FESTE PARTIKULÄRE ZUSAMMENSETZUNGEN ENTHALTEND WASSERLÖSLICHES TRÄGERPOLYMER UND PARFÜM
Die vorliegende Erfindung betrifft eine feste, partikuläre Zusammensetzung umfassend mindestens ein wasserlösliches Trägerpolymer, mindestens einen Duftstoff sowie mindestens ein
Polysaccharid, mindestens eine pyrogene Kieselsäure und/oder mindestens eine
Fällungskieselsäure. Des Weiteren betrifft die Erfindung Verfahren zur Herstellung der festen Zusammensetzung, sowie ein Wasch- oder Reinigungsmittel, das die feste Zusammensetzung enthält. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung eines solchen Wasch- oder Reinigungsmittels zum Reinigen von Textilien oder harten Oberflächen sowie entsprechende Verfahren zum Reinigen von Textilien oder harten Oberflächen unter Verwendung eines solchen Wasch- oder Reinigungsmittels.
Bei der Anwendung von Wasch- und Reinigungsmitteln verfolgt der Verbraucher nicht nur das Ziel, die zu behandelnden Objekte zu waschen, zu reinigen oder zu pflegen, sondern er wünscht sich auch, dass die behandelten Objekte, wie z.B. Textilien, nach der Behandlung, beispielsweise nach der Wäsche, angenehm riechen. Insbesondere aus diesem Grunde enthalten die meisten kommerziell verfügbaren Wasch- und Reinigungsmittel Duftstoffe.
Oftmals werden Duftstoffe in Form von Duftstoffpartikeln entweder als integraler Bestandteil eines Wasch- oder Reinigungsmittels verwendet, oder aber direkt zu Beginn eines Waschgangs in separater Form in die Waschtrommel dosiert. Auf diese Weise kann der Verbraucher durch individuelle Dosierung die Beduftung der zu waschenden Wäsche kontrollieren.
Derartige Duftstoffpartikel werden üblicherweise in Form parfümhaltiger Schmelzkörper bereitgestellt. Bei solchen Verfahren werden erst einer oder mehrere Bestandteile des
Formkörpers, d.h. üblicherweise das mindestens eine Trägerpolymer, aufgeschmolzen und je nach Bedarf weitere Bestandteile zu der Schmelze zudosiert. Danach folgt die Abkühlung/Umformung der Schmelze. Insbesondere die Sedimentation einzelner Bestandteile der Schmelze kann jedoch zu Störungen im Pastillierprozess führen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die vorstehend genannten Probleme bei der Herstellung parfümhaltiger Schmelzkörper zu überwinden.
Die Aufgabe wurde erfindungsgemäß gelöst durch eine Formulierung für Schmelzkörper umfassend mindestens ein Trägerpolymer sowie mindestens einen Duftstoff, die darüber hinaus mindestens ein Polysaccharid, mindestens eine pyrogene Kieselsäure und/oder mindestens eine Fällungskieselsäure enthält. In bevorzugten Ausführungsformen kann zusätzlich auch mindestens ein anorganisches Salz enthalten sein. Dabei erlauben anorganische Salze, wie hierin
beschrieben, eine Erhöhung des Schüttgewichts der Rezeptur und binden gleichzeitig in der Schmelze vorhandenes Restwasser, welches aus anderen eingesetzten Rohstoffen stammt. Polysaccharide/Kieselsäuren erhöhen die Sedimentationsstabilität der Schmelze und binden niedrigschmelzende Parfümölbestandteile, wodurch eine insgesamt verbesserte Verarbeitbarkeit der Schmelze gewährleistet wird.
In einem ersten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung daher auf eine feste, partikuläre Zusammensetzung umfassend mindestens ein wasserlösliches Trägerpolymer mit einem
Schmelzpunkt >30°C bis 250°C, vorzugsweise >40°C bis 150°C, vorzugsweise ausgewählt aus Polyalkylenglykolen, besonders bevorzugt Polyethylenglykol, und mindestens einen Duftstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mindestens mindestens ein Polysaccharid, mindestens eine pyrogene Kieselsäure und/oder mindestens eine Fällungskieselsäure umfasst.
In einem weiteren Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf die Verwendung der festen Zusammensetzung, wie hierin beschrieben, als Textilpflegemittel, vorzugsweise Beduftungsmittel und/oder Weichspüler, zum Beduften und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden.
In noch einem Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung weiterhin auf ein Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend eine feste Zusammensetzung, wie hierin beschrieben.
Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich. Dabei kann jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der Erfindung eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen Beispiele die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht einschränken und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Alle Prozentangaben sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichts-%. Numerische Bereiche, die in dem Format„von x bis y" angegeben sind, schließen die genannten Werte ein. Wenn mehrere bevorzugte numerische Bereiche in diesem Format angegeben sind, ist es selbstverständlich, dass alle Bereiche, die durch die Kombination der verschiedenen Endpunkte entstehen, ebenfalls erfasst werden.
„Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Insbesondere bezieht sich diese Angabe auf die Art des Mittels/der Verbindung und nicht die absolute Zahl der Moleküle.„Mindestens ein Duftstoff", bedeutet daher, dass mindestens eine Art von Duftstoff erfasst wird, aber auch 2 oder mehr verschiedene Arten von Duftstoffen enthalten sein können.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine feste, partikuläre Zusammensetzung umfassend mindestens ein wasserlösliches Trägerpolymer mit einem Schmelzpunkt >30°C bis 250°C, vorzugsweise >40°C bis 150°C, vorzugsweise ausgewählt aus Polyalkylenglykolen, besonders bevorzugt Polyethylenglykol, und mindestens einen Duftstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung mindestens ein Polysaccharid, mindestens eine pyrogene Kieselsäure und/oder mindestens eine Fällungskieselsäure umfasst. In bevorzugten Ausführungsformen ist ferner mindestens ein anorganisches Salz enthalten.
Das mindestens eine Polysaccharid, welches in der Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten ist, kann pflanzlichen oder tierischen Ursprungs oder ein Produkt des
Stoffwechsels von Mikroorganismen sowie ein Abbau- und Modifizierungsprodukt davon sein.
Gemäß einigen Ausführungsformen kann es sich beispielsweise, ohne Einschränkung, um
Glycogen, Stärke (Amylose und Amylopektin), Callose, Cellulose, Tunicin, Pektin(e), Algin, Inulin, Chitin, Chitosan, Heparin, Carrageenan, Agar, Gummiarabicum, Traganth, Johannisbrotkernmehl, Karaya-Gummi, Ghatti-Gummi, Guar-Gummi, Tara-Gummi, Gellan, Xanthan, Dextran, Saccharose, Nigeran und Pentosane wie Xylan und Araban, deren Hauptbestandteile aus D-Glukuronsäure, D- Galakturonsäure, D-Galakturonsäuremethylester, D-Mannuronsäure, L-Guluronsäure, D- und L- Galaktose, 3,6-Anhydro-D-Galaktose, L-Arabinose, L-Rhamnose, D-Glucoronsäure, D-Xylose, L- Fucose, D-Mannose, D-Fructose und D-Glucose, 2-Amino-2-desoxi-D-glukose und 2-Amino-2- desoxi-D-galaktose sowie deren N-Acetylderivate, bestehen, handeln. Auch Derivate der vorgenannten, wie beispielsweise chemisch modifizierte Polysaccharide, sowie Mischungen der vorgenannten sind geeignet. Zu chemisch modifizierten Polysacchariden gehören beispielsweise, ohne Einschränkung, Propylcellulose, Methylethylcellulose, Carboxymethylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose,
Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Carboxymethylhydroxyethylcellulose, Sulfoethylcellulose, Carboxymethylsulfoethylcellulose, Hydroxypropylsulfoethylcellulose,
Hydroxyethylsulfoethylcellulose, Methylethylhydroxyethylcellulose, Methlylsulfoethylcellulose und Ethylsulfoethylcellulose.
Gemäß einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Polysaccharid vorzugsweise um Stärke, thermisch und/oder mechanisch behandelte Stärke, oxidativ, hydrolytisch oder oxidierte enzymatisch abgebaute Stärken, oxidierte hydrolytisch oder oxidierte enzymatisch
abgebaute Stärken sowie chemisch modifizierte Stärken. In diesem Zusammenhang sind prinzipiell alle Stärken geeignet. Gemäß einigen Ausführungsformen kann es sich beispielsweise, ohne Einschränkung, um Stärke aus Mais, Weizen, Reis, Erbsen, Gerste, Roggen, Maniok, Tapioka, Süßkartoffeln oder Kartoffeln handeln. In einigen Ausführungsformen wird vorzugsweise native Stärke eingesetzt. Als native Stärke wird Stärke bezeichnet, wie sie aus natürlichen, beispielsweise den vorgenannten, Quellen zugänglich ist. Native Stärke ist ein handelsübliches Produkt und damit leicht zugänglich.
Gemäß einer Ausführungsform handelt es sich bei dem mindestens einen Polysaccharid um Mais-, Weizen-, Reis-, Erbsen-, Gerste-, Roggen-, Maniok-, Tapioka-, Süßkartoffel- oder Kartoffelstärke. Gemäß einer Ausführungsform handelt es sich bei dem mindestens einen Polysaccharid um die entsprechende native Stärke der vorgenannten Art. Auch Mischungen der vorgenannten sind geeignet. Gemäß einer Ausführungsform handelt es sich bei dem mindestens einen Polysaccharid vorzugsweise um Maisstärke, insbesondere native Maisstärke. Am meisten bevorzugt ist die Maisstärke Collamyl 8412 der Firma Agrabne Wien.
Beispiele für pyrogene Kieselsäuren sind die von der Firma Evonik unter der Handelsbezeichnung Aerosil® vertriebenen Produkte, insbesondere vom Typ Aerosil® 200; Beispiele für
erfindungsgemäß bevorzugte Fällungskieselsäuren, sind beispielsweise die von der Firma Evonik unter der Handelsbezeichnung Sipernat® vertriebenen Produkte, insbesondere vom Typ Sipernat® 22S.
Obwohl erfindungsgemäß erfasst ist, dass zwei oder alle drei der genannten Inhaltsstoffe, d.h. Polysaccharid, pyrogene Kieselsäure und Fällungskieselsäure in dem Schmelzkörper enthalten sind, ist es bevorzugt, dass die Schmelzkörper der Erfindung nur jeweils einen dieser Inhaltsstoffe enthalten.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das mindestens eine
Polysaccharid, die mindestens eine pyrogene Kieselsäure oder die mindestens eine
Fällungskieselsäure oder eine Mischung davon, wie hierin definiert, in einer Menge von 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 30 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, verwendet. In verschiedenen Ausführungsformen ist das mindestens eine Polysaccharid in einer Menge von 10 bis 25 Gew.-%, insbesondere 20 bis 25 Gew.-% in der Zusammensetzung enthalten. In verschiedenen anderen Ausführungsformen ist die pyrogene oder Fällungskieselsäure in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, insbesondere 2 bis 7 Gew.-% in der Zusammensetzung enthalten.
Das in bevorzugten Ausführungsformen enthaltene mindestens eine anorganische Salz kann ein beliebiges anorganisches Salz bestehend aus zumindest einer kationischen Komponente und
zumindest einer anionischen Komponente sein. Die katonische Komponente kann ausgewählt sein aus den Metallen der Gruppen 1-15 des Periodensystems (CAS Gruppen IA, IIA, INA, IVA, VA, HIB, IVB, VB, VIB, VIIB, VIIIB, IB, IIB bzw. Hauptgruppen l-V und Übergangsmetalle). In verschiedenen Ausführungsformen handelt es sich um ein-, zwei- oder dreiwertige Kationen. In verschiedenen Ausführungsformen ist die kationische Komponente ausgewählt aus Na+, K+, Mg2+, Al3+, Ca2+, Fe2+, Fe3+, Cu+, Cu2+, und Zn2+. In weiteren Ausführungsformen wird die kationische Komponente ausgewählt aus Na+, K+, Mg2+, Ca2+, insbesondere aus Na+ und K+. Die anionische Komponente kann ein beliebiges Anion sein, ausgewählt, ohne Einschränkung, aus der Gruppe bestehend aus anorganischen Anionen wie P, Cr, Br, I", OH", HSOs", SOs2", SC 2", HSOv, Ν02 ", Ν03 ", Ρ04 3", HP04 2-, H2PO4-, BF4 , PF6 ", CI04 , SiOv, HCOs" und COs2". In einigen Ausführungsformen handelt es sich bei der anionischen Komponente vorzugsweise um Halogenid, S04 2~, P04 3~, HCO3" und
In verschiedenen Ausführungsformen wird das anorganische Salz ausgewählt aus Alkali- und Erdalkalimetallsalzen, insbesondere aus Carbonaten, Sulfaten, Halogeniden oder Phosphaten.
In einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen anorganischen Salz um ein Salz ausgewählt aus Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat,
Natriumdiphosphat und Natriumtripolyphosphat. Weiterhin geeignet sind Silikate, insbesondere Natriumsilikate mit einem Na2Ü : Si02-Verhältnis von 1 : 1 bis 1 : 3,5, Natriumalumosilikate der Formel (Na20)x · AI2O3 · (Si02)y · (H20)z, wobei x eine Zahl von 0,7 bis 1 ,5 ist, y eine Zahl von 1 ,3 bis 4 ist und z eine Zahl von 1 bis 6 ist, und Magnesiumsilikat. Anstelle der beschriebenen
Natriumsalze können auch die entsprechenden Kaliumsalze eingesetzt werden. Ebenso geeignet sind Mischungen aus ein oder mehreren der vorgenannten anorganischen Salze.
Gemäß einer Ausführungsform handelt es sich bei dem mindestens einen anorganischen Salz um Natriumsulfat oder Natriumcarbonat, insbesondere um Natriumsulfat.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das mindestens eine anorganische Salz, wie hierin definiert, in einer Menge von 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 30 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, verwendet. In verschiedenen Ausführungsformen ist das mindestens eine anorganische Salz in einer Menge von 10 bis 25 Gew.-% in der Zusammensetzung enthalten.
Bei der Hauptkomponente der festen, partikulären Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung handelt es sich um mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares
Trägerpolymer. In verschiedenen Ausführungsformen zeichnet sich das mindestens eine
Trägerpolymer dadurch aus, dass es einen Schmelzpunkt von 48°C bis 120°C, vorzugsweise von 48°C bis 80°C aufweist.„Wasserlöslich", wie hierin verwendet, bedeutet eine Löslichkeit in Wasser
bei 20°C von mindestens 1 g/L, vorzugsweise mindestens 10 g/L, noch bevorzugter mindestens 50 g/L.„Wasserdispergierbar", wie hierin verwendet, bedeutet, dass sich das Trägerpolymer mit bekannten Verfahren in Wasser bei einer Temperatur von 20°C dispergieren lässt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das mindestens eine Trägerpolymer vorzugsweise ausgewählt aus Polyalkylenglykolen.
Im Kontext der vorliegenden Erfindung sind solche Polyalkylenglykole geeignet, die eine mittlere molare Masse von >1000 g/mol, insbesondere >1500 g/mol, vorzugsweise zwischen 3.000 und 15.000, noch bevorzugter eine mittlere molare Masse zwischen 4.000 und 13.000 und
insbesondere bevorzugt eine mittlere molare Masse zwischen 9.000 und 13.000, am meisten bevorzugt 1 1.000 bis 13.000 oder 1 1.500 bis 12.500 aufweisen. Gemäß der vorliegenden Erfindung sind insbesondere solche Polyalkylglykole geeignet, die einen Schmelzpunkt zwischen 40 °C und 90 °C aufweisen, insbesondere im Bereich von 45 bis 70°C. Beispiele für
Polyalkylenglykole, die im Kontext der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind
Polypropylenglykol und Polyethylenglykol, sowie Blockcopolymere verschiedener
Polyalkylenglykole, insbesondere der vorgenannten.
Ebenso im Kontext der vorliegenden Erfindung sind solche Polyalkylenglykole geeignet, die eine mittlere molare Masse von >1000 g/mol, insbesondere >1500 g/mol, vorzugsweise zwischen 3.000 und 15.000, noch bevorzugter eine mittlere molare Masse zwischen 3.000 und 13.000 und insbesondere bevorzugt eine mittlere molare Masse zwischen 3.000 und 9.000, noch mehr bevorzugt eine mittlere molare Masse zwischen bevorzugt 3.500 bis 9.000, insbesondere zwischen 4.000 bis 8.000, ganz besonders bevorzugt zwischen 6.000 bis 8.000 aufweisen. Gemäß der vorliegenden Erfindung sind insbesondere solche Polyalkylglykole geeignet, die einen
Schmelzpunkt zwischen 40 °C und 90 °C aufweisen, insbesondere im Bereich von 45 bis 70°C. Beispiele für Polyalkylenglykole, die im Kontext der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind Polypropylenglykol und Polyethylenglykol, sowie Blockcopolymere verschiedener
Polyalkylenglykole, insbesondere der vorgenannten. Bevorzugte Handelsprodukte sind z.B. Pluriol E 4000, Pluriol E 6000 und Pluriol E 8000 (BASF).
Wenn im Rahmen dieser Anmeldung von„mittlere molare Masse von
Polyalkylenglykolen" gesprochen wird, so beziehen sich diese Angaben jeweils auf die Werte, die sich rechnerisch aus der OH-Zahl gemessen gemäß DIN 53240-1 :2012-07 ergeben.
Gemäß einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer vorzugsweise um Polyethylenglykol.
In einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer um ein Polyethylenglykol mit einer mittleren molaren Masse von >1500 g/mol, vorzugsweise zwischen 3.000 und 15.000, noch bevorzugter mit einer mittleren molaren Masse zwischen 4.000 und 13.000 und insbesondere bevorzugt mit einer mittleren molaren Masse zwischen 6.000 und 8.000 oder 9.000 bis 13.000.
In einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer um ein Polyethylenglykol mit einer mittleren molaren Masse von >1500 g/mol, vorzugsweise zwischen 3.000 und 15.000, besonders zwischen 3.500 und 13.000, noch mehr bevorzugt einer mittleren molaren Masse zwischen bevorzugt 3.500 bis 9.000, insbesondere zwischen 4.000 bis 8.000, ganz besonders bevorzugt zwischen 6.000 bis 8.000.
Gemäß einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer vorzugsweise um Polyethylenglykol mit einer mittleren molaren Masse von 10.000 bis 15.000, vorzugsweise von 1 1 .000 bis 13.000, ganz besonders bevorzugt von 1 1.500 bis 12.500.
In einigen Ausführungsformen zeichnet sich ein solches Polyethylenglykol durch einen
Schmelzpunkt im Bereich von 45 bis 70°C, vorzugsweise 50 bis 65°C aus, noch bevorzugter 50 bis 60°C.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen als Trägerpolymer zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen Polyethylenglykol oder auch an stelle dessen mindestens ein Alkoxyblockcopolymer enthalten.
Erfindungsgemäß geeignete Alkoxyblockpolymere sind vorzugsweise aus alternierenden
Ethylenoxid (EO)-, Propylenoxid (PO)- und/oder Butylenoxid (BU)-Einheiten aufgebaut. Bevorzugt sind Alkoxyblockpolymere der Formeln HO-(EO)x(PO)y(EO)z-H, HO-(PO)x(EO)y(PO)z-H, HO- (EO)x(PO)y(PO)z-H, HO-(EO)x(EO)y(PO)z-H, HO-(EO)x(BO)y(EO)z-H, HO-(BO)x(EO)y(BO)z-H, HO- (EO)x(BO)y(BO)z-H, HO-(EO)x(EO)y(BO)z-H, HO-(BO)x(PO)y(BO)z-H, HO-(PO)x(BO)y(PO)z-H, HO- (BO)x(PO)y(PO)z-H und HO-(BO)x(BO)y(PO)z-H, in welchen die Indizes unabhängig voneinander die Werte 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 bis 100 annehmen. Die Blockpolymere weisen vorzugsweise Molmassen zwischen 4.000 und 20. 000, insbesondere 5.000 bis 7.000 g/mol auf. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind dabei reine EO-PO- Blockcopolymere, wie sie beispielsweise von der Firma BASF unter der Handelsbezeichnung Pluronic® vertrieben werden. Pluronic® PE 6800 ist ein erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugtes Alkoxyblockcopolymer.
Es kann erfindungsgemäß besonders bevorzugt sein, dass die festen Zusammensetzungen als Trägerpolymer mindestens ein Polyethlyenglykol mit einer mittleren molaren Masse von 10.000 bis
15.000 enthalten und ggf. frei von EO-PO-Blockcopolymeren formuliert sind. Ebenso kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, wenn die festen Zubereitungen als Trägerpolymer mindestens ein EO-PO-Blockcopolymer enthalten und ggf. frei von Polyethylenglykolen mit einer mittleren molaren Masse von 10.000 bis 15.000 formuliert sind. In einer dritten Ausführungsform kann es aber auch bevorzugt sein, wenn die festen Zusammensetzungen als Trägermaterial eine Mischung aus mindestens einem EO-PO-Blockcopolymer und mindestens einem Polyethlyenglykol mit einer mittleren molaren Masse von 10.000 bis 15.000 enthalten.
In verschiedenen Ausführungsformen ist das mindestens eine Trägerpolymer bzw. die Mischung verschiedener Trägerpolymere in einer Menge von 30 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise von 35 bis 85 Gew.-%, beispielsweise 40 bis 80 oder 40 bis 78 Gew.-% in der Zusammensetzung enthalten, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Eine weitere Komponente der festen, partikulären Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung ist mindestens ein Duftstoff. Bei einem Duftstoff handelt es sich um eine den Geruchsinn anregende, chemische Substanz. Um den Geruchssinn anregen zu können, sollte die chemische Substanz zumindest teilweise in der Luft verteilbar sein, d.h. der Duftstoff sollte bei 25°C zumindest in geringem Maße flüchtig sein. Ist der Duftstoff nun sehr flüchtig, klingt die Geruchsintensität dann schnell wieder ab. Bei einer geringeren Flüchtigkeit ist der Gerucheindruck jedoch nachhaltiger, d.h. er verschwindet nicht so schnell. In einer Ausführungsform weist der Duftstoff daher einen Schmelzpunkt auf, der im Bereich von -100°C bis 100°C, bevorzugt von -80°C bis 80°C, noch bevorzugter von -20°C bis 50°C, insbesondere von -30°C bis 20°C liegt. In einer weiteren
Ausführungsform weist der Duftstoff einen Siedepunkt auf, der im Bereich von 25°C bis 400°C, bevorzugt von 50°C bis 380°C, mehr bevorzugt von 75°C bis 350°C, insbesondere von 100°C bis 330°C liegt.
Insgesamt sollte eine chemische Substanz eine bestimmte Molekülmasse nicht überschreiten, um als Duftstoff zu fungieren, da bei zu hoher Molekülmasse die erforderliche Flüchtigkeit nicht mehr gewährleitstet werden kann. In einer Ausführungsform weist der Duftstoff eine Molekülmasse von 40 bis 700 g/mol, noch bevorzugter von 60 bis 400 g/mol auf.
Der Geruch eines Duftstoffes wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden und entspricht häufig dem Geruch nach beispielsweise Blüten, Früchten, Gewürzen, Rinde, Harz, Blättern, Gräsern, Moosen und Wurzeln. So können Duftstoffe auch dazu verwendet werden, um unangenehme Gerüche zu überlagern oder aber auch um einen nicht riechenden Stoff mit einem gewünschten Geruch zu versehen. Als Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und
Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
Duftstoffverbindungen vom Typ der Aldehyde sind beispielsweise Adoxal (2,6, 10-Trimethyl-9- undecenal), Anisaldehyd (4-Methoxybenzaldehyd), Cymal (3-(4-lsopropyl-phenyl)-2- methylpropanal), Ethylvanillin, Florhydral (3-(3-isopropylphenyl)butanal), Helional (3-(3,4- Methylendioxyphenyl)-2-methylpropanal), Heliotropin, Hydroxycitronellal, Lauraldehyd, Lyral (3- und 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3- cyclohexen-1-carboxaldehyd), Methylnonylacetaldehyd, Lilial (3-(4-tert-Butylphenyl)-2-methylpropanal), Phenylacetaldehyd, Undecylenaldehyd, Vanillin, 2,6, 10- Trimethyl-9-undecenal, 3-Dodecen-1-al, alpha-n-Amylzimtaldehyd, Melonal (2,6-Dimethyl-5- heptenal), 2,4-Di-methyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd (Triplal), 4-Methoxybenzaldehyd, Benzaldehyd, 3-(4-tert- Butylphenyl)-propanal, 2-Methyl-3-(para-methoxyphenyl)propanal, 2- Methyl-4-(2,6,6-timethyl-2(1 )-cyclohexen-1-yl)butanal, 3-Phenyl-2-propenal, cis-/trans-3J- Dimethyl-2,6-octadien-1-al, 3J-Dimethyl-6-octen-1-al, [(3,7-Dimethyl-6-octenyl)oxy]acetaldehyd, 4- Isopropylbenzylaldehyd, 1 , 2,3,4, 5,6J,8-Octahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 2,4-Dimethyl-3- cyclohexen-1-carboxaldehyd, 2-Methyl-3-(isopropylphenyl)propanal, 1 -Decanal, 2,6-Dimethyl-5- heptenal, 4-(Tricyclo[5.2.1.0(2,6)]-decyliden-8)-butanal, Octahydro-4,7-methan-1 H- indencarboxaldehyd, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, para-Ethyl-alpha,alpha- dimethylhydrozimtaldehyd, alpha-Methyl-3,4-(methylendioxy)-hydrozimtaldehyd, 3,4- Methylendioxybenzaldehyd, alpha-n-Hexylzimtaldehyd, m-Cymen-7-carboxaldehyd, alpha- Methylphenylacetaldehyd, 7-Hydroxy-3J-dimethyloctanal, Undecenal, 2,4,6-Trimethyl-3- cyclohexen-1-carboxaldehyd, 4-(3)(4-Methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd, 1- Dodecanal, 2,4-Dimethylcyclohexen-3-carboxaldehyd, 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cylohexen- 1-carboxaldehyd, 7-Methoxy-3,7-dimethyloctan-1-al, 2-Methyl- undecanal, 2-Methyldecanal, 1- Nonanal, 1-Octanal, 2,6,10-Trimethyl-5,9-undecadienal, 2-Methyl-3-(4-tert-butyl)propanal, Dihydrozimtaldehyd, 1-Methyl-4-(4-methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd, 5- oder 6- Methoxyhexahydro-4,7-methanindan-1- oder -2-carboxaldehyd, 3,7-Dimethyloctan-1-al, 1- Undecanal, 10-Undecen-1-al, 4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd, 1-Methyl-3-(4-methylpentyl)-3- cyclohexencarboxaldehyd, 7-Hydroxy-3J-dimethyl-octanal, trans-4-Decenal, 2,6-Nonadienal, para- Tolylacetaldehyd, 4-Methylphenylacetaldehyd, 2-Methyl-4-(2,6,6-trimethyl-1 -cyclohexen-1-yl)-2- butenal, ortho-Methoxyzimtaldehyd, 3,5,6-Trimethyl-3-cyclohexen- carboxaldehyd, 3J-Dimethyl-2- methylen-6-octenal, Phenoxyacetaldehyd, 5,9-Dimethyl-4,8- decadienal, Päonienaldehyd (6, 10- Dimethyl-3-oxa-5,9-undecadien-1-al), Hexahydro-4,7-methanindan-1 -carboxaldehyd, 2- Methyloctanal, alpha-Methyl-4-(1-methylethyl)benzolacetaldehyd, 6,6-Dimethyl-2-norpinen-2- propionaldehyd, para-Methylphenoxyacetaldehyd, 2-Methyl-3-phenyl-2-propen-1-al, 3,5,5- Trimethylhexanal, Hexahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 3-Propyl-bicyclo-[2.2.1]-hept-5-en-2- carbaldehyd, 9-Decenal, 3-Methyl-5-phenyl-1-pentanal, Methylnonylacetaldehyd, Hexanal und trans-2-Hexenal.
Duftstoffverbindungen vom Typ der Ketone sind beispielsweise Methyl-beta-naphthylketon, Moschusindanon (1 ,2,3,5,6,7-Hexahydro-1 , 1 ,2,3,3- pentamethyl-4H-inden-4-on), Tonalid (6-Acetyl- 1 ,1 ,2,4,4,7-hexamethyltetralin), alpha-Damascon, beta-Damascon, delta-Damascon, iso-
Damascon, Damascenon, Methyldihydrojasmonat, Menthon, Carvon, Kampfer, Koavon (3,4,5,6,6- Pentamethylhept-3-en-2-on), Fenchon, alpha-lonon, beta- lonon, gamma-Methyl-lonon, Fleuramon (2-heptylcyclopen-tanon), Dihydrojasmon, cis-Jasmon, iso-E-Super (1-(1 ,2,3,4,5,6J,8-octahydro- 2,3,8,8-tetramethyl-2-naphthalenyl)-ethan-1-on (und Isomere)), Methylcedrenylketon,
Acetophenon, Methylacetophenon, para-Methoxyacetophenon, Methyl-beta-naphtylketon, Benzylaceton, Benzophenon, para-Hydroxyphenylbutanon, Sellerie- Keton(3-methyl-5-propyl-2- cyclohexenon), 6-lsopropyldecahydro-2-naphton, Dimethyloctenon, Frescomenthe (2-butan-2-yl- cyclohexan-1-οη), 4-(1 -Ethoxyvinyl)-3,3,5,5-tetramethylcyclohexanon, Methylheptenon, 2-(2-(4- Methyl-3-cyclohexen-1-yl)propyl)cyclopentanon, 1-(p-Menthen-6(2)yl)-1-propanon, 4-(4-Hydroxy-3- methoxyphenyl)-2-butanon, 2-Acetyl-3,3-dimethylnorbornan, 6,7- Dihydro-1 , 1 ,2,3, 3-pentamethyl- 4(5H)-indanon, 4-Damascol, Dulcinyl(4-(1 ,3-benzodioxol-5-yl) butan-2-οη), Hexalon (1-(2,6,6- trimethyl-2-cyclohexene-1 -yl)-1 ,6-heptadien-3-on), lsocyclemonE(2-acetonaphthon-1 ,2,3,4,5,6,7,8- octahydro-2,3,8,8-tetramethyl), Methylnonylketon, Methylcyclocitron, Methyllavendelketon, Orivon (4-tert-Amyl-cyclohexanon), 4-tert-Butylcyclohexanon, Delphon (2-pentyl-cyclopentanon), Muscon (CAS 541-91-3), Neobutenon (1-(5,5-dimethyl-1- cyclohexenyl)pent-4-en-1-on), Plicaton (CAS 41724-19-0), Velouton (2,2,5-Trimethyl-5- pentylcyclopentan-1-on),2,4,4,7-Tetramethyl-oct-6-en-3- on und Tetrameran (6,10- Dimethylundecen-2-οη).
Duftstoffverbindungen vom Typ der Alkohole sind beispielsweise 10-Undecen-1-ol, 2,6- Dimethylheptan-2-ol, 2-Methyl-butanol, 2-Methylpentanol, 2- Phenoxyethanol, 2-Phenylpropanol, 2- tert.-Butycyclohexanol, 3,5,5-Trimethylcyclohexanol, 3-Hexanol, 3-Methyl-5-phenyl-pentanol, 3- Octanol, 3-Phenyl-propanol, 4-Heptenol, 4-lsopropyl- cyclohexanol, 4-tert.-Butycyclohexanol, 6,8- Dimethyl-2-nona-nol, 6-Nonen-1 -ol, 9-Decen-1-ol, α-Methylbenzylalkohol, a-Terpineol,
Amylsalicylat, Benzylalkohol, Benzylsalicylat, ß-Terpineol, Butylsalicylat, Citronellol,
Cyclohexylsalicylat, Decanol, Di-hydromyrcenol, Dimethylbenzylcarbinol, Dimethylheptanol, Dimethyloctanol, Ethylsalicylat, Ethylvanilin, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Heptanol, Hexylsalicylat, Isoborneol, Isoeugenol, Isopulegol, Linalool, Menthol, Myrtenol, n-Hexanol, Nerol, Nonanol, Octanol, p-Menthan-7-ol, Phenylethylalkohol, Phenol, Phenylsalicylat, Tetrahydrogeraniol, Tetrahydrolinalool, Thymol, trans-2-cis-6-Nonadicnol, trans-2-Nonen-1-ol, trans-2-Octenol, Undecanol, Vanillin, Champiniol, Hexenol und Zimtalkohol.
Duftstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert- Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat (DMBCA), Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenyl- glycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat,
Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat, Floramat, Melusat und Jasmacyclat.
Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether und Ambroxan. Zu den
Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich Terpene wie Limonen und Pinen.
Bevorzugt werden Mischungen verschiedener Duftstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Ein derartiges Gemisch an Duftstoffen kann auch als Parfüm oder Parfümöl bezeichnet werden. Solche Parfümöle können auch natürliche Duftstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
Zu den Duftstoffen pflanzlichen Ursprungs zählen ätherische Öle wie Angelikawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Champacablütenöl, Citrusöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl, Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl, Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, jasminöl, Kajeputöl,
Kalmusöl, Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl,
Kopaivabalsamöl, Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Labdanumöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Lindenblütenöl, Limettenöl, Mandarinenöl, Melissenöl, Minzöl, Moschuskörneröl, Muskatelleröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl, Olibanumöl, Orangenblütenöl,
Orangenschalenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Salbeiöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl, Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl, Zitronenöl sowie
Zypressenöl sowie Ambrettolid, Ambroxan, alpha-Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester, Benzophenon, Benzylalkohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat,
Benzylformiat, Benzylvalerianat, Borneol, Bornylacetat, Boisambrene forte, alpha-Bromstyrol, n- Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p- Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon,
Methylanthranilsäuremethylester, p-Methylacetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin, Methyl- beta-naphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon, Muskon, beta- Naphtholethylether, beta-Naphthol-methylether, Nerol, n-Nonylaldehyd, Nonylalkohol, n- Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, beta-Phenylethylalkohol, Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol, Sandelice, Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, Troenan, gamma-Undelacton, Vanillin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Zimtsäure,
Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester, Diphenyloxid, Limonen, Linalool, Linalylacetat und - Propionat, Melusat, Menthol, Menthon, Methyl-n-heptenon, Pinen, Phenylacetaldehyd,
Terpinylacetat, Citral, Citronellal, sowie Mischungen daraus.
In einer alternativen Ausführungsform kann es bevorzugt sein, dass zumindest ein Teil des Duftstoffs als Duftstoffvorläufer oder in verkapselter Form (Duftstoffkapseln), insbesondere in
Mikrokapseln, eingesetzt wird. Bei den Mikrokapseln kann es sich um wasserlösliche und/oder wasserunlösliche Mikrokapseln handeln. Es können beispielsweise Melamin-Harnstoff- Formaldehyd-Mikrokapseln, Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln, Harnstoff-Formaldehyd- Mikrokapseln oder Stärke-Mikrokapseln eingesetzt werden.„Duftstoffvorläufer" bezieht sich auf Verbindungen, die erst nach chemischer Umwandlung/Spaltung, typischerweise durch Einwirkung von Licht oder anderen Umgebungsbedingungen, wie pH-Wert, Temperatur, etc., den eigentlichen Duftstoff freisetzen. Derartige Verbindungen werden häufig auch als Duftspeicherstoffe oder„Pro- Fragrance" bezeichnet.
Unabhängig davon in welcher Form sie eingesetzt werden, beträgt die Menge an Duftstoff in der Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise zwischen 1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 3 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Weiterhin kann die feste Zubereitung mindestens ein Silikat, wie beispielsweise ein Schichtsilikat oder Zeolith enthalten.
Mit Vorzug werden kristalline schichtförmige Silikate der allgemeinen Formel NaMSix02x+i ■ y H2O eingesetzt, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1 ,9 bis 22, vorzugsweise von 1 ,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, und y für eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht. Die kristallinen schichtförmigen Silikate der Formel NaMSix02x+i ■ y H2O werden beispielsweise von der Firma Clariant GmbH (Deutschland) unter dem Handelsnamen Na-SKS vertrieben. Beispiele für diese Silikate sind Na-SKS-1 (Na2Si22045■ x H2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na2Sii4029 ■ x H2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na2Si80i7 ■ x H2O) oder Na- SKS-4 (Na2Si409 ■ x H20, Makatit).
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignet sind kristalline Schichtsilikate der Formel NaMSix02x+i ■ y H2O, in denen x für 2 steht. Insbesondere sind sowohl ß- als auch - Natriumdisilikate Na2Si20s■ y H2O sowie weiterhin vor allem Na-SKS-5 (-Na2Si20s), Na-SKS-7 (ß- Na2Si205, Natrosilit), Na-SKS-9 (NaHSi205 ■ H2O), Na-SKS-10 (NaHSi205 ■ 3 H2O, Kanemit), Na- SKS-1 1 (t-Na2Si205) und Na-SKS-13 (NaHSi205), insbesondere aber Na-SKS-6 (-Na2Si205) bevorzugt.
Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na2Ü : S1O2 von 1 :2 bis 1 :3,3, vorzugsweise von 1 :2 bis 1 :2,8 und insbesondere von 1 :2 bis 1 :2,6. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter dem Begriff "amorph" verstanden, dass die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen, hervorrufen.
Alternativ oder in Kombination mit den vorgenannten amorphen Natriumsilikaten werden röntgenamorphe Silikate eingesetzt, deren Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, dass die Produkte mikrokristalline Bereiche der Größe zehn bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige röntgenamorphe Silikate, weisen ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen Wassergläsern auf. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Polykieselsäuren, Tonmineralien wie Montmorillonite sowie Zeolithe. Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Schichtsilikate sind die unter dem Handelsnamen Laponite® erhältlichen Magnesium- oder Natrium-Magnesium- Schichtsilikate der Firma Solvay Alkali, insbesondere das Laponite® RD oder auch Laponite® RDS, sowie die Magnesiumsilikate der Firma Süd-Chemie, vor allem das Optigel® SH.
Weiterhin besonders bevorzugt kann es sein, wenn als Silikat ein auf Montmorillonite basierendes Tonmineral, wie insbesondere ein Bentonite eingesetzt wird. Ein ebenfalls geeignetes Tonmaterial ist beispielsweise ein Smectit-Ton. Bevorzugte Smectit-Tone sind Beidellit-Tone, Hectorit-Tone, Laponit-Tone, Montmorillonit-Tone, Nontronit-Tone, Saponit-Tone, Sauconit-Tone und Mischungen daraus. Montmorillonit-Tone sind die bevorzugten Tone. Bentonite enthalten hauptsächlich Montmorillonite. Die Bentonite können als Pulver oder Kristalle eingesetzt werden.
Geeignete Bentonite werden beispielsweise unter den Bezeichnungen Laundrosil® von der Firma Süd-Chemie oder unter der Bezeichnung Detercal von der Firma Laviosa vertrieben.
Das mindestens eine Silikat, vorzugsweise das Tonmaterial, kann dabei in einer Menge von bis zu 30 Gew.-% enthalten sein, vorzugsweise 0,01 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 25 Gew.-%, insbesondere 18 bis 22 Gew.-% jeweils bezogen auf die gesamte feste
Zusammensetzung.
In verschiedenen Ausführungsformen kann die Schmelzkörper-Zusammensetzung, wie hierin beschrieben, ferner mindestens eine Textil-pflegende Verbindung umfassen. Unter einer Textil- pflegenden Verbindung wird in diesem Zusammenhang jede Verbindung verstanden, die damit behandelten textilen Flächengebilden einen vorteilhaften Effekt vermittelt, wie beispielsweise einen Textil-weichmachenden Effekt, Knitterfestigkeit bzw. die schädliche oder negative Effekte, die beim Reinigen und/oder Konditionieren und/oder Tragen auftreten können, wie beispielsweise
Verblassen, Vergrauung, usw., reduziert.
Die Textil-pflegende Verbindung kann vorzugsweise aus Textil-weichmachenden Verbindungen, Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Enzymen, Silikonölen, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffen, Germiziden, Fungiziden, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmitteln, Phobier- und Imprägniermitteln, Quell- und Schiebefestmitteln, UV-Absorber sowie Mischungen daraus ausgewählt werden.
Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Textil-pflegende Verbindung eine Textil-weichmachende Verbindung ist. Dabei ist ganz besonders bevorzugt, dass die Textil-weichmachende Verbindung aus Polysiloxanen, Textil-weichmachenden Tonen, kationischen Polymeren und Mischungen daraus ausgewählt ist.
Die Verwendung von Polysiloxanen und/oder kationischen Polymeren als Textil-pflegende Verbindung in der Schmelzkörper-Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese nicht nur einen weichmachenden Effekt zeigen, sondern auch den Parfümeindruck auf der Wäsche verstärken. Die Verwendung von weichmachenden Tonen als Textil-pflegende Verbindung in der Schmelzkörper- Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese zusätzlich einen Wasser-enthärtenden Effekt aufweisen und so beispielsweise Kalkablagerungen auf der Wäsche verhindert werden können. Um eine optimale Leistung zu erzielen, kann es bevorzugt sein, dass die Schmelzkörper-Zusammensetzung eine Kombination von wenigstens zwei Textil-pflegenden Verbindungen enthält.
Wenn die erfindungsgemäße Schmelzkörper-Zusammensetzung derartige Textil-pflegende Verbindungen enthält, wird sie insbesondere als Textilpflegemittel oder Weichspüler oder als Bestandteil eines solchen Mittels oder auch als Bestandteil eines Waschmittels eingesetzt.
Ein solcher Weichspüler kann im Hauptwaschgang eines automatischen Wasch- oder
Reinigungsverfahrens eingesetzt werden. Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann
beispielsweise zusammen mit dem Wasch- oder Reinigungsmittel in die Trommel oder die
Einspülkammer einer Waschmaschine gegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Spülgang notwendig ist und keine unschönen Ablagerungen in der Einspülkammer auftreten
Weiterhin kann eine solche Schmelzkörper-Zusammensetzung im Waschgang eines
Wäschereinigungsverfahrens eingesetzt werden und so die Textil-pflegende Verbindung und das Parfüm bereits direkt zu Beginn des Waschverfahrens zur Wäsche transportieren, um so ihr volles Potential entfalten zu können. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Schmelzkörper- Zusammensetzung einfacher und besser zu handhaben als flüssige Zusammensetzungen, da keine Tropfen am Flaschenrand zurückbleiben, die bei der anschließenden Lagerung der Flasche
zu Rändern auf dem Untergrund oder zu unschönen Ablagerungen im Bereich des Verschlusses führen. Dasselbe gilt für den Fall, dass bei der Dosierung etwas von der Schmelzkörper- Zusammensetzung versehentlich verschüttet wird. Die verschüttete Menge kann auch einfacher und sauberer entfernt werden.
Ein bevorzugt einsetzbares Polysiloxan weist zumindest folgende Struktureinheit auf
mit
R = unabhängig von einander Ci-C3o-Alkyl, vorzugsweise Ci-C4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
n = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
Es kann bevorzugt sein, dass das Polysiloxan zusätzlich auch folgende Struktureinheit aufweist:
R = Ci-C3o-Alkyl, vorzugsweise Ci-C4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
Y = ggf. substituiertes, lineares oder verzweigtes Ci-C2o-Alkylen, vorzugsweise -(CH2)m- mit m= 1 bis 16, vorzugsweise 1 bis 8, insbesondere 2 bis 4, im speziellen 3,
R2, R3 = unabhängig voneinander H oder gegebenenfalls substituiertes, lineares oder verzweigtes Ci-C3o-Alkyl, vorzugsweise mit Aminogruppen substituiertes Ci-C3o-Alkyl, besonders
bevorzugt -(CH2)b-NH2 mit b = 1 bis 10, äußerst bevorzugt b = 2,
x = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
Weist das Polysiloxan nur die Struktureinheit a) mit R = Methyl auf, handelt es sich um ein Poly- dimethylsiloxan. Polydimethylpolysiloxane sind als effiziente Textil-pflegende Verbindungen bekannt.
Geeignete Polydimethysiloxane umfassen DC-200 (ex Dow Corning), Baysilone® M 50, Baysilone® M 100, Baysilone® M 350, Baysilone® M 500, Baysilone® M 1000, Baysilone® M 1500, Baysilone® M 2000 oder Baysilone® M 5000 (alle ex GE Bayer Silicones).
Es kann allerdings auch bevorzugt sein, dass das Polysiloxan die Struktureinheiten a) und b) enthält. Ein besonders bevorzugtes Polysiloxan weist die folgende Struktur auf:
(CH3)3Si-[0-Si(CH3)2]n-[0-Si(CH3){(CH2)3-NH-(CH2)2-NH2}]x-OSi(CH3)3 wobei die Summe n + x eine Zahl zwischen 2 und 10.000 ist.
Geeignete Polysiloxane mit den Struktureinheiten a) und b) sind beispielsweise kommerziell unter den Markennamen DC2-8663, DC2-8035, DC2-8203, DC05-7022 oder DC2-8566 (alle ex Dow Corning) erhältlich. Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind beispielsweise die im Handel erhältlichen Produkte Dow Corning® 7224, Dow Corning® 929 Cationic Emulsion oder Formasil 410 (GE Silicones).
Als Textil-weichmachende Tone sind insbesondere die bereits oben beschriebenen Smectit-Tone geeignet und hier insbesondere Bentonit.
Geeignete kationische Polymere umfassen insbesondere solche, die in "CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary", Fourth Edition, J. M. Nikitakis, et al, Editors, veröffentlicht durch die Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association, 1991 beschrieben sind und unter der
Sammelbezeichnung„Polyquaternium" zusammengefasst sind. Im Folgenden sind einige geeignete Polyquaternium-Verbindungen genauer aufgeführt.
POLYQUATERNIUM-1 (CAS-Nummer: 68518-54-7)
Definition: {(HOCH2CH2)3N+-CH2CH=CHCH2-[N+(CH3)2-CH2CH=CHCH2]x-N+(CH2CH20H)3}[Cr]x+2 POLYQUATERNIUM-2 (CAS-Nummer: 63451-27-4)
Definition: [-N(CH3)2-CH 2CH2CH2-NH-C(0)-NH-CH2CH 2CH2-N(CH3)2-CH2CH20CH2CH2-]2+ (Cl")2 POLYQUATERNIUM-3
Definition: Copolymer von Acrylamid und Trimethylammoniumethylmethacrylatmethosulfat POLYQUATERNIUM-4 (CAS-Nummer: 92183-41 -0)
Definition: Copolymer von Hydroxyethylcellulose und Diallyldimethylammoniumchlorid
Beispielsweise erhältlich als Celquat® H 100 oder Celquat® L200 (ex National Starch)
POLYQUATERNIUM-5 (CAS-Nummer: 26006-22-4)
Definition: Copolymer von Acrylamid und ß-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniummethosulfat.
POLYQUATERNIUM-6 (CAS-Nummer: 26062-79-3)
Definition: Polymer von Dimethyldiallylammoniumchlorid POLYQUATERNIUM-7 (CAS-Nummer: 26590-05-6)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz bestehend aus Acrylamid- und
Dimethyldiallylammoniumchlorid-Monomeren.
POLYQUATERNIUM-8
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Methyl- und Stearyldimethylaminoethyl- methacrylat, welches mit Dimethylsulfat quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-9
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Polydimethylaminoethylmethacrylat, welches mit Methylbromid quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-1 1 (CAS-Nummer: 53633-54-8)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymer, welches durch Umsetzung von Diethylsulfat mit dem Copolymer von Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethylmethacrylat gebildet wird.
POLYQUATERNIUM-12 (CAS-Nummer: 68877-50-9)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymersalz, welches durch Umsetzung des Ethylmethacrylat/- Abietylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers mit Dimethylsulfat erhältlich ist
POLYQUATERNIUM-13 (CAS Nummer: 68877-47-4)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung des
Ethylmethacrylat/Oleylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers mit Dimethylsulfat erhältlich ist
POLYQUATERNIUM-14 (CAS-Nummer: 27103-90-8)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel -{-CH2-C-(CH3)-[C(0)0-CH2CH2- N(CH3)31}x+ [CH3S04]-x
POLYQUATERNIUM-15 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Copolymer von Acrylamid und ß-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniumchlorid POLYQUATERNIUM-16 (CAS-Nummer: 95144-24-4)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, gebildet aus Methylvinylimidazoliumchlorid und Vinylpyrrolidon
POLYQUATERNIUM-17 (CAS-Nummer: 90624-75-2)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Adipinsäure und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-18
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Azelainsäure und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-19
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinylalkohol mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-20
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinylocta- decylether mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-21 (CAS-Nummer: 102523-94-4)
Definition: Polysiloxan/Polydimethyldialkylammoniumacetat-Copolymer
POLYQUATERNIUM-22 (CAS-Nummer: 53694-17-0)
Definition: Dimethyldiallylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymer
POLYQUATERNIUM-24 (CAS-Nummer: 107987-23-5)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz aus der Umsetzung von Hydroxyethylcellulose mit einem mit Lauryldimethylammonium substituierten-Epoxid
POLYQUATERNIUM-27
Definition: Blockcopolymer aus der Umsetzung von Polyquaternium-2 mit Polyquaternium-17. POLYQUATERNIUM-28 (CAS-Nummer: 131954-48-8)
Definition: Vinylpyrrolidon/Methacrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid-Copolymer POLYQUATERNIUM-29
Definition: Chitosan, welches mit Propylenoxid umgesetzt und mit Epichlorhydrin quaternisiert wurde
POLYQUATERNIUM-30
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel: -[CH2C(CH3)(C(0)OCH3)]x- [CH2C(CH3)(C(0) OCH2CH2N+(CH3)2CH2COO-)]y-
POLYQUATERNIUM-31 (CAS-Nummer. 136505-02-7) POLYQUATERNIUM-32 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Polymer von N,N,N-Trimethyl-2-[(2-methyl-1 -oxo-2-propenyl)oxy]-ethanaminiumchlorid mit 2-Propenamid
POLYQUATERNIUM-37 (CAS-Nummer: 26161-33-1 )
Definition: Homopolymer von Methacryloyltrimethylchlorid
Beispielsweise erhältlich als Synthalen® CR (ex 3V Sigma)
POLYQUATERNIUM-44 (CAS-Nummer: 150595-70-5)
Definition: Quaternäres Ammoniumsalz des Copolymers von Vinylpyrrolidon und quaternisiertem Imidazolin
POLYQUATERNIUM-68 (CAS-Nummer: 827346-45-2)
Definition: Quaternisiertes Copolymer von Vinylpyrrolidon, Methacrylamid, Vinylimidazol und quaternisiertem Vinylimidazol
Es kann bevorzugt sein, dass die Schmelzkörper-Zusammensetzung eine Textil-weichmachende Verbindung und eine oder mehr weitere Textil-pflegende Verbindung(en) enthält.
Die Menge an Textil-pflegender Verbindung in der Schmelzkörper-Zusammensetzung kann, in verschiedenen Ausführungsformen, 0, 1 bis 15 Gew.-% und bevorzugt 2 bis 12 Gew.-% betragen.
Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann optional weitere Inhaltsstoffe enthalten. Um die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften unabhängig von ihrem
Einsatzzweck zu verbessern, werden diese zusätzliche Inhaltsstoffe vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Perlglanzmitteln, Haut-pflegenden Verbindungen, Bitterstoffen und Mischungen daraus.
Um den ästhetischen Eindruck der Schmelzkörper-Zusammensetzung zu verbessern, kann sie mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, sollten eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern aufweisen, um diese nicht anzufärben.
Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann zur Erhöhung des Glanzes auch ein Perlglanzmittel enthalten. Beispiele für geeignete Perlglanzmittel sind Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat.
Weiterhin kann die Schmelzkörper-Zusammensetzung eine hautpflegende Verbindung umfassen.
Unter einer hautpflegenden Verbindung wird eine Verbindung oder eine Mischung aus
Verbindungen verstanden, die bei Kontakt eines Textils mit dem Waschmittel auf das Textil aufziehen und bei Kontakt des Textils mit Haut der Haut einen Vorteil verleihen verglichen mit einem Textil, welche nicht mit der erfindungsgemäßen Schmelzkörper-Zusammensetzung behandelt wurde. Dieser Vorteil kann beispielsweise den Transfer der hautpflegenden Verbindung vom Textil auf die Haut, einen geringeren Wassertransfer von der Haut auf das Textil oder eine geringere Reibung auf der Hautoberfläche durch das Textil umfassen.
Die hautpflegende Verbindung ist vorzugsweise hydrophob, kann flüssig oder fest sein und muss kompatibel mit den anderen Inhaltsstoffen der festen Schmelzkörper-Zusammensetzung sein. Die hautpflegende Verbindung kann beispielsweise
a) Wachse wie Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin, Derivate davon sowie Mischungen daraus;
b) Pflanzenextrakte, zum Beispiel pflanzliche Öle wie Avokadoöl, Olivenöl, Palmöl, Palmenkernöl, Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Erdnussöl, Korianderöl, Ricinusöl, Mohnöl, Kakaoöl, Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Macadamianussöl, Aprikosenkernöl, Haselnussöl, Jojobaöl oder Canolaöl, Kamille, Aloe Vera sowie Mischungen daraus;
c) höhere Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Behensäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren; d) höhere Fettalkohole wie Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol,
Behenylalkohol oder 2-Hexadecanol,
e) Ester wie Cetyloctanoat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Isopropylmyristat,
Myristylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropyladipat, Butylstearat, Decyloleat,
Cholesterolisostearat, Glycerolmonostearat, Glyceroldistearat, Glyceroltristearat, Alkyllactat, Alkylcitrat oder Alkyltartrat;
f) Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Mineralöle, Squalan oder Squalen;
g) Lipide;
h) Vitamine wie Vitamin A, C oder E oder Vitaminalkylester;
i) Phospholipide;
j) Sonnenschutzmittel wie Octylmethoxylcinnamat und Butylmethoxybenzoylmethan;
k) Silikonöle wie lineare oder cyclische Polydimethylsiloxane, Amino-, Alkyl-, Alkylaryl- oder Aryl- substituierte Silikonöle und
I) Mischungen daraus
umfassen.
Die Menge an hautpflegender Verbindung beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 und 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt zwischen 0,3 und 3 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Schmelzkörper-Zusammensetzung. Es kann sein, dass die Haut-pflegende Verbindung zusätzlich auch einen Textil-pflegenden Effekt besitzt.
Um eine orale Aufnahme der Schmelzkörper-Zusammensetzung durch Menschen, insbesondere Kinder, oder Tiere zu verhindern, kann diese einen Bitterstoff wie Bitrex® enthalten.
Beispielrezepturen geeigneter Schmelzkörper-Zusammensetzungen umfassen die folgenden Inhaltsstoffe:
0,01 bis 20, insbesondere 0, 1 bis 20 Gew.-% Parfümöl und/oder Duftstoffkapseln
0,00 bis 5 Gew.-% Bentonit
0,00 bis 30, vorzugsweise 10 bis 25 Gew.-% eines anorganischen Salzes, insbesondere
Natriumsulfat
0,01 bis 30, vorzugsweise 10 bis 25 Gew.-%, noch bevorzugter 20 bis 25 Gew.-% eines
Polysaccharids, insbesondere Stärke, oder 0,01 bis 30, vorzugsweise 1 bis 10, noch bevorzugter 2 bis 7 Gew.-% einer pyrogenen oder Fällungskieselsäure,
0,0001-1-% Farbstoff
bis zu 0,002 % Aktivsubstanzgehalt Bitrex®
ad 100 Gew.-% Polyethylenglykol mit 4000 bis 15.000 g/mol, vorzugsweise 6.000 bis 8.000 oder 9.000 bis 13.000 g/mol.
Bei der Schmelzkörper-Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine feste, partikuläre Zusammensetzung. Die einzelnen Partikel der Zusammensetzung können dabei als Schmelzkörper bezeichnet werden, die bei Raumtemperatur und Temperaturen bis 30°C, vorzugsweise bis 40°C fest sind.
Ein Verfahren zur Herstellung derartiger Schmelzkörper kann mittels bekannter Batch-Verfahren, in denen die Inhaltsstoffe gemischt und gemeinsam erwärmt bzw. einer oder mehrere der Inhaltstoffe vorgelegt und erwärmt und dann sukzessive die übrigen Inhaltsstoffe zugegeben werden, erfolgen. Die so erhaltenen Schmelze kann dann einer Abkühlung und Umformung unterzogen werden. Alternativ können auch Verfahren eingesetzt werden, die die folgenden Schritte umfassen:
(a) kontinuierliches Erzeugen und Fördern einer Schmelze umfassend das mindestens eine wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpolymer sowie optional des mindestens einen Polysaccharids, der mindestens einen pyrogenen Kieselsäure, der mindestens einen Fällungskieselsäure und optional des mindestens einen anorganischen Salzes;
(b) kontinuierliches Zudosieren des mindestens einen Duftstoffs zu der Schmelze umfassend das mindestens eine wasserlösliche oder wasserdispergierbare Trägerpolymer;
(c) Mischen der Schmelze umfassend das mindestens eine wasserlösliche oder
wasserdispergierbare Trägerpolymer und des mindestens einen Duftstoffs; und
(d) Abkühlen und optional Umformen der Mischung um parfümhaltige Schmelzkörper zu erhalten.
Alternativ können auch das mindestens eine Polysaccharid/die mindestens eine Kieselsäure und optional das mindestens eine anorganische Salz nicht in Schritt (a), sondern erst in Schritt (b) oder einem oder mehreren separaten Schritten (b1 ), (b2), etc., die jeweils vor oder nach Schritt (b) oder (c) durchgeführt werden können, zudosiert werden. Der Mischschritt (c) kann dann nach jedem Zudosierschritt oder nur nach einem oder mehreren Zudosierschritten erfolgen.
Die so hergestellten Schmelzkörper können jede beliebige Form haben. Die Formgebung erfolgt dabei insbesondere in Schritt (d) des beschriebenen Verfahrens. Bevorzugt sind dementsprechend feste, partikuläre Formen, wie beispielsweise im Wesentlichen sphärische, schuppen-, quader-, zylinder-, kegel-, kugelkalotten- bzw. linsen-, hemisphären-, scheibchen- oder nadeiförmige Partikel oder auch figürliche Formen. Dabei beträgt die maximale Ausdehnung der Partikel in einer räumlichen Dimension vorzugsweise von 0,5 bis 10 mm, insbesondere 0,8 bis 7 mm und besonders bevorzugt 1 bis 3 mm. Das bedeutet, dass, beispielsweise im Falle von sphärischen Partikeln, der Durchmesser der Partikel von 0,5 bis 10 mm, insbesondere 0,8 bis 7 mm und besonders bevorzugt 1 bis 3 mm beträgt. Üblicherweise liegt das Gewicht der einzelnen Partikel zwischen 2 bis 150 mg, vorzugsweise zwischen 5 bis 10 mg.
In verschiedenen Ausführungsformen erfolgt das Schmelzen in Schritt (a) der hierin beschriebenen Verfahren durch Erwärmen auf eine Temperatur, die nicht mehr als 20 °C über dem Schmelzpunkt des Trägerpolymers liegt. Das Schmelzen kann mit allen üblichen und den Fachmann bekannten Verfahren und Vorrichtungen erfolgen. Die Schmelze, die das mindestens eine Trägerpolymer enthält, wird beispielsweise kontinuierlich erzeugt, indem das mindestens eine Trägerpolymer und ggf. weitere Bestandteile des Schmelzkörpers kontinuierlich einer entsprechenden Vorrichtung zugeführt werden, in welcher sie erwärmt und die so erzeugte Schmelze weitergefördert, beispielsweise gepumpt wird.
In einem nächsten Schritt kann dann der mindestens eine Duftstoff kontinuierlich zu der Schmelze zudosiert. Dazu wird der mindestens eine Duftstoff vorzugsweise in flüssiger Form eingesetzt, beispielsweise als Parfümöl, Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel oder als Aufschlämmung von Parfümkapseln in einem, typischerweise wasser-haltigen, Lösungsmittel.„Flüssig" wie in
diesem Zusammenhang verwendet, bedeutet unter den Einsatzbedingungen flüssig, vorzugsweise bei 20°C flüssig.
Bei der Herstellung kann der Durchfluss optional mittels Durchflussmengenmessung der einzelnen Dosierströme, d.h. der Schmelze, des Duftstoffstroms und ggf. weitere Inhaltsstoffströme gesteuert werden. Hierüber lassen sich beispielsweise auch die Mengenverhältnisse der einzelnen
Bestandteile einstellen. Die Inhaltstoffe neben dem Trägerpolymer(en) und den Duftstoffen können entweder direkt mit dem Trägerpolymer zusammen als Schmelze erzeugt werden, mit den Duftstoffen zusammen oder separat zu der Schmelze zudosiert werden. Bei letzterer Alternative kann die Zudosierung vor oder nach Zudosierung der Duftstoffe erfolgen. Wie bereits oben beschrieben, können so das mindestens eine Polysaccharid/die mindestens eine
pyrogene/Fällungskieselsäure sowie optional auch das mindestens eine anorganische Salz gemeinsam oder getrennt voneinander in Schritt (a) oder Schritt (b) oder einem oder mehreren weiteren Schritten zudosiert werden. Es ist auch möglich, eine der beiden vorgenannten
Komponenten in einem Schritt und die andere der beiden vorgenannten Komponenten in einem anderen Schritt hinzu zu dosieren.
Das Mischen der vereinigten Dosierströme kann dann jeweils direkt nach dem Zudosieren oder stromabwärts nach Zudosierung mehrerer oder aller Inhaltsstoffe mit geeigneten Mischern, wie üblichen statischen oder dynamischen Mischaggregaten erfolgen.
Nach dem Mischen wird die Schmelze, die das Trägerpolymer, die Duftstoffe und das mindestens eine Polysaccharid und/oder die mindestens eine pyrogene oder Fällungskieselsäure sowie ggf. weitere Inhaltsstoffe, wie insbesondere anorganische Salze, enthält, abgekühlt und optional der Umformung zugeführt, wo die Schmelze erstarrt und ihre endgültige Form erhält. Geeignete Verfahren zur Formgebung sind dem Fachmann bekannt. Übliche Formen wurden bereits oben beschrieben.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der hierin beschriebenen festen, partikulären
Zusammensetzung (Schmelzkörper) als Textilpflegemittel, vorzugsweise Beduftungsmittel und/oder Weichspüler, zum Beduften und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden. Die Schmelzkörper können dabei ein Textilbehandlungsmittel, wie beispielsweise ein Weichspüler oder ein Teil eines solchen Mittels sein.
Ferner betrifft die Erfindung ein Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend die erfindungsgemäße Zusammensetzung.
Durch das Einbringen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in ein Wasch- oder
Reinigungsmittel steht dem Verbraucher ein Textil-pflegendes Wasch- oder Reinigungsmittel
(„2in1 "-Wasch- oder Reinigungsmittel) zur Verfügung und er braucht nicht zwei Mittel zu dosieren sowie keinen separaten Spülgang. Da die erfindungsgemäß hergestellten Zusammensetzungen parfümiert sind, muss nicht auch das Wasch- oder Reinigungsmittel parfümiert werden. Dies führt nicht nur zu geringeren Kosten, sondern ist auch für Verbraucher mit empfindlicher Haut und/oder Allergien vorteilhaft.
Die hierin beschriebenen Schmelzkörper-Zusammensetzungen eignen sich insbesondere zum Konditionieren von textilen Flächengebilden und werden dazu zusammen mit einem
herkömmlichen Wasch- oder Reinigungsmittel im (Haupt)Waschgang eines herkömmlichen Wasch- und Reinigungsprozesses mit den textilen Flächengebilden in Kontakt gebracht.
Ist die erfindungsgemäße Schmelzkörper-Zusammensetzung Teil eines Wasch- oder
Reinigungsmittels, kann ein festes Wasch- oder Reinigungsmittel vorzugsweise mit 1 bis 20 Gew.-%, insbesondere mit 5 bis 15 Gew.-%, der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gemischt werden.
Die im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beschriebenen sind ebenso auf Verfahren zur Herstellung derselben, die diese enthaltenden Wasch- und
Reinigungsmittel sowie die hierin beschriebenen Verwendungen übertragbar und umgekehrt.
Beispiele
Beispiel 1 : Rezeptur von Schmelzkörperformulierungen enthaltend anorganisches Salz ohne Polysaccharid
Tabelle 1 : Vergleichsbeispielrezepturen
Die Formulierungen VG1-VG4 sind im geschmolzenen Zustand (ca. 70 °C) nicht sedimentationsstabil.
Beispiel 2: Rezeptur von Schmelzkörperformulierungen enthaltend Polysaccharid
Tabelle 2: Beispielrezeptur mit Polysaccharid
Inhaltsstoff [kg] [Gew.-%]
PEG 6000 250,00 73,90
Maisstärke 67,66 20,00
Parfümkapseln (Slurry) 10, 15 3,00
Parfüm 6,77 2,00
Laundrosil DGA (Bentonit) 3,38 1 ,00
Farbstoff 0,34 0, 10
Summe 338,30 100,00
Die Rezeptur wurde angerührt und über 24 h abgedeckt stehen gelassen. Es war keine Sedimentation zu beobachten.
Beispiel 3: Rezeptur von Schmelzkörperformulierungen enthaltend anorganisches Salz
Tabelle 3: Beispielrezeptur mit anorganischem Salz
Inhaltsstoff [kg] [Gew.-%]
PEG 6000 250,00 73,90
Natriumsulfat 67,66 20,00
Parfümkapseln (Slurry) 10, 15 3,00
Parfüm 6,77 2,00
Laundrosil DGA (Bentonit) 3,38 1 ,00
Farbstoff 0,34 0, 10
Summe 338,30 100,00
Die Rezeptur wurde angerührt und über 42 h abgedeckt stehen gelassen, wobei die sedimentierte Mischung nach 20 h neu aufgerührt wurde. Die beobachtete Sedimentation ist in Tabelle 4 zusammengefasst:
Tabelle 4: Sedimentationshöhe
Zeit [h] Sedimentationshöhe [mm]
0 0
20* 15
20** 0
20,5 3
21 5
22 7
42 14
* vor dem Aufrühren; ** nach Aufrühren der Mischung
Beispiel 4: Rezepturen von Schmelzkörperformulierungen enthaltend Polysaccharid, pyrogene Kieselsäure oder Fällungskieselsäure
Tabelle 5: Beispielrezeptur mit Polysaccharid oder Kieselsäure (Mengen in Gew.-%)
Inhaltsstoff (in
E1 E2 E3 E4 E5 E6 Gew.-%)
PEG 6000 69,20 64,20 82,20 79,20 87,20 84,20
Maisstärke
20,00 25,00 - - - - (Collamyl 8412)
Sipernat 22 S - - 7,00 10,00 - -
Aerosil 200 - - - - 2,00 5,00
Parfümkapseln
5,50 5,50 5,50 5,50 5,50 5,50 (Slurry)
Parfüm 4,20 4,20 4,20 4,20 4,20 4,20
Laundrosil DGA
1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 (Bentonit)
Farbstoff 0,10 0, 10 0, 10 0, 10 0,10 0, 10
Summe 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00
Ebenfalls die folgenden Zusammensetzungen werden offenbart:
Beispiel 5: Rezeptur von Schmelzkorperformulierungen enthaltend anorganisches Salz ohne Polysaccharid
Tabelle 6: Vergleichsbeispielrezepturen
Beispiel 6: Rezeptur von Schmelzkorperformulierungen enthaltend Polysaccharid
Tabelle 7: Beispielrezeptur mit Polysaccharid
Inhaltsstoff [kg] [Gew.-%]
PEG 12000 250,00 73,90
Maisstärke 67,66 20,00
Parfümkapseln (Slurry) 10, 15 3,00
Parfüm 6,77 2,00
Laundrosil DGA (Bentonit) 3,38 1 ,00
Farbstoff 0,34 0, 10
Summe 338,30 100,00
Beispiel 7: Rezeptur von Schmelzkörperformulierungen enthaltend anorganisches Salz
Tabelle 8: Beispielrezeptur mit anorganischem Salz
Inhaltsstoff [kg] [Gew.-%]
PEG 12000 250,00 73,90
Natriumsulfat 67,66 20,00
Parfümkapseln (Slurry) 10, 15 3,00
Parfüm 6,77 2,00
Laundrosil DGA (Bentonit) 3,38 1 ,00
Farbstoff 0,34 0, 10
Summe 338,30 100,00
Beispiel 8: Rezepturen von Schmelzkörperformulierungen enthaltend Polysaccharid, pyrogene Kieselsäure oder Fällungskieselsäure
Tabelle 9: Beispielrezeptur mit Polysaccharid oder Kieselsäure (Mengen in Gew.-%)
Inhaltsstoff (in
E7 E8 E9 E10 E11 E12 Gew.-%)
PEG 12000 69,20 64,20 82,20 79,20 87,20 84,20
Maisstärke
20,00 25,00 - - - - (Collamyl 8412)
Sipernat 22 S - - 7,00 10,00 - -
Aerosil 200 - - - - 2,00 5,00
Parfümkapseln
5,50 5,50 5,50 5,50 5,50 5,50 (Slurry)
Parfüm 4,20 4,20 4,20 4,20 4,20 4,20
Laundrosil DGA
1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 1 ,00 (Bentonit)
Farbstoff 0,10 0, 10 0, 10 0, 10 0,10 0, 10
Summe 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00