Lagerschale für eine hydrostatische Maschine und hydrostatische Maschine mit dieser Lagerschale
Die Erfindung betrifft eine Lagerschale für eine hydrostatische Maschine oder eine hydrostatische Maschine mit dieser Lagerschale.
Bei einer hydrostatischen Maschine, insbesondere einer Axialkolbenmaschine, können insbesondere bei einem Betrieb mit Hochdruck betrachtliche Kräfte an den Einzelteilen der Maschine, insbesondere an einer verstellbaren Trieb- oder Schragscheibe einer Axialkolbenmaschine, auftreten, was zu einem Verschleiß dieser Teile fuhrt, die doch gerade langlebig sein sollen. Dabei treten auch hohe Flachenpressungen auf, und deshalb werden solche Lagerstellen zur Aufnahme verhältnismäßig großer Belastungen als Gleitlager oder Rollenlager ausgebildet, die betrachtliche Lagerkrafte aufnehmen können. Bei einem Gleitlager ist dies durch die verhältnismäßig große Lager- bzw. Gleitflache vorgegeben. Bei einem Rollenlager ist die Flachenpressung ebenfalls verhältnismäßig gering, weil die Lagerrollen linienformig an der Lagerflache anliegen.
Bei einer Axialkolbenmaschine ist das Schwenklager einer verstellbaren Schragscheibe insbesondere auf der
Druckseite im Pumpenbetrieb betrachtlichen Druckkräften ausgesetzt, die durch zwei beiderseits der Mittelachse der Schragscheibe angeordnete Schwenklager aufzunehmen und an das Gehäuse weiterzugeben sind.
Um dabei eine große Lagerflache realisieren zu können, weisen vorbekannte Schwenk-Gleitlager oder -Rollenlager kreisbogenabschnittsformig gekrümmte Lagerschalen auf, die an entsprechend gekrümmten Anlageflachen des Gehäuses
anliegend und in der Richtung auf den Zylinderblock konvergent offen sind.
Um eine Bewegung der Lagerschalen, insbesondere in der Schwenkrichtung, zu verhindern, ist es z. B. aus der DE 196 13 609 Al bekannt, die Lagerschalen jeweils mit einem Fixierelement, z.B. mit einer Gewindeschraube, dadurch zu sichern, dass die Gewindeschraube zapfenförmig in ein vorgefertigtes Loch in der Lagerschale eingreift.
Eine solche Ausgestaltung ist aufwendig und teuer in der Herstellung, weil nicht nur im Gehäuse sondern auch in der betreffenden Lagerschale ein Loch bzw. Gewindeloch vorzufertigen ist und die Gewindeschraube nach dem Einsetzen der Lagerschale in ihre Sicherungsposition zu schrauben ist. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass das in der Lagerschale vorhandene Loch den Querschnitt und damit die Festigkeit der Lagerschale erheblich beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerschale und eine hydrostatische Maschine der eingangs angegebenen Arten insbesondere bzgl. einer einfachen Konstruktion und Montage bzw. Demontage zu verbessern. Dabei soll die Vereinfachung zu einer einfachen und preiswerten
Herstellung oder Montage bzw. Demontage führen, so dass die Lagerschale oder die Axialkolbenmaschine auch preiswert herstellbar oder montierbar bzw. demontierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 17 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in zugehörigen Unteransprüchen beschrieben.
Bei beiden erfindungsgemäßen Ausgestaltungen gemäß Anspruch 1 oder 17 besteht die Lagerschale aus Kunststoff, wobei das Fixierelement einteilig angeformt ist. Hierdurch lassen sich mehrere Vorteile erreichen.
Zum Einen lässt sich die Lagerschale als Kunststoff- Spritzteil nicht nur einfach sowie schnell und deshalb kostengünstig, sondern auch formgenau herstellen. Letzteres ermöglicht es auch, die Lagerschale durch das Spritzgießen in seiner endgültigen Form vorzufertigen.
Diese gilt nicht nur für die üblichen Begrenzungskonturen der Lagerschale zu ihrer Abstützung, sondern auch für ihre wenigstens eine Lagerfläche, die durch das Spritzgießen so glatt herstellbar ist, dass sie sich ohne eine Nacharbeit nicht nur als Gleitfläche sondern auch als Abwälzfläche für Wälzlager-Rollen eignet.
Die Lagerschale lässt sich auch mit einem Kunststoff hinreichender Härte fertigen, wodurch eine hinreichende Verschleißfestigkeit und Lebensdauer erreicht wird.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Kunststoff ein geringeres, spezifisches Gewicht als Bronze aufweist und deshalb die erfindungsgemäße Lagerschale verhältnismäßig leicht ist und zur Gewichtsersparnis beiträgt.
Es ist im Weiteren vorteilhaft, in der Lagerfläche der Lagerschale eine oder mehrere in der Krümmungsrichtung hintereinander angeordnete Schmierausnehmungen anzuordnen, in die vorzugsweise ein Zuführungskanal für ein
Schmiermittel, insbesondere für das hydraulische Fluid, mündet. Diese Ausgestaltung, die sich insbesondere für ein Gleitlager eignet, verbessert die Schmiermittelzuführung zwischen den Lagergleitflächen. Die Schmierausnehmungen
sind vorzugsweise durch Schmiernuten gebildet, die zugleich die Zuführkanäle für das Schmiermittel bilden, wenn sie an wenigstens einer Seite seitlich aus der Lagerschale ausmünden.
Die Ausgestaltungen mit Schmierausnehmungen eignet sich insbesondere für die Lagerschale, die sich auf der Druckseite der Axialkolbenmaschine befindet.
Nachfolgend werden vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung anhand von vereinfachten Zeichnungen näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine im axialen Schnitt;
Fig. 2 den Teilschnitt II-II in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;
Fig. 3 eine in Fig. 2 sichtbare Lagerschale in der Draufsicht;
Fig. 4 die Lagerschale in der Draufsicht gemäß Fig. 4 in abgewandelter Ausgestaltung;
Fig. 5 die Lagerschale im Schnitt V-V gemäß Fig. 2 in weiter abgewandelter Ausgestaltung;
Fig. 6 die Lagerschale im Schnitt V-V gemäß Fig. 2 in weiter abgewandelter Ausgestaltung;
Fig. 7 die Axialkolbenmaschine oder die Lagerschale in weiter abgewandelter Ausgestaltung in einem dem Schnitt V-V entsprechenden Schnitt;
Fig. 8 die Lagerschale gemäß Fig. 7 in perspektivischer Darstellung mit Blickrichtung auf ihre Lagerbzw. Gleitflache;
Fig. 9 die Axialkolbenmaschme oder die Lagerschale in weiter abgewandelter Ausgestaltung in einem dem Schnitt V-V entsprechenden Schnitt und
Fig. 10 die Lagerschale gemäß Fig. 9 in perspektivischer Darstellung mit Blickrichtung auf ihre Lagerbzw. Gleitflache.
Die in ihrer Gesamtheit in Fig. 1 mit 1 bezeichnete Axialkolbenmaschme ist eine hydrostatische Maschine, die bei Verwendung eines hydraulischen Fluids, insbesondere Hydraulikol, in einer oder mehreren Funktionsarten betrieben werden kann, z.B. als Pumpe oder Motor, was allgemein bekannt ist.
Die Hauptteile der Axialkolbenmaschme 1 sind ein Gehäuse 2, in dem eine Triebwelle 3 in, z.B. zwei, einen axialen Abstand voneinander aufweisenden Drehlagern 4, 5 drehbar gelagert ist und ein Durchfuhrungsloch 6 in einer Stirnwand 2a des Gehäuses 2 nach außen durchragt und an der Stirnwand 2a im Drehlager 4 drehbar gelagert ist.
Die Triebwelle 3 ist im Bereich der Stirnwand 2a durch einen Dichtring abgedichtet, der vorzugsweise in einen Ringtrager eingesetzt ist, der an der Stirnwand 2a befestigt ist.
Das Gehäuse 2 ist vorzugsweise ein topfformiges Gehäuse, wobei die Stirnwand 2a den Boden der Topfform bildet, der
durch einen Deckel 2b lösbar verschlossen ist, der am freien Rand der Umfangswand 2c des Gehäuses 2 abgedichtet anliegt und daran befestigt ist, z.B. mittels auf dem Umfang verteilt angeordnete und durch Strichpunktlinien angedeutete Befestigungsschrauben 7.
Im Innenraum 8 des Gehäuses 2 sind folgende axial hintereinander angeordnete Funktionsteile eines Triebwerks angeordnet, nämlich eine Triebscheibe 9 mit einer sich bzgl. der Längsachse 11 der Axialkolbenmaschine 1 normalerweise schräg erstreckenden Antriebsebene 12, in der eine Mehrzahl vorzugsweise auf einem Teilkreis angeordnete und sich insbesondere etwa axial erstreckende Kolben 13 mittelbar oder unmittelbar axial abgestützt sind, die mit ihrem der Triebscheibe 9 abgewandten Kolbenschäften 13a in Kolbenlöchern 14 eines Zylinderblocks 15 axial verschiebbar eintauchen, der drehfest mit der Triebwelle 3 verbunden ist und an seiner der Triebscheibe 9 abgewandten Seite axial an einer Steuerscheibe 16 anliegt, die in ihrer dem Zylinderblock 15 zugewandten Steuerfläche Steueröffnungen 17, z.B. zwei nierenförmige und einander gegenüberliegende Steueröffnungen 17, aufweist, die mit sich von den Kolbenlöchern 14 erstreckenden Steuerkanälen 18 im Zylinderblock 15 korrespondieren. Zu bzw. von den
Steueröffnungen 17 erstreckt sich im Deckel 2c jeweils eine Zu- bzw. Abführungsleitung 19, 21 für das hydraulische Fluid.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Triebscheibe 11 durch eine Schrägscheibe mit einer dem Zylinderblock 15 zugewandten und die Antriebsebene 12 bildenden schrägen Gleitfläche gebildet, an der die Kolben 13 mit kugelförmigen Kolbenköpfen 13b und darauf schwenkbar
gelagerten sog. Gleitschuhen 22 gleitbar anliegen. Um letzteres bei der Hin- und Herbewegung der Kolben 13 im Funktionsbetrieb zu gewahrleisten, sind die Kolbenkopfe 13b mittels einer Ruckhaltevorrichtung mit einer die Gleitschuhe 22 hintergreifenden Ruckhaltescheibe 23 in der Gleitstellung an einer Gleitflache 9a der Triebscheibe 9 gesichert. Die Triebscheibe 9 ist in einem Schwenklager 24 mit einer sich quer zur Langsachse 1 erstreckenden Schwenkachse 24a schwenkbar gelagert und zur Vergrößerung oder Verringerung des Durchsatzvolumens des hydraulischen Fluids durch eine Schwenkvorrichtung 25 schwenkbar, deren Schwenkbewegungen vorzugsweise automatisch gesteuert werden.
Beim vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel sind auf beiden
Seiten der die Triebscheibe 9 in einem Durchfuhrungsloch 9b mit Bewegungsspiel durchfassenden Triebwelle 3 jeweils ein Schwenklager 24b, 24c angeordnet, die gleich oder bzgl. der sich in der Langsachse 11 erstreckenden Langsmittelebene El spiegelbildlich ausgebildet sein können .
Beim vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel sind die beiden Schwenklager 24b, 24c, wie in Fig. 2 dargestellt, durch sog. Schwenkwiegen gebildet, d.h. sie weisen jeweils zwei Gleit- bzw. Lagerflachen 2βa auf, die kreisbogen- oder zylinderabschnittformig um die Schwenkachse 24a konkav gekrümmt sind, wobei die Krummmung zum Zylmderblock 15 hin offen ist und die Triebscheibe 9 von dieser axialen Seite her montierbar ist.
Um bei einem Verschleiß die Lagerflachen 2βa in einfacher und kostengünstiger Weise reparieren zu können, ist jeweils die Lagerflache 2βa an einer Lagerschale 26
ausgebildet, die durch einen entsprechend kreisbogenabschnittförmig gekrümmt erstreckenden Lagerstreifen 26c gebildet ist, der sich im Querschnitt vorzugsweise parallel zur Schwenkachse 24a erstreckt und eine Breite b aufweist, die unter Berücksichtigung ihrer bogenförmigen Länge L eine hinreichend große Lagerfläche ergibt, um eine möglichst geringe Flächenpressung zu erreichen .
Die Länge L des Lagerstreifens 26c erstreckt sich über einen Winkel W, der kleiner ist als 180 °, z.B. etwa 110 ° bis 150 ° betragen kann.
Die Lagerschalen 26 weisen somit innen eine sich rechtwinklig zur Radialebene E2 der konkaven Krümmung erstreckende Lagerfläche 26a und außen eine sich dazu parallel erstreckende Anlagefläche 26d auf, mit der sie an einer entsprechend gekrümmten Anlagefläche 2e des Gehäuses 2 anliegen und radial abgestützt sind.
Bei der vorbeschriebenen Ausbildung bilden die auf beiden Seiten der Triebwelle 3 angeordneten Lagerschalen 26 jeweils ein Gleitlager. Es kann aber auch wenigstens eines der Schwenklager 24b, 24c, z.B. das auf der Saugseite der Axialkolbenmaschine angeordnete Schwenklager als Wälzlager mit zylindrischen oder tonnenförmigen Wälzrollen Wr ausgebildet sein, wie es in Fig. 2 als besonderes Detail verdeutlicht ist. Bei einer solchen Ausgestaltung wälzen sich die Wälzrollen Wr auf der Lagerfläche 26a der Lagerschale 26 ab, wobei der Radius der Lagerfläche 26b am Schwenkkörper kleiner ist als der Radius der Lagerfläche 26a. Deshalb besteht zwischen den Lagerflächen 26a, 26b ein Spalt in der Größe der Querschnittabmessung der Wälzrollen Wr, wobei diese in diesem Spalt angeordnet sind
und an den Lagerflachen 26a, 26b im Schwenkbetrieb abwälzen.
Zur Sicherung der jeweiligen Lagerschale 26 gegen ein Verschieben in der Umfangsrichtung ist eine
Fixiervorrichtung 27 vorgesehen, die vorzugsweise zugleich in der Querrichtung wirksam ist. Die Fixiervorrichtung 27 weist ein an der Lagerschale 26 angeordnetes Fixierelement 27a auf, das mit einem korrespondierenden Fixierelement 2f am Gehäuse 2 formschlussig zusammen wirkt.
Beim Ausfuhrungsbeispiel ist das Fixierelement 27a durch einen von der Lagerschale 26 abstehenden Fixierzapfen gebildet, der vorzugsweise von der Anlageflache 26d absteht, insbesondere in einer mittleren Position bzgl. dieser, wie dies auch in Fig. 3 dargestellt ist. Das korrespondierende Fixierelement 2f ist vorzugsweise durch ein Fixierloch in einer den Fixierzapfen entsprechenden Querschnittsform und -große gebildet, das vorzugsweise in der korrespondierenden Anlageflache 2e angeordnet ist, vorzugsweise ebenfalls in deren mittleren Position.
Die Fixierlocher sind vorzugsweise Sacklocher, die an der Anlageflache 2e ausmunden.
In solchen Fallen, in denen es gewünscht ist, den Fixierzapfen mit einer Klemmspannung im Fixierloch zu sichern, kann die vorhandene Passung zwischen diesen Teilen als Presspassung ausgebildet sein. Um bei einer solchen gewünschten Klemmspannung die Montage bzw.
Demontage zu erleichtern, ist es vorteilhaft, am Umfang des Fixierzapfens einen oder mehrere Klemmringe 27b anzuordnen, die diametral mit einem Übermaß ausgebildet sind und deshalb beim Einspressen in das Fixierloch
elastisch nachgeben und mit einer elastischen Klemmspannung gegen die Wandung des Fixierlochs drücken. Der oder die Klemmringe 27b sind z.B. sägezahnförmig ausgebildet und dem freien Ende des Fixierzapfens abgewandt, wodurch sie ein leichtes Einsetzen in das
Fixierloch ermöglichen und darin eine Klemmsicherung gegen ein Herausziehen bewirken.
In den Gleitflächen 2βa befinden sich gemäß dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel vorzugsweise eine oder mehrere Schmierausnehmungen 28, in die jeweils ein Schmierstoff-Zuführkanal mündet. Die Schmierausnehmungen 28 sind vorzugsweise durch Schmiernuten gebildet, die an wenigstens einer Seite der Lagerschale 26 ausmünden. Die Schmiernuten erstrecken sich vorzugsweise schräg zur zugehörigen Schwenkebene E2, wobei die wenigstens eine seitliche Nutenöffnung 28a insbesondere am der Drehrichtung abgewandten Ende der zugehörigen Schmiernut angeordnet ist. Es ist besonders vorteilhaft, die Schmiernuten an beiden Seiten ausmünden zu lassen, so dass an beiden Seiten Nutöffnungen 28a vorhanden sind. Die schräge Erstreckung der Schmiernuten führt zu dem Vorteil, dass das Schmiermittel, vorzugsweise das hydraulische Fluid, durch einen Reibungskontakt mit der zugehörigen Lagerfläche 26b mitgenommen und dabei zwischen die Lagerflächen 26a, 26b gefördert wird, wodurch die Schmierung verbessert wird und der Lagerverschleiß verringert wird.
Da auf der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine 1 die Belastungen der Lagerfläche 26a bzw. besonders groß sind, ist es vorteilhaft, die Schmierausnehmungen 28 bzw. Schmiernuten in der Lagerfläche 26a der Lagerschale 26 auszubilden, die auf der Druckseite angeordnet ist. Es
kann aber auch die auf der Saugdruckseite angeordnete Lagerschale 26 sein, die wenigstens eine Schmierausnehmung 28 aufweist.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und Fig. 6 weisen die Lagerschalen 26 an einem oder an beiden seitlichen Rändern einen die Lagerfläche 26a überragende Randsteg 26g auf, dessen Innenfläche eine kreisbogenförmige radiale Schulterfläche 26h bildet, die dazu dienen kann, die zugehörige Lagerschale oder ein anderes Teil des
Schwenklagers 24, z.B. nicht dargestellte zwischen den Lagerflächen 26a, 26b angeordnete Wälzlagerrollen Wr, seitlich zu begrenzen und dadurch in der jeweiligen Schwenkebene E2 zu sichern.
Die bzgl. der Längsschnittebene El vorzugsweise spiegelbildlich angeordneten Lagerschalen 26 bestehen vorzugsweise aus einem Kunststoff mit einer Härte und Festigkeit, die unter Berücksichtigung der auftretenden Flächenpressung hinreichend groß ist, um die Lagerlasten aufnehmen zu können. Es handelt sich z. B. um den an sich bekannten Kunststoff TORLON 4301, insbesondere um einen Kunststoff, der durch Spritzgießtechnik zu Formteilen, hier die Lagerschalen 26, in einer zugehörigen Formvorrichtung formbar ist.
Durch Spritzgießen hergestellte Kunststoffteile weisen einen sog. Spritzansatz 29 an der Stelle auf, an der der flüssige Kunststoff in die Form eingespritzt wird, und an der sich nach dem Erstarren des Kunststoffs ein kleiner Ansatz bildet, der in vielen Fällen stört. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann ein solcher Spritzansatz 29 an der Stirnfläche des Fixierzapfens angeordnet sein (nicht dargestellt). Ein von der
Stirnfläche evtl. vorstehender Spritzansatz 29 kann in einem entsprechend tief ausgebildeten Fixierloch aufgenommen sein, ohne zu stören.
Um im Bereich des Fixierzapfens größere Wanddicken zu vermeiden, ist es vorteilhaft, den Fixierzapfen als Hohlzapfen auszubilden. Insbesondere bei dieser Ausgestaltung ist es vorteilhaft, den Spritzansatz 29 z.B. am Grund des Hohlraums 27c des Hohlzapfens anzuordnen, so dass der Spritzansatz 29 in die Tiefe des Fixierlochs ragt, ohne dass dieses mit einer großen Tiefe hergestellt werden muss.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 7 bis 10, bei denen - wie bei allen Ausführungsbeispielen - gleiche oder vergleichbare Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, sind jeweils in der Lagerfläche 2βa bzw. Gleitfläche der Lagerschale 26 eine Ausnehmung 31 angeordnet, die sich von der wenigstens einen Schmierausnehmung 28 dadurch unterscheidet, dass ihr Rand 32 einen Abstand a vom Rand 26i der Lagerfläche 2βa aufweist. In Folge dessen weist die Ausnehmung 31 auf ihrem gesamten Umfang einen geschlossenen Rand 32 auf, und sie ist bei Anlage der Triebscheibe 9 an der Lagerfläche 2βa geschlossen, so dass keine Verbindung zum Innenraum 8 des Gehäuses 2 besteht. Wie die Figuren 7 bis 10 deutlich erkennen lassen, befindet sich die Ausnehmung 31 im mittleren Bereich sowohl der in die Krümmungsrichtung verlaufenden Länge L als auch der quer dazu bzw. parallel zur Schwenkachse 24a verlaufenden Breite b der Lagerschale 26 bzw. ihrer Lagerfläche 26a.
Die Ausnehmung 31 kann in ihrer soweit beschriebenen Ausbildung ebenfalls eine Schmierausnehmung bilden, die
die Schmierung dadurch verbessert, dass das in der Ausnehmung 31 befindliche Schmiermittel, vorzugsweise das hydraulische Fluid, durch einen Reibungskontakt mit der Lagerfläche 26b der Triebscheibe 9 mitgenommen und dabei zwischen die Lagerflächen 2βa, 26b gefördert wird oder diese auch nur benetzt. Die Füllung der Ausnehmung 31 mit dem Schmiermittel erfolgt dabei im Funktionsbetrieb selbsttätig aufgrund des im Innenraum 8 befindlichen Druckes, der das Schmierfluid aufgrund des zwischen den Lagerflächen 26a, 26b vorhandenen Gleitspiels in die Ausnehmung 31 sickern lässt.
Es ist deshalb vorteilhaft, die Ausnehmung 31 in der Lagerschale 26 anzuordnen, die sich auf der Druckseite der Axialkolbenmaschine 1 befindet.
Es ist besonders vorteilhaft, einen Druckkanal 33 vorzusehen, der sich mit seinem einen Ende bis zur Ausnehmung 31 erstreckt und mit seinem anderen Ende mit dem im Betrieb Druck führenden Abführungskanal der
Axialkolbenmaschine 1 verbunden ist. In Folge dessen erzeugt im Betrieb der Axialkolbenmaschine 1 das sich in der Ausnehmung 31 unter Druck befindliche Fluid eine gegen die Triebscheibe 9 wirksame und als Pfeil dargestellte Entlastungskraft 34, die die Triebscheibe 9 entlastet und somit eine hydrostatische Druckentlastung bildet. Dabei ist die Flächengröße der Ausnehmung 31 nur so groß auszubilden, dass die Entlastungskraft 34 geringer ist als eine auf die Triebscheibe 9 entgegengesetzt gerichtete Belastungskraft 35, die sich im Betrieb aufgrund der
Abstützungskräfte der Kolben an der Triebscheibe 9 ergibt.
Im Lagerspalt 36 zwischen den Lagerflächen 26a, 26b ergibt sich in den Querbereichen a neben der Ausnehmung 31 ein
selbsttätig einstellender Druckabbau 37, der sich am Rand 26i der Lagerfläche 26a auf den Gehäusedruck 38 verringert. Dies ist in den Figuren 7 und 9 durch dünne Hilfslinien andeutungsweise strichpunktiert dargestellt.
Die Druck-Zuführung zur Ausnehmung 31 kann sich in nicht dargestellten Kanälen durch die Kolben-Gleitschuhe 22 und die Triebscheibe 9 oder durch das Gehäuse 2 erstrecken. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 erstreckt sich ein Druckkanal 33 durch das Fixierelement 27a bzw. den
Fixierzapfen und die zugehörige Fixierausnehmung sowie durch die die Lagerschale 26 tragende Wand bzw. Bodenwand 2a des Gehäuses 2. Die Verbindung des Druckkanals 33 mit der den Arbeitsdruck enthaltenen Druckleitung der Axialkolbenmaschine ist aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt.
Die Ausnehmung 31 ist vorzugsweise mit mehreren sich quer zueinander erstreckenden und miteinander verbundenen Nutenabschnitten 31a, 31b gebildet, zwischen denen Lagerscheibenabschnitte 26k mit zugehörigen Lagerflächenabschnitten 26al angeordnet sind, z. B. als Steg oder als Insel. Es kann ein sich in die Krümmungsrichtung mit der Länge Ll erstreckender Nutabschnitt 31a vorgesehen sein, von dem sich mehrere jeweils einen in die Krümmungsrichtung erstreckenden Abstand c voneinander aufweisende Nutabschnitte 31b quer bzw. parallel zur Schwenkachse 24a erstrecken. Dazwischen befinden sich die Lagerflächenabschnitte 26al. Vorzugsweise sind zwei sich in die Krümmungsrichtung erstreckende Nutabschnitte 31a vorgesehen, die einen Abstand x voneinander aufweisen, wobei die sich quer dazu erstreckenden Nutabschnitte 31b mit beiden Nutabschnitten
31a verbunden sind. Die Nutabschnitte 31b können sich schräg erstrecken.
Die Tiefe t der Ausnehmung 31 kann gering sein und z. B. nur etwa 1 mm oder mehr betragen.
Im Bereich der sich auf der Saugseite der Axialkolbenmaschine 1 befindlichen Lagerschale 26 gemäß Fig. 9 und 10 braucht wegen der geringeren Belastung im Betrieb die Ausnehmung 31 nur als Schmierausnehmung ausgebildet zu sein, d. h. der Druckkanal 33 braucht nicht vorhanden zu sein, wie es Fig. 9 zeigt. Außerdem kann die Länge Ll der Ausnehmung 31 geringer sein als bei der Lagerschale 26 gemäß Fig. 7 und 8 auf der Druckseite. Es ist im Rahmen der Erfindung aber auch möglich, in der
Lagerschale 26, die sich auf der Saugseite befindet, keine Ausnehmung 31 oder auch keine Schmierausnehmungen 28 anzuordnen .
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. Im Rahmen der Erfindung lässt sich eine weitere Vereinfachung dadurch erreichen, dass die beiden Lagerschalen 26 gleich ausgebildet sind, wobei sie in um 180 ° verdrehten Stellungen passen und deshalb nur eine Art Lagerschale 26 hergestellt und gelagert oder auch vertrieben zu werden braucht, um ein Schwenklager 24 mit zwei Lagerschalen 26 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel zu realisieren. Alle beschriebenen und/oder gezeichneten Merkmale sind im Rahmen der Erfindung beliebig miteinander kombinierbar.