DEP0055074DA - - Google Patents
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Description
(AB Max Il-Denkmal, Hau· CaM Vlkttrla)
Telefon: Ί614
Wiirttembergisehe Metallwarenfabrik
in Geislingen (Steige)
Tecknisekes Email
Die Erfindung bezieht sick auf technische Emails und auf die Verwendung derselben für technische Zwecke·
Die in der ieehnik angewendeten, bekannten Emails sind
durch Schmelzen oder Fritten entstandene, vorzugsweise glasig erstarrte Massen mit anorganischer, in der Hauptsache oxydischer
Zusammensetzung, welche in einer oder mehreren Schichten, gegebenenfalls mit besonderen Zuschlägen, auf
metallische Werkstoffe oder Werkstücke aufgeschmolzen werden.
Die zur Herstellung solcher Emails verwendbaren Stoffe setzen sich in wesentlichen aus glasbildenden Stoffen und aus Hilfsstcffen
wie Oxydationsmitteln, Haftoxyden, Farboxyden und friibungsmittelc. zusammen·
Die Gehalte an den wesentlichsten Oxyden sind bei den bekannten, technisch verwandbaren Emails begrenzt durch die
praktischen Anforderungen bezüglich ihrer mechanischen Eigenschaften,
nämlieh Zug- und Druckfestigkeit, Elastizität, Harte, Schlagfestigkeit, ihrer thermischen Eigenschaften
wie Schmelzbarkeit, Wärmeleitung, Ausdehnung, Warmfestigkeit,
und ihrer chemischen Eigenschaften, wie vor allem der Beständigkeit gegen Säuren und laugen. Es ergeben sich daher
bei den üblichen technischen Emails im wesentlichen Gehalte an Kieselsäure (SiO^) bis zu 65 $>t an Alkalioxyden (Natriumoxyd
Ha2O und/oder Kaliumoxyd K2O) bis zu 25 ^, an Aluminiumoxyd
(AlgO,) bis zu 8 $, an Caleiumoxyd (CaO) bis zu
8 $, an Borsäure (B2O,) bis zu 20 #, an Fluoriden bis zu
25 $.
Diese technischen Emails genügen zwar den oben genannten Anforderungen, herden aber an sie Anforderungen elektrischer
Art gestellt, indem sie als elektrisch isolierende Schichten wirken sollen, so zeigt es sich, dass diese Emails
nux bei normaler oder höchstens bei verhältnismäßig niedriger
Temperatur als elektrische Isolatoren dienen können, während sie bei steigender (Temperatur diese Eigenschaft mehr
und mehr verlieren. Dieser Haehteil schloß bisher solche Emails von-der Verwendung für viele Gebiete aus.
Durch die Erfindung wird nun bezweckt, diesen Mangel zu beseitigen und ein technisches Email zu schaffen, welches
den üblichen technischen Anforderungen entspricht, zugleich aber auch besonderen Anforderungen in elektrischer Hinsicht
genügt, derart, dass das neue Email auch bei höheren Temperaturen als elektrisch isolierende Schicht verwendet werden
kann. ErfindungsgemäS wird dies im wesentlichen dadurch erreicht,
dass die in technischen Emails üblicher Zusammensetzung enthaltenen Stoffe mit hoher lonenleitfähigkeit,
insbesondere die Alkalioxyde (Natrium- und Kaliumoxyd),
durek Stoffe mit geringerer Ionenleitfähigkeit ersetzt werden. Hierfür sind Stoffe wie Bleioxyd (PlaO), Bariumoxyd (BaO)
und Calciamoxyd (OaO) "besonders geeignet·
Demgemäß sind bei einem Email gemäß der Erfindung
vor allem die Alkalioxyde ganz oder größtenteils durch Bleioxyd und/oder Bariumoxyd ersetzt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ergibt sick beispielweise "bei völliger Freikeit
von Alkalioxyden ein Email, welckes im wesentlichen zusammengesetzt
ist aus 20 - 40 i> Kieselsäure (SiO2), 40 - 65 $
Bleioxyd (P¥0) and/oder Bariumoxyd (BaO), "bei einem Genalt
an. Caleiumoxyd (CaO) "bis au 6 $>
und an Aluminiumoxyd (Al2O*)
bis zu 6 $>* Ein Gekalt an Borsäure (B2O,) ist günstig, wird
aber zweckmäßigerweise zur Erreickung eines genügend koken
Ausdehnungskoeffizienten au Gunsten von anderen Oxyden unter das sonst üdliehe IaB "bis unter 5 $>
gesenkt.
Untersuchungen über die elektrische Leitfähigkeit
von Emails mit erfindungsgemäßer Zusammensetzung in einem großen Temperaturbereich kat euer gels en, dass die neuen Emails
den bisker bekannten technischen Emails weit UTd erleg en sind.
In der Zeicknung ist das Ergebnis einer solchen Untersuckung
veransekaalickt, und zwar zeigt die grapkiseke Darstellung die elektriseke leitfähigkeit in im
Semperaturbereick von etwa 20 Ms 500° C, wobei die Kurve I
die bekannten technischen Emails umfasst, während die Kurve Ii die Werte für die neuen Emails gemäß der Erfindung zeigt.
Beide Kurven zeigen Mittelwerte, da in jedem Fall verschiedene Zusammensetzungen innerkalb der zulässigen Grenzen etwas
abweichende Werte ergeben können, laßgete-nd ist aber der
charakteristische Verlauf der Kurven und die Satsacke, dass
die Werte der Kurve II für Emails erfindungsgemäßer Zusammensetzung
in einer wesentlich günstigeren Größenordnung liegen als die Uferte der Kurve I der bekannten Emails. Infolgedessen
können Emails gemäß der Erfindung tatsächlich vorteilhaft als elektrisch isolierende Schichten in einem Temperaturbereich
bis praktisch 500° C verwendet werden.
Das Anwendungsgebiet von Emails gemäß der Erfindung
ist sehr groß, line besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht in der Anwendung der Emails bei elektrischen
Geräten, insbesondere Elektrowärmegeräten, welche durch elektrische Widerstandsheizung erwärmt werden sollen.
Hierbei kann erfindungsgemäß die stromführende Widelrstandsschicht
in irgend einer Form, z. B. als Folie, Band oder Draht unmittelbar auf eine Emailschicht gemäß der Erfindung
aufgebraaht werden, ohne dass weitere, den Wärmeübergang
störende isolierende Zwischenschichten aus anderen Materialien notwendig sind.
Emails gemäß der Erfindung können je nach den Anforderungen und nach der Art des metallischen Untergrundes in
einer oder in mehreren Schichten, oder in Verbindung mit einer oder mehreren Schichten von Grundemail als Deckemail
verwendet werden. In letzterem Falle ist es zweclcmäßig, die
Deckemails durch in der Emailtechnik allgemein bekannte Farbkörper zur äußeren Unterscheidung von dem Grundemail anders
zu farben· Im übrigen entspricht die technische Erzeug-ung (Schmelzen, Fritten) und die Verarbeitung (Auftragen, Einbrennen)
der erfindungsgemäßen Emails den Verfahren, die bei der Erzeugung und Verarbeitung der bekannten technischen
Emails angewendet werden.
Patentansprüche
Claims (4)
- Patentansprüche1·) Teeknisekes Email mit Gekalten an Kieselsäure und zusätzlichen Oxyden, d a d u r e k gekennzeieknet, dass zwecks Erzielung besserer elektriscker Isolierfähigkeit auck bei kökeren !Temperaturen diejenigen in den üblicken teekniseken Emailzusammensetzungen enthaltenen Stoffe, weiche "bei steigender Temperatur eine erkökte lonenleitfäkigkeit aufweisen, «ie insbesondere die Alkalioxyde (latriumoxyd und Kaliumoxyd), durek Stoffe mit geringerer Ionenleitfäkigkeit, wie vorzugsweise Bleioxyd, Bariumoxyd, Calciumoxid, ganz oder größtenteils ersetzt sind·
- 2.) Email naak Anspruch 1, gekennzeicknet durek einen Gekalt von 20-40 $> Kieselsäure, 40 - 65 $» Bleioxyd und/oder Bariumoxyd, "bis zu 6 i» Caleiumoxyd, bis zu 6 $ Aluminiumoxyd und bis zu 5 $» Borsäure.
- 3.) Die Verwendung eines Emails nack Anspruek 1 oder 2 als elektrisck isolierende Sckickt for elektriscke Geräte und Zubehörteile, insbesondere für Elektrowärmegeräte.
- 4.) Elektriscke Geräte od. dergl. nack Anspruek 3, dadurck gekennzeichnet, dass die strQmfiikrenden Teile unmittelbar auf eine Bmailsekickt gemäß Anspruek 1 oder 2 aufgebracht oder in solcke Sckickten eingebettet sind.b») Elektrische Geräte od. der.gl. nack Anspruek 5 oder 3 und 4, aaaurek gekennzeichnet, dass auf eine Metallunterlage eine oder mehrere Emailsckickten gemäß Anspruek 1 oder 2 für sick oder als Deckemail auf einer oder mehreren Schichten Grundemails bekannter Art aufgebracht sind. PATENTANWALT?. F. EITNER
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