DEV0008630MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. März 1955 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
, Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäuredimethylester aus
Methanol und Terephthalsäure durch Umsetzung der Reaktionsteilnehmer in zerstäubten Zustand.
Es ist bekannt, Dicarbonsäuren in Gegenwart von überschüssigem Alkohol und Katalysatoren beim Siedepunkt des Alkohols zu verestern. Weiterhin ist bekannt, niedrigsiedende Carbonsäuren zusammen mit den Alkoholen zu verdampfen
Es ist bekannt, Dicarbonsäuren in Gegenwart von überschüssigem Alkohol und Katalysatoren beim Siedepunkt des Alkohols zu verestern. Weiterhin ist bekannt, niedrigsiedende Carbonsäuren zusammen mit den Alkoholen zu verdampfen
ίο und sie bei erhöhter Temperatur in einer Reaktionskammer
zu verestern. Nach einem anderen Verfahren suspendiert man Terephthalsäure in
einer hochsiedenden inerten Flüssigkeit und leitet durch diese Suspension Methanoldämpfe. Der gebildete
Terephthalsäuredimethylester verbleibt in dieser Suspension und muß von dieser in umständlicher
Reaktion abgetrennt werden. Man hat auch schon vorgeschlagen, Dicarbonsäuren, insbesondere
Terephthalsäure, dadurch zu verestern, daß man die festen Dicarbonsäuren bei Temperaturen von ioo
bis 3100 mit dem entsprechenden, in Dampf form vorliegenden Alkohol umsetzt. Hierbei wird der
Diester zwar aus dem Reaktionsraum sofort herausdestilliert, es kommt aber wegen der verhältnismäßig
hohen Temperaturen zur Bildung von Monoestern oder Dimethyläthern, welche den Ablauf der
Reaktion stören. Die Reaktionszeit ist bei diesem Verfahren verhältnismäßig groß.
Es wurde gefunden, daß man die Veresterung von Terephthalsäure mit Methanol in großer Aus-
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V 8630 IVb/12ο
beute und hoher Reinheit sowie in kurzer Reaktionszeit durchführen kann, wenn man die Reaktionsteilnehmer
in einen auf ioo bis 3500, vorzugsweise 280 bis 30ό0, erhitzten Reaktionsraum zer-
,. .5. .stäubt. Die Terephthalsäure wird hierbei in Pulverform
durch eine am oberen Ende angebrachte Düse in den Reaktionsraum mit Hilfe eines inerten Gases
eingeführt, während durch eine zweite Düse oder durch einen Einleitungsstutzen Methanol eniweder
in flüssigem oder gasförmigem Zustand dem Reaktionsraum zugeführt wird., Am unteren Ende des
Reaktionsraumes scheidet sich der gewünschte Dimethylester ab, während das überschüssige
Methanol und das Inertgas durch eine am unteren Teil angebrachte,-Leitung im Kreislauf zurückgeführt
werden. Die;;Gegenwart von Katalysatoren,
wie Borphosphat, Phosphorsäure oder gasförmiger Chlorwasserstoff, fördert den Reaktionsablauf. Bei
Verwendung von gasförmigem Chlorwasserstoff kann man diesen entweder zusammen mit dem gasförmigen
Methanol oder durch eine besondere Zuführung in den Reaktionsraum einleiten. Man kann
auch alle Reaktionskomponenten gleichzeitig durch eine einzige Zuführung in den erhitzten Reaktionsraum
einleiten, wenn man eine aus Terephthalsäure und Methanol bestehende Suspension bildet und
diese Suspension durch entsprechende Vorrichtungen in den erhitzten Reaktionsraum versprüht.
Wenn Katalysatoren verwendet werden, können auch diese der Suspension vor dem Versprühen zugeführt
werden.
Zur Durchführung des Verfahrens sind verschiedenartige
Reaktionsgefäße verwendbar. Eine besonders günstige Ausführungsform ist die eines
Reaktionsrohres, welches etwa 300 cm lang ist und einen Durchmesser von etwa 40 cm aufweist. Man
kann dann die Düsen bzw. Einleitungsstutzen an diesem Reaktionsrohr so einstellen bzw. richten,
daß die Reäktionskomponenten an der Innenwand des; Rohres spiralförmig geführt werden, also
gleichsam einen Drall erhalten.'Hierdurch wird eine vollkommene Durchmischung der Reaktionskomponenten
erreicht.
■■. Die Reaktionszeit für die Herstellung des,
■■. Die Reaktionszeit für die Herstellung des,
Diesters ist im wesentlichen von der Art und Größe der verwendeten Reaktionsgefäße bzw. Düsen sowie
von der Geschwindigkeit, mit der die Ausgangsprodukte versprüht werden, abhängig. Im vorliegenden
Falle benötigt man vom Zeitpunkt der Zuführung der Ausgangsprodukte bis zur Abführung
des gebildeten-Diesters durchschnittlich etwa 3 bis 8 Minuten.
Der gebildete . Terephthalsäuredimethylester findet als Ausgangsprodukt für die Herstellung von
linearen, aromatischen Polyestern Verwendung.
Beispiel'ι
1000 g gepulverte Terephtalsäure werden mit Stickstoff in ein etwa 3 m langes Rohr, welches
einen Durchmesser von 4.0 cm aufweist, durch eine
Düse derart zerstäubt, daß die Terephthalsäure entlang der Innenwand des Reaktionsrohres spiralförmig geleitet wifd, also gleichsam einen Drall
erhält. Das Reaktionsrohr ist auf 2800 elektrisch beheizt. Gleichzeitig werden durch eine zweite
Düse 1000 cm3 Methanol in dieses beheizte Rohr
eingeleitet. Durch eine weitere Zuleitung führt man in einem schwachen Strom gasförmigen Chlorwasserstoff
ein.
Der gebildete Terephthalsäuredimethylester fällt in großer Reinheit als lange, prismenartige Nadeln
in einer gekühlten Vorlage an. Mit Hilfe einer im unteren Teil des Reaktionsrohres angebrachten
Membranpumpe ist es möglich, das Inertgas und das überschüssige Methanol aus dem Reaktionsraum
zu entfernen. Die Ausbeute des Terephthalsäuredimethylesters beträgt 98%, der Schmelzpunkt
1410. .
Es wird nach den Angaben des Beispiels I gearbeitet. Als Katalysator werden jedoch der
Terephthalsäure 60 g Borphosphat beigemischt und damit gleichzeitig versprüht. Methanol wird in
diesem Falle gasförmig in das Reaktionsrohr eingeleitet. Die Ausbeute beträgt 99%, der Schmelzpunkt des Terephthalsäuredimethylesters 141 °.
Beispiel· 3 :
Mit Hilfe eines Inertgases (Stickstoff) wird eine Suspension, gebildet aus 1000 g Terephthalsäure,
βο cm3 85°/oiger Phosphorsäure und 1000 cm3
Methanol, durch eine Düse derart in ein auf 280 bis 3000 elektrisch beheiztes Reaktionsrohr zerstäubt,
daß die genannten Reäktionskomponenten einen Drall erhalten, wodurch die feinverteilte
Suspension spiralförmig durch das Reaktionsrohr geleitet wird. In einer gekühlten Vorlage fällt der
gebildete Terephthalsäuredimethylester in langen, prismenartigen Nadeln mit einem Schmelzpunkt
von 141 ° an. Das Inertgas sowie das überschüssige Methanol werden im Kreislauf mit Hilfe einer geeigneten
Membranpumpe zurückgeführt.
2000 g gepulverte Terephthalsäure werden mit Stickstoff in ein 3 m langes Rohr, welches einen
Durchmesser von 40 cm aufweist, durch eine Düse zerstäubt. Zur gleichen Zeit werden 2000 cm3
Methanol durch eine zweite Düse in das Reaktionsrohr eingeleitet. Das Reaktionsrohr ist auf etwa
3000 erhitzt. Das Einleiten der Ausgangsprodükte durch die Düsen geschieht derart, daß sie entlang
der Innenwand des Reaktionsrohres spiralförmig geleitet werden, also einen Drall erhalten. Nach
einer Reaktionsdauer von etwa 8 Minuten wird der Dimethylester in großer Reinheit als feine Nadeln
mit einem Schmelzpunkt von 141 ° erhalten. Die Ausbeute an Terephthalsäuredimethylester beträgt
60%,
Claims (3)
- PATENTANSPKÜCHE:ι . Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäuredimethylester durch Veresterung von Terephthalsäure mit Methanol, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsteilnehmer in feiner506/324V 8630 IVb/12οVerteilung, und zwar die Terephthalsäure in festem, pulverigem Zustand und das Methanol in flüssigem oder gasförmigem Zustand, in ein auf ioo bis 3500, vorzugsweise 280 bis 3000 erhitztes Reaktionsgefäß versprüht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Veresterung in Gegenwart von Katalysatoren, insbesondere von Borphosphat, Phosphorsäure oder gasförmigem Chlorwasserstoff, durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus Terephthalsäure und Methanol oder eine aus Terephthalsäure, Methanol und einem Katalysator gebildete Suspension in das erhitzte Reaktionsgefäß versprüht wird.
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