DER0008631MA - - Google Patents

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DER0008631MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. März 1952 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Hektographisohe Vervielfältiger, z.B. Rotationsvervielfältiger, sind bekannt, bei welchen das zu bedruckende Papier mit einer Farbstoff lösenden Flüssigkeit benetzt werden soll, die aus einem Flüssigkeitsbehälter in irgendeiner Weise unmittelbar oder mittelbar die Feuchtigkeit an das Papier abgibt. Diese Feuchtkörper können aus beliebigem saugfähigem und porösem Material, wie Filz, Schwamm- oder Schaumgummi od.' dgl., bestehen.
Ebenfalls ist es bekannt, die Flüssigkeitsmenge zu regulieren. Dafür wurde bereits vorgeschlagen, die Speisung des porösen, saugfähigen Materials mittels einer Ventileinrichtung, also nach dem Fallstromprinzip ähnlich wie beim Tropföler, oder mittels einer Flüssigkeitspumpe, die die Anfeuchtflüssigkeit aus einem Flüssigkeitsbehälter zur Anfeuchtvorrichtung befördert, erfolgen zu lassen und in Abhängigkeit von der Drucktrommel zu steuern.
Diese bekannten Ausführungen haben jedoch die Nachteile, daß sie kompliziert und teuer sind.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung zur Regelung der Feuchtmenge bei hektographischen Vervielfältigern mit Flüssigkeitsbehälter und davon getrenntem Feuchtkörper, wobei die Aufnahmefähigkeit bzw. die Durchlässigkeit des Feuchtkörpers, z. B. an der Stelle der Flüssigkeitsaufnahme, regelbar beeinflußt wird. Der Erfindungs-
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gegenstand kennzeichnet sich jedoch dadurch, daß durch über die Läuge des Flüssigkeitsbehälters verteilt angeordnete Exzenter oder Kurvenscheiben, die unmittelbar oder über federnde Zwischenglieder den Feuchtkörper mehl' oder weniger zusammendrücken, eine Regulierung der Flüssigkeitszufuhr erzielt wird.
Dabei können die Exzenter oder Kurvenscheiben im Bereich der die Flüssigkeit abgebenden ίο Öffnungen im Flüssigkeitsbehälter angeordnet sein und nach einer bevorzugten Ausführungsform zur Krhöhung der Flüssigkeitsabgabe an den Feuchtkörper zwischen diesem und den Flüssigkeit abgebenden Öffnungen Federglieder eingeschaltet sein, dit· bei Nachlassen des Druckes der Druckmittel den Feuehtkörper von den Öffnungen abheben und dadurch die die Flüssigkeit aufnehmende Fläche des Feuelitkörpers vergrößern.
Die KiTmdung ist in den Zeichnungen beispieisweise veranschaulicht. Es stellt dar
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Feuchtvorriehtung nach der F.rfindung bei Stellung der Einzelteile für kräftigt' Anfeuchtung,
Fig. 2 einen teilweisen Querschnitt der Teile as nach I1Mg. 1 bei gedrosselter Stellung der Einzelteile für schwache Anfeuchtung,
Fig. 3 eine teilweise Ansicht und Längsschnitt (lurch die Fcuehlvorrichtung nach der Ausführungsfoi'in der Fig. 1 und 2,
Fig. .| und 5 j(' einen teilweisen Querschnitt durch eine Feuehtvorrichtiing je für kräftige und je für schwache Anfeuchtung in einer anderen Auslülirungsform,
Fig. 6 und 7 je einen teilweisen Querschnitt durch eine Feucht vorrichtung je für kräftige und je für schwache Anfeuchtungen in einer weiteren AusfnliHUigsfortn,
Fig. S eine teilweise Ansicht und teilweisen Längsschnitt der Fcuchlvorrichtung in der Ausfülinuigsform nach den Fig. 6 und 7,
Fig. 9 eine Ansicht eines Einzelteiles, I1Mg. 10 einen Querschnitt durch eine Feuchtvorrichtung eines anderen Systems mit einer Regelung nach der Erfindung.
In der Zeichnung bedeutet 1 einen Flüssigkeitsbehälter für eine Feuchtflüssigkeit 2. bei welchem in einem Hoden 3 Austrittsöffnungen 4 vorgesehen sind. 5 ist ein poröser, .saugfähiger Feuchtkörper, z. 14. aus Filz, der durch die Austrittsöffnungen 4 Flüssigkeil empfangen kann. Dieser Feuchtkörper ist in Gehäuseteilen G und 7 so gehalten, daß er seine Feuchtigkeit entweder unmittelbar (nicht gezeichnet) oder über eine Feuchtwalze 8 an das anzufeuchtende Papier« abgeben kann. 9 ist eine (legen walze.
F.rfindtingsgemäß wird die Aufnahmefähigkeit und/oder Durchlässigkeit des Feuehtkörpers 5 an der Stelle der Flüssigkeitsaufnahme regelbar beeinflußt.
Dies kann in verschiedener Weise geschehen. Bei der Ausfühningsform nach Fig. 1 und 2 geschieht dies durch Druclc eines Druckmittels auf den Fcuehtkörper 5, ■/.. B. in Gestalt eines oder mehrerer Exzenter 10, die auf den Feuchtkörper wirken. Gegebenenfalls kann zum Ausgleich des Druckes eine Zwischenplatte 11, zweckmäßig mit einzelnen Zinken iiu, eingeschaltet sein.
Während in Fig. 1 die volle Aufnahmefähigkeit und die. größte Durchlässigkeit des Feuehtkörpers gezeigt ist, ist in Fig. 2 die Stellung ersichtlich, in welcher das Druckmittel den Feuchtkörper derart beeinflußt, daß die geringste Aufnahmefähigkeit und die geringste Durchlässigkeit vorliegt.
In Fig. 3 ist aus der linken Seite, die der Fig. τ entspricht, der erstgenannte Zustand und ams der rechten Seite, die der Fig. 2 entspricht, der zwcitgenannte Zustand des Feuehtkörpers zu ersehen.
In den Fig. 1 bis 3 sind mit 12 zwei Drehzapfen bezeichnet, die innerhalb oder außerhalb der Ik'hälU'rquerschnitte liegen und um welche der Behalter 1 aus der Betriebsstellung nach den Fig. ι und 2 in eine Ruhe- und Füllsteihmg so geschwenkt werden kann, daß der Feuchtkörper 5 und ein Füllstutzen i„ oben liegen. Aus Fig. 3 ist ferner zu ersehen, daß eine Mehrzahl von Exzentern 10 auf einer gemeinsamen Welle io(. im Bereich einer Mehrzahl von Austrittsöffnungen 4 angeordnet ist.
Bei der Stellung der Einzelteile nach Fig. 1 kann die Flüssigkeit durch die Austrittsöffnungen 4 frei zum Feuchtkörper ausströmen und diesen durchfeuchten. Bei der Stellung nach Fig. 2 wird nicht nur der Ausfluß mehr oder minder verschlossen, sondern durch Kompression der Kapillaren des Feuehtkörpers die Aufnahmefähigkeit und Durchlässigkeit des Feuehtkörpers stark herabgesetzt.
Bei der Ausfühningsform nach den Fig. 4 und 5 sind zwischen dem Boden 3 des Flüssigkeitsbehälters ι und dem Feuchtkörper 5 federnde Glieder zweckmäßig im Bereich der Austrittsöffnungen 4 für die Flüssigkeit eingeschaltet. Diese können z. B. aus Zinken 13 eines rechcnartigeu Federstreifens 14 (Fig. 9) gebildet sein. Bei dieser Bauart ist ferner die Anordnung getroffen, daß die Exzenter 10 nicht auf den Feuchtkörper 5, sondern über Druckglieder 15 auf die federnden Glieder 13 wirken. Für die Druckgliedcr 15 sind in dem Feuchtkörper besondere Öffnungen 16 ausgespart. In der Stellung der Teile nach Fig. 4 wird der Feuchtkörper durch die federnden Glieder 13 von den Offnungen 4 abgehalten, und die Flüssigkeit 2 tio hat in den so entstandenen Hohlräumen 17 (Fig. 8)· neben den federnden Gliedern 13 die Möglichkeit, sich an der Oberfläche des Feuehtkörpers auszubreiten und diesen gründlich zu durchfeuchten. Auf diese Weise wird die Aufnahmefähigkeit des Feuehtkörpers gesteigert, so daß an seinem Ende auch eine entsprechend große Menge Feuchtigkeit an die Feuchtwalze 8 bzw. unmittelbar an das Papier α abgegel>en werden kann.
Die Bauart nach Fig. 6 und 7 entspricht im wesentlichen derjenigen der Fig. 4 und 5. Der Unterschied besteht darin, daß die Druckmittel, hier die Exzenter 10, unmittelbar über den Feuchtkörper 5 auf die federnden Glieder 13 wirken. Dadurch wird in der Schließstellung der Feuchtstreifen 5 an den Stellen der Exzenter zusammen-
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gedrückt. So. wird erstens der Austritt -der Flüssigkeit aus den Öffnungen infolge Mangels an Hohlräumen verringert und die Aufnahmefähigkeit des Feuchtkörpers herabgesetzt, aber auch durch Kompression der Kapillaren des Stoffes des Feuchtkörpers der Weiterfluß der Flüssigkeit herabgesetzt (Fig. 7).
Bei den Bauarten 4 bis 7 ist der Rechen 14 mit seinen federnden Zinken 13 vorteilhaft mit den gleichen Mitteln am Boden 3 des Behälters 1 befestigt, z. B. durch Schrauben 18, wie der Gehäuseteil 6.
Bei der Bauart nach Fig. 10, wo ein Flüssigkeitsbehälter 19 unter dem Papier α eingeordnet ist und
der Feuchtkörper 5 nur durch Saugwirkung eine Flüssigkeit an die Feuchtwalze 8 abgibt, wird je nach der Stellung ioö bzw. io6 des Exzenters der Feuchtkörper 5 entweder unbeeinflußt gelassen oder durch Anpressen ' an ein Widerlager 20 in seiner Fähigkeit, die Flüssigkeit zur Förderwalze zu fördern, herabgesetzt.
Aus den Fig. 3 und 8 geht hervor, daß bei entsprechend langem Flüssigkeitsbehälter 1 natürlich eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen 4 und eine Mehrzahl von Exzentern 10 bzw. Kurvenscheiben angeordnet sind. Diese Druckmittel haben dabei vorteilhaft eine Breite, die den Durchmesser der Austrittsöffnungen 4 bzw. die Breite der Finger 13 übersteigt, und sind vorteilhaft auf einer gemeinsamen Welle ioc angeordnet. Ein Einstellgriff 21 mit einer Einstellskala 22, die auf einen Zeiger 23 eingestellt werden kann, ist vorgesehen. Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist die Welle ipc in exzentrischen Büchsen 24 gelagert, so daß der Druck auf den Feuchtkörper in seiner Stärke verändert werden kann.
Die Einstellung der Büchsen kann durch Aufsetzen eines Schlüssels auf einen Flansch 25 vorgenommen werden. Klemmmittel od. dgl., z. B.
Schrauben 26, sichern die Einstellung.
Für Sonderzwecke können die Exzenter auch zwischen den Austrittsöffnungen 4 und den federnden Finger 13 oder auch die federnden Finger 13 zwischen den Austrittsöffnungen 4 angeordnet sein.
Durch die Bauart nach der Erfindung sind die feinsten Unterschiede von Grobbefeuchtung bis zur Feinbefeuchtung zu, erzielen, gerade wie die Befeuchtung je nach Art des Papiers und Höhe der zu befeuchtenden Auflage od. dgl. erforderlieh ist.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zur Regelung der Feuchtmenge bei hektographischen Vervielfältigern mit Flüssigkeitsbehälter und davon getränktem Feuchtkörper, wobei die Aufnahmefähigkeit bzw. die Durchlässigkeit des Feuchtkörpers, z. B. an der Stelle der Flüssigkeitsaufnahme, regelbar beeinflußt wird, gekennzeichnet durch über die Länge des Flüssigkeitsbehälters verteilt angeordnete Exzenter (10) oder Kurvenscheiben, die unmittelbar oder über federnde Zwischenglieder (iia) den Feuchtkörper (5) mehr oder weniger zusammendrücken.
  2. 2. A^orrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (10) oder Kurvenscheiben im Bereich der Flüssigkeit abgebenden Öffnungen (4) im Flüssigkeitsbehälter angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Flüssigkeitsabgabe an den Feuchtkörper zwischen diesem und den Flüssigkeit abgebenden öffnungen (4) Federglieder (13) eingeschaltet sind, die bei Nachlassen des Druckes der Druckmittel den Feuchtkörper von den Öffnungen (4) abheben und dadurch die Flüssigkeit aufnehmende Fläche des Feuchtkörpers (5) vergrößern. ,
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Federglieder (13) aus Fingern einer rechenartigen Federplatte (14) bestehen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (10) bzw. Kurvenscheiben eine größere Breite als die Federglieder (13) aufweisen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,und 3 bis' 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (10) bzw. Kurvenscheiben mittelbar über Druckglied (15) auf die federnden Glieder (13) wirken.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur gemeinsamen Verstellung die Exzenter (10) oder Kurvenscheiben auf einer gemeinsamen Welle (ioc) angeordnet sind, an welcher eine Einstellskala (22) vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die Exzenter (10) bzw. Kurvenscheiben tragende Welle (ioc) in exzentrischen Lagern einstellbar gelagert ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den exzentrischen Büchsen (24) Einstellmittel, z. B. Flansche (25), und Feststellmittel, z.B. 'Schrauben, vorgesehen sind.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Ni\ 667 586.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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