DEST007036MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. September 1953 Bekanntgemächt am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Temperaturregler für Gleichstrom mit einstellbarem Sollwert, vorzugsweise
für Heißwassergeräte, beruhend auf dsm Prinzip der durch die Temperaturänderung bedingten
Bewegung eines Wärnieauisdehnungsgliedes,,
das in Verbindung mit einem Hebelwerk die Stromunterbrechung gegen die Kraftwirkung eines
Magneten bewirkt.
Bekannt sind mit Magneten ausgerüstete Temperaturregler für Gleichstrom, bei denen die sich bei
Wärmeaufnahme ausdehnende Flüssigkeit eine vorgespannte Springfedermembran betätigt, deren
Springbewegung über einen einfachen, wegyergrößernden
Winkelhebel, zur Stroimuniterbrechung ausgenutzt wird. Diese Regler isind jedoch nicht einstellbar.
Bei diesen bekannten Reglern ist zur Hervorbringung der erforderlichen' Schaltarbeit ein
erhebliches Flüssigkeitsvolumen erforderlich. Die dadurch hervorgerufene thermische Trägheit ist für
manche Anwendungszwecke sehr störend.
'Die Lebensdauer ,eines solchen Temperaturreglers
hängt von der Schaltzahl und diese insbesondere von der Dauer und der Größe des Lichtbogens ab,
der sich bei der Stroimunterbrechung zwischen den voneinander abhebenden Kontakten ausbildet. Entsprechend
der von der Lichtbogengröße und -dauer abhängigen thermischen Belastung der Kontakte
werden diese mehr oder weniger abgenutzt und da-
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St 7036 VIIIb/21c
mit schneller bzw. langsamer bis zur Funktions untauglichkeit zerstört.
Blasimagnete, schnelle Kontakttrennung (große Schaltkraft), besonders in Verbindung mit naehfolgend
schneller Zurücklehnung großer Kontaktwege, sind geeignete Mittel, die unerwünschte Wirkung
des Lichtbogens weitgehend zu vermindern. Von einem optimal arbeitenden Temperaturregler
für Gleichstrom muß verlangt werden großer Kontaktdruck, großer Schaltweg, große Schaltgeschwindigkeit.
Da durch den Wärmeausdehnungsvorgang allein nur verhältnismäßig wenig Arbeit abgegeben werden
kann, sind diese drei Punkte nicht ohne weiteres erfüllbar.
Die Forderung nach dem großen Kontaktdruck bedeutet, daß die Wärmeaus dehnungsbewegung nur
wenig übersetzt sein darf, während die Forderung nach dem großen Schaltweg und der großen Schaltgeschwindigkeit
eine große Übersetzung verlangt. Diese drei Forderungen in einem System zu vereinigen,
ist das Ziel der Erfindung.
Erfmdungsgeimäß wird dies erreicht, indem ein Hebelwerk so ausgebildet ist, daß eine kleine Übersetzung
im Eingriff ist, solange der Schalthebel den den Kontaktdruck hervorrufenden Anzugskräften
eines Magneten ausgesetzt ist. Sobald der Schalthebel 'diesen Bereich verlassen hat, erfolgt selbsttätig
eine Umschaltung auf größere Übersetzung, d.h. auf Schnellgang.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die besondere Ausbildung der Hiebeleinrichtung in der
Weise, daß der Schalthebel schlagartig einen großen Schaltweg zurücklegt und infolgedessen sofort
nach Erreichen seines Maximalausschlages wieder in Richtung des Gegenkontaktes zurückschlägt
und in einem im Verhältnis zum Maximalausschlag kleinen Abstand vor dem Gegenkontakt
stehenbleibt, wodurch ein Teil der Kontaktaninäherungswegstrecke bis zum Wiedereinschalten vorweggenommen
wird.
Die Kointaktannäherungswegstrecke ist aber eine lineare Funktion der Temperaturabnahme des auf
möglichst konstanter Temperatur zu haltenden Gefäßinhaltes. Somit ist für die Zurückleguing der
Reststrecke auch nur eine um das Temperaturäquivalent des Rückganges vom Maximalausschlag
zur Endstellung verringerte Tamperaturabnahme nötig, d. h., die Schalttemperaturdifferenz wird
aus der Funktion des Schalters heraus herabgesetzt.
Die Wirkungsweise eines nach der Erfindung
arbeitendem Hebelsystems sei im folgenden unter Zuhilfenahme der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten
Arbeitsphaisen, in Verbindung- mit dem in Fig. 5 und 6 gezeigten Temperaturregler, näher erläutert.
Arbeitsphase Fig. 1 und 5, 6 '
Bei steigender Temperatur wird durch die Bewegung des hohlen Wärmeauisdehnungsgliedes 1
der unten in diesem befestigte Invarstab 2 — relativ
gesehen — in dasselbe hineingezogen und betätigt dabei den um die im Gehäuse 3 gelagerte Achse 1
beweglichen Winkelhebel 4, dessen langer Arm 5 über das Zwischenstück 6 die Thermokraft auf den
Schalthebel 7 überträgt. Dieser Schalthebel 7 trägt an seinem freien Ende den mit dem (Magnet)
Anker 8 verbundenen isolierten Kontakt 9, der auf dean in einer keramischen Brennkammer ι ο angeordneten
Gegenkontakt 11 durch, den von dem Magnet 12 angezogenen Anker 8 gedrückt wird. Die
Brennkammer 10 und der Magnet 12 sind auf der *
Isolationisfestplatte 13 montiert, auf der auch die
Anschlußklemme 14 mit dem metallischen Festkörper 15 mechanisch und elektrisch verbunden ist
sowie die Anschlußklemme 16 mit der 'elektrischen
Verbindung (nicht gezeichnet) zum Gegenkontakt 11.
Der Schalthebel 7 ist noch mit 'einem Anschlag 17 und weiterhin mit dem ihm zugeordneten und
mit ihm durch die Achse. II verbundenen Umsetzhebel
18 versehen. Beide Hebel sind darüber hinaus durch die Druckfeder 19 verbunden.
Der so· angelenkte Umsetzhebel 18 ist weiterhin
auf der Schneide 20 gelagert, gegen die er sich bei Kraftübertragung beim Andrücken des Schalthebels
7 abstützt und infolgedessen sich mit seinem freien Ende auf den Eestanschlag 21 gegen die
Wirkung der Druckfeder 19 zu bewegt.
Arbeitsphase Fig. 2 und 5, 6
Bei der weiteren Bewegung des Schalthebels 7 — infolge der Ausdehnung des Wärmeiausdehnuingsgliedes
1 — dreht sich der Umsetzhebel 18 um die
bei der Schalthebelauslenkung mitwandernde Achse II und an der Schneide 20 (unter gleichzeitiger
Verschiebung des beweglich : gelagerten
Schalthebels 7 in seiner Längsrichtung). Während seiner Drehung drückt der Umsetzhebel 18 mit
seinem freien Ende gegen den Festanschlag 21 und spannt dabei weiter die Druckfeder 19.
Auf den Schalthebel 7 wirken jetzt zwei Kräfte, die der Magne!anziehungskraft auf den am entgegengesetzten
Ende des Schalthebels 7 befindlichen Anker 8 entgegenstehen. Einerseits ist dies die in
der Druckfeder 19 zwischenzeitlich gespeicherte Kraft, andererseits die vom Zwischenstück 6 übertragene
Thermokraft.
Arbeitsphase Fig. 3 und 5, 6
Im weiteren Verlauf des Vordringens des Zwischenstückes 6 lösen diese Kräfte die Ankertrennung
und damit die Trennung des Kontaktes 9 vom Gegenkointakt 11 aus, wobei der Schalthebel 7
sich um die Achse II weiter dreht. Dabei bewegt sich der Anschlag 17 auf den Umsetzhebel 18 zu
und trifft auf diesen. In diesem Augenblick erfolgt i.15
die Umschaltung auf eine größere Übersetzung. Die bisher freie Armlänge α des Schalthebels 7 wird
um den Betragt sprungartig vergrößert, da durch Druck des Anschlages 17 auf den Umsetzhebel der
Festanschlag 21 vollkommen entlastet wird, .wobei
sich der Umsetzhebel jetzt im entgegengesetzten Sinne um die Schneide 20 dreht.
Arbeitsphase Fig. 4 und' 5, 6
Die sich über den Schalthebel 7 auf das Zwischenglied 6 abstützende Druckfeder 19 entspannt
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St 7036 VIHb/21 c
schlagartig und dreht dabei den Umsetzhebel 18
weiter um die Schneide 20, wobei diese Bewegung über die Achse II auf den Schalthebel 20 übertragen
wird.
Der mit dem Schalthebel 7 verbundene und den Kontakt 9 tragende Anker 8 überwindet so den notwendigen
großen Kontaktweg entsprechend der Hebelarm vergrößerung b schneller. Dabei erfolgt
die Zurücklegung des Komtaktweges (nach der unter großer Kraft erfolgten Trennung des Ankers
vom Magnet) in dem entstandenen Luftspalt unter weit'geringerer und mit der Luftspaltvergrößerung
. noch weiter abnehmenden Magnetkraft.
Der zugleich als Blasmagnet ausgeführte Magnet 12 trägt dazu bei, den Lichtbogen noch schneller
abreißen zu lassen. Bei der schlagartigen Entspannung der Druckfeder 19 federt diese über ihre
Nullage 'hinaus, und der dadurch betätigte Schalthebel 7 !erreicht an seinem Kontakt 9 den für den
Abschaltvargang notwendigen Abstand vom Gegenkontakt
11, wenn die Druckfeder 19 in ihrem Umkehrpunkt
steht. Durch den anschließenden Rückgang der Druckfeder 19 und des mit ihr indirekt
über das Teil 18 verbundenen Schalthebels 7 in die Nullage wird ein gleich großer Teil der Kontaktannäheruingsstrecke
bis zum Wiedereinschalten (Berühren des Kontaktes 9 mit dem Gegenkontakt 11) vorweggenommen, wodurch die SchalttemperaturdifTerenz
um einen entsprechenden Gradbetrag verringert wird. Die weitere Rückführung des
Schalthebels 7 bis zum Wiedereinschalten erfolgt sinngemäß auf dem umgekehrten Wege mit Unterstützung
der Rückholfeder 22.
Die Schalttemperatur läßt sich beispielsweise durch Verändern der Länge des Zwischenstückes 6
zwischen dem langen Arm 5 und dem Schalthebel 7 mit beikannten Mitteln verstellen. Das Wärmeausdehnungsglied
1 betätigt dann über1 den Invarstab 2 den Winkelhebel 4, 5 und löst den Schalt-Vorgang1,
entsprechend dem eingestellten Wert, früher oder später aus.
Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen die Fig. 7, 8 und 9. Die zuvor beschriebene
Arbeitsweise ist dieselbe bis zum Zwischenstück 6, das bei Temperaturzunahme über die Schneidenlagerung
24 und Hebel 25 die am letzteren befestigte weiche Feder 26 vorspannt, welche mit
ihrem freien Ende lose geführt wird an dem angezogenen Anker 8, der auf dem' Schalthebel 7
sitzt.
' Durch idiie Bewegung des Hebels 25 wird
andererseits gleichzeitig die im Zwischenüberstetzungisliebel
27 gelagerte weniger elastische Feder gespannt, bis sie in der der Abschalttemperatutr
entsprechenden Lage so viel Energie gespeichert hat, daß sie über den Zwischenhebel 27 am Unterstützuingispunkt
29 dem Schalthebel 7 den Impuls: zur Ankertrennung vom Magnet 12 und damit zur
Trennung das Kontaktes 9 vom Gegenkontakt 11
in der Brennkammer 10 geben kann.
Nach der hierbei erfolgten Entspannung der weniger elastischen Feder 28 beginnt die hierbei
erst zu, einem geringen Teil entspannte weiche Feder 26 ihre eigentliche Arbeit, nämlich den
Schalthebel 7 schlagartig vom Gegenkontakt 11 weiter zu entfernen.
Hierbei erfolgt wieder die im vorigen Beispiel beschriebene Schwingung des Schalthebels, so1 daß
auch bei dieser Konstruktion eine -geringe Temperaturschaltdifferenz
erreicht wird. Die Rückholfeder und Schalttemperatureinstellmöglichkeit sind
auch hier vorhanden bzw. gegeben.
Claims (2)
1. Temperaturregler für Gleichstrom mit einstellbarem
Sollwert, beruhend auf der Arbeitsweise eineis Wärmeausdehnungsgliedes in Verbindung
mit einem wegvergrößernden Hebelwerk zum Abheben des Kontaktes von einem
festen Gegenkontakt gegen die Kraftwirkung eines Magneten, dadurch gekennzeichnet, daß
■das Hebelwerk so ausgebildet ist,, daß eine kleine Übersetzung im Eingriff ist, solange der
Schalthebel den den Kontaktdruck hervorrufenden Anzugskräften des Magneten ausgesetzt
ist, und daß eine Umschaltung auf eine größere Übersetzung, d. h. auf Schnellgang
,selbsttätig erfolgt, wenn der Schalthebel den Wirkungsbereich des Magneten verlassen hat.
2. Temperaturregler für Gleichstrom nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hebelwerk so ausgebildet ist, daß der durch Federkraft betätigte Schalthebel schlagartig
einen großen Schaltweg zurücklegt und infolgedessen sofort mach Erreichen seines Maximalauisischlages
wieder in Richtung des fest steh enden Gegenkointaktes zurückschlägt und in einem
im Verhältnis zum Maximalausschlag kleinen Abstand stehenbleibt, wodurch ein Teil der
Kontiaktannäherangsw:egstrecke bis zum Wiedereinschalten
vorweggenommen und damit die Schalttemperaturdifferenz herabgesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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