DEP0054964DA - Kalanderaggregat zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen - Google Patents
Kalanderaggregat zur Verarbeitung von thermoplastischen KunststoffenInfo
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Description
Thermoplastische Kunststoffe, z.B. Polyvinylchlorid, Polyakrylsäureester o.dgl., werden üblicherweise in Kalandern zu Puppen, Fellen oder Folien verarbeitet. Die Geschwindigkeitsregelung der Kalander üblicher Bauart erfolgt dabei bisher entweder durch einen Nebenschlußmotor oder durch ein stufenloses Kettengetriebe. Letzteres hat den Nachteil, daß der Motor bei einem plötzlichen Stromausfall, der bei irgendeiner Störung in der Zentrale leicht eintreten kann, nicht mehr regulierbar ist. Die Verwendung des Nebenschlußmotors hat wiederum den Nachteil, daß beim Abbremsen der Antriebsmotor schlagartig stillgesetzt wird und sich daher vorzeitig abnutzen muß. Auch der Leonard-Satz hat diesen Nachteil.
Es wurde nun gefunden, daß beide Nachteile in einfacher Weise dadurch vermieden werden können, daß zur Geschwindigkeitsregelung zwischen dem Antriebsmotor und der Kalanderwelle eine Flüssigkeitskupplung eingeschaltet wird. Als besonders geeignetes Aggregat erwies sich beispielsweise die bekannte Kupplung von Voith-Sinclair. Ein solches Aggregat entspricht allen Bedürfnissen der Kalandriertechnik bei weichem und schonendem Betrieb des Kalandermotors. Beim Anfahren des Kalanders kann er bei voller Drehzahl des antreibenden Elektromotors von Null auf jede gewünschte Geschwindigkeit gesteuert werden. Beim Abschalten läßt sich der Kalander schlagartig abbremsen und zum Stehen bringen, während der Motor infolge der Wirkung der Flüssigkeitskupplung auslaufen kann.
Die schweren Antriebsmotore werden bei Abschaltung der Kalander und Abbremsung derselben durch Bremslüfter nie schlagartig abgebremst. Durch Betreiben der Oelpumpe der Kupplung auch bei Stillstand des Motors oder durch entsprechende elektrische Steuerung der Kupplung, die die Pumpe beim Abschalten automatisch nachlaufen läßt, ist es nicht mehr notwendig, den Antriebsmotor des Kalanders unter Last ein- oder auszuschalten. Dies bedingt eine erhebliche Schonung des Antriebsmotors, der Zahnradgetriebe und des Kalanders selbst und mithin eine weitgehende Erhöhung der Betriebssicherheit und der Lebensdauer der Gesamtanlage.
Durch zusätzlichen Einbau einer selbsttätigen Steuerung der Flüssigkeitspumpe für das flüssige Medium der Kupplung (Oel) läßt sich der Betrieb des Kalanders noch vorteilhafter gestalten. Man kann mittels der Pumpe in kürzester Zeit die Oelmenge in der gewünschten Weise variieren und dadurch das Arbeitstempo des Aggregates regulieren. Durch Kupplung dieser Regulierungspumpe mit einem Notstromaggregat kann bei Ausfall der normalen Stromzuführung selbsttätig die Oelmenge in der Kupplung in kürzester Zeit soweit verringert werden, daß der Kalander ohne Störung stillgesetzt wird.
Als Antriebsmotor 1 wird ein ganz normaler Kurzschlußläufer verwendet. Zur Herabsetzung der hohen Motordrehzahl ist zwischen Motor und Kalander ein ein- oder zweistufiges Getriebe 3 angeordnet. Zwischen diesem Getriebe und Antriebsmotor 1 wird die an sich bekannte Kupplung von Voith-Sinclair 2 mit elektrisch angetriebener Oelpumpe 4 eingebaut.
Die Kupplung übernimmt gleichzeitig zwei Aufgaben, erstens als Kupplung an sich und zweitens als Regelorgan.
Als Sonderheit ist der Oelpumpenmotor so geschaltet, daß er beim Abschalten des Hauptmotors 1 eine mittels Zeit-Relais einstellbare Zeitdauer nachläuft und das Oel aus der Kupplung 2 bis zu einem höchstmöglichen Minimum herauspumpt. Damit dieses auch bei einem Stromausfall möglich ist, ist der Oelpumpenmotor an das Notstromnetz mit angeschlossen.
Beim Anfahren wird der Hauptmotor 1 eingeschaltet und läuft auf voller Drehzahl an, während der Kalander noch stillsteht. Dann wird der Oelpumpenmotor so lange auf Füllung eingeschaltet, bis der Kalander anläuft und die gewünschte Drehzahl erreicht ist. Beim Abschalten der Oelpumpenanlage 4 läuft der Kalander mit gewünschter Drehzahl weiter.
Wird eine andere Drehzahl des Kalanders gewünscht, so wird der Oelpumpenmotor entweder auf Füllung oder auf Entleerung geschaltet, je nachdem ob eine höhere oder niedere Drehzahl gewünscht wird. Ist die gewünschte Drehzahl erreicht, wird der Oelpumpenmotor abgeschaltet.
Beim Abstellen des Kalanders wird der Antriebsmotor 1 abgeschaltet. Infolge der elektrischen Schaltung des Oelpumpenmotors, läuft der Oelpumpenmotor automatisch so lange nach, bis der Oelstand in der Kupplung 2 das höchstmögliche Minimum erreicht hat. Die Entleerung geschieht so rasch, daß der Antriebsmotor 1 trotz sofortigem Stillstand des Kalanders durch den Bremslüfter schon so weit ausgekuppelt ist, daß er auslaufen kann.
Derselbe Vorgang tritt auch ein, wenn der Kalander durch eine notwendige Notschaltung oder durch Stromausfall zum Stillstand kommt.
Das beschriebene Aggregat ist für die Verarbeitung aller Werkstoffe geeignet, die nach ihrer Beschaffenheit mit den weiter oben genannten Kunststoffen mehr oder weniger vergleichbar sind.
Claims (2)
1.) Kalanderaggregat zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen, bestehend aus einem Kalander mit Getriebe und einem antreibenden Elektromotor, gekennzeichnet durch eine zwischen dem Antrieb (1) und dem Kalandergetriebe (3) kraftschlüssig geschaltete Flüssigkeitskupplung an sich bekannter Bauart (2) nebst Oelpumpe (4).
2.) Kalanderaggregat nach Patentanspruch 1), gekennzeichnet durch eine solche Schaltung der Oelpumpe (4), daß sie bei Abschaltung des Hauptmotors (1) selbsttätig nachläuft, so daß ein Wiederanlaufen des Kalanders unter Last vermieden ist.
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