DEV0005292MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verriegelungsgetriebe für insbesondere zugleich als
Schwingfenster ausgebildete Doppelfenster mit einem um eine vorzugsweise obere waagerechte
Achse am Hauptflügel aufklappbaren Zusatzflügel. Das Verriegeln des Fensters am feststehenden
Blendrahmen erfolgt bei solchen Fenstern regelmäßig durch einen Handgriff am Hauptflügel,
welcher zu diesem Zweck über den Zusatzflügel
ίο nach unten herausragt und damit unmittelbar zugänglich
ist. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Flügelrahmen insgesamt sehr
breit ausfallen.
Es ist auch eine Kupplungsanordnung für Doppeltüren bekannt, bei denen die Türfalle von der
Innentür getragen wird und sowohl von der Innentürseite her als auch von der Außentürseite her
betätigt werden' kann. Ein gesondertes Öffnen der Außentürseite ist jedoch hierbei nicht möglich.
Die Erfindung bezweckt demgegenüber vor allem eine solche Bauart des Doppelfensters, daß dieses
auch bei schmalen Rahmen von" der Seite des Zusatzflügels her bedienbar ist und der Zusatzflügel
auch bei verriegeltem Hauptflügel für sich geöffnetwerden kann. Die Erfindung besteht demgemäß
insbesondere darin, daß die Verriegelung des Hauptflügels am Fensterrahmen durch ein am
Zusatzflügel angeordnetes Bedienungsglied, z. B. einen Handgriff, erfolgt, welcher das am Hauptflügel
ohne Handgriff angeordnete Riegelgetriebe
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durch den Zusatzflügel hindurch betätigt, wobei das Bedienungsglied von dem das Riegelgetriebe betätigenden,
am Hauptflügel angeordneten Verstellglied, z.B. einem Vierkantdorn, derart entkuppelbar
ist, daß der Zusatzflügel bei verriegeltem, Hauptflügel geöffnet werden kann. Zweckmäßig ist
das Verstellglied T-förmig ausgebildet, wobei es mit einem gabelförmig ausgebildeten Ende des
Griffgliedes zusammenwirkt, das seinerseits mit
ίο dem Quersteg des in Schließstellung axial zu,ihm
gelagerten Verstellgliedes klauenartig in Eingriff gebracht werden kann. Diese Ausbildung ermöglicht
es, daß Griffglied und Verstellglied mit verhältnismäßig großer Breite sicher gekuppelt wer-
den, indem die Drehmomente von den Enden des Quersteges mit ■ relativ großem Hebelarm übertragen
werden. Außerdem kann die Eingriffstiefe zwischen den sich klauenartig kuppelnden Teilen
des Griffgliedes und des Verstellgliedes verhältnismäßig klein sein, so daß trotz der bogenförmigen
Bewegung des Griffgliedes beim öffnen und Schließen des Zusatzflügels ein genauer Eingriff
gewährleistet werden kann.
Zur Begrenzung des Riegelhubes können zweckmäßig Anschläge vorgesehen sein, welche mit dem
Quersteg des T-förmigen Verstellgliedes zusammenwirken. Hierfür kann ein entsprechend gestanztes
Blech verwendet werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
zu entnehmen. Hierbei zeigt
Fig. ι die Ansicht eines Fensters,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Fenster nach Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. ι die Ansicht eines Fensters,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Fenster nach Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3, Fig. 5 eine Ansicht auf den am Hauptrahmenflügel
angeordneten ' Teil der Verriegelungsvorrichtung und
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht von Einzelteilen.
In Fig. ι und 2 ist 10 der feststehende Blendrahmen,
11 der Hauptflügel des Fensters, 12 der Zusatzflügel, welcher mit Bezug auf den Hauptflügel
um ein oberes Scharniergelenk 13 in Pfeilrichtung Fig. 2 aufklappbar ist. Der Hauptflügel
ist gleichzeitig als Schwingflügel ausgebildet, der um die. waagrechte Achse 14 ausschwingen kann.
Haupt- und Zusatzflügel sind in beliebiger Weise, z. B. als Metallrahmen, ausgebildet. Die
Verriegelung des Schwingfensters erfolgt mittels senkrechter Riegelstangen 15, die über Umlenkgetriebe
16 mittels waagerechter Verriegelungsstangen 17 durch das Verriegelungsgetriebe 18 betätigt
werden.
Das Verriegelungsgetriebe 18 ist in üblicher Weise ausgebildet und wird durch ein Verstellglied
19 betätigt, das als T-förmiges Glied ausgebildet ist und dessen Schaft als Vierkantdorn für das
Riegelgetriebe dient (Fig. 6). Beim Verdrehen des Verstellgliedes werden die Riegelstangen 17 in
üblicher Weise mittels der abgebogenen Enden 20 der Schließglieder des Getriebes in entgegengesetzter
Richtung verstellt.
Zur Betätigung des Verstellgliedes 19 dient der
Handgriff 21, dessen Nabe 22 im Zusatzflügel 12
gelagert und z.B. durch ein Blech 23 gegen Herausziehen gesichert ist. In die Nabe 22 des Handgriffes
ist eine Gabel 24 eingesetzt, die aus den beiden miteinander vernieteten Teilen 25 und 26
besteht. Der als Gabelschaft dienende, Vierkantquerschnitt aufweisende Schaftteil 25 ist in eine
entsprechende Vierkantbohrung der Griffnabe 22 eingesetzt und darin in geeigneter Weise gegen
Herausziehen gesichert. Der Teil 26, der die Gabelenden der Gabel 24 bildet, hat U- oder rinnenförmigen
Querschnitt.
Zur Sicherung des T-förmigen Verstellgliedes gegen Herausziehen aus dem Hauptflügel 11 ist ein
Anschlagsbledh 28 mittels der Schrauben 29 an das Gehäuse des Riegelgetriebes 18 angeschraubt. Wie
insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, ist das Blech 28 mit einer ausgestanzten Ausnehmung 30 versehen,
die Anschlagsflächen 31, 31' und 32, 32' aufweist,
derart, daß das T-Gli!ed 27 des Verstellgliedes 19
sich in waagerechter Stellung gegen die Anschläge 31 und 31' und in senkrechter Stellung gegen die
Anschläge 32 und 32' anlegt.
Außerdem ist auf dem T-förmigen Querglied eine durch . einen Sprengring 33 axial gesicherte
Scheibe 34 aufgesetzt, welche sich hinter das Anschlagsblech 28 legt und dadurch das Verstellglied
19 gegen Herausziehen aus dem Getriebegehäuse 18 bzw. gegen Herausfallen aus dem Hauptflügel
sichert.
In der gezeichneten Lage befindet sich der Handgriff in der Verriegelungsstellung des Hauptflügels.
Der Klauen- oder Gabelteil 26 des Handgriffes steht im Eingriff mit dem Querglied 27
des T-förmigen Verstellgliedes 19, das sich in waagerechter Lage befindet und sich hierbei gegen
die Anschläge 31,31' anlegt.
Wird das Zusätzfenster 12 in die Lage 12' geöffnet,
so entkuppelt sich der Gabelteil 26 von dem Quersteg 27. Der Hauptfensterflügel bleibt hierbei
verriegelt. Beim Schließen des Zusatzflügels kuppelt sich der Gabelteil 26 wieder mit dem Quersteg
27 des Verstellgliedes, so daß durch Verschwenken des Handgriffes 21 das Verriegelungsgetriebe 18
und damit die Riegelstangen 15 betätigt werden können. Das Ineinandergreifen der Glieder 26 und
27 kann hierbei ohne Schwierigkeiten erfolgen, da beide Teile nur eine geringe Eingriffstiefe haben.
Zur Verbesserung des Eingriffes kann auch das Gabelglied 26 an den Eingriffskanten abgerundet
sein. Ebenso kann das Querglied abgeschrägte Flanken besitzen, wie z. B. in Fig. 5 dargestellt ist'.
Zur Kupplung des Zusatzflügels rmit dem Hauptflügel sind zweckmäßig besondere Verbindungsglieder,
z. B. Schrauben oder besondere Kupplungsglieder, vorgesehen, die normalerweise in Kuppelstellung
verbleiben und nur zum Öffnen bzw. Reinigen der Innenscheiben geöffnet werden.
Gegebenenfalls kann auch das Verstellglied 19 als Gabel und der mit dem Griff glied 21 verbun-
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dene Teil 24 als T-Stück ausgebildet sein. Auch kann die Kupplung durch anders gestaltete Klauenglieder
erfolgen.
Claims (6)
1. Verriegelungsgetriebe für insbesondere zugleich als Schwingfenster ausgebildete Doppelfenster
mit einem um eine vorzugsweise obere, waagerechte Achse am Hauptflügel aufklappbaren
Zusatzflügel, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung des Hauptflügels (11) am
Fensterrahmen (10) durch ein am Zusatzflügel (12) angeordnetes Bedienungsglied, z. B. einen
Handgriff (21), erfolgt, welcher das am Hauptflügel. (11) ohne Handgriff angeordnete Riegelgetriebe
(18) durch den Zusatzflügel (12) hindurch betätigt, wobei das Bedienungsglied von
dem das Riegelgetriebe (18) betätigenden, am Hauptflügel (11) angeordneten Verstellglied,
z. B. einem Vierkantdorn (19), derart entkuppeilbar
ist, daß der Zusatzflügel (12) bei verriegeltem Hauptflügel (11) geöffnet werden kann.
2. Verriegelungsgetriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dasVerstellglied
(19) T-förmig ausgebildet ist und sein Quersteg (27) mit einem gabelförmig ausgebildeten
Ende (26) des Griffgliedes zusammenwirkt, welches mit dem Verstellglied (19)
klauenärtig in Eingriff gebracht werden kann oder umgekehrt.
3. Verriegelungsgetriebe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffglied
(21) im Zusatzflügel (12) und das Verstellglied (19) im Hauptflügel (11) in Schließstellung
koaxial zueinander gelagert sind.
4. Verriegelungsgetriebe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehhub
des Verstellgliedes (19) durch Anschläge begrenzt ist.
5. Verriegelungsgetriebe nach Anspruch 1
bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge durch ein Blech (28) gebildet werden,
durch dessen Ausnehmungen das T-förmige Verstellglied (19) hindurchgeführt ist, wobei
die Ausnehmungen so geformt sind, daß sich der T-Kopf (27) in den Endlagen des Verstellgliedes
(19) an als Anschläge dienende Kanten (31,31'; 32,32') des Bleches (28) anlegt.
6. Verriegelungsgetrifebe nach Anspruch 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem T-förmigen Verstellglied (19) zusammenwirkende,
vorzugsweise als U-förmige Rinne ausgebildete Gabel (26) als gesondertes Stück mit
dem Bedienungsglied (21), z.B. mittels eines Vierkantschaftes (25), fest verbunden ist.
Angezogene Druckschriften:
Schwedische Patentschriften Nr. 136 573,
138832. ,
Schwedische Patentschriften Nr. 136 573,
138832. ,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 657/350 1. 56
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