Gravimetrische Dosiereinheit
Die vorliegende Erfindung betrifft eine gravimetrische Dosiereinheit für Schüttgüter nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Die auch als Differentialdosierwaagen bekannten gravimetrische Dosierer sind weit verbreitet und werden in vielen Industriezweigen eingesetzt, für alle möglichen fliess- oder schüttfähigen Materialien, d.h. Schüttgüter, soweit diese überhaupt durch einen gravimetrischen Dosierer förderbar sind. Dabei werden die schüttfähigen Materialien in einen Behälter, von diesem in eine unter ihm liegende Basiseinheit und durch einen in der Basiseinheit vorhandenen Förderer dosiert aus dem Dosierer in einen Ausgabekanal ausgegeben. Der Dosierer befindet sich auf einer Waage, somit ist das von der Waage registrierte Gewicht das Bruttogewicht, d.h. das bekannte und konstante Gewicht der Komponenten des Dosierers (Tara) plus das variable Gewicht des im Behälter und in der Basiseinheit aktuell vorhandenen Schüttguts (Nettogewicht).
Damit registriert die Waage im Betrieb des Dosierers laufend die Gewichtsabnahme des ganzen Dosierers, und damit wegen des konstanten Gewichts des Dosierers die Gewichtsabnahme des im Dosierer vorhandenen Schüttguts, so dass eine Steuerung des Dosierers aus der Gewichtsabnahme den ausgegebenen Ist-Massenstrom des schüttfähigen Materials bestimmen und im Vergleich mit einem vorbestimmten Soll-Massenstrom den Ausgabe-Förderer entsprechend regeln kann, um die Differenz zwischen dem Ist- und dem Soll-Massenstrom zu minimieren.
Dabei kann eine sehr genaue Regelung des ausgegebenen Massenstroms notwendig sein, etwa im Bereich der Pharmazie oder wenn in der industriellen Produktion Farbpigmente zugemischt werden sollen. Zudem kann der Soll-Massenstrom klein ausfallen, etwa bei den genannten Farbpigmenten und in der Medikamentenherstellung (z.B. weniger als 1 Kilogramm pro Stunde), oder gross, etwa im Bereich der Kunststoffherstellung und im Bergbau (z.B. mehr als 1 1 pro Stunde), wobei auch bei solchen Förderleistungen eine präzise Dosierung notwendig sein kann. Weiter können nacheinander verschiedene Chargen gefahren werden, wobei dann allerdings neben der regelmässigen Wartung je nach Schüttgut eine zusätzliche Intensivreinigung notwendig werden kann.
Als Waagen werden häufig präzise Waagen aller Art eingesetzt, mit einer Auflösung über ihren Wägebereich von 1:100 000 und mehr, darunter auch solche mit Schwingsaitensensoren, wie sie etwa unter der Bezeichnung SFT-Ill, SFT-II-M und SFT-Il-Lvon Coperion K-Tron bekannt sind. Diese Waagen besitzen eine Auflösung von bis zu 1:4000000, so dass eine Präzisionsdosierung auch bei einem Behälterinhalt von mehreren hundert Kilos und einer Förderung von mehreren Tonnen pro Stunde problemlos erfolgen kann. Wird eine Auflösung von beispielsweise 1:1 000 000 genutzt, kann bei einer Wägekapazität von 100 kg kann das Gewicht immer noch auf 1/10 g genau erfasst und dann für die Dosierung verwendet werden.
Um die Präzision der Waagen für die Dosierung nutzbar zu machen, muss die Verbindung zum Ausgabekanal derart ausgestaltet sein, dass vom Ausgabekanal her keine Kräfte mit Komponenten in Gewichtsrichtung des Dosierers auf diesen übertragen werden, da sonst die Waagen solche Kräfte zusätzlich zu der tatsächlichen Gewichtsabnahme messen und die Steuerung damit eine falsche Gewichtsänderung des Dosierers für die Regelung des Ist-Massenstroms verwenden würde.
Häufig werden bevorzugt nicht vertikale, also horizontale oder schräg angeordnete Förderer eingesetzt, da so das fluiddynamische Verhalten des Schüttguts etwas besser beherrscht werden kann, da unter anderem bei horizontalen Förderern die Gravitation nicht in Förderrichtung wirkt und so den Fluss des Schüttguts nicht beeinflusst. Als horizontale Förderer eigenen sich beispielsweise längere Schneckenförderer gut, da bei einem geeigneten Antrieb über deren Drehzahl die Ist-Fördermenge recht einfach und verzugslos variiert werden kann und die Distanz vom Massenstrom aus dem Trichter bis zu einem ausserhalb der Dosiereinheit liegenden Sammelbehälter gut überbrückt werden kann, ohne dass sich im Ist-Massenstrom selbst Nachteile ergeben. Häufig sind solche Förderer in einem Dosierer der genannten Art an einem endseitigen Schaft in einer Halterung eingespannt, wobei die Halterung den Förderer exakt ausgerichtet in seinem Förderrohr lagert, das damit einen Förderkanal bildet.
Für die Verbindung des Förderkanals mit der Ausgabeleitung wird oft eine Verbindungseinrichtung vorgesehen, die ein flexibles Dichtelement aufweist, das auf Grund seiner Beweglichkeit Relativbewegungen zwischen dem Förderkanal (und damit des Dosierers) und der Ausgabeleitung erlaubt, dabei den Dosierer von Kräften aus dieser Relativbewegung entkoppelt. Diese Relativbewegungen können - je nach Art der verwendeten Waage - sehr klein sein, sind aber dennoch relevant. Da die Verbindungseinrichtung für die oben genannten Schüttgüter tauglich
sein muss, ist sie beispielsweise staubdicht ausgebildet, d.h. in der Regel über eine Dichtungen aufweisende Verschraubung oder über Klemmringe mit dem Förderkanal und mit der Ausgabeleitung verbunden. Wie oben erwähnt, muss bei einem Chargenwechsel oder auch bei sensiblen Schüttgütern das flexible Dichtelement (und die ganze Verbindungseinrichtung) gereinigt oder ausgewechselt werden.
Sind mehrere Dosiereinheiten speichenartig um eine gemeinsamen Ausgabeleitung gruppiert, wie dies beispielsweise im Prospekt "K-Tron Product Information K4G Continuous Gravimetrie Blender / K4G-L Group" dargestellt ist, ergeben sich am Ort der Ausgabeleitung zusätzlich zum konstruktiv bedingten, recht hohen Wartungsaufwand beengte Verhältnisse, die zum Teil für einen Monteur schwer zugänglich sind und damit die Wartungszeit erhöhen, so dass deshalb oft schon beim Bau der Dosiereinheit zusätzlich Platz für Wartungsarbeiten vorgesehen werden muss.
Entsprechend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dosiereinheit bzw. eine Förderanordnung für einen Dosierer bereit zu stellen, die Wartungszeit spart und auch bei beengten Platzverhältnissen leicht montiert und demontiert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Dosiereinheit mit den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
Dadurch, dass eine magnetische Verbindung vorgesehen ist, entfallen die bekannten lösbaren Verbindungen wie Verschraubungen etc., mit der Folge, dass kein Platz für anzusetzendes Werkzeug (und die notwendigen Bewegungen des Werkzeugs) vorhanden sein muss - zusätzlich entfällt die Zeit für das Befestigen und Lösen der Verbindungen, da eine magnetische Verbindung letztlich eine Schnappverbindung darstellt, die mit einem leichten Ruck irgendwo auch hinten am Dosierer lösbar ist und, wieder in Position gebracht, von selbst einschnappt.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen weisen die Merkmale der abhängigen Ansprüche auf.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren noch etwas näher beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 schematisch eine Dosiereinheit des Stands der Technik,
Figur 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Dosiereinheit, und
Figur 3 eine Ansicht des Balgs mit den Fixierringen.
Figur 1 zeigt schematisch eine gravimetrische Dosiereinheit 1 des Stands der Technik für Schüttgüter in der oben genannten Art. In der Dosiereinheit 1 ist ein Dosierer 2 mit einem Trichter 3 und einer Basiseinheit 4 über Waagen 5 in einem Rahmen 6 aufgehängt.
Im Betrieb wird der Trichter 3 mit Schüttgut gefüllt, das hier über einen Übergangstrichter 7 (der auch weggelassen werden kann) der Basiseinheit 4 in einen Förderbehälter 8 fällt, durch den eine Förderschnecke 9 hindurchragt, die das Schüttgut von rechts nach links in eine Ausgabeleitung 10 fördert, über die das Schüttgut in eine gestrichelt angedeutete weitere Förderstrecke 11 zur weiteren Verarbeitung gelangt. Der Trichter wird, bevor leer, wieder aufgefüllt.
Die Basiseinheit 4 umfasst neben dem Förderbehälter 8 einen Antriebsmotor 12 mit einem Getriebe 13, die dadurch angetriebene Förderschnecke 9, die wiederum auf den Dorn einer Halterung 14 aufgesteckt ist und nach dem Förderbehälter 8 durch einen ebenfalls zur Basiseinheit gehörenden Förderkanal 15 zur Ausgabeleitung 10 verläuft. Die Basiseinheit 4 bzw. der Förderkanal 15 ist über ein auch für pulverförmige Schüttgüter vollständig dichtendes, hier als Balg 17 ausgebildetes flexibles Dichtelement mechanisch von der Ausgabeleitung 10 abgekoppelt, damit die Wägung der Dosiereinheit 2 nicht von der Ausgabeleitung 10 beeinflusst werden kann. Der Balg 17 bildet mit der zugehörigen Verschraubung an der Ausgabeleitung 10 und am Förderkanal 15 eine Verbindungseinrichtung 17 für den Förderkanal 15 mit der Ausgabeleitung 10.
Der Dosierer 2 liegt über Stützen 19 auf den Waagen 5 auf, die so das Gewicht des Dosierers 2 und das Gewicht des im Trichter 3 (und in der Basiseinheit 4) sich befindenden Schüttguts registrieren. Wird im gravimetrischen Betrieb der Dosiereinheit 2 durch die Rotation der Förderschnecke 9 Schüttgut in die weitere Förderstrecke 11 ausgegeben, reduziert sich deren Gewicht entsprechend, was durch die Waagen 5 registriert und wiederum durch eine zur Entlastung der Figur nicht dargestellte Steuerung ausgewertet wird. Die Gewichtsreduktion ent-
spricht dem ausgegebenen Ist-Massenstrom an Schüttgut, der dem Soll-Massenstrom nachgeführt werden muss. Dazu korrigiert die Steuerung über den Antriebsmotor 12 die Drehzahl der Förderschnecke 9 laufend entsprechend einem dem Fachmann grundsätzlich bekannten Regelalgorithmus.
Sind beispielsweise mehrere Dosiereinheiten 1 um die ihnen gemeinsame Ausgabeleitung 10 herum gruppiert, muss die Wartung bzw. Reinigung des Balgs 16 von der rechten Seite her, am Motor 12, dem Förderbehälter 8 und dem Förderkanal 15 vorbei erfolgen, was mühsam ist und vor allem den Einsatz von Werkzeug erschwert, insbesondere wenn die Platzverhältnisse am Ort des Balgs 16 knapp sind.
Figur 2 zeigt eine Ansicht auf einen Teil der Basiseinheit 20 einer erfindungsgemässen Dosiereinheit, die dem gestrichelten Bereich 18 der Dosiereinheit 1 von Figur 1 entspricht. Dabei ist ein Drittel der dargestellten Komponenten weggeschnitten, so dass deren obere Hälfte im Querschnitt dargestellt ist (die Schnittebene liegt in der Zeichnungsebene) und deren untere Hälfte in einem schräg von unten laufenden Schnitt, so dass die Schnittebene etwa 30 Grad zur Zeichnungsebene geneigt ist.
Ersichtlich ist ein Förderbehälter 21, durch den eine Förderschnecke 22 hindurchragt, die sich nach dem Förderbehälter 21 weiter nach links durch einen Förderkanal 23 hindurch bis zu einer Ausgabeleitung 24 erstreckt, in die sie wiederum freischwebend und damit berührungslos hineinragt. Im Betrieb gelangt das geförderte Schüttgut vom Förderbehälter 21 über die drehende Förderschnecke 22 nach links in die Ausgabeleitung 24, wo es nach unten in die in der Figur 2 nicht dargestellte weitere Förderstrecke 11 (Figur 1) fällt.
Erfindungsgemäss weist die Verbindungseinrichtung 17 ein flexibles Dichtelement auf, das in der gezeigten Ausführungsform als Balg 25 ausgebildet ist, sowie einen Anschlussstutzen 26 und einen Träger 27 für den Balg 25. An Stelle eines Balgs kann der Fachmann im konkreten Fall auch eine andere geeignete flexible Verbindung vorsehen, an Stelle eines separaten Trägers 27, z.B. bei einem kurzen Förderkanal, kann auch die Wand des Förderbehälters 21 (oder eine andere Komponente des Dosierers 2 von Figur 1) als Träger ausgebildet werden. Ebenso kann z.B. der Anschlussstutzen durch die Ausgabeleitung 24 selbst gebildet sein, je nach der Ausbildung der Basiseinheit 4 im konkreten Fall.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass Figur 2 auch zeigt, dass in einer Ausführungsform der Förderkanal 23 horizontal angeordnet ist. Weiter zeigt Figur 2, wie der Förderkanal 23 in Förderrichtung (d.h. in der Figur von rechts nach links gegen die Ausgabeleitung 24 hin) über den den Balg 25 bzw. das flexible Dichtelement hinausragt, so dass von ihm ausgegebenes Schüttgut direkt in die Ausgabeleitung 24, allenfalls noch in den Stutzen 26 fällt, aber nicht in oder auf den Balg 25. Auf den Balg 25 fallendes Schüttgut würde diesen durch den Aufprall und das Gewicht seiner Masse belasten, wobei diese Kräfte notwendigerweise auch auf den den Balg 25 stützenden Träger 27 wirken würden, mit der Folge, dass die Waagen 5 (Figur 1) zusätzliches Gewicht registrierten, das die Dosierung des Schüttguts verfälscht. Die Verbindungseinrichtung 17 ist damit derart ausgestaltet, dass ausgegebenes Schüttgut die Gewichtsmessung durch die Waagen 5 und damit die gravimetrische Dosierung des Schüttguts nicht beeinträchtigen kann. Bevorzugt liegt damit das der Ausgabeleitung (24) zugewendete Ende des Dichtelements in Förderrichtung beim oder hinter dem der Ausgabeleitung (24) zugewendeten Ende des Förderkanals (23), derart, dass der im Betrieb aus dem Förderkanal (23) ausgegebene Schüttgutstrom das Dichtelement nicht erreicht.
Eine in der Verbindungseinrichtung 17 vorgesehene magnetische Befestigungsanordnung 28 sichert die lös - und wieder verbindbare Verbindung des flexiblen Dichtelements bzw. Balgs 25 mit einerseits der Ausgabeleitung 24 (über den Auslassstutzen 26) und andererseits dem Förderkanal 23 (über den Träger 27). Die magnetische Befestigungsanordnung 28 weist nun einerseits eine mechanische Lageanordnung 29 für die mechanische Positionierung des Balgs 25 in der Verbindungseinrichtung 17 in seiner Betriebslage auf und andererseits eine magnetische Fixierungsanordnung 30 für magnetische Fixierung des Balgs 25 in seiner (mechanisch gegebenen) Betriebslage.
Die mechanische Lageanordnung 29 weist Anschlagelemente am Balg 25 und gegengleich ausgebildete Anschlagelemente an Auslassstutzen 26 und am Träger 27 auf. In der gezeigten Ausführungsform sind die Anschlagelemente am Balg 25 als Öffnungen 31,31' ausgebildet, die gegengleich ausgebildeten Anschlagelemente als Magnete mit der geometrischen Form von Positionierungsstiften (wobei die magnetische Eigenschaft für die mechanische Lageanordnung ohne Bedeutung ist), so dass die gegengleich ausgebildeten Anschlagelemente hier Positionierungsmagnete 32,32' sind, die am Auslassstutzen 26 und am Träger 27 angeordnet sind und in die Öffnungen 31,31' mechanisch eingreifen.
Die Öffnungen 31,31' befinden sich in Befestigungsabschnitten des Balgs 25, hier in einem radial abstehenden Flansch 33,33'. Die Befestigungsabschnitte können aber auch als am flexiblen Dichtelement geeignet angeordnete, die Öffnungen aufweisende Zungen ausgebildet sein, es können aber auch andere geeignete Bereiche des flexiblen Dichtelements als Befestigungsabschnitte vorgesehen werden. Es ergibt sich, dass das flexible Dichtelement Befestigungsabschnitte mit Öffnungen für Positionierungsstifte aufweist. Es ergibt sich weiter, dass die Befestigungsabschnitte bevorzugt als radial vom Balg abstehender Flansch ausgebildet sind, wobei ein Flansch wenigstens an einem Ende oder an beiden Enden des Balgs vorgesehen ist. Figur 3 zeigt den Balg 25 von Figur 2 im Detail.
Es ergibt sich zudem, bevorzugt die mechanische Lageanordnung 29 Anschlagelemente am flexiblen Dichtelement und weiter zu den Anschlagelementen gegengleich ausgebildete Anschlagelemente an einem an der Ausgabeleitung angeordneten Anschlussstutzen 26 oder an einem an der Basiseinheit 4 angeordneten Träger 27 aufweist, welche die betriebsfähige relative Lage des flexiblen Dichtelements am Anschlussstutzen 26 oder am Träger 27 bestimmen.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass "gegengleich" nicht zwingend eine vollständige Kongruenz der zusammenwirkenden Anschlagflächen meint. Aus Figur 2 ist etwa ersichtlich, dass die Positionierungsmagnete 32,32' den Balg 25 radial exakt positionieren, während etwa die genaue Winkellage des Balgs weniger kritisch ist. Entsprechend können die Öffnungen 31,31' auch als Langlöcher ausgebildet sein, da der ferromagnetische Ring 34,34' in jeder Winkellage an den Positionierungsmagneten 32,32' gleich gut haftet. "Gegengleich" meint damit eine vollständig gleiche (kongruente) Ausbildung der Anschlagflächen oder wenigstens so weit, wie sie für einwandfreie betriebsfähige Positionierung je nach der konkreten Ausbildung der magnetischen Befestigungsanordnung 28 notwendig ist.
Die magnetische Fixierungsanordnung 30 weist neben den Positionierungsmagneten 32,32', die je im Anschlussstutzen 26 und im Träger 27 angeordnet, z.B. eingeklebt sind, je einen magnetischen Ring 34,34' auf, der beispielsweise als ferromagnetischer Ring ausgebildet ist und mit den Positionierungsmagneten 32,32' magnetisch zusammenwirkt. Der Ring 34,34' kann aber auch aus einem mit Magneten bestückten Kunststoff oder einem anderen nicht magnetischen Werkstoff bestehen. Die Positionierungsmagnete 32,32' besitzen in der in der Figur 2 gezeigten Ausführungsform eine mechanische Funktion (Lagepositionierung, s. oben) und eine
magnetische Funktion, indem sie den magnetischen Ring 34,34' anziehen und so in seiner Lage fixieren.
Dadurch schliesst jeder über die Magnete 32,32' festgehaltene Ring 33,33' zwischen sich und dem Anschlussstutzen 26 bzw. dem Träger 27 einen Flansch 34,34' des Balgs 25 ein, so dass dieser nicht vom Anschlussstutzen 26 bzw. dem Träger 27 abgehoben werden kann, also den Flansch 34,34' und damit den Balg 25 in seiner relativen (durch die Anschlagelemente vorgegebenen) Position zu diesen betriebsfähig fixieren. Betriebsfähig bedeutet in der vorliegenden Beschreibung, dass die bestimmungsgemässe Funktion unter allem im Betrieb der Dosiereinheit auftretenden Gegebenheiten wie Bewegungen oder verwendete Schüttgüter etc. aufrechterhalten werden kann. Damit stellt der Ring 34, unabhängig von seiner konkreten Ausbildung, ein magnetisch wirksames Fixierelement dar, das als Fixierring oder in einer anderen geeigneten Form ausgebildet werden kann. Figur 3 zeigt den Balg 25 und die magnetischen Ringe 34 von Figur 2 im Detail
Mit den ferromagnetischen Ringen 34,34' liegt am Balg 25 ein magnetischer Wirkbereich vor, und mit den Positionierungsmagneten 32,32' ein gegengleich am Auslassstutzen 26 bzw. Träger 27 ein angeordneter magnetischer Wirkbereich, wobei diese magnetischen Wirkbereiche Zusammenwirken.
Es ergibt sich, dass bevorzugt die magnetische Fixierungsanordnung 30 einen magnetischen Wirkbereich am (hier als Balg ausgebildeten) flexiblen Dichtelement und einen (von seiner Lage her) gegengleich angeordneten magnetischen Wirkbereich an einem an der Ausgabeleitung 24 angeordneten Anschlussstutzen 26 oder an einem an der Basiseinheit 4 ange-ordneten Träger 27 aufweist, welche Wirkbereiche die betriebsfähige relative Position des flexiblen Dichtelements am Anschlussstutzen 26 oder am Träger 27 betriebsfähig fixieren.
In der in der Figur 2 gezeigten Ausführungsform wirken die Positionierungsmagnete 32,32' einerseits als Anschläge für die Öffnungen 31,31' und andererseits als Magnete, die den magnetischen Ring 34,34' fixieren. Es ergibt sich, dass bevorzugt der eine magnetische Wirkbereich durch als Magnete ausgebildete Positionierungsstifte, in der Ausführungsform nach Figur 2 durch die Positionierungsmagnete 32,32', gebildet ist.
Figur 3 zeigt den Balg 25 und die magnetischen Ringe 34,34', in der Art einer Explosionszeichnung, wobei zur Entlastung der Figur der Anschlussstutzen 26 und der Träger 27 (Figur 2) weggelassen sind, aber die Lage der Positionierungsmagnete 32,32' (Figur 2) durch die gestrichelten Linien 35,35' angedeutet ist. Im zusammengebauten Zustand liegt der Ring 34 innen am Flansch 33 und der Ring 34' innen am Flansch 33', wie dies durch die gestrichelten Pfeile angedeutet ist. Jeder Ring 34,34' weist bevorzugt Griffe 36,36' auf. Es ergibt sich, dass bevorzugt das hier als Fixierring (34,34') ausgebildete Fixierelement Griffe (36) aufweist aufweist und besonders bevorzugt ferromagnetisch ausgebildet ist. Es kann aber, wie oben erwähnt, auch z.B. aus einem nicht magnetischen Material ausgebildet sein und Magnete oder ferromagnetisches Material aufweisen.
Damit kann der Monteur bei einer betriebsfähig zusammengebauten Dosiereinheit 1 mit einer beispielsweise gemäss Figur 2 ausgebildeten Basiseinheit 4 diese einfach nach rechts mit einem leichten Ruck herausziehen, wobei sich die magnetische Verbindung zwischen der Ausgabeleitung 24 und dem Förderkanal 23 auch unter beengten Verhältnissen ohne Einsatz von Werkzeug oder Arbeit und ohne Zeitaufwand löst.
Soll die demontierte Basiseinheit 4 wieder mit der Ausgabeleitung 26 verbunden werden, kann der Balg 25 einfach auf die Positionierungsmagnete 32' am Träger 27 aufgesteckt und der Ring 34 an diese angelegt werden, womit der Balg in richtiger Lage am Träger 27 fixiert ist. Danach wird die Basiseinheit 4 ihrer Längsrichtung entlang von rechts nach links in die betriebsfähige Position gebracht, worauf der Monteur einfach mit der Hand hinter den Förderbehälter 21 gegen den Anschlussstutzen 26 tasten und dort den losen Ring 34 an den Griffen 36 zwischen dem Daumen und Fingern fassen und auf dem Anschlussstutzen 26 aufsetzen kann - die Öffnungen 31 befinden sich bereits am Ort der Positionierungsmagnete 32, da der Flansch 34' bereits durch die Positionierungsmagnete 32' richtig positioniert ist. Ein Einsatz von Werkzeug entfällt, diese Manipulation braucht vergleichsweise wenig Platz, so dass die beengten Platzverhältnisse keine Rolle spielen. Der Zeitaufwand ist ebenfalls vernachlässigbar.
Bei einer weiteren, in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsform ist der Balg 25 bzw. das flexible Dichtelement nur an einer Seite mit einer magnetischen Befestigungsanordnung versehen, während die andere Seite konventionell am Anschlussstzutzen bzw. am Träger befestigt ist. Vorteilhaft ist dann, dass sich die Basiseinheit 4 wie beschrieben lösen (oder mon-
tieren) lässt, wobei die konventionelle Befestigung an der entfernten Basiseinheit 4 dann erleichtert und schneller lösbar bzw. verbindbar ist. Umgekehrt, falls die konventionelle Befestigung auf der Seite des Anschlussstutzens liegt, kann das flexible Dichtelement ebenfalls erleichtert demontiert bzw. montiert werden, da die demontierte Basiseinheit nicht mehr im Weg ist und damit weniger beengte Platzverhältnisse mehr vorliegen.
In einer weiteren, in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsform sind die mechanische Lageanordnung und die magnetische Fixierungsanordnung voneinander getrennt, so dass die Anschlagelemente nicht magnetisch wirksam sind.
Bevorzugt ist es dann aber wie auch im Fall der Positionierungsmagnete 32,32' so, dass die Anschlagelemente Positionierungsstifte und die gegengleich ausgebildeten Anschlagelemente zu den Positionierungsstiften gegengleich ausgebildete Öffnungen aufweisen, und weiter bevorzugt weisen die Anschlagelemente im flexiblen Dichtelement vorgesehene Öffnungen und die gegengleich ausgebildeten Anschlagelemente Positionierungsstifte aufweisen, die gegenüber dem Anschlussstutzen 26 oder dem Träger 27 festgelegt sind.
Unabhängig davon, ob die mechanische Lageanordnung und die magnetische Fixierungsanordnung voneinander getrennt sind, ergibt sich bevorzugt, dass das flexible Dichtungselement Befestigungsabschnitte aufweist und der magnetische Wirkbereich am flexiblen Dichtelement durch wenigstens ein magnetisches Fixierelement gebildet wird, das in Betriebsposition die Befestigungsabschnitte zwischen sich und entweder dem Anschlussstutzen oder dem Träger einschliesst und damit das flexible Dichtelement in betriebsfähiger Lage betriebsfähig fixiert, wobei das Fixierelement seinerseits magnetisch in seiner Position gehalten ist.
Bei der in der Figur 2 gezeigten Ausführungsform ist es so, dass die als Magnete ausgebildeten Positionierungsstifte wenigstens entweder am Anschlussstutzen 26 oder am Träger 27 oder an beiden angeordnet sind, sich von der einen Seite her durch die am flexiblen Dichtelement vorgesehenen Öffnungen 31,31' für die Positionierungsstifte hindurch erstrecken und weiter auf der anderen Seite der Öffnungen 31,31' wenigstens ein magnetisches Fixierelement vorgesehen ist, das zwischen sich und dem Anschlussstutzen 26 oder zwischen sich und dem Träger 27 die Befestigungsabschnitte des flexiblen Dichtelements einschliesst und an den Magneten magnetisch fixiert seinerseits das flexible Dichtelement in betriebsfähiger Lager fixiert.
In den Figuren nicht gezeigt ist eine Ausführungsform, bei welcher an Stelle des Anschlussstutzens 26 oder des Trägers 27 der Fixierring bzw. das Fixierelement die die magnetischen Positionierungsstifte aufweist und dann beispielsweise der Anschlussstutzen 26 oder Träger 27 aus einem ferromagnetischen Material bestehen, und Öffnungen für die Positionierungsstifte aufweisen.
Dann ergibt sich bevorzugt, dass die als Magnete ausgebildeten Positionierungsstifte am Fixierelement angeordnet sind und sich von der einen Seite her durch die am flexiblen Dichtelement vorgesehenen Öffnungen für die Positionierungsstifte hindurch erstrecken und weiter auf der anderen Seite magnetische wirksame Öffnungen im Anschlussstutzen oder dem Träger vorgesehen sind, wobei das Fixierelement die Befestigungsabschnitte des flexiblen Dichtelements zwischen sich und dem Anschlussstutzen oder dem Träger einschliesst und an den Öffnungen magnetisch fixiert seinerseits das flexible Dichtelement in betriebsfähiger Lage fixiert.
Anders, wenn wie oben erwähnt, die mechanische Lageanordnung und die magnetische Fixierungsanordnung voneinander getrennt sind, so dass die Anschlagelemente nicht magnetisch wirksam sind. Dann können beispielsweise am Anschlussstutzen 26 oder am Träger 27 separat von den Anschlagelementen Magnete angeordnet werden, die mit einem ferromagnetischen oder seinerseits mit Magneten besetzten Fixierring bzw. Fixierelement Zusammenwirken. Cider, der Anschlussstutzen 26 oder der Träger 27 sind ferromagnetisch ausgebildet und wirken mit am Fixierelement angeordneten Magneten zusammen.
Es ergibt sich, dass dann bevorzugt die magnetische Fixierungsanordnung von der mechanischen Lageanordnung getrennte Magnete aufweist, die im Anschlussstutzen oder im Träger angeordnet sind, und das Fixierelement magnetisch wirksam ausgebildet ist, und wobei dieses zwischen sich und dem Anschlussstutzen oder zwischen sich und dem Träger die Befestigungsabschnitte des flexiblen Dichtelements einschliesst und an den Magneten magnetisch fixiert seinerseits das flexible Dichtelement in betriebsfähiger Lager fixiert.
Allen beschriebenen Ausführungsformen gemeinsam ist eine Gravimetrische Dosiereinheit für Schüttgüter, die einem Dosierer 2 aufweist mit einem Behälter 8 für zu dosierendes Schüttgut und mit einer Basiseinheit 4, wobei die Basiseinheit 4 einen Förderkanal aufweist, der über eine ein flexibles Dichtelement aufweisende Verbindungseinrichtung in eine Ausgabeleitung
der Dosiereinheit mündet 1, und wobei über die Verbindungseinrichtung der Förderkanal mit der Ausgabeleitung betriebsfähig verbindbar und von dieser wieder lösbar ist, wobei weiter die Verbindungseinrichtung eine magnetische Befestigungsanordnung für die betriebsfähige Verbindung des Dichtelements wenigstens an entweder der Ausgabeleitung oder dem Förderkanal oder an beiden aufweist.