DEV0005289MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEV0005289MA
DEV0005289MA DEV0005289MA DE V0005289M A DEV0005289M A DE V0005289MA DE V0005289M A DEV0005289M A DE V0005289MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spring
stops
forces
horizontal
turns
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine achshalterlose Radsatzführung für Schienenfahrzeuge mit Achsschraubenfedern.
Es ist bereits eine achshalterlose Radsatzfü'hrung für Schienenfahrzeuge mit einer Achsschraubenfederung bekanntgeworden, die sämtliche lotrechten Kräfte aufnimmt und die — durch die unverschiebbare Lagerung in ihren Sitzen — zusätzlich die waagerechten Kräfte überträgt und dadurch auch zur Führung der Radsätze bestimmt ist. Diese Ausführung gewährleistet die Führung der Radsätze nur in unvollkommener Weise. Infolge der großen Bauhöhe und Windungszahl der Schraubenfedern ist die Schraubenfederung in waagerechter Richtung nicht steif genug, um auch die maximalen waagerechten Kräfte, wie sie z. B. im normalen Betrieb in Gleisrichtung beim Bremsen und senkrecht zur Gleisrichtung bei Einfahrt in Kurven und Weichen häufig auftreten, ohne unzulässig große waagerechte Ausschläge auf den Rahmen des Lauf-Werkes zu übertragen. Deshalb sind Anschläge vorgesehen, welche bei Überschreitung der zulässigen waagerechten Kräfte einen Teil dieser Kräfte von dem Radsatz auf den Rahmen direkt überleiten. Wenn auch die eine Seite der Anschläge aus elastischem Material, z. B. Gummi, gebildet ist, so werden doch die stärkeren Anschläge als Stoß am Wagen empfunden und wirken sich daher auf den
509 700/141
V 5289II/2Od
ruhigen Wagenlauf nachteilig aus. Durch die schon bei normalen Betriebsbeanspruchungen beanspruchten Anschläge wird der Zweck der achshalterlosen Radsatzführung — die abnutzungsfreie Radsatzführung — infolge des unvermeidlichen Verschleißes der Anschläge nur unvollkommen erreicht. Bei dieser achshalterlosen Radsatzführung sind die Schraubenfedern gegen beim normalen Betrieb eintretendes seitliches Verschieben durch in bzw. über
ίο die Windungen der Federn greifende Führungsringe gesichert, welche mit den Federtellern der Federsitze fest verbunden sind. Um die durch die Herstellungsungenauigkeiten bedingten Spiele zwischen den Federwindungen und den Führungsringen auszuschalten, welche bei ungünstiger Addition zu einer geringen, aber den guten Wagenlauf benachteiligenden "Verschiebung der Radsätze gegenüber dem Laufwerkrahmen führen können, müssen Führungsringe und Federwindungen zueinander angepaßt werden, was u. a. bei Instandsetzungen ihren Austausch erschwert.
Weiter besitzt die bekannte achshalterlose Radsatzführung keine Einrichtung, die es beim Einbau der Radsätze gestattet, diese gegenüber dem Rahmen des Laufwerkes und damit auf gegenseitiges Spuren genau einzustellen, was für den guten Wagenlauf Bedingung ist.
Demgegenüber bezweckt die Erfindung in erster Linie, die Achsschraubenfederung so auszubilden, daß ihre Schraubenfedern auch die im normalen Betrieb auftretenden maximalen waagerechten Kräfte stoß- und abnutzungsfrei von dem Radsatz auf den Rahmen des Laufwerks übertragen können. Dies wird dadurch erreicht, daß die Schraubenfedern bei geringer Bauhöhe geringe Windungszahl (beispielsweise nur zwei Windungen) haben und auf einem wesentlichen Teil ihrer Bauhöhe durch Anschläge geführt sind, die den Umfang der Federwindungen berühren. Die Schraubenfedern sind dann bei ausreichender Weichheit gegenüber lotrechten Kräften fähig, ohne Überbeanspruchung und unzulässig große seitliche Ausschläge auch die im normalen- Betrieb auftretenden maximalen waagerechten Kräfte von dem Radsatz auf den Rahmen des Laufwerks elastisch überzuleiten. Die Feststellung der Schraubenfedern gegen seitliches Verschieben und die Feineinstellung der Radsätze gegenüber dem Laufwerkrahmen zur Erzielung genauen Spurens der Radsätze erfolgt nach einem weiteren Gedanken der Erfindung durch waagerecht verstellbare Anschläge, die an den Federsitzen angeordnet sind. Die Federwege sind gegen unbeabsichtigtes Abheben der Federn von ihren Sitzen und für den abnormalen Betriebsfall, wie
z. B. bei Federbruch, wie bekannt in lotrechter und waagerechter Richtung durch Anschläge und. Teile der Federsitze begrenzt, wobei beim Bruch der Schraubenfedern die lotrechten Kräfte vom oberen auf den unteren Federsitz direkt übertragen werden.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einem Drehgestell dar. Es bedeutet Abb. ι eine Gesamtseitenansicht des Dreh-. gestells,
Abb. 2 eine Achsschraubenfeder mit Lagerung im Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 3,
Abb. 3 eine Ansicht auf die einstellbare Lagerung einer Achsschraubenfeder am Achslagergehäuse im Schnitt nach der Linie B-B der Abb. 2.
Am hochliegenden Rahmen 1 des Drehgestells ist der Wiegenträger 2 beispielsweise mittels Blattfedern 3 und Gehängen 4 federnd und pendelnd aufgehängt. Der Drehgestellrahmen 1 stützt sich auf die Radsätze unter Zwischenschaltung der Achsschraubenfedern 5 ab, die auf Federtellern 6 und 8 ruhen. Die oberen Federteller 6 sind durch Ringe 7 am Drehgestellrahmen 1 und die unteren Federteller 8 durch Schraubenbolzen 9 an den Konsolen 10 der Achslagergehäuse 11 zentriert. Durch die je vier an den oberen und unteren Federtellern 6 und 8 angeordneten, einzeln einstellbaren Halterschrauben 12, 13, deren Lage durch übliche Bleche 14 gesichert wird, sind die Achsschraubenfedern 5 gegen seitliches Verschieben gesichert und die Radsätze gegenüber dem Drehgestellrahmen 1 einstellbar. Bei Achsfederbruch legt sich der obere Federteller 6 auf den unteren Federteller 8, wodurch die lotrechten Kräfte von dem oberen Federteller 6 auf den unteren Federteller 8 direkt übertragen werden. Große, unzulässige Seitenverschiebungen der Radsätze bei abnormalem Betrieb, z. B. Achsfederbruch, werden dadurch verhindert, daß die Schraubenbolzen 9 gegen die Innenflächen der Bohrungen 15 in den oberen Federtellern 6 anschlagen. Die Schraubenbolzen 9 sind am oberen Ende mit Scheiben 16 versehen, die einen größeren 95 " Durchmesser haben als die Mittelbohrung 15 der oberen Federteller 6, wodurch das unbeabsichtigte Abheben der Achsschraubenfedern verhindert wird.
Anspruch 1 schützt ausschließlich die Gesamtkombination seiner sämtlichen Merkmale. Die Ansprüche 2 und 3 gelten ausschließlich in Verbindung mit Anspruch 1. .

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Achshalterlose Radsatzführung für Schienenfahrzeuge mit einer Schraubenfederung, die sämtliche lotrechten Kräfte aufnimmt und — durch unverschiebbare Lagerung in ihren Sitzen — zusätzlich die waagerechten Kräfte überträgt, dadurch gekennzeichnet, daß zur abnutzungsfreien Aufnahme der im normalen Betrieb auftretenden maximalen waagerechten Kräfte die Schraubenfedern (5) bei geringer Bauhöhe geringe Windungszahl (beispielsweise nur zwei Windungen) haben und auf einem wesentlichen Teil ihrer Bauhöhe durch Anschläge (13) geführt sind, die den Umfang der Federwindungen berühren.
    2. Achshalterlose Radsatzführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wege der Schraubenfedern (5) in lotrechter und waagerechter Richtung durch Anschläge (16, 9,
    15) und Teile der Federsitze (6, 8) begrenzt sind, wobei im Falle des Federbruchs die lot-
    700/141
    V 5289II/2Od
    rechten Kräfte vom oberen auf den unteren Federsitz direkt übertragen werden.
    3. Achshalterlose Radsatzführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schraubenfedern (5) führenden Anschläge (13) waagerecht einstellbar sind und eine waagerechte Feineinstellung der Radsätze gegenüber dem Rahmen (1) des Laufwerks ermöglichen.
    Angezogene Druckschriften:
    Schweizerische Patentschriften Nr. 175 221, 274122;
    deutsche Patentschriften Nr. 810 638, 824 644, 758653;
    französische Patentschriften Nr. 1 008,920, 15
    807 525, 738 089.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2641656C3 (de) Radsatzlagerfederung
DE102009053160A1 (de) Flurförderzeug, insbesondere Hubwagen
DE2158357B2 (de) Radsatzanlenkung an verwindungsweichen Drehgestellen für Schienenfahrzeuge
DE102016118024A1 (de) Verbindungsmethode und Vorrichtung eines Niederflur-Fahrzeugs
DE202011110308U1 (de) Federsystem für ein Schienenfahrzeug
DE672163C (de) Federung fuer Gleisfahrzeuge, deren Wagenkoerper gegenueber dem Laufwerk quer beweglich ist
DE937959C (de) Abfederung wiegenloser Drehgestelle von Schienenfahrzeugen
DE949957C (de) Achshalterlose Radsatzfuehrung fuer Schienenfahrzeuge
DEV0005289MA (de)
EP2180204A2 (de) Zusatzfeder mit Gleitfläche
DE746640C (de) Achsbuchsfuehrung fuer Schienenfahrzeuge mittels Gummifedern
DE906574C (de) Gummifederung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge, mittels im wesentlichen auf Schub beanspruchter ring-foermiger Gummikoerper
DE2110072B2 (de) Achsführung an einem Drehgestell für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Güterwagen
EP0009726B1 (de) Drehhemmung für Einzel- und Doppelachslaufwerke von Schienenfahrzeugen
EP1897777B1 (de) Drehgestell
EP0975504A1 (de) Fahrzeug
EP1897776B1 (de) Drehgestell
DE19945109C1 (de) Schienenfahrzeug mit einer Anhebevorrichtung
CH631928A5 (en) Wheel-set suspension for double-axle rail vehicles
DE1455121B2 (de) Ausknicksicherung für schlanke Schraubenfedern bei Schienenfahrzeugen
CH616625A5 (en) Device for guiding a bogie of a rail vehicle on the underframe of a wagon body
DE2105162C3 (de) Achsfederung an einem Drehgestell für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Güterwagen
CH652669A5 (de) Wagenkastenabstuetzung mit einstellbarer querfederung fuer drehgestell-schienenfahrzeuge.
DE102014222273A1 (de) Abstützvorrichtung zum vertikalen Abstützen einer Kupplungsstange kompakter Bauhöhe
DE102019108532A1 (de) Radsatzlagergehäuse für ein Schienenfahrzeug und Verfahren zur Herstellung eines Radsatzlagergehäuses