DEP0054148DA - Verfahren zur Gewinnung eines Arzneimittels zur Behandlung von auf hemmungslosem Wachstum von Zellen o.dgl. beruhenden Erkrankungen, wie Leukämie usw. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Arzneimittels zur Behandlung von auf hemmungslosem Wachstum von Zellen o.dgl. beruhenden Erkrankungen, wie Leukämie usw.

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DEP0054148DA
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Expired
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English (en)
Inventor
Norbert Dr. med. Gerlich
Original Assignee
Dr. August Wolff Chem.-pharm. Fabrik, Bielefeld
Publication date

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Description

Dr. Otto Loesenbeck
Patentanwalt
(21a) Bielefeld
Herforder Straße 17
Dr.L/Mü. - , Lll
Dr0August Wo 1 f f, Gheraische-Fabrik KvGT0, Bielefeld Erfinder; Dr.med0 Horbert Gerlich, Schildescherstre 89, Bielefeld
Verfahren zur Gewinnung eines Arzneimittels zur Behandlung von auf hemmungslosem Viachstum von Zellen ο„dgl. beruhenden Erkrankungen, wie Leukämie etc.
Aus klinischen Erfahrungen ist zu schliessen, dass die Milz, wie überhaupt alle Organe9 die retikuloendotheliales Gewebe besitzen, auf die Blutbildung einen regulierenden Einfluss ausüben,, Extrakte aus diesen Organen, die beispielsweise aus einer gesunden Milz gewonnen werden, haben sich allerdings zur Behandlung von Erkrankungen des blutbildenden Systems als unwirksam erwiesen. Trotz dieser Tatsache wurde von Seiten der Klinik weiterhin die hemmende Funktion der Milz auf das blutbildende System vermutet. Der Erfinder kam zu der Erkenntnis, dass in der normalen Milz entweder die Menge des gebildeten hypothetischen Hemmstoffes zu gering ist oder diese Wirkstoffe in inaktiver Form vorliegen»
Auf dieser Erkenntnis basiert die vorliegende Erfindung, die ein Verfahren zur Gewinnung eines Arzneimittels aus diesen Organen zum Gegenstand hat, das zur Behandlung von Krankheiten geeignet ist, die auf ein hemmungsloses Wachstum von Zellen, Blutkörperchen o«,dgle zurückzuführen sind, beispielsweise der Leukämie, bestimmter Tumore u.dgl. Das Verfahren besteht darin, dass diese Wirkstoffe, also das neue Arzneimittel, aus künstlich veränderten oder krankhaft veränderten Milzen, Lymphgeweben etc gewonnen werden.
Bei diesem Erfindungsgedanken stützt sich der Erfinder auf die Beobachtung^ dass bei gewissen Erkrankungen, wie z.B. der Agranulocytose, der Bantischen Krankheit, der Milzvenenthrombose oder nach experimenteller Milzvenenligatur, stets eine starke Hemmung des blutbildenden Systems eintritt. Er schloss daraus» dass dabei eine erhöhte Produktion bzw. eine erhöhte Aktivierung des oder der Wirkstoffe eintreten muss, und das man aus diesen
Organen in diesem Zustande ein Arzneimittel gewinnen kann, das eine wachstumshemmende und damit heilende Wirkung auf alle Krankheiten ausüben muss, die auf einem hemmungslosen Wachstum von Zellen, Blutkörperchen o.dgl. beruhen, wie es beispielsweise bei der Leukämie, bei bestimmten Tumoren etc„ der Fall ist« Das Experiment hat die Richtigkeit des kühnen Erfindungsgedankens bestätigt. Mit Hilfe des aus diesen Organen gewonnenen Wirkstoffes sind Fälle von Leukämie der Heilung zugeführt worden»
Die Gewinnung der Wirkstoffe aus diesen künstlich veränderten oder krankhaft veränderten Milzen und Lymphgeweben geschieht in der Weise, dass man diese Organe in frischem, gefrorenem Zustande oder als Acetontrockenpulver als Ausgangsmaterial verwendet. In der Praxis wird man in der Hauptsache das Präparat aus warmblütigen Tieren, insbes. Pferden gewinnen, denen die Milzvene/^ei%lang unterbunden und darauf die Milz herausgeschnitten wird«, Daneben kann man auch die Organe von kranken Lebev/esen veröden,
a) die an Agranulocytose, BantischefKrankheit, Hypersplenief Milzvenenthrombose, Intestinalkrebs, Leukämie leiden oder litten,
b) denen die Milzvene aus irgendwelchen Gründen unterbunden wurde=
Weiterhin kann man die betreffenden Organe von gesunden und kranken Lebewesen veröden, d ie durch Autolyse oder Andauung mittels proteolytischer Enzyme vorbehandelt sind.
Die Extraktion des Wirkstoffes aus diesem Ausgangsmaterial erfolgt bei saurer oder alkalischer Eeaktion durch organische Lösungsmittel, die mit Wasser mischbar sind, Z0B0 Methylalkohol, AethAiol oder Aceton. Hach Abtrennung der Begleitproteine kann man den Wirkstoff bei kongosaurer Reaktion aussalzen,, Ausführungsbeispiel;
loo g Acetontrockenpulver von Hypersplenie- Milz werden zweimal mit je 2 Ltr. 50 ^igen Alkohols bei p^*2,5 über mehrereStund en extrahiert. Nach Einengung der vereinigten Rohextrakte macht man die Lösungen schwach alkalisch. Der unwirksame Niederschlag wird abzentrifugiert und die alkalische Lösung angesäuert und ausge-Salzen0 Dieser «Wirksame Niederschlag wird durch mehrmaliges Umfallen über das Pikrat und Pikrolonat gereinigt und darauf
zweckmässig in das Tartrat überführt. Die Substanz ist in lasser leicht löslich und wird vor der Injektion in saurer (p^ = 3) physiologischer laCl-Lösung gelöst*
Als lusgangsmaterial für die Herstellung solcher Stoffe, die Ieukopoese beeinflussen, kann in gleicher Weise auch das Blut von Mensch und Tier dienen, bei denen eine hemmende Funktion der Milz auf das Knochenmark vorhanden ist. Das Darstellungsverfahren
entspricht dem oben angegebenen aus Krankheit veränderter Milzenc

Claims (4)

Patentansprüche .
1. ) Verfahren zur Gewimnng eines Arzneimittels zur Behandlung von auf hemmungslosem Wachstum von Sellen o.dgl. beruhenden Erkrankungen9 wie Leukämie etc., dadurch gekennzeichnet, dass dieser Wirkstoff aus künstlich veränderten oder kraniihaft veränderten Milzen, Lymphgeweben etc. oder aus durch Autolyse oder Andauung mittels proteolytischer Enzyme vorbehandelt en Milzen etc. durch Extraktion mittels mit Wasser mischbarer organischer Lösungs mittel, wie Methylalkohol, Äthylalkohol oder Aceton^ gewonnen wird.
2. ) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Extraktion des Wirkstoffes aus diesen Organen in gefrorenem Zustande oder als Acetontrockenpulver erfolgt, und dass man nach Abtrennung der Proteine die Wirkstoffe bei kongosaurer Beaktion aussalzt.
3. ) Verfahren nach Anspruch I9und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgesalzene Produkt durch mehrmaliges Mllen mittels Pikrinsäure und Pikrolonsäure gereinigt und daraui in das Tartrat übergeführt wird.
4. ) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der extrahierte und ausgesalzene Wirkstoff in saurer physiologischer Kochsalzlösung gelöst wird.
5·) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Augangsmaterial Blut von Tieren und Menschen verwendet wirdf bei denen eine hemmende Funktion der IIilz auf das Knochenmark vorhanden ist*

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