DEP0050991DA - Beschickungsvorrichtung und -verfahren für Verkokungskammern - Google Patents
Beschickungsvorrichtung und -verfahren für VerkokungskammernInfo
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Description
Trotz etwa einhundertjähriger Entwicklung der heute üblichen liegenden Koksöfen konnte der Verkokungs- und Entgasungsvorgang bis heute immer noch nicht restlos geklärt werden. Es spielen sich während der Gärungszeit naturgemäss eine ganze Reihe von Vorgängen in der beheizten Kohle gleichzeitig und nebeneinander ab, so dass einer vollständigen Klärung des Verkokungsvorganges grosse Schwierigkeiten entgegenstehen.
Trotzdem ist heute wohl endgültig erwiesen, dass die entstehenden Gase ihren Weg nicht von aussen nach innen durch die noch nicht entgaste Kohle nehmen, sondern umgekehrt gegen die heisse Ofenwand zu. Es rührt daher, dass die fortschreitende Kohlenschicht absolut undurchlässig ist, während der entstandene Koks grosporig ist und deshalb das dauernd entstehende Gas durchlässt. Damit das neu entstandene Gas möglichst schnell abgeführt werden kann, muss angestrebt werden, diesen weniger lange mit dem heissen Koks und den heissen Ofenwänden in Berührung zu lassen, damit jede zusätzliche Überhitzung und Crackung vermieden wird. Es ist also anzustreben, zwischen den Ofenwänden und der Kohlen- bzw. <Nicht lesbar> schicht einen Spielraum zu lassen, der dem Gas bei gesteigerter Absaugung eines schnellen Abzugs ermöglicht. Diese Forderung ist leider bei der üblichen Füllung der Ofenkammern
oben nicht zu erreichen, da sich hierbei die Kohle fest gegen die beiden Kammerwände legt. Eine Möglichkeit, den genannten Spielraum zwischen Ofenwand und Kohle zu erreichen, bildet lediglich das Stampfverfahren, wobei der gestampfte Kohlenkuchen bekanntlich von der Seite in die Ofenkammer eingesetzt wird. Aber auch hierbei geht bei dem bisher üblichen Verfahren der anfangs vorhandene Spielraum beim Zurückziehen des Einsatzbodens wieder verloren. Diess rührt daher, dass die Reibung zwischen der Kohle und dem Boden jetzt sehr stark ist, so dass der Kuchen beim Herausziehen des Bodens zunächst mitgenommen wird. Das er am Ofenende festgehalten wird, staut sich der Kuchen zusammen und legt sich dabei gegen die beiden Ofenwände. Es muss also in Zukunft die Reibung zwischen Kohle und Boden bedeutend verringert werden, und ausserdem ist natürlich ein möglichst fester und kompakter Kohlenkuchen anzustreben, der das spezifische Gewicht der festen ungemahlenen Kohlensubstanz erreicht. Durch das Stampfen der Kohle ausgetrieben werden. Während bisher ein Kuchengewicht von 1000 kg je cbm als Norm angesehen wurde, ist in Zukunft ein Gewicht von etwa 1300 kg/cbm anzustreben.
Damit nun die Reibung zwischen Einsatzboden und Kohlenkuchen vermindert wird, ist in Zukunft auf die Herstellung des Bodens besondere Sorgfalt zu legen. Während für den Boden bisher roh gewalzte Lamellen verwendet wurden, sind diese in Zukunft zu bearbeiten und zu polieren. Ausserdem ist der Boden vor jeder Charge, also vor dem Aufbringen der ersten Kohlenschicht, stark einzufetten, wozu sich billige Fette, wie
Staufferfett oder billige Abfallfette, eignen. Bei einem derart präparierten Boden besteht die Gewähr, dass der festgestampfte Kohlenkuchen beim Zurückziehen des Bodens seine Form behält, und das sich die Kohle nicht gegen die Ofenwände legt.
Claims (2)
1.Beschickungsvorrichtung für Verkokungskammern zum Einsetzen von gestampften Kohlekuchen unter Belassung eines Spielraums zwischen Kohlekuchen und Ofenwänden, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzboden derart bearbeitet und poliert wird, dass beim Ausfahren des Einsatzbodens der Spielraum bestehen bleibt.
2. Verfahren zum Beschicken von Verkokungskammern mit der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlekuchen aus gemahlener Feinkohle so fest zusammengepresst wird, dass ein spezifisches Gewicht dem der festen ungemahlenen Kohle gleich oder annähern gleich ist.
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