DEST009594MA - - Google Patents

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DEST009594MA
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asphalt
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carbon atoms
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DE1951ST009594
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Dezember 1951 Bekanntgemacht am 19. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf zum Schutz von Gegenständen aus Eisen oder Eisenlegierungen dienende Rostschutzmittel auf der Grundlage von Asphalt bzw. Asphaltverschnitten, die geringe Mengen eines N-Acyl-p-aminophenols enthalten.
Das Problem der Korrosion der Metalle, insbesondere der Eisenmetalle, existiert, seit man Metalle hergestellt hat. Die Korrosion ergibt häufig ganz besondere Probleme, z. B. bei der Handhabung großer Mengen von Säuren, Alkalien und anderer korrodierend wirkender Substanzen. Das wichtigste Korrosionsproblem stellt jedoch das Rosten der Eisenmetalle dar, das schon dann auftritt, wenn die Metalle natürlichen atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt sind. Man hat die aktive Korrosion von Metallflächen verhindert, zum Stillstand gebracht oder verzögert, indem man die Oberfläche der Metalle oder Metallgegenstände mit einem inerten, undurchlässigen Film überzogen hat, welcher durch Tauchbehandlung, Aufsprühen, Auf streichen u. dgl. aufgebracht wurde.
Die bisher bekannten flüssigen oder halbflüssigen Rostschutzmittel haben häufig die Eigenschaft, von der zu schützenden Fläche abzufallen oder her-
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St 9594 IVc/22 g
unterzufließen bzw. abzutropfen, wobei dann entweder nur ein sehr dünner oder überhaupt kein ,,,Schutzfilm zurückbleibt.. .
Die erfindungsgeniäßen, auf den zu schützenden ,Flächen zusammenhängend aufgebrachten und haftenden Rostschützmittel verdrängen, infolge stärkerer Benetzung, das Wasser von den Metallflächen. Die Rostschutzmittel gemäß der Erfindung haben den weiteren Vorteil, ein Antioxydationsmittel zu enthalten, welches verhindert, daß die Oberfläche hart wird und Risse entstehen, durch welche das Wasser die Metallfläche erreichen könnte.
Die- beanspruchten, im wesentlichen aus einem Asphaltverschnitt '.^bestehenden Rostschutzmittel enthalten geringe Mengen eines N-Acyl-p-amino-' phenols, wodurch eine plastische, fettartige Konsistenz entsteht. Das Aeyl-p-aminophenol dient also sowohl als Verdickungsmittel als auch als Oxydationsinhibitor. Die Rostschutzmittel schmelzen oberhalb des Siedepunktes von Wasser und lassen sich infolge ihrer plastischen Konsistenz leicht'aufbringen» Außerdem können ihnen Wachse einverleibt werden, um den Schmelzpunkt, wenn gewünscht, zu erhöhen.
Man kann auch" den Asphalt mit einem Mineralöl verschneiden und so auf die gewünschte Viskosität einstellen. Man kann jedes beliebige asphaltische Material verwenden, entweder einen oxydierten Asphalt oder die gewöhnlichen asphaltartigen Produkte, die durch direktes Toppen von Rohöl gewonnen werden. Es empfiehlt sich, diese Asphalte mit so viel Mineralöl zu verschneiden, daß die Viskosität des Gemisches bei 98,9° zwischen 3800 und 4200, vorteilhaft 3850 und 4100 SUS liegt.
Die Gemische gemäß der Erfindung werden hergestellt, indem man die gewünschte Menge des betreffenden N-Acyl-p-aminophenols der Asphaltgrundlage einmischt und das Gemisch so weit erhitzt, daß das Phenol in Lösung geht, worauf man schließlich das Gemisch abkühlen läßt. Diese Gemische sind vollständig reversibel; sie können beliebig oft erhitzt und abgekühlt werden, und stets wird beim Abkühlen die Fettkonsistenz wiederhergestellt.
Die für die Rostschützmittel verwendeten N-Acyl-p-aminophenole haben folgende Zusammensetzung :
R HO
N —C—R,
HO
Hierin bedeutet R und R1 Wasserstoff oder Alkylgruppen mit 1 bis 20, vorzugsweise 4 bis 15 C-Atomen, und R2 ist eine Alkylgruppe, die 4 bis 22 C-Atome enthält.
Vorzugsweise werden Verbindungen verwendet, bei denen R2 14 bis '22 C-Atome enthält und R und R1 Wasserstoff sind, d. h. N-Acyl-p-aminophenole. Indessen sind auch die alkylierten N-Acyl-p-aminophenole, wie N-n-Valeryl^-amino-g-pentadecylphenol, N-n-Vaieryl-4-amino-2, 6-ditertiär-butylphenol und N-n-Hexoyl^-amino^-hexylphenol, im erfindungsgemäßen Sinne verwendbar.
Als Säurebestandteil der N-Acyl-p-aminophenole kann jede organische Säure verwendet werden, die 4 bis 22 C-Atome enthält. Wenn, gewünscht, können Säuregemische verwendet werden, bei denen die durchschnittliche Länge der Kohlenstoff kette innerhalb des angegebenen Bereiches liegt, ζ.,Β. hydrierte Fischölsäuren, Talgsäuren oder Kokosnußsäuren.
Die Rostschutzmittel gemäß der Erfindung enthalten je nach der gewünschten Konsistenz des Endproduktes. 0,5 bis 6, vorzugsweise 3 bis 5 Gewichtsprozent N-Acyl-p-aminophenol, bezogen auf das Gewicht der gesamten Masse.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen die nachstehenden Beispiele.
Beispiel 1
98 Gewichtsteile eines Verschnittes von oxydiertem Asphalt von einer Viskosität von 2500 SUS bei 98,9° werden mit 2 Gewichtsteilen N-Stearoylp-aminophenol vermischt. Das Gemisch wurde so lange auf 121 bis 135° erhitzt, bis das Phenol in Lösung gegangen war, und dann abkühlen gelassen. Die Masse ist fest und hat einen Tropfpunkt von 1040. .
Eine Prüfplatte aus poliertem Stahl wird mit dieser Masse überzogen, indem man sie in das auf I2i° erhitzte Material eintaucht. Man läßt die Prüfplatte abkühlen und taucht sie 20 Minuten in siedendes Wasser. Der Überzug ist nicht weggeflossen oder abgewaschen. Nach dieser Behandlung läßt man die Prüfplatte 14 Tage bei Raumtemperatur hängen. Nach diesem Zeitraum ist keinerlei Korrosion der Metallfläche eingetreten, ebensowenig ist der Schutzüberzug irgendwie beeinträchtigt.
■ Beispiel 2
Ein Rostschutzmittel von überlegener Qualität erhält man, indem als Grundlage ein Gemisch von Asphalt und Petrolatum (Mineralfett) verwendet wird. Dieses Gemisch kann je nach der gewünschten Beschaffenheit 1 bis 75 % Mineralfett enthalten.
Ein Gemisch von 49 Gewichtsteilen eines Asphaltverschnittes, dessen Viskosität bei 98,9° 2500 SUS beträgt, 49 Gewichtsteilen eines Mineralfettes, dessen Viskosität bei 98,9° etwa 98 SUS beträgt, und 2 Gewichtsteilen N-Stearoyl-p-Aminophenol wird auf 121 bis 135° erhitzt.
Eine Prüfplatte aus poliertem Stahl wird mit diesem Material, wie im Beispiel 1 beschrieben, überzogen und beobachtet. Nach 2ominutigem Eintauchen in siedendes Wasser und anschließendem I4tägigem Lagern bei Raumtemperatur zeigt sich keinerlei Korrosion des Metalls und Beschädigung des Überzuges.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Im wesentlichen aus Asphalt bestehende Rostschutzmittel, dadurch gekennzeichnet, daß
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    sie ein N-Acyl-p-aminophenol von der Zusammensetzung
    RHO
    C-R2
    HO
    worin R und R1 Wasserstoff oder Alkylgruppen mit ι bis 20, vorzugsweise 4 bis 15 C-Atomen und R2 eine Alkylgruppe mit 4 bis 22 Kohlenistoffatomen bedeuten, lin geringen Mengen, zweckmäßig 1 bis 6 Gewichtsprozent, enthalten.
  2. 2. Rostschutzmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Asphaltgrundlage aus einem Asphaltverschnitt von einer Viskosität von etwa 3800 bis 4200 SUS bei 98,9° besteht.
  3. 3. Rostschutzmittel nach Anspruch i, dadurch ao gekennzeichnet, daß die Asphaltgrundlage Mineralfett, zweckmäßig in gleicher Menge wie Asphalt, enthält.
  4. 4. Rostschutzmittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das N-Acyl- »5 p-aminophenol N-Stearoyl-p-aminophenol ist.
DE1951ST009594 1951-12-17 Expired DEST009594MA (de)

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DEST009594MA true DEST009594MA (de) 1956-07-19

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