Die Erfindung betrifft eine Tür der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden
Art.
Bei derartigen Türen, die insbesondere schwellenlos angebracht sein können,
ist häufig eine stab- oder leistenförmige Dichtungsanordnung an, unter oder in
der Türunterkante vorhanden. Diese Dichtungsanordnung schließt den
Luftspalt zwischen der Türblattunterkante und dem Boden ab. Hierbei kann es
sich um eine feststehende oder, wie in der EP 0 424 973 beschrieben, um eine
automatische Dichtungsanordnung handeln. Gemeinsam ist beiden Anordnungen
ein Dichtungskörper und eine den Dichtungskörper führende Führungsschiene,
die über die gesamte Länge der Dichtungsanordnung vorhanden sind,
die sich wiederum über die gesamte Breite des Türblatts erstreckt.
Türen der in Frage kommenden Art mit einem Holz- oder Metallrahmen weisen
im Bereich der Unterkante des Türblatts meist eine Nut auf, in die die Führungsschiene
eingesetzt wird. Kunststoffüren jedoch haben am unteren Rand
häufig ein Z-förmiges oder auch T-förmiges Profil, so daß die Dichtungsanordnung
von einer Seite aus sichtbar ist.
Da solche Dichtungsanordnungen bzw. Bodendichtungen jedoch ein in der
Regel aus einem Aluminiumprofil bestehendes und dementsprechend silbermetallisch
aussehendes, von dem weißen oder andersfarbigen Farbton der Tür
abweichendes Gehäuse besitzen, werden sie als optisch störend empfunden.
Wünschenswert ist aber ein einheitliches Erscheinungsbild der Türen.
Diesen Mangel könnte man dadurch beheben, daß das Gehäuse bzw. die Führungsschiene
der Dichtung im Farbton der Türen lackiert wird. Dies schafft
aber fertigungstechnische und logistische Probleme, weil nämlich die Fertigung
und die Montage der Dichtungen erst nach Eingang der Aufträge begonnen
werden können. Weiterhin müßte der Innenbereich des Gehäuses bzw. der
Führungsschiene aufwendig abgedeckt werden, um ein Verstopfen oder Verkleben
der Mechanik zu verhindern.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise eine gattungsgemäße
Tür mit einem besseren Erscheinungsbild bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch eine Tür mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist erkannt worden, daß durch die Ausgestaltung der Tür mit
einer Blende an der sichtbaren Seite der Dichtungsanordnung, diese optisch
ansprechender gestaltet werden kann.
Die Blende kann dabei aus einer Klebefolie im zur Tür passenden Farbton bestehen,
die direkt auf die Führungsschiene bzw. das Gehäuse aufgeklebt wird.
Möglich ist auch die Ausführung der Blende in Form einer Leiste, die entweder
an der Führungsschiene bzw. an dem Gehause festgeklebt, festgeklemmt oder
verschraubt werden kann Zum Festklemmen der Leisten kann die Führungsschiene
an der sichtbaren Stirnseite mindestens eine an ihrer Öffnung Hinterschneidungen
ausbildende Nut zur Aufnahme mindestens eines entsprechend
als Ansatz gestalteten Befestigungsteils der Leiste besitzen, wobei sowohl die
im Profil C-förmige Nut der Führungsschiene als auch die Hinterschneidungen
der Nut durch vorspringende Profilstege ausgebildet werden. Möglich ist auch,
daß die Dichtungsanordnung ein Gehäuse aufweist, an welchem die Leiste
festklemmbar ist. Das Gehäuse kann an der sichtbaren Stirnseite mindestens
eine als Ansatz ausgestaltetes Befestigungsteil zur Einführung in mindestens
eine entsprechende an ihrer Öffnung Hinterschneidungen ausbildende Nut der
Leiste aufweisen, wobei das mindestens eine Befestigungsteil durch mindestens
eine entsprechende Ausstülpung des Gehäuses gebildet wird.
Denkbar ist auch die Befestigung der Leiste durch die Dichtungsanordnung
selbst, welche wiederum über Befestigungsmittel, wie zum Beispiel Anschraubwinkel
oder dergleichen, mit dem Türblatt verbunden ist. Bei dieser bevorzugten
Ausführungsform besitzt die Leiste ein U-förmiges Profil mit einem
langen und einem kurzen Schenkel, wobei der lange Schenkel die sichtbare
Stirnseite der Dichtungsanordnung abdeckt.
Der Montageaufwand für die Leisten, welche auch nachgerüstet und im Bedarfsfall
leicht ausgewechselt werden können, ist gering; insbesondere muß
bei dieser Arbeit im Falle einiger bevorzugter Ausführungsformen die Dichtungsanordnung
nicht entfernt werden.
Zweckmäßige Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind in weiteren
Ansprüchen enthalten.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt senkrecht zur Achse einer Dichtungsanordnung mit
einer angeklebten Blende; Fig. 2 einen entsprechenden Vertikalschnitt mit einer an der Führungsschiene
der Dichtungsanordnung aufgeclipsten Blende; Fig. 3 eine erfindungsgemäße Tür im Vertikalschnitt an der Türblattunterkante
mit einer mit eingespannten abgewinkelten Blende; Fig. 4 einen Vertikalschnitt entsprechend Fig. 2 mit einer anders aufgeclipsten
Blende; Fig. 5 einen Vertikalschnitt entsprechend Fig. 3 einer Tür nach dem Stand der
Technik.
Eine Tür weist eine in der Zeichnung insgesamt mit 100 bezeichnete Dichtungsanordnung
auf, die aus einer im Strangpreßverfahren aus einem Aluminiumwerkstoff
hergestellten Führungsschiene 2, aus einem als Ganzes mit 1 bezeichneten
Dichtungskörper mit einem aus stranggepreßten Profilmaterial bestehenden
Dichtungsträger 3, aus einer darunter befestigten elastischen Dichtungsleiste
5, aus einer nur schematisch dargestellten, die Heb- und Senkbewegung
des Dichtungskörpers 1 bewirkenden Betätigungsvorrichtung (nicht
gezeigt) sowie aus zwei Lippenteilen 6 besteht.
Alle diese Teile, eventuell mit Ausnahme der Betätigungsvorrichtung, erstrekken
sich im wesentlichen über die gesamte Breite eines in den Fig. 3 und 5 nur
angedeuteten Türblatts T an dessen Unterkante. Türen aus Holz oder Aluminium
haben meist eine sich entlang der Unterkante erstreckende Nut, in die die
Führungsschiene 2 eingesetzt wird, so daß sie zwischen den Flanken der Nut
verschwindet. Bei Kunststofftüren jedoch wird die Unterkante häufig von einem
"Z-förmigen" Profil (Fig. 5) gebildet, welches einen Falz 18 ergibt, in welchen
die Führungsschiene 2, wie in Fig. 3 und 5 dargestellt, eingesetzt wird. Dabei
ist die Dichtungsanordnung 100 von einer Seite 4 aus nicht von dem Profil der
Türblattunterkante abgedeckt und somit sichtbar.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist an der sichtbaren Seite 4 eine leistenförmige
Blende 10a aufgeklebt, die die Dichtungsanordnung 100 dem
Farbton des Türblatts T anpaßt.
Die Blende 10a liegt natürlich an der Führungsschiene 2 an. Dagegen steht die
Blende 10b wie in Fig. 2 dargestellt, leicht von der Führungsschiene 2 ab. Dies
ergibt sich, da die Befestigungsart der Leiste an der Führungsschiene der Art
ist, daß diese an der sichtbaren Seite 4 eine an ihrer Öffnung 11 Hinterschneidungen
ausbildende, mittig liegende Nut 7 zur Aufnahme eines entsprechend
als Ansatz gestalteten Befestigungsteils 8 der Blende 10b aufweist. Die im
Profil C-förmige Nut 7 und deren Hinterschneidungen werden von vorspringenden
Profilstegen 9 ausgebildet. Das Befestigungsteil 8 weist Gegenflächen auf,
die mit den Hinterschneidungen zusammenwirken, so daß die Blende 10b an
der Führungsschiene 2 festgeklemmt, d.h aufgeclipst wird. Die Blende 10b
weist an ihrem oberen und unteren Längsrand in Richtung der Führungsschiene
2 zeigende Abwinklungen 12 auf, die mit ihren freien Rändern 12' an
der Führungsschiene 2 anliegen, so daß der durch den Abstand gebildete
Spalt nach oben und unten abgeschlossen ist und die Blende 10b fest auf der
Führungsschiene 2 aufsitzt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Blende 10c gemäß Fig.
3 mit einem Profil in Gestalt eines nach unten offenen "U" ausgeführt sein, wobei
die Schenkel 13a und 13b des "U" ungleich lang sind. Die Leiste 10c wird
vor der Montage der Führungsschiene 2 über diese geschoben und nach der
Befestigung der Dichtungsanordnung 100 durch Anschraubwinkel 17 an dem
Türblatt T von der Führungsschiene gehalten, so daß sie zwischen dem Türblatt
T und der Schiene 2 liegt. Der lange Schenkel 13a dient als eigentliche
Blende zur Abdekung der sichtbaren Stirnseite 4, wohingegen der kurze
Schenkel 13b auf der gegenüberliegenden abgewandten Seite der Führungsschiene
2 die Blende 10c gegen Herausrutschen sichert.
Entsprechend Fig. 4 kann die Blende 10d an einem die Führungsschiene 2
umgebenden Gehäuse 14 durch Aufclipsen befestigt sein. Das Gehäuse 14
bildet an der sichtbaren Stirnseite 4 eine trapezförmige Ausstülpung 16 aus,
die als Befestigungsteil 16 zur Einführung in eine entsprechende an ihrer Öffnung
Hinterschneidungen ausbildenden Nut 15 der Blende 10d dient. Die
Blende 10d steht somit, wie auch die Blende 10b in Fig. 2, von dem Gehäuse
14 ab und weist daher an ihrem oberen und unteren Ende in Richtung des Gehäuses
14 zeigende Abwinklungen 12 auf, die an dem Gehäuse 14 abschließen,
so daß der durch den Abstand gebildete Spalt nach oben und unten abgeschlossen
ist und die Blende fest auf dem Gehäuse 14 aufsitzt.
Die Blenden 10a bis 10d erstrecken sich über die gesamte Breite und Höhe
der Dichtungsanordnung 100, so daß diese abgedeckt und der Tür im Farbton
angepaßt ist.
Zur Verdeutlichung zeigt Fig. 5 dagegen eine Tür nach dem Stand der Technik
mit einer automatischen Dichtungsanordnung 100, die an der Unterkante des
Türblatts T befestigt ist und auf den Boden B bzw. auf die Schiene S abgesenkt
werden kann und somit beim Schließen der Tür diese abdichtet. Man
erkennt deutlich, daß die Dichtungsanordnung 100 an der Stirnseite 4 sichtbar
ist und das optische Erscheinungsbild der Tür stört. Auf der gegenüberliegenden,
abgewandten Seite wird die Dichtungsanordnung 100 dagegen durch das
Z-förmige Profil des Türblatts T abgedeckt.
BEZUGSZEICHENLISTE
- 1
- Dichtungskörper
- 2
- Führungsschiene
- 3
- Dichtungsträger
- 4
- Stirnseite
- 5
- Dichtungsleiste
- 6
- Lippenteil
- 7
- Nut
- 8
- Befestigungsteil
- 9
- Profilsteg
- 10a-d
- Blenden
- 11
- Öffnung
- 12
- Abwinklung
- 13a
- langer Schenkel
- 13b
- kurzer Schenkel
- 14
- Gehäuse
- 15
- Nut
- 16
- Befestigungsteil
- 17
- Anschraubwinkel
- T
- Türblatt
- B
- Boden
- S
- Schiene