DEST005625MA - - Google Patents
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- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 2
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. November 1952 Bekanntgemacht am 5. Januar 1956
Bei Schmalfilm-Kinekameras hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, den Eingriff des Greiferzahnes in die Perforation des Films unmittelbar neben das1
Bildfenster zu legen. Der außerordentlich beengte Raum jedoch, der in einem solchen Fall zwischen
Umlaufblende und Bildfenster für den Einbau eines Greifers zur Verfügung steht, verlangt einen
Greifermechanismus von flachster Bauart. Wie hinlänglich bekannt, glückte bislang die Lösung
dieser Aufgabe nur dadurch, daß man auf eine in Schlitzen geführte, völlig flache, von einem Exzenter
auf und nieder bewegte Platine einen: einseitig sich sperrenden Klinkzahn setzte. Bei Anwendung
dieses aus der Praxis bekannten Systems muß jedoch der Andruck des Films gegen das ' Bildfenster
relativ hoch gehalten sein, damit der während der Belichtungsphase am Film entlanggleitende
Zahn keine Verschiebung des Bandes verursachen kann. Die hierdurch entstehenden relativ
großen Reibungsverluste beim Filmtransport erfordern ein entsprechend kräftiges Antriebswerk,
dessen Ausmaße wiederum ausschlaggebend sind für die Größe und Preisgestaltung der ganzen
Kamera. ;
Zur Vermeidung dieses schwerwiegenden Nachteils wäre es erforderlich, den /Eingriff des Zahnes
in die Perforation durch einen Mechanismus zu steuern, wie er in den verschiedensten Ausführun-
509 627/262
St 5625IX/57 a
. gen in der Praxis überall dort vorgesehen wird, wo genügend Raum für die Unterbringung der zusätzlichen
Steuerelemente vorhanden ist. Beispielsweise könnte man einen Greifermechanismus gemäß dem
deutschen Patent 385 820 verwenden, bei dem durch eine Kurbel mittels einer Pleuelstange ein Greiferschlitten
in Fortschaltrichtung bewegt wird, auf welchem eine durch den gleichen Kurbeltrieb gesteuerte
Kulisse schwingbar gelagert ist, welche die im Greiferschlatten längs verschiebbar angeordneten
Greiferaadeln in Einigriffrichtung steuert. Ein
solcher Greifermechanismus hat aber den Nachteil, daß er infolge seiner sperrigen Teile einen zu
großen Raum beansprucht. Beispielsweise nimmt allein schon die Pleuelstange viel Raum ein. Eine
solche Konstruktion kann nur in Normalfilmkameras Verwendung finden, in denen hierfür genügend
Raum vorhanden ist. Bei einer 8-mm-Kamera jedoch, wo zwischen Umlauf blende und
ao Bildbühne kaum 4 mm Raumtiefe für den ganzen Greifermechanismus verbleiben, sind bislang geeignete
Konstruktionen nicht bekanntgeworden.
Die Erfindung betrifft einen Greifer fürSchmalfilm-Kinekamera,
dessen in Fortschaltrichtung durch eine Kurbel gesteuerte Hauptplatine eine in
Eingriffsrichtung durch die gleiche Kurbel gesteuerte Greiferzahnplatine trägt. DieErfindung bezweckt,
einen raumsparenden, aber doch stabilen und in Fortschalt- und Eingriffsrichtung zwangläufig
gesteuerten Greifermechanismus zu schaffen, der möglichst wenig Bauelemente aufweist. Dies
wird gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß auf der mit Führungsschlitzen und
einem Horizontalschlitz zur Aufnahme des Kurbelzapfens versehenen Hauptplatine eine Gabel angelenkt
ist, welche mittels des gleichen Kurbelzapfens in eine hin- und herschwingende Pendelbewegung
versetzt wird und die Greiferzahnplatine steuert.
Bei der Erfindung geht man von dem Gedanken aus, die gleiche Kurbel, die die flache Greiferplatine in bekannter Weise auf und nieder schwingen läßt, dazu heranzuziehen, eine völlig flache, um ihren Fußpunkt drehbar und planparallel auf die Platine aufgesetzte Gabel ebenfalls in pendelnde Bewegung zu versetzen. Der Phasenunterschied zwischen dem Auf- und Niederschwingen der Platine und dem Hin- und Herschwingen der Gabel läßt sich willkürlich durch die Wahl des Ortes, an dem die Gabel angelenkt wird, bestimmen. Wird beispielsweise, wie in Abb. 1 veranschaulicht, die in ihren Schlitzen ι und iß geführte Platine 2 durch einen Kurbelzapfen 3, der in den horizontalen Schlitz 4 eingreift, in pendelnde Bewegung versetzt, so erreicht eine Gabel 5, deren Fußpunkt 6 auf der Vertikalachse des Kurbelsystems liegt, mit etwa 900 Phasenunterschied ihren jeweiligen Kulminationspunkt. Wenn demnach die Platine 2 ihren oberen und unteren Totpunkt durchläuft, schwingt die Gabel 5 gerade mit maximaler Geschwindigkeit durch die Systemmittelachse. Dieses Geschwindigkeitsmaximum fällt nun mit dem Zeitpunkt zusammen, zu dem jeweils ein auf die Platine 2 aufgesetzter, steuerbarer Greiferzahn möglichst schnell aus dem Film herausgezogen oder mit ihm in Eingriff gebracht werden müßte.
Bei der Erfindung geht man von dem Gedanken aus, die gleiche Kurbel, die die flache Greiferplatine in bekannter Weise auf und nieder schwingen läßt, dazu heranzuziehen, eine völlig flache, um ihren Fußpunkt drehbar und planparallel auf die Platine aufgesetzte Gabel ebenfalls in pendelnde Bewegung zu versetzen. Der Phasenunterschied zwischen dem Auf- und Niederschwingen der Platine und dem Hin- und Herschwingen der Gabel läßt sich willkürlich durch die Wahl des Ortes, an dem die Gabel angelenkt wird, bestimmen. Wird beispielsweise, wie in Abb. 1 veranschaulicht, die in ihren Schlitzen ι und iß geführte Platine 2 durch einen Kurbelzapfen 3, der in den horizontalen Schlitz 4 eingreift, in pendelnde Bewegung versetzt, so erreicht eine Gabel 5, deren Fußpunkt 6 auf der Vertikalachse des Kurbelsystems liegt, mit etwa 900 Phasenunterschied ihren jeweiligen Kulminationspunkt. Wenn demnach die Platine 2 ihren oberen und unteren Totpunkt durchläuft, schwingt die Gabel 5 gerade mit maximaler Geschwindigkeit durch die Systemmittelachse. Dieses Geschwindigkeitsmaximum fällt nun mit dem Zeitpunkt zusammen, zu dem jeweils ein auf die Platine 2 aufgesetzter, steuerbarer Greiferzahn möglichst schnell aus dem Film herausgezogen oder mit ihm in Eingriff gebracht werden müßte.
Gemäß der Erfindung geschieht dies, wie in """
Abb. ι schematisch dargestellt ist: Die Gabel 5 erhält einen seitlichen Ansatz 7 mit einer keilförmigen
Spitze 8. Die den Greiferzahn 9 tragende, ebenfalls völlig flache Platine 10 ist iri an sich bekannter
Weise unter Vorspannung durch eine Blattfeder 11 mit der Platine 2 ortsfest Verbunden. Sie ist demnach
bestrebt, stets flach auf der Platine 2 aufzuliegen, in welcher Lage der Greif erzaihn, 9 im Eingriff
mit dem Film steht. Der seitliche Ansatz 7 der Gabel 5 erhält nun erfindungsgemäß eine solche
Ausladung, daß er sich für die Halbzeit der Pendelbewegung der Gabel zwischen die Hauptplatine 2
und die Greiferzahnplatine 10 schiebt, wodurch
letztere naturgemäß leicht angehoben wird und hiermit den Greiferzahn 9 außer Perforationseingriff bringt.
Es ist ein weiteres Kennzeichen der Vorrichtung nach der Erfindung, daß die Spitze 8 des Ansatzes 7
einen solchen, vornehmlich keilförmigen Anschliff aufweist, daß ein »weiches« Eindringen zwischen
die Hauptplatine 2 und Greiferzähnplatine 10 gewährleistet
ist. Ferner sieht die Erfindung vor, daß die Kante 12 der Greiferzahnplatine 10 eine solche
Verrundung aufweist, daß die keilförmige Spitze 8 als eine Tangente an diese Verrundung Anlage gewinnt
und demzufolge in einem vorausbestimmbaren Zeitintervall das Anheben der Greiferzahnplatine
10 bewerkstelligt. Je steiler der Keil angeschliffen und je knapper dementsprechend die Verrundung
vorgesehen wird, um so schlagartiger erfolgt die Steuerung des Zahnes. Da andererseits
jedoch ein Durchstoß des Zahnes durch das Perforationsloch um den Betrag von rund 1 mm völlig
ausreicht, um einen sicheren Filmtransport zu gewährleisten, somit die ganze Steuerung des Zahnes 9
auf rund 1 mm begrenzt werden kann, benötigt der Ansatz 7 eine maximale Stärke von weniger als
ι mm. Demzufolge hebt selbst ein Anschliff von nur 300 Steigung die Greiferzahnplatine 10 mit
völlig ausreichender Geschwindigkeit an, welcher Vorgang sich beim Durchlaufen des unteren Totpunktes
der Platine 2 abzuspielen hat. Das heißt aber,, daß auch die Größe der Ausladung des Ansatzes
7 leicht berechnet werden kann. Sie ist, gemessen von der Mittellotrechten der Gabel bis zur
Spitze des Keiles, gleich dem Abstand der Vertikalachse des Kurbelsystems von der Kante 12 der
Greiferzahnplatine 10.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Greifer für Schmalfilm-Kinekamera, dessen in Fortschaltrichtung durch eine Kurbel gesteuerte Hauptplatine eine in Eingriffsrichtung durch die gleiche Kurbel gesteuerte Greiferzahnplatine trägt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der mit Führungsschlitzen (1 und ia) und einem Horizontalschlitz (4) zur Aufnahme des Kurbelzapfens (3) versehenen Hauptplatine (2) eine Gabel (5) angelenkt ist, welche mittels des627/262St 5625IX/57 agleichen Kurbelzapfens (3) in eine hin- und lierschwingende Pendelbewegung versetzt wird und die Greiferzahnplatine (10) steuert.
- 2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Greiferzahnplatine (10) dadurch bewirkt wird, daß die Gabel (5) einen seitlich ausladenden Ansatz (7) aufweist, der sich während der Pendelbewegung der Gabel für die Dauer der Belichtungsphase zwischen die Hauptplatine (2) und die Greiferzahnplatine (10) schiebt, letztere dadurch anhebt und somit den Greiferzahn (9) außer Perforationseingriff bringt.
- 3. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (7) in einer keilförmigen Spitze (8) endet und daß die Kante (12) der Greiferzahnplatine (10) eine solche Verrundung aufweist, daß die keilförmige Spitze (8) als Tangente an diese Verrundung Anlage gewinnt und somit die Greiferzahnplatine stoßfrei anzuheben vermag.
- 4. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenkungspunkt (6) der Gabel (5) so gewählt wird, daß ein Phasenunterschied von etwa 900 zwischen der Schwingbewegung der Hauptplatine (2) und der Pendelbewegung der Gabel (5) entsteht.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 385820, 702 311.,Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509 627/262 12.55
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