Strahlungsquelle sowie Lichtleiteinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Strahlungsquelle vorzugsweise zur medizinischen oder dentalmedizinischen Verwendung, insbesondere ein Lichthärtgerät zum Polymerisieren von Dentalmaterialien, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , sowie eine Lichtleiteinrichtung für eine solche Strahlungsquelle bzw. ein solches Lichthärtgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
Der Begriff Licht, wie er hier in Beschreibung und Ansprüchen verwendet wird, steht dabei nicht nur für elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Spektralbereich, sondern ebenso auch für elektromagnetische Strahlung im UV- und nahen Infrarotbereich. Wenn im Folgenden von den bevorzugt eingesetzten Leuchtdioden (bzw. LEDs oder LED-Chips) die Rede ist, so sollen diese Begriffe ebenso auch andere sichtbares Licht-, UV- und/oder nahes Infrarot emittierende Leuchtmittel und Strahlungsquellen, insbesondere Halbleiter- Strahlungsquellen einschließen, die - aus Gründen der besseren Lesbarkeit - nicht an allen Stellen aufgezählt werden sollen. Auch, wenn an einigen Stellen lediglich von Lichthärtgeräten die Rede ist, versteht sich für den Fachmann von selbst, dass die entsprechenden Aussagen in gleicher Weise auch für andere Strahlungsquelle Gültigkeit haben und auf diese ebenfalls zu beziehen sind.
Derartige Lichthärtgeräte sind seit langem bekannt.
Ein Beispiel für eine Realisierung eines Lichtleiters aus den 70er Jahren lässt sich der DE 23 52 670 entnehmen. Bereits seinerzeit wurden biegsame Lichtleiter, die aus einer einzigen Faser bestehen, als bekannt angesehen. Die Druckschrift weist auch die Realisierung von lichtleitenden Flüssigkeiten und einen biegsamen Plastikschlauch für die Be-
reitstellung eines Lichtleiters als bekannt nach.
Lichtleiter, die aus einer einzigen Faser bestehen und auch als Lichtleitstab bezeichnet werden können, sind im Grunde vergleichsweise steif und lassen sich insofern schlecht biegen. Flüssigkeitsgefüllte Lichtleiter sind andererseits gerade bei Anwendungen im Oralbereich ungünstig, denn es besteht die Gefahr, dass der Patient - versehentlich - auf den Lichtleiter beißt und so ein Leck erzeugt.
In den 80er Jahren, aber auch bis heute, ist man daher typischerweise zu Mehrfaser- Lichtleitern übergegangen; als Beispiel hierfür sei die DE 297 09 785 genannt.
Mehrfaser-Lichtleiter, die auch als multicore Lichtleiter bezeichnet werden haben den Vorteil der wesentlich verbesserten Biegbarkeit. Der Zahnarzt kann so dem Lichtleiter endsei- tig die gewünschte Form geben, um den Lichtaustritt an der gewünschten, teilweise tiefliegenden Stelle, zu erhalten.
Gleiches gilt übrigens für die Verwendung von Lichtleitern für Lichtsensoren für Dentalkameras, aber auch beispielsweise für die Verwendung von Lichtleitern in Endoskopen, die ebenfalls enge Krümmungsradien benötigen.
Es ist bereits seit langer Zeit bekannt, dass man durch optisch additive Mischungen von Grundfarben wie Rot, Gelb und Blau weisses Licht erzeugen kann. Dies wird ausgenutzt, indem LEDs entsprechender Farbgebung eng benachbart nebeneinander angeordnet werden, und deren Lichtemission dem Lichtleiter zugeleitet wird.
Zwar sind in neuerer Zeit auch sogenannte weisse LED bekannt geworden. Diese sind jedoch derzeit noch vergleichsweise teuer, und durch die Lichtmischung lässt sich auch der genaue Farbton besser an die Bedürfnisse anpassen. Es ist auch möglich, ein bestimmtes Emissionsspektrum auszuwählen.
Wenn eine einzige LED oder ein LED-Chip als Lichtquelle verwendet wird, erfolgt die Lichtemission primär an der Oberseite des LED-Chips, die typischerweise etwa 1 mm2 groß ist. Wenn nun ein muiticorer Lichtleiter, der typischerweise einen Durchmesser von 6 bis 13 mm aufweist, vor dem LED-Chip montiert wird, trifft die Haupt-Lichtemission typi-
scherweise lediglich die 6 oder 7 inneren Fasern, während die äußeren Lichtleitfasern nur zu einem ganz geringen Teil ausgenutzt werden.
Um dies zu verhindern, ist es bekannt geworden, eine Sammellinse am Lichteingangssei- tigen Ende der Lichtleitfasern einzusetzen. Andererseits bedeutet das zusätzliche Vorsehen einer Sammellinse zwei weitere optische Grenzflächen mit den entsprechenden Reflexionen, so dass der Wirkungsgrad sinkt.
In beiden genannten Anwendungsfällen greift man daher gerne auf monocore Lichtleiter oder Lichtleitstäbe zurück, insbesondere da die gesamte Querschnittfläche des Lichtleiters bei monocorer Technik vom optisch wirksamen Medium eingenommen werden kann, im Gegensatz zu den Ausbeuteverlusten, die durch die Verwendung von multicoren Lichtleitern entstehen.
Bisher übliche Lichtquellen zur medizinischen oder dentalmedizinischen Verwendung, z.B. zum Polymerisieren von Dentalmaterialien, nach dem Stand der Technik waren zur Emission bestimmter festgelegter Emissionsspektren konstruiert und ausgelegt.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Strahlungsquelle vorzugsweise zur medizinischen oder dentalmedizinischen Verwendung, insbesondere ein Lichthärtgerät zum Polymerisieren von Dentalmaterialien, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Lichtleiteinrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 15 zu schaffen, die (bzw. das) zum einen einfach und kostengünstig herstellbar und universell verwendbar und zum anderen gerade bei medizinischen, bevorzugt zahnmedizinischen Anwendungen ergonomischer handhabbar ist, und deren (bzw. dessen) Lichtfarbe und/oder Emissionsspektrum und/oder spektrale Strahlungsleistung der abgegebenen Strahlung an Einsatzzweck und Anwendungsfall anpassbar ist, ohne dass die Lichtemission oder die Handhabbarkeit leiden würde.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Strahlungsquelle bzw. des Lichthärtgeräts erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Hinsichtlich der Lichtleiteinrichtung für ein solches Gerät wird die Aufgabe durch Anspruch 15 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der Beschreibung und insbesondere aus
den Unteransprüchen. Sämtliche offenbarten technischen Merkmale aus der Beschreibung und den Unteransprüchen sind dabei nach den Fachkenntnissen des einschlägigen Fachmanns frei miteinander kombinierbar und können in Verbindung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 bzw. 15 gemeinsam technisch realisiert werden.
Durch die Erfindung lässt sich überraschenderweise - bei sehr einfacher und kostengünstiger Ausführung und ohne Erhöhung von Platzbedarf oder Baulänge - gerade durch das Zusammenwirken zwischen der Reflektoranordnung, die die Strahlung direkt in den Lichtmischkörper einkoppelt, und diesem Lichtmischkörper, ein sehr hoher Grad an Lichtdurchmischung erzielen, und hierdurch erstaunlicherweise bei Einsatz von Lichtquellen, insbesondere LEDs, die sich hinsichtlich ihrer Lichtfarbe und/oder ihres Emissionsspektrums unterscheiden und die getrennt voneinander ansteuerbar sind, ein entsprechendes Gerät bereitstellen, dessen Lichtfarbe und/oder Emissionsspektrum und/oder spektrale Strahlungsleistung der abgegebenen Strahlung an Einsatzzweck und Anwendungsfall anpassbar ist, ohne dass die Lichtemission oder die Handhabbarkeit leiden würde.
Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass sich überraschenderweise durch die Kombination von monocoren und multicoren Lichtleitern die Vorteile beider erzielen lassen, ohne dass dies mit den zu erwartenden Nachteilen erkauft würde. Die bei multicoren Lichtleitern bestehende schlechte Lichtdurchmischung wird vollständig vermieden, ebenso wie die nur partielle Lichtbeaufschlagung, die auf die zentralen Lichtleitfasern fokussiert ist. Es ist nicht erforderlich, eine Sammellinse oder andere aufwendige Lichtmischvorrichtungen eingangsseitig zu verwenden; vielmehr kann die von dem oder den LED-Chips emittierte Lichtstrahlung unmittelbar dem monocoren Lichtleiter zugeleitet werden. Dieser nimmt sie aufgrund der vergleichsweise großen Lichteintrittsfläche vollständig auf und leitet sie nach vorne.
Die vorliegende Erfindung erlaubt es, das in einer Lichterzeugungseinrichtung erzeugte Licht zu homogenisieren und zu mischen und über die gesamte Querschnittsfläche des Lichtleiters zu verteilen, so dass am Ausgang des Lichtleiters eine Fläche homogen hinsichtlich Helligkeit und spektraler Verteilung ausgeleuchtet werden kann. Dabei ermöglicht sie eine wirkungsvolle, einfache und verlustarme Einkopplung des emittierten Lichts, wie es insbesondere von mehreren Leuchtdioden oder anderen Halbleiterstrahlungsquellen erzeugt wird, in den Lichtleiter.
In einer modifizierten Ausgestaltung der Erfindung sind mehr als ein multicorer und/oder mehr als ein monocorer Abschnitt miteinander verbunden. Dies ist beispielsweise dann günstig, wenn der Lichtleiter sehr lang ist und über seinen Verlauf Stellen aufweist, an denen er stark abgebogen werden muss. Dort sind dann multicore und im übrigen monocore Abschnitte ausgebildet.
Während typischerweise Lichtleitfasern eine 15% geringere Lichtausbeute bieten als monocore Lichtleiter, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, diese Ausbeuteverluste mindestens zu halbieren. Wenn lediglich das vordere, also lichtaustrittsseitige Drittel des Lichtleiters multicor und die rückwärtigen zwei Drittel des Lichtleiters monocor ausgebildet ist, sind die Ausbeuteverluste von 15 auf 5% reduziert.
Besonders günstig ist es auch, dass erfindungsgemäß verhindert wird, dass ein Bild des LED-Chips durch Lichtleitfasern oder multicore Lichtleiter abgebildet wird. In dem mono- coren Lichtleitabschnitt wird eine starke Durchmischung erzeugt, die so für die Lichtvergleichmäßigung sorgt.
Dennoch lassen sich bei Realisierung mehrerer verschiedenfarbiger LED-Chips die erwünschten Emissionsspektren bereitstellen, und zwar ohne dass eine zusätzliche Sammellinse und weitere aufwendige Homogenisationseinnchtungen eingesetzt werden müss- te. Dies gilt insbesondere auch für die typischerweise drei im Dreieck angeordneten verschiedenfarbigen Lichtleitchips, die beispielsweise Ihre Emissionsmaxima im roten, grünen und blauen Spektralbereich aufweisen und aus denen jegliche Lichtfarbe durch additive Lichtmischung erzeugt werden kann.
Ebenso lässt sich die erfindungsgemäße Lösung äußerst kostengünstig und mit nur minimalen konstruktiven Veränderungen in allen herkömmlichen Geräte integrieren. Darüber hinaus ist auch eine sehr einfache Montage oder Austausch von Lichtleitern in der ärztlichen oder zahnärztlichen Praxis oder beispielsweise im Dentallabor möglich. Zudem ist die erfindungsgemäße Lösung auch überaus wartungsfreundlich in der Servicewerkstatt.
Erstaunlicherweise lässt sich mit der erfindungsgemäßen Lichtmischeinrichtung, trotz Ihres einfachen Aufbaus und ihrer sehr kurzen Baulänge, d. h. auch sehr kurzen Licht-
mischstrecke innerhalb des Lichtmischkörpers - insbesondere im Zusammenspiel mit der im Stand der Technik üblichen Reflektoranordnung in der Lichterzeugungseinrichtung der Geräte - sowie durch den mehrfachen Phasenübergang bzw. Grenzflächenwechselwirkungen zwischen Festkörper und Luft und wieder Festkörper im Lichtweg des Strahlengangs eines solchen Gerätes, also beispielsweise Leuchtdiode/Luft, Luft/ Reflektor, Reflektor /Luft, Luft/ Schutzglas, Schutzglas/Luft, Luft/Lichtmischkörper, Lichtmischkörper /Luft, Luft/Faserbündel - auch durch Grenzflächenreflexionen und resultierende Laufzeitunterschiede unterschiedlicher Strahlenbündel im Strahlengang und deren Überlagerung ein unerwartet hohes Maß an Homogenisierung hinsichtlich der Intensitätsverteilung und der spektralen Emissionskurven über die gesamte Austrittsfläche des Lichtleiterfaserbündels hinweg erzielen. Gleichzeitig treten jedoch nur äußerst geringe Lichtverluste hinsichtlich der gesamten von den Leuchtdioden erzeugten Strahlungsenergie bis zum Austrittsende des Lichtleiterfaserbündels auf.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass die Verwendung teurer Faserbündel mit randomisierter Anordnung der Einzelfasern zukünftig nicht mehr notwendig ist, wodurch einerseits erhebliche Kosten bei der Fertigung der Lichtleiter eingespart werden können und andererseits mechanische Probleme, wie Verdrillung und Quetschung der Fasern, durch die thermische Ausdehnung im Betrieb und beim Autokla- vieren nicht mehr auftreten.
Weiterhin ist es durch die erfindungsgemäße Lösung sehr einfach und kostengünstig möglich, Beleuchtungsvorrichtungen oder Lichthärtvorrichtungen bereitzustellen deren emittierte Arbeitsspektren mittels additiver Lichtmischung der Spektren von Leuchtdioden mit unterschiedlichen Emissionsspektren durch eine entsprechende elektronische An- steuerung der verschiedenen Leuchtdioden synthetisiert werden kann. Besonders überraschend ist, dass durch die spezifische Konstruktion der erfindungsgemäßen Lösung lediglich unter Verwendung einfachster optischer Mittel bereits ein sehr hohes Maß an Homogenisierung hinsichtlich Lichtintensität und Emissionsspektren über den gesamten Beleuchtungsquerschnitt erzielt werden kann und gleichzeitig der Wirkungsgrad der Lichtübertragung verbessert und die Verlustleistung verringert werden kann.
Vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Lichtmischeinrichtung optimal im Bezug auf die Leuchtdioden oder Halbleiterstrahlungsquellen positioniert werden. Dabei können
die Positionierungsparameter derartig gewählt werden, dass die Eintrittsfläche des Lichtmischkörpers "Out of focus" bezüglich jeweiliger Brennpunkte von den Leuchtdioden oder Halbleiterstrahlungsquellen zugeordneten Reflektoren platziert ist und einerseits möglichst vollflächig von den Eintrittsstrahlenbündeln ausgeleuchtet wird und andererseits der Eintrittswinkelbereich der eintretenden Strahlung möglichst vollständig den durch die numerische Apertur des Lichteintrittsendes des Lichtmischkörpers vorgegebenen Eintitts- oder Akzeptanzkegel ausgeschöpft wird.
Als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung wird jede unnötige zusätzliche Biegung im Strahlengang des Lichtwegs vermieden. Insbesondere können auch jegliche Krümmungen innerhalb eines (monocoren) Lichtleitstabs entfallen, die, wie es sich gezeigt hat, zu erheblichen zusätzlichen Lichtverlusten innerhalb des Lichtweges führen und den Wirkungsgrad beträchtlich verschlechtern.
Überraschenderweise zeigt sich zudem als Vorteil der Erfindung, dass bereits ein Lichtmischkörper mit geringer Baulänge, welche in der Größenordnung des Durchmessers des Lichtmischkörpers liegt, dazu in der Lage ist, das Licht von verschiedenfarbigen LED-Cips oder Halbleiterstrahlungsquellen oder deren unterschiedliche Emissionsspektren gut zu durchmischen, so dass gut durchgemischtes Licht in den multicoren Abschnitt des Lichtleiters eintritt und keine Farbvarianz über die Lichtaustrittsfläche des Lichtleiters feststellbar ist.
In erfindungsgemäß besonders günstiger Weise kann der Übergang zwischen dem mono- core und dem multicoren Abschnitt des Lichtleiters unter Beibehaltung des Brechungsindex erfolgen. Hierzu kann ein Glasklebstoff oder ein Zementklebstoff eingesetzt werden, dessen Brechungsindex dem des verwendeten optischen Materials für den Lichtleiter entspricht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, den Lichtleiter über eine Hülse auszusteifen, die sich besonders bevorzugt über den Übergang zwischen den monocoren und dem multicoren Abschnitt erstreckt. Die Hülse hat den zusätzlichen Vorteil, dass ein Steifigkeitssprung verhindert wird, der die Belastbarkeit des Lichtleiters gegen Scherbeanspruchung durch seitliche Anlage an dem Applikationsort reduziert. Die eingeleiteten Kräfte werden von dem multicoren Abschnitt mindestens teilweise auf den
steiferen monocoren Abschnitt übergeleitet. Dennoch ist die Biegbarkeit und Flexibilität des vorderen Endes des Lichtleiters in großem Umfang gegeben, also an der Stelle, an welcher die Biegbarkeit in der praktischen Anwendung essentiell ist.
Bevorzugt besteht die Hülse aus Metall, insbesondere aus rostfreien Stahl und weist eine Wandstärke auf, die weniger als ein Fünftel, insbesondere weniger als ein Fünfzehntel des Durchmessers des Lichtleiters beträgt. Alternativ kann die Hülse einen hochtempera- turbestängigen Kunststoff, insbesondere einem Sulfon-, Etherketon-, oder Imid- Kunststoff, oder -Kunststoff-Verbundwerkstoff - aufweisen, mit welcher der Lichtmischkörper vorzugsweise kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig verbunden ist. Hierdurch kann einerseits die erforderliche Temperaturbeständigkeit, mechanische Festigkeit und Formstabilität der Verbindungsschnittstelle gewährleistet werden und andererseits aufgrund der elastischen Eigenschaften der entsprechenden Kunststoffwerkstoffe eine Aufnahmefähigkeit für thermische Ausdehnungsbewegungen und Begrenzung thermischer Verspannungen erzielt werden. Zugleich ermöglichte eine solche Verbindungsschnittstelle aus einem derartigen Kunststoffwerkstoff den gezielten Einsatz von Presspassungen und/oder Vorspannungen einerseits zwischen der Verbindungsschnittstelle und dem Lichtmischkörper, welcher in diesem Fall vorzugsweise kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig mit der Verbindungsschnittstelle verbunden sein kann wie auch zwischen der Verbindungsschnittstelle und dem Anschlussbauteil, an dem die Verbindungsschnittstelle unter Einsatz einer Presspassung und/oder Vorspannung spielfrei und sicher gegenüber Temperaturwechseln befestigt sein kann.
Besonders bevorzugt erfolgt ferner ein Übergang von dem monocoren Abschnitt auf den multicoren Abschnitt unmittelbar, also ohne Luftschicht, und der Brechungsindex ändert sich über den Verlauf des Übergangs um weniger als 50 %, insbesondere um weniger als 20 %.
Verglichen mit dem aus der DE-OS 23 52 670 bekannten biegsamen monocoren Lichtleiter weist der multicore Abschnitt zudem den Vorteil auf, dass die Ausbeuteverluste im Verhältnis zum geraden Verlauf des Lichtleiters sinken. Ein stark gebogener multicorer Lichtleiter hat typischerweise eine geringere Dämpfung als ein in gleichem Radius gebo¬ gener monocorer Lichtleiter, so dass erfindungsgemäß für den geraden Bereich des Lichtleiters der Lichtleitertyp (Monocore) mit den dort geringsten Verlusten mit dem Lichtleiter-
typ (Multicore) kombiniert wird, der für den gebogenen Bereich die geringsten Verluste aufweist.
Besonders günstig ist es, wenn der multicore Abschnitt eine Biegung aufweist oder abge- kröpft ist, insbesondere dem lichtaustrittseitigen Ende benachbart. Durch eine solche Formgebung und Anordnung wird die Handhabung im Gebrauch erheblich verbessert und erleichtert. Hierbei werden die Lichtverluste gering gehalten.
In weiterer besonders günstiger Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dem mo- nocoren Abschnitt eine Länge zu geben, die mindestens seinem 5-fachen Durchmesser entspricht. Es versteht sich, dass die Länge aber auch in beiden Bereichen variierbar ist, beispielsweise vom doppelten, dreifachen, bis zum sieben- oder gar zehnfachen des Durchmessers.
Günstigerweise sind der monocore und/oder der multicore Abschnitt zumindest über einen Teil ihrer Länge konisch ausgebildet, insbesondere sich zum lichtaustrittseitigen Ende hin verjüngend. Hierdurch lässt der Lichtleiter schlanker gestalten, was die Handhabung beispielsweise im Mund eines Patienten erleichtert, und/oder die Strahlungsenergie beispielsweise aus einem größeren Diodenarray auf beispielsweise eine kleinere Behandlungsfläche konzentrieren.
In erfindungsgemäß günstiger Weise bestehen sowohl der monocore als auch die Einzelfasern des multicoren Abschnitts aus einem Kernglas und einem Mantelglas. In an sich bekannter Weise unterscheiden sich diese stark in ihrem Brechungsindex, was zur erwünschten Vollreflexion führt. Durch einen solchen koaxialen Aufbau des Lichtmischkörpers aus zwei unterschiedlichen transparenten Materialien, vorzugsweise aus zwei Glassorten, mit unterschiedlichen Brechungsindices können die Strahlungsverluste bei der Totalreflexion vermindert und eine bessere Führung der Strahlung bewirkt werden. Im Unterschied zu üblichen Lichtleitern, wie sie beispielsweise im Bereich der Lichtwellenleittech- nik verbreitet eingesetzt werden, besteht bei dem hier angegebenen Lichtmischkörper vorzugsweise ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies von Kern- und Mantelschicht, der vorzugsweise mindestens 0,1 Einheiten beträgt. Ein solcher größerer Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies vergrößert die numerische Apertur des Lichtmischkörpers und erlaubt auch das "Einfangen" von einfallenden Licht-
strahlen, die stark vom Einfallslot der Lichteintrittsfläche des Lichtmischkörpers abweichen und gewährleistet so eine Vergrößerung des Eintrittskegels für die Strahlung der Lichterzeugungseinrichtung. Als weiterer Vorteil vergrößert sich der Winkelbereich für die Totalreflexion der im Lichtmischkörper fortgeleiteten Strahlung und der Reflexionskoeffizient verbessert sich erheblich. Anstelle von Gläsern können für Kern- und/oder Mantelbereiche des Lichtmischkörpers auch andere transparente anorganische Werkstoffe oder Keramiken aber auch organische Gläser mit oder ohne Dotierung oder transparente Kunststoffwerkstoffe eingesetzt werden.
In weiterer günstiger Ausgestaltung ist an der äußeren Oberfläche des monocoren, oder des multicoren Abschnitts, aber gegebenenfalls auch an beiden Abschnitten eine Beschichtung vorgesehen, die den Lichtaustritt verhindert und insofern intransparent ist. Die Beschichtung kann auch metallisch reflektierend ausgestaltet sein. Durch eine zusätzliche reflektierende Schicht können Lichtverluste innerhalb des Lichtmischkörpers weiter reduziert und gleichzeitig die numerische Apertur des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden, so dass der Akzeptanzwinkel des Lichteintrittskegels des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden kann. Einen weiteren Aspekt stellt es dar, dass die Reflexion der innerhalb des Lichtmischkörpers fortgeleiteten Lichtstrahlung bei diesem Ausführungsbeispiel an zwei Begrenzungsoberflächen stattfindet und damit jeder reflexiv im Lichtmischkörper fortgeleitete Lichtstrahlen jeweils in zwei gegeneinander versetzte Teilstrahlen aufgespalten wird, in einen ersten Teilstrahl der an der Grenzschicht zwischen Kern und Mantel des Lichtmischkörpers partiell total reflektiert wird, und einen zweiten Lichtstrahl, dessen Reflexion an der reflektierenden Außenschicht des Lichtmischkörpers eintritt, wodurch sich die Homogenisierungsleistung des Lichtmischkörpers noch weiter verbessert.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das vorderere Ende des Lichtleiters, das Teil des multicoren Abschnitts ist, mit einem vorgegebenen Winkel abgebogen ist, beispielsweise 45 Grad zur optischen Achse der Lichtquelle, die den Lichtleiter beaufschlagt. Durch eine solche Formgebung und Anordnung wird die Handhabung im Gebrauch erheblich verbessert und erleichtert.
In modifizierter Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, das vordere Ende bieg¬ sam auszugestalten, so dass es je nach Anwendungsfall abgebogen werden kann, bei-
spielsweise um 90 Grad oder sogar mehr als 90 Grad. Hierdurch kann die Handhabung im Gebrauch in spezifischen Anwendungssituationen beispielsweise in schwer zugänglichen Regionen des Mundraumes eines Patienten weiter verbessert und erleichtert werden.
Besonders günstig ist es jedenfalls, dass im monocoren Abschnitt die von den LED-Chips emittierten verschiedenen Farben gut durchmischt werden, so dass gut durchmischtes Licht in den multicoren Abschnitt eintritt und keine Farbvarianz über die Lichtaustrittsfläche feststellbar ist.
Wenn der erfindungsgemäße brechnungsidentische Klebstoff zwischen dem monocoren und multicoren Abschnitt temperaturfest ist, ist der erfindungsgemäße Lichtleiter nicht nur abnehmbar, sondern auch autoklavierbar. Dies spielt insbesondere bei der Verwendung im Rahmen von Dentallichtleitern und Endoskopen eine Rolle.
Die Lagerung des Lichtleiters gegenüber der Lichtquelle kann in einer beliebigen geeigneten Weise erfolgen, beispielsweise über eine Buchse, die auch eine Drehbarkeit des Lichtleiters gegenüber der Lichtquelle ermöglicht, sowie dessen Abnehmbarkeit ermöglicht. Aber auch sämtliche andere Konstruktionensvarianten für die Verwendung zwischen Lichtleiter und dem Beleuchtungs- oder Lichthärtgerät, wie sie bisher im Stand der Technik vorgeschlagen wurden, lassen sich problemlos mit der erfindungsgemäßen Lösung kombinieren. Somit kann die Verbindungsschnittstelle zwischen dem Lichtleiter und der Beleuchtungs- oder Lichthärtvorrichtung in beliebiger Weise an die technischen Erfordernissen angepasst werden, ohne dass hierfür spezielle Lösugen entwickelt werden müss- ten.
Erfindungsgemäß lässt sich der Lichtleiter günstig in einem Lichthärtgerät (oder einer Strahlungsquelle) einsetzen, wobei der Lichtleiter gegenüber dem Lichthärtgerät (oder der Strahlungsquelle) bevorzugt verdrehbar ist, und insbesondere an diesem abnehmbar gelagert ist. Durch die Verdrehbarkeit kann beispielsweise ein Zahnarzt Austrittsstelle und Austrittsrichtung des Lichtkegels aus dem Lichtleiter an die Lokalisation der zu behandelnden Zahnfläche anpassen. Die Abnehmbarkeit des Lichtleiters ermöglicht eine einfache Autoklavierung desselben unabhängig vom Lichthärtgerät (oder von der
Strahlungsquelle).
Der Raum zwischen dem Lichteintrittsende des monocoren Abschnitts und der Lichtquelle kann in beliebiger geeigneter Weise gefüllt sein, beispielsweise auch mit Silikon oder einer anderen transparenten Masse , dessen bzw. deren Brechungsindex im Wesentlichen dem Brechungsindex des verwendeten Glases entspricht, so dass nur sehr geringe Reflexionsverluste bei Medienübergang entstehen. Es ist auch möglich, den Raum mit der transparenten Masse zu vergießen.
Auch wenn hier die Verwendung von Glas sowohl für den monocoren Abschnitt als auch dem multicoren Abschnitt des Lichtleiters herausgestellt ist, versteht es sich, dass beliebige andere geeignete Materialien, insbesondere transparenter Kunststoff, für die Bereitstellung des Lichtleiters verwendbar sind.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der monocore Abschnitt eine Länge aufweist, die mindestens dem 1 ,5-fachen Durchmesser des monocoren Abschnittes entspricht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der monocore Abschnitt und/oder die Lichtleitfasern des multicoren Abschnitts aus einem Kernglas und einem Mantelglas bestehen. Durch einen solchen koaxialen Aufbau des Lichtmischkörpers aus zwei unterschiedlichen transparenten Materialien, vorzugsweise aus zwei Glassorten, mit unterschiedlichen Brechungsindices können die Strahlungsverluste bei der Totalreflexion vermindert und eine bessere Führung der Strahlung bewirkt werden. Im Unterschied zu üblichen Lichtleitern, wie sie beispielsweise im Bereich der Lichtwellenleittech- nik verbreitet eingesetzt werden, besteht bei dem hier angegebenen Lichtmischkörper vorzugsweise ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies von Kern- und Mantelschicht, der vorzugsweise mindestens 0,1 Einheiten beträgt. Ein solcher größerer Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies vergrößert die numerische Apertur des Lichtmischkörpers und erlaubt auch das "Einfangen" von einfallenden Lichtstrahlen, die stark vom Einfallslot der Lichteintrittsfläche des Lichtmischkörpers abweichen und gewährleistet so eine Vergrößerung des Eintrittskegels für die Strahlung der Lichterzeugungseinrichtung. Als weiterer Vorteil vergrößert sich der Winkelbereich für die Totalreflexion der im Lichtmischkörper fortgeleiteten Strahlung und der Reflexionskoeffizient verbessert sich erheblich.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass sich an der äusseren Oberfläche des monocoren und/oder des multicoren Abschnittes eines Be- schichtung befindet, die den Austritt von Licht aus dem Lichtleiter verhindert und/oder dort auftreffendes Licht reflektiert. Durch eine solche zusätzliche reflektierende Schicht können Lichtverluste innerhalb des Lichtmischkörpers weiter reduziert und gleichzeitig die numerische Apertur des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden, so dass der Akzeptanzwinkel des Lichteintrittskegels des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden kann. Einen weiteren Aspekt stellt es dar, dass die Reflexion der innerhalb des Lichtmischkörpers fortgeleiteten Lichtstrahlung bei diesem Ausführungsbeispiel an zwei Begrenzungsoberflächen stattfindet und damit jeder reflexiv im Lichtmischkörper fortgeleitete Lichtstrahlen jeweils in zwei gegeneinander versetzte Teilstrahlen aufgespalten wird, in einen ersten Teilstrahl der an der Grenzschicht zwischen Kern und Mantel des Lichtmischkörpers partiell total reflektiert wird, und einen zweiten Lichtstrahl, dessen Reflexion an der reflektierenden Außenschicht des Lichtmischkörpers eintritt, wodurch sich die Homogenisierungsleistung des Lichtmischkörpers noch weiter verbessert.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die beiden Abschnitte mit einem Zementklebstoff und/oder einem Glasklebstoff an einem Übergang miteinander verbunden sind, der und/oder die einen Brechungsindex wie Glas aufweist. Hierdurch können die Übertrittsverluste durch Grenzflächenreflexionen aufgrund der zweimaligen sprunghaften Änderung des Brechungsindexes deutlich vermindert werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass zumindest der monocore Abschnitt von einer Hülse umgeben ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass sich die Hülse mindestens über den Übergang zwischen dem monocoren Abschnitt und dem multicoren Abschnitt erstreckt, so dass zumindest ein sich an den monocoren Abschnitt anschließender Teilbereich des multicoren Abschnitts ebenfalls von der Hülse umgeben ist. Hier¬ durch ergibt sich eine erhebliche Aussteifung der mechanischen Verbindung der beiden Lichtleiterabschnitte und eine Überleitung des Kraftflusses über die mechanisch gefährdete Verbindungsstelle zwischen den Lichtleiterabschnitten. Die Hülse hat den zusätzlichen Vorteil, dass ein Steifigkeitssprung verhindert wird, der die Belastbarkeit des Lichtleiters
gegen Scherbeanspruchung durch seitliche Anlage an dem Applikationsort reduziert. Die eingeleiteten Kräfte werden von dem multicoren Abschnitt mindestens teilweise auf den steiferen monocoren Abschnitt übergeleitet. Dennoch ist die Biegbarkeit und Flexibilität des vorderen Endes des Lichtleiters in großem Umfang gegeben, also an der Stelle, an welcher die Biegbarkeit in der praktischen Anwendung essentiell ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der Durchmes¬ ser des Lichtleiters 6 mm bis 13 mm beträgt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der monocore und/oder der multicore Abschnitt zumindest über einen Teil ihrer Länge konisch ausgebildet sind. Hierdurch lässt der Lichtleiter schlanker gestalten, was die Handhabung beispielsweise im Mund eines Patienten erleichtert, und/oder die Strahlungsenergie beispielsweise aus einem größeren Diodenarray auf beispielsweise eine kleinere Behandlungsfläche konzentrieren.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass sich das licht- eintrittseitige Ende an dem monocoren Abschnitt und das lichtaustrittseitige Ende an dem multicoren Abschnitt befindet. Hierdurch lassen sich einerseits die Lichtdurchmischung und -homogeiiisierung deutlich verbessern und Lichtverluste minimieren. Andererseits ist diese Ausführungsform hinsichtlich Formgebung (Abwinkelung, Kröpfung) des Lichtleiters oder Ausstattung mit einem flexiblen Endabschnitt vorteilhaft.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass der multicore Abschnitt eine Biegung aufweist oder abgekröpft ist. Durch eine solche Formgebung und Anordnung wird die Handhabung im Gebrauch erheblich verbessert und erleichtert. Hierbei werden die Lichtverluste gering gehalten.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass sich eine Lichtaustrittsfläche des multicoren Abschnittes in einem Winkel von 2° bis 90° gegenüber einer senkrecht zur Längserstreckung des monocoren Abschnittes verlaufenden Lichteintrittsfläche erstreckt. Durch eine solche Formgebung und Anordnung wird die Handhabung im Gebrauch erheblich verbessert und erleichtert.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass das lichtein- trittseitige Ende des monocoren Abschnittes eine Verbindungsschnittstelle zum Lichthärtgerät (oder zu der Strahlungsquelle) aufweist, mit dem polymerisierbares Dentalmaterial ausgehärtbar ist. Hierdurch ist ein flexibles An- und Abkoppeln des Lichtleiters an das Lichthärtgerät (oder die Strahlungsquelle) gewährleistet, wobei der Lichtleiter einfach getrennt vom Gerät autoklaviert werden kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die Verbindungsschnittstelle von einer formschlüssig mit dem Lichthärtgerät (oder der Strahlungsquelle) verbindbaren Buchse gebildet ist, die fest mit dem lichteintrittseitigen Ende des monocoren Abschnitts verbunden ist. Dies stellt eine mechanisch besonders vorteilhafte Ausgestaltung dar.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Lichtmischkörper rotationssymetrisch ausgebildet sein. Dies stellt eine konstruktiv besonders zweckmäßige Lösung dar, die zudem eine weitgehende Anpassung der optischen Eigenschaften des Lichtmischkörpers hinsichtlich der Homogenisierungsleistung bei gegebener Baulänge, beispielsweise eine Anpassung an die geometrisch optischen Strahlungsgänge, die bezüglich der Lichterzeugungseinrichtung vorgegeben sind, etwaige notwendige Anpassungen hinsichtlich der numerischen Apertur im Bezug auf das Lichteintrittsende des Lichtmischkörpers und zwischen Lichtmischkörper und Faserbündel des Lichtleiters vorgenommen werden. Außerdem ist es möglich, die Größe der Lichteintrittsfläche des Lichtmischkörpers an die Geometrie der Lichterzeugungseinrichtung einerseits anzupassen und andererseits beispielsweise die Lichtenergie auf ein Faserbündel mit geringerem Durchmesser zu konzentrieren. Des Weiteren können beispielsweise gekrümmte Wandabschnitte oder Verjüngungen im Querschnitt des Lichtmischkörpers die Reflexionswinkel der Lichtstrahlen, die innerhalb des Lichtmischkörpers total reflektiert werden, beeinflusst und modifiziert werden und durch eine höhere Zahl von Wandreflexionen des Lichts die Lichthomogenisierung innerhalb des Lichtmischkörpers weiter verbessern.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Lichtmischkörper zylindrisch ausgebildet sein und vorzugsweise eine plane Lichteintritts- und/oder -austrittsfläche auf¬ weisen. Diese Ausgestaltung des Lichtmischkörpers ist technisch besonders einfach zu realisieren und lässt sich daher sehr kostengünstig herstellen, wobei jedoch erstaunlicher-
weise bereits ein hohes Maß an Homogenisierung hinsichtlich der Intensitätsverteilung und der spektralen Emissionskurven über die gesamte Austrittsfläche des Lichtleiterfaserbündels hinweg erzielt werden kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Lichteintritts- und -austrittsfläche eine polierte Oberfläche und/oder eine Oberflächenvergütung oder andere reflexionsmindernde Beschichtungen aufweisen und/oder mit einem Immersionsmittel beaufschlagbar seien. Durch eine derartige polierte Oberfläche, deren Oberflächenrestrauigkeit vorzugsweise höchstens einen kleinen Bruchteil der verwendeten Lichtwellenlänge beträgt, lassen sich die Transmissionseigenschaften des Lichtmischkörpers verbessern und Lichtverluste stark verringern. Alternativ oder zusätzlich kann weiterhin eine Oberflächenvergütung oder andere reflexionsmindernde Beschichtungen auf Lichtein- und/oder -austrittsflä- chen des Lichtmischkörpers angebracht seien. Durch diese Maßnahme können Lichtverluste beim Durchgang durch den Lichtmischkörper weiter verringert werden. Alternativ oder zusätzlich zu den vorgenannten Maßnahmen ist es auch denkbar, ein Immersionsmittel wie beispielsweise ein Immersionsöl zum Beispiel Silikonöl auf die entsprechenden Oberflächen des Lichtmischkörpers aufzugeben, so dass sich der Spalt zwischen dem Lichtmischkörper und beispielsweise dem Faserbündel des Lichtleiters oder dem Schutzglas über Leuchtdioden oder Halbleiterstrahlungsquellen mit zugeordneten Reflektoren mit diesem Immersionsmittel vollständig füllt und somit anstelle eines Festkörper-Luft- Festkörper-Phasenübergangs ein Festkörper-Flüssigkeits-Festkörper-Phasenübergang tritt. Durch den gegenüber Luft erhöhten Brechungsindex des Immersionsmittels können einerseits Lichtverluste durch Grenzflächenreflexion weiter verringert werden und andererseits auch Anpassungen der numerischen Apertur der aneinander anschließenden optischen Komponenten herbeigeführt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Lichtmischkörper zumindest einen lichtleitenden Kern, vorzugsweise aus einem Kernglas, mit einem ersten Brechungsindex und einem lichtleitenden Mantel, vorzugsweise aus einem Mantelglas, mit einem zweiten Brechungsindex aufweist, wobei der zweite Brechungsindex geringer - vorzugsweise um mindestens 0,1 Einheiten geringer - ist, als der erste Brechungsindex. Durch einen solchen koaxialen Aufbau des Lichtmischkörpers aus zwei unterschiedlichen transparenten Materialien, vorzugsweise aus zwei Glassorten, mit unterschiedlichen Bre- chungsindices können die Strahlungsverluste bei der Totalreflexion vermindert und eine
bessere Führung der Strahlung bewirkt werden. Im Unterschied zu üblichen Lichtleitern, wie sie beispielsweise im Bereich der Lichtwellenleittechnik verbreitet eingesetzt werden, besteht bei dem hier angegebenen Lichtmischkörper vorzugsweise ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies von Kern- und Mantelschicht, der vorzugsweise mindestens 0,1 Einheiten beträgt. Ein solcher größerer Unterschied zwischen den beiden Brechungsindizies vergrößert die numerische Apertur des Lichtmischkörpers und erlaubt auch das "Einfangen" von einfallenden Lichtstrahlen, die stark vom Einfallslot der Lichteintrittsfläche des Lichtmischkörpers abweichen und gewährleistet so eine Vergrößerung des Eintrittskegels für die Strahlung der Lichterzeugungseinrichtung. Als weiterer Vorteil vergrößert sich der Winkelbereich für die Totalreflexion der im Lichtmischkörper fortgeleiteten Strahlung und der Reflexionskoeffizient verbessert sich erheblich. Anstelle von Gläsern können für Kern- und/oder Mantelbereiche des Lichtmischkörpers auch andere transparente anorganische Werkstoffe oder Keramiken aber auch organische Gläser mit oder ohne Dotierung oder transparente Kunststoffwerkstoffe eingesetzt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Lichtmischkörper an seiner Um- fangsfläche eine reflexionserhöhende Beschichtung oder eine reflektierende Hülse aufweisen. Durch eine solche zusätzliche reflektierende Schicht können Lichtverluste innerhalb des Lichtmischkörpers weiter reduziert und gleichzeitig die numerische Apertur des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden, so dass der Akzeptanzwinkel des Lichteintrittskegels des Lichtmischkörpers erheblich vergrößert werden kann. Einen weiteren Aspekt stellt es dar, dass die Reflexion der innerhalb des Lichtmischkörpers fortgeleiteten Lichtstrahlung bei diesem Ausführungsbeispiel an zwei Begrenzungsoberflächen stattfindet und damit jeder reflexiv im Lichtmischkörper fortgeleitete Lichtstrahlen jeweils in zwei gegeneinander versetzte Teilstrahlen aufgespalten wird, in einen ersten Teilstrahl der an der Grenzschicht zwischen Kern und Mantel des Lichtmischkörpers partiell total reflektiert wird, und einen zweiten Lichtstrahl, dessen Reflexion an der reflektierenden Außenschicht des Lichtmischkörpers eintritt, wodurch sich die Homogenisierungsleistung des Lichtmischkörpers noch weiter verbessert.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Durchmesser des Lichtmischkörpers vorzugsweise zwischen 2 mm und 20 mm, besonders bevorzugt zwischen 6 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 8 mm und 13 mm betragen und die Länge des Lichtmischkörpers größer sein als der 0,5-fache Durchmesser, insbesondere größer sein als
der 0,8-fache Durchmesser, und vorzugsweise kleiner sein als der 5-fache Durchmesser, insbesondere kleiner sein als der 2-fache Durchmesser des Lichtmischkörpers. Diese Abmessungen stellen einen besonders günstige konstruktive Dimensionierung hinsichtlich der Geometrie des Lichtmischkörpers dar. Auf diese Weise lässt sich bei minimierten Au¬ ßenabmessungen ein Optimum an Lichtdurchmischung und Homogenisierung erzielen. Außerdem tragen die angegebenen Durchmesser den geometrisch optischen Gegebenheiten bezüglich der Größe der Lichterzeugungseinrichtung und dem Eintrittsdurchmesser des Faserbündels des Lichtleiters wie er typischerweise in den angegebenen Bereichen der Medizin und Dentalmedizin zum Einsatz kommt, Rechnung.
In einer weiteren bevorzugen Ausführungsform kann die Lichtmischeinrichtung eine Verbindungsschnittstelle - vorzugsweise mit einem hochtemperaturbestängigen Kunststoff, insbesondere einem Sulfon-, Etherketon-, oder Imid- Kunststoff, oder -Kunststoff- Verbundwerkstoff - aufweisen, mit welcher der Lichtmischkörper vorzugsweise kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig verbunden ist, wobei die Verbindungsschnittstelle vorzugsweise selbstjustierend bezüglich des Lichtleiters und/oder der Lichterzeugungseinrichtung mit mindestens einer der beiden verbindbar ist. Dies stellt eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung zur Montage des Lichtmischkörpers innerhalb des Strahlengangs der Beleuchtungsvorrichtung oder Lichthärtvorrichtung dar. Dabei kann die Verbindungsschnittstelle mit dem Lichtleiter und/oder am oder im Gehäuse der Beleuchtungs- oder Lichthärtvorrichtung mit der Lichterzeugungseinrichtung verbindbar sein, wobei die Verbindungsschnittstelle vorzugsweise derart ausgeformt ist, dass diese eine Selbstjustierung bezüglich des Lichtleiters und/oder der Lichterzeugungseinrichtung vornimmt und somit ohne zusätzlichen Montage- und Justierungsaufwand exakt innerhalb des Strahlengangs positioniert ist. Die Verbindungsschnittstelle ist dabei zumindest in wesentlichen Teilen vorzugsweise aus einem hochtemperaturbeständigen Kunststoff, insbesondere einem Sulfon-, Etherketon-, oder Imid-Kunststoff oder -Kunststoff-Verbundwerkstoff hergestellt. Hierdurch kann einerseits die erforderliche Temperaturbeständigkeit, mechanische Festigkeit und Formstabilität der Verbindungsschnittstelle gewährleistet werden und andererseits aufgrund der elastischen Eigenschaften der entsprechenden Kunststoffwerkstoffe eine Aufnahmefähigkeit für thermische Ausdehnungsbewegungen und Begrenzung thermischer Verspannungen erzielt werden. Zugleich ermöglichte eine solche Verbindungsschnittstelle aus einem derartigen Kunststoffwerkstoff den gezielten Einsatz von Presspassungen und/oder Vorspannungen einerseits zwischen der Verbindungsschnittstelle
und dem Lichtmischkörper, welcher in diesem Fall vorzugsweise kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig mit der Verbindungsschnittstelle verbunden sein kann wie auch zwischen der Verbindungsschnittstelle und dem Anschlussbauteil, an dem die Verbindungsschnittstelle unter Einsatz einer Presspassung und/oder Vorspannung spielfrei und sicher gegenüber Temperaturwechseln befestigt sein kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Lichteintritts- und/oder Austrittsfläche des Lichtmischkörpers aplanar ausgebildet sein. So ist es beispielsweise denkbar, die entsprechenden Flächen des Lichtmischkörpers leicht wellenförmig oder onduliert auszuführen, beispielsweise wie die konzentrischen ringförmigen Wellen, die sich nach einem Steinwurf in einer Wasseroberfläche ausbilden. Durch eine solche Oberflächengestaltung werden dann an eintretende bzw. austretende Lichtstrahlen - im Vergleich zu einer planaren Oberfläche - alternierend in Radialrichtung des Lichtmischkörpers leicht ausgelenkt und dabei über einen größeren Winkelbereich gestreut, wodurch die Lichtmischwirkung des Lichtmischkörpers deutlich gesteigert werden kann. Eine ähnliche Wirkung ließe sich auch bei einer facettenförmigen Oberflächengestaltung oder bei einem Fresnelschliff der entsprechenden stirnseitigen Lichtmischkörperflächen erzielen. Des Weiteren wäre es aber auch denkbar, die entsprechenden Flächen des Lichtmischkörpers konvex oder konkav auszubilden um hierdurch beispielsweise die Akzeptanzwinkel für den Lichteintrittskegel zu erhöhen oder Anpassungen bezüglich der numerischen Eintrittsund/oder Austrittsapertur vorzunehmen und so beispielsweise die Divergenz des Austrittsstrahls aus dem Lichtmischkörper zu begrenzen und an die numerische Apertur des Faserbündels anzupassen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Lichtmischeinrichtung zur Nachrüstung einer Beleuchtungsvorrichtung oder einer Lichthärtvorrichtung vorgesehen und ausgebildet sein und - vorzugsweise in einer Buchse - zwischen dem Lichtleiter und dem Gehäuse der Lichterzeugungseinrichtung bzw. des Lichthärtgeräts montierbar sein. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, bereits bestehende und im Einsatz befindliche Beleuchtungsvorrichtungen oder Lichthärtvorrichtungen mit der vorteilhaften erfindungsgemäßen Lichtmischeinrichtung nachzurüsten und somit in ihrer Leistungsfähigkeit zu verbessern und auch nachträglich mit den erfindungsgemäßen Vorteilen auszustatten.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Be-
Schreibung zweier Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtleiters; und
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtleiters.
Der in Fig. 1 dargestellte Lichtleiter 10 weist einen monocoren Abschnitt 12 und einen multicoren Abschnitt 14 auf. Beide Abschnitte 12 und 14 weisen den gleichen Außendurchmesser auf und gehen in einem Übergang 16 bündig ineinander über. Der monoco- re Abschnitt 12 ist einem lichteintrittsseitigen Ende 18 des Lichtleiters 10 benachbart angeordnet und der multicore Abschnitt 14 einem lichtaustrittsseitigen Ende 20 des Lichtleiters.
Der monocore Abschnitt erstreckt sich gerade und nimmt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa eine Länge von dreiviertel der Länge des Lichtleiters ein. Der multicore Abschnitt 14 nimmt das letzte, das vordere Viertel des Lichtleiters ein und ist dem Ende 20 benachbart abgebogen, und zwar etwa um einen Winkel von 60 Grad.
Eine Lichtaustrittsachse 22 erstreckt sich dementsprechend in einem Winkel von etwa 60 Grad zu einer Lichteintrittsachse 24.
Sowohl der monocore Abschnitt 12 als auch der multicore Abschnitt 14 weisen außen einen nicht im Einzelnen dargestellten Mantel 26 auf, der wie ein Überzug ausgebildet ist und dort von Innen auftreffende Lichtstrahlung nach innen zurückreflektiert.
Der monocore Abschnitt ist als massiver, stabförmiger Lichtleitstab ausgebildet, der von dem Mantel 26 umgeben ist. Demgegenüber besteht der multicore Abschnitt 14 aus einer Vielzahl, beispielsweise 100 bis 500 einzelnen Lichtleitfasern 30, wie es in Fig. 1 schematisch angedeutet ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist auch der multicore Abschnitt 14 steif ausgebildet.
An dem Übergang 16 sind die beiden Abschnitte 12 und 14 mit einem Glasklebstoff miteinander verbunden. Der Lichtleitstab des monocoren Abschnitts, die Lichtleitfasern 30 des multicoren Abschnitts 14 und der nicht dargestellte Glasklebstoff weisen je gleiche Brechungsindizes auf, so dass Reflexionen an den Phasengrenzen nach Möglichkeit vermieden werden.
Der monocore Abschnitt 12 weist an seinem lichteintrittsseiten Ende 18 eine Steckhülse 32 auf. Über die Steckhülse 32 ist der Lichtleiter 10 an einer entsprechenden Steckbuchse eines Lichthärtgeräts einsteckbar gelagert, wobei die Steckbuchse in an sich bekannter Weise ausgebildet ist und hier nicht dargestellt ist.
Der Lichteintritt in das licheintrittsseitige Ende 18 erfolgt über eine Lichtquelle 34, die eine Mehrzahl von einzelnen LED-Chips umfasst, von denen die Chips 36 und 38 in Fig. 1 dargestellt sind. Der Lichtaustritt der Lichtquelle 34 ist über einen Reflektor 40 in an sich bekannter Weise gebündelt. Der Raum 42 zwischen der Lichtquelle 34 und dem Ende 18 ist mit Silikon oder einer anderen Masse gefüllt, deren Brechungsindex dem von Glas nahe kommt.
Die Chips 36 und 38 sind auf einem Kühlkörper 44 montiert, der die dort erzeugte Wärme abführt.
Die Chips 36 und 38 weisen unterschiedliche Emissionsmaxima auf und sind bevorzugt getrennt steuerbar.
Wenn alle LED-Chips der Lichtquelle 34 eingeschaltet sind, ist der Raum 42 von Licht unterschiedlicher Farbe erfüllt. In dem monocoren Abschnitt 12 erfolgt jedenfalls eine gute Lichtmischung, so dass in die Lichtleitfasern 30 weisses Licht eingeleitet wird.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lichtleiters ist in Fig. 2 dargestellt. Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist hier der multicore Abschnitt 14 biegsam ausgestaltet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die optische Lichtaustrittsachse 22 in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Lichteintrittsachse 24; es versteht sich, dass jedoch auch eine beliebige andere Position, und auch sogar eine
Umlenkung um nahezu 180 Grad möglich ist.
Der Übergang 16 ist in diesem Ausführungsbeispiel von einer Hülse 50 umgeben, die der Aussteifung des Übergangs dient und verhindert, dass bei starker mechanischer Beanspruchung der an dem Übergang vorgesehene Zementklebstoff versagt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, lässt sich der Lichtleitstab mittels der Lichtleiter 10 insgesamt drehen; dies ist auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 möglich. In der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist lediglich ein einziger Chip 36 als Lichtquelle 34 vorgesehen, der auf dem Kühlkörper 44 zentral montiert ist. Der Raum 42 ist recht klein, was bereits deswegen günstig ist, da Silikon typischerweise höhere Lichtverluste erzeugt als Glas. Insofern ist übrigens auch der Raum 42 gemäß Fig. 1 übertrieben lang dargestellt; in der Praxis beträgt die Länge des Raums 42 beispielsweise ein Drittel oder weniger des Durchmessers des Lichtleiters 10.
Der Durchmesser des Lichtleiters beträgt gemäß Fig. 1 12 mm, und gemäß Fig. 2 5 mm, wobei es sich versteht, dass der Durchmesser des Lichtleiters beliebige Werte annehmen kann, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Dies gilt auch für die Längenverteilung zwischen dem monocoren und dem multicoren Abschnitt.
Beispielsweise kann allein der monocore Abschnitt mindestens acht mal so lang wie sein Durchmesser sein. In der Ausführungsform gemäß Fig. 2 beträgt die Länge des multicoren Abschnitts 14 etwa zwei Fünftel der Gesamtlänge des Lichtleiters 10, und die des monocoren Abschnitts dementsprechend drei Fünftel.
Alle Angaben und Werte der beschriebenen Ausführungsform sind lediglich beispielhaft zu verstehen und können innerhalb des Schutzbereichs der Ansprüche verändert werden. Auch wenn hier die Erfindung anhand des Einsatzes in einem dentalen Lichthärtgerät beschrieben ist, versteht es sich, dass die grundsätzlichen Gedanken der Erfindung auch bei anderen Geräten, die einen Lichtleiter erfordern, in vorteilhafter Weise angewandt werden, insbesondere bei medizinischen Geräten wie beispielsweise Endoskopen oder anderen Lichtquellen für beispielsweise die medizinische Forschung, den Einsatz im Labor oder industrielle Zwecke.