DEP0052202DA - Selbstölendes Uhrwerk für Großuhren - Google Patents

Selbstölendes Uhrwerk für Großuhren

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DEP0052202DA
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Victor Peterschütz
Original Assignee
Peterschütz, Victor, Traunstein,DE
Publication date

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Description

Um den leichten Lauf von Uhrwerken o.dgl. zu gewährleisten und das Festlaufen solcher Teile, die einer dauernden Reibung ausgesetzt sind, zu verhindern, müssen diese Teile, besonders aber Lagerstellen von Wellen, Zapfen usw. geölt werden. Das hierzu gebrachte Oel muss ausser einer, trotz Temperaturschwankungen möglichst gleichbleibenden Viskosität gute Haftfähigkeit haben, sodass es von den Lagern usw. nicht abfliessen kann. Zur Verwendung kamen bisher für diesen Zweck Tier- oder Pflanzenöle. Alle diese Fette sind jedoch früher oder später durch Alterung, Verharzung, Verschmutzung infolge abgeriebener Metallteilchen, Oxydation der hauptsächlich aus Messing bestehenden Metalle usw. dem Verderb ausgesetzt. Bei Uhrwerken, besonders solchen für Großuhren, wirkt sich dies in erhöhtem Masse aus, weil sich der bei diesen auftretende stärkere Lagerdruck und die damit verbundene höhere Reibung mit langer Haltbarkeit und erforderlicher Haftfähigkeit des Schmiermittels, wie umfangreiche Versuche und Erfahrung gezeigt haben, nicht vereinbaren lässt. Die Auskleidung der Messinglager mit sehr harten Steinen wie z.B. Rubinen oder Korunden schalten zwar die den Verderb des Oeles verursachenden oder fördernden Komponenten einigermassen aus, können aber das Verderben der Oele auf die Dauer nicht verhüten. Ueber kurz oder lang macht sich daher die den Gang und die Genauigkeit der Uhr nachteilige Beeinflussung des zunehmend schlechter werdenden Oeles trotzdem geltend und führt schliesslich solange zur Unbrauchbarkeit des Werkes, bis dasselbe zerlegt, gereinigt und neu geölt ist. Solche Reparaturen sind zeitraubend und kostspielig.
Es hat sich nun gezeigt, dass es ausserordentlich vorteilhaft ist, Teile von Uhrwerken für Grossuhren, besonders solchen, die ihren Antrieb über den zeitgebenden Teil (Pendel, Unruhe usw.) erhalten, aus Aluminium herzustellen und zwar in der Hauptsache alle jene Teile, die Reibungsstellen haben. Hierdurch ist es möglich, für den Uhrenbau die Vorteile des bei Aluminium bekannten Eloxierverfahrens sowohl zur Oberflächenhärtung als auch zur elektrischen Isolierung der Teile auszunützen. Der Bau der Uhrwerke wird dadurch erheblich vereinfacht und verbilligt. Ein ganz besonderer Vorteil liegt aber darin, dass man zur Oelung der Reibungsstellen wie Lager usw. ein dauernd unverderbliches Mineralöl verwenden kann, das in die Poren der Eloxierschicht eindringt und somit eine ständige Oelreserve schafft. Alle mit dem Verderben von Tier- und Pflanzenfetten verbundenen Nachteile sind auf diese Weise vollkommen beseitigt und zugleich wird eine unveränderlich gute Gleitfähigkeit erzielt. In dieser Weise hergestellte Uhren behalten ihren genauen Gang ohne Reparatur und Nachoelen jahrelang bei. Ein weiterer Vorteil liegt in dem geringen spezifischen Gewicht des Werkstoffes, in dem dadurch verminderten Lagerdruck und der damit verbundenen Schonung der Lagerstellen.
Die bekanntlich überaus hohe Härte der Eloxierschicht genügt vollkommen, um die Auskleidung von Lagern etc. mit korundharten Steinen entbehren zu können. Ausserdem lässt sich durch das elektrische Isoliervermögen der Eloxierschicht bei elektrisch an- getriebenen Uhren die bisher erforderliche besondere Isolierung der stromleitenden Teile vermeiden.
Das Wesen der Erfindung besteht somit ganz allgemein in der Uebertragung und Ausnützung der an sich bekannten Vorteile eloxierten Aluminiums auf den Grossuhrenbau, wobei es sich in erster Linie um solche Uhren handelt, die ihren Antrieb vom zeitgebenden Teil erhalten, sowie um elektrisch betriebene, z.B. Schwachstromuhren. Die mangels einer Feder- oder Gewichtskraft verbunden mit dem geringen spezifischen Gewicht des Leichtmetalles sehr geringe Belastung der reibenden Teile findet in der eloxierten Oberflächenschicht, deren Härte derjenigen kordunharter Steine gleichkommt, ausreichenden Widerstand gegenüber der besonders an den Lagerstellen auftretenden Reibung und ebenso genügt bei elektrisch angetriebenen Uhren das Isolationsvermögen der Eloxierschicht zur Verhinderung des Auftretens vagabundierender Ströme und des damit verbundenen Spannungsverlustes der elektrischen Kraftquelle.
Das Eloxieren der Teile erfolgt nach dem Bearbeiten derselben, das Einbringen des Oeles in die Poren der Eloxierschicht nach Beendigung der Eloxierung.

Claims (4)

1. Uhrwerk für Grossuhren, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder einzelne Teile desselben aus mit einer Eloxierschicht überzogenem Aluminium bestehen.
2. Uhrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eloxieren der Teile nach ihrer Fertigbearbeitung erfolgte.
3. Uhrwerk nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eloxierten Teile oder Stellen derselben mit einem unverderblichen Schmierstoff, z.B. Mineralöl eingefettet sind.
4. Die Anwendung der in den Ansprüchen 1-3 gekennzeichneten Merkmale bei elektrisch angetriebenen, insbesonders Schwachstromuhren.

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