DER0015740MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Januar 1955 Bekanmtgemadht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Hohlraumresonator in Form eines polygonalen Prismas, vorzugsweise
einen. Resonator, in dem mehrere Vakuumröhren mittels, gemeinsamer polygonaler Eingangsund
Ausgangsresonanzhohkäume elektrisch parallel geschaltet sind.
Der Resonator nach der Erfindung, der an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt und beschrieben
wird, enthält insbesondere fünf Vakuumröhren, die in pentagonal einspringenden Hohlräumen,
angeordnet sind, und wird für den Aufbau eines Verstärkers benutzt, der Verwendung als
Ausgangsstufe eines 50 KW Fernsehsenders zum Betrieb mit einer Frequenz zwischen 174 und
216 MHz findet.
Ein Mehrfachröhrenverstärker kann; hergestellt werden, indem eine Mehrzahl von Vakuumröhren
ringförmig in einspringenden Ein- und Ausgangshohlräumen
angeordnet werden. Bei höheren Frequenzen sind ringförmige Hohlräume, die ge;-meinsam
einer Mehrzahl von Vakuumröhren zugeordnet sind, nicht angebracht, dia die Volumen
der Hohlräume zum Erzeugen der gewünschten Betriebsfrequenz zu groß werden. Die eigene
Innenkapazität der vielen Vakuumröhren erfordert,
daß das Volumen der Hohlräume kleiner ist als es
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tatsächlich durch die geometrische Form der ringförmigen Hohlräume erlangt werden kann.
Hohlraumresonatoren in polygonaler, prismatischer Form ■ sind an sich bekannt; der erfindungsgemäße
Hohlraumresonator ist jedoch dadurch gekennzeichnet, daß er einen koaxial in das Innere
des Hohlraums einspringenden Bauteil enthält, der die gleiche Form und Seitenzahl wie der
Hohlraumresonator selbst besitzt und der so angeordnet ist, daß sich jeweils eine Ecke des einspringenden
Bauteils und eine Seite des äußeren Hohlraums gegenüberliegen.
Die erfmdungsgemäße Resonanzhohlraumanordnung ermöglicht einen Betrieb bei höheren
Frequenzen, als es bisher möglich war, sowie die Unterdrückung von unerwünschten, besonders von
zirkulierenden Eigenschwingungen im Hohlraum. Da die Anordnung im wesentlichen aus ebenen
Blechen besteht, kann sie billiger als die bisher bekannten Systeme hergestellt werden. Weitere Vorzüge
sind die bequeme Möglichkeit, den Eingangsund Ausgangskreis über ein breites Frequenzband
v abstimmbar auszubilden, ferner die Geometrie der
Anordnung so< zu wählen, daß sich die Belastung der Röhreneinschmelzungen durch Hochfrequenzströme
gleichmäßiger verteilt, wodurch eine lokale Erhitzung an den Einschmelzstellen vermieden
wird.
Die Erfindung wird beispielsweise an, Hand eines Verstärkers beschrieben, der einen im wesentlichen
pentagonalen Eingangshohiraum und einen im wesentlichen pentagonalen Ausgangshohlraum und
in den beiden Hohlräumen fünf Vakuumröhren, betriebsmäßig angeordnet enthält. Die Anordnung ist
symmetrisch, obwohl es sich nicht um eine Rotationsfigur!-handelt,
um eine Mittellinie angeordnet. Die Erfindung wird durch die folgende, in Einzelheiten
gehende Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. ι einen Vertikalschnitt eines Mehrfachröhrenverstärkers,
mit erfindüngsgemäßem Resonator,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1. Die Vakuum-röhren sind zur
Vereinfachung der Darstellung der Resonanzanoirdnung entfernt,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 1,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt längs der Linie 4-4 der Fig. 1 und
Fig. 5 einen Hoirizontalschnitt, der dem in
Fig. 4 gezeigten entspricht und die Teile in einer anderen Stellung darstellt.
Bei einem Fünf röhrenverstärker mit Resonator gemäß der Erfindung bildet eine Trennplatte
10 eine Scheidewand zwischen einem Eingangshohlraum 11 und einem Ausgangshohlraum 12. Die
Trennplatte 10 hat pentagonale Form und fünf kreisförmige öffnungen 60 nahe den fünf Ecken
zur Aufnahme von fünf Tetrodenvakuurnröhren oider Elektronenentladungseinrichtungen 13, z. B.
Röhren RCA Type 6166. Die Steuergitterkonitaktringe
14 jeder Röhre 13 werden von Federfingern
15 berührt, die mittels dielektrischer Glimmerplatten
16 von der Trennplatte 10 isoliert sind.
Die Steuergitter1 der Röhren sind auf diese Weise kapazitiv mit- der Trennplatte 10 gekoppelt. Die
Schirmgitterkontaktringe 17 jeder Röhre 13 sind ähnlich durch Federfinger 18 und dielektrische
Glimmerplatten 19 mit der Trennplatte 10 kapazitiv gekoppelt.
Der Eingangshohiraum 11 wird zwischen der Trennplatte 10 und der parallel im Abstand sich
erstreckenden Eingangsplatte 20 gebildet. Die Eingangsplatte 20 hat eine pentagonal« öffnung, durch
die sich ein pentagonal einspringendes Glied 21 in den Eingangshohiraum 11 erstreckt. Die fünf Umfangsseiten
des pentagonalen Eingangshohlraunis 11 ■ sind durch fünf vertikale Platten, 22 zu einer
pentagonalen prismatischen Wandung geschlossen. Aus Gründen, die sich mit fortschreitender Beschreibung
erklären, erstrecken sich die Wände 22 von der Eingangsplatte 20 nach unten,.
"Die Eingangsplatte 20 ist mit fünf rechteckigen
Bohrungen versehen, die federnde Röhrenfassungen
25 zur Aufnahme der Heizfädenkontaktstif'te 26 der Röhren 13 enthält. Die Röhrenheizfäden sind
mit der Eingängeplatte 20 durch die Sockel 25 und die dielektrischen Platten 27 mit den Wänden von
den Bohrungen 24 in, der Eingangsplatte 20 kapazitiv gekoppelt. Eine Eingangskoaxialleitung 29
ist durch eine verstellbare Impedanzanpassungsvorrichtung 30 mit dem Eingangshohiraum 11 verbunden,
Der Mittelleiter 80 ist durch die Leiter 77 und 31 mit der Mitte der Trennplatte 10, der
Außenleiter 87 ist durch Gleitkontakte 88, ein drehbares Glied 85 und Kontakte 32 mit einem
zylindrisch herabhängenden Flansch, 33, der einen Teil des einspringenden Gliedes 21 bildet, verbunden.
Das einspringende Glied 21 umfaßt eine ringförmige Öffnung 34, die eine Verbindung von
den Impedanzeiingangsanpassungsmitteln 30 zu dem Inneren des Eingangshohlraumes 11 herstellt.
Das einspringende Glied 21 ist entlang der vertikalen Achse des Systems mittels den fünf Ein-,
gangshohlraumabistimmistäbeii 35 hin und her verschiebbar.
Einer der Stäbe 35 ist in Fig. 1 darge-'
stellt. In Fig. 2 sind alle Stäbe 35 durch punktierte Kreise, angedeutet. Die Abstimmstäbe 35
werden gleichläufig axial bewegt, um die Stellung des einspringenden Gliedes 21 und so das Volumen
oder die Abstimmung des Eingangshohlraumes. 11 zu ändern. Zwischen dem einspringenden Glied 21
und der Eingangsplatte 20 wird durch Gleitkontakte 36 Kontakt hergestellt.
Es sei unter Hinweis auf Fig. 2 bemerkt, daß die Umfangskante des Eingangshohlraumes 11 von
pentagonalen prismatischen Wänden 22 gebildet wird und daß die innere Kante des Eingangshohlraumes
11 hauptsächlich durch die pentagonalen
prismatischen Wände 37 des einspringenden Gliedes 21 bestimmt sind. Weiterhin sei bemerkt, daß die
pentagonalen Wände 22 und die pentagonalen Wände 37 derartig ausgerichtet sind, daß die
Winkel oder Ecken der einen den Seiten der anderen radial gegenüberstehen. Es ist weiter zu
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ersehen, daß die» fünf Vakuumröhren zwischen, den
fünf Ecken, der Wände 22 und den fünf Seiten der
AVände 37 angeordnet sind. Durch diese Ausführung
wird das Volumen innerhalb des Eingangshohlraums S 11 ausreichend klein, so daß der Hohlraum bei sehr
hohen Frequenzen in Resonanz kommt. Die Konstruktion, die zahlreiche Winkel enthält, dampft von
sich aus unerwünscht auftretende Schwingungen. Es ist verständlich, daß der Eingangshohlraum 11 in
erster Linie, in der Horizontalebene durch die pentagonalen,, prismatischein Wände 22 und 37 bestimmt
ist. Die Fläche zwischen dem einspringenden Glied 21 und der Trennplatte 10 ist jedoch
auch ein Teil des Eingangshohlraums 11. Die Eingangs energie wird dem Hohlraum 11 von der Eingangskoaxialleitung
29 durch die kreisförmige Öffnung 34 und die Impedanzanpassungsvorrichtung
30 zugeführt.
Der AuiSgangshohlraum 12 wird nun an Hand
der Fig. 1 und 3 beschrieben. In der Fig. 3 ist der Umriß der pentagonalen Trennplatte 10 durch, eine
punktierte Linie 22 dargestellt. Der Ausgangshohl-
■ raum 12 wird zwischen der Trennplatte 10 und
einer pentagonalen Ausgangsplatte 40 gebildet, die 'im Abstand parallel über der Trennplatte 10 angeordnet
ist. Die Ausgangsplatte 40 hat pentagonale Umfangseeken, die parallel zu den Ecken der
Trennplatte 10 angeordnet sind und über diese hinausragen.
Eine sich abwärts erstreckende prismatische Wand oder ein Rand 41 ist mit der Umfangskante
der Ausgangsplatte 40 verbunden. Die pentagonal prismatische Wand 41 hat auf allen
Seiten die gleiche Entfernung von der pentagonalen prismatischen Wand 22, so daß dazwischen fünf
rechteckige, eine Übertragungsleitung bildende Volumen entstehen, innerhalb welcher fünf metallische
Kurzschlußschieber 43 hin und her verschiebbar sind. Die Kuirzschlußschieber 43 werden mittels
der Gleitkontakte 44 und 45 in elektrischem Kontakt mit den Wänden 22 und 41 gehalten. Die fünf
Kurzschlußschieber 43 können gleichläufig mittels
fünf Abstimmstäben 46 bewegt werden, von denen in der Fig. 1 nur einer, in der Fig. 2 jedoch alle
durch punktierte Kreise dargestellt sind.
In den Fig. 1 und 3 ragt eine feststehende einspringende
Anordnung in. den Ausgangshohlraum 12 hinein. Die einspringende Anordnung umfaßt
eine pentagonale Grundplatte 48, deren Umfang mit einer pentagonalen prismatischen Wand 49 verbunden
ist. Die feste einspringende! Anordnung 48, 49 wird durch die Isolatoren 50, von denen einer in
Fig. ι gezeigt ist, im Abstand von der Trennplatte 10 gehalten. Die Ausgangsplatte 40 hat eine pentagonale
Öffnung, deren Kante mit einer pentagonalern prismatischen Wand oder einem Rand 52 verbunden
ist. Die sich nach oben erstreckende Wand oider der Rand 52 umgeben im gleichmäßigen Abstand
die pentagonale prismatische Wand 49 der einspringenden Anordnung 48, 49. Die fünf zwisehen
den Wänden 49 und 52 eingeschlossenen rechteckigen Räume bilden eine Übertragungsleitung
und sind am Ende mittels fünf rechteckigen metallischen Kurzschlußschiebern 53 abgeschlossen,
deren Kontaktfinger 54 und 55 entlang der Wände 52 und 49 gleiten. Die rechteckigen Kurzschlußschieber
53· werden gleichläufig mittels der fünf Abstimmstäbe 56 bewegt, von denen in, Fig. 1 nur
einer, in der Fig. 3 jedoch alle dargestellt sind.
Es ist soweit ersichtlich, daß der Ausgangshohlraum 12 (an seinem Umfang) mit einer sich abwärts
erstreckenden Abstimmüngs-leitung in Verbindung ist, die zwischen den pentagonalen prismatischen
Wänden 22 und 41 gebildet wird, und daß die inneren Teile des Hohlraumes 12 mit einer
aufwärts gerichteten Abstimmleitung in Verbindung sind, die zwischen den pentagonalen prismatischen
Wänden 49 und 52 gebildet wird. Die Entfernung von den unteren Kurzschluß Schiebern 43
zu dem oberen Kurzschluß Schiebern 53 beträgt elektrisch eine halbe Wellenlänge bei mittlerer
Betriebsfrequenz. Der Ausgangshohlraum 12 wird so1 durch gleichläufiges Verschiebein aller Kurzschluß
schieber 43 und/oder aller Kurzschlußschieber 53 abgestimmt. Die elektrische Energie
wird vom Ausgangshohlraum 12 durch eine Ausgangskoaxialleitung übernommen, die einen mit
der Trennplatte 10 verbundenen Mittelleiteir 58 und einen, Außenleiter 59 hat, der mit dem Rand der
kreisförmigen Öffnung in der Grundplatte 48 der einspringenden, Anordnung 48, 49 verbunden ist.
Es ist ersichtlich, daß der Ausgangshohlraum 12 durch den Raum zwischen der Trennplatte 10 und
der Grundplattei 48 der einspringenden, Anordnung 48, 49 mit dem. Raum zwischen den koaxialen
Ausgangslei tern 58 und 59 in Verbindung ist. Technisch, bedeutet das, daß der Raum zwischen
den Platten 10 und 48 ein Teil des Ausgangshohlraumes 12 ist.
Die Ausgangsplatte 40 ist an den fünf Ecken mit fünf kreisförmigen Öffnungen zur Aufnahme
der fünf Vakuumröhren versehen. Wie in der Fig. 1 dargestellt, macht der Anodenkontaktring 61 jeder
der Röhren 13 elektrisch Kontakt mit den Federfingern
62, die mittels dielektrischer Glimmerscheibe 63 im Abstand von der Ausgangsplatte 40
gehalten werden.
An Hand der Fig. 3 ist ersichtlich, daß die die äußere Kante des Ausgangshohlraumes 12 bestimmenden
pentagonalen prismatischen, Wände 22 und 41 derartig den die innere· Kante des Aus- no
gangshohlraumes 12 bestimmenden pentagonalen prismatischen Wänden 49 und 52 zugeordnet sind,
daß das Volumen innerhalb des Ausgangshohlraumes 12 verringert wird. Die inneren und äußeren
pentagonalen Wände sind, so angeordnet, daß die Winkel oder Ecken des einen Teiles den, Seiten
des anderen gegenüberstehen. Durch diese Anordnung kann der Ausgangshohlraum 12 auf eine
höhere Frequenz abgestimmt werden, als es sonst bei Verwendung von Röhren einer gegebenen
Leistungsziffer oder Größe möglich wäre.
Fünf verstellbare Koaxialkurzschlußstichleitungen sind durch die einspringende Anordnung mit
dem Ausgangshohl raum 12 verbunden und dienen so· als Nebenschlußinduktivitäten, die auf den Grad
der Ausgangskopplung der mit der Bandbreite
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anforderung verträglich ist, eingestellt werden können. Jede der Koaxialkurzschlußstichleitungen
besteht aus einem mit der Trennplatte ίο verbundenen
Mittelleker 65 und einem mit dem Rand der kreisförmigen Öffnung in der Grundplatte 48
der einspringenden Anordnung 48, 49 verbundenen Außenleiter 66. Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß die
KuTzscHußs>tidhleitungen]65, 55 in den Ecken der
einspringenden Anordnung 48, 49 und außerhalb der Mittelfläche der. einspringenden Anordnung
angeordnet sind, die: durch, die koaxialen Ausgangsleitungen,
58, 59 besetzt ist. Die Anordnung dient dazu, Hochiletistungshochfrequenzenergien bei sehr
hohen Frequenzen zu verstärken.
Die effektive oder elektrische Länge jeder der koaxialen Kurzschlußstichleitungen 65, 66 ist durch
die Stellung des mittels einer Gabel 69 an einem Einsitellstab befestigten Kurzschluß ringschiebers
68 einstellbar festgelegt. Der Kurzschluß ringschieber 68 verbindet so die beiden Leiter 65 und
66 in Höhe seiner Schieberringe. Durch die Axialbewegung
der Eins teil stäbe 70 wird die an den Ausgangshohlraum 12 gekoppelte Nebenschlußinduktivität
geändert. Die Nebenschlußinduktivi-
2g täten wurden verstellbar ausgebildet, damit derjenige
Uberkopplungsgrad des Ausgangshohlraumes 12 zu den Ausgangskoaxialleitungen 58, 59 erreicht
werden kann, bei dem sich die gewünschte Frequenzkurve über das zu verstärkende Frequenzband
ergibt.
Die AuiSgangskoaxialleiitung 58, 59 enthält eine
innerhalb der Koaxialleitung angeordnete, in ihrer Stellung längs der Leitung einstellbaren Störstelle.
Die Impedanzanpassungseinrichtung besteht aus
3g einer um den Mittel leiter und im Abstand von diesem mittels gelochter Scheiben 71, 72 angeordneten
zylindrischen Hülse 70'. Zwischen den Umfangskanten der Scheiben 71 und 72 wird mittels gleitender
metallischer Kontaktfedern. 73 ein. elekirischer Gleitkontakt aufrechterhalten, Die Anordnung
ist längs der koaxialen. Ausgangsleitung mittels einer Stange 74 verschiebbar, die durch
einen Längsschlitz 75 im äußeren Leiter 59 herausragt. Die Einrichtung1 ist etwa eine halbe Wei-lenlänge
von dem Ausgangshohlraum. 12 entfernt angeordnet und SO' eingestellt, daß der durch die
Störstelle und die Länge der koaxialen, Leitung gebildete Kreis in elektrischer Resonanz ist und
eine einen, reinen ohm sehen Widerstand bei der Trennplatte 10 liefernde Impedanztränsformation
gibt.
In den Fig. 1 und 4 besteht die allgemein mit 30
bezeichnete Impedanzanpassungseinrichtung aus zwei festen Innenleitern yy und 78, die beide bei
79 mit dem Mittelleiter 80 der Eingangskoaxialleitung 29 verbunden sind. Beide Innenleiter yy und
78 sind an. den entgegengesetzten Enden durch leitende Glieder 81 und 31 mit der Trennplatten ο
verbunden.
Die Impedanzanpassungseinrichtung 30 enthält auch zwei Außenleiter 82 und 83, die beide mit
- ihren unteren Enden mit einem ringförmigen
Flansch 84 verbunden sind, · der sich innerhalb eines metallischen Zylinders 85 erstreckt. Die
oberen Enden der Außenleiter 82 und 83 sind ahnlieh
durch einen ringförmigen Flansch 86 mit dem metallischen Zylinder 85 verbunden. Die Außenleiter
82 und 83 und der Zylinder 85 sind als eine Einheit drehbar. Das untere Ende des Zylinders 85
wird mit dem Außenleiter 87 der Eingangskoaxialleitung 29 mittels der Federkontakte 88 in elektrischer
Verbindung gehalten, und das obere Ende der Zylinder 85 ist mit dem zugehörigen Flansch
33 des einspringenden Eingangsgliedes· 21 mittels der Federkontakte 32 in elektrischer Kontaktverbindung.
Die Außenleiter 82 und 83 können relativ zu den
Innenleitern yy und 78 durch Drehen des Zylinders 85 in Umdrehung versetzt werden. Wenn
die Außenleiter und der Zylinder um 900 aus der
in Fig. 4 gezeigten, Stellung verdreht sind;, zeigen die Teile die dar Fig. 5 entsprechenden Zuordnungen.
Wenn die Innen- und Außenleiter die in der Fig. 4 dargestellte Zuordnung einnehmen, ist
die Kapazität zwischen den Außen- und Innenleitern ein Maximum, und wenn die Teile 'die in
Fig. 5 dargestellten Stellungen einnehmen, ist die Kapazität ein Minimum. Die Innenleiter können
zwischen den beiden in Fig. 4 und 5 dargestellten Endstellunigen beliebig eingestellt werden.
Die fünf Vakuumröhren 13 sind je mit den Betriebspotentialen
wie folgt versorgt. Die Sekundärwicklung 90 eines Heiztransformators 91 ist über
den Leiter 92 mit den die Heizstifte 26 der Röhre 13 aufnehmenden Federröhrenfassungen 25 verbunden.
Die Leitunigen 92 sind in einer Entfernung
einer Viertelwellenlänge von den Röhren kapazitiv an Erde gelegt, so daß die Sekundärwicklung 90
.des Transformators 91 für Hochfrequenz an Erde liegt.
Der Steuergitterkontaktring 14 an der Röhre 13
ist über Federkontakte 15 mittels einer Leitung 93 mit der negativen Klemme. £c einer Gleichstromquelle
verbunden. Ein Nebenschlußkondensator 94 ist an einem in, einer Entfernung einer Viertelwellenlänge
von der Röhre liegenden Punkt mit Erde verbunden. Der Schirmgitterkontaktring iy
der Röhre 13 ist mittels Federkontakte 18 und einer in einem Abschirmrohr angeordneten Leitung 95
mit der positiven Klemmego einer entsprechenden
Gleichstromquelle verbunden. Die Leitung 95 ist ebenfalls an einem, eine Viertelwellenlänge von der
Röhre entfernten Punkt kapazitiv geerdet. Der Anodenkontakt ring 61 der Röhre 13 ist durch
Federkontakte 62, dieLeitung 97 und einenAnoden.-widerstand 98 mit der Anodenspannung verbunden.
Die Leitung 97 ist eine Viertelwellenlänge von der Röhre entfernt kapazitiv geerdet.
Der Fünfröhrenversitärker, der als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und beschrieben
wurde, ist in der Lage, 50 kW Hochfrequenzausgangshöehstleistung
bei jeder Frequenz im Bereich zwischen 174 und 216 MHz zu erzeugen.
Dieses Frequenzband umfaßt die Kanäle 7 bis 13, die gegenwärtig in den Vereinigten Staaten im
Ultrahochfrequenzfernsehband verwendet werden.
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io kW zu verstärkende Hochfrequenzenergie wird
durch die koaxiale Eingangsleitung 29 dem. Verstärker
zugeführt. Die dem Verstärker zugeführte Eingangsenergie kann diejenige eines Standardio-kW-Fernsehsenders
sein. Der Verstärker ist zur Verstärkung der Fernsehbildsignale vorgesehen, die sich über ein entsprechend den gegenwärtigen
Normen 4,5 MHz breites Band erstrecken.
Im Betriebe des Mehrfachröhrenverstärkers mit Resonatoren' gemäß der Erfindung wird die Hochfrequenzenergie
durch die Eingangskoaxialleitung
29 und durch die Eingangsahpassungseinrichtung
30 dem Eingangshohlraum 11 zugeführt. Der Eingangshohlraum
11 wird durch Verstellen seines Volumens entsprechend der jeweils zu verstärkenden
Frequenz abgestimmt. Diese Verstellung wird durch Bewegen deis einspringenden Eingangsgliedes
21 mittels der fünf Abstimmstäbe 35 so lange vorgenommen, bis der Eingangshohlraum 11 auf die
gewünschte Frequenz abgestimmt ist. Die Außenleiter 82 und 83 der Einigangsimpedanzanpassungseinrichtung
30 werden relativ zu den festen inneren Leitern 1Jj und 78 in eine Lage verdreht, die das
Optimum der Impedanzanpassung zwischen dem Eingangsleiter 29 und dem Eingangshohlraum. 11
darstellt. Diese Lage kann durch Verringern des gemessenen stehenden Wellenverhältnisses auf der
Leitung 29 gefunden werden. Die Abstimmanordnung (einspringendes Glied 21) und die Impedanzanpassungsanordnung
(Einrichtung Glied 30) sind voneinander abhängig und werden abwechselnd betätigt,
um das stehende Wellenverhältnis auf der Eingangsleitung 29 zu verringern.
Die Energie innerhalb des Eingangshohlraums 11 wird zwischen den Steuergittern und den Heizfäden
der fünf Vakuumverstärkerröhren 13 angelegt. Die verstärkte Hochfrequenzeneirgie erscheint
zwischen den Anodenelektroden und den. Schirmgitterelektroden der fünf Röhren, von wo>
sie auf den Ausgangshohlraum 12 gekoppelt wird. Der Ausgangshohlraum 12 wird auf die zu verstärkende
Frequenz durch Einstellung der effektiven Länge der doppelenidigen Ausgangsabstimmwellenleitung
abgestimmt, die durch die koaxialen, pentagonalen inneren und äußeren prismatischen Wände gebildet
wird. Die effektive Länge der Ausgangsabstimmleitung wird durch gleichmäßiges Bewegen
der fünf Kurzschluß schieber 43 am unteren Ende der Leitung und/oder durch gleichmäßiges Bewegen
der fünf Kurzschlußschieber 53 am oberen Ende der Abstimmwellenleitung eingestellt. Der
Ausgangshohlraum 12 ist auf diie gewünschte Frequenz
abgestimmt, wenn die effektive elektrische Entfernung zwischen dem unteren Kurzschlußschieber
43 und dem oberen Kurzschlußschieber 53 eine halbe Welle der gewünschten mittleren Be^
triebsfrequeniz beträgt. Die doppeilendige Leitung
ist das Mittel, durch das der Anodenkreis des Verstärkers abgestimmt wird.
Die Energie des Ausgangshohlraums 12 wird auf die Ausgangskoaxialleitungen 58, 59 gekoppelt. Die
Kopplung zwischen dem Ausgangshohlraum 12 und der Ausgangskoaxialleitung wird durch Verstellen
der fünf Nebenschlußinduktivitäten auf ein Optimum gebracht. Die Nebenschlußinduktivitäten sind
in Form, von koaxialen Kurzsohlußstichleitungen,
gebildet, von denen jede einen Innenleiter 65 und einen Außenleiter 66 enthält. Die effektive Länge
jeder Kurzschluß stichleitung ist durch die Stellung des gleitend zwischen dem Innenlei tor 65 und dem
Außenleiter 66 angeordneten Kurzschlußschieber-■ ringes 68 bestimmt. Die Nebenschlußinduktitvitäten
werden so eingestellt, daß derjenige Grad der ■ Kopplung zwischen dem Ausgangshohlraum 12 und.
der Ausgangskoaxialleitung 58, 59 erreicht wird, der die gewünschte Breitbaiidcharakteristik liefert.
Eine Ausgangsimpedanzanpassungseinrichtung 70', 71, 72 bildet eine Störstelle in der koaxialen
Ausgangsleitung 58, 59 des Sekundärkreises. Die Lage der Störstelle längs der Leitung kann zur
Abstimmung des durch die Länge der Ausgangsleitung
zwischen der Trennplatte 10 und der Störsteile gebildeten Sekundärkreises eingestellt werden.
Die Impedanzanpassungseinrichtung ist meist in einer Entfernung von etwa einer halben Wellenlänge
vom Ausgangshohlraum 12 angeordnet. Ihre genaue Stellung wird mittels der aus einem Schlitz
des Außenleiters 59 der Ausgangskoaxialleitung ragenden Verstellstange 74 eingestellt.
Claims (13)
1. Hohlraumresonator in Form eines polygonalen
Prismas, dadurch gekennzeichnet, daß er einen koaxial in das Innere des Hohlraums
einspringenden Bauteil enthält, der die gleiche Form und Seitenzahl wie der Hohlraumreso^
nator selbst besitzt und der so< angeordnet ist, daß sich jeweils eine Ecke des einspringenden
Bauteils und eine Seite des äußeren Hohlraums gegenüberliegen.
2. HohlraumresonatoT nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vakuumröhre
zumindest teilweise innerhalb des Hohlraums . zwischen einer Ecke des Prismas und einer
gegenüberliegenden Seite des einspringenden Bauteils angebracht ist.
3. Hohlraumresonator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeder Ecke
des Prismas und der gegenüberliegenden Seite des einspringenden Bauteils eine Vakuumröhre
angeordnet ist.
4. Hohlra.umresona.tor nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der prismaförmige Hohlraum eine Endplatte mit einer polygonalen Öffnung hat, in, der der
einspringende Bauteil angeordnet ist.
5. Hohlraumresonator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der einspringende
Bauteil eine kreisförmige Öffnung hat und daß eine koaxiale Leitung vorgesehen, ist, deren
Außenleiter mit dem Rand der kreisförmigen Öffnung und deren Innenleiter mit der der
kreisförmigen, Öffnung .gegenüberliegenden Endplatte
des Prismas gekoppelt sind.
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6.'Hohlraumresonator nach Anspruchs, dadurch
gekennzeichnet, daß die koaxiale Leitung mit einer Impedanzanpassungsvorrichtung versehen
ist. ·
7. Hohlraumresonator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Seitenwände
des einspringenden Bauteils durch die in. der Endplatte des Hohlraums vorgesehene Öffnung
nach außen erstrecken und daß der einspringende Bauteil zur Einstellung der Resonanzfrequenz des Hohlraums axial verschiebbar ist.
8. Hohlraumresonator nach einem der Ansprüche r bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das polygonale Prisma und der einspringende Bauteil fünfeckig sind.
9. Hohlraumresonator nach einem der Ansprüche ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der aus der prismatischen Wand (49) und einer diese einseitig verschließenden Grundplatte (48)
bestehende, einspringende Bauteil aus der Öffnung der Deckplatte (40) des Hohlraums (12)
herausragt und daß am Rand der Öffnung dieser Platte (40) parallel zur Wand (49) ein prismatischer
■ Kragen (52) vorgesehen ist, wobei die Wand (49) des einspringenden Bauteils und
der Kragen (52) eine Abstimmleitung bilden, die durch die zwischen Deckplatte (40) und
Wand (49) verbleibende Öffnung mit dem Hohlraum. (12) gekoppelt ist.
10. Hohlraumiresonator nach einem der Ansprüche ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Basis (10) des prismatischen Hohlraums (12) ein zu den Seitenwänden (41) des Prismas
paralleler Schlitz vorgesehen ist, der dadurch entsteht, daß die Grundplatte (10) des Hohlraums
(12) etwas kleiner als die die Wände (41)
tragende Deckplatte (40) ist und daß ferner an der Grundplatte (10) ein zu den Wänden (41)
des Hohlraums paralleler Kragen (22) angebracht ist, so daß dadurch in axialer Richtung
eine abstimmbare Leitung entsteht.
11. Hohlraumresonator nach Anspruch 9 oder
10, dadurch gekennzeichnet, daß in den Absrtimmieitungen
oder in der Abstimmleitung Kurzschlußmittel zur Einstellung ihrer effektiven elektrischen Länge vorgesehen sind.
12. Hohlraumresonator nach einem der Ansprüche ι bis 11, gekennzeichnet durch eine mit
dem prismatischen Hohlraum gekoppelte Abstimmstichleitung und Mittel zur Einstellung
der wirksamen elektrischen Länge derselben.
:
13. Hohlraumresonator nach einem der Ansprüche
ι bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei prismatische Hohlräume (11, 12), die jeder
einen ebenso' geformten, einspringenden Bauteil (21, 49) enthalten, so angeordnet sind, daß sie
eine Deckplatte (10) gemeinsam haben und daß die einspringendien Bauteile auf den gegenüberliegenden
Seiten dieser gemeinsamen Deckplatte angeordnet sind.
14. Hohlraumresonator nach Anspruch 2 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Hohlraumresonator
mit einem Teil der Elektroden der Röhre gekoppelt ist und eine damit gekoppelte Eingangsleitung hat und der andere
Hohlraumresonator ebenfalls mit einem Teil der Elektroden der Röhre gekoppelt ist und eine
damit gekoppelte Ausgangsleitung hat.
15. Hohlraumresonator nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine kreisförmig angeordnete elektrische Kopplung zwischen wenigstens
einer Endplatte des prismaförmigen Hohlraumresonators und einer Elektrode der
Vakuumröhre vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 807 103.
Deutsche Patentschrift Nr. 807 103.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 657ß26 10. 56
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