DEP0056504DA - Verfahren und Vorrichtung zum Konzentrieren von Flüssigkeiten zu Pulver - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Konzentrieren von Flüssigkeiten zu Pulver

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DEP0056504DA
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Helmut John Brough East Yorkshire Stieger
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die zu seiner Ausführung erforderlichen Vorrichtungen zum Konzentrieren und Eindampfen von Flüssigkeiten, besonders von natürlichen und künstlichen Lösungen bzw. Emulsionen wie Milch, Kaffeelösung oder anderen Getränken.
Im Unterschiede zu anderen Verfahrensarten, nach denen man bisher das Kondensieren oder Eindampfen solcher Flüssigkeiten zu Trockenpulver durchführt, kennzeichnet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, dass eine filmartige, dünne Schicht der zu verarbeitenden Flüssigkeit unter gleichzeitiger Regelung ihrer Temperatur auf einen unterhalb des Siedepunktes liegenden Höchstwert der Einwirkung infraroter Strahlen ausgesetzt wird, sodass eine schnelle Verdampfung des Wassergehaltes ohne Beschädigung der in der Flüssigkeit enthaltenen festen Bestandteile erfolgt. Um das Verdampfen zu beschleunigen, kann der Flüssigkeitsfilm gegenüber den infraroten Strahlen in eine
Relativbewegung versetzt und beim Verdampfen mindestens teilweise auch im Gegenstrom von Luft berührt werden. Durch dieses Verfahren nach der Erfindung wird ein besonders schnelles und gleichmässiges Kondensieren oder Eindampfen unter Schonung der festen Flüssigkeitsbestandteile gegen Zersetzung durch Hitzeauswirkung erreicht.
Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird zweckmässig eine Vorrichtung benutzt, die den Vorteil der bekannten, bisher mit dampfbeheizten Zylindern ausgeführten Trommeltrocknung mit denjenigen des bekannten Eintrocknens im Sprühverfahren verbindet. Eine solche Vorrichtung kennzeichnet sich durch die Vereinigung einer in ständigem Umlauf befindlichen, vorzugsweise durch einen Zylinder gebildeten Oberfläche mit Mitteln zur Bildung eines Flüssigkeitsfilmes darauf, einer auf den Flüssigkeitsfilm einwirkenden Strahlungsbeheizung, Mitteln zur Erzeugung eines Luftstromes im Bereiche des Flüssigkeitsfilms und Mitteln zur Regelung der Temperatur des Trägers für den Flüssigkeitsfilm.
Die Zeichnungen zeigen Beispiele von Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Eindampfapparat mit elektrischer Heizung im Grundriss,
Fig. 2 einen Längsschnitt nach Linie II-II von Fig. 1,
Fig. 3 eine Stirnansicht des Zylinders, teils geschnitten,
Fig. 4 den Zylinder im Längsschnitt nach IV-IV von Fig. 3,
Fig. 5 einen hälftigen Zylinderquerschnitt mit abgeändertem Reflektor,
Fig. 6 einen Verdampfer abgeänderter Ausführungsform mit Brennerbeheizung.
Die Maschine nach Fig. 1-5 ist mit einer endlosen umlaufenden Oberfläche in Gestalt eines Zylinders 1 aus poliertem oder plattiertem Metall, Glas oder mit Glas bzw. keramischer Masse überzogenem Metall versehen, der an seinen Stirnenden mit Metallplatten 2; 3 (Fig. 4) abgeschlossen ist. Die Stirnplatten sind mit Stangen 4 verspannt. Der Zylinder ist um eine waagerechte Achse drehbar und mit hohlen Wellenzapfen 5, 6 versehen, die durch die Stirnplatten 2, 3 hindurchreichen und daran verschweisst sind. Die Wellenzapfen 5, 6 laufen in Kugellagern 7, 8, die zwischen Metallscheiben 9, 10 und 11, 12 liegen, wobei die Metallscheiben 9, 10 an senkrechten Trägern oder Lagerböcken 13, 14 seitlich befestigt sind.
Der Zylinder 1 ist in Abstand von einem Reflektor umschlossen, der die Strahlen von Erzeugern für infrarotes Licht gleichmässig über einen Bereich der Umfangsfläche des Zylinders gleitet. Dieser Reflektor besteht aus hochglanzpoliertem oder plattiertem Metall und setzt sich vorzugsweise aus zwei gewölbten Teilen 15, 16 zusammen, die von paarweise zugeordneten Endplatten 17, 18 und 19, 20 gehalten sind. Die Endplatten 18 und 20 können von hinten her gegen die Scheibe 12 gesetzt sein. Die Platte 18 ist an der Scheibe 12 mit Schraubenbolzen 21, 22 (Fig. 3) gesichert, die in Umfangsschlitzen 23, 24 der Scheibe 12 liegen, während die Platte 20 mit Schraubenbolzen 25, 26 gesichert ist, die in Schlitzen 27, 28 der Scheibe 12 liegen. Die Schraubenbolzen sind mit Flügelmuttern 29 zum Verspannen der Teile versehen. Die anderen beiden Endplatten 17, 19 sind in gleicher Weise mit der Scheibe 10 so verbunden, dass die Reflektoren 15, 16 nach Lockern der Flügelmuttern 29 zum Reinigen des Zylinders 1 abgenommen werden können.
Zur Erzeugung infraroter Strahlen sind elektrische Heizstäbe 30 von an sich bekannter Ausführung vorgesehen, die an den Platten 17, 18 bzw. 19, 20 gelagert sind und zwischen dem Umfang des Zylinders 1 und den Reflektoren 15, 16 liegen. Die Enden der Heizstäbe 30 liegen ausserhalb der Platten 17, 18 bzw. 19, 20 und sind mit Klemmen 31, 32 ausgerüstet, mit denen sie an einen elektrischen Stromkreis angeschlossen sind. Dem Reflektor 15 sind im vorliegenden Falle sechzehn Heizstäbe zugeordnet. Die Enden dieser Heizstäbe sind von Gehäusen abgedeckt, deren bogenförmige Wandungen 33, 34 bzw. 35, 36 an den Endplatten 17, 19 sitzen und mit bogenförmigen Deckeln 37, 38 abgedeckt sind. Dem Reflektor 16 sind im vorliegenden Falle acht Heizstäbe 30 zugeordnet, deren Enden in gleichartiger Weise innerhalb von Gehäusen liegen, deren an den Endplatten 19, 20 sitzende Wandungen mit 39, 40 bzw. 41, 42 bezeichnet und mit Deckeln 43, 44 abgedeckt sind. Die Heizstäbe 30 sind gemäss Fig. 1 in Reihe geschaltet, können jedoch auch in Parallelschaltung liegen oder teils in Reihe, teils parallel geschaltet sein. Die im Bereich des Reflektors 15 befindlichen Heizstäbe 30 liegen dichter zusammen, um eine grössere Strahlungsintensität zu ergeben, als die im Bereich des Reflektors 16 befindlichen Heizstäbe.
Die Reflektoren 15 und 16 sind aussen mit wärmeisolierenden Bekleidungen 45, 46 versehen, die z.B. aus Asbestwolle gefertigt sind.
Etwa im mittleren Umfangsbereich der Reflektoren 15, 16 sind zwischen ihnen und dem Zylinder 1 Rohre 47, 48 angeordnet, die durch die Endplatten 17, 18 und 19, 20 hindurchragen, ausserhalb der Platten 17, 19 an kurzen Enden verschlossen sind, ausserhalb der Platten 18, 20 jedoch durch die
Deckel 38, 44 reichen und an eine Saugpumpe 49 angeschlossen sind, für deren Antrieb ein Elektromotor 50 (Fig. 1) vorgesehen ist. Diese Rohre 47, 48 sind gegenüber dem Zylinder 1 je mit wenigstens zwei Reihen von Löchern 51 ausgestattet zum Absaugen von Luft, die, in Fig. 2 und 3 durch Wellenlinienpfeile angedeutet, an den Endkanten der Reflektoren einströmt und über den Umfang des Zylinders 1 fliesst.
Der Wellenzapfen 6 des Zylinders 1 ist gemäss Fig. 4 am äusseren Ende mit einer Muffe 52 verschlossen, während der Wellenzapfen 5 in ein Rohr 53 mündet, das als Überlauf dient und die Flüssigkeit in einen darunter liegenden Sammelbehälter 54 (Fig. 1) ausfliessen lässt. Das in diesem Behälter sich sammelnde Wasser wird durch eine Leitung 55, die den hohlen Wellenzapfen 5 durchragt und innerhalb des Zylinders 1 gemäss Fig. 4 schräg nach unten geführt ist, in den Zylinder zurückgefördert mittels einer Pumpe 56 mit Antriebsmotor 57, die mit einer Leitung 58 an den Behälter 54 angeschlossen ist. Der Zylinder 1 ist stets zur Hälfte mit Wasser gefüllt, das von der Pumpe 56 in Umlauf gehalten wird und dazu dient, die Temperatur des Zylinders zu regeln. Dies geschieht entweder durch Abkühlung, für die der Wasserbehälter 54 mit einer von einem Kältemittel durchflossenen Rohrschlange 99 ausgestattet ist, oder durch Wärmezufuhr, für die eine Beheizung des Wasserbehälters 54 vorgesehen ist, z.B. eine Dampfschlange oder elektrische Tauchheizkörper, wie sie im dargestellten Ausführungsbeispiel mit 59 und 60 bezeichnet sind.
Der Wellenzapfen 6 trägt gemäss Fig. 1 und 4 ein Zahn- bzw. Kettenrad 61, das durch eine endlose Kette 62 mit dem Antriebsritzel 63 eines Geschwindigkeitswechselgetriebes 64 in Antriebsverbindung steht. Dieses Getriebe erhält seinen An- trieb von einem Elektromotor 65 durch einen Riemen 66, der über zugeordnete Riemenscheiben 67, 68 läuft. Der Zylinder 1 wird auf diese Weise gleichsinnig in der in Fig. 2 mit einem Pfeil kenntlich gemachten Richtung in Umlauf versetzt, wobei seine Drehgeschwindigkeit mit Hilfe des Wechselgetriebes 64 regelbar ist.
An den Lagerböcken 13 und 14 ist ein seitlich offener Trog 69 angebracht, der in mittlerer Höhe seitlich neben dem Zylinder 1 liegt, und zwar in demjenigen Teil des Zylinderumfanges, der von den Reflektoren 15, 16 nicht bedeckt ist, wobei der Zylinder 1 mit seiner Umfangsfläche den Trog 69 an der offenen Seite abdichtend abschliesst, so dass er beim Drehen aus dem Trog 69 mit Flüssigkeit benetzt wird. Diese Flüssigkeit wird dem Trog durch eine Leitung 70 mittels einer Pumpe 71 mit Antriebsmotor 72 zugeführt, die mit einer Saugleitung 73 an einen Entnahmebehälter angeschlossen ist. Zur Einhaltung eines bestimmten Flüssigkeitsstandes ist der Trog 69 mit einem Überlauf 75 versehen, der in den Entnahmebehälter 74 ausmündet. Zur Benetzung des Zylinders 1 können auch andere Mittel vorgesehen sein, z.B. eine Lieferwalze, die in einem Flüssigkeitsbad umläuft und den Zylinder berührt.
Unter dem Trog 69 ist ein Abstreicher 76 oder eine gleichartige Vorrichtung, z.B. eine umlaufende Bürste vorgesehen, um den auf dem Zylinder angetrockneten Belag abzustreichen, der sich in einem Gefäss 77 (Fig. 2) sammelt.
Die von der Pumpe 49 abgesaugte Luft strömt aus der Pumpe durch eine Leitung 78 in einen Zweiwegehahn 79, der je nach seiner Einstellung die Leitung 78 entweder mit einem Auslass 80 oder mit einem Rohr 81 verbindet, an das sich eine in dem Entnahmebehälter 74 befindliche, zur Beheizung der Flüssigkeit dienende Rohrschlange 82 anschliesst, die bei 83 ausmündet. Die von der Pumpe 49 abgesaugte Warmluft kann daher mittels des Zweiwegehahns 79 entweder in die Umluft abgelassen oder nach Bedarf in die Rohrschlange 82 geleitet und zum Vorwärmen der zu verarbeitenden Flüssigkeit benutzt werden.
Der elektrische Stromkreis ist an Netzleitungen 84 angeschlossen, die über einen Trennschalter 85 mit einem Klemmenbrett 86 verbunden sind. Von hier sind die einzelnen Zuführungsleitungen abgezweigt, und zwar die Zuführungen für den Elektromotor 65 über einen Schalter 87, die Zuführungen für die Heizstäbe 30 über einen Stromregler 88 und ein Messrelais 89, die Zuführungen für den Elektromotor 57 über einen Schalter 90, die Zuführungen für die Tauchheizkörper 59, 60 über Schalter 91, 92, die Zuführungen für den Elektromotor 72 über einen Schalter 93 und die Zuführungen für den Elektromotor 50 über einen Schalter 94.
Soll die Anlage in Betrieb genommen werden, z.B. zum Verdampfen und Trocknen von Milch zu Pulver, so wird der Entnahmebehälter 74 mit Milch gefüllt und der Trennschalter 85 geschlossen. Die Schalter 91, 92 werden gleichfalls eingelegt, sodass das Wasser in dem Behälter 54 durch die Tauchheizkörper 59, 60 erwärmt wird, das durch Schliessen des Schalters 90 von der Pumpe 56 in den Zylinder 1 befördert und in Umlauf versetzt wird. Durch Schliessen des Schalters 87 wird der Antrieb für den Zylinder 1 mittels des Motors 65 eingeschaltet. Dann werden die Schalter 93, 94 geschlossen, sodass die Pumpe 71 Milch aus dem Behälter 74 in den Trog 69 zu fördern beginnt und der Motor 50 die Pumpe 49 antreibt, die durch die Röhren 47, 48 die Luft aus dem Raum zwischen den Reflektoren 15, 16 und dem Zylinder 1 ab- saugt. Das Relais 89 schliesst dann den Stromkreis für die Heizstäbe 30, die sich erhitzen und infrarote Strahlen erzeugen, deren Intensität durch Änderung der Stromzufuhr mittels des Reglers 88 geregelt wird. Die infraroten Strahlen werden sowohl unmittelbar, als auch reflektiert durch die Reflektoren 15, 16 auf die Umfangsfläche des Zylinders 1 geleitet, der beim Umlaufen eine dünne Milchschicht als Flüssigkeitsfilm aus dem Trog 69 aufnimmt. Unter Einfluss der Heizwirkung der infraroten Strahlen wird das Waser in dem Milchfilm verdampft. Der entstehende Wasserdampf streicht mit der Luft über den Zylinder 1 und wird durch die Löcher 51 von den Röhren 47, 48 eingesaugt. Die Luft nimmt gleichzeitig auch etwa Wärme von den Heizstäben 30 auf, sodass die Pumpe 49 heisse Luft und heissen Wasserdampf absaugt. Die in dem Dampf-Luftgemisch enthaltene Wärme wird bei entsprechender Einstellung des Zweiwegehahns 79 zum Vorheizen der Milch in dem Entnahmebehälter 74 verwendet. Die auf dem Zylinder 1 sich absetzende Trockenmilch wird von dem Abstreicher 76 abgeschabt und fällt in das Sammelgefäss 77.
Der warme Zylinder 1 und die Wärmeintensität der infraroten Strahlen leiten, besonders bei Arbeitsbeginn, eine schnelle Verdampfung des in der Milch enthaltenen Wassers ein, ohne dass die Milch auf eine den Siedepunkt übersteigende Temperatur kommt, da die Umfangstemperatur des Zylinders 1 durch das den Zylinder durchfliessende Wasser geregelt wird. Zum Temperieren dieses Wassers können die Tauchheizkörper einzeln oder gemeinsam abgeschaltet werden, wenn die Wassertemperatur einen vorgesehenen Höchstwert erreicht. Zur weiteren Abkühlung kann bei Bedarf die Kühlschlange 99 in Betrieb genommen werden. Da der untere
Temperaturbereich für Infrarot-Beheizungen bei 180-270°C liegt und solche Temperaturen den Siedepunkt von Milch und der meisten sonstigen Flüssigkeiten, die durch Verdampfen zu trocknen sind, weit übersteigen, so würden die Strahlen die Milch oder sonstige Flüssigkeit weit über die zur Verdampfung notwendige Temperatur erhitzen, wenn nicht die Temperaturregelung durch den Wasserumlauf im Zylinder 1 vorgesehen wäre. Mit Hilfe dieser Regelung kann die Temperatur während des Eindampfens der Milch etwa auf einem Wert von 75-85°C gehalten werden, sodass ein Kochen der Milch oder sonstigen, einzudampfenden Flüssigkeit vermieden wird. Die Temperatur kann auch durch Änderung der Intensität der infraroten Strahlen geregelt werden, die sich durch Regelung der Stromzufuhr erzielen lässt.
Die Verarbeitung läuft ohne Unterbrechung weiter, bis die zu verarbeitende Menge an Milch oder sonstiger Flüssigkeit nahezu aufgebraucht wird. Dann werden die Schalter geöffnet, worauf die umlaufenden Teile der Anlage zur Ruhe kommen. Die vorstehend beschriebene Anlage ist dazu bestimmt, Flüssigkeiten wie Milch oder andere natürliche oder künstliche Lösungen oder Emulsionen, z.B. eine Kaffeelösung in Trockenpulver überzuführen, kann jedoch auch dazu benutzt werden, solche Flüssigkeiten auf einen verminderten Wassergehalt zu konzentrieren. Hierfür wird entweder die Drehgeschwindigkeit des Zylinders 1 erhöht oder die Intensität der infraroten Strahlen vermindert oder beides zugleich vorgenommen.
Anstelle grösserer Reflektoren 15, 16 kann eine Anzahl von Flachstreifenkondensatoren 95 gemäss Fig. 5 verwendet werden, zu deren Befestigung bogenförmige Bleche 96, 97 dienen können, die mit Befestigungsansätzen 98 versehen sind. Diese Ausführung ist insoweit besonders vorteilhaft, als die Ansätze 9 die rinnenförmig gestaltet sind, als Prallflächen wirken und die einströmende Luft stärker gegen die Zylinderoberfläche leiten. Zum gleichen Zweck sind die Lochreihen 51 in den Rohren 47, 48 dicht an der Zylinderaussenfläche angeordnet.
Bei der abgeänderten Ausführung nach Fig. 6 wird der Infrarot-Erzeuger nicht elektrisch, sondern mit Brennerflammen beheizt. Der Zylinder 1 liegt mit seinem Umfang in Abstand von der Wandung 100 eines kreisförmig verlaufenden Heizkanals 101, der sich in seinem Querschnitt bzw. in seiner radialen Breite von dem einen Ende, an dem sich ein Brenner 102 befindet, zu seinem anderen Ende, wo die heissen Verbrennungsgase entweder in Freie oder zur Vorwärmung der Behandlungsflüssigkeit weitergeleitet werden, zunehmend verjüngt. Die Aussenwand 103 des Heizkanals ist mit einer wärmeisolierenden Bekleidung 104 versehen. Der Ringraum zwischen dem Zylinder 1 und der Wand 100 des Heizkanals 103 mündet in eine Leitung 105 aus, die mit einem von einer Pumpe 49 leergesaugten Gehäuse 106 verbunden ist. Ist die Pumpe eingeschaltet, so wird am anderen Ende des Ringraums Luft eingesaugt, die den Zylinder 1 im Gegenstrom zu seiner mit Pfeil kenntlich gemachten Drehrichtung umströmt. Zu Erhöhung und Regelung der geförderten Luftmenge kann am Einlassende des Ringraumes ein Rohr 107 angeordnet sein, das mit düsenartigen Auslässen in der Zuführungsrichtung der Luft liegt und an eine Druckluftleitung angeschlossen sein kann. Die Brennerflammen und die Verbrennungsgase beheizen die Wand 100 des Heizkanals und verursachen eine Abstrahlung infraroter Strahlen gegen den Zylinder 1, der mit seinem unteren Teil in einen Flüssigkeitstrog 69 taucht und beim
Umlaufen einen Flüssigkeitsfilm an seiner Aussenfläche mitführt. Die infraroten Strahlen verdampfen das in dem Film enthaltene Wasser, wobei der Wasserdampf mit dem Luftstrom abgeführt wird, während der trockne Rückstand durch einen Abstreicher 76 von dem Zylinder abgeschabt wird und sich in dem darunter befindlichen Behälter sammelt. Die sonstigen Teile der Anlage sind nicht dargestellt und beschrieben, da sie einschliesslich der Wasserzirkulation im Innern des Zylinders 1 der zu Fig. 1-5 beschriebenen Ausführung entsprechen.

Claims (13)

1.) Verfahren zum Konzentrieren von Flüssigkeiten zu Pulver, dadurch gekennzeichnet, dass eine filmartige dünne Schicht der zu verarbeitenden Flüssigkeit unter gleichzeitiger Regelung ihrer Temperatur auf einen unterhalb des Siedepunktes liegenden Höchstwert der Einwirkung infraroter Strahlen ausgesetzt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsfilm in eine Relativbewegung gegenüber den infraroten Strahlen versetzt und mindestens teilweise im Gegenstrom von Luft berührt wird.
3.) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer in ständigem Umlauf befindlichen Oberfläche mit Mitteln zur Bildung eines Flüssigkeitsfilmes auf dieser Oberfläche, Mitteln zum Abführen des konzentrierten oder zu Pulver getrockneten Erzeugnisses, einer in Abstand von der umlaufenden Oberfläche liegenden Strahlungsbeheizung, Mitteln zur Erzeugung eines Luftstromes im Bereich der den Flüssigkeitsfilm tragenden Oberfläche und Mitteln zur Regelung der Temperatur der letzteren.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Oberfläche aus einem Zylinder (1) besteht, der von einem die Temperatur der Zylinderwand regelnden Medium durchströmt wird.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder mit hohlen Wellenzapfen (5, 6) ausgestattet ist und ein durch den einen Wellenzapfen (5) geführtes, im Zylinder nach unten geneigtes Rohr (55) enthält, das in diesem Wellenzapfen einen als Überlauf dienenden Durchlass freilässt.
6.) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zylinder (1) ein mit Heiz- und Kühlmitteln, z.B. elektrischen Tauchheizkörpern (59, 60) und einer Kühlschlange (99) ausgestatteter Behälter (54) zugeordnet ist, der durch eine von einer Pumpe (56) gespeiste Leitung an die in den Zylinder einmündende Zuführungsleitung (55) angeschlossen ist und das aus dem Wellenzapfen des Zylinders abfliessende Kühlmittel auffängt.
7.) Vorrichtung nach Anspruch 3-6, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem Zylinder (1) und der in umschliessenden Strahlungsheizfläche befindliche Luftraum unmittelbar oder durch darin angeordnete Lochrohre (47, 48) an eine Entlüftungspumpe (49) angeschlossen ist.
8.) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der den Zylinder (1) umschliessende, mit Entlüftungsmitteln versehene Luftraum am Luftzuführungsende zusätzlich mit Mitteln (107) zum Einblasen von Druckluft versehen ist.
9.) Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Entlüftung des den Zylinder umschliessenden Luftraumes abgesaugte Warmluft zum Speisen eines Vorwärmers (82) für die zu verarbeitende Flüssigkeit benutzt wird.
10.) Vorrichtung nach Anspruch 3-9, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Zylinder (1) zugeordnete Strahlungsbeheizung durch eine Mehrzahl von auf den Zylinderumfang verteilten, ihm dicht benachbarten, elektrischen Heizstäben (30) und einem gleichachsig zu dem Zylinder angeordneten Reflektor (15, 16, 95) besteht, der die infraroten Strahlen auf den Zylinder reflektiert.
11.) Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor aus zwei Teilen (15, 16) besteht, die an den seitlichen Lagerböcken des Zylinders abnehmbar befestigt sind.
12.) Vorrichtung nach Anspruch 3-11, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor aus einer Mehrzahl von streifenartigen Einzelflächen (95) zusammengesetzt ist, die mit rinnenartigen Trägern (98) an seitlichen Haltern (96, 97) befestigt sind.
13.) Vorrichtung nach Anspruch 3-9, dadurch gekennzeichnet, dass die den Zylinder umschliessende Strahlungsbeheizung durch die Wandung (100) eines ringförmigen Heizkanals (101) gebildet wird, der an einem Ende mit einer Brennerbeheizung (102) ausgestattet ist und sich zum anderen Ende in seiner radialen Breite zunehmend verjüngt.

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