Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Handhabung eines Bedruckstoffes in einer
Mikrowelleneinrichtung, vorzugsweise in einer Mikrowellenfixiereinrichtung
einer Druckmaschine.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Behandlung eines
Bedruckstoffes, umfassend eine Mikrowelleneinrichtung, vorzugsweise eine
Mikrowellenfixiereinrichtung für eine Druckmaschine.
Weiter betrifft die Erfindung eine Mikrowelleneinrichtung, insbesondere eine
Mikrowellenfixiereinrichtung zur Behandlung von Bedruckstoff in einer Druckmaschine.
In elektrofotografischen Druckmaschinen werden Tonerpartikel durch ein Farbwerk
auf einen Bedruckstoff übertragen. Nach dieser Übertragung des Toners
auf den Bedruckstoff erfolgt eine Fixierung des Toners auf dem Bedruckstoff. In
vielen elektrofotografischen Druckmaschinen wird die Fixierung mittels Wärme
und Druck innerhalb einer Fixiereinrichtung erreicht.
In der Patentschrift US 5,536921 wird vorgeschlagen, für die Fixierung des Toners
eine Mikrowellenfixiereinrichtung zu verwenden. Der Transportpfad des
Bedruckstoffs wird für diesen Zweck durch die Mikrowellenfixiereinrichtung hindurchgeführt,
wobei Toner und Bedruckstoff erhitzt werden und der Toner dabei
auf dem Bedruckstoff fixiert wird.
Der Einsatz von Mikrowelleneinrichtungen ist auch für den Fall denkbar, dass
beispielsweise eine Fixiereinrichtung mit Fixierrolle und Druckzylinder verwendet
wird. Die Mikrowelleneinrichtung kann dann beispielsweise den Bedruckstoff und
den Toner vorheizen, so dass die Fixiergeschwindigkeit erhöht wird.
Wird der Bedruckstoff auf einem Transportband durch eine Mikrowelleneinrichtung
transportiert, so sind an dieses Transportband erhöhte Anforderungen zu
stellen. Es muss eine sehr geringe Mikrowellenabsorption und eine möglichst
geringe Beeinflussung des Mikrowellenfeldes aufweisen. Des Weiteren darf es
nicht elektrisch leitfähig sein.
Auch wenn ein geeignetes, nicht leitendes Transportband verwendet wird kann
es zu Problemen kommen. Insbesondere wenn sich Tonerschichten auf beiden
Seiten des Bedruckstoffes befinden. Dieses ist im Duplexdruck der Fall. Durch
den direkten Kontakt der Tonerschicht auf der Unterseite des Bedruckstoffes mit
dem Transportband kann die Qualität des Druckbildes negativ beeinträchtigt
werden.
Ein weiteres wesentliches Problem bei einem Fixiervorgang mittels einer Mikrowellenfixiereinrichtung,
bzw. allgemein bei der Behandlung eines Bedruckstoffs
innerhalb einer Mikrowelleneinrichtung, ist der aus dem Bedruckstoff entweichende
Wasserdampf. Dieser Wasserdampf kann sich in der Mikrowelleneinrichtung
verteilen. Die Leitfähigkeit des innerhalb der Mikrowelleneinrichtung vorhandenen
Gasgemisches nimmt daraufhin zu. Es kann zu Spannungsdurchbrüchen
innerhalb der Mikrowelleneinrichtung kommen. Diese Spannungsdurchbrüche
können dann Schäden innerhalb der Mikrowelleneinrichtung verursachen.
Des Weiteren kann die Feuchtigkeit an Wänden innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
oder an anderen Bauelementen in ihrer unmittelbaren Umgebung kondensieren.
Hierdurch kann zumindest das Mikrowellenfeld verzerrt werden. Eine
Störung der Funktion der Mikrowelleneinrichtung ist zumindest wahrscheinlich.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, Schäden und Störungen
innerhalb der Mikrowelleneinrichtung zu vermeiden. Weiter soll die Qualität des
erzeugten Druckbildes verbessert werden.
Die Aufgabe der Erfindung wird in Verfahrenshinsicht dadurch gelöst, dass
Feuchtigkeit aus der Mikrowelleneinrichtung heraus transportiert wird und der
Transport des Bedruckstoffs durch strömende Luft wenigstens unterstützt wird.
Eine Mikrowelleneinrichtung, bzw. eine Mikrowellenfixiereinrichtung, besteht im
Wesentlichen aus einer Mikrowellenquelle, in der die Mikrowellen erzeugt werden,
einem Hohlleiter, in dem die Mikrowellen weitergeleitet werden, einem
Applikator, der den Bereich umfasst, den der Bedruckstoff durchläuft und in dem
eine stehende oder eine laufende Mikrowelle erzeugt wird und einem Applikationsbereich,
der der Bereich innerhalb des Applikators ist, in dem die Mikrowellen
auf einen Bedruckstoff appliziert werden. Dieser Applikationsbereich weist einen
Schlitzbereich auf, der einen Transport des Bedruckstoffs durch den Applikationsbereich
ermöglicht. Eine besondere Anforderung an diesen Schlitzbereich ist
es, dass möglichst wenig an Mikrowellenstrahlung aus diesem Schlitzbereich, der
praktisch den Applikationsbereich mit dem äußeren Umfeld der Mikrowelleneinrichtung
verbindet, ausdringen kann. Der Schlitzbereich weist daher eine möglicht
geringe Ausdehnung auf.
Außer zu Spannungsdurchbrüchen kann es auch zu wenigstens geringen Verzerrungen
des Mikrowellenfeldes innerhalb des Applikators auf Grund von kondensierter
Feuchtigkeit kommen.
Wird Feuchtigkeit aus der Mikrowelleneinrichtung, d.h. insbesondere aus dem
Applikationsbereich der Mikrowelleneinrichtung heraus transportiert, so wird die
Wahrscheinlichkeit eines Spannungsdurchbruches, der zu Schäden an der Mikrowelleneinrichtung
oder des Bedruckstoffes führen kann, verringert. Dieser
Feuchtigkeitstransport ist erfindungsgemäß durch strömende Luft vorgesehen.
Im Anschluss an eine Mikrowellenfixiereinrichtung ist innerhalb der Druckmaschine
im Allgemeinen noch eine Kühleinrichtung vorhanden. Sie sorgt dafür,
dass der Bedruckstoff und der Toner wenigstens auf eine Temperatur heruntergekühlt
werden, bei der der Toner durch Berührungen nicht mehr verschmiert
wird.
Wird der Transport des Bedruckstoffs durch strömende Luft wenigstens unterstützt,
so kann auf Berührungspunkte des Bedruckstoffes innerhalb der Mikrowelleneinrichtung,
insbesondere innerhalb des Applikationsbereichs verzichtet
werden. Es ist dann möglich innerhalb der Mikrowelleneinrichtung auf Transportelemente
für den Bedruckstoff zu verzichten. Dadurch kann vorteilhafterweise
vermieden werden, dass eine Tonerschicht innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
verschmiert wird.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen gerade die strömende Luft zur Transportunterstützung
zu verwenden, die auch für den Abtransport der Feuchtigkeit aus
dem Applikationsbereich dient.
Durch die Unterstützung des Transports des Bedruckstoffs wird auf besonders
vorteilhafte Weise vermieden, dass es zu Verwerfungen des Bedruckstoffs, insbesondere
seiner Kanten kommt. Solche Verwerfungen können bei einem nicht
unterstützten Transport auftreten, gerade die Kanten des Bedruckstoffes können
dann beginnen zu flattern und können dann gerade beim Verlassen des Applikationsbereichs
gegen die Wände des Applikationsbereichs oder gegen einen
Schlitz für den Transport des Bedruckstoffs durch den Applikationsbereich stoßen.
Es kann dann zu einem Stau des Bedruckstoffs innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
kommen. Die Möglichkeit solch eines Staus kann also durch eine
Unterstützung des Transports verringert werden.
Für einen Verzicht auf ein Transportband innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Transportgeschwindigkeit
durch Transportelemente auf den Bedruckstoff übertragen wird, die sich außerhalb
der Mikrowelleneinrichtung befinden und wobei wenigstens immer ein
Transportelement ständig mit dem Bedruckstoff in Kontakt ist. Innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
reicht es dann aus, wenn der Bedruckstoff durch einen Luftstrom
in einer stabilen Lage gehalten wird. Auf diese Weise kann die Tonerschicht
nicht verschmiert werden, da sie innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
nicht berührt wird. Es handelt sich hierbei praktisch um einen berührungslosen
Transport des Bedruckstoffes innerhalb der Mikrowelleneinrichtung.
Insbesondere soll darauf geachtet werden, dass der berührungslose Transport
auch innerhalb der Kühleinrichtung gegeben ist. Das sollte wenigstens so lange
der Fall sein bis die Temperatur des Toners und des Bedruckstoff unterhalb einer
kritischen Temperatur, beispielsweise 70°C, gesunken ist, unterhalb derer der
Toner nicht mehr leicht verschmiert werden kann. Innerhalb der Kühleinrichtung
kann im Allgemeinen aber auf eine Unterstützung des Transports durch strömende
Luft verzichtet werden. An den Schlitzbereich für die Durchführung des
Bedruckstoffs sind hier keine hohen Anforderungen gestellt, er kann also so
gestaltet sein, dass ein Stau des Bedruckstoffs oder Berührungen innerhalb der
Kühleinrichtung auf jeden Fall vermieden werden. Eine Unterstützung des Transport
durch außerhalb der Kühleinrichtung bereitgestellte Transportelemente
reicht dann aus.
In einer Weiterentwicklung kann es auch möglich sein, dass der Bedruckstoff die
Transportgeschwindigkeit auch durch die strömende Luft erhält. Ein Kontakt zu
Transportbändern oder ähnlichen Mechanismen im Umfeld der Mikrowelleneinrichtung
ist dann nicht mehr notwendig und eine Gefahr des Verwischens von
Toner durch Berührungen kann ausgeschlossen werden. Eine Unterstützung des
Transports durch eine Luftströmung soll aber bevorzugt werden, da sie leichter
realisierbar ist.
In einer speziellen Ausgestaltung soll der Bedruckstoff durch Transportelemente
geführt werden, die den Bedruckstoff von unten führen. Das können beispielsweise
Transportbänder sein.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass der Bedruckstoff mehrere Mikrowelleneinrichtungen
und Kühleinrichtungen nacheinander durchläuft.
Die unterschiedlichen Applikatoren können dabei Bestandteil unterschiedlicher
Mikrowelleneinrichtungen sein und jeweils auf unterschiedliche Bereiche des
Bedruckstoffes einwirken, indem sie zu einander versetzt angeordnet sind, wie
es bereits in der DE 101 45 005 A1 offenbart ist. In ihrer Breite können die Applikatoren
und die Kühleinrichtungen dann jeweils schmaler als die Breite des
Bedruckstoffes sein. So kann immer eine Führung des Bedruckstoffes durch
Elemente seitlich der Applikatoren und der Kühlelemente ermöglicht werden. Der
Abstand der Applikatoren voneinander soll dann ausreichen um ein angemessenes
Abkühlen des Toners und des Bedruckstoffes durch die Kühleinrichtungen
zu gewährleisten. Bei dem Transport durch eine nachfolgende Mikrowelleneinrichtung
kann dann der Bedruckstoff an den Bereichen durch Transportelemente
geführt werden, die gerade die vorherige Mikrowelleneinrichtung durchquert
haben.
Der Bedruckstoff durchläuft einen Applikationsbereich einer Mikrowelleneinrichtung
durch einen Schlitzbereich, der vom Applikationsbereich umfasst wird. Da
der Bedruckstoff Feuchtigkeit aufweist, kann auf diese Weise Wasser zumindest
in diesen Schlitzbereich gelangen.
Die Aufgabe der Erfindung wird daher weiter verfahrensmäßig dadurch gelöst,
dass ein Einströmen von Luft aus dem Schlitzbereich in den, diesen Schlitzbereich
umfassenden Applikationsbereich verhindert wird.
Da gerade der Bedruckstoff Feuchtigkeit in das Innere der Mikrowelleneinrichtung
einträgt, ist es besonders vorteilhaft zu verhindern, dass Luft, die mit dem
Bedruckstoff in Berührung gekommen ist weiter in den Applikationsbereich, bzw.
in den Applikator eindringen kann. Wird dies verhindert, so können Spannungsdurchbrüche
oder Verzerrungen des Mikrowellenfeldes durch an Wänden des
Applikators kondensierte Feuchtigkeit vermieden werden.
Insbesondere ist es auch vorgesehen, dass ein Einströmen von Luft in Bereiche
außerhalb des Applikators vermieden wird. Z.B. können hier weitere Strukturen,
wie Dämpfungselemente, Papierführungselemente und/oder Chokestrukturen
oder andere Bauelemente vorhanden sein. Auch hier könnten Störungen durch
kondensierende Feuchtigkeit hervorgerufen werden.
Erfindungsgemäß ist es in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen,
dass die Luft vor dem Einströmen in die Mikrowelleneinrichtung erhitzt
wird.
Die erhitzte Luft kann eine größere Menge an Wasser aufnehmen als kühlere
Luft. Dadurch kann der Transport von Wasserdampf aus der Mikrowelleneinrichtung
heraus gesteigert und effektiver gestaltet werden. Die Gefahr von Spannungsdurchbrüchen
wird verringert und Schäden können vermieden werden. Das
Mikrowellenfeld innerhalb des Applikators wird nicht durch Wasser verzerrt.
Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass die Lufttemperatur auf einem maximalen
Niveau gehalten wird. Dieses Niveau kann so gewählt werden, dass
keine Schäden durch die Luft verursacht werden und eine maximale Menge an
Feuchtigkeit bei konstanter Strömungsgeschwindigkeit der Luft aus der Mikrowelleneinrichtung
heraustransportiert wird.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die Luft durch Verlustenergie
der Mikrowelleneinrichtung erhitzt wird. Hierfür kann die strömende
Luft vor der Zuführung an den Bedruckstoff an einer Energiequelle der Mikrowelleneinrichtung
vorbeigeführt werden. Die Energieausbeute kann durch die
zusätzliche Nutzung der Mikrowelleneinrichtung zur Erwärmung des Luftstroms
gesteigert werden, da keine zusätzliche Energie, zumindest aber weniger Energie
ausschließlich zur Erwärmung der Luft verwendet werden muss.
Es kann auch möglich sein zur Erhitzung der Luft die Abwärme der Mikrowelleneinrichtung
oder anderer Elemente innerhalb der Druckmaschine zu nutzen.
Die Mikrowelleneinrichtung stellt im Wesentlichen einen abgeschlossenen
Bereich innerhalb der Druckmaschine dar. Sollen Gegenmaßnahmen gegen eine
zu hohe Feuchtigkeit in ihrem Innern unternommen werden, so ist nur schwer zu
bestimmen, in welcher Weise genau welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden
sollten und für wie lange. Es ist daher praktischerweise vorgesehen den Feuchtigkeitsgehalt
im Innern der Mikrowelleneinrichtung, vorzugsweise im Umfeld des
Transportpfads des Bedruckstoffes zu bestimmen.
Diese Bestimmung des Zustandes im Inneren der Mikrowelleneinrichtung kann
dabei vorteilhafterweise auch indirekt erfolgen, indem relative Änderungen der
Feuchtigkeit der aus dem Applikator strömenden Luft als ein Maß für die Änderung
des Zustandes innerhalb des Applikators genommen werden. Es reicht
dann einfacherweise aus diese Änderungen außerhalb des Applikationsbereichs
zu messen. Eine eventuelle Beeinträchtigung des Mikrowellenfeldes durch eine
Messung kann dann günstigerweise vermieden werden.
Aus den so bestimmten Werten kann dann automatisch ermittelt werden, welche
Maßnahmen eingeleitet werden sollten um die Feuchtigkeit zu reduzieren. Es ist
z.B. möglich, dass im Falle der Überschreitung eines bestimmten Grenzwertes
die Mikrowelleneinrichtung gestoppt werden soll, weil die Gefahr eines Spannungsdurchbruchs
zu groß wird da nicht mehr ausreichend Feuchtigkeit abtransportiert
werden kann.
Da die größte Feuchtigkeit im Bereich des Transportpfads des Bedruckstoffes,
d.h. im Umfeld eines durch die Mikrowelleneinrichtung transportierten Bedruckstoffes,
zu erwarten ist, ist es in einer besonders günstigen Ausführungsform
vorgesehen, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Umfeld des Transportpfads
des Bedruckstoffes bestimmt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die
Temperatur der Luft automatisch, insbesondere in Abhängigkeit von der gemessenen
Feuchtigkeit und der Strömungsgeschwindigkeit der Luft eingestellt wird.
Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aus dem Applikationsbereich der Mikrowelleneinrichtung
entfernen. Einen erhöhten Feuchtigkeitstransport erreicht man
auch durch eine gesteigerte Strömungsgeschwindigkeit der Luft. Allerdings ergibt
sich das Problem, dass sowohl eine zu hohe Temperatur, als auch eine zu hohe
Strömungsgeschwindigkeit ungünstig für die Mikrowelleneinrichtung, den
Bedruckstoff als auch das Druckbild sein kann. Hier sollte es also Begrenzungen
geben. Da zudem maximale Einstellungen eine große Energieverschwendung
bedeuten und zu einem erhöhten Verschließ beteiligter Einrichtungen führen, ist
es besonders vorteilhaft die jeweiligen Parameter, insbesondere automatisch
und in Abhängigkeit von der gemessenen Feuchtigkeit aufeinander abzustimmen.
Auf diese Weise wird praktischerweise ein optimaler Feuchtigkeitsgehalt
bei möglichst geringem Energieaufwand und geringem Verschleiß erreicht.
Daher ist es erfindungsgemäß auch vorgesehen, dass die Strömungsgeschwindigkeit
der Luft automatisch, insbesondere in Abhängigkeit von der Temperatur
der strömenden Luft, der gemessenen Feuchtigkeit und der Art des Bedruckstoffs
und seines Gewichts eingestellt wird. Da Bedruckstoffe unterschiedlichen
Gewichts auch unterschiedliche Beströmung mit Luft erforderlich machen um einen
stabilen Transport durch die Mikrowelleneinrichtung zu gewährleisten, wird
durch die Rücksichtsnahme auf das Gewicht immer ein gleichmäßiger Transport
bei technisch sinnvoller Feuchtigkeit ermöglicht. Auf Grund der unterschiedlichen
Beschaffenheiten verschiedener Arten von Bedruckstoffe können zwei auf einander
folgende Bedruckstoffe unterschiedliche Feuchtigkeit besitzen oder aber
Feuchtigkeit unterschiedlich schnell an die Umwelt abgeben. Hierbei ist beispielsweise
zu unterscheiden, ob es sich bei dem Bedruckstoff um eine Folie, ein
Papierbogen oder gestrichenes Papier handelt oder um eine andere Art von Bedruckstoff.
Aus der Kenntnis über diese Beschaffenheit kann dann auf die zu erwartende
abzutransportierende Feuchtigkeitsmenge geschlossen werden und die
Strömungsgeschwindigkeiten können entsprechend eingestellt werden um eine
sinnvolle Feuchtigkeit innerhalb der Mirkowelleneinrichtung zu gewährleisten.
Weiter wird die Aufgabe der Erfindung in Vorrichtungshinsicht durch eine Einrichtung
zur Erzeugung und Steuerung von strömender Luft zur Verringerung von
Feuchtigkeit innerhalb der Mikrowelleneinrichtung und wenigstens zur Unterstützung
des Transports des Bedruckstoffes gelöst.
Die Einrichtung zur Erzeugung und Steuerung von strömender Luft gewährleistet
einen berührungslosen Transport des Bedruckstoffes durch die Mikrowelleneinrichtung.
Ein Verschmieren der Tonerschichten auf dem Bedruckstoff durch
Berührungen z.B. mit einem Transportband, gerade während der Toner innerhalb
der Mikrowelleneinrichtung erwärmt wird, kann dadurch vorteilhafterweise vermieden
werden.
Die Einrichtung kann dabei so ausgelegt sein, dass der eigentliche Vorschub
immer noch durch Papierführungselemente bzw. Transportelemente, die außerhalb
der Mikrowelleneinrichtung bereitgestellt sind, durchgeführt wird. Dabei können
die Papierführungselemente entweder vor der Mikrowelleneinrichtung und
hinter einer Kühleinrichtung, die hinter der Mikrowelleneinrichtung bereitgestellt
ist, angeordnet sein oder sie können seitlich der Mikrowelleneinrichtung und der
Kühleinrichtung angeordnet sein oder beides.
Bei den Papierführungselementen kann es sich beispielsweise um Transportrollen
für Papierrollen, Transportbänder für Papierbogen oder aber auch um Greifersysteme
handeln.
Die Einrichtung soll vorteilhafterweise zur Verringerung von Feuchtigkeit innerhalb
der Mikrowelleneinrichtung so ausgebildet sein, dass austretende Feuchtigkeit
aus dem Bedruckstoff oder den Tonerschichten aus der Mikrowelleneinrichtung
heraustransportiert wird. Hierfür soll erfindungsgemäß der erzeugte Luftstrom
verwendet werden.
Die Einrichtung soll insbesondere in der Lage sein auf unterschiedliche Eigenschaften
der Bedruckstoffe zu reagieren, wobei gerade auch Parameter der Luft
wie ihr Feuchtigkeitsgehalt und ihre Temperatur im Inneren der Mikrowelleneinrichtung
berücksichtigt werden können.
Vorteilhafterweise soll die Einrichtung so ausgelegt sein, dass die erzeugte strömende
Luft zudem auch den Transport des Bedruckstoffs innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
so unterstützt, dass eine stabile Lage erreicht wird.
Die Aufgabe der Erfindung wird weiter in Vorrichtungshinsicht durch Folien
gelöst, die einen Schlitzbereich zum Transport des Bedruckstoffs durch die Mikrowelleneinrichtung
wenigstens teilweise von dem restlichen Applikationsbereich
abschließen. Sie sollen dabei vorteilhafterweise aus einem Mikrowellen nicht
oder nur in einem geringen Maße absorbierenden Material bestehen und vorzugsweise
um Umfeld ober- und unterhalb des Transportpfads des Bedruckstoffs
bereitgestellt werden.
Durch diesen Schlitzbereich wird der Bedruckstoff durchgeführt. Luft aus diesem
Bereich nimmt dann Feuchtigkeit des Bedruckstoffs auf. Durch die Folien kann
dann verhindert werden, dass diese Luft weiter in den Applikationsbereich eindringen
kann. Ein ungünstiges Kondensieren von Feuchtigkeit an den Wandungen
des Applikators kann dann vermieden werden.
In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Folien schließen diese den restlichen
Applikationsbereich nicht vollständig ab. Es kann auf diese Weise ermöglicht
werden, dass Luft aus diesem Applikationsbereich in den Schlitzbereich einströmen
kann. Ein Feuchtigkeitseintrag kann dadurch noch besser vermieden
werden. Zudem kann diese einströmende Luft noch schneller Feuchtigkeit aus
dem Bedruckstoff aufnehmen und aus der Mikrowelleneinrichtung abtransportieren.
Zusätzlich kann dieser Luftstrom noch den Transport des Bedruckstoffs unterstützen.
Diese teilweise Aufhebung des Abschlusses des restlichen Applikationsbereichs
kann beispielsweise durch Luftlöcher in den Folien realisiert werden.
Zur Fixierung von Toner auf einem Bedruckstoff können insbesondere mehrere
versetzte Applikatoren verwendet werden. Im Umfeld dieser Applikatoren können
dann zusätzlich Bauelemente, wie z.B. Chokestrukturen oder Dämpfungselemente
bereitgestellt werden, um ein Austreten von Mikrowellen aus dem Applikationsbereich
zu verhindern. Die aus dem Applikationsbereich austretende Luft
wird im Allgemeinen erwärmt sein und eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen.
Außerhalb des Applikationsbereichs wird die Luft abkühlen und Wasser kann an
Bauteilen außerhalb des Applikationsbereichs kondensieren. Dieses kondensierte
Wasser kann dann die zu störenden Effekten an diesen Bauteilen. Beispielsweise
können die Dämpfungseigenschaften beeinträchtigt werden.
In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist es daher vorgesehen,
dass die Folien einen, über den Applikationsbereich hinaus ausgedehnten, den
Applikationsbereich umfassenden Bereich wenigstens teilweise abschließen.
Innerhalb dieses Bereichs können dann die erwähnten Bauelemente wie Chokestrukturen
oder Dämpfungselemente bereitgestellt werden. Dieser Bereich kann
auch den gesamten Bereich innerhalb der Druckmaschine umfassen, in dem Applikatoren
bereitgestellt sind um Toner auf Bedruckstoffe aufzuschmelzen. Es
kann dann insbesondere vorgesehen sein, dass insgesamt nur zwei Folien verwendet
werden um die Schlitzbereiche aller Applikatoren wenigstens teilweise
abzuschließen.
Vorteilhafterweise müssen dann weniger Folien verwendet werden und die
Feuchtigkeit wird mit der Luft aus dem gesamten Bereich, in dem Mikrowellen auf
den Bedruckstoff wirken heraustransportiert, ohne dass Wasser schädlicherweise
an Bauelementen kondensieren kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform sollen die erfindungsgemäßen
Folien perforiert sein. Sie weisen dann auf eine besonders vorteilhafte Weise
gleichmäßig verteilt feine Luftlöcher auf. Es kann dann ein Luftstrom erzeugt
werden, der aus dem Applikationsbereich, der durch die Folien abgeschirmt wird
auf den Bedruckstoff wirkt und dabei die Perforierung durchquert. Auf diese
Weise kann ein sehr gleichmäßiger Luftstrom nur in eine Richtung entstehen.
Sowohl die Unterstützung des Bedruckstofftransports als auch das Verhindern
von Feuchtigkeitseintrag in den Applikator wird verbessert.
Die perforierten Folien sorgen praktischerweise auch dafür, dass gröbere
Unreinheiten und Partikel sowie andere gasförmigen Verunreinigungen nicht den
Bereich des unmittelbaren Umfeldes des Bedruckstoffes verlassen und in den
Applikationsbereich eindringen können. Diese Partikel und Verunreinigungen
werden durch die Schlitze, durch die der Bedruckstoff transportiert wird aus dem
Applikationsbereich herausgeführt.
In der Praxis kann der Applikationsbereich beispielsweise aus einem oberen und
einem unteren Applikationsbereich bestehen. Diese beiden Bereich können in
einem Bereich hoher Feldstärke durch den Schlitzbereich von einander getrennt
sein.
Durch diesen Schlitzbereich kann dann der Bedruckstoff transportiert werden.
Innerhalb der Bereiches zwischen den beiden Applikationsbereichen wird der
Bedruckstoff dem Mikrowellenfeld ausgesetzt und der Toner kann auf dem Bedruckstoff
fixiert werden.
Erfindungsgemäß können dann die beiden Applikationsbereichen mittels der
perforierten Folien von dem Schlitzbereich getrennt sein und diesen umfassen.
Insbesondere können auch außerhalb des Applikators liegende Bereiche der
Mikrowelleneinrichtung durch die Folien vor Wasserdampf oder Verunreinigungen
und anderen Partikel geschützt werden. Die Folie kann hierfür über den Applikationsbereich
hinaus aufgespannt sein. In diesem Bereich außerhalb des
Applikationsbereichs kann die Folie dann auch gerade nicht perforiert sein.
Günstigerweise sollen diese Folien aus PTFE bestehen, das heutzutage ein
günstiges, leicht zu handhabendes Material darstellt, das eine minimale Mikrowellenabsorption
aufweist und bei einer geeigneten Dicke ein Mikrowellenfeld nur
geringfügig verzerrt.
Insbesondere sollen erfindungsgemäß die PTFE-Folien eine Dicke vorzugsweise
zwischen 0,05mm und 1,00mm aufweisen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Einrichtung
Lufteinlassboxen, vorzugsweise unter- und oberhalb des Applikationsbereiches
umfasst.
Diese Lufteinlassboxen weisen den Vorteil auf, dass die Luft nicht direkt über
Lüfter durch die perforierten Folien eingeblasen wird. Die Luft kann auch noch
weiter vorbehandelt werden. Insbesondere ist es dadurch möglich, dass der Luftstrom
mit einer gleichmäßigen Strömungsgeschwindigkeit im Bereich einer größeren
Fläche in den Applikationsbereich gelangt.
Eine vorteilhafte Weiterbehandlung der Luft innerhalb der Lufteinlassboxen oder
während des Einlasses der Luft in diese Boxen kann in einer Luftreinigung
bestehen.
Die Lufteinlassboxen können so ausgebildet sein, dass sie von der Mikrowelleneinrichtung
umfasst werden.
In einer günstigen Ausgestaltungsform ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass
die Wandungen des Applikationsbereichs Lufteinlassöffnungen aufweisen. Dieses
können beispielsweise als Schlitze oder auch kreisförmig ausgestaltet sein.
Über diese Lufteinlassöffnungen kann ein Luftstrom gewährleistet werden, der
durch die perforierten Folien dann zu einer stabilen und gleichmäßigen Luftströmung
im Bereich des Transportpfads des Bedruckstoffes führt. Hierfür sollen die
Lufteinlassöffnungen insbesondere gleichmäßig gestaltet und angeordnet sein.
Damit die Mikrowellenleistung innerhalb des Applikationsbereich nicht durch die
Lufteinlassöffnungen beeinträchtigt wird, ist es in einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform vorgesehen, dass sie eine, zur Vermeidung von austretender
Mikrowellenstrahlung geeignete Geometrie aufweisen.
In Experimenten hat sich als eine bevorzugte Ausbildung der Lufteinlassöffnungen
beispielsweise eine Schlitzstruktur mit einer Ausrichtung der Schlitze quer
zur Ausbreitungsrichtung der Mikrowellen ergeben. Die Breite eines Schlitzes
sollte dabei in der Größenordnung von 2 oder 3 mm liegen. Es sind hierbei auch
Löcher mit einem Durchmesser von etwa 2 bis 3 mm möglich.
Die Lufteinlassöffnungen sind so konzipiert, dass sie einen ausreichenden Luftstrom
bei einer möglichst geringen Abstrahlung des im Applikatorinneren vorherrschenden
Mikrowellenfeldes gewährleisten. Die Lufteinlassöffnungen helfen
durch eine vorgelagerte Erzeugung einer im Wesentlichen gleichförmigen Strömung
bei der Erzeugung eines homogenen Luftstroms durch die nachgelagerten
perforierten Folien.
Es kann auch sein, dass die Lufteinlassboxen nicht direkt über- und unterhalb
des Transportpfades bereitgestellt sind. Beispielsweise kann eine Lufteinlassbox
unter- oder oberhalb des Transportpfades quer, das heißt seitlich zu diesem
angeordnet sein.
Wird ein Bedruckstoff durch den Applikationsbereich transportiert, so wird durch
die perforierten Folien, die ober- und unterhalb des Transportpfads des Bedruckstoffes
liegen ein Luftstrom erzeugt, der für einen stabile Bedruckstoffführung
sorgen soll. Dieser Luftstrom kann aber in Bereiche des Applikators ausweichen,
die außerhalb des Transportpfads des Bedruckstoffes liegen. Die unterschiedlichen
Strömungen von Unten und von Oben sind dann nicht mehr durch den
Bedruckstoff von einander getrennt. Es kann zu einem Strömungskurzschluss
kommen, der einen stabilen Transport des Bedruckstoffes verhindern kann.
Aus diesem Grund sind vorteilhafterweise Barrieren, vorzugsweise aus PTFE
vorgesehen, die den Bereich des Transportpfades innerhalb des Applikationsbereich
von den restlichen Bereichen des Applikators abtrennen. Ein Strömungskurzschluss
kann so idealerweise vermieden werden.
Der Applikator schließt beispielsweise auf der einen Seite an eine Einlassblende
an, über die Mikrowellenstrahlung aus einem Hohlleiter in den Applikator eingespeist
wird. Auf der anderen Seite des Applikators kann dann zusätzlich ein
beweglicher Abschlussschieber vorhanden sein, der so verstellt werden kann,
dass entsprechende Resonanzbedingungen für die Mikrowelle innerhalb des
Applikators erzeugt werde, so dass sich eine stehende Welle ausbilden kann.
Zwischen diesem Abschlussschieber und der Einlassblende liegt dann der Applikationsbereich.
Über diese Barrieren kann dann verhindert werden, dass es über den restlichen
Applikator zu einem Strömungskurzschluss kommen kann, weiter können auch
vorteilhafterweise Verschmutzungen dieser Bereich des Applikators, sowie des
Hohlleiters vermieden werden.
Für den Fall, dass mit einer laufenden Mikrowelle gearbeitet wird ist zwar keine
Einlassblende vorhanden, es kann aber dennoch zwischen einem Applikator, einem
Applikationsbereich und einem, die Mikrowelle dem Applikator zuführenden
Hohlleiter unterschieden werden. Auch hier können durch die Barrieren ein Strömungskurzschluss
sowie Verschmutzungen optimal vermieden werden.
In einigen Ausführungsformen einer Mikrowelleneinrichtung kann es vorgesehen
sein, dass ein zusätzliche dielektrische Last in ihrem Inneren bereitgestellt ist.
Diese Last kann dabei beweglich sein und dazu dienen die Mikrowellenleistung,
die auf den Bedruckstoff wirkt, an dessen Beschaffenheit anzupassen, hierunter
kann man z.B. die Art des Bedruckstoffes, ob es sich um Folien, Papierbogen,
gestrichenes Papier oder Anderes handelt, die Grammatur und/oder die Feuchte
dieses Bedruckstoffes verstehen. Diese dielektrische Last befindet sich vorzugsweise
im Wesentlichen in einem Bereich niedrigerer Feldstärke und kann in
Bereiche höherer Feldstärken bewegt werden.
Die Mikrowellenquelle einer Mikrowelleneinrichtung kann beispielsweise auf eine
bestimme Frequenz fest eingestellt sein. Die Resonanzbedingungen innerhalb
eines resonanten Applikators sollten dann an diese Frequenz angepasst sein. Da
sich die Resonanzbedingungen aber durch das Einführen von Bedruckstoff
ändern, ist es vorgesehen, dass günstigerweise die dielektrische Last so in
Bereiche größerer, bzw. niedrigerer Feldstärkern bewegt wird, dass die Resonanzbedingungen
innerhalb des Applikators wieder an die ursprüngliche Frequenz
angepasst werden.
Die Luftströmung kann durch diese dielektrische Last abgelenkt oder behindert
werden.
Praktischerweise ist es daher vorgesehen, dass die dielektrische Last erfindungsgemäß
Luftdurchlasslöcher für die Ermöglichung eines Luftdurchlasses
aufweist. Die strömende Luft kann dann durch diese Luftdurchlasslöcher strömen,
ohne dass es zu wesentlichen Beeinträchtigungen der Luftströmung
kommt.
Vorteilhafterweise müssen diese Luftdurchlasslöcher keinen erhöhten Anforderungen
entsprechen.
Luftdurchlasslöcher in der dielektrischen Last müssen aber nicht zwingend erforderlich
sein.
Für die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts im Innern der Mikrowelleneinrichtung
ist ein Feuchtigkeitsmesser in der Umgebung der Mikrowelleneinrichtung
vorgesehen.
Dieser Feuchtigkeitsmesser kann beispielsweise im Bereich eines Schlitzes für
den Bedruckstofftransport angeordnet sein.
Hiermit kann dann erfindungsgemäß erkannt werden, ob die entstehende Feuchtigkeit
ausreichend durch den Luftstrom aus dem Inneren des Applikationsbereichs
abtransportiert wird.
Zur Beurteilung der Feuchtigkeit reicht es aus, dass die Feuchtigkeitsänderung
erkannt wird. Hierfür sind dann geringere Ansprüche an einen erfindungsgemäßen
Feuchtigkeitsmesser zu stellen.
Wenn die Mikrowelleneinrichtung nicht aktiv ist und sich idealerweise noch kein
Bedruckstoff in ihr befindet, so sollte die Feuchtigkeit in ihrem Inneren einen
minimalen Wert einnehmen. Dieser Wert kann dann verwendet werden um eine
relative Feuchtigkeitsänderung zu erkennen.
Für den Fall einer aktivierten Mikrowelleneinrichtung und eines vorliegenden
Bedruckstoffes kann dann eine relative Änderung der Feuchtigkeit gemessen
werden und ab einem bestimmten Grenzwert können dann Verfahren eingeleitet
werden die Feuchtigkeit zu verringern oder die Maschine kann ausgeschaltet
werden.
Der Feuchtigkeitsmesser soll in einer erfindungsgemäßen vorteilhaften Ausführungsform
wenigstens zwei Elektroden umfassen. Diese Elektroden können an
unterschiedlichen, benachbarten Positionen auf einer nichtleitenden Oberfläche
bereitgestellt sein, so dass es zu keiner Berührung der Elektroden miteinander
kommt. Erfindungsgemäß ist hierfür eine der perforierten Folien vorgesehen.
Diese Folien können bis in den Schlitz für den Transport des Bedruckstoffes hineinragen
und erfindungsgemäß sogar darüber hinausragen. Die Elektroden sollen
dann möglichst nahe im Umfeld des Applikationsbereichs angebracht sein,
wobei sie nicht in das Mikrowellenfeld im Inneren des Applikationsbereichs hineinragen
dürfen. Als besonders günstig hat sich hierbei der Schlitz selber erwiesen.
Innerhalb des Schlitzes können die Elektroden auf den hier angebrachten
Folien befestigt werden. Natürlich ist die Befestigung auf einer anderen nichtleitenden
Fläche auch möglich.
An die beiden Elektroden können dann Spannungsimpulse angelegt werden. Im
Falle keiner Feuchtigkeit zwischen den Elektroden sollte dann kein Strom zwischen
den Elektroden messbar sein. Vorzugsweise soll die Messung über Hochspannungsimpulse
erfolgen, die an die Elektroden angelegt werden.
Je nach innerhalb des Applikators vorherrschender Feuchtigkeit kann sich zwischen
den Elektroden eine leitende Schicht aus kondensiertem Wasser bilden.
Die Leitfähigkeit dieser Schicht ist dabei abhängig von der Feuchtigkeit.
Eine Auswertung des zwischen den Elektroden fließenden Stromes liefert ein
qualitatives Maß über die Feuchtigkeitsänderung und kann zur Bestimmung der
relativen Änderung der Feuchtigkeit im Inneren der Mikrowelleneinrichtung
herangezogen werden.
Bei dieser Messung über die Elektroden handelt es sich um ein indirektes Messverfahren.
Der Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Applikators kann nicht direkt
bestimmt werden. Es kann allerdings Wasser zwischen den Elektroden kondensieren.
Dieses Wasser wird nur einen dünnen Film bilden und alleine schon eine
nur geringe Leitfähigkeit aufweisen, da es sich um destilliertes Wasser handelt.
Daher sind gerade Hochspannungsimpulse besonders geeignet zur Erkennung
von Änderungen in der kondensierten Wassermenge. Durch die Messung eines
zwischen diesen Elektroden fließenden Stroms können dann Rückschlüsse auf
den Zustand des Systems innerhalb des Applikators gezogen werden.
Weiter muss hier noch beachtet werden, dass die Auswertung des gemessenen
Stroms, bzw. die Auswerteelektronik selber durch eventuell austretende Mikrowellenstrahlung
nicht beeinträchtigt wird. Hierfür ist beispielsweise eine Auswahl
entsprechend mikrowellenresistenter Bauteile, die Wahl eines entsprechenden
Platzes mit einer geringen Belastung durch Mirkowellenstrahlung für die Auswerteelektronik
und/oder ein elektronisches Filterverfahren zur Vermeidung von
Verfälschungen der Auswertung durch eventuell in den Messaufbau eingekoppelte
Mikrowellenstrahlung möglich.
Die Feuchtigkeitsmenge, die von dem Luftstrom aus der Mikrowelleneinrichtung
abtransportiert wird ist abhängig von der Aufnahmekapazität der Luft.
Da die Aufnahmekapazität der Luft von ihrer Temperatur abhängt, ist günstigerweise
wenigstens eine Vorheizeinrichtung zum Heizen der einströmenden Luft
vorgesehen.
Die so erwärmte Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch der Feuchtigkeitstransport
aus der Mikrowelleneinrichtung hinaus gesteigert werden kann.
Diese Vorheizeinrichtung kann so gestaltet sein, dass sie die Abwärme der Mikrowellenquelle
zur Aufheizung des erfindungsgemäßen Luftstroms verwendet.
Die Vorheizeinrichtung kann beispielsweise in einem Bereich vor möglichen Lufteinlassboxen
aber auch in den Lufteinlassboxen selber vorgesehen sein.
Weiter wird die Aufgabe der Erfindung durch eine Mikrowelleneinrichtung mit einer
Belüftungseinrichtung mit in wenigstens einem Applikationsbereich, integrierten
Luftkanälen mit Luftaustrittsöffnungen zur Luftstromführung in einen durch
die Mikrowelleneinrichtung führenden Transportpfad für Bedruckstoff hinein
gelöst.
Die Mikrowellenstrahlung wird durch einen Hohlleiter geleitet. Der Hohlleiter
mündet in einen Applikationsbereich, innerhalb dem die Mikrowellenstrahlung auf
den Bedruckstoff und die Tonerschichten einwirkt. Innerhalb des Applikators
sollen dabei resonante Bedingungen für die Mikrowellenstrahlung herrschen.
Hierfür kann in einem abschließenden Bereich des Applikators auch ein
Abschlussschieber vorhanden sein.
Es sind aber auch Applikatoren möglich, in denen keine resonanten Bedingungen
herrschen und in denen sich eine laufende Mikrowelle ausbildet.
Durch einen Schlitz im Applikationsbereich kann Bedruckstoff durch den Applikationsbereich
hindurch transportiert werden. Der Bedruckstoff durchläuft anschließend
eine Kühleinrichtung, in der auf eine Temperatur abgekühlt wird, bei der
der Toner sich soweit verfestigt hat, dass der Bedruckstoff wieder mit herkömmlichen
Transportelementen transportiert werden kann, ohne dass das Druckbild
beeinträchtigt wird. Außerhalb der Mikrowelleneinrichtung und der Kühleinrichtung
wird der Bedruckstoff mittels Transportelementen, wie z.B. Transportbändern,
Greifersystemen oder Transportrollen transportiert.
Durch die Erhitzung entsteht innerhalb der Mikrowelleneinrichtung auch Wasserdampf,
der durch die Erhitzung von Wasser innerhalb des Bedruckstoffs freigesetzt
wird. Durch diese Feuchtigkeit kann es, insbesondere wenn sie als Wasser
an einer Wand des Applikators kondensiert, zu Spannungsdurchbrüchen kommen.
Es ist daher erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Mikrowelleneinrichtung eine
Belüftungseinrichtung aufweist. Durch diese kann dann Feuchtigkeit vorteilhafterweise
aus dem Inneren der Mikrowelleneinrichtung abtransportiert werden.
Hierfür ist es vorgesehen, dass wenigstens ein Applikationsbereich integrierte
Luftkanäle aufweist, durch die Luftströmungen geleitet werden können. Diese
Luftkanäle sollen dann Luftaustrittsöffnungen umfassen, die für die Luftstromführung
verwendet werden. Auf diese Weise kann ein gleichmäßiger Luftstrom in
einen durch die Mikrowelleneinrichtung führenden Transportpfad für Bedruckstoff
geleitet werden.
Durch diesen Luftstrom kann Feuchtigkeit aus dem Applikationsbereich heraustransportiert
werden.
Der Luftstrom kann günstigerweise zusätzlich einen berührungslosen, stabilen
Transport des Bedruckstoffs innerhalb der Mikrowelleneinrichtung gewährleisten.
Tonerschichten werden dann nicht durch Kontakte mit Bauteilen, Transportbändern
oder Ähnlichem beeinträchtigt. Eine Steigerung der Qualität des erzeugten
Druckbildes kann erreicht werden. Staus des Bedruckstoffs durch einen instabilen
Transport können vermeiden werden
Die erfindungsgemäße Mikrowelleneinrichtung soll dabei die vorhergehend beschriebenen
Vorrichtungsmerkmale umfassen und zur Verrichtung der beschriebenen
Verfahrens geeignet sein.
Des Weiteren wird die Aufgabe der Erfindung durch eine Mikrowelleneinrichtung
gelöst, bei der der Transportpfad von, den Transportpfad wenigstens überwiegend
abdeckenden PTFE-Folien umfasst wird.
Durch diese Folien kann ein Feuchtigkeitstransport in den Applikationsbereich
verhindert werden, so dass Spannungsdurchbrüche durch Feuchtigkeit oder Verzerrungen
des Mikrowellenfeldes durch kondensierte Feuchtigkeit vermeiden
werden.
Nicht vollständig den Transportpfad abdeckende PTFE-Folien ermöglichen
zudem eine Belüftung des Schlitzbereichs der den Transportpfad umfasst. Diese
Belüftung kann dann aus Richtung des Applikationsbereichs erfolgen und durch
diesen Luftstrom kann dann ein Feuchtigkeitstransport in den Applikationsbereich,
bzw. in den Applikator vermieden werden. Die Belüftung kann dabei
zusätzlich den Transport des Bedruckstoffs noch unterstützen.
Vorteilhafterweise sollen die PTFE-Folien nicht auf den Bereich unmittelbar
innerhalb des Applikators, d.h. im Bereich der durch den Transportpfad getrennten
Applikationsbereiche begrenzt sein. Sie können auch über die Applikationsbereiche
hinaus erstreckt werden und auf diese Weise Elemente die z.B. im
Umfeld des Applikators vorhanden sind vor kondensierender Feuchtigkeit schützen.
Hierzu zählen beispielsweise Chokestrukturen, die das Austreten von Mikrowellenstrahlung
verhindern, wenigstens aber minimieren sollen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Mikrowelleneinrichtung
ist es vorgesehen, dass die PTFE-Folien perforiert sind. Hierdurch
kann der Bedruckstoff gleichmäßig mit strömender Luft beaufschlagt werden, so
dass ein Feuchtigkeitstransport durch diese Luft aus der Mikrowelleneinrichtung
hinaus noch weiter verbessert wird. Zusätzlich kann vorteilhafterweise eine
gleichmäßigere Unterstützung des Bedruckstofftransports innerhalb des Applikationsbereichs
erreicht werden.
Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, dass der Applikationsbereich Wandungen
mit Lufteinlassöffnungen aufweist. Durch die Lufteinlassöffnungen kann ein erster
Luftstrom in das Innere der Mikrowelleneinrichtung gelenkt werden. Die Wandungen
des Applikationsbereichs können dabei insbesondere an erfindungsgemäße
Lufteinlassboxen grenzen. Die Lufteinlassöffnungen können weiterhin eine
Geometrie aufweisen, die geeignet ist, die Abstrahlung von Mikrowellenleistung
zu minimieren. Hier sind beispielsweise schlitzförmige oder kreisförmige Geometrien
denkbar.
Der durch die Lufteinlassöffnungen in den Wandungen des Applikationsbereichs
erzeugte erste Luftstrom kann dann gleichmäßiger auf die PTFE-Folien zuströmen
und auf diese Weise kann noch besser ein gleichförmiger und stabiler Luftstrom
im Bereich des Transportpfades gewährleistet werden.
In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Mikrowelleneinrichtung ist ein
Feuchtigkeitsmesser im Umfeld des Transportpfads vorgesehen.
Hierdurch kann wenigstens eine relative Änderung der Feuchtigkeit im Inneren
der Mikrowelleneinrichtung erkannt werden. Vorteilhafterweise kann dann, vorzugsweise
automatisch mit einem Temperaturanstieg der Luft und/oder einer
Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Luftströme auf so eine Änderung
reagiert werden.
Erfindungsgemäß ist daher günstigerweise eine Vorheizeinrichtung vorgesehen,
die für ein Ansteigen der Temperatur der Luft der Luftströme sorgt, die dann eine
größere Menge an Feuchtigkeit aufnehmen können und aus der Mikrowelle heraustransportieren
können.
Ausführungsbeispiele, aus denen sich auch weitere erfinderische Merkmale
ergeben können, auf die die Erfindung aber in ihrem Umfang nicht beschränkt ist,
sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Mikrowelleneinrichtung
für eine Papierbahn,
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf eine Mikrowelleneinrichtung wie in Fig. 1,
- Fig. 3
- den Schnitt III nach Fig. 2 durch die Mikrowelleneinrichtung quer
zur Transportrichtung der Papierbahn mit einer Einrichtung zur
Erzeugung von Luftströmungen,
- Fig. 4
- eine Darstellung eines Applikationsbereiches der
Mikrowelleneinrichtung mit Bedruckstoff und Luftströmungen,
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf eine Mikrowelleneinrichtung für Bogen,
- Fig. 6
- ein seitlicher, schematischer Querschnitt durch die
Mikrowelleneinrichtung nach Fig. 5,
- Fig. 7
- eine symbolische Darstellung eines Aufbaus einer Einrichtung
zur Erzeugung von Luftströmungen mit einer zusätzlichen Mikrowellenlast,
- Fig. 8
- ein Querschnitt durch einen Applikationsbereich nach Fig. 5 oder
Fig. 7 mit Feuchtigkeitsmesser,
- Fig. 9
- eine schräge Aufsicht auf eine PTFE-Folie mit einem Feuchtigkeitsmesser.
In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Mikrowelleneinrichtung 5 dargestellt. Bei
dieser Mikrowelleneinrichtung 5 handelt es sich hier um eine Mikrowellenfixiereinrichtung,
innerhalb derer Toner auf einen Bedruckstoff 1 fixiert wird. Die Mikrowelleneinrichtung
5 soll sich dabei innerhalb einer hier nicht dargestellten
Druckmaschine befinden.
Bei dem in diesem Beispiel verwendeten Bedruckstoff soll es sich um Papierbahnen
handeln.
Der Bedruckstoff 1 wird in Richtung des Pfeils 3 durch die Mikrowelleneinrichtung
5 transportiert. Der Bedruckstoff 1 wird hierfür über eine Transportrolle 6 gelenkt.
Der Bedruckstoff 1 wird durch einen Papierschlitz 4 in die Mikrowelleneinrichtung
5 übergeben. Nach dem Durchqueren der Mikrowelleneinrichtung 5, in der z.B.
vorhandener Toner auf dem Bedruckstoff 1 fixiert wird, wird der Bedruckstoff 1
um eine weitere Transportrolle 6 transportiert. Der Bedruckstoff 1 verlässt hierfür
die Mikrowelleneinrichtung 5 durch einen weiteren Papierschlitz 4.
Im Anschluss nach der Mikrowelleneinrichtung 5 durchläuft der Bedruckstoff 1
eine Kühleinrichtung 2. Die Durchlassöffnungen für den Bedruckstoff 1 können
hier annähernd beliebig sein, so dass keine Gefahr für den Bedruckstoff 1
besteht mit den Rändern dieser Öffnungen in Berührung zu kommen, selbst
wenn es zu größeren Verwerfungen des Bedruckstoffes kommen sollte.
Die Darstellung einer Mikrowelleneinrichtung 5 nach Fig. 1 ist in einer Aufsicht in
Fig. 2 gezeigt. Der Bedruckstoff wird in Richtung des Pfeils 3 transportiert und an
die Mikrowelleineinrichtung 5 übergegeben.
Die Mikrowelleneinrichtung 5 besteht aus einer Mikrowellenquelle 7, die Mikrowellenstrahlung
erzeugt, die in einem Hohlleiter 9 in einen Innenraum 10 der Mikrowelleneinrichtung
5 übertragen wird. Der Innenraum 10 beinhaltet einen Applikationsbereich
17, der in Fig. 3 zu sehen ist.
Die Erfindung ist dabei nicht auf solche Mikrowelleneinrichtungen 5 beschränkt,
die entsprechende Resonanzbedingungen aufweisen. Es sind auch Mikrowelleneinrichtungen
möglich, die keine Resonanzbedingungen erfüllen und in denen
sich eine laufende Mikrowelle ausbildet.
Nach dem Durchlaufen der Mikrowelleinrichtung 5 wird der Bedruckstoff weiter
durch die Kühleinrichtung 2 transportiert.
In Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Mikrowelleneinrichtung 5 aus Fig. 1 dargestellt.
Die Schnittfläche ist in Fig. 2 als III angedeutet. Sie verläuft quer zur
Bewegungsrichtung des Bedruckstoffes 1.
Gleiche Bezugszahlen bezeichnen gleiche Bauelemente.
Der Innenraum 10 der Mikrowelleneinrichtung 5 ist hier unterteilt in zwei Einlassboxen
11 und 12, in die von nicht dargestellten Lüftern Luftströme 13 und 14
geleitet werden. Die Lufteinlassboxen 11 und 12 sind ober-, bzw. unterhalb des
Transportpfads des Bedruckstoffs 1 angeordnet. Sie grenzen hier direkt an den
Applikationsbereich 17, dessen Wandungen 15, 16 Lufteinlassöffnungen 24 zu
den Lufteinlassboxen 11 und 12 aufweisen. Diese Lufteinlassöffnungen 24 sind
beispielsweise in Fig. 4 dargestellt und sollen in diesem Ausführungsbeispiel
schlitzförmig ausgeführt sein.
Innerhalb des Applikationsbereich 17 kann sich ein stehendes Mikrowellenfeld
ausbilden. Der Applikationsbereich 17 selber ist Bestandteil eines Applikators 48.
Dieser Applikator 48 erstreckt sich von einer Einlassblende 47, über die der
Hohlleiter 9 Mikrowellen in den Applikator 48 einspeist bis zu einem Abschlussschieber
22, der auf der anderen Seite des Applikationsbereichs 17 liegt. Der
Applikator 48 soll zur Ausbildung eines stehenden Mikrowellenfeldes die erforderlichen
Randbedingungen erfüllen. In einem Teilbereich 8 des Applikators 48
kann für diese Zwecke der Abschlussschieber 22 vorhanden sein. Über diesen
Abschlussschieber 22 können dann entsprechende Resonanzbedingungen für
die Mikrowellen eingestellt werden. Kommt es innerhalb des Applikators 48 zu
einer stehenden Welle, so ist sie auch innerhalb des Applikationsbereichs 17
ausgebildet, da dieser von dem Applikator 48 umfasst wird.
Dieser Applikationsbereich 17 umfasst dabei den Schlitzbereich 18 durch den
der Transportpfad des Bedruckstoffs 1 führt. Dieser Schlitzbereich 18 ist durch
perforierte PTFE-Folien 26 von dem Applikationsbereich 17 getrennt, was in Fig.
4 erkennbar ist.
Innerhalb des Applikationsbereich 17 sind zwei PTFE-Barrieren 19 und 20 eingeschlossen,
die einen Strömungskurzschluss der erzeugten Luftströmungen
innerhalb des Applikationsbereichs 17 verhindern sollen. Diese Barrieren 19 und
20 sind dafür an den Rändern des Schlitzbereichs 18 zum Einen in Richtung des
Hohlleiters 9 und zum Anderen in Richtung des Teilbereichs 8 innerhalb des Applikationsbereichs
17 bereitgestellt. In dem hier dargestellten Fall begrenzen
diese Barrieren 19 und 20 den Applikationsbereich 17 und trennen ihn räumlich
von dem restlichen Bereich des Applikators 48. Hierdurch sind insbesondere der
Teilbereich 8, der für das Zustandekommen von Resonanzbedingungen wichtig
ist und der Hohlleiter 9 von dem Applikationsbereich 17 räumlich getrennt.
Zwischen dem Hohlleiter 9 und dem Applikator 48 ist noch die Einlassblende 47
vorhanden, die für eine Einkopplung der Mikrowelle in den Applikator 48 verantwortlich
ist.
Eine Darstellung des Applikationsbereichs 17 ist in Fig. 4 vergrößert skizziert.
Durch Lufteinlassöffnungen 24 in den Wandungen 15 und 16 des Applikationsbereichs
17 werden Luftströme 25 in das Innere des Applikationsbereichs 17
eingebracht.
Der Schlitzbereich 18 ist von dem restlichen Applikationsbereich 17 mit PTFE-Folien
26 abgetrennt. Die PTFE-Folien 26 sind mit feinen Luftlöcher 30 gleichmäßig
perforiert. Der Luftstrom 25 wird durch diese Luftlöcher 30 gleichförmig in
das Innere des Schlitzbereichs 18 eingebracht, wobei dann ein gleichmäßiger
und stabiler Luftstrom 27 entsteht, der Feuchtigkeit aus dem Schlitzbereich 18
heraustransportiert und zusätzlich den Transport des Bedruckstoffes 1 wenigstens
unterstützt.
Der Bedruckstoff 1 erhält sein Transportgeschwindigkeit von den äußeren Transportrollen
6 oder anderen hier nicht dargestellten Transportelementen.
Fig. 5 zeigt eine Aufsicht auf eine Mikrowelleneinrichtung für Bogen. Der
Bedruckstoff 1 ist hier ein Papierbogen.
Von der Mikrowelleneinrichtung 5 ist hier nur der Innenbereich 10 dargestellt. Der
Applikationsbereich 17 des Innenraums 10 deckt auf Grund seiner Ausdehnung
nur einen Teilbereich des Bedruckstoffes ab. Daher sind hier mehrere Innenräume
10, bzw. Applikatoren 48 oder Mikrowelleneinrichtungen 5 hintereinander
und versetzt angeordnet, so dass dann die gesamte Fläche des Bedruckstoffes 1
abgedeckt wird. Diese zusätzlichen Innenräume 10 sind hier nicht weiter dargestellt.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt in der möglichen Bereitstellung von
Transportelementen seitlich zu den Innenräumen 10, die dann den Vorschub des
Bedruckstoffs 1 betreiben können. Eine Anordnung mit mehreren solcher Applikatoren
48 versetzt zueinander ist in DE 101 45 005 A1 offenbart.
Der Bedruckstoff 1 wird in Richtung des Pfeils 3 durch den Innenraum 10 transportiert.
Hierfür liegt der Bedruckstoff 1 auf mehreren Transportbändern 37 bis 39
auf. Das Transportband 37 liegt direkt vor dem Innenraum 10 und hört kurz vor
diesem Innerraum 10 auf. Die beiden anderen Transportbänder 38 und 39 verlaufen
parallel zum Innenraum 10 und einer Kühleinrichtung 2, die hinter dem
Innenraum 10 liegt. Innerhalb des Innenraums 10 und der Kühleinrichtung 2 wird
der Bedruckstoff 1 von keinem Transportelement berührt.
Hinter der Kühleinrichtung 2 kann ein weiteres Transportelement, das hier nicht
gezeigt ist, vorhanden sein. Dieses Transportelement kann dann einen weiteren
Vorschub des Bedruckstoffes unterstützen.
Das Abkühlen auf eine niedrigere Temperatur ist besonders notwendig, wenn der
Bedruckstoff 1 auf beiden Seiten bedruckt ist. Da in diesem Verfahren beide
Seiten des Bedruckstoffes 1 erwärmt werden und damit auch Tonerschichten auf
beiden Seiten des Bedruckstoffes 1 aufgeschmolzen werden, würde ein Druckbild
auf der Unterseite leiden, wenn es bei einer zu hohen Temperatur mit einem
Transportband in Berührung käme. Diese notwendige niedrigere Temperatur
kann beispielsweise bei 70°C liegen und wird spätestens am Ende der Kühleinrichtung
2 erreicht.
In Fig. 6 ist ein seitlicher Querschnitt durch die Mikrowelleneinrichtung nach Fig.5
schematisch dargestellt.
Von dem Innenraum 10 ist hier alleine der Applikationsbereich 17 mit dem
Schlitzbereich 18 dargestellt. Lufteinlassboxen und Hohlleiter können sich oberund
unterhalb oder seitlich des Innenraumes 10 anschließen. Insbesondere kann
ein Hohlleiter 9 die Mikrowellen von Oben oder Unten in den Innenraum 10
transportieren.
Der Applikationsbereich 17 selber ist hier in einen oberen Applikationsbereich
17a oberhalb des Transportpfads und einen unteren Applikationsbereich 17b
unterhalb des Transportpfads unterteilt. Der Bedruckstoff 1 kann dann den
Schlitzbereich 18 in Richtung des Pfeils 3 durchqueren. Innerhalb des Schlitzbereichs
18 wirkt dann auf den Bedruckstoff 1 das Mikrowellenfeld 40. Die Darstellung
des Mikrowellenfeldes 40 ist hier rein symbolisch und soll nicht die tatsächliche
Intensitätsverteilung des Mikrowellenfeldes 40 wiedergeben.
Außerhalb des Mikrowellenfeldes 40 und in unmittelbarer Umgebung des Applikationsbereichs
17 können sich noch weitere Elemente 41 befinden. Diese Elemente
41 können beispielsweise die austretende Mikrowellenstrahlung verringern.
Der obere Applikationsbereich 17a und auch der untere Applikationsbereich 17b
sind beide in Richtung des Transportpfads im Wesentlichen offen, so dass das
Mikrowellenfeld 40 ausgebildet werden kann. Die jeweiligen Öffnungen der
Applikationsbereiche 17a und 17b sind durch PTFE-Folien 26 abgedeckt, die
verhindern, dass Luft aus dem Schlitzbereich 18 in die Applikationsbereiche 17a
und 17b gelangt. Geleitete Luftströme 27 können jeweils über die Applikationsbereiche
17a und 17b durch die PTFE-Folien 26 in den Schlitzbereich 18 gelangen.
Diese Luftströme 27 sind in dieser Zeichnung nicht weiter dargestellt, sie sind
insbesondere der Fig. 4, bzw. der Fig. 7 zu entnehmen.
Die PTFE-Folien 26 erstrecken sich nicht alleine über die Fläche des Applikationsbereichs
17 sondern überdecken auch, wenigstens teilweise, die weiteren
Elemente 41. Auf diese Weise wird verhindert, dass Luft aus dem Schlitzbereich
18, die eventuell Feuchtigkeit beinhalten könnte in die Bereiche der Applikationsbereiche
17a und 17b und der Elemente 41 gelangen kann und dort Wasser
kondensieren könnte. Spannungsdurchbrüche oder ein Verzerren des Mikrowellenfeldes
40 kann so verhindert werden.
Im Anschluss an den Applikationsbereich 17 durchläuft der Bedruckstoff 1 noch
die Kühleinrichtung 2. Die Ein- und Austrittsöffnungen 42 der Kühleinrichtung 2
müssen hierbei nicht so schmal sein, wie das der Fall ist für die Schlitze 4 der
Mikrowelleneinrichtung 5. Die Elemente 41 an den Schlitze 4 müssen gewährleisten,
dass möglichst keine Mikrowellenstrahlung aus dem Applikationsbereich
17 entweichen kann. Die geringe Höhe der Schlitze 4 stellt ein Problem für den
Transport des Bedruckstoffes 1 dar. Bei einem zu ungleichmäßigen Transport
des Bedruckstoffes 1 kann es passieren, dass der Bedruckstoff 1 gegen die
Ränder eines Schlitzes 4 stößt, wodurch es zu einem Stau oder einem Verkannten
des Bedruckstoffes 1 innerhalb der Mikrowelleneinrichtung 1 kommen kann.
Daher muss auch im Inneren des Applikationsbereichs 17 ein stabiler Transport
des Bedruckstoffes 1 gewährleistet werden.
Die Ein- und Austrittsöffnungen 42 der Kühleinrichtung 2 sind im Gegensatz dazu
großflächig ausgelegt, so dass ein Anstoßen des Bedruckstoffes 1 an deren
Ränder auf jeden Fall vermieden wird.
Wie zu Fig. 5 ausgeführt wird der Bedruckstoff 1 weder innerhalb des Applikationsbereichs
17, noch innerhalb der Kühleinrichtung 2 durch kontaktierende
Transportelemente geführt. Eine Führung und der Vorschub des Bedruckstoffs 1
wird durch hier nicht gezeigte Transportelemente wie z.B. Transportbänder, die
sich hinter, vor und/oder neben dem Applikationsbereich 17 und der Kühleinrichtung
2 befinden erreicht.
Fig. 7 zeigt eine symbolische Darstellung eines Aufbaus einer Einrichtung zur
Erzeugung von Luftströmungen 25, 46 und 27 mit einer zusätzlichen dielektrischen
Mikrowellenlast 29. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit ist hier
auf eine Darstellung der Luftströmungen 27 verzichtet worden.
Hier ist genauer der Bereich der Fig. 6 dargestellt, in dem die Luftströme 27 auf
den Bedruckstoff 1 wirken. Der Bedruckstoff 1 ist hier zur besseren Übersichtlichkeit
nicht dargestellt.
Der Bedruckstoff 1 kann hier durch den Schlitzbereich 18 transportiert werden.
Dieser Schlitzbereich 18 befindet sich zwischen den oberen- und unteren Applikationsbereichen
17a und 17b.
In dem hier dargestellten Aufbau sind die Lufteinlassboxen 11 und 12 nicht dargestellt.
Durch Lufteinlassöffnungen 24 und 45 in den Wandungen 15 des Applikationsbereichs
17a und 44 des Hohlleiters 9 werden Luftströme 25 und 46 in das
Innere des Applikationsbereichs 17 gelenkt.
Der Luftstrom 46 wird dabei durch eine nicht dargestellte Einlassblende aus dem
Hohlleiter 9 in den unteren Applikationsbereich 17b geleitet.
Eine hier nicht dargestellte Lufteinlassbox 11 befindet sich oberhalb des Transportpfades
und schließt an die Wandung 15 des Applikationsbereichs 17a an.
Eine zweite nicht dargestellte Lufteinlassbox 12 befindet sich unterhalb des
Transportpfads und schließt an die Wandung 44 des Hohlleiters 9 an. Sie liegt in
der hier dargestellten Anordnung seitlich des Hohlleiters 9.
In der hier dargestellten Anordnung werden die Mikrowellen in Richtung des
Pfeils 21 durch den Hohlleiter 9 in den Applikationsbereich 17 geleitet, wobei sie
die nicht dargestellte Einlassblende zwischen dem Hohlleiter 9 und dem Applikationsbereich
17 durchlaufen.
Über die Lufteinlassöffnungen 45 in der Fläche der Wandung 44 kann ein Luftstrom
46 in das Innere des Hohlleiters 9 geleitet werden. Dieser Luftstrom 46
wird dann weiter in den Applikationsbereich 17b geleitet. Die Fläche der Wandung
44 des Hohlleiters 9, die die Lufteinlassöffnungen 45 aufweist muss sich
nicht über die gesamte Wandung 44 des Hohlleiters 9 erstrecken. Es reicht eine
Fläche aus, die einen ausreichenden Luftstrom 46 gewährleisten kann, um die
erwünschten Effekte wie Abtransport von Wasser aus dem Applikationsbereich
17 und Unterstützung des Bedruckstofftransport zu erzielen.
Oberhalb des Transportpfads des Bedruckstoffes 1 kann über die Lufteinlassschlitze
24 der Wand 15 ebenfalls ein Luftstrom 25 in den Applikationsbereich
17a eingebracht werden.
Die Luftströme 25 und 46, die durch die Lufteinlassschlitze 24 und 45 in das
Innere des Applikationsbereich 17 eingebracht werden, beaufschlagen die PTFE-Folien
26, die den Schlitzbereich 18 von dem übrigen Applikationsbereich 17
abtrennen. Durch die perforierten PTFE-Folien 26 können die Luftströme 25 und
46 so an den Bedruckstoff 1 geleitet werden, dass ein Abtransport von aus dem
Bedruckstoff austretender Feuchtigkeit durch die so erzeugten Luftströme 27
ermöglicht wird. Zusätzlich kann der Transport des Bedruckstoffes 1 durch die
Mikrowelleneinrichtung 5 hindurch wenigstens unterstützt werden, so dass er
stabil verläuft und ein Stau durch Verwerfungen des Bedruckstoffes 1 vermieden
wird.
Außerhalb der Wandungen 15 und 44 ist es nicht zwingend notwendig, dass sich
dort Lufteinlassboxen befinden. Es kann auch möglich sein, dass direkt Lüfter
vorhanden sind, die Luft in den Applikationsbereich 17, bzw. den Hohlleiter 9 der
Mikrowelleneinrichtung 5 einbringen. Innerhalb des Applikationsbereich 17, bzw.
im Bereich des Hohlleiters 9 werden über die Lufteinlassschlitze 24 und 45 Luftströme
25 und 46 erzeugt und dann über die Löcher 30 der Perforation der
PTFE-Folien 26 Luftströme 27.
Diese Führungen der Luftströme 25, bzw. 46 und 27 stellen praktisch Luftkanäle
innerhalb des Applikationsbereich 17 dar. Sie weisen Luftaustrittsöffnungen wie
die Löcher 30 auf, durch die ein Transport von Bedruckstoffen 1 wenigstens
unterstützt wird. Durch diese gelenkten Luftströme 25, 46 und 27 kann Feuchtigkeit
aus der Mikrowelleneinrichtung 5 abtransportiert werden.
In der hier dargestellten Ausführungsform ist zusätzlich eine Last 29 im Applikationsbereich
17 der Mikrowelleneinrichtung 5 integriert. Durch ein Verfahren dieser
Last 29 wird die Resonanzbedingung des Applikators für die verschiedenen
Bedruckstoffe 1 eingestellt. Die Last 29 ist dafür in Richtung des Pfeils 43 in Bereiche
größerer Feldstärken innerhalb des Applikationsbereichs 17 verkippbar.
Um einen Luftstrom auch durch diese Last 29 hindurch zu gewährleisten, ist es
vorgesehen, dass die Last 29 selber Luftdurchlasslöcher 35 aufweist, die den
Luftstrom im Wesentlichen nicht behindern.
In Fig. 8 ist ein Querschnitt durch einen Applikationsbereich 17 nach Fig. 5 oder
Fig. 7 mit einem Feuchtigkeitsmesser 36 dargestellt.
In Fig. 9 ist eine schräge Aufsicht auf eine PTFE-Folie 26 mit einem Feuchtigkeitsmesser
36 zu sehen.
Auf der PTFE-Folie 26 sind zwei Elektroden 31 und 32 befestigt. Der Befestigungsort
soll im Bereich niedriger Feldstärken liegen und keine Luftlöcher 30
abdecken. Am geeignetsten ist hierfür ein Bereich am Eintrittsbereich bzw. vorzugsweise
am Austrittsbereich für den Bedruckstoff 1 durch den Schlitzbereich
18. Das heißt in Richtung 3 des Vorschubs des Bedruckstoffes 1 in dem in
Richtung 3 hinteren der Schlitze 4. Es dabei darauf zu achten, dass die Elektroden
31 und 32 nicht in Mikrowellenfeld 40 des Applikators 48 hineinragen.
Die beiden Elektroden 31 und 32 sind über Leitungen 33 mit einer Mess- und
Kontrolleinheit 34 verbunden. An die Elektroden 31 und 32 werden von der
Mess- und Kontrolleinheit 34 Hochspannungsimpulse angelegt und ein Strom
zwischen den beiden Elektroden 31 und 32 gemessen.
Befindet sich zwischen den Elektroden 31 und 32 kein Wasser, so sollte kein
Strom fließen. Ist allerdings an dieser Stelle Wasser kondensiert, so kann ein
Stromfluss festgestellt werden. Dieser Wasser wurde dann durch den Luftstrom
aus dem Schlitzbereich 18 in das Umfeld der Elektroden 31 und 32 transportiert.
Da dieses Wasser erst innerhalb des Schlitzbereichs 18 aufgenommen wurde,
gibt die zwischen den Elektroden kondensierte Menge an Wasser zumindest
indirekt einen Aufschluss über den Zustand innerhalb des Schlitzbereichs 18. Je
mehr Wasser kondensiert, desto mehr Feuchtigkeit muss innerhalb des Schlitzbereichs
18 vorherrschen. Der gemessene Strom korreliert dabei direkt mit der
kondensierten Wassermenge und gibt somit indirekt Auskunft über die Feuchtigkeit
im Inneren des Schlitzbereichs 18.
Im Falle keiner Feuchtigkeit innerhalb des Applikationsbereich 17 oder des
Schlitzbereichs 18 sollte kein Strom fließen. Ein gemessener Strom ist dann in
seiner Größe ein Maß für eine herrschende Luftfeuchtigkeit.
Die beiden Elektroden 31 und 32 dürfen dabei nicht in das Innere des Applikationsbereich
17 hineinragen und das vorherrschende Mikrowellenfeld 40 beeinträchtigen.
Ein Bedruckstoff 1 wird auf einem Transportband 2 transportiert. Bei dem
Bedruckstoff 1 kann es sich beispielsweise um einen Bogen Papier handeln, der
innerhalb einer Druckmaschine in einem Farbwerk eine Tonerschicht erhalten
hat.
Diese Tonerschicht soll auf dem Bedruckstoff 1 fixiert werden. Der Bedruckstoff 1
wird daher in die Mikrowelleneinrichtung 5 transportiert. Hier werden der Toner
und der Bedruckstoff so weit erwärmt, dass der Toner auf dem Bedruckstoff 1
fixiert wird.
Damit es nicht zu Spannungsdurchbrüchen und Verzerrungen des Mikrowellenfeldes
40 innerhalb des Applikators 48 der Mikrowelleneinrichtung 5 kommt, werden
Luftströmungen 27 innerhalb der Mikrowelleneinrichtung 5 erzeugt. Durch
diese kann dann Feuchtigkeit abtransportiert und der Bedruckstoff 1 zudem innerhalb
der Mikrowelleneinrichtung 5 berührungslos transportiert werden.
Der eigentliche Vorschub des Bedruckstoffs 1 wird durch außerhalb der Mikrowelleneinrichtung
5 und der Kühleinrichtung 2 liegende Transportelemente
gewährleistet. Im Falle der Papierbahn kann es sich um Rollen 6 und im Falle
von Papierbogen kann es sich um Transportbänder 37, 38, 39 und weitere nicht
gezeigte handeln. Diese Transportbänder befinden sich dann neben, vor und
hinter der Mikrowelleneinrichtung 5 und der Kühleinrichtung 2.
Die Luftströmung 27 wird erzeugt, indem durch nicht dargestellte Lüfter Lüftströme
13 und 14 in Lufteinlassboxen 11 und 12 gepresst werden. Diese wiederum
sind so gestaltet, das die Luft über Lufteinlassöffnungen 24 weiter in den
Applikationsbereich 17 gelenkt wird, wo Luftströmungen 25 erzeugt werden. Es
sind auch Ausführungsformen ohne Lufteinlassboxen 11 und 12 denkbar.
Die Lufteinlassöffnungen 24 sind dabei so gestaltet, dass ein Austreten von Mikrowellenstrahlung
aus dem Applikationsbereich 17 vermieden wird und genügend
Luft in diesen Bereich hineinströmen kann. Beispielsweise können die Lufteinlassöffnungen
24 Schlitze sein und eine Größe von 2mm x 14mm aufweisen und
quer zur Ausbreitungsrichtung der Mikrowellen im Applikationsbereich 17 ausgerichtet
sein. Diese Anordnung führte bei Experimenten nach einem TE10N-Applikatorprinzip
zu keiner signifikanten Abstrahlung von Mikrowellen.
Es sind auch runde Lufteinlassöffnungen 24 praktikabel.
Auf die beschriebene Weise können gerichtete Luftströme 25 im Inneren des
Applikationsbereichs 17 erzeugt werden. Damit zusätzlich zum Abtransport von
Feuchtigkeit aus dem Applikationsbereich 17 der Transport des Bedruckstoffes 1
im Inneren des Schlitzbereichs 18 stabil und gleichmäßig unterstützt werden
kann, werden diese Luftströme 25 weiter durch die Luftlöcher 30 der perforierten
PTFE-Folien 26 geleitet. Durch diese gleichförmige Beaufschlagung des
Bedruckstoffes 1 mit dem Luftstrom 27 wird nicht nur der Bedruckstofftransport
stabilisiert, durch diese Gleichförmigkeit kann auch gewährleistet werden, dass
Feuchtigkeit von jeder Stelle der Oberfläche des Bedruckstoffes 1 aus dem
Applikationsbereich 17 heraustransportiert wird. Die Größe dieser Luftlöcher 30
und ihre Verteilung in den PTFE-Folien 26 sind dabei so gewählt, dass genügend
Luft hindurchgelassen wird, um ein stabiles Luftkissen zu bilden. Die PTFE-Folien
26 weisen in dem hier dargestellten Fall eine Schichtdicke von 0,1 mm
auf. Sie sind direkt an den Wandungen des Applikationsbereichs 17 im Inneren
der Mikrowelleneinrichtung 5 angebracht, können aber, wie insbesondere in Fig.
5 dargestellt, auch darüber hinaus reichen. Auf diese Weise werden Luftströme
27 auf den Bedruckstoff 1 gelenkt.
Da die Anordnung und Lochung, bzw. Schlitzung der PTFE-Folien 26, bzw. der
Wandungen 15,16 des Applikationsbereichs 17 nicht verändert werden, können
die Luftströme 27, die im Schlitzbereich 18 für den Abtransport von Feuchtigkeit
verantwortlich sind und das unterstützende Luftkissen bilden direkt über die Luftströme
13, 14, die von Lüftern in die Lufteinlassboxen 11 und 12 geleitet werden,
eingestellt werden. Insbesondere ist es hierbei möglich die Luftströme 27 auf
unterschiedliche Bedruckstoffe entsprechend einzustellen. Hierbei kann dann auf
die Beschaffung der Bedruckstoffe ebenso wie auf deren Gewichte Rücksicht
genommen werden. Z.B. erfordern größere Grammaturen von Papierbogen stärkere
Luftströme 27. Auch die Art der Bedruckstoffe ist wesentlich für die entweichende
Feuchtigkeit, so wird Folie weniger Wasser freigeben als gestrichenes
Papier, das wiederum weniger freigibt als normales Papier. Je mehr Wasser freigesetzt
werden wird, desto schnellere Luftströme 27 sind notwendig.
Die Gewichte der verwendeten Bedruckstoffe 1 sind im Allgemeinen vorher
bekannt und die entsprechenden Informationen liegen elektronisch vor. Diese
Informationen können in nicht dargestellten Verarbeitungseinrichtungen ausgewertet
werden, die dann automatisch die Luftströme 27 entsprechend steuern.
Insbesondere kann auch darauf geachtet werden, dass die Luftströme 27 richtungsabhängig,
unterscheidend, ob sie von ober- oder unterhalb des Transportpfades
wirken, gesteuert werde.
Die Luftströme 27 verlassen den Innenraum 10 der Mikrowelleneinrichtung über
die Schlitze 4. Durch die Mikrowellen wird der Bedruckstoff 1, sowie ein hierauf
befindlicher Toner, insbesondere über den Bedruckstoff 1, erhitzt. Insbesondere
wird Wasser, das sich in dem Bedruckstoff 1 befindet erhitzt und teilweise als
Wasserdampf freigesetzt. Dieser Wasserdampf kann innerhalb der Mikrowelleneinrichtung
5 kondensieren, das Mikrowellenfeld 40 verzerren und/oder zu Spannungsdurchbrüchen
führen.
Die Luftströme 27 nehmen Wasserdampf auf und verlassen dann mit diesem die
Mikrowelleneinrichtung 5 und tragen zu einer trockeneren Atmosphäre im Innenbereich
10, bzw. im Applikationsbereich 17 der Mikrowelleneinrichtung 5 mit bei.
Um die Aufnahmefähigkeit der Luftströme 27 für Feuchtigkeit zu steigern ist es
vorgesehen, dass die Luftströme 13, 14, die den Lufteinlassboxen 11 und 12
zugeführt werden vorher oder auch innerhalb der Lufteinlassboxen 11 und 12
erhitzt werden. Hierfür kann es insbesondere möglich sein, dass die Luftströme
13 und 14 durch Abwärme der Mikrowelleneinrichtung 5 oder der hier nicht
gezeigten Druckmaschine vorgeheizt werden, um Energie zu sparen.
Dass die Luftströme 25 nicht alleine aus über-, bzw. unterhalb des Transportfades
liegenden Lufteinlassboxen kommen müssen, wurde bereits in Fig. 7
gezeigt. Hier wird ein Luftstrom 46 seitlich in den Hohlleiter 9 eingebracht und
dann über eine Einlassblende in den Applikationsbereich 17b geführt und dann
weiter nach oben in den Schlitzbereich 18 geleitet. Auf der anderen Seite wird ein
weiterer Luftstrom 25 direkt an einer oberen Wand 15 des Applikationsbereichs
17a erzeugt und dann nach Unten gelenkt. Die PTFE-Folien 26 sind wie gehabt
innerhalb des Applikationsbereichs 17 installiert und können über diesen hinausreichen.
Der Aufbau des Luftkissens sowie der Abtransport von Feuchtigkeit
erfolgt hier analog wie oben.
Damit besser auf einen Feuchtigkeitsanstieg innerhalb des Applikationsbereichs
17 reagiert werden kann, ist auf wenigstens einer PTFE-Folie 26 ein Feuchtigkeitsmesser
36 vorgesehen. An zwei Elektroden 31 und 32 werden Hochspannungsimpulse
angelegt. Da die Teflonfolie 26 nicht leitend ist, sollte es zu keinem
messbaren Stromfluss kommen. Wenn mehr Feuchtigkeit im Applikator 48, bzw.
im Applikationsbereich 17 freigesetzt wird, so schlägt sich mehr Feuchtigkeit auf
der Teflonfolie 26 nieder und erhöht hier die Leitfähigkeit. Ein daraus auf Grund
der angelegten Hochspannungsimpulse resultierender Strom zwischen den
Elektroden 31 und 32 kann mittels des Feuchtigkeitsmesser 36 erkannt werden.
Dieser Stromfluss wird durch die Mess- und Kontrolleinheit 34 ausgewertet. Auf
die gemessenen Werte kann dann entsprechend reagiert werden. Der Feuchtigkeitstransport
der Luftströme 27 kann dann automatisch erhöht werden.
Hierfür bestehen zwei Möglichkeiten. Es kann zunächst die Strömungsgeschwindigkeit
der Luftströme 27 erhöht werden. Hierfür kann automatisch die Luftmenge,
die durch die Luftströme 13 und 14 in die Lufteinlassboxen 11 und 12
gebracht wird, gesteigert werden. Diese Luftmenge kann dabei ein vorgegebenes
Maximum allerdings nicht überschreiten, da sonst eine stabile Unterstützung des
Transports des Bedruckstoffs 1 durch die Mikrowelleneinrichtung 5 nicht mehr
gewährleistet ist. Sollte eine in diesen Grenzen durchgeführte Erhöhung der
Luftmenge nicht ausreichen um einen ausreichenden Feuchtigkeitstransport zu
ermöglichen, besteht die Möglichkeit die Luft, die in den Innenraum 10, bzw. Den
Applikationsbereich 17 der Mikrowelleneinrichtung 5 eingeleitet wird, weiter zu
erhitzen. Hierfür können nicht dargestellte zusätzliche Wärmequellen im Umfeld
der Lufteinlassboxen 11 und 12, bzw. direkt im Bereich der nicht dargestellten
Lüfter und/oder auch innerhalb der Lufteinlassboxen 11 und 12, vorgesehen
sein.
Die notwendige Luftmenge, bzw. die zur Erhitzung der Luft notwendige Wärmemenge
kann über eine nicht dargestellte Regelungsanlage automatisch eingestellt
werden. Die notwendigen Informationen über die Feuchtigkeitsmenge im
Applikationsbereich 17 erhält sie über den Feuchtigkeitsmesser 36.
Auf diese Weise kann immer eine technisch sinnvolle Luftfeuchtigkeit im Inneren
der Mikrowelleneinrichtung 5 gewährleistet werden. Auf diese Weise können
Schäden in der Mikrowelleneinrichtung 5 vermieden werden. Spannungsdurchbrüche
und ein Verzerren des Mikrowellenfeldes 40 innerhalb des Applikators 48
durch kondensiertes Wasser wird verhindert. Hierfür ist im Wesentlichen die
Trennung des Schlitzbereichs 18 von dem restlichen Applikationsbereich 17
durch die PTFE-Folien 26 von Vorteil, da dann keine Feuchtigkeit in den restlichen
Bereich des Applikationsbereichs 17 transportiert werden kann.
Durch das von den Luftströmen 27 erzeugte Luftkissen kann bei geeigneten Einstellungen
ein Bedruckstoff 1 berührungslos durch die Mikrowelleneinrichtung 5
transportiert werden. Toner auf jedweder Seite des Bedruckstoffes 1 kann durch
Berührungen innerhalb des Applikationsbereich 17 nicht verschmiert werden.
Papierstaus, bzw. das Verkannten von Bedruckstoff 1 innerhalb des Applikationsbereichs
17 kann durch den stabilen Transport verhindert werden.