DER0015337MA - - Google Patents

Info

Publication number
DER0015337MA
DER0015337MA DER0015337MA DE R0015337M A DER0015337M A DE R0015337MA DE R0015337M A DER0015337M A DE R0015337MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hair
teeth
rows
cylindrical
strands
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bisher bekannte Verfahren und Vorrichtungen zum Wellein des Haares erlauben im allgemeinen nicht ohne sperrige und teure Apparaturen, die allein für den Friseursalon geeignet sind, eine einwandfreie Welle zu erhalten, die angenähert kreisbogenformig verläuft- und so der natürlichen Wellung des Haares entspricht.
Es sind Vorrichtungen bekanntgeworden, die versuchen, hier Abhilfe zu schaffen, und zwar unter Verwendung verhältnismäßig einfach aufger bauter und auch in ihrer Anwendung einfacher Wickler. So wurde z. B. der Vorschlag gemacht, einen Wickler aus zwei parallel verschiebbaren Stäbchen mit kammartigen Außenseiten zu bilden und nach Aufwickeln des Haares auf diesen Wick- ι ler, dessen beide Teile in der Längsachse gegeneinander zu verschieben. Eine Reihe weiterer bekannter Vorrichtungen sieht die zusätzliche Anordnung von Zungen vor, die außen, mit einer Reihe kleiner aufrecht !Stehender kaimmähnlicher Zähne versehen sind und auf Wickler der üblichen Art aufgesetzt werden bzw. an ihnen klappbar befestigt sind. Auch die Anordnung von Zahnreihen auf dem Wickler selbst ist bekannt. In allen Fällen, dienen diese jedoch nur dazu, die Anfänge der Haartollen festzulegen oder, soweit der Wicklerkörper von außen, nach innen in seinem Umfange abnimmt, ein Abgleiten der Haarsträhnen zur Mitte hin zu ver-
609 528/26
R 15337111133 c
hindern. Dies gilt auch dann, wenn die Zähne so lang ausgebildet sein sollten, daß die Haare noch im aufgewickelten Zustand zwischen den Zähmen ; - zu liegen kommen-.-,Mit'' den bekannten Wicklern werden sogenannte Achter- oder Zickzackwicklungen hergestellt. Lediglich die genannte. Vorrichtung mit den gegeneinander verschiebbaren Teilen ermöglicht es, an sich einwandfrei ganze Haarsträhr ' nen zwischen den einzelnen Zähnen anzubringen. ίο Jedoch kann mit dieser Vorrichtung wegen ihrer Umfangsform keine schöne Welle erzielt werden. Mit keiner dieser Vorrichtungen und Verfahren konnte bis jetzt die Erzeugung einer der natürlichen Wellung des Haares entsprechenden Welle, die also in ihrer Form, angenähert einem Halbkreis entspricht und weiterhin über einen gut ausgebildeten Kamm verfügt; gelingen.
Die Erfindung hat sich, die Aufgabe gesetzt, eine
Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, dem Haar eine seiner natürlichen Wellung entsprechende Welle zu geben, und zwar auf eine solch; einfache Art und Weise, daß die Behandlung des Haares ohne Zuhilfenahme des Friseurs erfolgen kann.
Weiterhin sollen durch verschiedene Anwendung ein und derselben Vorrichtung in einem Behandlungsvorgang der behandelten Haartolle zugleich Wellen und Löckchen erteilt werden können.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Dauerwellen und/oder Dauerlocken des Haares, die insbesondere zum Kaltwellen gedacht ist und die aus einem schlanken zylindrischen Wicklerkörper mit auf diesem angeordneten, wenigstens zwei in axialer Richtung verlaufenden Reihen von Zähnen besteht. Diese Zähne sind zylindrisch mit konisch zulaufenden Enden ausgebildet, liegen sich diametral gegenüber und treten in radialer Richtung aus. Die Dicke und der gegenseitige Abstand der Zähne sind gleich. Weiterhin sind die Zähne so lang gehalten, daß die Haarsträhnen auch in vollkommen aufgerolltem Zustand noch zwischen diesen liegen. An sich bekannte Mittel zum Festlegen der Spitzen der Haarsträhnen sowie zum Festhalten des Wicklers und des Haares in der eingerollten Lage dienen zur Vervollständigung der Vorrichtung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist an einem Ende des zylindrischen Wicklerkörpers eine ausgekehlte Festlegestange zum Festlegen der Spitzen der Haarsträhnen in bekannter Weise schwenkbar befestigt. Die in axialer Richtung verlaufenden Zahnreihen können nun entweder auf dem zylindrischen Wicklerkörper selbst oder auch auf der ausgekehlten Festlegestange angeordnet sein.
Zum Festhalten des Wicklers und des Haares in ' der eingerollten Lage dient in bekannter Weise ein Gummibändchen, das durch einen Schlitz am einen - Ende des Wicklerkörpers in eine Erweiterung dieses Schlitzes am inneren Ende desselben eingeführt ist. Dabei stehen Gummibändchen und Schlitz so zueinander in Relation, daß das Gümmibändchen den Schlitz nur in gespanntem Zustand passieren kann.: ;'■■ ......
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Vorrichtung gemäß der Erfindung und ein Beispiel für ihre Anwendung dargestellt. Es zeigt .
Fig. I schaubildlich eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wicklers,
Fig. II eine andere mögliche Aüsführungsform des Wicklers, .
Fig. Ill, IV und V den Wickelvorgang, und
Fig. VI und VII zeigen fertige Wellen und Locken, wie sie sich nach der Anwendung des Wicklers ergeben.
In Fig. I ist eine Ausführungsform des Wicklers dargestellt, bei dem die sich gegenüberliegenden Zahnreihen auf dem zylindrischen Körper des Wicklers angeordnet sind. Der zylindrische Körper des Wicklers ist mit 1 bezeichnet, die Zähne der einen Zahnreihe mit 2, die Zähne der dieser gegenüberliegenden Zahnreihe mit 3. Die Zähne 2 und 3 treten radial aus dem zylindrischen Körper 1 aus, die beiden Zahnreihen liegen sich diametral gegenüber. Die Zähne 2 und 3 haben konisch zulaufende Enden 2a und 3a und sind so lang, daß die zwischen ihnen zu liegen kommenden Haarsträhnen auch in ganz aufgerolltem Zustand immer noch in den Zwischenräumen zwischen den Zähnen liegen und sich nicht in Längsrichtung des Wicklers, da sie durch die Zähne nicht mehr festgehalten werden, verschieben können.
Der Abstand zwischen den einzelnen Zähnen der Zahnreihen entspricht etwa der Dicke der Zähne, so daß die einzelnen zwischen die Zähne gelegten Haarsträhnen in ihrem Durchmesser nicht dicker als die Zähne sein können. Diese Maßnahme sorgt dafür, daß die einzelnen Haarsträhnen bei Befeuchtung mit irgendeiner Flüssigkeit im Verlauf des Wickelverfahrens von dieser gleichmäßig und vollständig" durchtränkt werden. An dem einen Ende des zylindrischen Körpers 1 ist eine Festhaltestange zum Festhalten der Haarenden mit einem Zapfen 5 befestigt. Die Festhaltestange 4 ist um den Zapfen 5 schwenkbar. An demselben Ende ist durch eirte Bohrung ein Gummiband 6 gezogen, das in eine Kerbe 7 am gegenüberliegenden Ende des zylindrischen Körpers 1 eingehängt werden kann, sowie ein geriffelter Griff 8.
Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. II dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind die Zahnreihen mit den Zähnen 12 und 13 auf der Festhaltestange 14 angeordnet, während der zylindrische Körper 11 des Wicklers glatt ist. Die sonstige Ausbildung des Wicklers entspricht der, wie sie in Fig. I dargestellt ist. " .
In den Fig. Ill, IV und V sind einzelne Phasen des WicklungsVorganges dargestellt. Zur Bildung von formschönen, d. h. von halbkreisförmigen Wellen wird das Haar in dünnen Strähnen, die eine vollkommene Durchtränkung mit eventuell zur Anwendung kommenden Flüssigkeiten sicherstellen, auf den Wicklerkörper derart aufgerollt, daß bei jeder vollen Drehung dieser gleichzeitig in seiner Längsrichtung seitlich abwechselnd nach beiden Richtungen verschoben wird. Dabei ge-
609528/26
R15337 HI/33c
langen die einzelnen Haarsträhnen in gegeneinander verschobene Zwischenräume der Zahnreihen, und zwar wird der Wickler so weit seitlich verschoben, daß die Haarsträhnen mit der Längsachse einen Winkel von 45°, untereinander also einen Winkel von 900 einschließen. Nach zwei vollen Umdrehungen kehren die einzelnen Haarsträhnen wieder in den Zahnreihenzwischenraum, durch den sie ursprünglich geführt wurden, zurück. Auf diese Art und Weise wird eine wirkliche Welle erzielt an Stelle der Löckchen, die durch die bekannten Verfahren und Vorrichtungen gedreht werden. Diese Welle zeichnet sich dadurch aus, daß sie der natürlichen Wellung des Haares außerordentlich nahekommt, also sehr formschön ist. Weiterhin wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein schoner Kamm der Welle erzielt.
Die aufgerollte Haartolle wird in bekannter Weise mittels des Gummibandes 6, das in die Kerbe 7 am entgegengesetzten Ende des zylindrischen Körpers 1 eingehängt wird, in ihrer Lage gehalten. Die Größe der Welle hängt vom Durchmesser des zylindrischen Körpers 1 des verwendeten Wicklers ab. Im allgemeinen genügt es, drei Größen dieses zylindrischen Körpers des Wicklers vorzusehen.
Sollen Löckchen gewickelt werden, wird das Haar auf den Wickler gerollt, ohne eine Verschiebung nach den Seiten vorzunehmen. Das Haar erhält also dann keine Neigung gegenüber dem Wickler.
Um ein und dieselbe Haartolle zu locken und zu wellen, wird das Haar zunächst auf den Wickler gerollt, ohne bei den einzelnen Drehungen eine Seitenverschiebung des Wicklers vorzunehmen. Von der Stelle an, an der von Locken auf Wellen übergegangen werden soll, beginnt man mit der gleichzeitigen Verschiebung nach links bzw. rechts während der Drehung und erreicht auf diese Weise, wie bereits beschrieben, eine Wellung des Haares.
Das Haar wird je nach Dichte des Haarwuchses
und des verwendeten Präparates etwa 1 Stunde aufgerollt gehalten, danach kann das Haar mit einer Fixativflüssigkeit getränkt werden und nach einer weiteren Viertelstunde freigelassen und gewaschen werden. Dann getrocknet, benötigt das Haar keine weitere Behandlung, um seine Form zu behalten.
Es bleibt dauergewellt und verändert sich auch nicht beim Feuchtwerden.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zum Dauerwellen und/oder Dauerlocken des Haares, insbesondere zum Kaltwellen, gekennzeichnet durch einen schlanken zylindrischen Wicklerkörper mit auf diesem angeordneten, wenigstens zwei in axialer Richtung verlaufenden Reihen zylindrischer, sich diametral gegenüberliegender, in radialer Richtung austretender Zähne mit konisch zu-
., laufenden Enden, deren Dicke und gegenseitiger Abstand gleich sind und die so lang gehalten sind, daß die Haarsträhnen auch in vollkommen aufgerolltem Zustand noch zwischen den Zähnen liegen, sowie durch an sich bekannte Mittel zum Festlegen der Spitzen der Haarsträhnen sowie zum Festhalten des Wicklers und des Haares in der eingerollten Lage.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am einen Ende des zylindrischen Wicklerkörpers eine ausgekehlte Festlegestange schwenkbar befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnreihen auf dem zylindrischen Wicklerkörper angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnreihen auf der ausgekehlten Festlegestange angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsmittel zum Festhalten des Wicklers und des Haares in der eingerollten Lage ein Gummibändchen vorgesehen ist, das durch einen Schlitz am einen Ende des Wicklerkörpers, den es nur in gespanntem Zustand passieren kann, in eine Erweiterung dieses Schlitzes am inneren Ende desselben eingeführt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 651 481, 816585; deutsche Patentanmeldung Nr. 5235 III/33.C; Zeitschrift »Friseurhandwerk«, Heft 16/1950, S. 22, Verlag Dr. H. Heilmaier, München 2, Altheimer Eck 19.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69630048T2 (de) Einstellbarer lockenwickler und verfahren zur verwendung
DE7808961U1 (de) Spirallockenwickler zum haarkraeuseln
DE8113915U1 (de) Frisierbuersten- und haarwicklergarnitur
DE953461C (de) Vorrichtung und Verfahren zum Dauerwellen und/oder Dauerlocken des menschlichen Haares
DE3003612A1 (de) Lockenwickler
DE1064213B (de) Lockenwickler
DE1457458A1 (de) Haarwickel
EP0446240B1 (de) Verfahren zum aufbringen einer dauer- oder wasserwelle auf bereits früher dauer- oder wasserwellbehandeltes haar, sowie lockenwickler zur durchführung des verfahrens
DE4205121C2 (de) Verfahren zum Aufwickeln von Haarsträhnen bei der Herstellung von Dauerwellen
EP0056605A2 (de) Haarwickler und dessen Verwendung zur Haarumformung
DER0015337MA (de)
DE1457448A1 (de) Lockenwickel zum Herstellen von Dauerwellen fuer >> gemischtes << Aufwickeln
DE887993C (de) Lockenwickler
DE3606718A1 (de) Geraet zum formen von chemisch erzeugten dauerwellen im haar
DE3605720A1 (de) Foenbuerste
DE3840149C1 (en) Hair curler for a perm or shampoo and set
DE820190C (de) Lockenwickler
DE2223276A1 (de) Lockenwickler
EP0034770A2 (de) Dauerwellenwickler
DE1171573B (de) Haarwickler
DE2816289B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur vollautomatischen und kontinuierlichen Herstellung von Locken in Haaren
AT238393B (de) Haarwickler
DE602005000327T2 (de) Anordnung zum Aufwickeln von Haarsträhnen
DE2501935B1 (de) Dauer- oder wasserwellwickel
DE60027164T2 (de) Lockenwickler zum Wellen der Haare oder Erstellung einer Dauerwelle