DEP0050597DA - Hydraulisch betriebene Kippvorrichtung für den Kasten eines Motor- und Anhängerwagens von Lastkraftfahrzeugen - Google Patents
Hydraulisch betriebene Kippvorrichtung für den Kasten eines Motor- und Anhängerwagens von LastkraftfahrzeugenInfo
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Description
Es sind durch Flüssigkeitsdruck betriebene Kippvorrichtungen für Lastwagenanhänger bekannt, bei denen am Anhänger für den Kraftbetrieb eine Motorpumpe und für den Handbetrieb eine davon räumlich getrennte, für sich selbständige Handpumpe vorgesehen ist, deren Ölbehälter zugleich auch die Motorpumpe speist. Die Motorpumpe des Anhängers erhält ihre Antriebskraft vom Zugwagen oder von einer ortsfesten Speisestelle. Ist der Motorwagen ebenfalls kippbar, dann wird für ihn ein zweites vollständiges, aus Motorpumpe und Ölbehälter bestehendes Aggregat erforderlich.
Die Kippvorrichtung nach der Erfindung will diesen Doppelaufwand von Motor und Pumpe für den Motor- und Anhängerwagen vermeiden und das für den Motorwagen vorhandene Pumpenaggregat auch für das Kippen des Anhängers benutzen. Zu diesem Zweck ist die von der Pumpe des Motorwagens geförderte Druckflüssigkeit durch ein Steuerventil wahlweise und gegebenenfalls unabhängig auf eine zum Kippzylinder des Motorwagens und des Anhängers führende Leitung schaltbar.
Diese Schaltung auf den einen oder andere Kippzylinder läßt sich auf verschiedene Weise durchführen. So kann man die Pumpe mit einer Druckleitung in ein als Doppelventil ausgebildetes Steuerventil münden lassen, dessen eine Ventilspindel die Druckleitung an die Zuflußleitung zum Kippzylinder des Motorwagens und dessen andere sie an die Leitung zum Kippzylinder des Anhängerwagens anschließt. Das Doppelsteuerventil ist dabei so auszubilden, daß jede Ventilspindel in der einen Endstellung die Druckleitung der Pumpe mit der Zuflußleitung zum Kippzylinder unter Abschluß der vom Steuerventil zum Ölbehälter führenden
Rückflußleitung verbindet, während in der anderen Endstellung die Zuflußleitung zum Kippzylinder mit der Rückflußleitung unter Absperrung der Druckleitung in Verbindung gebracht wird.
Statt über ein Doppelsteuerventil kann man eine wahlweise Abzweigung der Druckflüssigkeit zu den Kippzylindern auch durch ein Umschaltventil bewirken, das in eine Druckableitung der Pumpe vor dem Kippzylinder des Motorwagens eingeschaltet ist.
Um die Druckleitung am Anhänger aus fest verlegten Rohrstücken herstellen zu können, wird sie erfindungsgemäß über die Drehkranzmitte des Anhängers geführt und hier sowie an den Lenkgabelenden durch Drehgelenkzwischenstücke unterteilt, die die Leitung von den Lenkbewegungen des Anhängers unabhängig machen. Es genügt dann ein kurzes am Ende der Lenkgabel führendes Schlauchstück, um den zum Anhänger führenden Leitungsstrang des Motorwagens mit demjenigen des Anhängers zu kuppeln.
Neben dem vom Motorwagen kommenden Kraftantrieb kann der Anhängerkippzylinder vorteilhaft noch durch eine von der Motorpumpe unabhängige Handpumpe mit eigenem Ölvorratsbehälter in den Fällen betrieben werden, wo er vom Motorwagen abgekuppelt oder an einen Zugwagen ohne Kippvorrichtung angehängt ist. Die Druckleitung der Handpumpe kann dann unmittelbar in die Kraftdruckleitung am Kippzylinder münden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Kippvorrichtungen für den Motor- und Anhängerwagen von Lastkraftfahrzeugen schematisch dargestellt:
Abb. 1 zeigt die Kippvorrichtung unter Verwendung eines doppelten Steuerventils zum wahlweisen und unabhängigen Anschluß der Druckleitung der Motorpumpe entweder an den Kippzylinder des Motorwagen oder an denjenigen des Anhängers, während
Abb. 2 veranschaulicht, wie die Druckleitung der Pumpe mit Hilfe eines Umschaltventils wahlweise an den Kippzylinder des Motorwagens und den des Anhängerwagens anzuschließen ist.
Abb. 3 ist in größerem Maßstab ein Schnitt durch das Doppelsteuerventil gemäß Abb. 1.
Der Motorwagen A ist mit einem üblichen Kippaggregat, bestehend
aus dem Kippzylinder 1, der Motorpumpe 2 und dem Ölbehälter 3 ausgerüstet. Ein beispielsweise am Armaturenbrett des Motorwagens angeordnetes Doppelsteuerventil 4 gestattet es, die von der Motorpumpe 2 kommende Druckleitung 6 oder die Rückflußleitung 9 durch die Ventilspindel 5 mit der zum Kippzylinder 1 des Motorwagens führenden Leitung 7 zu verbinden. Über die zweite Ventilspindel 8 des Doppelsteuerventils 4 kann die Druckleitung 6 oder die Rückflußleitung 9 an die zum Anhänger B führende Leitung 10 angeschlossen werden.
Die Ausbildung des Doppelsteuerventils ist im einzelnen aus Abb. 3 ersichtlich.
Die in das Ventilgehäuse 4 mündende Druckleitung 6 und die Rückflußleitung 9 stehen über zwei parallele Querbohrungen 11 und den von den Ventilspindeln 5, 8 gesteuerten Zuflußbohrungen 12 mit den zu den Kippzylindern führenden Leitungen 7 und 10 in Verbindung. Je nachdem, ob sie in der einen oder anderen Endstellung stehen, schließen die Ventilspindeln 5, 8 entweder die Druckleitung 6 oder die Rückflußleitung 9 an die Kippzylinderleitungen 7 bzw. 10 an. In der gezeichneten Stellung der Ventilspindeln sind die Kippzylinderzuleitungen 7 und 10 an die Rückflußleitung 9 angeschlossen, während der Zufluß von Druckflüssigkeit aus der Druckleitung 6 durch Kugelventil 13 abgesperrt ist. Dreht man nun beispielsweise die Ventilspindel 5 in die andere Endstellung, dann wird von ihrem Kegel 14 die Verbindung zur Rückflußleitung unterbrochen und durch Öffnung des Kugelventils 13 der Zutritt von Druckflüssigkeit aus der Druckleitung 6 zur Kippzylinderleitung 7 freigegeben. Da die beiden Ventilspindeln für sich unabhängig arbeiten, lassen sich durch Betätigung der einen oder anderen wahlweise der Motor- oder der Anhängerwagen oder durch Bedienung beider Spindeln beide Wagen gleichzeitig kippen. Auch ist es möglich, den einen Wagen zu kippen, während der andere auf Rückkippen gesteuert ist.
Ein wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Kippvorrichtung ist die Art der Verbindung der Druckmittelleitungen zwischen Motorwagen und Anhänger, sowie die Verlegung der Rohrleitung im Anhänger. Die von dem Doppelsteuerventil 4 zum Anhänger B (Fig. 1) führende Leitung 10 endet nämlich in einem Kupplungsstück 15 für einen Verbindungs-
schlauch 16, der mit seinem anderen Ende an die anhängerfest verlegte, aus den Strängen 17, 18, 19 und 20 bestehende Zuleitung zum Kippzylinder 21 angeschlossen ist. Die Kupplung selbst ist mit zwei selbsttätig arbeitenden Abschlußventilen ausgestattet, die sich beim Abkuppeln des Anhängers selbsttätig schließen und beim Anschluß des Anhängers selbsttätig öffnen. Durch dieses selbsttätige Arbeiten der Kupplungsventile werden mit Sicherheit Druckmittelverluste beim Abkuppeln des Anhängers ausgeschlossen. Andererseits bedarf es keiner zusätzlichen Maßnahmen, um beim Anschluß des Anhängers den Druckmittelweg nach beiden Seiten hin freizugeben, und zwar ohne daß von außen her Luft in die Leitungen eintreten kann.
Zwischen die an der Deichselgabel des Anhängers verlegte Rohrleitung 17 und die zum Kippzylinder 21 führenden Leitungen 19, 20 sind zwei Drehgelenkkupplungen 23, 25 geschaltet, von denen die Kupplung 25 in Drehkranzmitte und die Kupplung 23 in Zugkabelgelenkmitte liegt. Vor beiden Kupplungen sitzt das als Gelenk ausgebildete Absperrventil 22, das im allgemeinen geöffnet bleibt. Die beschriebene Verwendung der Kupplungen 23, 25 macht die im Anhänger verlegten Leitungen 17 - 20 von den Fahrbewegungen des Anhängers unabhängig. An den Leitungsstrang 20, der unmittelbar zum Kippzylinder 21 führt, ist noch die Druckleitung der Handpumpe 24 angeschlossen.
Um mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Kasten des Motorwagens zu kippen, schaltet man die Pumpe 2 ein und verbindet über die Ventilspindel 5 die von der Pumpe kommende Leitung 6 mit der zum Kippzylinder 1 führenden Leitung 7. Soll nun der Wagenkasten des Anhängers gekippt werden, dann wird statt der Ventilspindel 5 die Ventilspindel 8 bedient und die Druckleitung mit der zum Anhängerkippzylinder 21 führenden Leitung 10, 16 - 20 verbunden. Die Rückführung des Drucköles in den Ölbehälter 3 geschieht in üblicher Weise durch das Gewicht des Wagenkastens.
Außer durch die hydraulisch betriebene Kippvorrichtung kann der Kippzylinder 21 des Anhängers auch noch durch die Handpumpe 24 betätigt werden. Dabei empfiehlt es sich, das Absperrventil 22 zu schließen, um einen Übertritt von Druckflüssigkeit aus der Handpumpe in den zum Steuerventil 4 führenden Leitungsstrang zu verhindern. Ist der Anhänger
vom Motorwagen abgekuppelt, dann ist die Kraftleitung 16 - 20 durch die im Kupplungsstück 15 angebrachten Ventile abgeschlossen, die beim Abkuppeln des Anhängerwagens selbsttätig wirken. Die Absperrventile unterbinden Ölverluste beim Abkuppeln auch dann, wenn die Kupplung unter den zu verbindenden Anschlußleitungen liegt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist statt des Doppelsteuerventils 4 ein Ablaßventil 26 vorgesehen, das die Leitung vom Öltank 3 zur Motorpumpe 2 an- oder abschaltet. Aus der Motorpumpe ist eine Druckleitung 27 abgeführt, in der ein Umschaltventil 28 die Abzweigung der Druckflüssigkeit entweder zum Kippzylinder 1 des Motorwagens oder zum Zylinder 21 des Anhängerwagens steuert.
Claims (7)
1). Hydraulisch betriebene Kippvorrichtung für den Kasten eines Motor- und Anhängerwagens von Lastkraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Pumpe (2) des Motorwagens (A) geförderte Druckflüssigkeit durch ein Steuerventil (4) wahlweise und unabhängig voneinander auf eine zum Kippzylinder (1) des Motorwagens oder zum Kippzylinder (21) des Anhängerwagens führende Leitung 7, 10) schaltbar ist.
2). Kippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (4) dergestalt als Doppelventil ausgebildet ist, daß die von der Motorpumpe (2) kommende Druckleitung (6), über die eine von zwei Ventilspindeln (5, 8) an die Zuflußleitung (7) zum Kippzylinder (1) des Motorwagens (A) und über die andere, und zwar unabhängig von der ersteren, an die Leitung (10, 16-20) zum Kippzylinder (21) des Anhängers (B) anzuschließen ist.
3). Kippvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder der Ventilspindeln (5, 8) zwei Steuerstellungen derart einstellbar sind, daß in der einen Endstellung der Spindel die Druckleitung (6) der Pumpe unter Abschluß der Rückflußleitung (9) mit der Zuflußleitung (7 bzw. 10) zum Kippzylinder (1, 21) und in der anderen die Kippzylinderzuleitung (7 bzw. 10) unter Absperrung der Druckleitung (6) der Pumpe mit der Rückflußleitung (9) in Verbindung steht.
4). Kippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Druckflüssigkeit zu den Kippzylindern (1 und 21) des Motor- bzw. Anhängerwagens wahl- und wechselweise durch ein in die Druckleitung (27) der Pumpe (2) eingebautes Umschaltventil (28) erfolgt.
5). Kippvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das Leitungssystem des Motorwagens und dasjenige des Anhängers eine Kupplung (15) eingeschaltet ist mit je einem Ventil in jeder Kupplungshälfte, die sich beim Kuppeln selbsttätig öffnen und beim
Entkuppeln selbsttätig schließen.
6). Kippvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckleitung (17 - 20) im Anhänger (B) unter Zwischenschaltung von in der Zuggabelgelenkmitte und der Drehkranzmitte gelegenen Drehgelenkkupplungen (23, 25) fest verlegt und über ein Gelenkabsperrventil (22) und einen Schlauch (16) mit der Ventilkupplung (15) verbunden ist.
7). Kippvorrichtung nach den Ansprüchen 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den Kippzylinder (21) des Anhängers eine von der Motorpumpe (2) unabhängige Handpumpe (24) angeschlossen ist, deren Druckleitung in die Motorpumpenleitung (20)mündet).
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