DEST007156MA - - Google Patents

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DEST007156MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen mehrschichtigen Parkettboden aus einer Lauf schicht aus Hartholz und einer Unterschicht aus Weichholz. Bekannt sind viele Atisführungsarten von Parkettböden. Bei der üblichsten Ausführungsart wird mit Hartholzeinzelteilen, z. B. Buche- oder Eichenriemen, gearbeitet, die stets an Ort und Stelle zusammengesetzt werden. Ferner wird in fast allen Fällen die Zusammensetzung mittels Nut und Feder vorgenommen, wobei außerdem für jedes gute Parkett ein Unterboden erforderlich ist. Die Einzelteile des Parketts besitzen eine gewisse Dicke, die bei Vollholzparkett fast nie unter 24 mm liegt. Dabei befinden sich Nut und Feder mit einer Dicke von Verbesserung dieses
etwa V2 cm in. der Mitte. Das bedeutet, daß der Vollholzboden, nachdem höchstens 1 cm abgelaufen oder abgespänt ist, entfernt und erneuert werden muß, da dann die Verbindungsstellen sichtbar geworden sind. Weitere Nachteile werden später noch angeführt.
Nach einer bekannten
Bodens, die vor allem auf die Einsparung des Blindbodens ausgeht, werden Einzelriemen aus Hartholz auf eine Mehrzahl von Bauholzbalken oder -planken aufgebracht. ,
Ferner sind z.B. dreischichtige Parkettplanken bekannt, die zwei starke Unterhölzer aus Fichte od. dgl. aufweisen, auf denen über eine Sperr-
509 656/190
St 7156 V/37d
schicht die Hartholzriemen aufgeleimt sind. Außerdem gibt es eine Art von Parkettboden, bei welcher die Riemen mit einem schrägen Schwalbenschwanz auf entsprechend profilierte Latten oder Bretter aufgeschoben werden, während noch nach einer weiteren Ausführüngsform als Unterboden eine doppelte, gegeneinander versperrte, verleimte Weichholzschicht dient, auf die die Hartholzriemen aufgeleimt sind.
Allen diesen bekannten Ausführungsarten mehrschichtiger Parkettböden ist der Nachteil gemeinsam, daß zwar der Blindboden eingespart und das Verlegen erleichtert ist, jedoch eine wesentliche oder überhaupt eine Verbilligung hierbei nicht er-
J5 reicht werden kann, um so weniger, als sich die Preisdifferenz zwischen Hart- und Weiehholz immer mehr verringert. Hinzu kommt ein erhöhter Arbeitsaufwand für das Einfrasen des Schwalbenschwanzes oder das Schrägschneiden der Unterbretter, das Herstellen der Sperrschicht usw.
Eine wirkliche Verbilligung des ganzen Parkettbodens kann nur dadurch erreicht werden, daß bei einer mehrschichtigen Ware die Unterschicht nicht nur aus Weichholz an sich, sondern gemäß /der Erfindung aus einer Vielzahl von schmalen Holzleisten aus Abfall-'oder Brennholz hergestellt ist, die untereinander verleimt sind und anderweitig nicht mehr verwertet werden können. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
; Fig. ι eine Parkettplanke in Draufsicht,
Fig. 2 und 2a je einen Schnitt nach Linie A-B der Fig.1 und
Fig. 3 eine Variante der Fig. 1.
Wie aus Fig. 2, 2 a ersichtlich ist, besitzen die
Parkettriemen 1 nur eine -geringe Dicke. In der Praxis entspricht diese etwa der Laufdicke, also der Dicke des üblichen Vollholzes von der Ober-
/ fläche bis zur Nut. Hieraus folgt, daß die Lebensdauer des Parkettbodens1 nach der Erfindung in dieser Beziehung dem Vollholzparkett nicht nachstehen kann. ... . ■
Die Parketthartholzriemen 1 werden auf eine Vielzahl von schmalen Leisten 2, die aus billigstem Holz, ζ. B. Brennholz, bestehen und zu einem Brett verbunden sind, fest aufgeleimt oder ähnlich mit ihnen verbunden. Hierdurch entsteht eine Parkettplanke von verhältnismäßig großer Fläche, deren Unterlage- oder Tragschicht 2 wie üblich mit Nut und Feder ausgestattet ist. Durch eine konische Ausbildung der Nut 2a und Feder 2b wird, wie durch Versuche festgestellt wurde, das gewöhnlich auftretende Quietschen des verlegten Bodens verhindert. Es kann natürlich auch je eine. Asphaltnut 2C eingeschnitten werden (Fig. 2 a), um das Fußbodenelement auf übliche Art in Asphalt ver- . · legen zu können. , .
Werden die Einzelteile 1 und 2 /des Brettes besonders an den Kanten sorgfältig bearbeitet und zusammengefügt, dann entsteht beim fertigen Parkettboden genau der gleiche Eindruck wie bei einem auf gebräuchliche Weise verlegten Vollholzparkett. Gemäß Fig. 1 und 3 ist nach der Erfindung nicht nur jedes Quadratmuster,, sondern auch ein Fischgrätmuster oder überhaupt jedes übliche Muster möglich. Aus Fig. 3 geht ferner hervor, daß es nicht erforderlich ist, das Brett 2 rechteckig zu gestalten; es kann auch z. B. als Parallelogramm ausgebildet sein. Die entsprechenden Randstücke des Bodens sowie die weitere Ausgestaltung des Bodens (z. B. Verwendung eines verschiedenfarbigen Holzes usw.) liegen voll im Bereich handwerklichen Könnens und bedürfen keiner weiteren Erklärung.
Der Hauptvorteil des Parkettbodens nach der Erfindung ist, wie bereits erwähnt, wirtschaftlicher Natur. Außerdem sind aber auch technische Vorteile zu verzeichnen: So ist der neuartige Parkettboden weitaus stabiler als das übliche Vollholzparkett und trotz eines geringeren Holzverbrauches auch stabiler als die bekannten mehrschichtigen Parkettböden, da seine Unterschicht 2 mit einer Vielzahl von Leimfugen durchsetzt ist. Ferner wird etwa aufsteigende Bodenfeuchtigkeit von der Unterschicht 2 restlos aufgesaugt und durch die Verleimung gehindert, in die Hartholzschicht einzudringen, wodurch ein Quellen und Werfen der letzteren ausgeschaltet ist. Außerdem aber wird ein Werfen der Unterschicht durch die Art ihrer Zusammensetzung verhindert. -

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Mehrschichtiger Parkettboden aus einer Lauf Schicht aus Hartholz und einer Unterschicht aus Weiehholz, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterschicht aus einer Vielzahl von schmalen Holzleisten (2) aus Abfall- oder Brennholz hergestellt ist, die untereinander
z. B. verleimt sind.
2. Parkettplanke, deren Außenkanten in der Unterschicht mit Nut und Feder versehen sind, zur Bildung des mehrschichtigen Parkettbodens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (2a) und die Feder (2&) konischen Querschnitt besitzen.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 592 019, 730 929, 884 689, 863 992.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
1 509 656/190 1.56

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