DEP0055338DA - Medizinischer Behandlungsstuhl - Google Patents

Medizinischer Behandlungsstuhl

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DEP0055338DA
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DE
Germany
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backrest
medical treatment
frame
treatment chair
footrest
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Normann E. Lauterbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ritter Co Inc
Original Assignee
Ritter Co Inc
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Stuhlkonstruktionen jener Art, wie sie in der medizinischen Praxis für Untersuchungs- und Behandlungszwecke sowie für kleinere Operationen verwendet werden.
Zweck der Erfindung ist, einen verbesserten derartigen Behandlungsstuhl zu schaffen, der hinsichtlich Verstellbarkeit, Bequemlichkeit und mechanischer Leistungsfähigkeit eine gegenüber dem Bisherigen überlegene Bauart aufweist.
Demgemäß ist mit der Erfindung ein ärztlicher Behandlungsstuhl entwickelt worden, der u.a. folgende konstruktiven und funktionellen Bedingungen erfüllt:
die Auflagestützen bzw. Rasten oder Lehnen für Kopf, Rücken, Arme, Beine und Füße können sowohl in die Stuhlsitzebene hinein-, als auch aus derselben heraus in jede beliebige andere Lage verstellt werden, so daß der Behandlungsstuhl in einen im wesentlichen flachen tischähnlichen Operationsstand verwandelt werden kann. Die Gelenk- oder Scharnierbewegung der Rückenlehnen- und Kopflehnenteile gegenüber dem Stuhlsitz ist, der Erleichterung des Patienten Rechnung tragend, anatomisch fehlerfrei geführt und mechanisch gut ausgeglichen. Als mechanische Verbindung zwischen Rückenlehne und Beinlehne mit Fußrast sind an den Armlehnen bestimmte Teile konstruktiv so angeordnet und ausgebildet, daß bei Verstellung der Rückenlehne die Fußrast gleichzeitig mit verstellt wird. Dabei kann jedoch die mechanische Verbindung zwischen Rückenlehne und Beinlehne mit Fußrast auch gelöst werden, so daß außer zwangsläufiger Zusammen-Bewegung auch jeder Teil für sich allein verstellt werden kann. Die Fußrast ist außerdem so eingerichtet, daß dieselbe bei jeder Winkelverstellung gegenüber dem Stuhlsitz in horizontaler Lage verbleibt, während sie gleichzeitig in sich für verschiedene Höhen eingestellt werden kann, um für die verschiedenen Patienten die jeweils passende Stützunterlage für Untersuchungen herzustellen, die in knieender Stellung vorzunehmen sind. Die Beinlehne ist mit einer Polsterung versehen, die die Beine des Patienten abstützt, wenn der Behandlungsstuhl in Horizontallage verstellt ist; dieselbe kann auch als Abdeckung für die Fußrast benutzt werden, wenn letztere zurückgeklappt ist oder sie kann auf die Fußrast aufgesetzt werden, um dort in den verschiedenen Höhenstellungen derselben als Polster zu dienen. Die Kopflehne ist in einer Ausführung vorgesehen, die durch drehbare Verstellmöglichkeit die Wahl läßt, entweder die üblichen Kopfpolster oder starre und im wesentlichen flache Anlageflächen zu verwenden, um etwa Kopf und Nacken eines Patienten bei Durchführung einer Anaesthesie gegen Durchliegen oder Durchsacken abzustützen. Hierbei ist durch besondere Mittel dafür Sorge getragen, daß die flachen Kopfauflageflächen in ihrer Gebrauchsstellung automatisch gegen Verrückung mechanisch gesperrt werden.
Schließlich sind noch steigbügelartige Fußhalter mit vorgesehen, die den Füßen des Patienten in geeignet und beliebig einzustellenden Lagen für bestimmte Untersuchungen einen günstigen Halt geben. Dieselben sind so konstruiert, daß sie an den Seiten des Behandlungsstuhles für den Gebrauch bequem ausgezogen- oder andernfalls dicht anliegend an den Stuhlseiten zurückgeschoben bzw. zurückgeklappt werden können.
Zur Verwirklichung der gestellten Aufgabe und zur Erreichung der genannten Zwecke und Ziele beruht die Erfindung auf gewissen Verbesserungen sowie in der Kombination von Konstruktionsteilen, wie sie im Folgenden nun ausführlicher beschrieben werden und deren neuartige Merkmale in den Ansprüchen am Schlusse der Patentbeschreibung besonders herausgestellt sind.
In den Zeichnungen ist:
Fig. 1 ein Seitenriß eines Behandlungsstuhles gemäß vorliegender Erfindung, in der Anordnung für Aufrecht-Sitzstellung des Patienten;
Fig. 2 eine Ansicht des Behandlungsstuhles im Aufriß und von vorne;
Fig. 3 eine Rückansicht des Behandlungsstuhles im Aufriß;
Fig. 4 ein von oben gesehener Grundriß des Behandlungsstuhles in Gesamt-Horizontalanordnung, unter teilweiser Ausbrechung von Teilen des Stuhlsitzes, um den inneren Mechanismus zu zeigen;
Fig. 5 ein Seitenriß des Behandlungsstuhles in der nämlichen Gesamtanordnung wie vor, ebenfalls unter teilweiser Ausbrechung von Teilen des Stuhlsitzes;
Fig. 6 eine vergrößerte, bruchstückweise dargestellte Einzelteilansicht der Verklinungs- oder Sperrvorrichtung in Fig. 5;
Fig. 7 ein Seitenriß des Behandlungsstuhles, wobei Rücken- und Kopflehne im wesentlichen in der Stuhlsitzebene liegen, während die Beinlehne für Kniestellung des Patienten angeordnet ist;
Fig. 8 ein Seitenriß, worin Rücken- und Kopflehne in der Stuhlsitzebene liegen, während die Fußrast unter die Beinlehne zurückgeklappt ist und die steigbügelartigen Fußhalter ausgezogen und hochgestellt sind;
Fig. 9 ein vergrößerte von oben gesehener Grundsitz des Stuhlsitzrahmens und des damit zusammenhängenden Mechanismus;
Fig. 10 eine vergrößerte Teilansicht bestimmter Einzelheiten des in Fig. 9 gezeigten Mechanismus;
Fig. 11 ein bruchweise dargestellter Seitenriß des Stuhlsitzrahmens, unter teilweiser Öffnung der Stuhlsitzwand, um den Sperrmechanismus zu zeigen;
Fig. 12 ein Schnitt längs der Linie 12-12 in Fig. 11;
Fig. 13 eine vergrößerte Ansicht im Aufriß und im Schnitt von Teilen des Stuhlsitzrahmens und der Rückenlehne, worin die Sperrvorrichtung für die Rückenlehne gezeigt wird;
Fig. 14 eine bruchstückweise Ansicht, teilweise im Schnitt, und im wesentlichen längs der Linie 14-14 in Fig. 13;
Fig. 15 ein vergrößerter Seitenriß des Stuhlsitzrahmens und des Gestellrahmens zum Abstützen von Beinlehne und
Fußrast nebst den damit verbundenen Sperrmechanismen, teils ausgebrochen, teils im Schnitt gezeigt;
Fig. 16 ein von oben gesehener vergrößerter Grundriß der Fußrast, unter Darstellung des fußabstützenden Teiles in hochgezogener Stellung;
Fig. 17 ein von vorn gesehener Aufriß der Fußrast;
Fig. 18 ein vergrößerter Seitenriß der abgenommenen Kopflehne unter Aufzeigung der flachen Auflageflächen derselben in einer bestimmten Kopfstützlage;
Fig. 19 eine Rückansicht derselben, wobei die flachen Auflageflächen in einer anderen Kopfstützlage gezeigt werden;
Fig. 20 ein von oben gesehener Grundriß der Kopflehne, wobei die flachen Auflageflächen in Kopfstützlage gesperrt sind;
Fig. 21 eine Ansicht ähnlich derjenigen wie Fig. 20, jedoch unter Aufzeigung der Kopfpolster in Stützlage;
Fig. 22 eine vergrößerte Ansicht im Aufriß und im Schnitt, im wesentlichen längs der Linie 22-22 in Fig. 21;
Fig. 23 eine Schnittansicht im Grundriß, im wesentlichen längs der Linie 23-23 in Fig. 22;
Fig. 24 ein teils ausgebrochen, teils im Schnitt dargestellten Seitenriß, worin eine Armlehne und ein steigbügelartiger Abstützteil gezeigt wird;
Fig. 25 eine vergrößerte Ansicht im Aufriß und im Schnitt, längs der Linie 25-25 ind Fig. 24;
Fig. 26 ein von vorn gesehener Aufriß der in Fig. 24 dargestellten Teile;
Fig. 27 ein Seitenriß eines Fußhalters, der als Teil der Steigbügelhalterung besonders für sich gezeigt ist;
Fig. 28 ein vergrößerter Seitenriß, teilweise im Schnitt gezeigt, der die Steigbügelhalterung im einzelnen darstellt;
Fig. 29 eine vergrößerte Ansicht von Teilen der in Fig. 24 gezeigten Armlehne, unter teilweiser Darstellung derselben im Schnitt.
Die an Hand der Zeichnungen im Vorstehenden erläuterte und bevorzugte Ausführungsform der Erfindung umfaßt einen Behandlungsstuhl mit kreisförmiger Fundamentplatte 40 (Fig. 1), die einen Elektromotor 41 und ein Gehäuse 42 trägt. In dem Gehäuse ist eine hydraulische Anordnung zum Heben und Senken einer den Stuhl tragenden Säule 43 untergebracht, welch letztere in bekannter Weise gleichfalls in dem Gehäuse drehbar eingebaut ist. Bei 44 befindet sich ein Fußhebel, der die Drehung des Stuhles steuert, während bei 45 Fußhebel zum Heben und Senken des Stuhles angeordnet sind. Diese Teile für die Hebe- und Drehbewegung der Stuhlsäule können irgendeine geeignete und bekannte Konstruktionsausführung haben und sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Stuhlsäule trägt an ihrem Kopfende ein im wesentlichen kreisförmiges Stützkonsol 46 mit daran ausgebildeten Lagern 47 (Fig. 4 und 9) zur Aufnahme von Stirnzapfen 48, mittels deren ein Stuhlsitzrahmen 49 für Kippbewegung geeignet auf dem Stuhlfundament abgestützt wird. Der Stuhlsitzrahmen kann, wie später noch zu beschreiben, in seiner jeweils eingestellten Kipplage durch eine besondere Vorrichtung mechanisch verriegelt und entriegelt werden. Der Stuhlsitzrahmen 49 ist ein in der Hauptsache rechtwinkliger Hohlrahmen (siehe Fig. 9), an dem die Lehnen für Rücken, Arme und Beine nebst Fußrast in mechanisch von einander abhängiger Verbindung für gleichzeitiges Zusammen-Bewegen in verschieden einzustellende Lagen abgestützt sind. Zuerst soll nun die Rückenlehne und ihre verstellbare Verbindung mit dem Stuhlsitzrahmen beschrieben werden.
Die Rückseite des Stuhlsitzrahmens ist als kastenartiger, mit dem Gestellrahmen rahmenmäßig zusammenhängender Hohlteil 50 (Fig. 9 und 11-15 einschl.) ausgebildet, mit dem die Rückenlehne durch Drehzapfenlagerung verbunden ist. Der Hohlteil 50 setzt sich aus voneinander abgesetzten, sich nach rückwärts erstreckenden Wandungen 51 zusammen, deren Vorder- und Unterseiten, wie aus der Zeichnung zu ersehen, im wesentlichen halbkreisförmig gekrümmt sind. In den Wandungen 55 sind Lager ausgebildet zur Aufnahme einer Welle 52 (Fig. 13), auf der ein unregelmäßig ausgebildeter Konstruktionsteil 53 mittels Drehzapfenlagerung abgestützt ist. Dieser Konstruktionsteil 53 ist gleichzeitig Fußabstützung für die Rückenlehne und trägt die Sperrvorrichtung, mittels deren die Rückenlehne, wie im folgenden noch näher beschreiben, in den durch Drehverstellung herbeigeführten verschiedenen Lagen verriegelt bzw. entriegelt wird. Von dem Teil 53 erstreckt sich eine an demselben befestigte Säulenstange 54 (Fig. 1) nach oben, die gleitbar in einem Lager in einem Lager in einem Konstruktionsteil 55 aufgenommen wird. Der Teil 55 hat an seiner Rückenfläche eine senkrecht verlaufende Unterschneidung oder Schwalbenschwanz-Nut (in der Darstellung nicht gezeigt), in der eine ähnlich geformte Zunge an einem Konstruktionsteil 56 gleitend aufgenommen werden kann. Der Teil 56 ist mit einer Festklemmvorrichtung versehen (in der Darstellung nicht gezeigt), die durch einen Handgriff 57 betätigt wird, wodurch die Zunge in jeweils senkrecht verstellter Lage in der Schwalbenschwanznut des Konstruktionsteiles 55 verriegelt bzw. gesperrt werden kann. Am oberen Ende des Konstruktionsteiles 56 sind Ansätze oder Nasen 58 ausgebildet, zwischen denen ein nach unten hängender Arm 59 mittels Drehzapfen abgestützt ist, der seinerseits an der Rückseite einer im wesentlichen rechteckigen gepolsterten Rückenlehne 60 befestigt ist, deren äussere Formgebung sich der Rückenlinie des Patienten bequem anpasst. Der Teil 56 ist ebenfalls an seiner Rückwandung mit einer senkrecht verlaufenden Unterschneidung oder Schwalbenschwanz-Nut versehen ausgebildet, in der eine an dem Konstruktionsteil 61 befindliche Zunge gleitbar aufgenommen ist. Der Teil 61 besitzt eine Festklemmvorrichtung (in der Darstellung nicht gezeigt), die durch einen Handgriff 62 betätigt wird, um den Teil 61 in jeweils vertikal verstellter Lage an dem Konstruktionsteil 56 zu verriegeln. Der Teil 61 ist gleichzeitig unterer Abstützteil einer Kopflehne, deren Konstruktionsausführung erst später beschrieben wird. Die Rücken- und Kopflehnenteile 56 bis 62 einschliesslich können eine irgendwie geeignete und bekannte Konstruktionsausführung haben und sind, da nichts Neuartiges zeigend, nicht Gegenstand vorliegender Erfindung. Die Sperrvorrichtung zum Blockieren der Rückenlehne in verstellter Kipplage gegenüber dem Stuhlsitzrahmen 49 besteht aus einem Konstruktionsteil 63 (Fig. 13 und 14), der von der Fussabstützung 53 der Rückenlehne nach unter vorspringt und an seiner unteren Kante einen Keilklotz 64 eingesetzt hat, der durch eine Schraube, wie unter 65 zu sehen, befestigt ist. Der Keilklotz 64 läuft an seinem gegenüberliegenden Enden nach vorne und innen konisch zu, wie unter 66 zu sehen, und arbeitet auf diese Weise mit zylindrischen Rollen 67 zusammen, die zwischen den konischen Enden des Keilklotzes einerseits und verschleissfesten bogenförmigen Handstreifen 68 aus Hartmetall andererseits laufen, wobei letztere mittels Schrauben 69 an den voneinander abgesetzten Wandungen bzw. Flanschen 51 befestigt sind. Blattfedern 70, die an dem Konstruktionsteil 53 der Rückenlehne etwa durch Schrauben 71 befestigt sind, lagern jeweils mit ihren freien Enden gegen die Rollen 67 derart, dass diese normalerweise zwischen den Enden des Keilklotzes 64 und den Hartmetallbandstreifen 68 in verkeilenden Eingriff gepresst werden, wodurch normalerweise die Rückenlehne gegen Kippbewegung nach hinten gesperrt wird. Eine Stange 72 ist jeweils an ihren Enden, etwa mittels Schrauben 73, an den Wandungen oder Flanschen 51 befestigt und trägt in der Mitte zwischen ihren Enden zwei vorspringende Ansätze oder Nasen 74, die derart gesetzt sind, dass sie von dem Teil 64 der unteren Abstützung der Rückenlehne angeschlagen werden, wodurch Haltepunkte gebildet werden, die die Abwärts-Kippbewegung der Rückenlehnenkonstruktion abstoppen bzw. begrenzen.
Die Entsperrungsvorrichtung für die Rückenlehnenblockierung besteht aus einem Arm 75, der sich von der Fussabstützung 53 der Rückenlehne nach rückwärts erstreckt und bei 76 ausgespart ist, um das untere Ende 77 eines Hebels 78 aufzunehmen, der seinerseits hinter der Rückenlehne nach oben verläuft, so dass er sich für die Stuhlbedienung in bequemer Reichweite befindet. Der Hebel 78 ist an einer kleinen Welle 79, die mit ihren Enden in den einander gegenüberliegenden, durch die Aussparung 76 in dem Arm 75 gebildeten Wandungen lagert, drehbar abgestützt. Das untere Ende 77 des Hebels ist, wie unter 80 (Fig. 14) zu sehen, seitlich ausladend und mit einer Nut 81 ausgesperrt, die durch die Unterkante des Hebels und in demselben nach oben läuft, um einen plattenförmigen Teil 82 aufzunehmen. In Gewindelöchern, die sich in den seitlichen Ausladungen des Hebels 78 befinden, sind Stiftschrauben 83 derart eingesetzt, dass sie mit ihren unteren Enden gegen die obere Kante der Platte 82 widerlagern, wobei die Stiftschrauben durch Muttern 84 in ihrer jeweils eingestellten Lage gesichert sind.
Die Platte 82 wird mit ihrer unteren Kante innerhalb eines nach oben umgebördelten Flansches 85 aufgenommen, der an einem Gehäuse oder einer Ummantelung 86 ausgebildet ist, dessen bzw. deren einandergegenüberliegende und nach vorne laufende Seitenwandungen 87 an der Welle 52 die Rückenlehne drehbar gelagert sind. Jede Wandung 87 hat einen sich nach vorne erstreckenden Arm 88, dessen vorderes Ende jeweils -wie unter 89 gezeigt- nach rückwärts umgebogen ist, um einen in der Dicke verstärkten Abschlussteil zu schaffen. Die Arme 88 sind so gestellt, dass sie zwischen den keilförmigen Enden 66 des Klotzes 64 und den bogenförmigen Bandstreifen 68 am Stuhlsitzrahmen bis zu den zu verkeilenden Rollen 67 vordringen und mit letzteren in Eingriff kommen. Aus vorstehender Konstruktionsanordnung ist ersichtlich, dass bei Vorwärtsbewegung des Hebels 78 ein Abwärtsdruck auf die Platte 82 stattfindet, so dass das Gehäuse 86 in einer Drehrichtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn bewegt wird (Fig. 13). Hierdurch werden die Rollen 67 von den Armen 88 gefasst und freigesetzt, so dass die Rückenlehne für Verstellung nach unten entsperrt ist.
Um normalerweise die Rückenlehne zwecks Aufnahme des Körpergewichtes des Patienten verriegelt zu halten, ist das untere Ende 77 des Hebels 78 mit einem Finger 90 (Fig. 13) versehen, der so angeordnete ist, dass er gegen das nach unten laufende zugespitzte Ende 91 eines kurzen Hebels 92 nach abwärts drückend gegenlagert. Der Hebel 92 ist dabei in einem Schlitz am Ende des Hebels 78 eingesetzt und an der Welle 79 drehbar gelagert. Dieses Ende des Hebels 92 ist so angeordnet, dass es gegen eine Blattfeder 93 anliegt, die durch eine Schraube 94 an dem Teil 63 der Rückenlehne befestigt ist, wobei die Anordnung der Konstruktionsteile so getroffen ist, das die Feder den kurzen Hebel 92 normalerweise in einer Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drückt. Dadurch wird der Hebel 78 normalerweise in seiner Stellung nach rückwärts gehalten, aus der er in der beschriebenen Weise zwecks Entsperrung der Rückenlehnenblockierung bzw. - Verkeilung nach vorne geführt werden kann. Das obere Ende 95 des kurzen Hebels 92 ist so angeordnet, dass dasselbe an der unteren Begrenzungsstelle seiner Fahrbewegung bei entspannten Hebel 78 hinter einer an der Bodenwandung des Gehäuseteils 59 am Stuhlsitzrahmen befindlichen Schulter 96 einschnappt, wodurch die Rückenlehne auch gegen Hochhebung gesperrt ist, und zwar so lange, bis das obere Ende des Hebels 92 durch Andrücken des Hebels 78 gegen die Rückenlehne hin wieder von der Schulter 96 abgehoben wird. Die Rückenlehne kann sonach gegen Kippbewegung in beiden Richtungen gesperrt werden, wenn sie zu derjenigen Stellung gesenkt ist, in der sie im Wesentlichen in die Ebene des Stuhlsitzes zu liegen kommt. Dabei ist hervorzuheben, dass sich der Steuerhebel 78 jedesmal mitbewegt und eine stets gleichbleibende relative Stellung gegenüber der Rückseite der Rückenlehne beibehält, sodass er, in bequemer Anordnung befindlich für die Stuhlbedienung jederzeit leicht greifbar ist. Ausserdem ist nur ein leichter Druck des Hebels gegen die Rückenlehne hin erforderlich, um dieselbe für Kippbewegung in irgendeine gewünschte Lage zu entsperren.
Die Kipp- oder Drehzapfenbewegung der Rückenlehne um die an der Rückseite des Stuhlsitzes und hinter dem Rücken des Patienten untergebrachte Welle 52 wird durch Konstruktionsmittel ausgeglichen, die ein automatisches Gleiten der gesamten miteinander verbundenen Rückenlehnenteile an der Säulenstange 54 gegen den Stuhlsitz hin bewirken, wenn die Rückenlehne von der in Fig. 1 gezeigten Vertikalstellung nach unten gesenkt wird. Derartige Konstruktionsmittel sind vorzugsweise durch eine vorteilhafte Bauart der Armlehnen und mechanische Kupplung derselben mit der Rückenlehne gegeben, wodurch die erwähnte Gleitbewegung der Stuhllehne in Abhängigkeit von einer zweiten, in der Mitte zwischen Vorder- und Rückseite des Stuhlsitzes angeordneten Drehzapfenachse herbeigeführt wird.
Zu diesem Zweck besteht die Armlehne aus einem Metallrahmen 97 (Fig. 1, 24 und 25), an dem ein Armauflageteil 98 mit durchwegs breiter und im wesentlich flacher oberer Auflagefläche aufmontiert ist, welch letztere aus plastischem oder anderem bekannten und für den beabsichtigten Zweck geeignetem Material hergestellt sein kann. Der Rahmen für die Armlehne ist jeweils mit seinem oberen hinteren Ende 99 durch Drehzapfenlagerung bei 100 mit Armen 101 verbunden, die von dem an der drehbar gelagerten Säulenstange 54 gleitenden Teil 55 der Rückenlehne nach vorne vorspringen. An den entgegengesetzten Ende der Armlehnen befinden sich mit demselben festverbundene Stirnzapfen 102, die in Lagern an den Seiten des Stuhlsitzrahmens drehbar abgestützt sind. Die Stirnzapfen erstrecken sich durch den Stuhlsitzrahmen hindurch nach innen und zwecks weiterer Verbindung mit einem später noch zu beschreibenden Mechanismus über die innere Rahmenfläche hinaus. Starke gewundene Federn 103, die bei 104 jeweils mit dem Stuhlsitzrahmen und ausserdem mit den Stirnzapfen der Armlehnen verbunden sind, dienen dazu, einmal das gegen die Rückenlehne wirkende Körpergewicht des Patienten aufzufangen und wirken andererseits unterstützend, wenn die Rückenlehne mit Patient in Sitzstellung hochgerichtet werden soll.
Aus dieser Konstruktionsanordnung ist zu ersehen, dass bei dem durch Drehung um die Welle 52 bewirkten Senken der Rückenlehne letztere durch die Armlehnen zu einem Abwärtsgleiten an den Säulenstangen 54 gegen den Stuhlsitz hin veranlasst wird, wodurch also die Fahr- bzw. Kippbewegung der Rückenlehne auch von der in der Mitte zwischen Vorder- und Rückseite des Stuhlsitzes liegenden Achse der Drehzapfenverbindung von Armlehnen und Stuhlsitzrahmen aus gesteuert wird. Die erwähnte Bewegung der Rückenlehne wird sonach von vor und hinter dem Rücken des Patienten angeordneten Drehzapfen aus gesteuert, wodurch eine anatomisch richtige und mechanisch ausgleichende Gelenkverbindung der Rückenlehnen- und Kopflehnenteile des Behandlungsstuhles erreicht wird. Darüber hinaus ist die Anordnung und mechanische Verbindung der Armlehnen derart, dass dieselben ausser ihrer günstigen Funktionswirkung bei Aufrechtstellung der Rückenlehne, wie in Fig. 1 gezeigt, mit der Rückenlehne zusammen so weit herunter gelassen werden können, dass sie im Wesentlichen in der Stuhlsitzebene liegen, wie es in Fig. 5 gezeigt ist. Hierdurch wird die durch den Stuhl als Ganzes gebildete und im Wesentlichen flache tischähnliche Unterstützung in seitlicher Richtung verlängert, wobei die als Armstützen dienenden Lehnen über dem gesamten Verstellbereich des Behandlungsstuhles ihre Stützlage beibehalten.
Wie bereits erwähnt, wird der Stuhlsitzrahmen für Kippbewegung geeignet von dem Stützkonsol 46 der hochzufahrenden Stuhlsäule 43 getragen; die Armlehnenkonstruktion wird dabei zum Teil als Steuerorgan für den Mechanismus zum Verriegeln des Stuhlsitzrahmens in jeweils verstellter Kipplage an der Stuhlsäule benützt. Dieser Mechanismus besteht vorzugsweise aus einer bei einer der Armlehnen am inneren Ende des Drehzapfens 102 aufgekeilten Muffe 105 (Fig. 10). In dieser Muffe sind einer oder mehrere radial vorspringende Stifte 106 fest eingesetzt, die in Schrägschlitzen 107, die in einer Überwurfkappe 108 vorgesehen sind, aufgenommen werden, wodurch letztere in ihrer Bewegung sowohl konzentrisch wie achsial zur Muffe 105 gesteuert bzw. geführt wird. An der Überwurfkappe 108 ist ein Bügel 109 aufgeklemmt, der einen Teil des Endes eines Winkelhebels 110 darstellt (Fig. 9, 10 und 15), der sich entlang der Unterseite der zugehörigen Armlehne nach hinten und rückwärts derselben nach oben erstreckt. In der Überwurfkappe 108 ist ein Gewindestöpsel 111 aus Hartstahl konzentrisch eingesetzt, der eine Höhlung oder Fassung 112 hat, in der das abgerundete und gehärtete Ende einer Stoss- oder Druckstange 114 aufgenommen werden kann. Dieses Ende der Druckstange wird auf diese Weise konzentrisch zu dem Stirnzapfen der Armlehne gehalten, so dass dasselbe hinsichtlich seiner Lage von der Kippbewegung des Stuhlsitzrahmens unbeeinflusst bleibt. Nebenbei bemerkt folgt auch der Hebel 110, der an den Bügel 109 aufmontiert ist, den Bewegungen der Armlehne, sodass er stets in bequemer Reichweite befindlich, leicht bedient werden kann. Die Stange 114 drückt an ihrem entgegengesetzten Ende gegen einen unter Federspannung stehenden Mechanismus, der die Sperrvorrichtung betätigt, die die Kippbewegung des Stuhlsitzrahmens an der hochgefahrenen Stuhlsäule steuert, wie es im Folgenden noch beschrieben wird.
Das andere Ende 115 (Fig. 9) der Druckstange 114 ist ebenfalls abgerundet und gehärtet und sitzt in einer Höhlung oder Fassung 116 an einem Hebel 117, der bei 118 in einem an dem Stützkonsol der Stuhlsäule befindlichen Ansatz 119 drehbar gelagert ist. Die Fassung 116 ist konzentrisch zur Achse der Tragzapfen 48 des Stuhlsitzrahmens abgeordnet, sodass die Druckstange 114 von der Kippbewegung des Stuhlsitzrahmens an der Stuhlsäule in ihrer Lage unbeeinflusst bleibt. Bei 120 ist eine gewundene Druckfeder angeordnet, die mit einem Ende in einer Aussparung am Hebel 117 aufsitzt, während das andere Ende desselben in einer Vertiefung ruht, die in einem nach vorne ausladenden Teil 121 des zugehörigen Lagers 47 am Stützkonsol der Stuhlsäule ausgespart ist.
Die Vorrichtung zum Sperren und Entsperren des Stuhlsitzrahmens in seiner jeweils verstellten Kipplage am Stuhlfundament besteht vorzugsweise aus einem KLotz 122 (Fig. 9, 11, 12) der durch Stirnzapfen 123 drehbar gelagert abgestützt ist. Die Lager für die Stirnzapfen sind in Ansätzen 119 und 124 ausgespart, die voneinander abgesetzt am Stützkonsol der Stuhlsäule ausgebildet sind. Der drehbar gelagerte Klotz 122 hat seinerseits eine als Lager dienende Öffnung, in der eine Führungsstange oder Führungsspindel 125 gleitend aufgenommen werden kann, die - wie noch zu beschreiben - mit dem Stuhlsitzrahmen in fester Verbindung steht. Der Klotz 122 hat einen nach abwärts gegen die Lageröffnung hin verlaufenden Schlitz 126, um ein durch Zusammenpressen zu bewirkendes Festspannen des Klotzes um die Führungsspindel zu ermöglichen, wodurch die letztere blockiert oder gesperrt wird. Dieses Zusammenpressen des Klotzes zwecks Blockierung der Spindel wird vorzugsweise durch eine Stange 127 erzielt, die in Längsrichtung in der in dem Ansatz 119 vorgesehenen Bohrung gleitet und mit ihrem einen Ende gegen den Hebel 117 lagert, während das andere Ende derselben gegen die anliegende Klotzseite anstösst. Die gegen- überliegende Klotzseite ist durch einen kurzen, in dem Ansatz 124 eingesetzten Anschlagbolzen 128 gegengestützt.
Die blockierbare Führungsstange oder Führungsspindel 125 wird von einem Kopfteil 129 getragen, der entweder am oberen Ende der Stange entsprechend ausgebildet - oder anderweitig dort befestigt ist. Dieser Kopfteil ist an einer Welle 130 drehbar gelagert, die in Ansatzösen 131 aufliegt, welche von einem am Stuhlsitzrahmen befindlichen Widerlager 132 nach innen vorspringen. Eine gewundene Kompressionsfeder 132a, die am Kopfteil 129 der Führungsspindel durch eine Verstellschraube 132b gehalten wird, und so gesetzt ist, dass sie beim Herunterführen der Spindel gegen den Klotz 122 anschlägt, dient dazu, die Rückführung des Stuhlsitzrahmens in die Horizontallage abzufedern, während eine Unterlegscheibe unter 132c am unteren Ende der Führungsstange die Fahrbewegung der Spindel nach oben begrenzt.
Aus vorstehender Konstruktionsanordnung ist zu ersehen, dass durch den Druck der Feder 120 gegen den Hebel 117 die Stange 127 normalerweise in ihrer Längsrichtung so gedrückt wird, dass der Klotz 122 mit der vom Stuhlsitzrahmen getragenen Führungsspindel in Sperrverklemmung kommt, sodass letztere dann in der jeweils verstellten Lage blockiert ist. Wird jedoch der Hebel 110 um einen kleinen Winkel gedreht, so stösst sie Stange 114 gegen den Hebel 117, wodurch der Klotz 122 entspannt - und damit aus seiner Verklemmung in der Führungsspindel 125 gelöst wird, sodass der Stuhlsitzrahmen für Kippbewegung freigegeben wird und zwar so lange, wie der Hebel 110 in der angenommenen Winkelstellung gehalten wird. Während derartiger Kippbewegung des Stuhlsitzrahmens dreht sich die Stange 114 in sich selbst um ihr Ende 115 konzentrisch mit der Kippachse des Stuhlsitzrahmens wodurch ungeachtet der exzentrischen Lagerung des anderen Endes der Stange 114 zur Drehachse keine Beeinflussung durch Sperrmechanismus stattfindet.
Gemäss Erfindung ist ein weiterer Rahmen für die Halterung einer verstellbaren Beinlehne mit Fussrast vorgesehen, der mit der Vorderseite des Stuhlsitzrahmens mechanisch verbunden ist. Dieser Gestellrahmen ist so angeordnet, dass er nach Wunsch entweder mit Rücken- und Armlehne zusammen oder unabhängig von den letzteren bewegt werden kann. Zu diesem Zwecke ist eine Welle 133 (Fig. 9 und 15) an ihren gegenüberliegenden Enden in Lagern an den Seiten des Stuhlsitzrahmens für Schwingbewegung eingebaut. Auf die Welle 133 ist eine Hohlwelle 134 aufgesetzt, die unabhängig von ersterer Schwingbewegungen ausführen kann und deren entgegengesetzten Enden Arme 135 festaufgesetzt sind, die in Abstand voneinander stehen und deren obere Enden jeweils in Gestalt eines "Gänsehalses" ausgebildet sind, um Störung durch Platzschwierigkeiten am vorderen Ende des Stuhlsitzrahmens zu vermeiden. Die Arme 135 sind, etwa durch eine Querstange 136 (Fig. 15), starr miteinander verbunden und bilden - wie noch näher zu beschreiben - einen festgefügten Scharnier- oder Gelenkrahmen für die Halterung von Beinlehne und Fussrast. An den Armen 135 sind nach auswärts vorspringende Anpasstellen oder Schultern 137 ausgebildet, die gegebenenfalls gegen den Bodenteil der Seiten des Stuhlsitzrahmens anschlagen und dadurch den Rahmen für Beinlehne und Fussrast in Tiefstellung abstoppen, wie es in Fig. 15 gezeigt ist. Die Vorrichtung zum Hochschwenken dieses Gestellrahmens durch Tiefschwenken der Rückenlehne des Behandlungsstuhles soll nunmehr beschrieben werden.
An den Ende der Welle 133 sind jeweils hinter den Enden der Hohlwelle 134 zwei Querarme 138 aufgekeilt, deren eines Ende jeweils bei 139 miteinem Gelenk 140 durch Drehzapfen verbunden ist, das seinerseits mit seinem entgegengesetzten Ende 141 an dem äusseren Ende eines Armes 142 drehbar gelagert ist, der wiederum an dem entsprechenden Stirnzapfen 102 der Armlehne aufgekeilt ist. Hierdurch wird die Kippbewegung der Rückenlehne, die in bereits beschriebener Weise den Armlehnen mitgeteilt wird, von diesen als Schwingbewegung auf die Welle 133 übertragen, wobei die Armlehnen in dieser Anordnung als tätige Zwischenverbindung zwischen Rückenlehne und Fussgestell wirken.
Das entgegengesetzte oder untere Ende jedes Armes 138 ist, wie unter 143 (Fig. 6) zu sehen, jeweils zugespitzt zwecks Eingriffs an dem passend geformten Ende 144 eines Tauchbolzens 145, der in einer an dem anliegenden Arm 135 des Fussgestellrahmens ausgesparten Aushöhlung 146 in Längsrichtung gleitet. Der Tauchbolzen ist an seinem anderen Ende im Durchmesser verjüngt, wodurch eine Kammer gebildet wird, die als Gehäuse für eine gewundene Druckfeder 147 dient. Die Feder hat dabei das Bestreben, den Tauchbolzen in die Bewegungsbahn des Querrahmens 138 vorzuschieben. Bei 148 ist an dem verjüngten Ende des Tauchbolzens ein Gelenk 149 mittels Drehzapfen befestigt, das einander gegenüberliegende Stirnflächen 150 und 151 aufweist.
Der Drehzapfen 148 ist dabei näher liegend der Stirnfläche 150 angeordnet, sodass bei Schwenkung des Hebels 149 in diejenige
Stellung, wo die Stirnfläche 150 um Gestellrahmen aufliegt, der Tauchbolzen 145 entspannt, d.h. für Vorschubbewegung durch die Druckfeder in die Bahn des Querarmes 138 freigegeben wird. Wird dagegen der Hebel 149 in umgekehrter Richtung gedreht, sodass die zweite Stirnfläche 151 am Gestellrahmen des Armes 135 aufliegt, so wird hierdurch der Tauchbolzen aus der Bahn des Querarmes 138 in seine Lagerung zurückgezogen, wodurch der Rahmen für Beinlehne und Fussrast mechanisch entkuppelt bzw. ausgerückt wird und von der Kippbewegung von Rückenlehne und Armlehnen unbeeinflusst bleibt.
Zum Abstützender Fussrast sind die Arme 135 an ihren unteren Enden durch eine Welle 152 (Fig. 15 bis 17 einschliesslich) verbunden, an der zwei weitere in entsprechenden Abstand voneinander geführte Arme 153 drehbarer Lagerung gehalten werden, wobei die Arme 153 hinter dem Haupt-Tragrahmen 154 einer mit 155 bezeichneten profilierten Fussrast verlaufen. Ausserdem sind Konstruktionsmittel vorgesehen, die eine Parallel-Gelenkführung enthalten um die Drehbewegung der Fussrast am zugehörigen Gestellrahmen so zu steuern, dass die Fussrast bei jeder beliebigen Kippstellung, in die der Gestellrahmen zusammen mit der Rückenlehne geschwenkt wird, in jeweils im Wesentlichen horizontaler und paralleler Lage zur Stuhlsitzebene gehalten wird, wie es vergleichsweise aus Fig. 1 und 5 zu ersehen ist.
Zu diesem Zwecke ist der Gestellrahmen 154 für die Fussrast mit voneinander abgesetzten und nach rückwärts ausladenden Armen 156 versehen, die eine Welle oder Drehzapfen 157 tragen, die so angeordnet sind, dass sie in offenen Auskerbungen 158 an den unteren Enden eines entsprechend auseinanderstehenden Gelenkpaares 159 eingreifen. Jedes Gelenk 159 dieses Gelenkpaares ist mit seinem oberen Ende an einem Drehzapfen 160 gelagert, der jeweils einem Ansatz 161 am Stuhlsitzrahmen rastet. Um die Gelenke 159 jeweils in Stellung für Zusammenarbeit mit der Fussrast zu halten, ist ein Metallbügel 162 mit seinen Enden an der Rückseite einer Abdeckplatte 163 befestigt, die ihrerseits an Ohren 164 mittels Schrauben an dem Arm 135 fest aufsitzt. Der Mittelteil des Bügels 163 ist ausgebogen und gleitet hinter einer die Gelenke 159 verbindenden Stange 165, wodurch die Gelenke stets in mechanischer Verkettung mit der Fussrast gehalten werden. Weiter sind Konstruktionsmittel vorgesehen, um die Gelenke 159 ausrückbar an der Fussrast zu befestigen. Dieselben bestehen aus einem Schnapper oder einer Klinke 166, der bzw. die bei 167 jeweils an einem der Gelenke 159 mittels Drehzapfen befestigt ist bzw. sind. Die Klinke hat an ihrem einen Ende einen Anschlagflansch 168 und ist an ihrem anderen Ende mit Haken 169 versehen, die an der Welle 157 angreifen, um dieselbe in den Auskerbungen an den Enden der Gelenke 159 festzuhalten, wobei die Klinken, je nach gewählter Konstruktion, entweder durch Fallgewichtsanordnung oder durch Federn in Eingreifstellung gedrängt werden. Die über den hakenförmigen Teil hinausgehenden Enden der Fallklinken sind vorzugsweise jeweils so ausgebildet, wie es unter 158a gezeigt ist, um beim Aufklappen der Fussrast durch den Eingriff der Welle 157 nockenartig nach rückwärts abgestreift bzw. abgekämmt zu werden, damit die Auskerbungen 158 freigegeben werden. Auf diese Weise kann die Fussrast ohne Handbetätigung der Klinken mit den Gelenken 159 versperrt werden. Die Versperrung kann dann, worauf später noch Bezug genommen wird, durch Handbetätigung gelöst werden, um die Fussrast für Dreh-Zusammenklappung nach oben gegen das Rahmengestell hin freizugeben.
Die Fussrast 155 besteht aus dem Tragrahmen 154 als Unterteil und einer flanschgebördelten Platte 170 als Oberteil. Der Unterteil 154 enthält die Abstützplatte 171 (Fig. 17) mit nach aufwärts gebördelten Randflanschen 172, die eine Art Fach bilden, in dem der Oberteil in seiner Tiefstellung aufgenommen werden kann. Der Oberteil 170 besteht aus einer Platte 173, die mit einer Gummi- oder sonstwie geeigneten elastischen Abdeckung 174 für unmittelbare Fussberührung belegt ist, und ist mit nach unten umgebördelten Randflanschen versehen, die in die Flanschbördelung des Unterteiles passen. Der Oberteil ist durch ein inneres und äusseres Gelenkpaar 176 und 177, das mittels Drehzapfen, wie unter 178 gezeigt, verbunden ist, auf dem Unterteil verstellbar abgestützt. Die Gelenkglieder des inneren Gelenkpaares sind durch Querstangen 179 und die äusseren Gelenkglieder sind durch Querstangen 180 starr miteinander verbunden. Die inneren Gelenkglieder sind jeweils mit einem ihrer Enden bei 181 an den Enden einer an der Platte 171 des Unterteiles hochstehenden Rippe 182 drehbar gelagert, während die entgegengesetzten Enden derselben nebst zugehöriger verbindender Querstange 179 mit der Unterseite der Platte 173 des Oberteiles gleitenden Kontakt haben, in dem dieselben dort an einer Halteleiste 179a abgestützt sind und wie in der Zeichnung zu sehen, durch Eingriff eines an der Querstange befindlichen Stiftes 179b in einem Schlitz an der Halteleiste geführt werden. Die äusseren Gelenkglieder 177 sind jeweils mit ihrem einen Ende bei 183 an Abstützarmen 177a drehbar gelagert, die an der Unterseite der Platte 173 des Oberteiles der Fussrast angebracht sind. Die an den gegenüberliegenden Enden dieser Gelenkglieder befindlichen Querstange 180 ist mit Aussparungen 187 versehen, die mit schräg gestellten Sperrgliedern in Eingriff gebracht werden können, wie sie etwa durch die gehärteten und verschleissfesten Köpfe 188 und 189 von Stiften oder Stiftschrauben 190 und 191 gegeben sind, die in Schrägflächen festsitzen, die die an der Platte 171 des Unterteiles der Fussrast ausgebildet sind.
Der Oberteil der Fussrast ist mit Greiflaschen 192 und 193 versehen, die an gegenüberliegenden Enden der Vorderseite desselben angebracht sind. Durch Anheben nach oben an der Greiflasche 192, wodurch der Oberteil hochgezogen wird, werden die mit diesem verbundenen Gelenkglieder 177 um die zugehörige Drehlagerung geschwungen, wodurch die Querstange 180 am entgegengesetzten Ende über die Sperrglieder 189 und 188 gleitet, bis der Oberteil in einer gewünschte Hochlage verstellt ist. Hierauf kann nach Loslassen der Greiflasche die Querstange 180 nach rückwärts abfallen und kommt an ihren Aussparungen 187 mit dem jeweils entsprechenden Sperrglied in Eingriff, sodass der Oberteil hierdurch abgestützt ist. Um den Oberteil zu senken, muss zuerst die Greiflasche 193 leicht angehoben werden, wodurch das Gewicht des Oberteiles an seinem entgegengesetzten Ende gegen die Traggelenke 177 hin verschoben wird. Hierdurch wird die die Gelenke 177 verbindende Querstange 180 über die Sperrglieder 188 und 189 angehoben, sodass auf diese Weise der Oberteil für Weitersenken nach unten oder für vollständige Herunterführung in Tiefstlage mechanisch entsperrt wird.
Die Beinlehne besteht aus einem rechtwinkligen Rahmen 195 (Fig. 7 und 15), der von einer abfedernden Polsterung 196 überdeckt ist und nach oben vorspringende Ansätze 197 hat, die an gegenüberliegenden Seiten seiner Oberkante fest angebracht sind. Die Ansätze sind durch Zapfenlagerung mit den Enden von Stangen oder Schienen 198 drehbar verbunden, die in Längsrichtung, wie unter 199 gezeigt, geschlitzt sind und deren entgegengesetzte Enden bogenförmig ausladend oder verbreitert sind. Die geschlitzten Teile der Schienen umschliessen Stiftschrauben 201 Fig. 15), die in den Seitenarmen des Gestellrahmens 135 fest eingesetzt sind. Ferner können sich die bogenförmigen Kanten an den Enden 200 der Schienen in Kontakt mit konzentrisch gekrümmten, an den Seitenarmen des Gestellrahmens sitzenden Rippen 202 drehen, sofern eine derartige Drehbewegung nicht durch Gegen-Anschlag von an den Kanten der Schienen vorgesehenen Anpasstellen oder Schultern 203 (Fig. 7 und 15) gegen die vorderen Enden der Rippen behindert wird. Aus der Konstruktionsanordnung ist zu ersehen, dass bei derartigen Eingreifen der bogenförmigen Schienenenden und Schultern 203 an den Rippen 202 die Schienen gegen Bewegung an den Stiftschrauben gesperrt sind und dass sich die Beinlehne sodann in drehbar hängender Abdecklage gegen die Vorderseite des Gestellrahmens hin befindet. Die Beinlehne ist auf diese Weise bei Aufrechtstellung des Stuhles, wie in Fig. 1 zu sehen, aus dem Wege oder sie dient als Beinunterlage bei Horizontalverstellung des Stuhles, wie es in Fig. 5 gezeigt ist. Oder die Beinlehne kann zuerst um ihre Drehzapfen nach oben geschwungen werden und die Fussrast wird dann ausgerückt und ebenfalls nach oben und einwärts gegen die Vorderseite des Gestellrahmens hochgeklappt, worauf dann die Beinlehne wieder nach unten geschwenkt wird und die Fussrast abdeckt, wie es in Fig. 8 zu sehen ist. In dieser Stellung dient die Beinlehne als angenehme Gegenstütze für den Arzt bei bestimmten Untersuchungen, die eine Stellung des Untersuchenden dicht an der Vorderseite des Behandlungsstuhles erfordern.
Die Beinlehne kann ferner nach oben gedrückt werden, um die Schienen 198 genügend anzuheben, damit deren Schultern 203 von den Rippen 202 ausgerückt bzw. abgehoben werden, worauf die Schienen gedreht werden können und in der Lage sind, an den zugehörigen Stiftschrauben nach vorne zu gleiten, sodass somit die Beinlehne nach vorne und unten bewegt- und, wie in Fig. 7 gezeigt, in jeder beliebigen Höhenlage auf die Fussrast aufgesetzt werden kann, wodurch gegebenenfalls eine bequeme Knieabstützung für den Patienten geschaffen ist. Zur Ergänzung der Polsterung 196 kann an der Oberkante des Gestellrahmens ein zusätzliches Polster 204 angebracht werden. Beinlehne und Fussrast besitzen sonach eine grosse Vielfalt von Verstellmöglichkeiten in Anpassung an alle möglichen Benützungszwecke. Die Fussrast behält ihre Horizontallage über dem gesamten Verstellbereich des zugehörigen Gestellrahmens am Stuhlsitz bei, kann jedoch erforderlichenfalls auch bequem gegen das Gestell hin zurückgenommen werden. Wenn wieder in Horizontallage ausgeschwenkt, kommt die Fussrast selbstätig und unabhängig von der jeweiligen Winkelstellung des Gestellrahmens am Stuhlsitz mit denjenigen Konstruktionsteilen in Eingriff, die ihre Horizontal- oder Waagerechthaltung in jeder Lage gewährleisten. Die Fussraste enthält ausserdem eine äusserst stabile Vorrichtung zur Ermöglichung der Einstellung verschiedener Höhenlagen für Kniestellung bei Anordnung der Stuhlteile für rectale Untersuchungen.
Die Kopflehne umfasst, in Ergänzung des für Gleitbewegung vorgesehenen Konstruktionsteiles 61, einen Schwenkkopf 205 (Fig. 1) 18 und 19), der an seinem oberen Ende die Gabelschaftstange 206 eines Joches 207 trägt. Der Schwenkkopf 205 ist an gegenüberliegenden Enden jeweils durch Drehgelenk mit den Teilen 61 und 206 verbunden und hat eine durch einen Handgriff 208 betätigte Festklemmvorrichtung, um die erwähnten Teile in ihrer jeweils eingestellten Lage festzuspannen. Dieser Schwenkkopf ist nicht Gegenstand vorliegender Erfindung.
Das Joch 207 ist an seinen Enden mit gewindegeschnittenen Öffnungen versehen zwecks der Stiftschrauben 209 (Fig. 18 bis 23 einschliesslich), die durch Muttern in ihrer eingestellten Lage gesichert sind. Die Stiftschrauben 209, die von dem Joch aus nach innen verlaufen, haben jeweils einen verjüngten Teil 211 (Fig. 23) und endigen in verbreiterten Köpfen 212 für einen im Nachfolgenden noch zu beschreibenden Zweck. Innerhalb des äusseren Joches 206 spannt sich ein inneres Joch 213, an dessen Enden Öffnungen vorgesehen sind, in denen die inneren Enden der Stiftschrauben 209 aufgenommen werden, an denen das innere Joch drehbar lagert. Jedes innere Jochende hat ausserdem eine als Lager dienende Öffnung 214 (Fig. 22), die quer zu den Stiftschrauben 209 verläuft und in der einandergegenüberstehende Zapfen 215 sitzen, die von Armen 216 getragen werden, welche in bestimmten Abstand voneinander abgesetzt jeweils an Kopflehnenteilen 217 vorspringen. Die Zapfen 215 haben Teile, die drehbar in die Lageröffnung 214 des inneren Joches eingepasst sind, während die äusseren Zapfenden vierkantig sind und in vierkantig geschnittene Öffnungen in den Armen 216 passen, so dass eine Drehverstellung der Kopflehnenteile 217 jeweils durch Drehung der Zapfen 215 in ihren Lagerungen 214 am inneren Joch erreicht wird. Die Zapfen sind an ihren inneren Enden mit exzentrischen Abschnitten versehen ausgebildet, die in dem verjüngten Teil 211 der Stift- schrauben 209 anliegen und die bei Drehung der Zapfen gegen die Köpfe 212 der Stiftschrauben widerlagern, wodurch - wie im Folgenden noch zu beschreiben - ein als Sperrung wirkendes Verklemmen dieser Teile erreicht wird.
Jeder Kopflehnenteil 217 besteht aus dem üblichen Rundkopfpolster 219 und ausserdem aus einem im Wesentlichen oben geformten Teil 220 mit flacher Auflagefläche 221 zur Abstützung des Kopfes des Patienten bei bestimmten Untersuchungen, worauf noch Bezug genommen wird. Aus der im Vorausgegangenen gezeigten Konstruktionsanordnung ist zu ersehen, dass die Polster 219 der Kopflehnenteile 217, wie in Fig. 21 zu sehen, in Kopfstützlage gedreht werden können, während welcher Bewegung die exzentrischen Abschnitte 218 die Stiftschrauben nach aussen zu drücken suchen, wobei sie nach innen auf die Enden des inneren Joches entsprechend rückwirken, sodass hierdurch jeglicher Bindungsdruck an den drehbar gelagerten Teilen des inneren Joches entspannt wird und die Kopflehnenteile 217 bewegungsmässig daher nicht gesperrt sind. Der gepolsterte Teil der Kopflehnenteile ist sonach in gespanntem Zustand jeweils frei beweglich für Verbringung in die jeweils passende Kopfstützlage. Wird jedoch andererseits der Kopflehnenteil 217 so ausgeschwungen, dass die flache Auflagefläche 221 in Kopfstützlage kommt, (Fig. 20) dann lagern die exzentrischen Abschnitte 218 nach innen gegen die inneren Köpfe 222 der Stiftschrauben 209 wider, wobei sie jeweils gegen die Lagerung in den Enden des inneren Joches rückwirken, wodurch die Enden des inneren und äusseren Joches in gegenseitige Verklemmung gezogen werden, während gleichzeitig die Zapfen 215 der Kopflehnenteile 217 ebenfalls verklemmt werden, sodass letztere und das innere Joch 213 automatisch in Verklemm- bzw. Sperrstellung kommen. Das innere Joch kann dabei in jedem gewünschten Winkel zu dem äusseren Joch eingestellt werden, bevor es verklemmt wird und die flachen Auflagenflächen 221 können so angeordnet werden, dass sie im Wesentlichen in der Ebene der Rückenlehne liegen, wenn letztere in Horizontallage verstellt ist, wie es in Fig. 5 gezeigt wird, wo diese Teile zusammen mit Beinlehne und Fussrast eine im Wesentlichen flache, tischähnliche Abstützunterlage bilden. In dieser Stellung bilden die flachen Auflageflächen 221 unverrückbare Kopfstützen, auf denen das Gesicht oder die Seiten oder der Hinterteil des Kopfes des Patienten während der Untersuchung oder Behandlung liegen können, was beispielsweise bei Durchführung von Anaesthesien sehr wünschenswert ist.
Gemäss Erfindung ist in Kombination mit der im vorausgegangenen beschriebenen Konstruktion eine vorteilhaft steigbügelartige Fusshalterung mit vorgesehen, die nächstliegend dem Stuhlsitzrahmen untergebracht ist und die dazu dient, die Fersen des Patienten bei nach rückwärts geneigter Lage auf dem Behandlungsstuhl abzustützen, wie es für manche Untersuchungen erforderlich ist. Diese Vorrichtung ist vorzugsweise in verstellbarer Anordnung zu den Armlehnen abgestützt, zu welchem Zwecke die letzteren jeweils an ihrer Oberseite 222 (Fig. 24, 25 und 29) unterhalb der oberen Armauflageflächen 98 ausgehöhlt sind, sodass dort eine Kammer oder Führungsbahn 223 gebildet wird, in der ein noch näher zu beschreibender ausziehbarer steigbügelartiger Arm aufgenommen wird. Von der Unterseite jedes Auflageteiles 98 in die Führungsbahn 223 herunterhängend, sind jeweils zwei Ansätze 224 und 225 (Fig. 29) angeordnet, in denen Öffnungen zur Aufnahme von Stellschrauben 226 und 227 vorgesehen sind, welch letztere in die Seiten 222 des Armlehnenrahmens jeweils am vorderen und hinteren Ende der Führungsbahn eingesetzt sind. Diese Stellschrauben haben konisch zulaufende Enden, die so angeordnet sind, dass sie an den Unterseiten der Öffnungen aufliegend angreifen, sodass der Armteil 98 jeweils auf der Oberseite des Armlehnengestells festsitzt. Jede Fusshalterstange 228 geht lose durch eine Führungsöffnung 229 hindurch, die sich jeweils im Armlehengestell am vorderen Ende der Führungsbahn befindet, sowie durch eine ähnliche Öffnung in einer Wandung 230 am Gestellrahmen, die quer zur Führungsbahn verläuft. Diese letztere Öffnung ist in ihrer lichten Abmessung jeweils durch eine Zwischenscheibe 231 verkleinert, um eine Stange oder Gleitschiene 228 in losem Paßsitz aufzunehmen. An dem Armteil 98 ist eine Blattfeder 232 befestigt, die mit ihrem freien Ende vor dem Lager in der Wandung 230 gegen die Fusshalterstange 228 gegenliegt, wodurch das vorne liegende Ende derselben um das Lager in der Wandung 230 nach unten gekippte wird. An der Unterseite der Stange 228 ist eine Anzahl voneinander abgesetzter Aussparungen 233 vorgesehen, die mit dem Kopf einer am Boden und vorderen Ende der Führungsbahn eingesetzten Stellschraube 234 jeweils in Eingriff kommen. Durch diese Konstruktionsanordnung ist die Fusshalterstange 228 infolge des Eingriffs jeweils einer dieser Aussparungen am
Kopf der Stellschraube 234, normalerweise gegen Gleitbewegung in der Führungsbahn gesperrt bzw. abgesichert. Wird jedoch das obere Ende der Fusshalterstange etwas angehoben, so wird die Stellschraube von der Stange übersprungen und die letztere kann verstellbar nach vorne ausgezogen werden, in welcher Stellung sie erneut durch Eingriff einer der Aussparungen am Kopf der Stellschraube gesperrt wird.
Die Fusshalterstange 228 ist an ihrem vorderen Ende 235 nach aussen und unten abgeschrägt und dort als Tragzapfen ausgebildet zur drehbaren Abstützung eines kurzen Verlängerungsteiles 236. Dieser Verlängerungsteil hat ein in entgegengesetztem Sinne abgeschrägtes Ende 237, an dem ein Lager ausgebildet ist, das an dem Zapfen 235 schwingen kann. Der Tragzapfen hat eine an seinem äusseren Umfang angeordnete Nut 238, die sich über einen Teil des Umfanges erstreckt und die dazu dient, das vorspringende Ende einer im Lager des Verlängerungsteiles 236 eingesetzten Schraube 239 aufzunehmen, sodass die Schwingbewegung des Verlängerungsteiles am Tragzapfen hierdurch begrenzt wird. Der Verlängerungsteil endigt in einen Winkelarm 240 und trägt ein Parallel-Gelenkführung zum Abstützen des Fusshalters, der nunmehr beschrieben wird.
An dem Verlängerungsteil 236 ist bei 242 ein verlängertes Gehäuse 241 drehbar gelagert und an dem Arm 240 des Verlängerungsteiles ist bei 243 ein Gelenkteil 244 drehbar gelagert, der in dem Gehäuse in Längsrichtung gleitet. Das gegenüberliegende Gehäuseende ist bei 245 an einem Ansatz 246 an dem Fusshalter 247 drehbar gelagert, welch letzterer ausserdem bei 248 mit dem vorderen Ende des Gelenkteiles 244 durch Drehzapfenlagerung verbunden ist. Hierdurch ist eine Parallel-Gelenkführung geschaffen, mittels deren das Gehäuse an seinem vorderen Ende nach oben gekippt werden kann, um dadurch den Fusshalter hochzurichten, der im übrigen durch die Gelenkführung in im Wesentlichen stets horizontaler Parallel-Lage zu Stuhlsitz gehalten wird.
Zwecks Feststellung oder Sperrung des Fusshalters in seinen verschiedenen Vertikalverstellungen ist eine als Sperrklinke wirkende Stange 249 bei 245 an dem Gehäuse drehbar gelagert, die an ihrem entgegengesetzten Ende eine scharfe Kante 250 aufweist, mit der sie in eine Anzahl Einkerbungen 251 an dem Gelenkteil 244 eingreift. Eine Feder 252 ist mit ihrem einen Ende an dem Gelenkteil 244 und mit ihrem anderen
Ende an der Sperrklinkenstange 250 befestigt, um letztere so zu richten, dass sie normalerweise mit einer der Einkerbungen in Eingriff steht, wodurch der Fusshalter in seiner jeweils hochgestellten Lage gehalten wird. Zur Entsperrung der Gelenkverbindung zwecks Senkens des Fusshalters ist eine Stange 253 bei 248 an dem Gelenkteil 244 drehbar gelagert, die einen über den Gelenkteil 244 hinaus nach unten vorspringenden Knopf 254 trägt. Die Anordnung der Konstruktionsteile ist dabei so getroffen, dass ein Aufwärtsdruck auf den Knopf die Stange 253 anhebt; diese greift denn ihrerseits an de Sperrklinkenstange 250 an und drückt dieselbe nach oben, sodass sie von den Einkerbungen in dem Gelenkteil 244 abgehoben wird. Hierdurch kann das Gehäuse zusammen mit dem Fusshalter in Horizontalstellung nach unten gesenkt werden, in welcher Stellung dasselbe durch Anschlag der Gehäusekopfwand gegen die Kopfseite des Armverlängerungsteiles 236 gegen Weiterführung gesperrt wird. Der Bereich dieser Vertikal-Verstellbarkeit des Fusshalters ist in Fig. 8 veranschaulicht.
Aus vorstehender Konstruktionsanordnung ist zu ersehen, dass bei Stellung des Gehäuses 241 und des Fusshalters 247 in Horizontallage, wie sie in Fig. 8 durch gestrichelte Linien angedeutet ist, vorstehende Teile und der Armverlängerungsteil 236 an dem Tragzapfen 235 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung geschwungen werden können, wo sie ausserhalb und unterhalb der Armlehnen dicht zusammengeklappt aus dem Wege sind ind bei etwa chromplattierter Glanzausführung eine gefällige Stuhlverziehrung bilden. Bei Gebrauch, d.h. wenn sich die Stuhlsitzanordnung in Aufrechtstellung entsprechend Fig. 1 befindet, werden die Fusshalter um ihre Schrägzapfen nach auswärts und vorne in eine Stellung geschwungen, in der sie im Wesentlichen in Verlängerung der Armlehnen nach vorne und unten geneigt sind. In dieser Lage können die Fersen des Patienten in den steigbügelartigen Ringen aufsetzen, worauf die Stuhlteile in eine weiter nach rückwärts geneigte Stellung gekippt werden können, wobei dann der Patient automatisch in die jeweils anatomisch richtige Untersuchungsstellung gebracht wird. Ein von oben gesehener Grundriss des Behandlungsstuhles in dieser Stellung ist in Fig. 4 gezeigt.
Durch die Erfindung ist somit eine verbesserte und vorteilhafte Anordnung von Rücken- und Armlehne gegenüber dem Stuhlsitzrahmen gegeben, wodurch eine anatomisch richtige und mechanisch ausgleichende Gelenkbewegung von Rücken- und Kopflehne erreicht wird. Dabei ist die Führung von Rücken- und Kopflehne, in Erhöhung der Annehmlichkeit für den Patienten, der Körperbewegung desselben jeweils günstig angepasst. Die Bewegungen von Rücken- und Kopflehne werden in bequemer Weise durch einen Sperr- oder Blockierhebel gesteuert, der sich in stets gleichbleibender Relativstellung hinter der Rückenlehne befindet, so dass diese Stuhlteile leicht so weit gekippt werden können, dass sie im Wesentlichen in der Stuhlebene liegen. Während dieser Kippbewegung wirkt gleichzeitig eine Feder als Gegenausgleich gegen das Gewicht von Patient und Stuhlteilen. Die mit breiter Auflagefläche versehenen Armlehnen sind mit der Rückenlehne und dem Stuhlsitz mechanisch derart verbunden, dass sie automatisch mit der Rückenlehne gekippt werden können und bei vollständiger Horizontalausstreckung des Behandlungsstuhles als Teil der so erzeugten tischähnlichen Abstützung im Wesentlichen in derselben Horizontalebene liegen. Die Armlehnen haben weiter die Funktion, als Gelenkverbindung zu dienen, die an den Gestellrahmen für Beinlehne und Fussrast automatisch nach oben schwingt, wenn die Rückenlehne gesenkt wird, wodurch Beinlehne und Fussrast angehoben werden und bis in völlig ausgestreckte Horizontallage nach oben gekippt werden können, sodass der Behandlungsstuhl dabei in eine im Wesentlichen flache, tischähnliche Abstützunterlage für den Patienten verwandelt wird. Die Fussrast wird während dieser Kippbewegung stets horizontal gehalten und dieselbe kann mit oder ohne Beinlehne als Polsterauflage vertikal verstellt werden oder sie kann erforderlichenfalls auch dicht gegen den Gestellrahmen unter die Beinlehne zurückgeklappt werden. Falls gewünscht, können jedoch Beinlehnen- und Fussrastgestellrahmen aus ihrer mechanischen Verkupplung gelöst werden, sodass sie dann während der Rückwärts-Kippbewegung der anderen Stuhlteile in Tiefstellung verbleiben. Die Rückenlehne ist mit einer Kopflehne versehen, die je nach Wahl abwechselnd verfügbare Kopfstütz-Auflageflächen hat, die jeweils entweder zur Aufrechtstellung oder für nach rückwärts geneigte Behandlungsstellung des Patienten geeignet sind. Die steigbügelartige Fusshalterung ist bequem für gemeinsame Bewegung mit der Arm- und Rückenlehne angeordnet und dient dazu, die Anpassung des Behandlungsstuhles an die jeweils erforderliche
Körperlage des Patienten zu erleichtern; diese Fusshalterung kann jeweils dicht an die Stuhlseiten zurückgeklappt werden, wenn sie aus dem Wege sein soll. Der Behandlungsstuhl kann als Ganzes bequem an der Trag-Stuhlsäule in irgend eine gewünschte Schräglage gegenüber der Horizontalebene gekippt werden und zwar unabhängig von der Stellung der einzelnen Stuhlteile gegenüber dem Stuhlsitzrahmen. Diese Kippbewegung kann in bequemer Weise durch einen Hebel gesteuert werden, der stets in derselben, durch die Konstruktionsanordnung gegebenen Relativstellung gegenüber einer der Armlehnen des Behandlungsstuhles verbleiben.
Aus dem Vorausgehenden ist sonach zu ersehen, dass die Erfindung die beabsichtigten Zwecke verwirklicht und während dieselbe im Vorstehenden unter Hervorhebung der Einzelheiten einer bevorzugt geeigneten Ausführungsform erläutert wurde, soll noch darauf hingewiesen werden, dass dies keineswegs im einschränkenden Sinne zu verstehen ist, da selbstverständlich mannigfache Abänderungen in der Konstruktion und Anordnung der Einzelteile gemacht werden können, die im Bereich der Erfindungsidee liegen.

Claims (45)

1.) Medizinischer Behandlungsstuhl mit einem Rahmen, gekennzeichnet durch einen Sitz, eine Rückenlehne und Armlehnen, wobei diese Lehnen beweglich untereinander und mit dem Rahmen so verbunden sind, daß die Lehnen gleichzeitig in und aus Stellungen bewegt werden können, die annähernd in der Ebene des Sitzes liegen, damit der Stuhl in ein tischähnliches Gerät umgewandelt werden kann.
2.) Medizinischer Behandlungsstuhl mit einem Rahmen, gekennzeichnet durch einen Sitz, eine Rückenlehne und eine Fußlehne, wobei diese Lehnen beweglich untereinander und mit dem Rahmen so verbunden sind, daß die Lehnen gleichzeitig in und aus Stellungen bewegt werden können, die annähernd in der Ebene des Sitzes liegen, damit der Stuhl in ein tischähnliches Gerät umgewandelt werden kann.
3.) Medizinischer Behandlungsstuhl mit einen Rahmen, gekennzeichnet durch einen Sitz, eine Rückenlehne, Armlehnen und eine Fußlehne, wobei diese Lehnen beweglich untereinander und mit dem Rahmen so verbunden sind, daß die Lehnen gleichzeitig in und aus Stellungen bewegt werden können, die annähernd in der Ebene des Sitzes liegen, damit der Stuhl in ein tischähnliches Gerät umgewandelt werden kann.
4.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen an einer Basis kippbar angeordnet und mit einem Sitz, einer Rückenlehne und Armlehnen versehen ist.
5.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lehnen unabhängig von einander gegenüber dem Sitz kippbar angeordnet und zwischen den Lehnen nachgiebige Verbindungen vorgesehen sind, die eine Kippbewegung der einen Lehne bei einer Kippbewegung der anderen ermöglichen.
6.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne drehbar mit den Sitzrahmen verbunden und ebenfalls die Fußlehne drehbar an diesem Rahmen angeschlossen ist, und ferner die Fußlehne und die Rückenlehne nachgiebig so miteinander verbunden sind, daß eine Drehbewegung der Rückenlehne eine entsprechende Drehbewegung der Fußlehne auslöst.
7.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußlehne von den übrigen Lehnen so abschaltbar ist, daß sie gegenüber diesen anderen Lehnen eine unabhängige Bewegung durchführen kann.
8.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Rückelehne als auch die Fußlehne an dem Sitzrahmen kippbar angeordnet und die Armlehnen an diesen Sitzrahmen und die Rückenlehne kippbar angeschlossen sind und ferner zwischen den Armlehnen und der Fußstütze eine Verbindung besteht, welche die Kippbewegung der Fußstütze ermöglicht.
9.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Armlehnen und der Fußstütze lösbar ist, so daß die Fußlehne eine Bewegung unabhängig von den Bewegungen der Rückenlehne und den Armlehnen durchführen kann.
10.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne gegenüber dem Sitzrahmen nicht nur kippbar sondern auch hin und her beweglich ist und die Armlehnen mit dem Sitzrahmen und der Rückenlehne so beweglich miteinander verbunden sind, daß sich die Rückenlehne bei der Kippbewegung gegenüber dem Sitzrahmen auch hin und her bewegt.
11.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Sitzrahmen ein Führungsglied drehbar verbunden und an diesem Führungsglied die Rückenlehne gleitbar ist.
12.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsglied an der Rückseite des Sitzrahmens angeordnet und die Rückenlehne gegenüber diesem Führungsglied sowohl gleitbar als auch drehbar an die Ebene des Sitzes ist und daß ferner mit dem Sitzrahmen und der Rückenlehne Hebel schwenkbar verbunden sind, die eine Gleitbewegung der Rückenlehne an dem Führungsglied in Richtung auf den Sitz ermöglichen, während die Rückenlehne ihre Schwenkbewegung in die Ebene des Sitzes ausführt.
13.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkverbindungen der Rückenlehne und des Sitzrahmens in der Mitte des Sitzes angreifen.
14.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Armlehnen und die Fußstütze so lösbar miteinander verbunden sind, daß eine Bewegung der Armlehnen eine Bewegung der Fußstütze nach sich zieht.
15.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Armlehnen und die Fußlehne in Antriebsverbindung miteinander stehen, so daß alle Lehnen gleichzeitig in die Ebene des Sitzes verstellt werden können und so der Stuhl in ein tischähnliches Gerät umgewandelt werden kann.
16.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 15, gekennzeichnet durch Feststellmittel, mit denen die Rückenlehne in verschiedene Schwenkstellungen einstellbar ist, sowie ferner gekennzeichnet durch einen Hebel zum Antrieb dieses Feststellmittels, wobei dieser Hebel an der Rückenlehne angeordnet ist.
17.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne durch eine Rollenkupplung gegenüber einer drehenden Senkbewegung am Rahmen blockiert und ein Hebel für die Freigabe der Kupplung vorgesehen ist.
18.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Sitzrahmen konzentrisch zu dem Schwenkpunkt der Rückenlehne eine gebogene Kupplungsfläche vorgesehen ist und mit dieser Fläche eine Rolle zusammenwirkt und daß ferner die Rolle während der Senkbewegung der Rückenlehne gegenüber der gebogenen Kupplungsfläche verkeilbar ist, so daß dadurch die Rückenlehne in der eingestellten Lage festgestellt wird, und weiter die Rolle von dem Keil lösbar ist, um eine Senkbewegung der Rückenlehne auszulösen.
19.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen mit Hilfe eines Hebels von dem Keil lösbar sind und so eine Senkbewegung der Rückenlehne ausgelöst werden kann und daß ferner der Hebel schwenkbar an der Rückenlehne angeordnet ist.
20.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Sitzrahmen einander gegenüberliegende bogenförmige Kupplungsflächen vorgesehen sind und der Keil mit sich verjüngenden Enden ausgerüstet ist, und daß ferner an dem Sitzrahmen Federn angeordnet sind, die ein nachgiebiges Einrücken der Rollen in die Kupplungslage ermöglichen.
21.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne in ihrer untersten Lage duch Sperrmittel feststellbar ist.
22.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzrahmen um eine Achse der Basis kippbar und die Rückenlehne mit dem Sitzrahmen schwenkbar verbunden ist, und ferner die Armlehnen um eine Achse drehbar sind, die in Abstand von der ersten Achse verläuft.
23.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellmittel für den Sitzrahmen in den eingestellten Kipplagen an der Basis aus einem Stoßglied bestehen, dessen einander gegenüberliegende Enden konzentrisch zu den beiden Achsen liegen.
24.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Stoßgliedes mit einem Teil der Sperrmittel verbunden und das andere Ende des Stoßgliedes an der Schwenkachse der einen der Lehnen liegt.
25.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Stoßglied als Stoßstange ausgebildet ist, deren eines Ende an den Antriebsteil des Sperrmittels angeschlossen ist und deren anderes Ende in der
Achse der Armlehne ruht, wobei an der Achse der Armlehne Nocken vorgesehen sind, die eine Verstellung der Stoßstange längs der Achse der Armlehne ermöglichen.
26.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzrahmen und die mit ihm verbundene Rückenlehne einerseits und ein Fußstützenrahmen anderseits durch miteinander zusammendrückende Verbindungsteile so aneinander geschlossen sind, daß bei einer Verstellung des einen Verbindungsteiles in und aus der Eingriffslage mit dem anderen Verbindungsteil eine Kippbewegung des Fußstangenrahmens ausgelöst wird, wenn die Rückenlehne eine Kippbewegung ausführt.
27.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsteil ein Arm und ein Plunger dienen, wobei der Arm am Sitzrahmen schwenkbar und mit der Rückenlehne verbunden ist, während der Plunger am Fußstützenrahmen angeordnet ist.
28.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 26 und 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze und der Sitzrahmen durch ein Gestängeparallelogramm miteinander verbunden sind, durch das die Fußstütze in einer bestimmten Lage gegenüber dem Sitzrahmen gehalten wird.
29.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestängeverbindung zwischen der Fußstange und dem Sitzrahmen lösbar ist, um dadurch eine unabhängige Bewegung der Fußstütze gegenüber dem Fußstützenrahmen zu ermöglichen.
30.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußstützenrahmen am Sitzrahmen und die Fußstütze am Fußstützenrahmen einstellbar ist, wobei die Fußstütze mit einem unteren Stützteil und einem oberen Fußaufnahmeteil versehen ist und diese Teile in verschiedenen Höhenlagen zueinander verstellbar sind.
31.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Sitz ein Rahmen schwenkbar angeordnet ist, an dem sich eine Beinstütze befindet.
32.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß an dem gegenüber dem Sitz verschwenkbaren Rahmen sowohl die Beinstütze als auch die Fußstütze angeordnet und die Verbindungen zwischen der Beinstütze und dem Rahmen so getroffen sind, daß die Beinstütze wahlweise auf dem Rahmen oder auf der Fußstütze abgelegt werden kann.
33.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach Anspruch 32, da- durch gekennzeichnet, daß die Fußstütze gegen den Rahmen in einer unwirksamen Lage faltbar ist und die an dem Rahmen einstellbar angeordnete Beinstütze die Fußstütze in deren gefalteten Lage überdeckt.
34.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Lage der Beinstütze zum Rahmen so einstellbar ist, daß die Stütze in der Faltlage auf dem Rahmen ruht oder in der gestreckten Lage auf dem Fußaufnahmeteil der Fußstütze in deren verschiedenen Höhenlagen aufliegt.
35.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückenlehne eine Kopfstütze angeordnet ist, deren Kopfhalteteil nahezu flach verläuft und in und aus einer Lage bewegbar ist, die durch die Ebene des Sitzes bestimmt ist.
36.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach dem Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstütze aus einem Paar hohlgeformter Backen sowie einer flachen Kopfhaltefläche besteht, und daß ferner Antriebsmittel vorgesehen sind, die entweder die hohlen Backen oder die ebenen Flächen in die Betriebslage bringen.
37.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 35 und 36, dadurch gekennzeichnet, daß die ebenen Halteflächen der Kopfstütze in die Ebene der Rückenlehne verstellbar sind.
38.) Kopfstütze für medizinische Behandlungsstühle nach den Ansprüchen 1 bis 37, gekennzeichnet durch einen äusseren Tragbügel um eine Achse verschwenkbaren inneren Tragbügel, ein an dem äusseren Tragbügel um eine andere Achse drehbaren Gliederpaar, sowie durch Mittel, die bei der Drehbewegung der Glieder in eine bestimmte Stellung an dem inneren Tragbügel verstellt werden, wobei die Glieder und der innere Tragbügel gegenüber einer Drehung um diese Achse festgeklemmt werden.
39.) Kopfstütze nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Tragbügel mit Zapfen versehen ist, auf denen der andere Tragbügel drehbar gelagert ist und jedes Kopfstützglied mit einem Zapfen an dem inneren Tragbügel drehbar abgestützt und mit einem Exzenterteil versehen ist, der mit einem der Zapfen in Eingriff steht.
40.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 39, gekennzeichnet durch einen Sitz, Führungsbahnen auf beiden Seiten des Sitzes sowie ausstreckbaren Stangen, die in den Führungsbahnen gleitbar und mit Klemmen versehen sind.
41.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Führungsbahnen gleitbar ausstreckbaren Stangen mit faltbaren Endteilen versehen und die Klemmen auf diesen Endteilen einstellbar sind.
42.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 40 und 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Armlehnen mit Führungsbahnen und die ausstreckbaren Stangen an diesen Führungsbahnen gleitbar sowie mit Klemmen versehen sind, die bei der gleitenden Streckung der Stangen in die Gebrauchslage verstellt werden.
43.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 40 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß an die ausstreckbaren Stangen Endteile angelenkt sind, so daß sie um Achsen schwingen können, die gegenüber dem Sitz seitlich nach außen und unten geneigt sind, und daß ferner an diesen Endteilen Klemmen angeordnet sind, die bei der Gleit- und Schwingbewegung der Stangen aus einer ausgestreckten Gebrauchslage in eine zurückgezogene Stellung an den Seiten des Sitzes verstellt werden können.
44.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach den Ansprüchen 40 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmen durch die Gleit- und Schwingbewegungen der Stangen sowie der Ansätze nach vorn und hinten und der Höhe nach verstellbar sind.
45.) Medizinischer Behandlungsstuhl nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmen an den Verlängerungen senkrecht verstellbar und die Klemmen durch ein Gestängeparallelogramm in der waagerechten Lage an den Verlängerungen gehalten sind.

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