DEP0046517DA - Verfahren und Maschine zum Beziehen von Polsterwaren, insbesondere Matratzen - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Beziehen von Polsterwaren, insbesondere Matratzen

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DEP0046517DA
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Germany
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upholstery
conveyor belt
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belts
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English (en)
Inventor
Ernst Langenscheidt
Original Assignee
Langenscheidt, Ernst, Essen
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Description

Es ist eine Vorrichtung zum Beziehen von Polsterwaren, gepolsterten Kissen, Matratzen u.dgl. bekannt, bei welcher das Polstergut auf eine feste Unterlage gelegt, von oben durch einen abhebbaren Deckel zusammengepresst und anschliessend durch einen Stoßkolben seitlich durch einen Austrittskasten in einen Drellbezug gedrückt wird, sodaß nach dem Austritt des Kissens dasselbe bezogen ist.
Derartige Vorrichtungen sind in ihrer Handhabung umständlich und zeitraubend, da die Pressung durch manuelle Kraft eingeleitet und erst hiernach der ausstossende Mechanismus in Gang gesetzt wird. Ausser dem Pressdeckel, der nach jedem Vorgang wieder abgehoben werden muß, erfolgt auch ein Rücklauf des Ausstoßkolbens, wodurch naturgemäß erhebliche Zeit verloren geht.
Diese Nachteile werden bei dem Verfahren zum Beziehen des Polstergutes nach der vorliegenden Erfindung vermieden. Nach dieser Erfindung erfolgt das Ausstossen des Polstergutes und das Zusammenpressen desselben in einem einzigen Arbeitsfluß. Um dies zu erreichen, ist nach der Erfindung ein Gummifliessband vorgesehen, das in Richtung des wirksamen Umlaufs das Polstergut aufnimmt.
Über diesem Band ist ein weiteres Fliessband von gleicher oder kürzerer Länge in der Weise angeordnet, daß zwischen den beiden sich gegenüberliegenden Gurtbändern ein keilförmiger Zwischenraum gebildet wird, in welchen das Polstergut eingeführt wird. Dieser Zwischenraum verengt sich nach der Austrittseite bis zu der Weite des Auslaufkastens. Die im Zwischenraum gegenüberliegenden Gurtbänder, die gleiche Bewegungsrichtung und gleiche Geschwindigkeit haben, schliessen an der Seite des Auslaufkastens bündig ab.
Das in den Zwischenraum geförderte Polstergut wird stetig mehr zusammengepresst, bis es bei gleichzeitiger waagerechter Fortbewegung den Auslaufkasten passiert. Erst nach dem Austritt aus dem Auslaufkasten kann das Polstergut sich wieder auf seine ursprüngliche Stärke ausdehnen, wobei gleichzeitig der vorher über den Kasten gestülpte Drellbezug von dem austretenden Polstergut mitgenommen und damit über das Polstergut gezogen wird.
Das nach Passieren des Zwischenraumes noch im Kasten befindliche hintere Ende des Polstergutes wird von dem nachfolgenden herausgestossen. Die Unterbrechung des Durchflusses, die notwendig ist, um vor Austritt des Polstergutes über die Vorderkante des Auslaufkastens die Hülle oder den Drellbezug über den Kasten zu stülpen, wird dadurch eingeleitet, daß die zuvor ausgestossene Matratze nach unten auf einen Hebel fällt, der seinerseits einen Schalthebel betätigt, der den Stromdurchfluß zu dem elektrischen Antriebsmotor der Maschine unterbricht.
Nach Aufschieben der Hülle über den Auslaufkasten wird durch einen weiteren Schalthebel die Stromzuführung geschlossen, sodaß die beiden Fliessbänder wieder in Umlauf gesetzt werden.
Die beiden Drehachsen der übereinanderliegenden Antriebstrommeln sind z.B. durch Zahnräder in der Weise gekuppelt, daß die Umfangsgeschwindigkeiten beider Trommeln gleich sind. Beide Fliessbänder können von gleicher Länge sein. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das untere Fliessband gegenüber dem oberen Fliessband entgegen der wirksamen Umlaufrichtung verlängert, sodaß auf diesem freien Ende an einer oder auch mehreren Stellen hintereinander beliebig viel Polstergut aufgegeben werden kann.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Längsansicht, Abb. 2 das austretende Polstergut aus dem Auslaufkasten und Abb. 3 einen Querschnitt. Der Getriebemotor 1 treibt über Kette, Riemen o.dgl. und das Antriebsrad 2 die untere Antriebstrommel 3 an. Durch die Kuppelräder 4 und 5 wird die obere Antriebstrommel 7 in gegenläufige Bewegung gebracht, sodaß beide gegenüberliegende Gurtbänder 8 und 9 dem Auslaufkasten 10 zulaufen. Über diesen Kasten wird der Bezug 11 geschoben. Die Umlenkrollen sind durch 12 und 13 dargestellt. Der Druck des Polstergutes 15 gegen die Gummibänder 8 und 9 wird von den Andruckplatten 16 und 17 aufgenommen. An Stelle dieser Andruckplatten können auch eine Mehrzahl kleiner feststehender Druckrollen Verwendung finden.
Durch Abwärtsbewegung des Hebels 18 nach unten drückt das Hebelende 19 gegen den Stromunterbrechungshebel 20 des Umschalters 22. Nach Druck auf den Kopf oder Hebel 21 wird die unterbrochene Stromführung zu dem Motor 1 wieder geschlossen.
Bei leicht pressbarem Polstergut wird nur eines der Fliessbänder 8 oder 9 zwangsläufig von der Antriebsquelle 1 aus angetrieben, wobei das gegenüberliegende Fliessband über das zusammengepresste Polstergut in gleiche Bewegung gebracht wird.

Claims (6)

1) Verfahren zum Beziehen von Polsterwaren, insbesondere Matratzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Polstergut dem keilförmigen Zwischenraum zweier überlagerter Fliessbänder zugeführt wird, dessen grösste Öffnung etwa der Stärke des Polstergutes und dessen engste der Auslaufseite beider Bänder zugewandte Öffnung etwa der Höhe des ab der Auslaufseite befindlichen Auslaufkastens entspricht, wobei das Polstergut mit der gleichgerichteten Bewegung und Geschwindigkeit der sich gegenüberliegenden Gurtbänder fortlaufend soweit zusammengepresst wird, daß dasselbe den Austrittskasten durchfliessen kann.
2) Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Zuführungsfliessband (8) mit Antriebstrommel (3) und Spannrolle (12) zur Aufnahme des Polstergutes sowie einem überlagerten kürzeren Fliessband (9) mit Antriebstrommel (7) und Spannrolle (13), die beide auf einem gemeinsamen Traggestell derart gelagert sind, daß beide Antriebstrommeln senkrecht übereinander liegen in der Weise, daß das Obertrum des Zuführungsbandes und das Untertrum des überlagerten Bandes die gleiche wirksame Bewegungsrichtung haben und einen keilförmigen Zwischenraum frei lassen, der sich in Richtung des wirksamen Umlaufs verengt, bis etwa auf Höhe des an den verengten Zwischenraum angrenzenden in Längsrichtung der Bänder beiderseits offenen Auslaufkastens (10) für das Überstülpen des Drellbezuges.
3) Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Fliessband entgegen seiner wirksamen Umlaufrichtung soweit gegenüber dem oberen Fliessband verlängert ist, daß es an einem Ende als Zuführungsfliessband benutzt werden und eine Mehrzahl Kissen gleichzeitig auf das Fliessband aufgegeben werden kann.
4) Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebstrommeln (3, 7) der Fliessbänder in der Weise miteinander z.B. durch Zahnräder (4, 5) gekuppelt sind, daß sie von einer einzigen Antriebsquelle (1) aus in gegenläufigen Umlauf bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit gesetzt werden.
5) Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine der Antriebstrommeln (3 oder 7) angetrieben ist.
6) Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen von dem aus dem Austrittskasten (10) austretenden Polstergut (14) durch sein Schwergewicht betätigten Hebel (18), durch den über das Hebelende (19) und den Ausschalthebel (20) eines Elektroschalters (22) die Stromzuführung unterbrochen wird, die bei nachfolgendem Druck auf den Einschalter (21) wieder geschlossen werden kann.

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