 Schenkelfeder 54 Längskante
27 Rückstellfeder 55 Längskante
28 freies Ende 56 Querkante a Vorstandsmaß ß Winkel b Länge c Länge d Länge k Kreislinie r Ver Schwenkrichtung x Schwenkachse y Schwenkachse
E Schneidebene
KM Kreismittelpunkt
L Längserstreckung
M Schneidmaul
RI Radius
R2 Radius
R3 Radius
S Schnittpunkt a Winkel

Claims

Ansprüche
1. Schneidwerkzeug (1) mit zwei Schneidenteilen (4, 5), wobei die Schneidenteile (4, 5) in einem Gelenk (10) zur schwenkenden Bewegung relativ zueinander entlang einer Schneidebene (E) miteinander verbunden sind, wobei weiter ein erstes Schneidenteil (4) als feststehend und ein zweites Schneidenteil (5) als beweglich anzusehen ist, welche Schneidenteile (4, 5) in einem geöffneten Zustand ein Schneidenmaul (M) begrenzen, wobei darüber hinaus das zweite Schneidenteil (5) zwei, einen stumpfen Winkel (ß) miteinander einschließende Schneidkanten (16, 17) aufweist, die in einer Schneidspitze (19) zusammenlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schneidenteil (5) verschwenkbar ist und dass die Schneidspitze (19) gegenüber einem linearen Verlauf der Schneidkanten (16, 17) im Übrigen in einer Verschwenkrichtung (r) des zweiten Schneidenteils (5) um ein Vorstandsmaß (a) vorragend ausgebildet ist.
2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidspitze (19) zwei Spitzen-Schneidkanten (34, 35) aufweisen, die einen spitzen Winkel (ß) miteinander einschließen.
3. Schneidwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen-Schneidkanten (34, 35) einen stumpfen Winkel (ß) miteinander einschließen.
4. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Spitzen-Schneidkanten (34, 35) über eine Schneidkanten-Rundung (36, 37) in die linear verlaufende Schneidkanten (16, 17) übergehen.
5. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorstandsmaß (a) der Schneidspitze (19) gegenüber einem Schnittpunkt (S) der verlängerten linear verlaufenden Schneidkanten (16, 17) dem 0,05- bis 0,2-Fachen der Länge (b) der zu einem dem Gelenk (10) abgewandten freien Ende (28) des zweiten Schneidenteils (5) linear verlaufenden Schneidkante (17) entspricht.
6. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (1) ein Rohr-Schneidwerkzeug ist und dass das erste Schneidenteil (4) als Aufnahmeteil (38) für ein zu schneidendes Rohr (39) ausgebildet ist.
7. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge eines Schneidvorganges unter Verschwenken des zweiten Schneidenteils (5) die Schneidspitze (19) zunächst voreilend zu den linear verlaufenden Schneidkanten (16, 17) in die Außenfläche (40) des Rohres (39) und im Zuge der Fortsetzung des Schneidvorganges voreilend zu den sich unmittelbar an den Spitzen-Schneidkanten (34 ,35) anschließenden Bereichen der linear verlaufenden Schneidkanten (16, 17) in die Innenfläche (42) des Rohres (39) eindringt.
8. Schneidwerkzeug nach einem Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidspitze (19) zufolge der Verschwenkung auf einer Kreislinie (k) bei einem Eindringen in die Außenfläche (40) und/ oder Innenfläche (42) des Rohres (39) zunächst im Wesentlichen nur mit der einen, dem Kreismittelpunkt (KM) zugewandten Spitzen-Schneidkante (34) in das Rohr (39) einschneidet.
9. Schneidwerkzeug (1) mit zwei Schneidenteilen (4, 5), wobei die Schneidenteile (4, 5) in einem Gelenk (10) zur schwenkenden Bewegung relativ zueinander entlang einer Schneidebene (E) miteinander verbunden sind, wobei weiter ein erstes Schneidenteil (4) als feststehend und ein zweites Schneidenteil (5) als beweglich anzusehen ist, welche Schneidenteile (4, 5) in einem geöffneten Zustand ein Schneidenmaul (M) begrenzen, wobei darüber hinaus das zweite Schneidenteil (5) über einen Ratschentrieb (8) antreibbar ist und aus einem mit einer Verzahnung (14) versehenen Ratschenteil (15) und einem Schneidkantenteil (18) besteht, oder Schneidwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil (18) in dem Ratschenteil (15) austauschbar aufgenommen ist.
10. Schneidwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ratschenteil (15) eine Formschlussaufnahme (43) für einen Teilbereich (33) des Schneidkantenteils (18) ausgebildet ist
11. Schneidwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussaufnahme (43) als Aufnahmetasche (45) ausgebildet ist.
12. Schneidwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetasche (45) durch eine Einsenkung (50) in dem Ratschenteil (15) gebildet ist, welche Einsenkung (50) durch ein Abdeckteil (51) überdeckbar ist.
13. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil (18) mit dem Ratschenteil (15) schraubverbunden ist.
14. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidkantenteil (18) in seinem in der Formschlussaufnahme (43) aufgenommenen Teilbereich (33) einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweist.
15. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussaufnahme (43) zwei gegenüberliegende Längskanten (54, 55) aufweist, die unterschiedlich lang sind.
16. Schneidwerkzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten (54, 55) im Hinblick auf einen gedachten Schwenkkreis se- kantenartig verlaufen.
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