Titel: Anschlussmodul für einen Türantrieb
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anschlussmodul für einen Türantrieb mit mindestens einem Basiselement, einem ersten und einem zweiten Stirnelement und zwei Seitenelementen, wobei die Elemente miteinander verbunden sind und mindestens eines der Elemente mit mindestens einem Durchbruch zum Durchlass von elektrischen Verbindungsmitteln, die aus elektrischen Leitern, Steuerungskabeln oder dergleichen bestehen können, ausgeführt ist.
Aus dem Stand der Technik sind elektrische Anschlussdosen allgemein bekannt, die eine Verbindung von elektrischen Leitern ermöglichen, wobei diese Verbindungen spannungsisoliert in der Anschlussdose untergebracht sind. So offenbart z. B. die Gebrauchsmusterschrift DE 20 2005 008 385 U1 eine quaderförmige, elektrische Anschluss- und Verbindungsdose, die über einen Deckel verschließbar ist. Bei solchen Dosen hat sich in der Praxis herausgestellt, dass der Deckel schwer zu verschließen ist, wenn viele und/oder lange elektrische Leiter innerhalb der Dose unterzubringen sind. Darüber hinaus ist die Verbindung der elektrischen Leiter häufig in der Praxis schwierig und aufwendig, da nur ein Zugang zu der Anschlussdose über die Öffnung der Dose möglich ist, welche von dem Deckel verschlossen wird.
Aus der Patentschrift DE 196 04 564 C1 ist ebenfalls eine elektrische Anschlussdose bekannt, die mit einem Deckel verschließbar ist. Dabei weist die Anschlussdose einen quaderförmigen Körper auf, wobei der Deckel nicht nur eine Seitenöffnung verschließt, sondern sich über fast drei Seiten erstreckt. Somit sind bei der Verbindung der elektrischen Leiter drei offene
Seiten der Anschlussdose zugänglich, welche von dem entsprechend ausgeformten Deckel nach der Herstellung der Verbindung verschließbar sind. Hierdurch ist eine einfachere Handhabung der Anschlussdose bei der Herstellung der Verbindung möglich. Nachteilig ist jedoch, dass viele und/oder lange elektrische Leiter ebenfalls durch den aufzusetzenden Deckel eingeklemmt und beschädigt werden können.
Anschlussmodule der hier genannten Art dienen dazu, elektrische Verbindungsmittel, wie z. B. elektrische Leiter, Elektrokabel und Elektroanschlüs- se, die zum Betrieb eines Tür- und/oder Schließantriebes benötigt werden, aufzunehmen. Die zuvor genannten Tür- und/oder Schließantriebe für Türen dienen zum automatischen Öffnen und/oder Schließen einer Tür, eines Fensters oder dergleichen. Zur Vereinfachung wird im folgenden Text nur der Begriff Türantrieb erwähnt, wobei dieser Begriff auch die Schließantriebe bzw. Schließelemente umfasst. Dabei kann innerhalb eines Gehäuses des Türantriebes das erwähnte Anschlussmodul vorhanden sein. Auch ist es denkbar, dass das Anschlussmodul selbst einen Teil des Gehäuses des Türantriebes darstellt. Üblicherweise werden Anschlussdosen der zuvor genannten Art als Anschlussmodule verwendet. Bei den Installationsbzw. Wartungsarbeiten des Türantriebes wird ebenfalls die berührungssichere Abschirmung des Anschlussmoduls zeitweise aufgehoben, um einen Zugang zu den elektrischen Verbindungsmitteln innerhalb des Anschlussmoduls zu ermöglichen. Dabei ergeben sich die bereits bei den Anschlussdosen genannten Probleme.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Anschlussmodul für einen Türantrieb bereitzustellen, das eine kostengünstige Möglichkeit bietet, elektrische Verbindungsmittel spannungsisoliert und berührungssicher innerhalb eines Türantriebes aufzunehmen und die Handhabung des Anschlussmoduls zu verringern bzw. zu erleichtern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Anschlussmodul für einen Türantrieb mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.
Ausgehend von den technischen Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch 1 ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens eines der Elemente, womit das erste und zweite Stirnelement und die zwei Seitenelemente gemeint sind, am Basiselement klappbar angeordnet ist. Durch diese klappbare Anordnung wenigstens eines Elementes am Basiselement ist einerseits ein großflächiger Zugang zu den elektrischen Verbindungsmitteln des Anschlussmoduls möglich, wodurch die Handhabung, insbesondere bei der Verbindung der elektrischen Verbindungsmittel, deutlich erleichtert wird. Andererseits wird auch das Verschließen des Anschlussmoduls erleichtert, da im Bereich der klappbaren Verbindung zwischen dem Basiselement und dem geklappten Element ein Einklemmen oder Herausragen der Verbindungsmittel sicher vermieden wird.
Die elektrischen Verbindungsmittel können selbst endseitig mit einem Stecker, einer Steckverbindung oder dergleichen versehen sein, um die elektrische Verbindung zu vereinfachen. Zu diesem Zweck muss die Öffnung in das Anschlussmodul entsprechend groß ausgestaltet sein. Üblicherweise werden die elektrischen Verbindungsmittel wandseitig in das Anschlussmodul eingeführt und dort beispielsweise über Steckverbindungen oder Schraubklemmen oder dergleichen elektrisch verbunden. Hierzu können die entsprechenden Schraubklemmen oder Steckverbindungen auf einer Anschlusseinheit, die beispielsweise als Leiterplatte ausgestaltet ist, angeordnet sein. D. h. die Anschlusseinheit ist ausgebildet, Anschlussklemmen, Leiterplatten und/oder andere elektrische Bauelemente oder Schaltungsteile, wie beispielsweise Filter oder dergleichen, aufzunehmen.
Da zumindest ein Element am Basiselement klappbar angeordnet ist, kann dieses nicht - wie ein loser Deckel - verloren gehen. Auch kann dieses Element nicht bei der Handhabung des Anschlussmoduls herunterfallen. Somit wird durch die einstückige Ausgestaltung des Anschlussmoduls die Handhabung zusätzlich erleichtert. Zusätzlich lässt sich ein solches Anschlussmodul kostengünstig herstellen, insbesondere wenn dieses im Wesentlichen aus Kunststoff besteht.
Des Weiteren können auch sämtliche Stirn- und/oder Seitenelemente klappbar zum Basiselement angeordnet sein, wodurch ein komplett freier Zugang zum Anschlussmodul gegeben ist und die Handhabung besonders erleichtert wird. Hierbei wird der Aufbau des Anschlussmoduls durch eine quaderförmige Ausgestaltung deutlich vereinfacht, da die abklappbaren Elemente über ihre rechteckförmigen Seiten zu einem (geschlossenen) Gehäuse zusammenfügbar sind.
In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ausgeführt.
Dabei sieht eine weitere erfinderische Maßnahme vor, dass das Basiselement rechteckig, insbesondere flach, ausgestaltet ist. Die rechteckige Ausgestaltung des Basiselements begünstigt eine form- und funktionseinheitliche Anbindung an den Türantrieb. Hierbei ist es vorteilhaft, dass auf der flach ausgestalteten Oberfläche des Basiselementes elektrische Klemmen, Stecker oder dergleichen zur elektrischen oder elektronischen Verbindung des Türantriebs integrierbar oder anordbar sind, um den Türantrieb mit einer externen Energieversorgung und/oder Steuerung zu verbinden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Basiselement an mindestens einer Seite mit einer U-förmigen Anlagefläche ausgestaltet ist. Die U-förmige Anlagefläche stellt einen verstärkten Aufnahmebereich für die Zuleitung der elektrischen Verbindungsmittel dar. Gleichzeitig kann die U-förmige Anlagefläche als Anschlag für ein klappbar ausgestaltetes Stirn- oder Seitenelement sein. Außerdem ist es möglich, somit das gesamte Anschlussmodul über die U-förmige Anlagefläche auf dem entsprechend ausgestalteten Element zu lagern.
Ferner besteht die Möglichkeit, dass das erste Stirnelement in einer Endposition teilweise an der U-förmigen Anlagefläche anliegend anordbar ist. Hierbei ist es denkbar, dass die U-förmige Anlagefläche in der Art ausgestaltet ist, dass das erste Stirnelement in der Endposition teilweise in der U-förmigen Anlagefläche innenliegend anordbar ist. Diese überlappende Lagerung des ersten Stirnelementes innerhalb der U-förmigen Anlagefläche schafft in der Endposition eine formschlüssige Aufnahme von Teilen des ersten Stirnelementes teilweise innerhalb der U-förmigen Anlagefläche des Basiselementes.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussmoduls ist vorgesehen, dass an einem der Elemente, beispielsweise dem ersten Stirnelement, mindestens ein Befestigungselement, insbesondere zwei Befestigungselemente, ausgeformt sind. Über diese Befestigungselemente kann das Anschlussmodul sicher mit dem übrigen Türantrieb, insbesondere mit einer Montageplatte des Türantriebs, mechanisch verbunden werden. Hierzu sind an dem übrigen Türantrieb bzw. an der erwähnten Montageplatte entsprechende Gegenbefestigungselemente vorgesehen, die mit den Befestigungselementen des Anschlussmoduls form- und/oder kraftschlüssig zusammenwirken.
Vorteilhafterweise ist der Durchbruch für die Durchführung der elektrischen Verbindungsmittel in der Endposition des ersten Stirnelements teilweise mit einer Öffnung der U-förmigen Anlagefläche deckungsgleich angeordnet. Die teilweise deckungsgleiche Anordnung des Durchbruches des ersten Stirnelementes und der Öffnung der U-förmigen Anlagefläche ermöglichen eine Zuführung der elektrischen Verbindungsmittel in das Anschlussmodul, wobei das Stirnelement ebenfalls klappbar zum Basiselement ausgestaltet sein kann.
Eine Weiterführung der vorliegenden Erfindung umfasst, dass das Basiselement an mindestens einer Seite mit einem nahezu senkrecht angeordneten Verbindungssteg, insbesondere an zwei Breitseiten mit zwei Verbindungsstegen, ausgeformt ist. Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass die Verbindungsstege materialeinheitlich und einstückig mit den Stegen der U- förmigen Anlagefläche ausgestaltet sind. Diese Ausgestaltung der Oberfläche des Basiselements schafft eine stabile Basis für die Anordnung der ergänzenden Elemente des Anschlussmoduls. Ferner kann der Raum zwischen den beiden Verbindungsstegen dazu dienen, eine vorgesehene Anschlusseinheit aufzunehmen, an der die Steckverbinder oder Schraubklemmen angeordnet sind. Dabei können spannungsführende Teile zwischen dem Basiselement und der Anschlusseinheit derart angeordnet werden, dass sie nicht berührbar sind.
Ferner besteht die Möglichkeit, dass mindestens eins der Elemente, insbesondere das Basiselement, mit mindestens einem Haltemittel zur Anordnung mindestens einer Anschlusseinheit versehen ist, wobei die Anschlusseinheit korrespondierende Gegenhaltemittel aufweist. Hierbei ist es möglich, dass die Haltemittel innerhalb des Basiselementes als Durchbrüche ausgeformt sind, die mit korrespondierenden Clips an der Anschlusseinheit reversibel und kraft- und/oder formschlüssig verbindbar sind.
Eine besonders kostengünstige Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Anschlussmodul als ein Spritzgussteil ausgeformt ist, wobei mindestens eine Verbindung zwischen dem Basiselement und den Elementen an seiner Seite scharnierartig angeordnet ist, insbesondere die Stirnelemente mit Schmalseiten und die Seitenelemente mit Breitseiten scharnierartig verbunden sind. Aufgrund der scharnierartigen Ausformung der Verbindung zwischen dem Basiselement und den Stirn- bzw. Seitenelementen ist die Überführung des Anschlussmoduls von der Endposition zu einer Grundposition einstückig realisierbar. Hierbei können die Seiten- bzw. Stirnelemente, die in der Endposition nahezu senkrecht zum Basiselement angeordnet sind, an ihrer Verbindungsstelle zum Basiselement jeweils entgegengesetzt zu ihrem korrespondierenden Seiten- bzw. Stirnelement abgeklappt werden.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass das Anschlussmodul einstückig, insbesondere über die Verbindung ein oder mehrerer Elemente mit dem Basiselement mittels Falz- oder Filmscharnieren materialeinheitlich ausgeführt ist. Vorteilhafterweise wird das Anschlussmodul aus einem stromisolierenden Kunststoff in einem Spritzgussverfahren hergestellt, um geringe Fertigungskosten zu verursachen. Denkbar ist auch eine Ausformung des scharnierartigen Gelenks mit einer Achse. Hierbei kann die Achse in einem Dualspritzgussverfahren in einem Prozessschritt als Gelenkstift zwischen den zu verbindenden Elemente des Anschlussmoduls eingebettet bzw. eingespritzt werden.
In einer besonders vorteilhaften Variante sind in der Grundposition des Anschlussmoduls, in der sämtliche Elemente aufgeklappt sind, das Basiselement und das jeweilige Stirn- bzw. Seitenelement nahezu parallel zueinander angeordnet.
Eine andere verbessernde Maßnahme sieht vor, dass das Anschlussmodul an mindestens einem Element zumindest partiell mit Verstärkungsrippen ausgeführt ist, insbesondere die Seitenelemente an den Innenseiten teilweise mit Verstärkungsrippen ausgeführt sind. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Verstärkungsrippen wabenförmig ausgestaltet sind, da hierdurch bei gleichzeitiger Materialersparnis eine höhere Festigkeit in der Struktur der Seitenelemente erzielt werden kann. Dieses ist besonders sinnvoll, da sie bei der Montage des Anschlussmoduls am Türantrieb als Griffstücke dienen und die zusätzliche Verstärkung die berührungssichere Abschirmung der im Anschlussmodul innenliegenden Anschlussmittel gewährleistet. Ebenfalls ist es denkbar, dass das Basiselement und/oder die Stirn- und/oder Seitenelemente mit einer elektromagnetischen Abschirmung versehen sind, um elektronische bzw. elektromagnetische Störungen zu verhindern. Hierfür können die zuvor genannten Elemente mit einer Metallschicht beschichtet sein. Auch ist es denkbar, eine entsprechende Abschirmungsschicht, z. B. durch ein Drahtgeflecht, innerhalb der Elemente zu integrieren.
In einer weiteren Ausführungsform sind die Seitenelemente mit Rastmitteln ausgestaltet, die in der Endposition in oder an den Stirnelementen ausgeformten Gegenrastmitteln ruhen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Rastmittel als Rasthaken ausgeführt sind, die in oder an als Aussparung ausgeformten Gegenrastmitteln formschlüssig anliegen. Diese im Spritzgussverfahren einfach herstellbare Ausführung der Rast- und Gegenrast- mittel ermöglicht eine leichte Überführung des Anschlussmoduls von der Grundposition in die Endposition und sichert die Stellung der Elemente in der Endposition. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Rasthaken einstückig mit den Seitenelementen ausgeführt sind.
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben oder werden nachfolgend gemeinsam mit der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Diese zeigen in:
Figur 1 : eine dreidimensionale Ansicht eines Anschlussmoduls in einer Grundposition Il mit Anschlussmitteln,
Figur 2: eine weitere dreidimensionale Ansicht des Anschlussmoduls in einer Grundposition II,
Figur 3: eine weitere dreidimensionale Ansicht des Anschlussmoduls in einer Endposition I mit Anschlussmitteln und
Figur 4: eine dreidimensionale Ansicht eines Türantrieb mit dem Anschlussmodul, ohne Gehäuse.
Die Fig. 1 zeigt ein aufgeklapptes Anschlussmodul 1. Das Anschlussmodul 1 ist hierbei für einen Türantrieb 2 vorgesehen, der exemplarisch in Fig. 4 ohne Gehäuse dargestellt ist. In Fig. 1 befindet sich das Anschlussmodul 1 in einer Grundposition II. Hierbei sind die Stirnelemente 4 und die Seitenelemente 5 aufgeklappt und nahezu parallel zum Basiselement 3 angeordnet. Wie sichtbar ist, ist ein freier und einfacher Zugang zu einer vorhandenen Anschlusseinheit 50 möglich, die über Schraubklemmen und Steckverbindungen verfügt, um die nicht dargestellten elektrischen Verbindungsmittel an den Türantrieb 2 elektrisch anzuschließen. Die Anschlusseinheit 50 ist vorzugsweise als Leiterplatte ausgebildet, die
vorzugsweise mittels Schrauben oder Rastmitteln am Basiselement 3 lösbar angebracht ist.
Wie in Fig. 2 deutlich zu erkennen ist, ist das Basiselement 3 rechteckig, insbesondere flach, ausgestaltet. An einer Schmalseite 7.1 ist eine U-för- mige Anlagefläche 8 des Basiselementes 3 ausgeformt. An den Breitseiten 7.2 des Basiselementes 3 sind Verbindungsstege 11 nahezu senkrecht zum Basiselement 3 angeordnet. Die Verbindungsstege 11 sind im Bereich der U-förmigen Anlagefläche 8 als weitergehende Stege 8.1 ausgeformt.
Ein an der Schmalseite 7.1 des Basiselementes 3 angeordnetes erstes Stirnelement 4.1 ist mit einem Durchbruch 6 ausgeführt. In einer in Fig. 3 dargestellten Endposition I korrespondiert der Durchbruch 6 des ersten Stirnelementes 4.1 mit einer Öffnung 10, die innerhalb der U-förmigen Anlagefläche 8 des Basiselementes 3 ausgeformt ist. Der daraus resultierende Zugang zum Anschlussmodul 1 ermöglicht die Zuführung von den elektrischen Verbindungsmitteln in das Anschlussmodul 1. Dabei können die elektrischen Verbindungsmitteln auch mit Steckern versehen sein, da der resultierende Zugang ausreichend groß genug ausgestaltet ist. Ebenfalls ist es denkbar, den Durchbruch 6 mit einer wasserdichten Membrane zu versehen, die eine wasserdichte Abdichtung der durchgeführten elektrischen Verbindungsmittel ermöglicht.
In Fig. 1 ist das Anschlussmodul 1 von seiner Vorderseite dargestellt, so wie es in der Grundposition Il an einem Türantrieb 2 befestigt sein kann, um die elektrischen Verbindungsmittel mit dem Türantrieb 2 zu verbinden. Nachdem nun die elektrischen Verbindungsmittel durch den wandseitig zugewandten Durchbruch 6, der in dem ersten Stirnelement 4.1 angeordnet ist, durchgeführt worden sind, kann eine Verbindung der elektrischen
Verbindungsmittel z. B. mit der Anschlusseinheit 50 stattfinden. Anschließend können die beiden Seitenelemente 5 hochgeklappt werden, wobei diese dann orthogonal zum Basiselement 3 ausgerichtet sind und die Verbindungsstege 11 großflächig verlängern (s. Fig. 3 und 4). Im nächsten Schritt kann das zweite Stirnelement 4.2 hochgeklappt werden, so dass dieses ebenfalls orthogonal zum Basiselement 3 ausgerichtet ist. Hierdurch entsteht im Wesentlichen eine Box mit 4 Seiten und einer orthogonalen Grundfläche. Schließlich wird das gesamte Basiselement 3 mit den hochgeklappten Elementen 4.2 und 5 an das zweite Stirnelement 4.1 angeklappt, wodurch die Endposition I erreichbar ist, in der das Anschlussmodul 1 in den Fig. 3 und 4 gezeigt ist. In der Endposition I sind sämtliche elektrische Verbindungsmittel spannungsisoliert und berührungssicher innerhalb des Anschlussmoduls 1 untergebracht. Durch die zuvor beschriebenen Klappbewegungen werden auch nicht die elektrischen Verbindungsmittel eingeklemmt und sind trotzdem einfach in dem Anschlussmodul 1 unterzubringen. Je nach Ausgestaltung des Türantriebs 2 kann das Anschlussmodul 1 mit einem Gehäuse überdeckt bzw. verschlossen werden. Es versteht sich von selbst, dass das Anschlussmodul 1 in umgekehrter Reihenfolge - wie zuvor beschrieben - von der Endposition I in die Grundposition Il überführt werden kann, um z. B. Wartungs- oder Reparaturarbeiten oder dergleichen durchführen zu können.
Zur Befestigung des Anschlussmoduls 1 an den Türantrieb 2 bzw. einer Montageplatte 40 sind am ersten Stirnelement 4.1 zwei Befestigungselemente 9 angeordnet. Die Befestigungselemente 9 sind bei dieser Ausführungsform zylindrisch ausgestaltet und verfügen an ihrer der U-förmigen Anlagefläche 8 zugewandten Seite über einen nahezu kreisrunden Durchbruch. In den Befestigungselementen 9 können bereits Schrauben vormontiert sein, um das Anschlussmoduls 1 fest mit dem Türantrieb 2 bzw. der Montageplatte 40 zu verschrauben. Der Aufbau des ersten Stimele-
mentes 4.1 ist stegartig. In der Endposition I ist das erste Stirnelement 4.1 teilweise an der U-förmigen Anlagefläche 8 anliegend angeordnet.
Fig. 4 zeigt, wie das Anschlussmodul 1 an zu den Befestigungselementen 9 korrespondierenden Gegenbefestigungselementen 16 mittels Schrauben auf einer Montageplatte 40 des Türantriebs 2 reversibel an dem Türantrieb 2 befestigbar ist. Zu diesem Zweck können entsprechende Gewinde bzw. Muttern für die Schrauben in den Gegenbefestigungselementen 16 vorhanden sein.
Des Weiteren sind in Fig. 2 die Verstärkungsrippen 15 an den Innenseiten 5.1 der Seitenelemente 5 deutlich erkennbar. Der wabenförmige Aufbau der Verstärkungsrippen 15 stellt eine besonders materialsparende Art und Weise dar, ein Element 3, 4, 5 in seiner Struktur zu verstärken. Die Verbindungen zwischen den Elementen 3, 4, 5 sind vorliegend als Filmscharniere 14 ausgeführt. Die Seitenelemente 5 sind über Verbindungsstege 11 an dem Basiselement 3 angeordnet.
In einer in Fig. 3 dargestellten Endposition I sind die Stirnelemente 4 und die Seitenelemente 5 nahezu senkrecht zum Basiselement 3 angeordnet. Hierbei ist der Durchbruch 6 im ersten Stirnelement 4.1 nahezu deckungsgleich mit der Öffnung 10 der U-förmigen Anlagefläche 8 angeordnet. So wird die Durchführung von den elektrischen Verbindungsmitteln in das Anschlussmodul 1 gewährleistet.
Bei dem in Fig. 2 in einer Grundposition Il dargestellten Anschlussmodul 1 sind die Haltemittel 12 als Durchbrüche innerhalb des Basismoduls 3 ausgestaltet. Die Durchbrüche 12 sind hier als längliche Doppeldurchbrüche 12, die parallel zueinander angeordnet sind, ausgestaltet. Die Durchbrüche 12 korrespondieren mit clipähnlich ausgeführten Gegenhaltemit-
teln 13, die an der Anschlusseinheit 50 angeordnet sind und eine Befestigung der Anschlusseinheit 50 auf dem Basiselement 3 ermöglichen.
In Fig. 2 sind weiterhin die an den Seitenelementen 5 und am Basiselement 3 ausgeformten RastmitteM 7 zu erkennen. Die Rastmittel 17 sind als Rastnasen ausgestaltet, die in der in Fig. 3 dargestellten Endposition I in bzw. an korrespondierenden Gegenrastmitteln 18 des Stirn- und Basiselements 3, 4 form- und/oder kraftschlüssig anordbar sind.
Am zweiten Stirnelement 4.2 sind Gegenrastmittel 18 zur Aufnahme der korrespondierenden Rastmittel 17 der Seitenelemente 5 als Durchbrüche 18 ausgestaltet. Das Basiselement 3 ist an der der U-förmigen Anlagefläche 8 zugewandten Seite des Stegs 8.1 mit einer als Gegenrastmittel 18 ausgestalteten Anlagefläche 18 ausgeführt, an dem das Rastmittel 17 in der Endposition I unter Spannung anliegt.
Fig. 3 zeigt das Anschlussmodul 1 in der Endposition I. Hier ist dargestellt, dass die Elemente 4 und 5 nahezu senkrecht zum Basiselement 3 angeordnet sind. Die an den Seitenelementen 5 angeordneten Rastmittel 17 sind in der Endposition I mit den Gegenrastmittel 18 an den Stirnelementen 4 bzw. dem Basiselement 3 verbunden, wodurch eine stabiler Verbund des Anschlussmoduls 1 mit seinen Stirn- und Seitenelementen 4 und 5 in der Endposition I erreichbar ist.
In der Fig. 4 ist der Türantrieb 2 mit dem angebrachten Anschlussmodul 1 in der Endposition I dargestellt. In dieser Position sind die elektrischen Verbindungsmittel spannungsisoliert und berührungssicher im Inneren des Anschlussmoduls 1 angeordnet. Hierbei ist das gesamte Anschlussmodul 1 zur rechten Seite hin offen ausgestaltet, wobei diese Seite durch weitere Bauteile des Türantriebes 2 verschlossen ist. In der Endposition I
ist das Basiselement 3 im Wesentlichen senkrecht zur Montageplatte 40 des Türantriebsmoduls 2 angeordnet. Das Basiselement 3 kann selbst eine Stirnfläche des Türantriebes 2 in dieser Endposition I darstellen. Üblicherweise wird der Türantrieb 2 mit einem im Wesentlichen U-förmigen Gehäuse verschlossen. Das gesamte Anschlussmodul 1 kann im vorliegenden Beispiel über die Befestigungselemente 9 an den Gegenbefestigungselementen 16 mit der Montageplatte 2 verschraubt sein. Bei Wartungsarbeiten oder dergleichen kann das Anschlussmodul 1 aus der Endposition I in die Grundposition Il überführt werden, in dem das Basiselement 3 mit den dazugehörigen Stirnelementen 4 und den Seitenelementen 5 nach links weggeklappt wird und zwar aus der senkrechten Position in die waagerechte Position. Anschließend können die einzelnen Elemente 4, 5 ebenfalls von dem Basiselement 3 weggeklappt werden, um so einen optimalen Zugang zu den elektrischen Verbindungsmitteln und gegebenenfalls der Anschlusseinheit 50 zu geben.
Anstelle oder zusätzlich zu den vorbeschriebenen Mitteln zum Befestigen bzw. Anbringen des Anschlussmoduls 1 am Türantrieb 2 können Rastverbindungen vorgesehen sein, die beispielsweise analog zu den in Verbindung mit der Anschlusseinheit 50 und dem Basisteil 3 vorbeschriebenen Rastverbindungen ausgebildet sind.
Alternativ kann eine reine Klemmbefestigung vorgesehen sein, sodass es keine besonderen Befestigungsvorrichtungen weder am Anschlussmodul 1 noch am Türantrieb 2 gibt.
Alternativ kann vorgesehen sein, das Anschlussmodul 1 am Türantrieb 2 mittels beispielsweise Nietverbindungen, Verschweißens oder Klebens unlösbar anzubringen.
Bezugszeichenliste
1 Anschlussmodul
2 Türantrieb
3 Basiselement
4 Stirnelement
4.1 erstes Stirnelement
4.2 zweites Stirnelement
5 Seitenelement
5.1 Innenseiten
6 Durchbruch
7 Seite
7.1 Schmalseite
7.2 Breitseite
8 U-förmige Anlagefläche
8.1 Steg
9 Befestigungselement für 16
10 Öffnung
11 Verbindungssteg
12 Haltemittel in 3
13 Gegenhaltemittel von 50
14 Filmscharniere
15 Verstärkungsrippen
16 Gegenbefestigungselement zu 9
17 Rastmittel
18 Gegenrastmittel
40 Montageplatte von 2
50 Anschlusseinheit
50.1 Anschluss
I Endposition
II Grund Position