Sicherungseinrichtung für eine Entnahmearmatur
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung für die
Anordnung einer Entnahmearmatur an einem an einer Behälterwand eines Behälters aus Kunststoff einstückig angeformten Entnahmestutzen, wobei die Entnahmearmatur ein Armaturengehäuse mit einem konzentrisch zu einem Einlaufstutzen aus Kunststoff am Einlaufstutzen ausgebildeten Schraubflansch aufweist, der zur Verschraubung mit einem auf einem
Gewindefortsatz des Entnahmestutzens ausgebildeten Außengewinde ein Innengewinde aufweist, derart, dass der Entnahmestutzen in einen zwi- schen dem Einlaufstutzen und dem Schraubflansch ausgebildeten ringför migen Stutzenaufnahmeraum eingreift, wobei zwischen der Behälterwand und dem Schraubflansch ein Sicherungsring angeordnet ist, der eine Be- festigungseinrichtung zur Fixierung am Schraubflansch und eine Riege- leinrichtung zur Verbindung mit dem Behälter aufweist, wobei der Siche- rungsring zur Ausbildung der Riegeleinrichtung an einem Innenumfang angeordnete, radial einwärts gerichtete Riegelvorsprünge aufweist, deren Riegelenden zur Verriegelung mit einer am Behälter ausgebildeten An schlageinrichtung auf einem Verriegelungsumfang angeordnet sind, des-
sen Durchmesser größer als der Durchmesser des Außengewindes des Entnahmestutzens oder gleich dem Durchmesser ist.
Sicherungseinrichtungen für die Anordnung einer Entnahmearmatur die- nen regelmäßig dazu, die originäre Zuordnung einer für einen Behälter bestimmten Entnahmearmatur an diesem Behälter zu sichern, um zu ver hindern, dass nachträglich Manipulationen an einem mit einer Entnahme- armatur versehenen Behälter vorgenommen werden, bei denen etwa eine für den Behälter bzw. eine in dem Behälter aufgenommene Flüssigkeit geeignete Entnahmearmatur gegen eine nicht geeignete Entnahmearmatur ausgetauscht werden könnte.
In der Regel werden derartige Sicherungseinrichtungen als Sicherungs- ring ausgeführt, der zwar eine gewaltsame Entfernung der Entnahmear matur von dem Behälter nicht verhindern kann, jedoch eine unerwünsch te Manipulation aufgrund einer zumindest teilweisen Zerstörung des Si cherungsrings sichtbar macht.
Die Montage der üblicherweise eingesetzten Entnahmearmaturen, die ei ne zur Verschraubung der Entnahmearmatur mit einem am Behälter aus gebildeten Entnahmestutzen unabhängig vom Armaturengehäuse ausge bildete Überwurfmutter aufweisen, erfordert gleichzeitig mit der Monta ge der Entnahmearmatur eine zwischenliegende Anordnung des Siche rungsrings zwischen der Überwurfmutter und einer Behälterwand des Be hälters. Hiermit ist ein entsprechend komplexer Handhabungsvorgang, verbunden, da zusätzlich zum positionierten Halten des Armaturengehäu ses der Entnahmearmatur und dem Aufdrehen der Überwurfmutter auf den mit einem Gewinde versehenen Entnahmestutzen des Behälters der Sicherungsring, der an seinem inneren Umfang Riegelvorsprünge zur Verriegelung mit einer am Entnahmestutzen ausgebildeten Anschlagein richtung aufweist, mit den Riegelvorsprüngen über das Gewinde des Ent nahmestutzens hinweg axial auf dem Entnahmestutzen positioniert wer den muss, um dann erst nachfolgend die Entnahmearmatur aufschrauben zu können.
Bei der Anordnung des Sicherungsrings auf dem Entnahmestutzen kommt es aufgrund eines im Vergleich zum Außendurchmesser des Entnahme- stutzens kleineren Durchmessers des durch die Riegelvorsprünge defi- nierten Verriegelungsumfangs zu einem zumindest teilweise Verhaken der Riegelvorsprünge mit dem Gewindegang des Außengewindes des Ent nahmestutzens, so dass es beim axialen Aufschieben des Sicherungsrings auf den Entnahmestutzen zu einem Verkanten des Sicherungsrings auf dem Entnahmestutzen kommt.
Der somit insgesamt komplex ausgestaltete Montagevorgang steht einer automatisierten Montage von mit Sicherungsringen versehenen Entnah mearmaturen entgegen, bei der ein Montageroboter das Armaturengehäu se koaxial zum Entnahmestutzen positioniert und nachfolgend nur noch ein Schraubvorgang erfolgt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Siche rungseinrichtung für eine Entnahmearmatur vorzuschlagen, die eine auto matisierte Montage von mit einer derartigen Sicherungseinrichtung ver sehenen Entnahmearmaturen an einem Behälter ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Sicherungsein richtung die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung ermöglicht aufgrund der Kombination des einstückig am Einlaufstutzen ausgebildeten Schraub flansches, der somit kein vom Einlaufstutzen unabhängiges Bauteil dar stellt, mit der definierten Positionierung des Sicherungsrings relativ zum Armaturengehäuse über die am Sicherungsring ausgebildete Befesti gungseinrichtung und einer Dimensionierung des Verriegelungsumfangs des Sicherungsrings mit einem Durchmesser, der gleich dem Außen durchmesser des Außengewindes des Entnahmestutzens oder größer als der Außendurchmesser des Entnahmestutzens ist, eine Montage der Ent nahmearmatur am Behälter, bei der lediglich das Armaturengehäuse der Entnahmearmatur zum Verschrauben mit dem Entnahmestutzen des Be-
hälters gehandhabt werden muss und ohne die Gefahr eines die zum Ver schrauben notwendige koaxiale Ausrichtung des Armaturengehäuses zum Entnahmestutzen gefährdenden Verkantens des Sicherungsrings.
Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung ermöglicht somit eine au- tomatisierte Montage der Entnahmearmatur.
Vorzugsweise ist in dem Stutzenaufnahmeraum ein Axialanschlag zur Anlage gegen ein Stirnende des Entnahmestutzens ausgebildet ist, so dass durch den zwischen dem Stirnende des Entnahmestutzens und dem im Stutzenaufnahmeraum des Armaturengehäuses ausgebildeten Axialan- schlag die Einstellung eines definierten Montagemoments bei der Monta ge der Entnahmearmatur unabhängig von der im radialen Dichtungsraum wirkenden Dichtkraft ermöglicht wird. Damit kann eine automatisierte Montage mittels eines Montageroboters in Abhängigkeit von dem ge wünschten Montagemoment erfolgen. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Anschlagein richtung an einem benachbart der Behälterwand ausgebildeten Stutzenfuß des Entnahmestutzens ausgebildet, so dass die Ausbildung der Anschla geinrichtung in einem formgebenden Verfahren, wie dem üblicherweise zur Herstellung von Kunststoffbehältern angewendeten Blasformverfah- ren, zusammen mit der Formung des Entnahmestutzens erfolgen kann.
Vorzugsweise ist der Stutzenfuß als ein im Übergang von der Behälter wand zum Gewindefortsatz des Entnahmestutzens ausgebildeter Bund ausgebildet, der auf seinem Umfang verteilt angeordnete Rastvorsprünge aufweist, die jeweils eine sich im Wesentlichen parallel zu einer
Längsachse der Entnahmearmatur erstreckende Rastfläche aufweisen, so dass durch ein Hinterrasten der Riegelvorsprünge hinter den Rastvor sprüngen eine eindeutige Relativposition des Sicherungsrings gegenüber dem Entnahmestutzen definiert ist.
Wenn die Rastvorsprünge als Rastrampen ausgebildet sind mit einer vom Umfang des Stutzenfuß ansteigend ausgebildeten Rampenfläche, die mit der Rastfläche einen Rastabsatz ausbildet, werden die Riegelvorsprünge beim Verrasten kontinuierlich zunehmend und damit materialschonend verformt.
Wenn die Länge des Entnahmestutzens, die Ausbildung des Außengewin des auf dem Entnahmestutzen und die Verteilung der Rastvorsprünge am Umfang des Stutzenfußes so gewählt ist, dass bei Anlage des Axialan schlags des Armaturengehäuses am Stirnende des Entnahmestutzens mit definierter Vorspannkraft zumindest ein Riegelvorsprung des Siche rungsrings hinter der Anschlagfläche eines Rastvorsprungs elastisch ver- rastet, ist der Verriegelungsposition des Sicherungsrings auf dem Ent nahmestutzen eine definierte Vorspannkraft zugeordnet, so dass eine po sitionsgenaue Montage mit gleichzeitig wirksamer Sicherung der Positi on der Entnahmearmatur auf dem Entnahmestutzen allein in Abhängig keit von dem die Vorspannkraft erzeugenden Montagedrehmoment erfol gen kann. Dabei kann insbesondere sichergestellt werden, dass sich eine Ventilwelle der Entnahmearmatur, die eine Betätigung der Entnahmear matur ermöglicht, in der gewünschten senkrechten Ausrichtung befindet.
Vorzugsweise ist zur Ausbildung einer radial wirkenden Dichtungsein richtung ein Dichtungsraum vorgesehen, der eine durch eine Außenwand des Einlaufstutzens gebildete Innendichtfläche und eine durch eine In nenwand des Entnahmestutzens gebildete Außendichtfläche aufweist und mit einer im Dichtungsraum zur Anlage gegen die Innendichtfläche und die Außendichtfläche aufgenommenen O-Ringdichtung versehen ist, so dass aufgrund der radial wirkenden Dichtungseinrichtung die Vorspann kraft zwischen der Entnahmearmatur und dem Entnahmestutzen nicht die Dichtungseinrichtung beeinträchtigt.
Vorzugsweise ist zur Ausbildung des Dichtungsraums am Stirnende des Entnahmestutzens an einem inneren Öffnungsrand ein umlaufender Re zess ausgebildet, derart, dass durch den Rezess axial zurückversetzt zu
einer am Stirnende zur Anlage gegen den Axialanschlag des Stutzenauf- nahmeraums dienenden Anschlagfläche eine den Dichtungsraum axial be- grenzende Begrenzungsfläche ausgebildet ist. Damit kann bei Bedarf zur Montage der Entnahmearmatur die O-Ringdichtung formschlüssig in den Entnahmestutzen eingesetzt werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Innendichtfläche und/oder die Au- ßendichtfläche in axialer Richtung konisch zulaufend ausgebildet sind, derart, dass sich die Höhe des Dichtraums in Richtung auf den Entnah mestutzen verringert, so dass die Erzeugung der Dichtkraft zwar während des Montagevorgangs erfolgt, eine Übertragung der beim Montagevor gang erzeugten Vorspannkraft über die Dichtungseinrichtung jedoch un terbleibt.
Vorzugsweise weist die Befestigungseinrichtung eine an einer dem
Schraubflansch zugewandten Frontseite des Sicherungsrings ausgebildete Mitnehmertasche auf, die zum Eingriff einer am Schraubflansch ausge bildeten Mitnehmerlasche dient, derart, dass durch einen formschlüssi gen Eingriff der Mitnehmerlasche in die Mitnehmertasche die koaxiale Ausrichtung des Sicherungsrings zur Entnahmearmatur besonders einfach hergestellt werden kann.
Wenn der Sicherungsring neben der Mitnehmertasche zumindest eine weitere Mitnehmereinrichtung aufweist, die eine Drehmomentübertra gung vom Schraubflansch auf den Sicherungsring ausschließlich in Mon tagerichtung ermöglicht, ist sichergestellt, dass eine Übertragung des Drehmoments für den Sicherungsring schonend über mehrere Kontakt stellen erfolgt, wobei sich der Schraubflansch bei einer Drehung in De montagerichtung j edoch nicht an der weiteren Mitnehmereinrichtung ab stützen kann, so dass eine gleichzeitige Nutzung der Mitnehmertasche als Originalitätssicherung möglich wird, da eine Übertragung eines Dreh moments beim Lösen des Schraubflansches vom Entnahmestutzen aus schließlich über die Mitnehmertasche erfolgt.
Vorzugsweise weist die Mitnehmereinrichtung zur Übertragung des Drehmoments eine radiale Anschlagfläche zur Anlage gegen eine Steg- flanke eines am Schraubflansch ausgebildeten in axialer Richtung ver laufenden Mitnehmersteges auf. Wenn die Mitnehmereinrichtung einen Rastvorsprung zur axialen Verras- tung an einem am Schraubflansch ausgebildeten Gegenrastelement auf- weist, kann neben einer radialen auch eine definierte axiale Fixierung des Sicherungsrings am Schraubflansch während des Montagevorgangs erfolgen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Mitnehmertasche als Originalitäts- Sicherung ausgebildet ist, derart, dass eine über eine Sollbrucheinrich tung mit einer am Sicherungsring ausgebildeten Basiswandung verbunde ne Sichtwandung vorgesehen ist, wobei zur Ausbildung der Mitnehmerta sche zwischen der Basiswandung und der Sichtwandung ein Aufnahme- raum für die Mitnehmerlasche des Schraubflansches ausgebildet ist.
Vorzugsweise weist die Sichtwandung zumindest zwei über die Soll brucheinrichtung mit der Basiswandung verbundene Sichtwandabschnitte auf, wobei der in Demontagerichtung des Schraubflansches vordere Sichtwandabschnitt eine Anschlagkante für die Mitnehmerlasche und der in Demontagerichtung hintere Sichtwandabschnitt eine Anschlagkante für einen in Demontagerichtung nachfolgenden Mitnehmersteg des Schraubflansches aufweist.
Durch die derartige zweiteilige Ausgestaltung der Originalitätssicherung, die eine vollständige Zerstörung der Originalitätssicherung in zwei Be- wegungsphasen einer Drehbewegung des Schraubflansches ermöglicht, ist die Entfernung einer insgesamt großflächig bemessenen Sichtwandung möglich, so dass eine Manipulation an der Entnahmearmatur aus großer Entfernung eindeutig erkennbar ist.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Sicherungsein richtung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer an einem Entnahmestutzen eines Behälters montierten Entnahmearmatur;
Fig. 2 eine weitere Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Entnahme- armatur;
Fig. 3 die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Entnahmearmatur in einer Montagekonfiguration mit einem an einem Schraub- flansch angeordneten Sicherungsring;
Fig. 4 die in Fig. 2 dargestellte Entnahmearmatur in Teilschnitt darstellung gemäß Schnittlinienverlauf IV-IV in Fig. 2;
Fig. 5 eine Teilvergrößerung aus Fig. 4;
Fig. 6 einen am Entnahmestutzen des Behälters angeordneten Si- cherungsring;
Fig. 7 den in Fig. 6 dargestellten Sicherungsring in Draufsicht;
Fig. 8 den in Fig. 6 dargestellten Sicherungsring in Einzeldar stellung;
Fig. 9 den in Fig. 8 dargestellten Sicherungsring in isometri
scher Darstellung.
In den Fig. 1, 2 und 4 ist eine Entnahmearmatur 10 dargestellt, die an einem Entnahmestutzen 1 1 eines Kunststoffbehälters 12 montiert ist. Derartige Kunststoffbehälter 12 werden insbesondere als Innenbehälter von Intermediate Bulk Containern (IBC) verwendet, wobei die Kunst- Stoffbehälter 12 in diesem Fall in einem auf einer Transportpalette befes-
tigten, häufig als Gitterkäfig ausgeführten Schutzmantel aufgenommen sind.
Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, befindet sich der Entnahmestutzen 1 1 an einer Behälterwandung 13 des Kunststoffbehälters 12 und weist einen unmittelbar anschließend an die Behälterwandung 13 bundförmig ausge- bildeten Stutzenfuß 14 auf, an den anschließend ein Gewindefortsatz 15 ausgebildet ist, der ein Außengewinde 16 aufweist, das zur Verschrau- bung mit einem Innengewinde 17 eines Schraub flansches 18 dient, der an einem Einlaufstutzen 19 eines Armaturengehäuses 20 der Entnahmearma tur 10 ausgebildet ist.
Das Armaturengehäuse 20 ist mit einem hier als Klappenventil 21 ausge- bildeten Ventil versehen, das eine auf einer Ventilwelle 22 angeordnete Ventilklappe 23 aufweist, die an ihrem aus dem Armaturengehäuse 20 herausragenden Ende einen Ventilhandgriff 24 aufweist, derart, dass durch ein Verschwenken der Ventilwelle 22 mittels des Ventilhandgriffs 24 die Ventilklappe 23 aus der in Fig. 3 dargestellten Schließstellung in eine hier nicht näher dargestellte Öffnungsstellung verschwenkt werden kann. Zum Schutz der Entnahmearmatur 1 1 vor Verunreinigung ist ein Auslaufstutzen 25 des Armaturengehäuses 20 mit einem Schraubdeckel 26 versehen.
Fig. 3 zeigt die Entnahmearmatur 10 in einer Montagekonfiguration, in der der Schraubflansch 18, der einstückig an das Armaturengehäuse 20 angeformt ist und aus demselben Material wie der Einlaufstutzen 19 aus- gebildet ist, mittels einer radial vom Schraubflansch 18 abstehenden Mit nehmerlasche 27 mit einem Sicherungsring 28 verbunden ist. Zur Verbin dung mit der Mitnehmerlasche 27 des Schraubflansches 18 weist der Si cherungsring 28 eine Mitnehmertasche 29 auf, in die die Mitnehmerla sche 27 formschlüssig eingreift, so dass, der Sicherungsring 28 sich bei der Montage zusammen mit der Entnahmearmatur 10 in einer koaxialen Relativanordnung zum Entnahmestutzen 1 1 befindet und mit der Entnah-
mearmatur 10 eine Montageeinheit bildet, die auf den Entnahmestutzen 1 1 aufgeschraubt werden kann.
Wie Fig. 3 weiter zeigt, ist das Armaturengehäuse 20 in der Montage- konfiguration der Entnahmearmatur 10 auf dem Einlaufstutzen 19 mit einer O-Ringdichtung 30 versehen, die auf einer sich konisch zu einem Stutzenende 3 1 hin verjüngenden Außenwand 32 des Einlaufstutzens 19 angeordnet ist und somit eine weiteren Bestandteil der Montageeinheit bildet.
Fig. 4 zeigt die Entnahmearmatur 10 nach erfolgter Montage auf dem Entnahmestutzen 1 1 in einer mit dem Kunststoffbehälter 12 verbundenen Gebrauchskonfiguration, in der der Schraubflansch 18 bis zur Anlage eines am Boden eines zwischen dem Einlaufstutzen 19 und dem Schraub- flansch 18 ausgebildeten ringförmigen Stutzenaufnahmeraums 33 gebil- deten Axialanschlags 34 gegen ein Stirnende 35 des Entnahmestutzens 1 1 bis zur Erzielung der gewünschten Montagevorspannkraft aufgeschraubt ist.
Wie aus einer Zusammenschau der Fig. 8 und 9 ersichtlich, ist der Siche- rungsring 28 an seinem Innenumfang mit einer Riegeleinrichtung 36 ver sehen, die eine Mehrzahl von radial einwärts gerichteten Riegelvorsprün gen 37 aufweist, die bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel dar über hinaus einen in Demontagerichtung 38 gegenüber dem Radius r un ter einem Rastwinkel a geneigte Ausrichtung haben. Weiterhin weist der Sicherungsring 28 auf seiner in der in Fig. 3 dargestellten Montagean ordnung des Schraubflansches 18 zugewandten Frontseite 40 zwei Mit nehmereinrichtungen 41 auf, die axial ausgerichtet sind und jeweils an einem Mitnehmerende 42 einen Rastvorsprung 43 aufweisen, der, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, zur Verrastung mit einem Stegrand 44 des Schraubflansches 18 dient.
Darüber hinaus weisen die Mitnehmereinrichtungen 41 eine radiale An schlagfläche 45 auf, die zur Anlage gegen eine Stegflanke 46 eines an
dem Schraubflansch 18 ausgebildeten in axialer Richtung verlaufenden Mitnehmerstegs 47 dient.
In der in Fig. 3 dargestellten Montagekonfiguration der Entnahmearma tur 10 ist der Sicherungsring 28 mittels der Aufnahme der Mitnehmerla sche 27 des Schraubflansches 18 in der Mitnehmertasche 29 des Siche rungsrings 28 sowie einer Verrastung der Mitnehmereinrichtungen 41 , wie auch in Fig. 2 dargestellt, sowohl in seiner radialen als auch in sei ner axialen Relativanordnung zum Schraubflansch 18 fixiert. Hieraus ergibt sich eine entsprechende koaxiale Ausrichtung des Sicherungsrings 28 zur Entnahmearmatur 10, so dass die Entnahmearmatur 10 zusammen mit dem Sicherungsring 28 sowie der im Stutzenaufnahmeraum 33 auf den Einlaufstutzen 19 des Armaturengehäuses 20 montierten O-Ringdich- tung 30 als Montageeinheit auf den Entnahmestutzen 1 1 aufgeschraubt werden kann.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Stutzenfuß 14 des Entnahmestutzens 1 1 mit ei ner Anschlageinrichtung 48 versehen, die im vorliegenden Fall vier über den Umfang des Stutzenfußes 14 verteilt angeordnete, als Rastrampen 49 ausgebildete Rastvorsprünge aufweist. Die Rastrampen 49 weisen eine von einem Umfang des Stutzenfußes 14 ansteigend ausgebildete Rampen fläche 50 auf, die an einem Rastabsatz mit einer Rastfläche 5 1 endet.
Wie aus einer Zusammenschau der Fign. 6 und 7 ersichtlich, die zur Er läuterung des Zusammenwirkens der Riegeleinrichtung 36 des Siche rungsrings 28 mit der am Entnahmestutzen 1 1 ausgebildeten Anschla geinrichtung 48 den Sicherungsring 28 in einer von der Entnahmearmatur
10 getrennten Darstellung in einer Anordnung auf den Entnahmestutzen
1 1 zeigt, sind Riegelenden 52 der Riegelvorsprünge 37 des Sicherungs rings 28 auf einem Verriegelungsumfang 53 angeordnet, dessen Durch messer D größer ist der Durchmesser d des auf dem Entnahmestutzen 1 1 ausgebildeten Außengewindes 16. Hierdurch ist es möglich, dass der zur Ausbildung der Montageeinheit auf der Entnahmearmatur 10 montierte Sicherungsring 28 zusammen mit der Entnahmearmatur 10 auf den Ent-
nahmestutzen 1 1 aufgeschraubt werden kann, ohne dass die Riegelvor sprünge 37 des Sicherungsrings 28 mit einem Gewindegang 54 des Au- ßengewindes 16 kollidieren und somit die zum Aufschrauben notwendige koaxiale Ausrichtung der Entnahmearmatur 10 zum Entnahmestutzen 1 1 beeinträchtigen könnten.
Wie Fig. 3 zeigt, ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die An schlageinrichtung 48 mit den Rastrampen 49 so positioniert, dass der Ab stand der Anschlageinrichtung 48 zum Stirnende 35 des Entnahmestut zens 1 1 im Wesentlichen der Länge 1 des Entnahmestutzens 1 1 ent spricht. Dabei ist die Länge 1 des Entnahmestutzens 1 1 sowie Ausbildung des Außengewindes 16, also insbesondere die radiale Positionierung ei nes Gewindeanfangs des Gewindegangs 54 sowie die Steigung des Ge windegangs 54, und die Positionierung der Rastflächen 5 1 der Anschla geinrichtung 48 im Verhältnis zur Anordnung der Riegelenden 52 auf dem Verriegelungsumfang 53 des Sicherungsrings 28 so gewählt, dass, wie Fig. 4 zeigt, bei Anlage des Axialanschlags 34 des Armaturengehäu ses 20 am Stirnende 35 des Entnahmestutzens 1 1 das Armaturengehäuse 20 mit definierter Vorspannkraft am Entnahmestutzen 1 1 anliegt und gleichzeitig die Riegelenden 52 der Riegeleinrichtung 36 des Siche rungsrings 28 hinter den Rastflächen 5 1 elastisch verrastet sind.
Somit ist sichergestellt, dass bei erreichter Verrastung des Sicherungs rings 28 mit der Anschlageinrichtung 48 eine definierte Vorspannkraft vom Armaturengehäuse 20 auf den Entnahmestutzen 1 1 übertragen wird.
Wie aus einer Zusammenschau der Fign. 4, 5 und 6 ersichtlich, ist zur Ausbildung einer radial wirkenden Dichtungseinrichtung 55 eine durch die Außenwand 32 des Einlaufstutzens 19 gebildete Innendichtfläche 56 und eine durch eine Innenwand 57 des Entnahmestutzens 1 1 gebildete Außendichtfläche 58 vorgesehen, die einen Dichtungsraum 59 radial be grenzen. Zur axialen Begrenzung des Dichtungsraums 59, der zur Auf nahme der O-Ringdichtung 30 dient, ist an einem inneren Öffnungsrand am Stirnende 35 ein umlaufender Rezess 60 ausgebildet, derart, dass
durch den Rezess 60 axial zurückversetzt zu einer am Stirnende 35 aus- gebildeten Anschlagfläche 61 , die zur Anlage gegen den Axialanschlag 34 des Stutzenaufnahmeraums 33 dient, eine den Dichtungsraum 59 axial begrenzende Begrenzungsfläche 62 ausgebildet ist. Zur Unterstützung der radialen Dichtwirkung ist im vorliegenden Fall die von der Innenwand 57 des Entnahmestutzens 1 1 gebildete Außendichtflä che 58 in axialer Richtung konisch zulaufend ausgebildet, derart, dass sich die Höhe des Dichtungsraums 59 in Montagerichtung 39 der Entnah mearmatur 10 verringert. Wie insbesondere Fig. 9 zeigt, ist zur Ausgestaltung der Mitnehmerta sche 29 als Originalitätssicherung eine am Sicherungsring 28 ausgebilde te Basiswandung 63 über eine erste Sollbrucheinrichtung 66 und eine zweite Sollbrucheinrichtung 67 mit einer gegenüberliegend der Basis wandung 63 angeordneten Sichtwandung 64 verbunden, wobei zur Aus- bildung eines Aufnahmeraums 65 der Mitnehmertasche 29 ein entspre chender axialer Abstand a zwischen der Basiswandung 63 und der Sicht wandung 64 vorgesehen ist.
Wie Fig. 9 weiter zeigt, weist die Sichtwandung 64 zwei über eine weite re Sollbrucheinrichtung 68 miteinander verbundene Sichtwandabschnitte 69, 70 auf. Wie am besten aufgrund der Darstellung in Fig. 1 nachvoll ziehbar, erfolgt bei einer Drehung der Entnahmearmatur 10 in Demonta gerichtung 38 eine Zerstörung der als Originalitätssicherung ausgebilde ten Mitnehmerlasche 27 dadurch, dass zunächst eine am vorderen Sicht wandabschnitt 69 ausgebildete Anschlagkante 71 von der Mitnehmerla- sehe 27, die bei Drehung in Demontagerichtung 38 eine radiale Ausneh mung 72 der Mitnehmertasche 29 durchdringt, erfasst wird und Verbin dungsstege 73 , 74 der Sollbrucheinrichtung 66 und Verbindungsstege 75 , 76 der Sollbrucheinrichtung 68 zerstört werden, so dass der vordere Sichtwandabschnitt 69 vom Sicherungsring 28 entfernt wird. Bei Fortset- zung der Drehung der Entnahmearmatur 10 in Demontagerichtung 38 wird eine am zweiten Sichtwandabschnitt 69 ausgebildete Anschlagkante
78 von dem der Mitnehmerlasche 27 nachfolgenden Mitnehmersteg 47 des Schraubflansches 18 erfasst, so dass Verbindungsstege 79, 80, 81 und 82 der Sollbrucheinrichtung 66 abreißen und auch der zweite Sicht wandabschnitt 69 vom Sicherungsring 28 entfernt wird.