EP0921271A1 - Rotationskolbenmaschine - Google Patents
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- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
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- F01C1/34—Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in group F01C1/08 or F01C1/22 and relative reciprocation between the co-operating members
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- F01C11/002—Combinations of two or more machines or engines, each being of rotary-piston or oscillating-piston type of similar working principle
- F01C11/004—Combinations of two or more machines or engines, each being of rotary-piston or oscillating-piston type of similar working principle and of complementary function, e.g. internal combustion engine with supercharger
Definitions
- Fig. 1 shows a first embodiment of the invention Rotary machine in cross section along the line I-I in Fig. 2 and Fig. 2 partially in Longitudinal section along the line II-II in Fig. 1.
- Figs. 3A to 3C represent one of two parts existing slide in different positions of these two parts.
- Fig. 3D shows a Embodiment of a one-piece slide.
- Fig. 4 shows a cross section through a another embodiment along the line IV-IV in Fig. 5 and Fig. 5 shows a longitudinal section the line V-V in Fig. 4.
- Fig. 6 shows a third embodiment in cross section after the Line VI-VI in Fig. 7 and Fig. 7 is a longitudinal section along the line VII-VII in Fig. 6.
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Abstract
Eine Rotationskolbenmaschine weist ein aus zwei Teilen (3,4) bestehendes Gehäuse auf, in dem ein Kolben (1) um eine Rotationsachse (2) verdrehbar angeordnet ist. In Schlitzen (7) des Kolbens (1) sind aus zwei Teilen (8',8'') bestehende Schieber in radialer Richtung verschiebbar angeordnet. Die Enden dieser Schieber werden durch unsymmetrisch ausgebildete Begrenzungswände (9',9'') zwangsgesteuert und liegen an diesen Begrenzungswänden dichtend an. Bei der Rotation des Kolbens (1) ändern die durch die unsymmetrische Ausbildung der Begrenzungswände entstehenden Ausnehmungen (11) ihr Volumen. In den Schieberteilen (8',8'') sind Verbindungskanäle (13',13'') angeordnet, die dann, wenn die Schieberteile eine Steigung der unsymmetrischen Begrenzungswände überschleifen, miteinander kommunizieren und so eine Verbindung zwischen benachbarten Ausnehmungen (11) herstellen. <IMAGE>
Description
Die Erfindung betrifft eine Rotationskolbenmaschine mit wenigstens einem
Gehäuse, das einen eine kreisförmige Grundform aufweisenden Kolben umschließt, wobei
Gehäuse und Kolben relativ zueinander um eine durch den Kreismittelpunkt vertaufende
Rotationsachse verdrehbar angeordnet sind, wobei eine Kolbenfläche und eine dieser
zugewendete Gehäusewandfläche mit eine Kammer bildenden Ausnehmungen versehen
sind und in zumindest einem Schlitz des Kolbens wenigstens ein zwangsgesteuerter,
gegebenenfalls mehrteilig ausgebildeter Schieber derart verschiebbar geführt ist, daß er mit
seinen Endflächen an einer Begrenzungswand der Ausnehmungen dichtend anlegbar ist.
Derartige Rotationskolbenmaschinen sind bereits bekannt. Sie können sowohl als
Motor, beispielsweise als Verbrennungskraftmotor und als hydraulisch und pneumatisch
betriebener Motor, als Turbine, beispielsweise als Gas- oder Dampfturbine, und als
Verdichter, beispielsweise als Luftverdichter, eingesetzt werden. In der Regel führt der
Kolben innerhalb des feststehenden Gehäuses eine Drehbewegung aus, es ist aber auch
möglich, das Gehäuse um den feststehenden Kolben rotieren zu lassen. Damit bei der
Rotationsbewegung die zwischen der Kolbenoberfläche und der dieser zugewendeten
Wandfläche des Gehäuses vorgesehene Kammer ihr Volumen verändert, was für den
Verdichtungs- bzw. Expansionsvorgang erforderlich ist, kann sowohl die Wandfläche des
Gehäuses als auch die dieser zugewendete Kolbenoberfläche in Bezug auf die
Rotationsachse rotationsunsymmetrisch ausgebildet sein bzw. es können auch beide
Flächen rotationsunsymmetrisch ausgebildet sein.
Es sind bereits Rotationskolbenmaschinen bekannt, bei welchen in einem Schlitz
des Kolbens durch eine Nocke zwangsgesteuerte Schieber parallel zur Rotorachse
verschiebbar angeordnet sind. Derartige Rotationskolbenmaschinen sind kompliziert in
ihrem Aufbau. Bei einer anderen bekannten Rotationskolbenmaschine umfaßt der Rotor
konzentrische Innen- bzw. Außenzylinder, einen umlaufenden Steg zur Verbindung dieser
Zylinder und einen radial von der äußeren Oberfläche des Außenzylinders vorspringenden,
umlaufenden Steg. Die Stege sind wellenförmig ausgebildet und die auf den
gegenüberliegenden Seiten der Stege durch die Wellen entstehenden Hohlräume bilden
die Arbeitskammern. Auch diese Ausführungsform ist äußerst kompliziert in ihrem Aufbau
und schwierig herzustellen.
Bei einer weiters bekannten Flügelzellenmaschine ist der Rotor mit einem einen
Trennschieber tragenden Käfig versehen und exzentrisch gelagert, sodaß er eine
Taumelbewegung ausführt.
Schließlich sind Rotationskolbenmaschinen bekannt, bei welchen in einem Gehäuse
gelagerte Schieber vorgesehen sind.
Eine Rotationskolbenmaschine gemäß der eingangs beschriebenen Art ist aus der
DE-PS 631 254 bekanntgeworden. Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt,
eine derartige bekannte Rotationskolbenmaschine in ihrem konstruktiven Aufbau zu
vereinfachen und die Funktionstüchtigkeit zu verbessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß im Bereich jedes
Schiebers und der zugehörigen Teile der Kolbenflächen jeweils eine Ausnehmung
angeordnet ist und daß die Anzahl der Schieber der Anzahl der Ausnehmungen entspricht.
Arbeitet beispielsweise die erfindungsgemäße Rotationskolbenmaschine als Motor, so
findet Kompression und Verbrennung direkt in den Ausnehmungen statt, welchen somit das
Gemisch direkt zugeführt wird bzw. aus welchem die verbrannten Gase direkt abgeführt
werden können. Es sind also keine besonderen Vorkehrungen notwendig, durch welche
Ansaugkanäle und Auslaßkanäle unterteilt werden, und durch die konstruktiv einfache Form
werden die bei bekannten Konstruktionen auftretenden Dichtungsprobleme beseitigt. Bei
Verwendung der erfindungsgemäßen Rotationskolbenmaschine als Verdichter dienen die
Ausnehmungen als Kompressionskammern, bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Rotationskolbenmaschine als Gas- oder Dampfturbine gleichfalls als
Verdichtungskammern, wodurch der Antrieb des rotierenden Teiles erfolgt.
Die erfindungsgemäße Rotationskolbenmaschine kann verschiedenartig ausgebildet
sein. Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist bzw. sind der bzw. die
Schieber im Kolben parallel zur Rotationsachse verschiebbar und die Begrenzungswände
der Ausnehmungen, an welchen die Endflächen der Schieber anliegen, weisen, gemessen
von einer Normalebene zur Rotationsachse und parallel zur Rotationsachse,
unterschiedliche Abstände auf, sodaß Kammern mit sich veränderndem Volumen gebildet
werden.
Bei einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Rotationskolbenmaschine ist bzw. sind der bzw. die Schieber radial zur Rotationsachse
verschiebbar und die Begrenzungswände der Ausnehmungen weisen von der kreisförmigen
Grundform in radialer Richtung abweichende Abstände auf. Bei einer solchen
Ausführungsform ist es möglich, daß der mit dem bzw. den Schieber(n) in einem
funktionellen Zusammenhang stehende Teil des Kolbens, also jener Teil des Kolbens, in
dem entweder der Schieber verschiebbar geführt ist, oder jener Teil, der die eine
unsymmetrische Form aufweisende Fläche besitzt, an der der Schieber dichtend anliegt,
die Form eines um die Rotationsachse rotierenden Hohlzylinders aufweist. Im letzteren Fall
besitzt dieser Teil des Kolbens infolge der unsymmetrischen Form seiner Oberfläche
allerdings nicht die Form eines Kreiszylinders, sondern weicht von der Kreisform ab. Eine
derartige Ausführungsform ermöglicht es, an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des
die Form eines Hohlzylinders aufweisenden Kolbens Anlageflächen für den bzw. die
Schieber vorzusehen, wodurch zu beiden Seiten dieses Hohlzylinders durch die Schieber
begrenzte Kammern mit sich bei der Rotation veränderndem Volumen gebildet werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung so
getroffen, daß der Schlitz bzw. die Schlitze sich zwischen gegenüberliegenden Seiten des
Kolbens erstreckt bzw. erstrecken, und daß der Schieber bzw. die Schieber den Schlitz
durchsetzt bzw. durchsetzen und an den beiden Enden mit Begrenzungswänden der
Ausnehmungen zusammenwirken. In jedem Fall können hiebei beide aus den
Durchgangsöffnungen herausragenden Enden der Schieber an unsymmetrisch
ausgebildeten Gehäusewandflächen bei der Rotation des Kolbens anliegen, wobei diese
Gehäusewandflächen natürlich gegengleich ausgebildet sein müssen, sodaß der Abstand
zwischen den beiden unsymmetrisch ausgebildeten Gehäusewandflächen stets der Länge
der Schieber entspricht. Es werden dann durch einen einzigen Schieber jeweils zwei an
gegenüberliegenden Seiten des Kolbens vorgesehene, in ihrem Volumen veränderbare
Kammern dichtend begrenzt.
Die Schieber können einstückig und ohne irgendwelche Öffnungen ausgebildet sein,
in welchem Fall die Schieber lediglich eine Abdichtung der von diesen Schiebern
begrenzten Kammern bewirken, eine Verbindung zwischen solchen Kammern jedoch bei
keiner Schieberstellung stattfindet. Häufig ist es jedoch erwünscht, daß bei bestimmten
Schieberstellungen benachbarte Kammern miteinander verbunden werden sodaß ein
Überströmen des in einer Kammer befindlichen Mediums in die benachbarte Kammer
stattfindet. Um dies zu ermöglichen, kann bzw. können der Schlitz bzw. die Schlitze sich
zwischen gegenüberliegenden Seiten des Kolbens erstrecken und der Schieber bzw. die
Schieber durchsetzt bzw. durchsetzen den Schlitz und wirken an den beiden Enden mit
Begrenzungswänden der Ausnehmungen zusammen.
Es kann aber auch der Schieber aus zwei relativ zueinander verschiebbaren Teilen
bestehen, von welchen jeder mit einem Verbindungskanal versehen ist, wobei die
Verbindungskanäle in den beiden Teilen so angeordnet sind, daß sie bei einer Änderung
der Steigung der Begrenzungswände miteinander kommunizieren.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen schematisch
erläutert. Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Rotationsmaschine im Querschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 und Fig. 2 teilweise im
Längsschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1. Die Fig. 3A bis 3C stellen einen aus zwei Teilen
bestehenden Schieber in verschiedenen Lagen dieser beiden Teile dar. Fig. 3D zeigt eine
Ausführungsform eines einteiligen Schiebers. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine
weitere Ausführungsform nach der Linie IV-IV in Fig. 5 und Fig. 5 einen Längsschnitt nach
der Linie V-V in Fig. 4. Fig. 6 stellt eine dritte Ausführungsform im Querschnitt nach der
Linie VI-VI in Fig. 7 und Fig. 7 einen Längsschnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6 dar.
Die in den Fig 1 und 2 dargestellte Rotationsmaschine weist einen Kolben 1 auf, der
um eine Rotationsachse 2 in einem aus zwei Teilen 3,4 bestehenden Gehäuse mittels
Wälzlagem 5 drehbar gelagert ist. Die beiden Gehäuseteile 3,4 sind über einen den
Umfang dieser Teile umgebenden Ring 6 dicht verbunden.
Der Kolben 1 besteht bei dieser Ausführungsform aus einer Scheibe, in welcher sich
parallel zur Rotationsachse 2 erstreckende Schlitze 7 vorgesehen sind. In diesen Schlitzen
sind aus zwei relativ zueinander verschiebbaren Teilen 8',8'' bestehende Schieber 8
verschiebbar geführt, die in den Fig. 3A bis 3C in größerem Maßstab dargestellt sind. Die
beiden Enden dieser Schieberteile 8',8'' liegen an einer eine unsymmetrische Form
aufweisenden Begrenzungswand 9', 9'' an. Der Abstand dieser Begrenzungswände 9',9'' zu
einer Normalebene zur Rotationsachse 2 ändert sich entlang des Umfanges derart, daß
diese Begrenzungswände während des Umlaufes des Kolbens 1 zunächst an den
Kolbenflächen 10',10'' anliegen und dann über eine positive bzw. negative Steigung in
einen Bereich übergehen, wo diese Begrenzungswände in Abstand von den Kolbenflächen
10',10'' angeordnet sind. Die gegenseitige Lage der beiden Begrenzungswände 9',9'' muß
aber stets eine solche sein, daß die Enden der Schieberteile 8',8'' stets dichtend an diesen
Begrenzungswänden anliegen. Durch diese Ausbildung entstehen von den Schiebern
begrenzte Ausnehmungen 11 mit sich während der Rotation des Kolbens 1 änderndem
Volumen. Im Gehäuseteil 4 ist eine in eine solche Ausnehmung 11 mündende
Einlaßbohrung 12 vorgesehen, im Gehäuseteil 3 eine (nicht dargestellte) Auslaßbohrung.
Weiters ist bei Verwendung als Verbrennungskraftmotor an geeigneter Stelle eine
Zündvorrichtung angeordnet.
Die Schieberteile 8',8'' werden durch die unsymmetrisch ausgebildeten
Begrenzungswände 9',9'' zwangsgesteuert, wobei die Form derselben den Hubraum der
Maschine bestimmen und der Grad der Steigung die Steuerzeit, den Zündzeitpunkt, den
Gaswechsel, das Saugverhalten und anderes mehr beeinflußt.
Wird die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Maschine als Verbrennungskraftmaschine
betrieben, so wird durch die Ansaugöffnung 12 an der Rückseite eines aus den beiden
Teilen 8',8'' bestehenden Schiebers ein Gas-Luftgemisch angesaugt. Die Ansaugöffnung
befindet sich im Bereich einer Steigung der Begrenzungswände 9' bzw. 9'', sodaß die
beiden Teile 8', 8'' die in Fig. 3A gezeigte Stellung einnehmen. In diesen Teilen befinden
sich Verbindungskanäle 13',13'', die in dieser Stellung abgeschlossen sind.
Bewegt sich der Kolben 1 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn, so wird das Gas-Luftgemisch in
die Ausnehmung gesaugt und dort gegen eine positive Steigung gedrückt sodaß eine
Verdichtung stattfindet. Die Abdichtung der Ausnehmung erfolgt durch die Schieberteile
8',8'' sowie durch Anliegen des Kolbens an den Wandflächen der Gehäuseteile 3,4. Die
beiden Schieberteile 8',8'' nehmen hier die in Fig. 3B dargestellte Lage ein, in der die
Verbindungskanäle 13', 13'' gleichfalls verschlossen sind.
Beim Auflaufen der Schieberteile 8',8'' gegen die positive Steigung des
Gehäuseteiles 4 werden diese Teile in die in Fig. 3C dargestellte Lage verschoben,
wodurch über die Verbindungskanäle 13',13'' eine Verbindung hergestellt wird, über die das
komprimierte Gas-Luftgemisch in die im Gehäuseteil 3 befindliche Ausnehmung 11 strömen
kann. Die Zeit, während welcher ein solches Überströmen erfolgt, wird durch die Länge der
Steigung bestimmt. Anschließend werden die Verbindungskanäle 13', 13'' wieder
verschlossen und unmittelbar danach findet am Höhepunkt der Kompression die Zündung
des Gas-Luftgemisches statt. Durch die Explosion wird der Kolben 1 in Richtung des
geringeren Widerstandes, also in Rotationsrichtung, verdreht, wobei das verbrannte Gas
zur Auslaßöffnung gefördert und dort abgeführt wird.
Durch diese Bauweise und Anordnung der Schieber können bei jeder vollen
Umdrehung des Kolbens 1 zwei volle Krafthübe durchgeführt werden.
Anstelle des aus zwei Teilen 8', 8'' bestehenden Schiebers kann auch ein aus einem
einzigen Teil bestehender Schieber 8 vorgesehen sein, der mit einem Verbindungskanal 13
ausgestattet ist, wie dies in Fig. 3D dargestellt ist.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Maschine kann auch als Turbine und als Verdichter
für Druckluft, Dampf od.dgl. verwendet werden. In diesem Fall werden aus einem einzigen
Teil bestehende Schieber 8 verwendet, die keine Verbindungskanäle aufweisen. Über die
Einlaßbohrung 12 wird beispielsweise Druckluft zugeführt, die auf den Schieber 8 einwirkt
und dadurch den Kolben 1 in eine Drehbewegung versetzt und schließlich über eine
Auslaßöffnung wieder entweicht. Dieser Vorgang kann jeweils um beispielsweise 180°
versetzt in den zu beiden Seiten des Kolbens 1 vorgesehenen Ausnehmungen 11 erfolgen.
Soll die Maschine als Verdichter arbeiten, so wird der Kolben angetrieben, wodurch
eine Kompression des zugeführten Gases erfolgt.
Die in den Fig. 4 und 5 dargestelle Ausführungsform unterscheidet sich von der
Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 dadurch, daß die aus den beiden Teilen 8',8''
bestehenden Schieber radial zur Rotationsachse 2 verschiebbar in einem Hohlzylinder 1'
geführt sind, der einen Teil des Kolbens 1 bildet. Die eine unsymmetrische Form
aufweisenden Flächen 9',9'' sind von Begrenzungswänden gebildet, die sich etwa parallel
zur Rotationsachse 2 erstrecken und welche die Zwangssteuerung der Schieberteile 8',8''
bewirken, welche an diesen Begrenzungswänden 9',9'' dichtend anliegen. Die
unsymmetrische Form dieser Begrenzungswände ist in Fig. 4 klar erkennbar. Auch bei
dieser Ausführungsform kann wieder anstelle des aus zwei Teilen bestehenden Schiebers
ein lediglich aus einem einzigen Teil bestehender Schieber 8 entsprechend Fig. 3D
verwendet werden. In Fig. 4 ist nicht nur die Einlaßöffnung 12, sondern auch die
Auslaßöffnung 14 ersichtlich.
Bei Verwendung der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Maschine als
Verbrennungskraftmaschine wird durch die Ansaugöffnung 12 an der Rückseite des aus
den Teilen 8',8'' bestehenden Schiebers ein Gas-Luftgemisch angesaugt. Die
Verbindungskanäle 13',13'' in den Schieberteilen 8',8'' sind hiebei verschlossen. Durch die
Drehbewegung des Kolbens 1 wird das Gas-Luftgemisch gegen die positive Steigung der
Begrenzungswand 9' gedrückt, wobei eine Verdichtung stattfindet. Wenn die Teile 8',8'' in
den Bereich dieser positiven Steigung gelangen, so werden sie derart gegeneinander
verschoben, daß die Verbindungskanäle 13',13'' miteinander fluchten, sodaß das
komprimierte Gas in die vom Gehäuseteil 3 begrenzte Ausnehnmung 11 überströmen kann,
wobei unmittelbar nach dem Verschließen dieser Verbindungskanäle 13',13'' bei 15 die
Zündung des Gas-Luftgemisches stattfindet. Durch die Explosion wird der Kolben 1 in
Drehrichtung bewegt und dabei das verbrannte Gas zur Auslaßöffnung 14 transportiert und
dort ausgeschoben. Der Verschluß der Einlaßöffnung 12 und der Auslaßöffnung 14 erfolgt
jeweils durch die Schieberteile 8',8'', wobei die beiden Schieber beim Ausführungsbeispiel
um jeweils 180° versetzt angeordnet sind, sowie durch jenen Bereich der
Begrenzungswände, der an den Kolbenflächen dichtend anliegt.
In den Fig. 6 und 7 ist eine erfindungsgemäße Rotationsmaschine in ihrer
Verwendung als Turbine oder als Verdichter für Druckluft, Dampf od.dgl. dargestellt. Diese
Ausführungsform unterscheidet sich in konstruktiver Hinsicht von der in den Fig. 4 und 5
dargestellten Ausführungsform lediglich dadurch, daß einstückige Schieber 8 ohne
Verbindungskanal vorgesehen sind. Bei Verwendung als Turbine wird durch die
Einlaßöffnung 12 beispielsweise Druckluft zugeführt, die in die Ausnehmung 11 gelangt und
auf den Schieber 8 derart einwirkt, daß der Kolben 1 in Drehbewegung versetzt wird, bis
der Schieber 8 die im Gehäuseteil 4 vorgesehene Auslaßöffnung 14 überstreicht und die
Druckluft aus dieser Auslaßöffnung austritt. Auch über die im Gehäuseteil 3 vorgesehene,
gegenüber der Einlaßöffnung 12 um etwa 180° versetzte Einlaßöffnung 12' erfolgt eine
Druckluftzufuhr, die auf den Schieber 8 einwirkt und anschließend über die Auslaßöffnung
14' entweicht.
Wird die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Maschine als Verdichter verwendet, so wird
das über die Einlaßöffnungen 12,12' zugeführte Gas durch den angetriebenen Kolben in
den Ausnehmungen 11 verdichtet, bevor es über die Auslaßöffnungen 14,14' austritt.
Die Zeichnungen stellen nur den grundsätzlichen Aufbau der erfindungsgemäßen
Maschine dar. Die erforderlichen konstruktiven Maßnahmen zur Erzielung der notwendigen
Dichtheit sowie der Schmierung, Steuerung usw. sind nicht dargestellt und die Ausführung
derselben ist mittels bekannter konstruktiver Maßnahmen vorzunehmen.
Claims (6)
- Rotationskolbenmaschine mit wenigstens einem Gehäuse (3,4), das einen eine kreisförmige Grundform aufweisenden Kolben (1) umschließt, wobei Gehäuse (3,4) und Kolben (1) relativ zueinander um eine durch den Kreismittelpunkt verlaufende Rotationsachse (2) verdrehbar angeordnet sind, wobei eine Kolbenfläche und eine dieser zugewendeten Gehäusewandfläche (9',9'') mit eine Kammer bildenden Ausnehmungen (11) versehen sind und in zumindest einem Schlitz (7) des Kolbens (1) wenigstens ein zwangsgesteuerter, gegebenenfalls mehrteilig ausgebildeter Schieber (8;8',8'') derart verschiebbar geführt ist, daß er mit seinen Endflächen an einer Begrenzungswand (9',9'') der Ausnehmungen (11) dichtend anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich jedes Schiebers (8,8',8'') und der zugehörigen Teile der Kolbenflächen (10',10'') jeweils eine Ausnehmung (11) angeordnet ist und daß die Anzahl der Schieber (8;8',8'') der Anzahl der Ausnehmungen (11) entspricht.
- Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Schieber (8,8',8'') im Kolben (1) parallel zur Rotationsachse (2) verschiebbar ist bzw. sind und daß die Begrenzungswände der Ausnehmungen (11), an welchen die Endflächen der Schieber anliegen, gemessen von einer Normalebene zur Rotationsachse (2) und parallel zur Rotationsachse (2) unterschiedliche Abstände aufweisen (Fig.1,2).
- Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Schieber (8,8',8'') radial zur Rotationsachse (2) verschiebbar ist bzw. sind und daß die Begrenzungswände der Ausnehmungen (11) von der kreisförmigen Grundform in radialer Richtung abweichende Abstände aufweisen (Fig.4,5).
- Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem bzw. den Schieber(n) (8;8',8'') in einem funktionellen Zusammenhang stehende Teil des Kolbens (1) die Form eines um die Rotationsachse (2) rotierenden Hohlzylinders (1') aufweist.
- Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz bzw. die Schlitze (7) sich zwischen gegenüberliegenden Seiten des Kolbens (1) erstreckt bzw. erstrecken und daß der Schieber bzw. die Schieber (8,8',8'') den Schlitz (7) durchsetzt bzw. durchsetzen und an den beiden Enden mit Begrenzungswänden (9',9'') der Ausnehmungen (11) zusammenwirken.
- Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber aus zwei relativ zueinander verschiebbaren Teilen (8',8'') besteht, von welchen jeder mit einem Verbindungskanal (13) versehen ist, wobei die Verbindungskanäle (13) in den beiden Teilen (8',8'') so angeordnet sind, daß sie bei einer Änderung der Steigung der Begrenzungswände (9',9'') miteinander kommunizieren.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| EP97890246A EP0921271A1 (de) | 1997-12-05 | 1997-12-05 | Rotationskolbenmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| EP97890246A EP0921271A1 (de) | 1997-12-05 | 1997-12-05 | Rotationskolbenmaschine |
Publications (1)
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| EP0921271A1 true EP0921271A1 (de) | 1999-06-09 |
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ID=8231129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| EP97890246A Withdrawn EP0921271A1 (de) | 1997-12-05 | 1997-12-05 | Rotationskolbenmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| EP (1) | EP0921271A1 (de) |
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- 1997-12-05 EP EP97890246A patent/EP0921271A1/de not_active Withdrawn
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