DEP0048760DA - Verfahren zum Hartlöten und Härten von Schnellstahl - Google Patents
Verfahren zum Hartlöten und Härten von SchnellstahlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hartlöten und Härten von Werkzeugschneiden aus legiertem Schnellstahl auf Grundmaterial, z.B. Werkzeugschäfte aus unlegiertem Stahl.
Bekannt sind Verfahren, Werkzeugschneiden aus Werkzeugstahl oder legiertem Schnellstahl auf Grundmaterial aus unlegiertem Stahl aufzuschweissen oder hart aufzulöten. Beim Schweissen werden Werkzeugschneiden und Grundwerkstoff durch geeignete Mittel (elektr. Strom, Gasflamme) auf Schweisshitze gebracht und durch Zusatz eines Reinigungsmittels die Verbindung beider Teile durch einen Schmelzvorgang beider Werkstoffe an der Verbindungsstelle erzielt. Die dabei entwickelte Hitze entspricht nicht der günstigsten Härtetemperatur des Schneiden-Werkstoffes. Daher müssen auf solche Art hergestellte Werkzeuge nach dem Schweissen durch eine besondere Wärmebehandlung gehärtet werden. Die Nachteile einer mehrmaligen Wärmebehandlung von Schnellstahl sind bekannt. Beim Hartlöten wurde bisher als Lötmittel Kupfer oder eine Kupferlegierung verwendet, deren Schmelzpunkt nicht mit der Umwandlungs- oder Härtetemperatur eines legierten Schnellstahles übereinstimmte. Da beispielsweise reines Kupfer bei 1080°C schmilzt, kann bei Verwendung des Kupfers als Lot die Härtetemperatur von legiertem Schnellstahl, die bei 1240-1260° C liegt, niemals erreicht werden. Eine Nachbehandlung solcher Werkzeuge mit der Härtetemperatur des Schnellstahles ist nicht möglich, da das Lot fortschmilzt, bevor die Härtetemperatur erreicht ist.
Die Erfindung bezweckt, den Lötvorgang von legiertem Schnellstahl auf Grundwerkstoff aus unlegiertem Stahl in einer solchen Temperatur vorzunehmen, dass mit dem Lötvorgang gleichzeitig die günstigste Härtetemperatur des legierten Schnellstahles erreicht ist, so dass Lötung und günstigste Härtung gleichzeitig in einer Erwärmung des Werkzeuges vorgenommen werden können.
Gegenstand der Erfindung ist ein Hartlot aus einer Legierung, deren Bestandteile in ihren Anteilen so gewählt sind, dass der Schmelzpunkt der Legierung bei der Umwandlungs- und Härtetemperatur des legierten Schnellstahles liegt.
Zum Hartlöten mittels des beschriebenen Lotes werden Werkzeugschneiden aus Schnellstahl auf Schäften oder dergl. aus unlegiertem Stahl durch mechanische oder handwerkliche Bearbeitung der Verbindungsstellen so zugepasst, dass möglichst innige Flächenberührung zwischen beiden Teilen erzielt wird.
Werkzeugschneide, Stahlschaft und Lot werden unter Zusatz eines Reinigungsmittels (Borax) im Feuer oder im Härteofen bis zur Schmelzhitze des Lotes erwärmt. Sobald das Lot geschmolzen ist, wird das Werkzeug durch Pressluft oder Oel abgeschreckt. Nach dem Anschleifen der Schneide ist das Werkzeug alsdann vorschriftsmässig gehärtet und gebrauchsfertig.
Claims (2)
1. Verfahren zum Hartlöten von Werkzeugschneiden aus legiertem Schnellstahl auf Grundwerkstoff aus unlegiertem Stahl mittels eines Lotes aus einer Metallegierung, beispielsweise Kupfer und Nickel, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsbestandteile in ihren Anteilen so gewählt sind, dass mit dem Schmelzpunkt der Legierung gleichzeitig die günstigste Härtetemperatur des legierten Schnellstahles, beispielsweise 1260° C, erreicht wird.
2. Legierung aus Kupfer und Nickel zum Hartlöten von Werkzeugschneiden aus legiertem Schnellstahl, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsbestandteile in ihren Anteilen so gewählt sind, dass der Schmelzpunkt der Legierung bei der Härtetemperatur der Werkzeugschneide, beispielsweise bei 1240 - 1260° C, liegt.
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