DEV0008062MA - - Google Patents

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DEV0008062MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. November 1954 Bekaniitgemaclit am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichmäßigen Verteilung eines Fördergutstromes in waagerecht oder schräg verlegten Rohrleitungen auf die Abzweigungen einer Rohrgabelung mit einem im Innern bis an die Innennaht derselben reichenden flachen Verteilerkörper und hat eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung zum Gegenstand, durch die eine völlig gleichmäßige Verteilung des Fördergutes auf die Äste einer in die Rohrleitung eingebauten und mit ihren Rohrschenkeln in einer senkrechten Ebene liegenden Rohrgabel mit Sicherheit gewährleistet wird.
Bei waagerecht oder schräg verlegten Rohrleitungen besteht der Nachteil, daß das von dem luft- oder gasförmigen Medium mitgeführte Gut infolge der Schwerkraftauswirkung sich nicht über den ganzen Rohrquerschnitt gleichmäßig verteilt, sondern sich in der unteren Rohrhälfte anreichert, wobei es von oben nach unten gesehen an Dichtigkeit ständig zunimmt.
Diese Entmischung hat zur Folge, daß in dem Falle, daß die zur pneumatischen Förderung dienende waagerecht oder schräg verlegte Rohrleitung durch den Einbau einer Rohrgabelung in mehrere in einer senkrechten Ebene übereinanderliegende Abzweigungen aufgeteilt wird, eine ungleichmäßige Verteilung des Fördergutes auf die einzelnen Abzweigungen stattfindet. Zwangläufig erhält die tiefer liegende Abzweigung das stark angereicherte Fördergut aus der unteren Rohrhälfte, während die höher gelegene Abzweigung aus der oberen Rohrhälfte nur mit dem hier vorhandenen fördergut-
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armen oder sogar fördergutfreien luft- oder gasförmigen Transportmittel gespeist wird.
Um diese Nachteile zu vermeiden, ist bereits
: vorgeschlagen worden,· durch Zwischenschalten von Ventilen, Drosselklappen od. dgl. in den einzelnen
'"■' Abzweigrohren eine'· gleichmäßige Aufteilung des Fördergutes zu erreichen.
Hierbei ergaben sich jedoch starke Drosselverluste, die einen unnötig hohen Kraftaufwand der
ίο Fördermaschinen erforderlich machen. Außerdem trat durch die Reibung der Fördergutteilchen ein sehr starker Verschleiß auf, der eine baldige Abnutzung der Ventile oder Drosselklappen zur Folge hatte. Hierzu kam noch, daß die Verwendung von Ventilen und Drosselklappen, besonders wenn es sich um Anlagen, mit cza^lreichen Rohrabzweigungen handelte, sich "sehr feuer und unwirtschaftlich gestaltete.
Es ist ferner bekannt, in die Rohrgabelung ver-
ao stellbare Klappen einzubauen, um eine genaue Verteilung des Gutes auf die Rohrabzweigungen vornehmen zu können. Derartige Regelvorrichtungen haben aber den Nachteil, daß sie nicht automatisch bei Änderung der Konzentration des staubförmigen Gutes in Tätigkeit treten, sondern vom Bedienungs-
: :' mann jedesmal neu eingestellt werden müssen. Man ist infolgedessen auf die Aufmerksamkeit des Bedienungsmannes angewiesen.
Ein weiterer Nachteil besteht aber auch darin, daß diese Vorrichtungen verwickelt und teuer sind und außerdem bewegliche und dem Verschleiß be-' sonders1 stark unterworfene Teile aufweisen.
Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, in die Rohrgabelung Lochwände einzubauen, wobei die Löcher abwechselnd durch Kanäle mit dem einen oder anderen Ast der Rohrgabelung in Verbindung stehen.
Diese Ausführung ist ebenfalls sehr verwickelt und teuer. Sie hat ,.aber, weiterhin noch den Nachteil, daß eine gleichmäßige Verteilung des staubförmigen Gutes nur dann möglich ist, wenn vor der Rohrplatte das pulverförmige Gut bereits über dem gesamten Querschnitt verteilt auftritt, was aber nicht erzwungen werden kann.
Alle diese Schwierigkeiten und Nachteile werden mit der Erfindung dadurch beseitigt, daß der vordere Teil des Verteilerkörpers das Innere des Rohres in zwei nebeneiria;nderliegende Rohrhälften aufteilt und der hintere Teil desselben in der Symmetrieebene senkrecht zu der durch die Rohr-■■'! abzweigung gedachten Mittelebene liegt.
Durch diesen Einbau in die Rohrleitung gemäß der Erfindung wirdün einfacher Weise unter Verzicht auf mechanische Betätigungsmittel eine sichere und gleichmäßige Verteilung des Förder-
' gütstromes auf die einzelnen Abzweigungen gewährleistet. :.:...
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht aber auch darin, daß dur.ch die strömungstechnisch günstige Ausbildung des Verteilerkörpers die Strömungsverluste durch Reibung sowie der Verschleiß außerordentlich gering sind. Auch liegen die Herstellungskosten für die Verteilervorrichtung gemäß der Erfindung gegenüber den bekannten Vorrichtungen um ein Vielfaches niedriger.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt durch eine Rohrabzweigung mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Verteilervorrichtung und
Abb. 2 einen waagerechten Schnitt nach Linie A-B durch den Gegenstand der Abb. 1.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, wird die Rohrabzweigung aus der Fördergutleitung 1 und den beiden Abzweigrohren 2 und 3 gebildet, die übereinanderliegend angeordnet sind.
Zur gleichmäßigen Verteilung des körnigen oder staubförmigen Gutes auf die beiden übereinanderliegenden Abzweigungen 2, 3 ist in das waagerecht oder schräg verlegte Rohr 1 ein Verteilerkörper 4 eingebaut, der aus einem flachen, in der Mitte um seine Längsachse bis zu 900 verdrehten Blechstreifen gebildet wird. Das waagerecht oder schräg verlegte Rohr ι wird durch diesen Verteilerkörper 4 mit dessen vorderem, flachem Ende 5 in zwei Rohrhälften 8, 8' und mit dessen hinter dem Drallstücko befindlichen flachen Ende 7 in zwei Rohrhälften 9,9' unterteilt. Das hintere Ende 7 des Verteilerkörpers 4 reicht durch die Rohrgabelung hindurch bis zur Innennaht 10 der Rohrgabelung, so daß die Rohrhälfte 8 zwangläufig mit dem unteren Abzweigrohr 3 und die Rohrhälfte 8' zwangläufig mit der oberen Rohrabzweigung 2 in Verbindung steht, so daß beiden Abzweigrohren 2, 3 gleich beschaffene Einzelströme zufließen.
Die Stirnflächen des Verteilerkörpers 4 schließen mit den Innenwandungen der Rohrleitung 1 bzw. der Abzweigrohre 2, 3 dicht ab. Die Vorderkante 11 des Verteilerkörpers 4 ist angeschärft, um dem ankommenden Förderstrom keinen Widerstand ent- ioo gegenzusetzen.
Der in die Rohrgabelung hereinragende Teil 7 des Verteilerkörpers 4 ist so abgerundet, daß' die Endkante an allen Punkten die Innennaht 10 der Rohrgabelung berührt. Durch je eine auf verschiedenen Seiten der Endkante angebrachte Schweißnähte 12, 13 wird das Verteilerstück fest in der λ Rohrgabelung verankert, während die beiden Seitenkanten 14, 15 so abgeschliffen sind, daß sie an allen Punkten die Innenwandung des Rohres 1 berühren.
Es ist nicht erforderlich, daß die Äste der Rohrgabelung genau in einer senkrechten Ebene liegen; vielmehr kann diese Ebene auch geneigt sein. In diesem Falle ist es nur erforderlich, den Verteilerkörper 4 in der Mitte um seine Längsachse so zu verdrehen, daß der hintere, flache Teil 7 senkrecht zur Rohrgabelungsebene liegt. Hierbei wird an der Lage des vorderen Teiles 5 innerhalb des waagerecht oder schräg verlegten Rohres 1 nichts geändert.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zur gleichmäßigen Verteilung eines Fördergutstromes in waagerecht oder schräg verlegten Rohrleitungen auf die.
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    Abzweigungen einer Rohrgabelung mit einem im Innern bis an die Innennaht derselben reichenden flachen Verteilerkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil (5) des Verteilerkörpers (4) das Innere des Rohres (1) in zwei nebeneinanderliegende Rohrhälften (8, 8') aufteilt und der hintere Teil (7) desselben in der Symmetrieebene senkrecht zu der durch die Rohrabzweigung gedachten Mittelebene liegt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (11) des Verteilerkörpers (4) angeschärft ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkörper (4) am hinteren Ende (7) derart abgerundet ist, daß die Endkante an allen Punkten die Innennaht (10) berührt und auf beiden Seiten durch umlaufende Schweißnähte (12) an der Innennaht (10) angeschweißt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten (14, 15) des Verteilerkörpers (4) so ausgebildet sind, daß sie an allen Punkten die Innenwandung des waagerechten Rohres (1) berühren.
    Angezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 318762;
    deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 683 999.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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