DEST008081MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. April 1954 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Stift zum Bestiften
von Brennkammer-Rohren, welche in feuerfester Masse eingebettet und der Einwirkung heißer
Feuergase ausgesetzt sind. Derartige Stifte wurden seither in Form von Zylinder- oder auch, um eine
bessere Haftung der Schlacke zu erzielen, von Vierkantbolzen von. etwa 20 bis 30 mm Länge verwandt.
Dabei zeigte sich, daß die Stifte insbesondere an den Teilen, die den hohen Schmelztemperaturen
ausgesetzt sind, sehr rasch auf etwa die Hälfte zusammenschmelzen und dann der daran
haftenden Schlacke häufig nicht mehr genügend Halt boten. Das rasche Abschmelzen ist darauf
zurückzuführen, daß bei Freiwerden eines Teiles eines Zylinder- oder Vierkantstiftes die Oberfläche
des frei gewordenen Teiles sehr groß ist im Verhältnis zu dem für den Wärmedurchgang zur Verfügung
stehenden kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt. Die Wärme konnte infolgedessen nicht
rasch genug abfließen, und es entstand ein Wärmestau, der die Überhitzung und damit das Abschmelzen
des frei liegenden Teiles zur Folge hatte.
Nach der Erfindung werden die Stifte zum Bestiften von Brennkammer-Rohren, welche in feuerfester
Masse eingebettet und der Einwirkung heißer Feuergase ausgesetzt sind, so ausgebildet,
daß ihr Querschnitt von der Spitze nach dem Fuß zu stetig zunimmt.
Solche Querschnittsformen sind für die Ausführung von Kühlrippen an sich bekannt. Im vorliegenden
Fall wird aber erreicht, daß die Mantelfläche des freigelegten Teiles des Stiftes in einem
viel günstigeren Verhältnis zum zur Verfügung
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St 8081Ia/13a
stehenden Querschnitt steht, als es bei Zylinderoder Vierkantstiften der Fall ist. Die durch die
Mantelfläche in den Stift eintretende Wärme kann deshalb ungehindert durch die verbreiterte Grundfläche
in das Rohr abfließen, so daß Wärmestauungen in den frei liegenden Teilen der Stifte vermieden
und ein Abschmelzen verhindert werden kann. Es ist zwar an sich bekannt, zylindrische
Stifte mit einem Fuß von größerem Durchmesser
ίο ■ zu versehen, wobei der Übergang von einem Durchmesser
zum anderen durch eine Kegelfläche gebildet wird. Bei diesen Stiften wird indessen das mit der
Erfindung verfolgte Ziel nicht erreicht, denn die mit der Erfindung angestrebte Wirkung tritt erst
ein, wenn der obere zylindrische Teil· vollständig abgeschmolzen ist und auch dann nur so lange, bis;
der volle Durchmesser des Fußes erreicht ist. Ist aber der obere zylindrische Teil erst abgeschmolzen,
dann sind die eingangs erwähnten Nachteile, daß die Schlacke nicht mehr genügend Halt hat, bereits
eingetreten.
Als besonders günstig hat sich dabei die Form eines kegel- oder kegelstumpfartigen Rotationskörpers
erwiesen, dessen Mantelliriien nach innen zu parabolisch gekrümmt : sind, weil bei dieser
Form der Querschnitt ziemlich genau dem im Innern des Stiftes verlaufenden Wärmefluß angepaßt
werden kann. ■ .
Um ein besseres Haften der aufgetragenen feuerfesten Masse bzw. der in halb flüssiger Form anfallenden
Schlacke in dem Stift zu gewährleisten, wird die Mantelfläche zweckmäßig etwas aufgerauht,
was auf verschiedene Weise erfolgen kann. So kann es unter Umständen genügen, wenn die Mantelfläche
durch eine oder mehrere Rillen unterbrochen wird. Man kann aber auch die Mantelfläche an
mehreren Stellen mit schuppenartigen Erhöhungen versehen oder die gesamte Mantelfläche tannenbaumartig
ausbilden. In all diesen Fällen ist jedoch
darauf zu achten, daß die innerhalb der rillen-, schuppen- oder tannenbaumartigen Vor Sprünge
liegenden Querschnitte die eingangs erwähnte Bedingung erfüllen. In allen Fällen ist ferner darauf
zu achten, daß die Grundfläche nach dem Anschweißen an allen Stellen satt an der Rohrwand
anliegt. Unter Umständen wird es sich daher empfehlen, die Grundfläche von vornherein entsprechend
der Rohrkrümmung etwas konkav auszubilden. ■■ : ■'.,'■"'" :" . '
In der Zeichnung: sind: einige Beispiele der Erfindung
dargestellt. Es zeigt '■ '■■■■"
Abb. ι einen Stift mit glatter Oberfläche im Schnitt, ;- ■■ ' ·■ : ::- ■ '"'11V- '
Abb. 2 einen Stift, der jedoch mit zwei Rillen versehen ist,
Abb. 3 einen Stift, dessen Mantelfläche tannenbaumartig
ausgebildet ist, im Schnitt.
Auf das Rohr 1 ist der Stift 2 aufgeschweißt. Die Mantellinie 3 des Stiftes 2 ist nach innen zu parabolisch
gekrümmt ausgebildet. Nach Abb. 2 ist die 6ox
glatte Mantellinie1 3 durch 'Rillen 4 unterbrochen,
während gemäß Abb. 3 an der Mantellinie 3 nasen- oder schuppenartige Vorsprünge 5 angebracht sind,
die sowohl durch einzelne Vorsprünge als auch als durchlaufende Ringvorsprünge ausgebildet sein
können. Der Stift nach Abb. 3 ist ferner an seiner Grundfläche 6 entsprechend dem Rohr 1 ausgearbeitet.
.:.'·■
Claims (7)
1. Stift zum Bestiften von Brennkammer-,
Rohren, welche in einer feuerfesten Masse eingebettet und der Einwirkung heißer Feuergase
ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß sein Querschnitt von der Spitze nach dem Fuß
zu stetig zunimmt.
2. Stift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er die Form eines kegel- oder
kegelstumpfartigen Rotationskörpers besitzt, dessen Mantellinie nach innen zu parabolisch
gekrümmt sjnd.
3. Stift nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche
aufgerauht ist, um ein besseres Haften der aufgetragenen feuerfesten Masse bzw. der anfallen-■
den Schlacke an dem Stiftizu gewährleisten.
4. Stift nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche
durch eine oder mehrere Rillen unterbrochen ist.
S- Stift nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche
' an mehreren Stellen schuppenartige Erhöhungen aufweist. ·
6. Stift nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche tannenbaumartig ausgebildet ist.
7. Stift nach den Ansprüchen 1 bis 6, .,dadurch
gekennzeichnet, daß die Grundfläche der Rohroberfläche entsprechend konkav ausgebildet
ist. ' ■ ·■-' ■■' ·;':' '" ;: ■ ■■-.
Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 167 931;
USA.-Patentschnft Nr. 2 239 662.; :
Österreichische Patentschrift Nr. 167 931;
USA.-Patentschnft Nr. 2 239 662.; :
Hierzu ι Blatt Zeichnungen,-
1 609 529/193 5.56
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