DEST010737MA - - Google Patents

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DEST010737MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Januar 1956 Bekanntgeniacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schachtauskleidung aus Beton oder Stahlbeton, bei der der zwischen der Schachtwand und der Auskleidung vorhandene Raum mit einem plastischen Füllstoff aufgefüllt ist.
Mit dem Anbringen dieser plastischen Zwischenschicht wird angestrebt, daß die Auskleidung in der senkrechten Richtung vom Deckgebirge frei steht und. in seitlicher Richtung abgestützt wird, so daß sich auf die fertige Auskleidung keine Kräfte auswirken können, die durch etwaige Verlagerungen., beispielsweise durch Gebirgssenkungen oder im Falle eines Gefrierschachtes während des Auftauens des Deckgebirges, hervorgerufen werden. In Schächten, in denen, wie im Falle von Gefrierschächten, die Auskleidung etappenweise unter Anwendung von Tragekränzen aufgebaut wird, gelang es bis jetzt nicht, eine plastische Füllung anzubringen, die sich lückenlos über die ganze Länge des Schachtes erstreckt, weil die üblichen, in der Schachtwand unterstützten Tragekränze, die selbst wiederum die verschiedenen Teile der Auskleidung tragen, zwangläufig eine Unterbrechung der plastischen Schicht darstellen. Diese Tragekränze übertragen folglich im Falle von Gebirgsverlagerungen oder Verwerfungen die dann auftretenden Bewegungen des Deckgebirges auf die Auskleidung. Diese Bewegungen
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St 10737 VI/5c
lösen Zugkräfte in dem Beton der Auskleidung aus. Die Auskleidung hält diese Kräfte nicht aus, und es kommt dann zu Rißbildung, wodurch die Auskleidung ihre Festigkeif und Wasserdichtigkeit verliert. Auch wenn man nach einem bekannten Vor-., schlag zu vorübergehender Unterstützung der Schachtauskleidung die Tragekränze mit provisorischen Stützsäulen ausstattet, kann keine ununterbrochen plastische Zwischenschicht angebracht werden.
Die Erfindung ermöglicht nunmehr, auch bei Schachtauskleidungen, die unter Verwendung von Tragekränzen aufgebaut werden, die Anbringung einer plastischen Füllung, die sich nach deren, Fertigstellung lückenlos .über die ganze Länge und Fläche der Schach'twand erstreckt.
Die erfindungsgeniäße Auskleidung ist dadurch gekennzeichnet, daß an in die Schachtwand eingelassenen Tragekränzen, deren Innendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Auskleidung, abnehmbare, zu vorübergehender Unterstützung der auf sie aufzubringenden Schachtauskleidung bestimmte Konsolen, befestigt sind, zwischen denen nach Anbringung der Auskleidung plastischer Füllstoff und Beton derart angebracht sind, daß sie an den Füllstoff und den Beton der ·— vom Tragekranz an gerechnet höher und. niedriger befindlichen, ■—■ Auskleidung anschließen, und daß, nach Erhärtung des Betons, die Konsolen entfernt und die den Konsolen entsprechenden Aussparungen in, gleicher Weise mit Füllstoff und Beton, aufgefüllt sind.
In, diesem Falle bleibt nur der vom Gebirge getragene Teil des Tragekranzes zurück, während die Konsolen zurückgewonnen werden. Bei Anwendung der bekannten Methode geht der innere Rung, der während der Montage die Auskleidung trägt, ebenfalls verloren. Der1 Tragekranz, der ausschließlich als Hilfsmittel zum Anbringen der Auskleidung dient, trägt zu deren. Festigkeit Merkliches nicht bei.
Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt einer Schachtauskleidung ;
Fig. 2 zeigt eine Obenansicht des erfindungsgemäßen, Tragekranzes;
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der erfindungsgemäßen. Auskleidung;
Fig. 4 zeigt einejpL,Querschnitt der Auskleidung an,der Stelle, wo sicfy.der Tragekranz mit Konsolen befindet, und ■ ■ .. . ..·...
Fig. 5 entspricht .einem Querschnitt der fertigen Auskleidung: ..-. ν , . ■
: Sobald der Schacht bis zu einer gewissen Teufe, beispielsweise. 40 m.niedergebracht ist, wird durch Herausmeißeln von ^Gestein aus der Gebirgswand 1 eine-rings um den. Schacht verlaufende. Nut 2 geschaffen, in die ein: Tragekranz 3 eingebracht wird, dessen innerer Durchmesser derart ist, daß der
,., Tragekranz selbe t' nicht: außerhalb der Gebi rgswand auskragt. Dieser .Trägekranz ist an der Seite·, die dem Schachtinneren zugewendet ist, mit einer ge- wissen Zahl Konsolen 4 ausgestattet, welche' mit Bolzen 5 abnehmbar an dem Tragekranz befestigt sind.
Vom Tragekranz an aufwärts wird die Schachtwand 6 mit Bitumenplatten 7 ausgekleidet. Längs der so ausgekleideten Schachtwand wird sodann ein Flechtwerk aus Bewehrungsstahl 8 angebracht. In geringem Abstand von der Schachtwahd : werden Stahlbleche 9 angebracht, die mit Ankereisen 10 ausgestattet sind, welche man in das Flechtwerk eingreifen läßt. Sodann, werden, die zwischen, den einzelnen Konsolen vorhandenen . Öffnungen vorübergehend abgedichtet, und anschließend wird in den Raum, der zwischen der Bitumen- und Stahlblechauskleidurig vorhanden, ist, Beton eingeschüttet. In der gleichen Reihenfolge wird nunmehr etappenweise verfahren, bis die ganze Schachtwand oberhalb des Tragkranzes 3 diese zusammengesetzte Auskleidung erhalten hat.
Nachdem der Schacht anschließend weiter abgeteuft worden ist, wird der nächste Tragekranz 3' in obenerwähnter Weise angebracht und der Teil der Schachtwand zwischen den Tragekränzen 3' und 3 in obenerwähnter Weise ausgekleidet.
Nachdem der ganze Schacht eine derartige Auskleidung erhalten hat, wird die zwischen den Konsolen angebrachte Abdichtung entfernt und gegen die Schachtwand zwischen den einzelnen Konsolen Bitumen angebracht. Die äußeren Enden, der Bewehrungseisen werden anschließend, geradegebogen, damit sie sich bis in den Raum zwischen den Konsolen erstrecken. Sodann wird dieser Raum mit einem Eisenblech 12 abgedichtet und Beton durch in dem Blech vorhandene Löcher hindurch in diesen Raum eingebracht. Nach der Erhärtung des Betons werden die Konsolen 4 entfernt und die den Konsolen entsprechenden Aussparungen in gleicher Weise mit Bitumen und Beton, angefüllt und mit einem Stahlblech abgeschlossen, womit man erzielt, daß nunmehr die Teile der Schachtauskleidung auf- und abwärts von dem Tragekranz 3 aneinander an,-schließen, während die so hergestellte Stahlbetonauskleidung keine direkte Berührung mit der Schachtwand 6 oder mit dem Tragekranz 3 aufweist. Der ganze Schacht wird in, dieser Weise ausgekleidet. Die Schachtauskleidung ist nach ihrer Fertigstellung nunmenr in seitlicher Richtung durch einen geschlossenen, Bitumenmantel abgestützt, der Kräfte, die bei etwaigen Gebirgsverlagerungen auftreten, nicht -auf die Auskleidung überträgt, da er eine plastische Verformung erfährt. ■■·...

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schachtauskleidung aus ,■ Beton, oder Stahl-. beton, bei der der zwischen der Schachtwand ; und der Auskleidung vorhandene Raum mit einem plastischen Füllstoff aufgefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an in die Schachtwand eingelassenen Tragekränzen, deren Innen- : durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Auskleidung, abnehmbare, zu vorüber-, gehender:Unterstützung der'auf sie aufzubrin-
    ,609 578/149
    St 10737 VI/5c
    genden Schachtauskleidung bestimmte Konsolen befestigt sind, zwischen denen nach Anbringung der Auskleidung plastischer Füllstoff und Beton derart eingebracht sind, daß sie an den Füllstoff und den Beton der — vom Tragekranz an gerechnet höher und niedriger befindlichen — Auskleidung anschließen, und daß, nach Erhärtung des Betons, die Konsolen entfernt und die den Konsolen entsprechenden Aussparungen in gleicher Weise mit Füllstoff und Beton aufgefüllt sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 405 328.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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