Anhängekupplung sowie Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft eine Anhängekupplung für ein Kraftfahrzeug, wobei die Anhängekupplung einen Kupplungsarm aufweist, an dessen einem Endbereich ein Kuppelkörper, insbesondere eine Kupplungskugel zum Anhängen eines
Anhängers oder Ankoppeln eines Lastenträgers an das Kraftfahrzeug angeordnet ist.
Der Kupplungsarm steht bei Gebrauch beispielsweise nach hinten vor das
Kraftfahrzug vor, so dass ein Lastenträger oder Anhänger angekoppelt werden kann. In der Regel ist das Kuppelstück eine Kupplungskugel, um die der Anhänger mit seiner sogenannten Zugkugelkupplung kugelgelenkig schwenkt. Die
Anhängekupplung muss in der Praxis verschiedenartigsten Belastungen
standhalten, so z.B. dynamischen Schwingungen, hohen Zugbelastungen oder Druckbelastungen und dergleichen. Dementsprechend wird das Grundmaterial des Kupplungsarms und der Kupplungskugel so gewählt, dass eine gewisse Duktilität oder Elastizität vorhanden ist. Andererseits besteht die Anforderung, eine hohe Belastbarkeit, insbesondere eine hohe Belastbarkeit gegenüber
Reibbelastungen bereitzustellen, weshalb es an sich vorteilhaft ist, den
Kuppelkörper, insbesondere die Kupplungskugel, aus einem härteren, spröderen Material herzustellen. Bei höherer Verschleißfestigkeit ist allerdings das Risiko, dass ein härteres oder festeres Material bricht, wenn die Belastung ein
vorbestimmtes Maß überschreitet, groß.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mechanisch
belastbarere Anhängekupplung bereitzustellen.
Zur Lösung der Aufgabe ist bei einer Anhängekupplung der eingangs genannten Art vorgesehen, dass an dem Kuppelkörper und/oder dem Kupplungsarm mindestens eine zumindest einen Teil einer jeweiligen Außenoberfläche des Kuppelkörpers und/oder des Kupplungsarms bildende Stützpartie vorgesehen ist, die, insbesondere deren Material, eine gegenüber einem insbesondere
metallischen Grundmaterial eines Grundkörpers des Kuppelkörpers oder
Kupplungsarms, an dem die Stützpartie angeordnet ist oder der die Stützpartie trägt, höhere Festigkeit und/oder Härte aufweist.
Die Erfindung betrifft also auch eine Anhängekupplung mit einem Kupplungsarm, an dessen freiem Endbereich ein Kuppelstück zum Ankuppeln eines Anhängers oder eines Lastenträgers angeordnet ist, wobei das Kuppelstück einen
Kuppelstück-Grundkörper und der Kupplungsarm einen
Kupplungsarm-Grundkörper aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das Kuppelstück und/oder der Kupplungsarm zumindest einen festeren
Oberflächenbereich aufweist, dessen Festigkeit höher ist als diejenige eines Grundmaterials, insbesondere eines Metalls, des Kuppelstück-Grundkörpers und des Kupplungsarm-Grundkörpers.
Der Kupplungsarm weist an seinem einen Endbereich den Kuppelkörper auf, an einem dazu entgegengesetzten Endbereich beispielsweise eine
Befestigungspartie zur Befestigung an dem Kraftfahrzeug. Die Befestigungspartie umfasst beispielsweise Mittel zur lösbaren Befestigung an dem Kraftfahrzeug, beispielsweise einen Steckvorsprung, der in eine Steckaufnahme einer Halterung, die am Kraftfahrzeug befestigt oder befestigbar ist, einsteckbar ist. Weiterhin kann die Befestigungspartie an einem Lager zum beweglichen Lagern des
Kupplungsarms zwischen einer Gebrauchsstellung und einer
Nichtgebrauchsstellung angeordnet sein oder ein Lagerteil eines solchen Lagers aufweisen. In der Gebrauchsstellung steht der Kupplungsarm beispielsweise weiter vor das Heck des Kraftfahrzeugs vor als in der Nichtgebrauchstellung. Die Gebrauchsstellung ist zum Ankuppeln eines Lastenträgers oder Anhängers vorgesehen. In der Nichtgebrauchstellung ist der Kupplungsarm vorzugsweise
hinter und/oder unter einem Stoßfänger des Kraftfahrzeugs verborgen oder zumindest im Wesentlichen verborgen.
Die Anhängekupplung umfasst vorzugsweise eine Trägeranordnung zur
Befestigung an einer Karosserie des Kraftfahrzeugs. Die Trägeranordnung umfasst beispielsweise einen Querträger, der vorzugsweise mit Seitenträgern mit dem Kraftfahrzeug verbunden ist. An dem Querträger oder der Trägeranordnung ist der Kupplungsarm beispielsweise fest oder lösbar, zum Beispiel anhand einer Steckhalterung, oder beweglich angeordnet, beispielsweise zwischen der
Gebrauchsstellung und der Nichtgebrauchstellung schwenkbar. Es ist ein Grundgedanke der vorliegenden Erfindung, dass nicht der Grundkörper des Kuppelkörpers oder des Kupplungsarms oder beide aus einem festen oder harten Material bestehen müssen, sondern dass gezielt dort, wo hohe
Belastungen, beispielsweise Verschleiß durch Reibung, insbesondere einer Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder des Lastenträgers an dem
Kuppelkörper, oder dergleichen, auftritt, eine oder mehrere Stützpartien vorgesehen sind. Der Grundkörper von Kupplungsarm und Kupplungskugel kann beispielsweise aus Metall bestehen, insbesondere aus einem Metall mit einer vorbestimmten Duktilität und/oder Festigkeit und/oder Härte. Die Stützpartie hat gegenüber dem Grundkörper von Kupplungsarm und Kupplungskugel z.B. eine geringere Duktilität und/oder höhere Festigkeit und/oder größere Härte. Somit sieht die Erfindung vor, dass gezielt an denjenigen Stellen, die besonders hohen Belastungen ausgesetzt sind, ein härteres und/oder festeres Material als das Grundmaterial des Grundkörpers eingesetzt wird, nämlich im Bereich der mindestens einen Stützpartie. Selbstverständlich sind mehrere Stützpartien an den jeweils gewünschten Orten möglich.
Weiterhin sind bei den Stützpartien unterschiedliche Ausgestaltungen möglich, die im Einzelnen noch deutlich werden.
Zur Bildung der Stützpartie ist beispielsweise das Grundmaterial im Bereich der mindestens einen Stützpartie verfestigt und/oder gehärtet. Somit findet quasi kein Materialwechsel statt, sondern das an sich vorhandene Grundmaterial des
Grundkörpers von Kupplungsarm und/oder Kuppelkörper wird gezielt verfestigt oder gehärtet oder beides.
Das Grundmaterial ist beispielsweise im Bereich der mindestens einen Stützpartie gehärtet, wobei thermisches Härten, induktives Härten, Laser-Härten oder dergleichen ohne weiteres einzeln oder in Kombination möglich sind.
Das Grundmaterial im Bereich der mindestens einen Stützpartie wird
beispielsweise zunächst erwärmt und anschließend abgekühlt, insbesondere schlagartig abgekühlt. Die zunächst erwärmte Stützpartie wird beispielsweise durch Wasser oder Öl in einer vorbestimmten Zeit auf eine vorbestimmte
Temperatur abgekühlt. Nach der Abkühlungsphase wird der Bereich der mindestens einen Stützpartie anschließend nochmals um ein vorbestimmtes Maß erwärmt, was man auch als Anlassen bezeichnet.
Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass das Grundmaterial im Bereich der mindestens einen Stützpartie ein ausgehend von einer Ausgangstemperatur oder
Normaltemperatur, beispielsweise einer typischen Raumtemperatur von ca. 15-35 °C, auf eine erste, gegenüber der Ausgangstemperatur höhere Temperatur erwärmtes und auf eine zweite, gegenüber der ersten Temperatur niedrigere Temperatur abgekühltes Grundmaterial ist. Die zweite Temperatur ist
beispielsweise wieder so hoch etwa wie die Raumtemperatur oder geringfügig höher. Somit ist beispielsweise das Grundmaterial erhitzt und anschließend wieder kalt abgeschreckt und dadurch gehärtet. Die erste Temperatur liegt im Bereich von beispielsweise mehreren 100 °C, zum Beispiel 500-1300 °C, die dritte Temperatur z.B. im Bereich von 200-350 °C.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Grundmaterial der Stützpartie ein Material ist, welches nach der Abkühlung auf die zweite Temperatur auf eine gegenüber der zweiten Temperatur höhere dritte Temperatur, die jedoch niedriger als die
erste Temperatur ist, erwärmt worden ist. Der letzte Schritt der Wiedererwärmung entspricht beispielsweise dem oben genannten Anlassen.
Eine Verfestigung oder Härtung der mindestens einen Stützpartie kann aber auch durch mechanische Einwirkung, insbesondere eine impulsförmige oder
schlagende mechanische Einwirkung, zur Bildung der Stützpartie bewirkt werden. Besonders günstig ist es, wenn die Stützpartie durch Kugelstrahlen, Rollen, Walzen oder Kombinationen davon gebildet ist. Somit werden einzelne Partien des Grundkörpers von Kuppelkörper oder Kupplungsarm gezielt mechanisch verfestigt. Die Verfestigung der mindestens einen Stützpartie kann beispielsweise durch eine Kaltverformung und/oder eine Warmverformung erfolgen.
Nicht nur durch eine Bearbeitung des Grundmaterials des Grundkörpers kann die Stützpartie hergestellt werden, sondern auch dadurch, dass ein sozusagen vom Grundkörper separater Stützkörper eingesetzt wird.
Die mindestens eine Stützpartie kann beispielsweise an einem Stützkörper vorgesehen sein, der mit dem Grundkörper des Kupplungsarms oder
Kuppelkörpers fest verbunden ist und aus einem Material gebildet ist, welches eine höhere Festigkeit und/oder Härte als das Grundmaterial des Grundkörpers von Kupplungsarm oder Kuppelkörper aufweist. Somit kann also der Stützkörper aus einem ganz anderen Material als das Grundmaterial des Grundkörpers bestehen, beispielsweise aus einem anderen Metall, insbesondere aus einer metallischen Legierung mit höherer Härte und Festigkeit als das Grundmaterial des Grundkörpers. Auch Keramiken oder dergleichen können ohne weiteres bei dem Stützkörper eingesetzt werden.
Der Stützkörper umfasst oder ist vorzugsweise ein Wandkörper, der in der Art einer Außenwand an dem Grundkörper angeordnet ist und/oder den Grundkörper schalenartig umgibt. Weiterhin ist es möglich, dass der Stützkörper als ein
Schalenkörper ausgestaltet ist. Der Schalenkörper kann insbesondere in der Art eines Kugelmantels geformt sein. So ist es beispielsweise möglich, dass der Kuppelkörper eine Kupplungskugel ist, deren Mantel ganz oder teilweise von dem
Stützkörper gebildet ist. Der mindestens eine Stützkörper kann also beispielsweise ein Kugelmantel-Segment bilden.
Der mindestens eine Stützkörper ist beispielsweise in einer Ausnehmung des Grundkörpers aufgenommen.
Der mindestens eine Stützkörper und der Grundkörper des Kuppelkörpers oder Kupplungsarms bilden vorzugsweise komplementär die jeweilige Außenoberfläche von Kuppelkörper oder Kupplungsarm. Die Außenoberflächenpartien des
Stützkörpers und des Grundkörpers sind beispielsweise nebeneinander angeordnet und/oder grenzen aneinander an. Insbesondere gehen die
Außenoberflächenpartien von Stützkörper und Grundkörper vorzugsweise stufenlos ineinander über. Die Außenoberflächenpartien von Stützkörper und Grundkörper fluchten vorzugsweise miteinander. Beispielsweise bilden die
Außenoberflächen von Kuppelkörper und Stützkörper eine Kugeloberfläche.
Der Grundkörper des Kuppelkörpers und der Stützkörper können aber auch komplementär den Kuppelkörper bilden. Beispielsweise können der Stützkörper und der Grundkörper des Kuppelkörpers Scheibenabschnitte,
Kugelsegment-Abschnitte sein oder aufweisen. Beispielsweise ist es möglich, dass der Grundkörper des Kuppelkörpers einen Halsabschnitt oder Halteabschnitt zur Verbindung mit dem Kupplungsarm, insbesondere einen Kuppelkörperhals des Kupplungsarms aufweist. An diesem Grundkörper ist dann beispielsweise eine Teilkugel oder ein Kugelsegment angeordnet. Beispielsweise können der
Grundkörper des Kuppelkörpers und der Stützkörper Kugelkörperteile bilden. So kann beispielsweise ein Kugeloberteil von dem Stützkörper bereitgestellt werden, während ein Kugelunterteil von dem Grundkörper bereitgestellt ist. Sowohl das Kugeloberteil als auch das Kugelunterteil können Abflachungen aufweisen. So kann beispielweise am Kugeloberteil keine Kugelkappe vorhanden sein oder am Kugeloberteil eine Abflachung vorgesehen sein. Auch im Übergang des
Kuppelkörpers zu dem Kupplungsarm kann eine Stufe, beispielsweise eine Planfläche oder ebene Fläche, vorgesehen sein. Diese Stufe oder Planfläche ist vorzugsweise am Grundkörper angeordnet.
Der Kuppelkörper kann ohne weiteres als eine Kupplungskugel ausgestaltet sein, aber auch andere Geometrien, beispielsweise polygonale Geometrien zur
Befestigung eines Lastenträgers haben.
Der Stützkörper ist mit dem Grundkörper vorzugsweise stoffschlüssig verbunden, beispielsweise verklebt, verlötet oder verschweißt.
Der Stützkörper ist weiterhin vorzugsweise mit dem Grundkörper formschlüssig verbunden, beispielsweise anhand von Hinterschnitten, Zapfen oder dergleichen. Auch eine Verschraubung von Grundkörper und Stützkörper ist ohne weiteres möglich. So ist es beispielsweise möglich, dass eine Schraube den Stützkörper und den Grundkörper durchsetzt und mit dem Kupplungsarm verbunden ist.
Der Stützkörper ist mit dem Grundkörper vorzugsweise anhand mindestens eines Haltevorsprungs oder Haltezapfens verbunden, der beispielsweise vom
Stützkörper oder vom Grundkörper absteht und in eine Aufnahme am Grundkörper bzw. Stützkörper eingreift. Wenn also beispielsweise vom Stützkörper einer oder mehrere Haltezapfen oder Haltevorsprünge vorstehen, greifen diese
zweckmäßigerweise in entsprechende Halteaufnahmen am Grundkörper ein. Auch die umgekehrte Konfiguration ist möglich, dass einer oder mehrere
Stützvorsprünge vom Grundkörper abstehen und in den Stützkörper eingreifen.
Der Stützkörper ist zweckmäßigerweise anhand mindestens eines Hinterschnitts an dem Grundköper gehalten. Der Hinterschnitt ist beispielsweise an einer
Aufnahme für einen Haltevorsprung vorgesehen. Der Hinterschnitt kann
beispielsweise durch einen Bodenbereich der Aufnahme für den Haltevorsprung gebildet sein, welcher einen größeren Querschnitt als eine Einstecköffnung der Aufnahme aufweist. Bevorzugt ist der Hinterschnitt an einem Randbereich zwischen der Stützpartie und einer Außenoberflächenpartie des Grundkörpers vorgesehen, so dass der Stützkörper und der Grundkörper formschlüssig ineinander eingreifen.
Beispielsweise umfasst der Hinterschnitt eine Nut, in die eine Feder oder ein anderer Vorsprung der Stützpartie eingreift.
Der Stützkörper oder die mindestens eine Stützpartie können aber auch durch eine Beschichtung des Grundkörpers gebildet sein. Die Beschichtung lässt sich beispielsweise durch ein thermisches Spritzen, ein Gussverfahren oder dergleichen aufbringen. So kann beispielsweise ein flüssiges Keramikmaterial in einem Gussverfahren auf den Grundkörper des Kuppelkörpers oder des
Kupplungsarms aufgebracht werden.
Die Stützpartie umfasst vorzugsweise einen Keramikwerkstoff, beispielsweise aus dem Bereich der technischen Keramik. Der Keramikwerkstoff kann beispielsweise faserverstärkt sein. Die Stützpartie kann aber auch eine metallische Legierung, insbesondere auf Nickel-Chrom-Basis, umfassen oder dadurch gebildet sein.
Die Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers ist vorteilhaft zwischen einer verriegelten oder verschlossenen Schließstellung und einer Offenstellung verstellbar. Die Offenstellung ist zum Entfernen der
Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers von dem Kuppelkörper vorgesehen. Die Schließstellung ist zum Halten der Kupplungsvorrichtung an dem Kuppelkörper für einen Fährbetrieb des Kraftfahrzeugs mit dem Anhänger oder Lastenträger vorgesehen. Beispielsweise hat die Kupplungsvorrichtung einen Schließkörper, der zwischen der Schließstellung und der Offenstellung oder Lösestellung verstellbar ist.
Zu einem dauerhaft festen Halt der Kupplungsvorrichtung von Anhänger oder Lastenträger ist es vorteilhaft, wenn das Grundmaterial des Kuppelkörpers einen Minimal-Querschnitt aufweist, der ein Entfernen der verriegelten oder
verschlossenen Kupplungsvorrichtung von dem Kuppelkörper verhindert.
Beispielsweise ist ein äquatorialer Bereich eines kugeligen Kuppelkörpers dafür vorgesehen, dass die Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers nicht entfernbar ist. Insbesondere kann die Kupplungsvorrichtung mit dem
Kuppelkörper im Falle des Lastenträgers drehfest und/oder ortsfest verbunden sein oder im Falle des Anhängers eine kugelgelenkige Verbindung bilden.
Vorteilhaft ist Hintergriff oder Untergriff eines Kupplungsorgans der
Kupplungsvorrichtung mit dem Kuppelkörper vorgesehen. Der Kuppelkörper der
Anhängekupplung kann aus einer Kupplungsaufnahme der Kupplungsvorrichtung dann, wenn das Kupplungsorgan in seiner Schließstellung oder Haltestellung ist, nicht mehr entfernt werden, wofür der Minimal-Haltequerschnitt vorgesehen ist.
Die mindestens eine Stützpartie erstreckt sich zweckmäßigerweise nicht bis zu dem Minimal-Haltequerschnitt. Somit ist also beispielsweise der gehärtete oder festere Bereich zwar außerhalb des Minimal-Haltequerschnitts vorgesehen, so dass er entsprechenden Verschleiß des Kuppelkörpers verhindert oder minimiert. Der demgegenüber jedoch aus dem Grundmaterial des Grundkörpers bestehende Minimal-Haltequerschnitt ist zwar weniger hart oder fest, neigt also bei
Reibbelastung zu höherem Verschleiß, ist aber auf der anderen Seite duktiler oder elastischer, so dass er einen zuverlässigen Halt der Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers auch dann gewährleistet, wenn beispielsweise die Stützpartie ganz oder teilweise verschlissen ist. Beispielsweise kann eine die Stützpartie bereitstellende Beschichtung des Grundkörpers abgetragen sein oder ein als Einsatzstück ausgestalteter Stützkörper zerbrechen. Auch in dieser
Situation ist ein zuverlässiger Halt der Kupplungsvorrichtung an dem Kuppelkörper möglich.
Das Grundmaterial des Kuppelkörper-Grundkörpers bildet im Bereich des
Minimal-Haltequerschnitts zweckmäßigerweise die Außenoberfläche des
Kuppelkörpers. Somit ist also dort keine Stützpartie, auch kein Abschnitt der Stützpartie, vorgesehen.
Es ist aber auch eine Konfiguration möglich, bei sich die Stützpartie auch im Bereich des Minimal-Haltequerschnitts befindet oder diesen außenseitig
zumindest teilweise überdeckt. Somit ist eine optimale Verschleißfestigkeit des Kuppelkörpers möglich. Allerdings ist es in dieser Situation vorteilhaft, wenn die Stützpartie den Kuppelkörper im Bereich des Minimal-Haltequerschnitts
außenseitig mit einer derartigen Materialstärke überdeckt, dass der Kuppelkörper einen Maximal-Haltequerschnitt aufweist, bei dem die Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers in eine zum Halten des Anhängers oder
Lastenträgers für einen Fährbetrieb vorgesehene Koppelstellung verstellbar ist, in
der der Kuppelkörper in einer Kupplungsaufnahme der Kupplungsvorrichtung, beispielsweise kugelgelenkig drehbar im Falle des Anhängers oder ortsfest fixiert im Falle des Lastenträgers, aufgenommen ist. Beispielsweise beträgt bei einer sogenannten Normkugelkupplung nach der Norm„ECE-R 55
Verbindungseinrichtungen“ der maximale Durchmesser 50 mm, während der minimale Durchmesser 49 mm betragen muss. Die Materialstärke der Stützpartie ist in diesem Fall beispielsweise maximal 0,5 mm. Es ist allerdings vorteilhaft, wenn der Grundkörper des Kuppelkörpers einen minimal größeren Querschnitt als das Mindestmaß bzw. als für den Minimal-Haltequerschnitt notwendig aufweist, so dass auch bei maximalem Verschleiß der Stützpartie noch ein zuverlässiger Halt der Kupplungsvorrichtung des Anhängers oder Lastenträgers an dem
Kuppelkörper möglich ist.
Die mindestens eine Stützpartie umfasst vorteilhaft eine obere Stützpartie an einer von einem Verbindungsort des Kuppelkörpers mit dem Kupplungsarm
abgewandten Oberseite des Kuppelkörpers, beispielsweise oberhalb eines maximalen Querschnitts des Kuppelkörpers, insbesondere des vorgenannten Haltequerschnitts. Der Verbindungsort ist beispielsweise der Übergang von einem Kuppelkörperhals oder Halsabschnitt des Kupplungsarms in den Kuppelkörper.
Weiterhin vorteilhaft ist eine untere Stützpartie an einer von einem Verbindungsort des Kuppelkörpers mit dem Kupplungsarm zugewandten Unterseite,
beispielsweise unterhalb eines maximalen Querschnitts oder Haltequerschnitts des Kuppelkörpers.
Sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite des Kuppelkörpers können eine oder mehrere Stützpartien vorgesehen sein. Bevorzugt sind jeweils eine einzige oberseitige Stützpartie und eine einzige unterseitige Stützpartie
vorgesehen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die obere Stützpartie und die untere
Stützpartie an dem Kuppelkörper in Abhängigkeit von einer vorgesehenen
Einbaulage des Kupplungsarms, insbesondere dessen Befestigungspartie, am Kraftfahrzeug angeordnet sind.
In der Praxis hat sich bewährt, wenn die obere Stützpartie an einem zur
Befestigung am Kraftfahrzeug vorgesehenen Längsende des Kupplungsarms zugewandt ist. Somit ist also die obere Stützpartie beispielsweise in
Fahrzeuglängsrichtung oder Vorwärts-Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs vorn. Die untere Stützpartie ist zweckmäßigerweise von einem zur Befestigung am
Kraftfahrzeug vorgesehenen Längsende des Kupplungsarms abgewandt.
Es ist aber auch möglich, dass die obere Stützpartie von dem zur Befestigung am Kraftfahrzeug vorgesehenen Längsende des Kupplungsarms abgewandt ist oder zu einer freien Seite der Anhängekupplung orientiert ist. In dieser Situation ist es vorteilhaft, wenn die untere Stützpartie dem zur Befestigung am Kraftfahrzeug vorgesehenen Längsende des Kupplungsarms zugewandt ist. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise vorteilhaft, wenn der Einbauort der
Anhängekupplung am Kraftfahrzeug hoch ist, sodass eine Deichsel eines an die Anhängekupplung angehängten Anhängers eine schräge Orientierung mit einem ansteigenden Sinn vom Kraftfahrzeug weg aufweist, wenn das Gespann bestehend aus Zugfahrzeug oder Kraftfahrzeug und Anhänger auf einer gemeinsamen Planfläche steht oder fährt.
Es kann vorgesehen sein, dass nur eine einzige obere und/oder nur eine einzige untere Stützpartie der vorgenannten Art vorgesehen sind. Bevorzugt ist es insbesondere, wenn eine einzige obere und eine einzige untere Stützpartie vorhanden sind, wobei die eine Stützpartie oberhalb des Äquators und die andere Stützpartie einer Quermittelebene des Kuppelkörpers und/oder unterhalb des Äquators der Kupplungskugel angeordnet sind.
Die mindestens eine Stützpartie umfasst zweckmäßigerweise eine Stützpartie an dem Kuppelkörper, die sich über einen Winkelbereich von maximal 70° seitlich neben einer Längsmittelachse oder Längsmittelebene erstreckt, die zu einer Haupt-Längsachse des Kupplungsarms parallel ist oder im am Kraftfahrzeug
montierten Zustand der Anhängekupplung zu der Fahrzeuglängsachse des
Kraftfahrzeugs parallel ist. Die Längsmittelebene ist beispielsweise eine zu der Äquatorialebene, in der ein Äquator oder Äquatorbereich der Kupplungskugel liegt, rechtwinkelig. Die Längsmittelebene ist beispielsweise eine vertikale Ebene, die Äquatorialebene eine horizontale Ebene in Gebrauchslage der Anhängekupplung, beispielsweise wenn sie an einem Kraftfahrzeug befestigt ist, welches auf einer horizontalen Ebene steht. Die Haupt-Längsachse des Kupplungsarms ist beispielsweise diejenige Achse, die etwa zwischen den Längsendbereichen des Kupplungsarms verläuft, wobei am einen Längsendbereich der Kuppelkörper angeordnet ist und der andere Längsbereich zur Befestigung am Kraftfahrzeug dient. Die Haupt-Längsachse des Kupplungsarms und/oder die Längsmittelachse und/oder die Längsmittelebene des Kuppelkörpers erstreckt sich beispielsweise in der sogenannten X-Richtung. Der Winkelbereich erstreckt sich ausgehend von der X-Richtung oder X-Achse in Richtung einer in Y-Achse, die beispielsweise in Fahrzeugquerrichtung des Kraftfahrzeugs und/oder quer zur Haupt-Längsachse des Kupplungsarms verläuft, in dem vorgenannten Winkelbereich. Bevorzugt ist der Winkelbereich symmetrisch vorgesehen, d.h. dass sich die Stützpartie seitlich neben die Längsmittelachse des Kuppelkörpers jeweils mit gleichem
Winkelbereich von beispielsweise 70° erstreckt. Der Winkelbereich kann aber auch kleiner sein, beispielsweise maximal 50°, vorzugsweise maximal 40° oder nur 30°. Bevorzugt ist es also, wenn die mindestens eine Stützpartie oder alle Stützpartien symmetrisch bezüglich der Längsmittelachse oder Längsmittelebene des Kuppelkörpers ist oder sind. Beispielsweise erstreckt sich eine derartige Stützpartie mit gleichen Winkeln zu einander entgegengesetzten Seiten der Längsmittelachse am Kuppelkörper.
Insbesondere kann beispielsweise die vorgenannte obere Stützpartie sich ebenso wie die untere Stützpartie über einen derartigen Winkelbereich seitlich neben der Längsmittelachse erstrecken.
Vorteilhaft ist es, wenn die Stützpartie oder die mehreren Stützpartien erste
Anteile der Außenoberfläche des Kuppelkörpers, beispielsweise der
Kupplungskugel, bereitstellen, die beim Betrieb oder Gebrauch der
Anhängekupplung in Kontakt mit der angekuppelten Kupplungsvorrichtung des Lastenträgers oder des Anhängers sind, bei einer Kupplungskugel also
beispielsweise deren Kugeloberfläche, während andere Anteile der
Außenoberfläche des Kuppelkörpers, zum Beispiel der Kupplungskugel, vom Grundmaterial oder Grundkörper des Kuppelkörpers gebildet sind. Mithin sind also beispielsweise Teile der Kugeloberfläche durch die Stützpartien verstärkt, während andere Teile nicht verstärkt sind.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass erste Teilflächen eines bei Gebrauch der
Anhängekupplung in Kontakt mit dem Lastenträger oder Anhänger stehenden Bereichs der Außenoberfläche des Kuppelkörpers, insbesondere der
Kupplungskugel, von dem Grundmaterial des Grundkörpers des Kuppelkörpers, insbesondere der Kupplungskugel, gebildet sind und zweite Teilflächen des bei Gebrauch der Anhängekupplung in Kontakt mit dem Lastenträger oder Anhänger stehenden Bereichs der Außenoberfläche des Kuppelkörpers, insbesondere der Kupplungskugel, von der mindestens einen Stützpartie oder einer Anordnung mehrerer, die mindestens eine Stützpartie umfassenden, Stützpartien gebildet sind. Die ersten Teilflächen können selbstverständlich nur durch eine einzige erste Teilfläche gebildet sein. Gleichfalls können auch die zweiten Teilflächen nur durch eine einzige zweite Teilfläche gebildet sein, beispielsweise wenn an einer
Kupplungskugel nur eine einzige Stützpartie angeordnet ist.
Am Kuppelkörper sind vorzugsweise maximal sechs, insbesondere maximal vier, besonders bevorzugt maximal zwei Stützpartien vorgesehen.
Zwar ist es grundsätzlich möglich, dass die mindestens eine Stützpartie
punktförmig oder linienförmige ist. Vorteilhaft ist jedoch in der Praxis, wenn die Stützpartie oder Stützpartien eine Mindest-Flächenausdehnung aufweisen oder flächig sind. Beispielsweise hat die mindestens eine Stützpartie eine flächige Gestalt und stellt mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, insbesondere mindestens 30 % einer bei Gebrauch der Anhängekupplung in Kontakt mit dem Lastenträger oder Anhänger stehenden Bereichs der Außenoberfläche des Kuppelkörpers, insbesondere der Kupplungskugel, bereit.
Die Gesamtfläche der Stützpartien kann größer oder kleiner sein als die
Gesamtfläche der vom Grundmaterial des Kuppelkörpers gebildeten
Außenoberfläche. Es kann zum Beispiel vorgesehen sein, dass eine gesamte Flächenausdehnung der zweiten Teilflächen kleiner oder größer als eine gesamte Flächenausdehnung der ersten Teilflächen ist. Vorteilhaft ist es beispielsweise, wenn die gesamte Flächenausdehnung der zweiten Teilflächen maximal 75 %, insbesondere maximal 60 %, weiter bevorzugt maximal 50 % der gesamten Flächenausdehnung der ersten Teilflächen ist.
Der Kupplungsarm weist vorteilhaft einen Armkörper und einen Fialsabschnitt oder Kuppelkörperhals auf, der zwischen dem Armkörper und dem Kuppelkörper angeordnet ist. Der Kuppelkörperhals hat beispielsweise einen im Wesentlichen kreiszylindrischen Querschnitt und/oder eine Zylindergestalt. Weiterhin ist an dem Kupplungsarm die bereits erwähnte Befestigungspartie vorgesehen. Die
Befestigungspartie dient beispielsweise zur festen Befestigung der
Anhängekupplung am Kraftfahrzeug, z.B. zur Verschraubung, Verschweißung oder dergleichen. Die Befestigungspartie ist beispielsweise mit einem Querträger, der am Fleck des Kraftfahrzeugs zu montieren ist, fest verbunden, durch eine Steck-Verbindung steckbar verbunden oder anhand einer Lageranordnung beweglich gelagert.
Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn der Kupplungsarm zwischen einer
Gebrauchsstellung, bei der er hinter das Fleck eines Kraftfahrzeugs zum
Anhängen des Anhängers oder Ankoppeln des Lastenträgers vorsteht, und einer Nichtgebrauchsstellung verstellbar, insbesondere verschwenkbar, ist, bei der er weniger weit vor das Fleck des Kraftfahrzeugs vorsteht als in der
Gebrauchsstellung. In der Nichtgebrauchsstellung ist der Kupplungsarm
beispielsweise hinter einer Fleckschürze, einem Stoßfänger oder dergleichen, des Kraftfahrzeugs ganz oder im Wesentlichen verborgen.
Die mindestens eine Stützpartie kann, wie schon deutlich wurde, auch an dem Kupplungsarm vorgesehen sein. Bevorzugt sind dabei die besonders belasteten Bereiche des Kupplungsarms durch eine oder mehrere Stützpartien verstärkt.
Beispielswiese befindet sich die mindestens eine Stützpartie an dem Kuppelkörperhals und/oder an einem den Kuppelkörperhals tragenden Endbereich des Armkörpers.
Die Stützpartie kann unterschiedliche Materialstärken aufweisen. So ist es beispielsweise vorteilhaft, wenn sie in einem Übergangsbereich zu einer
Außenoberfläche des Grundkörpers des Kupplungsarms oder Kuppelkörpers geringer ist als in einem größeren Abstand zu dem Übergangsbereich. So kann beispielsweise ein besonders belasteter Bereich, beispielsweise ein Bereich der Stützpartie entlang der Längsmittelachse des Kuppelkörpers, eine größere
Materialstärke aufweisen als derjenige Bereich der Stützpartie, der weiter von der Längsmittelachse entfernt ist. So können beispielsweise bei den vorgenannten Winkelbereichen die sozusagen äußeren oder winkel-äußeren oder am weitesten von der Längsmittelachse entfernten Randbereiche eine geringere Materialstärke haben als der mittlere Abschnitt der Stützpartie im Bereich der Längsmittelachse des Kuppelkörpers.
Es ist auch möglich, dass der Kupplungsarm eine oder mehrere Stützpartien aufweist. Eine Stützpartie an dem Kupplungsarm ist beispielsweise im Bereich ihrer Außenoberfläche härter oder fester als in Richtung einer Querschnittsmitte des Kupplungsarms, beispielsweise im Bereich einer neutralen Faser des
Kupplungsarms. Somit ist also der Kupplungsarm im Bereich seiner neutralen Faser oder Querschnittsmitte sozusagen etwas weicher, während er im
Außenbereich härter und fester ist.
Die Grundkörper von Kupplungsarm und Kuppelkörper, die ja auch einstückig sein können, sind beispielsweise Gussteile und/oder Schmiedeteile bzw. durch
Schmieden hergestellte Bauteile.
Bevorzugt ist es, wenn der Armkörper und Kuppelkörperhals und/oder der
Kupplungsarm und der Kuppelkörper und/oder der Kuppelkörperhals und der Kuppelkörper einstückig und/oder aus einem gemeinsamen Rohling hergestellt sind.
Während es für den Kuppelkörperhals vorteilhaft ist, wenn er einen kreisringförmigen Querschnitt aufweist oder zylindrisch ist, ist es möglich, dass der Armkörper einen im Wesentlichen nicht kreisringförmigen Querschnitt aufweist. Beispielsweise hat der Armkörper Verrippungen, Tragstrukturen oder dergleichen, die beim Kuppelkörperhals nicht vorgesehen sind.
Weiterhin ist es vorteilhaft, dass der Armkörper unmittelbar neben dem
Kuppelkörperhals eine größere Querschnittsfläche als der Kuppelkörperhals aufweist.
Die Kupplungskugel ist an ihrem von dem Kuppelkörperhals abgewandten Bereich zweckmäßigerweise abgeflacht.
Die Kupplungskugel kann zweckmäßigerweise als eine Kugelsegment-Kugel ausgestaltet sein, die an ihren vom Kuppelkörperhals abgewandten und ihren dem Kuppelkörperhals zugewandten Bereich jeweils eine Abflachung, insbesondere eine Planfläche aufweist. Die Abflachungen können beispielsweise als Aufsetzhilfe oder Stützflächen für einen Lastenträger dienen.
Die Kupplungskugel und/oder der Kuppelkörperhals und/oder der Kupplungsarm sind zweckmäßigerweise durch eine Umformung hergestellt. Als Umformung eignet sich insbesondere ein Schmieden, ein Stauchen, ein Walzen oder ein Profilieren. Wie erwähnt findet die Umformung zweckmäßigerweise im warmen, insbesondere im heißen Zustand eines Rohlings zur Herstellung des
Kupplungsarms statt.
Ohne weiteres ist aber auch eine zumindest abschnittsweise schneidende oder schmiedende Bearbeitung eines Rohlings zur Herstellung des Kuppelkörpers und/oder des Kupplungsarms möglich.
Bevorzugt bestehen Kupplungsarm, insbesondere der Kuppelkörperhals, und die Kupplungskugel aus Metall, insbesondere aus Stahl oder Aluminium.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Kupplungsarm als Ganzes, zumindest in demjenigen Abschnitt, wo er mit dem Kuppelkörperhals und der Kupplungskugel verbunden ist oder einstückig ist, aus Stahl oder Aluminium besteht. Bevorzugt sind beispielsweise sogenannter Baustahl, höherfeste Werkstoffe, beispielsweise aus der Gruppe der Vergütungstähle oder Ausscheidungs-härtenden
ferritisch-perlitischen Stähle bzw. AFP-Stähle. Von Vorteil sind ebenfalls bainitische Stähle.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine teilweise schematische Seitenansicht einer Anordnung
umfassend ein Kraftfahrzeug und einen Lastenträger, der an einer Anhängekupplung gemäß der Erfindung angeordnet ist,
Figur 2 eine Seitenansicht eines Kupplungsarms sowie eines Kuppelkörpers der Anhängekupplung gemäß Figur 1 , Figur 3 einen Längsquerschnitt durch einen vorderen Teil des
Kupplungsarms und des Kuppelkörpers gemäß Figur 2,
Figur 4 eine Seitenansicht entsprechend etwa Figur 1 , jedoch mit einer an den Kuppelkörper angekuppelten Kupplungsvorrichtung eines Anhängers, Figur 5 eine Draufsicht von oben auf einen vorderen Teil der
Anhängekupplung gemäß vorstehender Figuren,
Figur 6 eine Explosionsdarstellung der Anhängekupplung gemäß
vorstehender Figuren mit noch nicht montierten Stützkörpern,
Figur 7 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Anhängekupplung,
Figur 8 eine Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anhängekupplung.
Eine Anhängekupplung 10 ist beispielsweise an einem Kraftfahrzeug 80
angeordnet. An die Anhängekupplung 10 kann ein Lastenträger 90 oder ein Anhänger 190 (in Figur 4 schematisch dargestellt) angekoppelt werden, so dass beispielsweise eine Last, insbesondere Fahrräder F, oder auch auf einem
Anhänger 190 zu transportierende Lasten, durch das Kraftfahrzeug 80
transportiert werden können. Das Kraftfahrzeug 80 ist beispielsweise ein
Kraftfahrzeug mit einem Verbrennungsmotor, Elektromotor oder Hybridmotor Jedenfalls kann die Ladekapazität oder Transportkapazität des Kraftfahrzeugs 80 durch den Lastenträger 90 oder einen Anhänger 190 vergrößert werden.
Die Anhängekupplung 10 umfasst beispielsweise eine Trägeranordnung 11 , die an einer Karosserie 81 des Kraftfahrzeugs 80 befestigbar ist. Die Trägeranordnung 11 umfasst beispielweise einen Querträger sowie Seitenträger oder Längsträger, die an der Karosseriestruktur der Karosserie 81 befestigbar sind, beispielsweise verschraubbar.
An der Trägeranordnung 11 ist ein Halter 12 der Anhängekupplung 10 befestigt. Der Halter 12 trägt einen Kupplungsarm 20 oder hält einen Kupplungsarm 20. Der Kupplungsarm 20 ist anhand eines Lagers 13 zwischen einer in der Fig. 1 dargestellten Gebrauchsstellung G, in der der Kupplungsarm 20 im Wesentlichen vor einen Stoßfänger 83 des Kraftfahrzeugs 80 vorsteht, und einer
Nichtgebrauchsstellung N verstellbar, wo er insbesondere hinter dem Stoßfänger 83 verborgen am Kraftfahrzeug 80 positioniert ist.
In der Gebrauchsstellung G und vorzugsweise in der Nichtgebrauchsstellung N ist der Kupplungsarm 20 anhand einer Verriegelungseinrichtung 15 verriegelbar, beispielswiese anhand einer Formschlussverriegelung oder dergleichen. Die Verriegelungseinrichtung 15 weist beispielsweise Formschlusselemente auf, welche in Formschlussaufnahmen 18 am Lagerkörper 14 formschlüssig eingreifen können.
Anhand eines Antriebs 16 kann der Kupplungsarm 20 entriegelt werden, um zwischen der Gebrauchsstellung G und der Nichtgebrauchsstellung N verstellt zu werden, beispielweise verschwenkt zu werden oder linear verschoben zu werden oder beides. Mithin ist das Lager 13 beispielsweise ein Schwenklager,
Schiebelager oder Schwenk-Schiebelager. Darauf kommt es aber nicht in aller erster Linie an.
Der Kupplungsarm 20 kann auch fest am Halter 12 gehalten sein, beispielsweise anhand einer Verschraubung, oder anhand einer Steckverbindung lösbar mit dem Halter 12 verbindbar sein.
Zur Verstellung zwischen der Gebrauchsstellung G und der
Nichtgebrauchsstellung N ist vorzugsweise ein Antrieb 17 vorgesehen, den man auch als Schwenkantrieb bezeichnen kann.
Der Kupplungsarm 20 weist einen Armkörper 26 mit einem Längsende 21 auf, der zur Verbindung mit dem Halter 12 vorgesehen ist, also eine Befestigungspartie 21 A bildet oder an dem eine Befestigungspartie 21 A angeordnet ist.
Beispielsweise ist der Armkörper 26 mit einem Lagerelement 14, beispielsweise einem Lagerkopf, fest verbunden, insbesondere einstückig. Das Lagerelement 14 ist am Halter 12 beispielsweise anhand eines Lagerbolzens schwenkbar und/oder verschieblich gelagert.
An das Längsende 21 schließt sich ein Krümmungsabschnitt 22 an. Der
Krümmungsabschnitt 22 dient sozusagen dazu, dass der Kupplungsarm 20 in der Gebrauchsstellung G unter dem Stoßfänger 83 hervor nach oben vorstehen kann. An den Krümmungsabschnitt 22 schließt sich ein im Wesentlichen gerade verlaufender Armabschnitt 23 an, der in einen weiteren Krümmungsabschnitt 24 übergeht. Man erkennt, dass durch die Krümmungsabschnitte 22, 24 eine
Anpassung an eine Außenkontur des Kraftfahrzeugs 80 realisiert ist, so dass letztlich ein Kuppelkörper 30, insbesondere eine Kupplungskugel 31 , an den Krümmungsabschnitt 24 des Kupplungsarm 20 anschließenden Endbereich 25 des Kupplungsarms 20 angeordnet ist, eine nach oben orientierte und zum
Anhängen eines Anhängers oder Ankoppeln eines Lastenträgers, beispielsweise des Lastenträgers 90, geeignete Ausrichtung aufweist. Der Krümmungsabschnitt 22 dient z.B. zur Anpassung an eine Stoßfängerkontur 84 des Kraftfahrzeugs 80.
Eine Kupplungsvorrichtung 93 des Lastenträgers 90, mit der der Lastenträger 90 an der Anhängekupplung 10, insbesondere des Kuppelkörpers 30 befestigt ist, wirkt beim Fährbetrieb des Kraftfahrzeugs 80 mit angekuppeltem Lastenträger 90 mit großer Kraft auf den Kupplungsarm 20, insbesondere im Bereich des
Endbereichs 25. Dort ist ein Kuppelkörperhals 50 mit im Wesentlichen
zylindrischer Gestalt vorgesehen, der an sich in dieser sozusagen schlanken oder schmalen Ausprägung für den Betrieb mit den Lastenträger 90 nicht notwendig ist, jedoch für einen Betrieb mit einem Anhänger 190 bzw. einer Kupplungsvorrichtung 193 des Anhängers 190, zum Beispiel einer sogenannten Zugkugelkupplung.
Damit die Kupplungsvorrichtung 193 nämlich eine ausreichende
Drehbeweglichkeit in der Art eines Kugelgelenks an der Kupplungskugel aufweist, ist unterhalb des Kuppelkörpers 30 ein entsprechender Freiraum vorhanden, der durch den Kuppelkörperhals 50 gegeben ist, dessen Außendurchmesser kleiner als derjenige des Kuppelkörpers 30 ist.
Die Kupplungsvorrichtung 193 weist einen Aufnahmeraum 194 auf, in den der Kuppelkörper 30 eingreift, wenn der Anhänger 190 an das Kraftfahrzeug 80 angekoppelt ist. Der Aufnahmeraum 194 ist durch eine Schließbacke 195 der Kupplungsvorrichtung 193 verschließbar, sodass der Kuppelkörper 30 in dem Aufnahmeraum 194 fixiert ist, jedoch drehgelenkig oder kugelgelenkig drehbar aufgenommen ist.
Die Schließbacke 195 ist zwischen einer Offenstellung O, die zum Entfernen der Kupplungsvorrichtung 193 vom Kuppelkörper 30 vorgesehen ist, und einer Schließstellung S verstellbar, in der die Kupplungsvorrichtung 193 zum
Fährbetrieb Kraftfahrzeugs 80 mit dem Anhänger 190 verschlossen oder verriegelt ist. Dann ist der Kuppelkörper 30 im Aufnahmeraum 193 drehgelenkig
aufgenommen.
Beim Lastenträger 90 sind auf dessen Tragstruktur 91 , beispielsweise einem Tragegestell, eines oder mehrere Fahrräder F befestigt oder befestigbar, bei denen es sich beispielsweise auch um Elektrofahrräder handeln kann. Ferner gibt es Lastenträger, die bis zu vier Fahrräder tragen können. Entsprechend schwer ist die Last, die auf dem Lastenträger 90 lastet und über entsprechende Hebelkräfte auf den Kupplungsarm 20, insbesondere den Kuppelkörperhals 50 und den Übergang zwischen Kuppelkörperhals 50 und Kuppelkörper 30 wirken. Verstärkt wird der Effekt noch dadurch, dass der Lastenträger 90 weit vor das Heck 82 des Kraftfahrzeugs 80 vorsteht, beispielsweise weil die Kupplungsvorrichtung 93 an einem entsprechend langgestreckten Tragvorsprung 92 angeordnet ist. Dies kann in der Praxis dazu führen, dass beispielsweise der Kuppelkörper 30 bzw. die Kupplungskugel 31 vom Kuppelkörperhals 50 abbricht.
Die Kupplungskugel 31 weist eine Kugeloberfläche 32 auf, die jedoch
Abflachungen aufweist, beispielsweise eine Abflachung 33 an ihrer Oberseite 34 sowie an ihrer Unterseite 35 eine weitere Abflachung 36, wo die Kupplungskugel 31 bzw. der Kuppelkörper 30 mit dem Kuppelkörperhals 50 verbunden ist, beispielsweise einstückig mit diesem verbunden ist oder an diesen angeschraubt ist.
Die Kugeloberfläche 32 bildet eine bei Gebrauch des Kuppelkörpers 30 oder der Kupplungskugel 31 in Kontakt mit der Kupplungsvorrichtung 93 oder 193 befindliche Außenoberfläche des Kuppelkörpers 30 oder der Kupplungskugel 31. die Abflachung 33 und die Abflachung 36 sind regelmäßig nicht in Kontakt mit beispielsweise der Kupplungsvorrichtung 193.
An der Abflachung 36 ist ein Verbindungsort 51 mit dem Kuppelkörperhals 50 vorgesehen. Zwischen den Abflachungen 33 und 36, sozusagen am Äquator AQ der Kupplungskugel 31 , der parallel zu den Abflachungen 33, 36 verläuft, weist der Kuppelkörper 30 bzw. die Kupplungskugel 31 einen Haltequerschnitt 37 auf. Bei geschlossener Schließbacke 195 kann die Kupplungsvorrichtung 193 des
Anhängers 190 nicht über diesen Haltequerschnitt 37 hinweg bewegt werden, d.h.
die Schließbacke 195 untergreift die Kupplungskugel 31 sozusagen an deren Unterseite 35. Dies stellt eine Sicherheitsmaßnahme dar.
Dementsprechend vorteilhaft ist es, wenn sich das Grundmaterial eines
Grundkörpers 38, welcher die Kupplungskugel 31 bildet, im Bereich des
Haltequerschnitts 37 vorhanden ist und/oder Teile der Außenoberfläche, insbesondere der Kugeloberfläche, der Kupplungskugel 31 bildet, also dort beispielsweise keine der nachfolgend erläuterten Verstärkungen oder Stützpartien vorgesehen sind.
Der Haltequerschnitt 37 beträgt beispielsweise bei einer Normkugel für den europäischen Raum maximal 50 mm und minimal 49 mm.
Beispielsweise ist das Grundmaterial des Grundkörpers 38 in einem äquatorialen Bereich AB um den Äquator AQ herum ohne eine der nachfolgend erläuterten Verstärkungen und/oder erstreckt sich bis zur Außenoberfläche des
Kuppelkörpers. Der äquatoriale Bereich AB der Außenoberfläche des Kuppelkörpers 30 oder des noch zu erläuternden Kuppelkörpers 130 erstreckt sich oberhalb und/oder unterhalb des Äquators AQ, insbesondere in einem Winkelbereich AW1 oberhalb des Äquators AQ und/oder AW2 unterhalb des Äquators AQ. Ein jeweiliger dem Winkelbereich AW1 oder AW2 zugrundeliegender Winkel beträgt beispielsweise 15° bis 20° bezüglich eines Zentrums Z des Kuppelkörpers 30, 130 oder der
Kupplungskugel 31.
Allerdings wurde in der Praxis festgestellt, dass die Kupplungskugel 31 typische Verschleißzonen aufweist. Diese Verschleißzonen erstrecken sich beispielsweise in einem Winkelbereich W1 bezüglich einer Längsmittelachse L und einem
Winkelbereich W2 bezüglich der Längsmittelachse L des Kuppelkörpers 30. Die Längsmittelachse L verläuft parallel zur Vorwärts-Fahrtrichtung V des
Kraftfahrzeugs 80 oder zu dessen Längsachsrichtung, wenn der Kupplungsarm 20 in der Gebrauchsstellung G ist. Die Längsmittelachse L verläuft in einer
Längsmittelebene LM des Kuppelkörpers 30. Die Längsmittelebene LM ist
beispielsweise rechtwinkelig zu einer Äquatorialebene AE, in der der Äquator des Kuppelkörpers 30 oder der Kupplungskugel 31 liegt.
Die in Fahrtrichtung V vordere Verschleißzone befindet sich an der Oberseite 34 des Kuppelkörpers 30, dort wo bei Zug-Beanspruchung bzw. bei Zuglast des Anhängers 190 entsprechende Kräfte auf den Kuppelkörper 30 einwirken. Dort liegt Kuppelkörper 30 im Sinne eines ziehenden und stützenden Kontakts im Aufnahmeraum 194 der Kupplungsvorrichtung 193 an, was zu erhöhtem
Verschleiß führt. In Fahrtrichtung hinten, also entgegengesetzt zur
Vorwärts-Fahrtrichtung V, liegt die weitere Verschleißzone an der Unterseite 35 des Kuppelkörpers 30, dort wo die Schließbacke 195 wirkt. Somit hat sich in der Praxis ein partieller Verschleiß der Kupplungskugel herausgestellt, dem mit den nachfolgenden Maßnahmen entgegengewirkt wird.
Am vorderen Teil der Oberseite 34, also an der Vorderseite 39 der
Kupplungskugel 31 , ist eine Stützpartie 60 vorgesehen, während in Fahrtrichtung hinten, also an der Unterseite 35 bzw. Rückseite 40 des Kuppelkörpers 30 eine Stützpartie 61 vorgesehen ist. Somit ist genau dort, wo besonderer Verschleiß beim Betrieb bzw. Ziehen des Anhängers 90 auftritt, eine verstärkte Stützpartie vorgesehen.
Die Stützpartien 60, 61 erstrecken sich beispielsweise ganz oder teilweise über die Winkelbereiche W1 und W2 ausgehend von der Längsmittelachse L des Kuppelkörpers 30. Die Winkelbereiche W1 und W2 betragen beispielsweise zwischen 30 und 60 Grad.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Stützpartien 60, 61 genau an denjenigen Stellen vorgesehen sind, bei denen in der Praxis bzw. beim Fährbetrieb oder Anhängerbetrieb besonders hohe Belastungen und hoher Verschleiß auftreten. So sind beispielsweise die Stützpartien 60, 61 für eine erste Einbaulage der
Befestigungspartie 21 A des Kupplungsarms der Anhängekupplung 10 am
Kraftfahrzeug 80 vorgesehen, zum Beispiel mit einem ersten Abstand zu einer Fahrbahnoberfläche, als alternative Stützpartien 60A, 61 A die für eine zweite
Einbaulage der Befestigungspartie 21 A vorgesehen sind, die beispielsweise höher oder tiefer als die erste Einbaulage ist. Beispielsweise sind die Stützpartien 60A,
61 A für ein Geländefahrzeug oder ein SUV (Sports Utility Vehicle) vorgesehen, während die Stützpartien 60, 61 für ein demgegenüber weniger hohes
Kraftfahrzeug, zum Beispiel eine Limousine oder einen Kombinationskraftwagen, vorgesehen sind.
Rechtwinkelig quer zur Längsmittelachse L, also im Bereich einer Querachse Q, sind jedoch keine Verstärkungsmaßnahmen oder Stützpartien an dem
Kuppelkörper 30 vorgesehen. Dort steht der Haltequerschnitt 37 des
Grundkörpers 38 des Kuppelkörpers 30 sozusagen direkt zum Stützen bzw.
Halten der Kupplungsvorrichtung 93, 193 des Lastenträgers 90 oder des
Anhängers 190 zur Verfügung.
Die Stützpartie 60 und/oder 61 ist beispielsweise durch einen Stützkörper 62 gebildet. Der Stützkörper 62 kann beispielsweise an den Grundkörper 38 des Kuppelkörpers 30 angeklebt, angeschweißt oder in anderer Weise stoffschlüssig mit demselben verbunden sein, beispielsweise auch verlötet.
An dem Grundkörper 38 sind beispielsweise Ausnehmungen 42 für die
Stützkörper 62 vorhanden.
Außenoberflächen 45 und 65 des Grundkörpers 38 und der Stützkörper 62 gehen stufenlos ineinander über und/oder fluchten am Randbereich 43 miteinander, sodass sie gemeinsam die homogene Kugeloberfläche 32 bilden.
Die Stützkörper 62 sind beispielsweise aus Keramik, während ein Grundmaterial 41 des Kuppelkörpers 30 ein metallisches Grundmaterial ist.
An den Randbereichen 43 der Ausnehmungen 42 können in der Zeichnung schematisiert und vergrößert dargestellte Hinterschnitte 44, beispielsweise sich quer zur Bodenfläche der jeweiligen Ausnahme 42 erstreckende Hinterschnitte 44, vorgesehen sein, in die ein jeweiliger Stützkörper 62 eingreift, so dass ein
formschlüssiger Halt des Stützkörpers 62 in der Ausnehmung 42 und somit an dem Kuppelkörper 30 gegeben ist.
Die Stützkörper 62 können aber auch durch Anspritzen, insbesondere thermisches Spritzen oder dergleichen, in den Ausnehmungen 42 angebracht oder angeordnet werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 bei einem Kuppelkörper 130, der als Kupplungskugel 131 ausgestaltet ist sieht einen Stützkörper 162 vor, der sich über die gesamte Kugeloberfläche 32 der Kupplungskugel 131 erstreckt. Der Stützkörper 162 ist beispielsweise als eine Beschichtung des Grundkörpers 138 des Kuppelkörpers 130 vorgesehen.
Alternativ möglich ist es aber auch, dass sich der Stützkörper 62 beispielsweise nur über den äquatorialen Bereich AB erstreckt. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn der äquatoriale Bereich eine größere Erstreckung oder Ausdehnung oberhalb und/oder unterhalb des Äquators AQ aufweist. Beispielsweise betragen in diesem Fall die Winkel AW1 und/oder AW2 nicht nur 15° bis 20°, sondern vorteilhaft etwa oder mindestens 30°, etwa oder mindestens 35°, besonders bevorzugt etwa 45°.
Der Grundkörper 138 ist an sich ein Kugelkörper mit einem Durchmesser, der gleichzeitig auch an seinem äquatorialen Bereich AB vorgesehen ist. Dadurch ergibt sich, dass der Grundkörper 138 einen Minimal-Haltequerschnitt 137A aufweist. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die gesamte oder im Wesentlichen die gesamte Kugeloberfläche 32 mit dem Stützkörper 162 versehen ist. Dabei ist es möglich, dass die obere Abflachung 33 und/oder die untere Abflachung 36 ebenfalls mit dem Stützkörper bzw. der Stützpartie, die durch den Stützkörper gebildet ist, versehen ist. Es reicht aber auch, wenn beispielsweise nur die
Kugeloberfläche 32 mit dem Stützkörper 62 versehen ist.
Der Stützkörper 162 kann mit einem oder mehreren Haltevorsprüngen 163 in Halteaufnahmen 145 des Grundkörpers 138 eingreifen. Die Halteaufnahmen 145 weisen beispielsweise Bodenflächen 145A mit einem Querschnitt auf, der größer
ist als ihre Eindringöffnung 145B für die Haltevorsprünge 163, sodass dort Hinterschnitte 144 gebildet sind.
Die Materialstärke des Stützkörpers 162 sorgt nun dafür, dass der Kuppelkörper 130 im Bereich des Haltequerschnitts 137A eine zusätzliche Beschichtung aufweist, so dass sich der Grundkörper 138 einschließlich des Stützkörpers 162 einen Maximal-Haltequerschnitt 137B ausbildet. Der Maximal-Querschnitt 137B beträgt beispielsweise 50 mm, während der Minimal-Haltequerschnitt 137A 49 mm oder etwas mehr, beispielsweise 49,2mm, beträgt.
Wenn also nun der Stützkörper 162 im Bereich des Haltequerschnitts 137 verschleißt oder zerstört wird, steht noch immer der Minimal-Haltequerschnitt 137A des Grundkörpers 138 zum Halten der Kupplungsvorrichtung 93 oder 193 zur Verfügung, so dass diese im geschlossenen bzw. an der Anhängekupplung 110 befestigten Zustand nicht von dem Kuppelkörper 130 entfernbar ist.
Selbstverständlich kann auf die erfindungsgemäße Weise auch der Kupplungsarm 20 verstärkt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn beispielsweise der
Kuppelkörperhals 50, insbesondere im Bereich des Verbindungsortes 51 , eine Stützpartie 70 aufweist. Die Stützpartie 70 ist beispielsweise durch Kugelstrahlen, Härten oder durch dergleichen anderweitiges Verdichten oder Härten eines Grundmaterials 29 eines Grundkörpers 28 des Kupplungsarms 20 gebildet. Der Kuppelkörperhals 50 hat beispielsweise einen im Wesentlichen kreiszylindrischen Querschnitt.
Die Stützpartie 70 kann Zonen unterschiedlicher Härte umfassen, beispielsweise Zonen 70A, 70B. Beispielsweise ist die Zone 70A einem zur Befestigung am Kraftfahrzeug 80 vorgesehenen Längsende 21 des Kupplungsarms 20 zugewandt und die Zone 70A von diesem Längsende 21 abgewandt. Die Zone 70A kann härter als die Zone 70B oder umgekehrt sein. Ohne weiteres möglich ist es auch, dass nur eine der Zonen 70A, 70B vorgesehen ist, d. h. dass im Bereich der eingezeichneten Zonen 70A oder 70B keine Stützpartie oder Stützmaßnahme vorgesehen ist.
Weiterhin ist es möglich, dass sich eine Stützpartie nur über eine vorbestimmte Länge des Kuppelkörperhalses 50 bezüglich seiner Längserstreckung LH zwischen dem Kupplungsarm 20 und dem Kuppelkörper 30 erstreckt,
beispielsweise nur über einen Längsabschnitt LH1 oder einen Längsabschnitt LH2. So kann beispielsweise die Stützpartie 70 als Ganzes sich nur über den Längsabschnitt LH1 oder den Längsabschnitt LH2 erstrecken. Auch die Zonen 70A, 70B können sich nur über einen Teil der Längserstreckung LH des
Kuppelkörperhalses 50 erstrecken.
Im Bereich des Armkörpers 26 kann ebenfalls eine Stützpartie, beispielsweise eine Stützpartie 170 im Bereich einer der beiden beim Betrieb besonders belasteten Krümmungsabschnitte 22 und/oder 24 vorgesehen sein. Beispielsweise ist das Grundmaterial 29 des Kupplungsarms 20 im Bereich des
Krümmungsabschnittes 24 durch Kugelstrahlen oder dergleichen andere härtende Maßnahme zur Herstellung der Stützpartie 170 verdichtet.
Ohne weiteres möglich wäre es, in den Kupplungsarm 20 Stützkörper in der Art der Stützkörper 62 oder 162 einzusetzen. Weiterhin ist es möglich, den
Kupplungsarm 20 mit einer Beschichtung zu versehen, beispielsweise im Bereich des Kuppelkörperhalses 50.
Ein Kuppelkörper 230 einer Anhängekupplung 210 ist beispielsweise mehrteilig.
Ein Grundkörper 238 bildet beispielsweise ein Unterteil des Kuppelkörpers 230, insbesondere ein Kugel-Unterteil der Kupplungskugel 231 , die komplementär durch einen Stützkörper 262 gebildet ist. Der Stützkörper 262 ist mit dem
Grundkörper 238 fest verbunden, beispielsweise verschweißt, verklebt oder dergleichen.
Auch ein sowohl den Stützkörper 262 als auch den Grundkörper 238
durchsetzendes Verbindungselement 275, beispielsweise eine Schraube, kann zur Befestigung des Stützkörpers 262 an dem Grundkörper 238 dienen. Das
Verbindungselement 275 kann beispielsweise zur Verbindung des Stützkörpers
262 und des Grundkörpers 238 mit einem schematisch dargestellten Kupplungsarm 220 der Anhängekupplung 210 dienen.
Das Material des Stützkörpers 262 ist härter und/oder fester als das Grundmaterial 241 des Grundkörpers 238. Beispielsweise besteht der Stützkörper 262 aus einem Keramik-Werkstoff, während der Grundkörper 238 aus Metall besteht. Es ist auch möglich, dass der Stützkörper 262 aus einem härteren Metall als der Grundkörper 238 bildet.
Obwohl der Stützkörper 262 möglicherweise etwas spröder oder zerbrechlicher als der Grundkörper 238 ist, findet die Kupplungsvorrichtung 193 oder 93 festen Halt am Kuppelkörper 230, auch wenn der Stützkörper 262 beschädigt ist. Der
Grundkörper 238 erstreckt sich nämlich von dem Verbindungsort 251 des
Kupplungsarms 220 mit dem Kuppelkörper 230 bis zu einem maximalen
Haltequerschnitt 237 des Kuppelkörpers 230.