Drucker zum Bedrucken eines einseitig mit Klebstoff beschichteten Bandes
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drucker zum Bedrucken eines auf einer Seite bereichsweise mit Klebstoff beschichteten Bandes, wobei das Band auf seiner mit Klebstoff beschichteten Seite kleberfreie Bereiche und klebende Bereiche aufweist, die sich abwechseln, wobei die sich zumindest die kleberfreien Bereiche quer über die gesamte Breite des Bandes erstrecken, wobei der Drucker eine Schneideinrichtung aufweist, mittels derer das Band durchtrennbar ist.
Ein entsprechendes Band ist aus EP 1053289 bekannt. Das in EP
1053289 beschriebene Band ist eine selbstklebende Bonrolle und wird als Endlosstreifen bezeichnet. Von der Bonrolle sind einzelne selbstklebende Klebebons abtrennbar. Damit die Bons angefasst werden können, weisen sie kleberfreie Bereiche auf, die an den Längsseiten des Bandes oder aber auch quer zur Längserstreckung des Bandes ausgebildet sein können. Dabei kann die Selbstklebebonrolle so aufgewickelt sein, dass die mit der Haftschicht bzw. Klebeschicht versehene Streifenoberfläche in Richtung des Rolleninneren liegt und die bedruckbare Streifenoberfläche nach außen zeigt. Das Band kann zudem ein- oder beidseitige Einkerbungen bzw.
BESTÄTIGUNGSKOPIE
Markierungen aufweisen, die zur Synchronisierung des Druckers mit dem Vorschub dienen, so dass gewährleistet ist, dass von dem Endlosstreifen stets an der vorgesehenen Stelle ein Klebebon abtrennbar ist. Damit ist bei dem aus EP 1053289 bekannten Band und Drucker sichergestellt, dass der kleberfreie Bereich nach dem Abtrennen des Bons stets am oberen Rand zum Anfassen des Bons zur Verfügung steht. Das aus EP 1053289 bekannte Band und der zugehörige Drucker verhindern jedoch nicht, dass Klebstoff an die Schneiden der Schneidvorrichtung gelangen kann. Bei Druckern, die Bänder bedrucken, welche eine Haft- oder Klebeschicht aufweisen, besteht stets das Problem, dass die Schneidmesser durch das Haftmittel bzw. den Kleber verschmutzen und ihre Funktion verlieren bzw. das Band nur noch schlecht oder nicht mehr sauber durchtrennt wird. Eine Reinigung der Schneidvorrichtung ist in der Regel nicht mög- lieh, so dass die Schneidvorrichtung als Modul ausgetauscht werden muss. Es hat sich gezeigt, dass derartige Drucker aufgrund der Verunreinigung durch die Klebstoffreste eine Ausfallrate von ca. 30% aufweisen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Drucker und ein entsprechendes Band bereitzustellen, mit dem ein Verkleben der
Schneidvorrichtung vermieden wird.
Diese Aufgabe wird vorteilhaft dadurch gelöst, dass der Drucker einen Sensor aufweist, der kleberfreie Bereiche erkennt und das Band derart positioniert, dass die Schneidvorrichtung das Band stets nur im kleberfreien Bereich durchtrennt. Hierdurch wird vorteilhaft vermieden, dass Klebstoff an die Schneide des Schneidmessers gelangt und diese verschmutzen kann.
Das erfindungsgemäße Band unterscheidet sich von dem aus EP 1053289 bekannten Band dadurch, dass der Drucker vorteilhaft die kleberfreien Bereiche des Bandes erkennt und das Band derart zur Schneidvorrichtung oder Abreisskante positioniert, dass das Band stets sicher im Bereich eines kleberfreien Bereichs durchtrennt wird. Vorteilhaft sind die kleberfrei-
en Bereiche sehr schmal ausgebildet sind, so dass insgesamt die Haftung des Bons bzw. Etiketts nicht gemindert wird. Die kleberfreien Bereiche erstrecken sich dabei über die gesamte Breite des Bandes. Vorteilhaft sind die kleberfreien Bereiche maximal einige Millimeter bis weniger als 0,1 mm breit. Die Bereiche, die mit Kleber bzw. einer Haftschicht beschichtet sind, können ebenfalls zwischen 0,5mm bis einige Millimetern oder mehrere Zentimeter breit sein. Wobei mit Breite nicht die Bandbreite sondern die Breite in Längserstreckung des Bandes gemeint ist. Sofern sowohl die kleberfreien als auch die klebenden Bereiche relativ schmal ausgebildet sind, können Bons bzw. Etiketten beliebiger Größe bzw. Länge bedruckt und geschnitten werden.
Bei dem aus EP 1053289 bekannten Band dienen die kleberfreien Bereiche lediglich dazu, dass der abgetrennte Bon bzw. das abgetrennte Etikette so gegriffen werden kann, dass kein Klebstoff an die Finger gelangt. Die EP 1053289 beschreibt, dass mittels Einkerbungen oder Markierungen an den Rändern der Drucker ermitteln kann, wo der kleberfreie Bereich ist, so dass der Drucker das Band derart transportieren bzw. platzieren kann, dass ein kleberfreier Bereich des Bons greifen lässt. Diese kleberfreien Bereiche sind jedoch zwangsläufig derart groß ausgebildet, dass der Bon über einen relativ großen Bereich nicht an dem Untergrund mangels Klebstoff kleben bleibt. Um zu vermeiden, dass Ränder durch die kleberfreien Bereiche vom Untergrund abstehen, sieht es die die EP 1053289 als vorteilhaft an, wenn am Ende eines Bon noch eine schmale Haft- bzw. Klebeschicht angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform ge- langt jedoch zwangsläufig der Klebstoff an die Schneiden der Schneidvorrichtung, wodurch diese nachteilig verschmutzen.
Der erfindungsgemäße Drucker weist vorteilhaft mindestens einen Sensor zur Erkennung der klebefreien Bereiche auf. Dabei kann der Sensor entweder die klebefreien Bereiche und/oder die klebenden bzw. haftenden Bereiche detektieren. Im einfachsten Fall werden mittels eines Leuchtmittels Lichtwellen bzw. elektromagnetische Wellen auf die Seite des Bandes gestrahlt, welche die Klebe- oder Haftschicht aufweist. Die Erfindung macht sich dabei zu Eigen, dass die kleberfreien Bereiche die Lichtwellen
bzw. elektromagnetischen Wellen anders reflektieren als die Bereiche, welche mit Klebstoff oder einem Haftmittel beschichtet sind. Auch ist es möglich, dass anhand des Transmissionsgrades von Lichtstrahlen die unterschiedlich beschichteten Bereiche des Bandes erkannt werden. Ebenso ist es möglich, dass Ultraschallsensoren verwendet werden, um die Bereiche zu ermitteln, wobei Ultraschallwellen auf das Band gerichtet werden, welche von den verschiedenen Bereichen unterschiedlich reflektiert bzw. transmittiert werden.
Die kleberfreien und Kleber aufweisenden Bereiche können selbstver- ständlich auch mit anderen Sensoren ermittelt oder unterschieden werden, damit ein Durchtrennen im Bereich der kleberfreien Bereiche sichergestellt ist. So kann z.B. die unterschiedliche Dicke oder direkt das unterschiedliche Haftungs- bzw. Klebeverhalten der Unterseite mittels mindestens eines Sensors ermittelt und von der Steuerungseinrichtung ausge- wertet werden.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Art die unterschiedlich beschichteten Bereiche des Bandes zu detektieren, muss das Band vorteilhaft keine äußerlich sichtbaren Markierungen oder Einkerbungen aufweisen.
Selbstverständlich ist es möglich, verschiedenste Arten von Bändern zu verwenden. So kann das Band mehrere Schichten aufweisen, wobei z.B. die oberste Schicht, durch die hindurch gedruckt wird, eine Silikonschicht sein kann. Ebenso ist es möglich, dass das Band eine Trägerfolie aufweist. Auch kann das Band Papier als Trägermaterial aufweisen. Das Trägermaterial kann zudem eine Kunststoffbeschichtung aufweisen, auf der wiederum eine Silikonoberschicht angeordnet ist. Bei allen möglichen Ausführungsformen des Bandes kommt es darauf an, dass eine Seite, insbesondere die Unterseite, zumindest bereichsweise mit Klebstoff oder einem Haftmittel beschichtet ist. Die Beschichtung ist dabei insbesondere durch Querstreifen gebildet, welche möglichst in einem geringen Abstand zueinander angeordnet sind. Die klebenden bzw. haftenden Streifen sollten dabei ebenfalls möglichst schmal ausgebildet sein, damit die Abstände der Stellen, an denen das Band mittels der Schneid- oder Trennvor-
richtung durchtrennbar ist, nicht zu weit auseinander liegen.
Damit seitlich kein Kleber austritt, kann das erfindungsgemäße Band an seinen seitlichen Längsrändern klebefreie Streifen aufweisen. Diese Bereiche sollten jedoch so schmal wie möglich ausgebildet werden, damit sich die Ränder mangels Klebstoff nicht vom Untergrund abheben.
Es ist zudem möglich, dass der Klebstoff oder das Haftmaterial in einem Punktraster oder Streifenraster aufgebracht ist, so dass nicht nur Quer, sondern auch Längsstreifen vorhanden sind, die kleberfrei bzw. ohne Haftmaterial versehen sind. Hierdurch ist es möglich, nicht nur die Länge der Bons bzw. Etiketten mittels der Schneideinrichtung zu begrenzen, sondern auch die Breite der Bons bzw. Etiketten durch mindestens eine zusätzliche Schneideinrichtung zu variieren, wobei auch hier sicher gestellt ist, dass die Schneiden durch klebstofffreie Bereiche schneiden und nicht verschmutzen. Dabei können die kleberfreien Bereiche entweder mittels zusätzlicher Sensoren ermittelt werden oder aber die kleberfreien Bereiche sind an vorbestimmten Stellen angeordnet, so dass keine Sensoren notwendig sind.
Nachfolgend wird anhand von Figuren der erfindungsgemäße Drucker näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 : Draufsicht auf die bereichsweise mit Klebstoff beschichtete Seite einer ersten möglichen Ausführungsform bedruckbaren Bandes;
Fig. 2 : Draufsicht auf die bereichsweise mit Klebstoff beschichte- te Seite einer zweiten möglichen Ausführungsform bedruckbaren Bandes;
Fig. 3 : Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen Bandes;
Fig. 4 und 5 : Querschnittsdarstellungen durch einen Teilbereich des er-
findungsgemäßen Druckers mit Sensor, Schneideinrichtung und Bandantriebsvorrichtung;
Fig. 6: Draufsicht auf die bereichsweise mit Klebstoff beschichtete Seite einer dritten möglichen Ausführungsform eines bedruckbaren Bandes.
Die Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf die mit Kleber beschichtete Unterseite des Bandes 1, wobei der Kleber in Streifenform mittels Querstreifen 2 auf das Band aufgetragen ist. Zwischen den Kleberstreifen 2 befinden sich kleberfreie Querstreifen 3 in deren Bereichen mittels einer
Schneidvorrichtung eines Druckers das Band durchtrennbar ist. Die gestrichelte Linie S zeigt die mögliche Platzierung einer Schneidvorrichtung an. Das Band wird in Längsrichtung L mittels einer Transportvorrichtung transportiert. Die Transportvorrichtung dient dabei zur Positionierung des Bandes 1 über der Schneidvorrichtung S. Das Band weist eine Stirnsei- te 7 sowie Längsseiten 6 auf. Rechts vom Band ist eine Ausschnittsvergrößerung des Bandes mit seinen Klebestreifen 2 dargestellt. Zwischen den Klebestreifen 2 sind die klebefreien Streifen 3 angeordnet, wobei die Klebestreifen 2 eine Breite 4 und die klebefreien Bereiche eine Breite 5 aufweisen. Prinzipiell sind die Breiten 4, 5 beliebig zu wählen. Prinzipbe- dingt ist es jedoch sinnvoll, dass die Breite 5 möglichst klein gewählt wird, sodass eine möglichst gute Haftung des Bandes 1 gegeben ist. Die Breite 5 hängt dabei maßgeblich von der Dimensionierung der
Schneidvorrichtung ab. Das heißt, es muss sichergestellt werden, dass die Breite 5 so groß gewählt wird, dass beim Schneidvorgang kein Kleb- stoff oder Haftmaterial die Schneiden der Schneidvorrichtung verschmutzt. Die Breite 4 der Klebestreifen 2 sollte ebenfalls möglichst klein ausgebildet sein, damit an möglichst eng zueinander liegenden Stellen das Band geschnitten werden kann. Hierdurch wird erreicht, dass das Band bestmöglich ausgenutzt werden kann. Die Klebestreifen 2 weißen bei der Ausführungsform gemäß Figur 1 eine größere Breite 4 auf, als die klebefreien Bereiche 5.
In Figur 2 ist eine zweite mögliche Ausbildung des erfindungsgemäßen
Bandes 1 dargestellt, bei der die Breite eines Klebestreifens 2 gleich ist mit der Breite der klebefreien Bereiche. Zusätzlich sind die Randbereiche 8 des Bandes 1 klebstofffrei ausgebildet, sodass sichergestellt ist, dass an den seitlichen Bereichen des aufgewickelten Bandes 1 kein Kle- ber austritt. Die Randbereiche 8 sollten dabei so schmal wie möglich ausgebildet sein, damit der Rand 6 des aufgeklebten Bons bzw. Etiketts sich nicht abheben kann.
Die Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch das Band 1. Das Band 1 weist eine Trägerschicht 9 auf, die an ihrer einen Seite, welche insbesondere die Druckseite ist, eine Silikonschicht 10 auf, damit diese Seite nicht bei dem aufgerollten Band 1 mit den Klebestreifen 2 des Bandes 1 kleben bleibt. An der Unterseite des Bandes 1 sind die Klebestreifen 2 in Längs- erstreckungsrichtung 2 im Abstand zueinander angeordnet und bilden zwischen sich die klebefreien Bereiche 3. Die Figuren 4 und 5 zeigen eine vereinfachte Querschnittsdarstellung durch einen Drucker mit dem Druckkopf DR und seinen Transportrollen 18, 19, die das Band 1 führen und transportieren. Wobei die rechts dargestellten Transportrollen 18, 19 optional angeordnet werden können. An der Seite, an der die Klebestreifen 2 angeordnet sind ist eine Leucht- diode 11 angeordnet, die Lichtstrahlen 13 auf die Oberfläche 2, 3 des Bandes 1 aussendet und welche von dort reflektiert werden, wobei die reflektierten Strahlen 14 von einem Lichtsensor 12, welcher zum Beispiel durch einen Fototransistor gebildet sein kann, detektiert werden. Je nachdem, ob die Lichtstrahlen 13 auf einen klebefreien Bereich 3 oder einen Klebestreifen 2 treffen, werden sie unterschiedlich stark reflektiert, wobei der Sensor 12 diese Unterschiede ermitteln kann und wonach die Steuereinrichtung 20 die Signale des Sensors verarbeitet und die
Schneidvorrichtung 15, 16 sowie die Vorschubeinrichtung 18, 19 ansteuert, damit das Band 1 nur im Bereich eines klebefreien Bereichs mittels der Schneidblätter 15, 16 durchtrennt wird. In der Figur 4 ist das Band 1 derart zum Leuchtmittel 11 um Sensor 12 positioniert, dass die Lichtstrahlen 13 auf einen klebefreien Bereich 3 treffen von dem die reflektierten Strahlen 14 in Richtung Sensor 12 reflektiert werden. Der Reflekti-
onsgrad ist dabei abhängig vom Trägermaterial des Trägers 9 sowie des verwendeten Klebers für die Klebestreifen 2. In der Figur 5 ist dargestellt, dass die Klebestreifen 2 die Lichtstrahlen 13 schlechter reflektieren als die klebefreien Bereiche 3, sodass das reflektierte Licht 14 eine geringere Intensität aufweist, als das reflektierte Licht 14, sofern die Lichtstrahlen 13 auf den klebefreien Bereichen 3 auftreffen.
Der in den Figuren 4 und 5 dargestellte Sensor 11, 12 kann selbstverständlich in Transportrichtung vor oder hinter dem Druckkopf DR angeordnet werden. Die Figur 6 zeigt eine dritte mögliche Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bandes 1, wobei der Kleber punktförmig im Raster auf dem Band aufgetragen ist, sodass das Band 1 punktförmige klebende Bereiche 2a aufweist, die zwischen sich klebefreie Querstreifen 3 und Längsstreifen 3a bilden, sodass Schneidvorrichtungen SL und SQ das Band in Querrichtung und Längsrichtung durchtrennen können, sodass Bons bzw. Etiketten herstellbar sind, die eine vorbestimmte Länge und eine vorbestimmte Breite aufweisen können, die mittels der Schneidvorrichtung SL und SQ bestimmbar sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die Klebestellen 2a nicht punktförmig sondern streifenförmig sind, sodass das Band in Quer- und Längsrichtung kurze Streifen aus Klebe- oder Haftmaterial aufweist, die zueinander beabstandet sind und zwischen sich somit klebefreie Bereiche bilden, in denen das Band geschnitten werden kann, ohne das Klebstoff die Schneideinrichtung verschmutzen kann.