DEST008485MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Juli 1954 Bekanntgemacht am: 8. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Silberspiegel in höherwertiger Ausführung werden auf der Rückseite einer Verkupferung unterzogen,
um zerstörende Einflüsse mechanischer und chemischer Art auf die empfindliche Silberschicht
mit gutem Erfolg hintanzuhalten. Auf die Kupferschicht wird dann in üblicher Weise eine Lackschicht
aufgetragen.
Die Verkupferungsanlage bei der Herstellung von Spiegeln ist üblicherweise sehr weitläufig und
beansprucht erheblichen Platz. Sie erfordert gut ausgebildetes Bedienungspersonal,, das mit großer
Sorgfalt über die Einhaltung verschiedener Bad- und zahlreicher Betriebsbedingungen wachen muß.
Sehr große. Aufmerksamkeit ist.der richtigen Kontaktgabe zwischen Silberbelag und Stromzuführung
zuzuwenden. Auch hier sind schon viele Anordnungen bekanntgeworden, die sich insbesondere darauf
beziehen, die zu verkupfernden Spiegel· senkrecht hängend im Elektrolytbad zu behandeln, indem
die Spiegel in genau bemessene Rahmen eingesetzt werden. Eine besondere Schwierigkeit stellt
immer die Behandlung des sehr schwachen und deshalb sehr empfindlichen Silberbelages dar. Die Herstellungskosten
solcher Spiegel liegen bei diesen aufgezeigten. Schwierigkeiten entsprechend hoch,
Bei anderen Vorrichtungen werden die Spiegel in horizontaler Lage verkupfert. Insbesondere
wurden hier bestimmte Zangenkonstruktionen bekannt, die eine gute Kontaktgabe mit der Silberschicht
gewährleisten sollen. Die wirtschaftlichen Fertigungskosten konnten aber auch hier nicht
weiter gesenkt werden.
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Claims (5)
- St 8485 VI a/48 aNacli (U-H erlindungsgemäß gebrachten Vorschlägen werden jedoch eine Reihe technischer und wirtschaftlicher Yorieile erreicht. Die zu verkupfernden Spiegel werden zunächst auf beiden Seiten und den dazwischenliegenden Kantenflächen mit einem Silherbelag in bekannter Arbeitsweise versehen. Sodann werden die so vorbereiteten Spiegel in (Ins Elcktrolvtbad eingeschoben und in horizontaler Lage die Silbcroberlläche, die der gleichfalls horizontalen Kupferelektrode gegenübersteht, mit einem Kupferbelag entsprechender Stärke verseilen. Die Spiegel ruhen auf einem sich langsam vorwärts bewegenden endlosen Transportband, das entweder selbst leitend ist oder auf seiner nach außen weisenden Seite mit einem geeigneten metallischen lielag versehen ist, der in elektrischem Kon takt mit der Stromzuführung steht, Beispielsweise kann das Transportband aus (!unnnituch bestehen mit I .einwandeinlage. Auf der Außenseite ist eine Blei oder Kupferfolie fest oder beweglich mit dem (iiuumituch verbunden. An Stelle von Metall folien können schon zur Verminderung des Gewichts durchbrochene Bänder oder Siebgewebe Anwendung linden. Diese Metallfolien oder Metallsiebe stehen einerseits über einem Schleifkontakt in sicherer Stirnverbindung mit dem Minuspol der Gleichstromanlage, andererseits mit der Unterlage des zu verkupfernden Spiegels über die Kanten mit der Oberseite des Spiegels in elektrischem Kontakt. Die Stromzuführung kann auch über eine große Zahl leitend miteinander verbundener Metallstäbe erfolgen, die nach Art einer Rolljalousie aufgebaut sind. Audi diese .Anordnung ist so zu treffen, daß eine 1 lorizontalbewegung der Fläche möglich ist. Wenn Kupfer-, Messing- oder Bleiblceh als Transportband verwendet wird, kann die Stromzuführung auch über die Stützrollen oder Antriebswalzen erfolgen.Das Klcktrolvtbad kann sauer, neutral, cyanidiseh oder in sonst bekannter Weise eingestellt sein. Stromstärke und Spannung bewegen sich innerhalb üblicher und bekannter Werte.Nachdem die Spiegel das l!ad in horizontaler Lage durchlaufen haben, werden sie beispielsweise über eine schräge Kutsche nach außen gleitend entnommen. Da erkennbar auf der Unterseite der Spiegel keine Ycrkupferung erfolgen konnte, läßt sich der Silberbelag nach Beendigung der Behandlung leicht entfernen. Der so auf der einen Seite erzielte Kupferbelag zeichnet sich durch besondere Gleichmäßigkeit aus, weil das elektrische Feld zwischen den beiden !elektroden weitgehend homogen ist, infolge des parallelen Abstandes der Elektroden voneinander.Kiiie zur Durchführung des eben aufgezeigten Verkupfeningsverfahrens geeignete Vorrichtung ist in einer beispiclsweisen Ausführung in der Figur dargestellt.Der zweckmäßig länglich gestaltete Badbehälter ι besteht aus Holz, das zur guten Dichtung in Nut und Feder gearbeitet ist. Fr ist auf der Innenseite mit einem Asphaltbelag versehen oder mit Bleibleeh-, Kupfer- oder Messingblech ausgeschlagen. Der Badspiegcl, also die Höhe des Bades, ist mit 2 bezeichnet. Der Behälter ist nach vorn schräg geneigt, um etwa entstehenden Schlamm durch einen nicht dargestellten Ablaßhahn zu entfernen. Der Behälter 1 ruht auf Füßen 3, die gleichzeitig isolierend wirken.Die Kupferelektrodc 4 wird von den Haltern 5 etwa horizontal unterhalb des Badspiegels 2 gehalten. Die Stromzufuhr erfolgt über die Zuleitung 6. Die andere Elektrode besteht aus beispielsweise einem endlosen Gummituch 7, das eine metallisch leitende Oberfläche besitzt, die aus einer Folie, Sieb oder Metalleisten besteht. Abgestützt wird dieses Tuch mit Hilfe der Rollen 8. Die Spannrolle 9 sorgt für eine gleichmäßige Anspannung des Tuches. Die Einzelheiten der Bandführung liegen innerhalb üblicher Maßnahmen und haben keine weitere Darstellung gefunden. Die Stromzuführung zu dieser Elektrode erfolgt über 10. Eine schräge Rutsche oder Einführung 11 und ein entsprechend gestalteter Auslauf 12 geben die Möglichkeit zum Einsatz und Ausbringen der Spiegel.Angetrieben wird das Transportband vom Motor 13, der über ein stark untersetzendes Vorgelege die Welle 15 antreibt. Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, daß die Behandlungszeit der Spiegel eine Zeit dauert, die nicht abzukürzen ist, wenn nicht die Qualität der Verkupferung leiden soll. Das Transportband kann also das eingesetzte Spiegelmatcrial nur mit einer ziemlich kleinen Geschwindigkeit weitertransportieren. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für eine starke Untersetzung.Durch die beschriebene Vorrichtung wird also beinahe zwangläufig erreicht, daß alle zu behandelnden Spiegelflächen einen sicheren Kontakt mit der Stromzuführung infolge des eigenen Gewichts des Spiegelglases und der ebenen Beschaffenheit der Unterlage (Transportband) erhalten. Die Verkupferung läßt sich unabhängig von der Größe der unterschiedlichen äußeren Abmessungen, Formen, etwa vorhandener Facetten technisch einwandfrei und wirtschaftlich billig ausführen.Γα τ f. ν τ a N s ρ η 0 c. π ν.-.ι. Verfahren zum Verkupfern von Silberspiegeln, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiegelglas beiderseits und auf den Kanten versilbert wird, worauf die Verkupferuug in horizontaler Lage unter Stromzuführung über eine metallisch leitende, in der Horizontalen beweglichen Unterlage und einer dazu parallel angeordneten Kupferelektrodc unter Herstellung eines homogenen Feldes erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in saurer, cyankalischcr, vorzugsweise in neutraler Badlösung die Verkupferung durchgeführt wird.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einem länglich gestalteten551/125St 8485 VIa/48aBadbehälter ein von außen angetriebenes, langsam bewegliches Transportband mit metallisch leitender, nach außen weisenden Fläche durch eine Vielzahl von Stützrollen gegenüber der Kupferelektrode in horizontaler Lage gehalten wird und mit Stromzuführung über Schleifkontakte ausgerüstet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß deren Transportband mit einer metallisch leitenden, vielfach unterbrochenen Metallfolie, einem Metalldrahtgewebe oder einer Vielzahl quer erstreckter Stäbe ausgestattet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß deren Transportband aus metallischen Leisten aufgebaut ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen© 509 551/125 9.55
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