DEV0006226MA - - Google Patents

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DEV0006226MA
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thallium
nitrogen
capillary
gas atmosphere
protective gas
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. September 1953 Bekanntgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, bei Kontaktthermometern mit fest eingeschmolzenen Kontaktstellen als Ausdehnungsinaterial eine Hg-Thallium-Legierung zu verwenden. Hierbei erfolgt die Einfüllung dieser 5 oxydationsgiefährdeten Legierung ohne besondere Schwierigkeiten.
Diesbezügliche Hinweise sind der Literatur zu entnehmen, welche angibt, daß eine Hg-Thallium-Legieruing durch eine Atmosphäre meines inerten ίο Gases1 vor Oxydation zu schützen ist. In der Praxis ist aus diesem Grunde auch bereits das Füllen von Thermometern der eingangs erwähnten Art unter (, einer Schutzgasatmosphäre aus* 'Stickstoff vorgenommen worden. Dabei wird so vorgegangen, daß die in einem Rezipienten untergebrachten Thermo'-meter nach dem Auspumpen unter Stickstoffatraosp'häre gefüllt werden, um für die Dauer der Entnahme der Thermometer die Legierung vor Oxydation zu schützen.'
Kritischer indessen wird das Füllen bei Thermometern mit einem vierstellbaren Kontakt, wobei die Kointaktverstellung durch eine Spindel-Laufmutteir erfolgt. Die zur Kontaktverstellung nötigen Metallteile dürfen nicht 'mit der Füllung in Berührung1 kommen, und zum anderen macht ihre Montage ein längeres Offenhalten der Kapillare notwendig, wodurch infolge Sauerstoffzutritts1 eine nicht erwünschte Oxydation der Füllung verursacht wird.
609' 658/203
V 6226IX/42 ί
Diese Nachteile fährten letzten Endes dazu, bei verstellbaren Kontaktthermometern eine Hg-Thal-.., lium-Legierung nicht anzuwenden.
In der Praxis 'half man sich nun, daß. z. B. bei Käl'tetherimometerri eine Alkohol-Creosot-Füllung mit übergeschichteter Hg-Säule benutzt wird, der die Kontaktgabe obliegt. Derartige Thermometer können sich wegen der ihnen anhaftenden Nachteile (große Empfindlichkeit auf dem Transport,
ίο Benetzen der Kapillarwand mit der Füllung und dadurch Verschmutzen der Kontaktstelle) nicht bewähren.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist es ' möglich, eine Hg-Thallium-Legierung nunmehr für Kontaktthermometer mit verstellbarem Kontakt zu verwenden, wobei als bekannt vorausgesetzt wird, daß das Thermometer aus einem zur Temperaturanzeige notwendigen unteren Kapillarteil und einem den verstellbaren Kontakt aufnehmenden Glas-
oberteil bestellt. ... λ'
Das Wesentliche des Verfahrens besteht darin, daß nach dem üblichen Luftleerpumpen und Füllen der Kapillare und des Sammelgefäßes mit .,Quecksilber-Thallium die geschlossene Kapillare unter eilner z. B. aus Stickstoff oder Kohlensäure bestehenden Schutzgasatmosphäre geöffnet, darauf mit dem fertig vorbereiteten Oberteil unter dieser Schutzgasatmosphäre verschmolzen und schließlich der Stickstoff nach dem Auspumpen durch Wasser stoff ersetzt wird.
Zweckmäßigerweise verfährt man so, daß nach dem Auspumpen des Sarnmelgefäßesi und der Kapillare Quecksilber eingelassen, dieses zur restlosem Beseitigung aller Luft- und Feuichtigkedts-.
spuren durch Anwendung von Hitze wieder entfernt und schließlich in einem aufgesetzten Gefäß (Hörnchen) gesammelt wird. Danach wird das Hörnchen abgeschmolzen und an die Kapillare eine Spitze gezogen. Die unter Luftabschluß, z. B.
unter einer Schicht verdünnter Schwefelsäure aufbewahrte Hg-Thallium-Legierung wird daraufhin in die Kapillare eingefüllt, und zwar derart, daß die daran gezogene Spitze in der Hg-Thallium-Legierung eingestoßen wird. Auf die bis oben gefüllte Kapillare wird ein Hörnchen aufgesetzt, dieses wird luftleer gepumpt und abgeschmolzen. Durch Auspochen bzw. Ausbrennen wird die Hg-Thallium-Füllung auf den jeweiligen Temperaturbereich abgestimmt uind das Hörnchen mit der überschüssigen Füllung abgescbmolzen. Ein vorbereitetes Glasoberteil, bestehend aus dem ovalen Hüllrohr zur Aufnahme- der Spindel, der Laufmutter mit Kontaktdraht sowie des an dieses Hüllrohr angeschmolzenen Zwischenstückes mit der Kontaktspirale, wird in allen seinen Teilen fertig zusammengebaut und mit einem oberen Pumpstutzen versehen. Nunmehr wird die Kapillare an der Spitze unter Stickstoffafanosphäre geöffnet, so daß der Stickstoff sich über der Hg-Thallium-Legierung lagert. Unter dieser Schutzatmosphäre wird das Glasoberteil und das Kapillarunterteil zusammengeschmolzen, um daraufhin sofort an den Pumprechen angeschmolzen zu werden. Durch den anschließenden Pumpvorgang wird der Stickstoff entfernt und die hier übliche Wassterstoffatmosphäre in das Thermometer eingebracht. -

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von verstellbaren Kontaktthermometern aus Glas mit einer 'Spindel-Laufmutter -Anordnung im Thermometer-
    ..- oberteil und einer Quecksilber-Thallium-Wasserstoff-Füllung im temperaturanzeigenden Unterteil, 'dadurch gekennzeichnet, daß die in der üblichem Weise mit Q uecksiMber-Thallium gefüllte und geschlossene Kapillare unter einer z. B. aus Stickstoff oder Kohlensäure1 hestehen-
    . , den Schutzgasatmosphäre geöffnet, mit dem ■fertig vorbereiteten Oberteil unter dieser Schutzgasatmosphäre verschmolzen und der Stickstoff mach dem Auspumpen durch Wasserstoff ersetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 846310;
    W. Gundmann, »Die Flüssiigkeitsthermometrie«, 1941, S. 58;
    Zeitschrift »Glas und Apparat«, 19. Jahrgang, 1938, S. 107, 108.
    © 6TO 658/203 10.56

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