Hvdrozvklon-Anlaqe
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Reinigung einer Faserstoffsuspension mit mehreren, in einer Reihe nebeneinander angeordneten Hydrozyklonen, die je mindestens einen Zulaufanschluss, einen Gutstoffanschluss und einen Rejektanschluss aufweisen sowie wenigstens einer, mit mehreren Zulaufanschlüssen verbundenen Versorgungs-Sammelleitung für die Zuführung der Faserstoffsuspension und/oder wenigstens einer, mit mehreren Gutstoffanschlüssen verbundenen Gutstoff- Sammelleitung zur Ableitung des Gutstoffs und/oder wenigstens einer, mit mehreren Rejektanschlüssen verbundenen Rejekt-Sammelleitung zur Abfuhr des Rejekts, wobei die Sammelleitung länglich ausgebildet ist und die entsprechenden Anschlüsse an deren Längsseite in die entsprechende Sammelleitung münden.
Flydrozyklone sind gut geeignet, um durch Zentrifugalkräfte Schwerteile und Leichtteile in Faserstoffsuspensionen auf zu konzentrieren und über den Auslauf bzw. den Abscheider abzuleiten.
In der Regel dienen sie der Entfernung von kleinen Metallteilen, Glassplittern und Sand oder aber von Styropor und anderen leichten Kunststoffteilen.
Hydrozyklon-Anlagen haben außerdem oft auch den Zweck, zumindest einen großen Teil der in der Flüssigkeit enthaltenen Gase, z.B. die Luft, ebenfalls zu entfernen. Dazu wird der Gutstoff nach Verlassen des Hydrozyklons unter Unterdrück gesetzt, so dass die Gase austreten und separat abgeführt werden können.
Diese Vorgänge sind an sich bekannt, ebenso die Tatsache, dass ein guter Effekt nur gewährleistet ist, wenn die Hydrozyklone eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
Bei einer Hydrozyklon-Anlage, die für größere Durchsatzmengen ausgelegt ist, wird daher eine Mehrzahl - oft sogar eine Vielzahl - von Hydrozyklonen benötigt. Diese werden dann parallel von der zu reinigenden Flüssigkeit durchströmt, was bedeutet, dass der Flüssigkeitsstrom in eine Vielzahl von kleineren Teilströmen aufgeteilt werden muss. Während hierbei die Zufuhr der Faserstoffsuspension von einer Versorgungs- Sammelleitung ausgeht, werden die von den Hydrozyklonen kommenden Gutstoff- und Rejektströme in Gutstoff-Sammelleitungen und Rejekt-Sammelleitungen zusammengefasst. Diese rohrförmigen Sammelleitungen sind in der Regel einseitig
verschlossen, was oft zu Totzonen und damit Ablagerungen im Bereich des verschlossenen Endes der Sammelleitung führt.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher Ablagerungen in einer Sammelleitung entgegenzuwirken.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass am, nach dem letzten Hydrozyklon folgenden Ende wenigstens einer Sammelleitung ein Fluid oder eine Suspension über zumindest einen Spülanschluss in oder aus der Sammelleitung geführt wird.
Das zu oder abgeführte Medium verursacht zusätzliche Strömungen.
Hierdurch gelingt es auf einfache Weise der Bildung von Totzonen und damit einer drohenden Ablagerung von Störstoffen entgegenzuwirken.
Hierzu sollte der Spülanschluss mit Vorteil am, in oder entgegen der Hauptströmungsrichtung liegenden Ende der Sammelleitung angeordnet sein.
Soll die Erfindung bei der Versorgung der Hydrozyklone umgesetzt werden, so bedeutet dies, dass eine Versorgungs-Sammelleitung vorhanden ist und Faserstoffsuspension über einen, am in Hauptströmungsrichtung der Versorgungs-Sammelleitung liegenden Ende der Versorgungs-Sammelleitung angeordneten Spülanschluss abgeführt wird.
Um dies einerseits steuern zu können und andererseits die Verluste möglichst gering zu halten, ist es von Vorteil, wenn die Faserstoffsuspension vom Spülanschluss der Versorgungs-Sammelleitung vorzugsweise über ein steuerbares Ventil und eine Pumpe wieder in diese oder eine andere Versorgungs-Sammelleitung zurückgeführt wird.
Anwendbar ist die Erfindung aber auch bei der Gutstoffabfuhr, d.h. dass eine Gutstoff- Sammelleitung vorhanden ist und ein Fluid oder eine Suspension über einen, am entgegen der Hauptströmungsrichtung der Gutstoff-Sammelleitung liegenden Ende der Gutstoff-Sammelleitung angeordneten Spülanschluss zugeführt wird.
Alternativ oder ergänzend kann es zur Beeinflussung der Intensität und/oder der zeitlichen Erstreckung des Spülens aber auch vorteilhaft sein, wenn Gutstoff vom, am entgegen der Hauptströmungsrichtung der Gutstoff-Sammelleitung liegenden Ende der Gutstoff-Sammelleitung angeordneten Spülanschluss vorzugsweise über ein steuerbares Ventil und eine Pumpe in eine Versorgungs-Sammelleitung geführt wird.
Da bei der Rejektabfuhr mit einer erhöhten Gefahr von Ablagerungen und daraus folgenden Verstopfungen gerechnet werden muss, sollte ein Fluid oder eine Suspension über einen, am entgegen der Hauptströmungsrichtung der Rejekt-Sammelleitung liegenden Ende der Rejekt-Sammelleitung angeordneten Spülanschluss zugeführt werden.
Um die Effizienz der Anlage zu steigern, ist es vorteilhaft, wenn der Spülanschluss der Versorgungs-Sammelleitung mit dem Zulaufanschluss eines zusätzlichen Hydrozyklons verbunden wird.
Dies wiederum erlaubt es, dass der Gutstoffanschluss des zusätzlichen Hydrozyklons mit einer Gutstoff-Sammelleitung und/oder der Rejektanschluss des zusätzlichen Hydrozyklons mit einer Rejekt-Sammelleitung verbunden wird.
Dieser zusätzliche Hydrozyklon sorgt für zusätzliche Strömungen im gefährdeten Bereich der Sammelleitungen und steigert gleichzeitig den Durchsatz der Anlage.
Im Interesse einer einfachen Konstruktion sind zumindest eine, vorzugsweise alle Sammelleitungen als zylindrisches Rohr ausgebildet, dessen nach dem letzten Hydrozyklon folgendes Ende verschlossen ist und dort den Spülanschluss aufweist.
Für eine optimierte Strömungsgestaltung sollten zumindest einige, vorzugsweise alle Anschlüsse der Hydrozyklone einen in die entsprechende Sammelleitung hineinreichenden Stutzen besitzen, welcher vorzugsweise innerhalb der Sammelleitung vom jeweiligen Anschluss aus mit seiner wesentlichen Richtungskomponente nach unten geneigt oder gekrümmt ausläuft.
Mit Vorteil weisen dabei die Öffnungen der Stutzen senkrecht oder geringfügig zur oder entgegen der Hauptströmungsrichtung der jeweiligen Sammelleitung geneigt nach unten.
Bei der Versorgungs-Sammelleitung wirkt das Ansaugen der Suspension über diese Stutzen Ablagerungen im unteren Bereich der Versorgungs-Sammelleitung entgegen.
Bei der Gutstoff-Sammelleitung führt der über diese Stutzen einströmende Gutstoff zu Verwirbelungen und bei geringfügig zur Hauptströmungsrichtung weisenden Öffnungen der Stutzen zu einer Beschleunigung und somit insgesamt zu einer Vermeidung oder zumindest Verminderung von Ablagerungen.
Zwecks eines einfachen Aufbaus ist es von Vorteil, wenn die Hydrozyklone derart in Gruppen zusammengefasst sind, dass die Zulaufanschlüsse der Hydrozyklone einer Gruppe aus derselben Versorgungs-Sammelleitung gespeist werden und die Gutstoffanschlüsse dieser Gruppe von Hydrozyklonen in eine gemeinsame Gutstoff- Sammelleitung und/oder die Rejektanschlüsse dieser Gruppe von Hydrozyklonen in eine gemeinsame Rejekt-Sammelleitung münden.
Allerdings kann es zur Anpassung an spezielle Anforderungen ebenso vorteilhaft sein, wenn die Hydrozyklone derart in Gruppen zusammengefasst sind, dass die Zulaufanschlüsse der Hydrozyklone einer Gruppe aus derselben Versorgungsleitung gespeist werden und zumindest ein Teil der Gutstoffanschlüsse dieser Gruppe von Hydrozyklonen in verschiedene Gutstoff-Sammelleitungen mündet.
Nachfolgend soll die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt:
Figur 1 : eine Seitenansicht einer Hydrozyklon-Anlage;
Figur 2: einen Querschnitt durch die Versorgungs- und Gutstoff-Sammelleitungen 5,6 dieser Anlage und
Figur 3: ein Anlagenschema ohne zusätzlichen Hydrozyklon 9.
Die hier beschriebenen Hydrozyklone 1 dienen der Reinigung einer Faserstoffsuspension, wie sie beispielsweise zur Papierherstellung erforderlich ist, mit einer Stoffdichte zwischen 1 ,5 und 3,5% von Schwerteilen.
Das feststehende Gehäuse des Hydrozyklons 1 umschließt eine längliche Kammer mit kreisförmigem Querschnitt.
An einem Ende der Kammer befindet sich ein Zulaufanschluss 2, über den die zu reinigende Faserstoffsuspension tangential in einen zylindrischen Einlaufabschnitt der Kammer eingedüst wird. Hierdurch wird die Faserstoffsuspension auf eine kreisförmige Bahn gebracht, wobei die Faserstoffsuspension gegen die Wand der Kammer gedrückt wird.
Durch die dabei wirkenden Zentrifugal- und Fliehkräfte reichern sich die Schwerteile an der Wand der Kammer und die Leichtteile in der Mitte der Kammer an.
Auf diese Weise gelangen die Schwerteile an der Wand der Kammer in Strömungsrichtung spiralförmig zum gegenüberliegenden Ende der Kammer mit dem Rejektanschluss 4, über den die Schwerteile aus dem Hydrozyklon 1 abgeführt werden.
Um Verstopfungen des Rejektanschlusses 4 entgegenzuwirken, kann im Bereich des Rejektanschlusses 4 über eine Verdünnungs-Zuleitung 13 Verdünnungsflüssigkeit in die Kammer geleitet werden.
Dies erlaubt den störungsfreien Einsatz des Hydrozyklons 1 auch bei hohen Stoffdichten.
Die in der Mitte der Kammer vorhandene, von den Schwerteilen gereinigte Faserstoffsuspension wird hier als Gutstoff über den Gutstoffanschluss 3 abgepumpt. Hierzu reicht der rohrförmige Gutstoffanschluss 3 am zulaufseitigen Ende entlang der Zentrumsachse in die Mitte der Kammer des Hydrozyklons 1 .
An den zylindrischen Einlaufabschnitt der Kammer schließt sich in Richtung des in Strömungsrichtung gegenüberliegenden Endes, d.h. in Richtung des Rejektanschlusses 4 ein kegelförmiger Hydrozyklon-Abschnitt an, in dem sich der Durchmesser der Kammer zum Rejektanschluss 4 hin kontinuierlich vermindert.
Durch diese Verjüngung steigt die Rotationsgeschwindigkeit der Suspension derart an, dass sich die Schwerteile an der Wand der Kammer aufkonzentrieren.
Sollen im Unterschied hierzu Leichtteile aus der Faserstoffsuspension entfernt werden, so wird die von diesen gereinigte Faserstoffsuspension als Schwerteil-Komponente über den Rejektanschluss 4 aus dem Hydrozyklon 1 befördert, während die Leichtteile über den Gutstoffanschluss 3 abgeführt werden.
In der Regel sind die Hydrozyklone 1 , die bei einer solchen Anlage verwendet werden, untereinander gleich. Ein wichtiger Aspekt liegt darin, dass die Hydrozyklone 1 zu Gruppen zusammengefasst sind.
Gemäß Figur 1 sind die Zulaufanschlüsse 2, die Gutstoffanschlüsse 3 sowie die Rejektanschlüsse 4 der Hydrozyklone 1 einer Gruppe mit der gleichen Zulauf- Sammelleitung 5, der gleichen Gutstoff-Sammelleitung 6 bzw. der gleichen Rejekt- Sammelleitung 7 verbunden.
Allerdings können die Gutstoffe einer Gruppe von Hydrozyklonen 1 bei Bedarf auch in unterschiedliche Gutstoff-Sammelleitungen 6 aufgeteilt werden.
Der Gutstoff kann in den Gutstoff-Sammelleitungen 6 oder nachgelagerten Tanks in an sich bekannter Weise durch eine Vakuumeinrichtung soweit unter Unterdrück gesetzt werden, dass die sich darin befindende Suspension zum Sieden kommt. Bekanntlich ist das ein wirksames Mittel die darin enthaltenen Gase, insbesondere Luft, zu entfernen.
Über sogenannte Multi-Zyklon-Anordnungen mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Hydrozyklone 1 lassen sich Mengenschwankungen durch Abschalten von Hydrozyklonen gleichmäßig aufteilen. Es ist nämlich anzustreben, dass auch in solchen Fällen der Volumendurchsatz durch die einzelnen, zugeschalteten Hydrozyklone 1 möglichst wenig variiert, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.
Selbstverständlich können die Hydrozyklone 1 einer Anlage auch mehrstufig geschaltet sein, indem das Rejekt der ersten Stufe als Zulauf in die zweite Stufe geführt wird. Das senkt den Faserverlust bei guter Reinigungswirkung.
Beispielhaft zeigen Figur 1 und 2 eine Gruppe von senkrechten Hydrozyklonen 1 , die aus zwei parallelen Reihen mit jeweils mehreren, in einer Reihe nebeneinander angeordneten Hydrozyklonen 1 besteht. Dabei verlaufen die mit den Zulaufanschlüssen 2 dieser Hydrozyklone 1 verbundenen Versorgungs-Sammelleitung 5 für die Zuführung der Faserstoffsuspension sowie die mit den Gutstoffanschlüssen 3 dieser Hydrozyklone 1 verbundenen Gutstoff-Sammelleitung 6 zur Ableitung des Gutstoffs sowie die mit den Rejektanschlüssen 4 dieser Hydrozyklone 1 verbundenen Rejekt-Sammelleitung 7 zur Abfuhr des Rejekts waagerecht zwischen den beiden Reihen von Hydrozyklonen 1.
Dabei sind alle Sammelleitungen 5,6,7 als zylindrisches, horizontal verlaufendes Rohr ausgebildet, bei dem ein Ende verschlossen ist und die entsprechenden Anschlüsse 2,3,4 an den Längsseiten in die entsprechende Sammelleitung 5,6,7 münden.
Entsprechend Figur 2 umfassen die Zulaufanschlüsse 2 sowie die Gutstoffanschlüsse 3 dieser Hydrozyklone 1 jeweils einen in die entsprechende Sammelleitung 5,6 hineinreichenden Stutzen 12, welcher innerhalb der Sammelleitung 5,6 vom jeweiligen Anschluss 2,3 aus senkrecht oder geringfügig zur Senkrechten geneigt nach unten gekrümmt ausläuft. Dies verbessert die Strömungsverhältnisse innerhalb der jeweiligen Sammelleitung 5,6.
Darüber hinaus besitzen alle Sammelleitungen 5,6,7 der Hydrozyklone 1 gemäß Figur 1 am, nach dem letzten Hydrozyklon 1 folgenden, verschlossenen Ende jeweils einen Spülanschluss 8. Zur Bildung von Turbulenzen kann über diese Spülanschlüsse 8 ein Fluid oder eine Suspension in oder aus der entsprechenden Sammelleitung 5,6,7 geführt werden.
Dementsprechend befindet sich der Spülanschluss 8 bei der Versorgungs- Sammelleitung 5 an dem in Flauptströmungsrichtung und bei der Gutstoff-Sammelleitung 6 sowie der Rejekt-Sammelleitung 7 an dem entgegen der Flauptströmungsrichtung liegendem Ende der jeweiligen Sammelleitung 5,6,7.
Dies erlaubt es bei der Versorgungs-Sammelleitung 5 einen geringen Teil der zu reinigenden Faserstoffsuspension über den Spülanschluss 8 abzuführen. Wie in Figur 3 angedeutet, kann diese Faserstoffsuspension vom Spülanschluss 8 der Versorgungs- Sammelleitung 5 über eine Pumpe 10 wieder in diese oder eine andere Versorgungs- Sammelleitung 5 zurückgeführt werden.
Zur Minimierung von Totzonen kann des Weiteren ein Fluid, beispielsweise Verdünnungswasser oder eine Suspension über den entsprechenden Spülanschluss 8 auch der Gutstoff-Sammelleitung 6 zugeführt werden.
Alternativ ist es, wie in Figur 3 gezeigt, auch möglich, dass ein Teil des Gutstoffs vom Spülanschluss 8 der Gutstoff-Sammelleitung 6 über ein steuerbares Ventil 11 und eine Pumpe 10 wieder in eine Versorgungs-Sammelleitung 5 geführt wird.
Nicht dargestellt ist die Zufuhr eines Fluids oder einer Suspension in die Rejekt- Sammelleitung 7 über deren Spülanschluss 8.
Im Unterschied hierzu zeigt Figur 1 eine Lösung, bei der an dem verschlossenen Ende der Sammelleitungen 5,6,7 mit den Spülanschlüssen 8 ein zusätzlicher Hydrozyklon 9 angeordnet ist. Dabei sind der Spülanschluss 8 der Versorgungs-Sammelleitung 5 mit dem Zulaufanschluss 2, der Spülanschluss 8 der Gutstoff-Sammelleitung 6 mit dem Gutstoffanschluss 3 und der Spülanschluss 8 der Rejekt-Sammelleitung 7 mit dem Rejektanschluss 4 des zusätzlichen Hydrozyklons 9 verbunden.
Über den zusätzlichen Hydrozyklon 9 werden an dem verschlossenen Ende der Sammelleitungen Strömungen erzeugt, die einer Ablagerung von Störstoffen
entgegenwirken. Darüber hinaus erhöht der zusätzliche Hydrozyklon 9 die Reinigungsleistung der Anlage.