DE957745C - Schachtauskleidung aus Beton mit einem plastischen Füllstoff - Google Patents

Schachtauskleidung aus Beton mit einem plastischen Füllstoff

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DE957745C
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Germany
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lining
concrete
manhole
filler
consoles
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Expired
Application number
DENDAT957745D
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English (en)
Inventor
Heerlen Pieter Otto (Niederlande)
Original Assignee
Stamicarbon N V , Heerlen (Niederlande)
Publication date
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Publication of DE957745C publication Critical patent/DE957745C/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D5/00Lining shafts; Linings therefor
    • E21D5/016Bearer curbs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 7. FEBRUAR 1957
St 10737 VI/5c
Die Erfindung betrifft eine Scha.chtauskleid.ung aus Beton oder Stahlbeton, bei der der zwischen der Schachtwand und. der Auskleidung vorhandene Raum mit einem plastischen Füllstoff aufgefüllt ist.
Mit dem Anbringen dieser plastischen Zwischenschicht wird angestrebt, daß die Auskleidung in der senkrechten Richtung vom Deckgebirge frei steht und. in seitlicher Richtung abgestützt wird, so daß sich auf die fertige Auskleidung keine Kräfte auswirken können, die durch etwaige Verlagerungen, beispielsweise durch Gebirgssenkungen oder im Falle eines Gefrierschachtes währenddes Aüftauens des Deckgebirges, hervorgerufen werden. In Schächten, in denen, wie im Falle von Gefrierschächten, die Auskleidung etappenweise unter Anwendung von Tragekränzen aufgebaut wird, gelang es bis jetzt nicht, eine plastische Füllung anzubringen, die sich lückenlos über die ganze Länge des Schachtes erstreckt, weil die üblichen, in der Schachtwand unterstützten Tragekränze, die selbst wiederum die ao verschiedenen Teile der Auskleidung tragen, zwangläufig eine Unterbrechung der plastischen Schicht darstellen. Diese Tragekränze übertragen folglich im Falle von Gebirgsverlagerungen oder Verwerfungen die dann auf tretenden Bewegungen des Deckgebirges auf die Auskleidung. Diese Bewegungen
lösen Zugkräfte in dem Beton der Auskleidung aus. Die Auskleidung hält diese Kräfte nicht aus, und es kommt dann zu Rißbildung, wodurch die Auskleidung ihre Festigkeit und Wasserdichtigkeit verliert. Auch wenn man nach einem bekannten Vorschlag zu vorübergehender Unterstützung der Schachtauskleidung die Tragekränze mit provisorischen Stützsäulen ausstattet, kann keine ununterbrochen plastische Zwischenschicht angebracht werden.
Die Erfindungi ermöglicht nunmehr, auch bei Schachtauskleidungen., die unter Verwendung von Tragekränzen aufgebaut werden, die Anbringung einer plastischen' Füllung, die sich nach deren, Fertigstellung lückenlos über die ganze Länge und Fläche der Schachtwand erstreckt.
Die erfindungsgemäße Auskleidung ist dadurch gekennzeichnet, daß an in die Schachtwand eingelassenen Tragekränzen, deren Innendurchmesser
ao größer ist als der Außendurchmesser der Auskleidung, abnehmbare, zu vorübergehender Unterstützung der auf sie aufzubringenden Schachtauskleidung bestimmte Konsolen, befestigt sind, zwischen denen nach Anbringung der Auskleidung plastischer
»5 Füllstoff und Beton derart angebracht sind, daß sie an den Füllstoff und den Beton der — vom Tragekranz an gerechnet höher und niedriger befindlichen. — Auskleidung anschließen, und daß, nach Erhärtung des Betons, die Konsolen entfernt und die den Konsolen entsprechenden Aussparungen in gleicher Weise mit Füllstoff und Beton aufgefüllt sind.
In diesem Falle bleibt nur der vom Gebirge getragene Teil des Tragekranzes zurück, während die Konsolen zurückgewonnen werden. Bei Anwendung der bekannten Methode geht der innere Ring, der während der Montage die Auskleidung trägt, ebenfalls verloren. Der Tragekranz, der ausschließlich als Hilfsmittel zum Anbringen der Auskleidung dient, trägt zu deren Festigkeit Merkliches nicht bei.
Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt einer Schachtauskleidung ;
Fig. 2 zeigt eine Obenansicht des erfindungsge1-mäßen Tragekranzes;
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Auskleidung;
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt der Auskleidung an der Stelle, wo sich der Tragekranz mit Konsolen befindet, und
Fig. S entspricht einem Querschnitt der fertigen Auskleidung.
Sobald der Schacht bis zu einer gewissen Teufe, beispielsweise 40 m niedergebracht ist, wird durch Herausmeißeln von Gestein aus der Gebirgswand. 1 eine rings um den Schacht verlaufende Nut 2 geschaffen, in die ein Tragekranz 3 eingebracht wird, dessen innerer Durchmesser derart ist, daß der Tragekranz selbst nicht außerhalb der Gebirgswand auskragt. Dieser Tragekranz ist an der Seite, die dem Schachtinneren zugewendet ist, mit einer gewissen Zahl Konsolen 4 ausgestattet, welche mit Bolzen 5 abnehmbar an dem Tragekranz befestigt sind.
Vom Tragekranz an aufwärts wird die Schachtwand 6 mit Bitumenplatten 7 ausgekleidet. Längsder so ausgekleideten Schachtwand wird sodann, ein Flechtwerk aus Bewehrungsstahl 8 angebracht. In geringem Abstand von der Schachtwand werden Stahlbleche 9 angebracht, die mit Ankereisen 10 ausgestattet sind, welche man in das Flechtwerk eingreifen läßt. Sodann werden die zwischen den einzelnen Konsolen vorhandenen· öffnungen! vorübergehend abgedichtet, und anschließend wird in den Raum, der zwischen der Bitumen- und Stahlblechauskleidung vorhanden ist, Beton eingeschüttet. In der gleichen Reihenfolge wird, nunmehr etappenweise verfahren bis die ganze Schachtwand oberhalb des Tragkranzes 3 diese zusammengesetzte Auskleidung erhalten hat.
Nachdem der Schacht anschließend weiter abgeteuft worden ist, wird der nächste Tragekranz 3' in obenerwähnter Weise angebracht und der Teil der Schachtwand zwischen den Tragekränzen 3' und 3 in obenerwähnter Weise ausgekleidet.
Nachdem der ganze Schacht eine derartige Auskleidung erhalten hat, wird die zwischen den Konsolen angebrachte Abdichtung entfernt und gegen die Schachtwand zwischen den einzelnen Konsolen Bitumen angebracht. Die äußeren Enden der Bewehrungseisen werden anschließend, geradegebogen, damit sie sich bis in den Raum zwischen den Konsolen erstrecken. Sodann wird dieser Raum mit einem Eisenblech 12 abgedichtet und Beton, durch in dem Blech vorhandene Löcher hindurch in diesen Raum eingebracht. Nach der Erhärtung des Betons werden die Konsolen 4 entfernt und die den. Konsolen, entsprechenden Aussparungen in gleicher Weise mit Bitumen und Beton angefüllt und mit einem Stahlblech abgeschlossen, womit man erzielt, daß nunmehr die Teile der Schachtauskleidung auf- und abwärts von dem Tragekranz 3 aneinander anschließen, während die so· hergestellte Stahlbeton.-auskleidung keine direkte Berührung mit der Schachtwand 6 oder mit dem Tragekranz 3 aufweist. Der ganze Schacht wird in dieser Weise ausgekleidet. Die Schachtauskleidung ist nach ihrer· Fertigstellung nunmehr in seitlicher Richtung durch einen geschlossenen Bitumenmantel abgestützt, der Kräfte, die bei etwaigen Gebirgsverlagerungen auftreten, nicht auf die Auskleidung überträgt, da er eine plastische Verformung erfährt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schachtauskleidung· aus Beton oder Stahlbeton, bei der der zwischen der Schachtwand und der Auskleidung vorhandene Raum mit einem plastischen Füllstoff aufgefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an in die Schachtwand eingelassenen Tragekränzen, deren Innendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Auskleidung, abnehmbare, zu vorübergehender Unterstützung der auf sie aufzubrin-
    genden Schachtauskleidung bestimmte Konsolen befestigt sind, zwischen denen nach Anbringung der Auskleidung plastischer FüUstofif und Beton derart eingebrächt sind, daß sie an den Füllstoff und den Beton der — vom Tragekranz an gerechnet höher und niedriger befindlichen — Auskleidung anschließen, und daß, nach Erhärtung des Betons, die Konsolen entfernt und die den Konsolen entsprechenden Aussparungen in gleicher Weise mit Füllstoff und Beton aufgefüllt sind.-
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 405 328.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 578/1« 7. (609 782 1.57)
DENDAT957745D Schachtauskleidung aus Beton mit einem plastischen Füllstoff Expired DE957745C (de)

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DE957745C true DE957745C (de) 1957-01-17

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