DEP0052391DA - Vorrichtung zum Trennen aufgekitteter Porzellanisolatoren von den metallischen Befestigungsstützen mittels Heißluft. - Google Patents
Vorrichtung zum Trennen aufgekitteter Porzellanisolatoren von den metallischen Befestigungsstützen mittels Heißluft.Info
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Description
Vorrichtung zum Trennen aufgekitteter Porzellan-Isolatoren von den metallischen
Befestigungsstützen mittels Heissluft.
Pur die Verbindung der in Elektrizitätsbetrieben und im Fernmeldewesen gebräuchlichen Porzellsn-Isolstoren,
insbesondere Freileitungs-Isolatoren auf ihren metallischen, meist eisernen Befestigungestützen kommen bekannterweise
neben den kittlosen Ausführungen in den meisten Fällen Verfahren zur Anwendung, bei denen der
Hohlraum zwischen dem Porzellan-Ieolator und den Befestigungsstützen durch Einbringen von Kitten oder Metall-Legierungen
mit niedrigem Schmelzpunkt ausgefüllt wird.
Die zur VerYv'endung kommenden Kitte werden teilweise in kaltem Zustand eingebracht, beispielsweise die Zementkitte,
und brauchen dann zur Verdunstung der Lösungsmittel, beziehungsweise zur chemischen Umwandlung eine längere
Härtezeit, oder sie werden heissflüssig eingegossen, beispielsweise Schwefel- oder Asphaltkitte. Die Isolatoren
mit den eingekitteten Befestigungsstützen können bei Verwendung heiasflüssig einzugiessender Kitte oder leicht
schmelzender Metall-Legierungen sofort nach deren Erstarrung verwendet werden. Die Schwefel- oder Asphaltkitte
kommen daher vorzugsweise zur Anwendung, wenn keine elektrischen, sondern nur mechanische Beanspruchungen vorliegen.
Da der Vielzahl der Ausfilhrungserten von Befestigungsstützen (Abb 1-7) nur wenige Ausführungsarten von Porzellan-Isolatoren
gegenüberstehen, bedingt dureh eine weitgehende Normung der Isolatoren, besteht beim Austausch der einzelnen
Ausführungsarten auf den Baustellen häufig die Notwendigkeit, die Isolatoren von den Befestigungsstützen zu
lösen. Der Transport der unhandlichen, sperrigen, nur schwierig bruchsicher zu verpaeilenden Ieolator-Befestigungsptützvjn-Binheiten
von den Baustellen zu den Sammelstellen, Lagern,
oder von einer Baustelle zur andern ist wegen des erfahrungsgemäß ε anfallenden hohen Prozentsatzes von zerbrochenen
Isolatoren äusserst unwirtseliaftlich, während nach Trennen der Isolatoren von den Befestigungsstützen
«auf den Baustellen die Isolatoren leicht sachgemäss verpackt und transportiert werden können.
Bekannt ist, das? aus 'vorgenannten G-ründen in Einzelfällen versucht worden ist, aufgekittete Isolatoren von den
Befestigungsstützen zu trennen und zwar mit den auf Baustellen verfügbaren Erwärmungsvorrichtungen wie Lötlampen
und offenen oder mit Blechplatten abgedeckten Feuern. Infolge unßleichmässiger Erwärmung und dadurch, dass dem
Kitt durch falsche Lage der Isolatoren beim Erwör-ien keine Möglichkeit zur Ausdehnung gegeben wird, führen solche
Versuche zu keinem befriedigenden Ergebnis und heben meist den Bruch der Isolatoren zur Folge.
Bekannt ist ferner, dass die Kittungen durch Lösungsmittel, zum Beispiel für Schwefelkitte Schwefelkohlenstoff aufgelbst
werden können. Die verhältnismässig kleinen, meist ringförmigen Angriffsflächen für die Lösungsmittel und
die grosse Vergusstiefe bedingen eine zu lange Prosessdauer. Ferner sind die Lösungsmittel, bedingt durch Giftigkeit,
grosse Flüchtigkeit, leichte Entzündbarkeit oder A'tzwirimng für den G-ebreuch cuf Baustellen nicht geeignet.
Demgegenüber bezieht sich die .Erfindung auf eine ofenartige Vorrichtung zur Lösung von durch Wärme erweichenden Kitten
zum Zwecke der Trennung von Porzellan-Isolatoren von den aufg)kitteten metallischen, reist eisernen Befestigungsstützen, in welcher die Isolatoren-Stützen-Einheiten in
einem Heissluftbad, des durch eine indirekte Beheizung erzeugt wird, derartig _eh^ltert werden, dass bei gleichmassiger
Erwärmung dem erweichenden Kitt eine Ausdehnungsmöglichkeit entgegen d^m aufsteigenden "Arärmestrom gegeben
ist, der Kitt nach lirweicnung frei nach unten «btropTen
und auf Sinnen, die zur Verhütung der Entstehung von gesundheitsschädlichen Gasen, beispielsweise SOr, bei Schwefelkitten,
zwecfcmäsEUg mit einem Werkstoff von geringer Wärmeleitfähigkeit belegt oder überzogen sind, aus dem Heiselnftbad
hersuslaufen kann.
In Abb, S ist eine Ausführungssrt der Vorrichtung im Längsschnitt, in Abb. 9 im Querschnitt dargestellt. Die
ofenartige Vorrichtung besteht aus einem mittels aufklappbarer Deckel beschickbaren Behälter A, dem Heissluftbad.
Die darin befindliche luft wird durch eine im Feuerungsraum B untergebrachte Wärmequelle, beispielsweise Koksfeuer,
Gas oder ßlektrizitätswärmequelle indirekt bis auf Schweizwärme des Kittes erwärmt. Die Isolatoren-Stiitzen-Einheiten,
von denen einige Beispiele in den Abbildungen 1-7 dargestellt sind, werden in grösseren Stückzahlen rauf
einmal in das Heissluftbad is eingebracht und in besonders ausgebildeten Hslterurgen C derart gelagert, dass nuj?
die Porzellan-Isolatoren in senkrechter Stellung aufliegen und die Befestigungsstützen nach dem Erweichen des
Kittes frei nach unten abfallen können. Die Halterungsschienen C können auf zu ihnen quer stehenden Y/inkeln ^,
die an den Seitenwänden des Reissluftbades angeordnet sind, lose aufgelegt und dadurch in der Höhe verstellbar angeordnet
werden. Somit können auch Isolator-Stützen-Einheiten, bei denen die Isolatoren in verschiedener Höhe aufgekittet
norden sind, (Abb. 4 und 6) in der richtigen Lage gehaltert werden. Der abtropfende Kitt wird von zweckmässig
pich in der Kitte überschneidenden, schräg nach sussen herausgeführten Rinnen E aufgefangen. Er kann somit
nicht auf die heisse Bodenfläche gelangen und sieh dort entzünden. Beim Ausschmelzen von Schwefslkitten werden
diese Rinnen zweckmäE^ig mit einer Schicht Asbest F oder ähnlichem Material mit e,erin er Wärmeleitfähigkeit belegt.
Der darauf erstarrende Kitt kann denn von den Sinnen leicht abgekratzt werden, nachdem diese seitlich herausgezogen
worden sind. Die Vorrichtung kann zum Zwecke leichten Transportes und zur Verwendung auf Baustellen mit seitlich
angebrachten Handgriffen, Stangen oder Tragbügeln ausgerüstet werden. Die Vorrichtung kann mit einer Einrichtung
& zur Messung der Temperatur des Luftbades versehen werden.
Die Bedienung der ofenartigen Vorrichtung ist sehr einfach und kann von ungelernten Kräften durchgeführt werden,
lach Einschalten der Heiaquelle, beziehungsweise dem Anlegen dss Feuers werdjn die Isolatoren-Stützen-Einheiten
in grösserer Stiicküahl eingebrocht un|p die Deckel geschlossen. Das Abfallen der Befestigungsstützen zeigt die Beendigung
des Ausschmelzvorgang -an. Die Isolatoren und Befestigungsstützen können dann herausgenommen werden.
Die Rinnen werden von Zeit zu Zeit gereinigt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Trennen von mittels wärmelöslicher Kitte oder niedrig schmelzender Metall-Legierungen befestigten
Porzellan-Isolatoren von ihren metallischen Befestigungsstützen im Heissluftbsd, dadurch gekennzeichnet,
dass die Isolatoren-Stützen-Einheiten derartig gehaltert sind, dass der Schmelzvorgang des Kittes oder der
Metall-Legierung zwangsläufig dort einsetzt, wo die Ausdehnungsmöglichkeit der Schmelze gegeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (C) für die Isolatoren-Stützen-Sinheiten
in der Höhe verstellbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit zur Aufnahme und Ableitung des abtropfenden
Kittss bestimmten Rinnen (E), die in einem möglichst grossen Abstand von der Heizfläche angeordnet sind, versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinnen mit einem Belag (F) oder Überzug sus einem
Stoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit versehen sind.
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