DEP0042713DA - Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Widerstandes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Widerstandes

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DEP0042713DA
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English (en)
Inventor
Maurice Bourgeaux
Theodore William Glynn
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Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint Gobain SA
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Element, das einen elektrischen Widerstand, wie z.B., einen Heizwiderstand, einen Schaltwiderstand, eine Drossel o. dgl., bildet und aus aus einem hitzebeständigen nichtleitenden Träger besteht, der einen auf ihn aufgebrachten leitenden Überzug besitzt, der einen oder mehrere Stromkreise geeigneter Form (Schrauben, Spiralen, Mäandermuster, Parallelbänder usw.) bildet.
Bei der Herstellung solcher Elemente ist es bis heute üblich, das Metall auf den Träger mittels einer Spritzpistole unter Zuhilfenahme einer Deckschablone aufzutragen, welche bestimmte Teile des Trägers derart abdeckt, dass der erzeugte Überzug die Form einer durchgehenden Kurve oder eines Gitters erhält. Dabei ist es vielfach schwierig, den Überzug genau zu begrenzen. Eine scharfe Begrenzung ist aber wünschenswert, wenn man den Zwischenraum zwischen den benachbarten Bändern des Überzugs möglichst klein halten will, wie dies besonders bei der Herstellung von in der Radioindustrie benutzten Drosseln der Fall ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung solcher elektrischer Widerstände, wie Heizwiderstände, Schaltwiderstände, Drosseln usw., welches darin besteht, die ganze Oberfläche eines nichtleitenden hitzebeständigen Trägers, insbesondere aus Glas, mit einem durchgehenden Überzug aus leitendem Material zu versehen und dann diesen Überzug in seiner ganzen Stärke an bestimmten Stellen zu entfernen, so dass der nichtleitende Träger an diesen Stellen freigelegt wird und eine oder mehrere Kurven aus leitendem Material von gewünschtem Muster entstehen.
Ist der nichtleitende hitzebeständige Träger aus Glas, so wird zweckmässig gehärtetes Glas verwendet. Der auf dem Träger angebrachte leitende Überzug kann ein Metall oder eine Metallegierung sein. Der Überzug kann durch irgendwelche geeignete Mittel beispielsweise mit der Spritzpistole aufgebracht werden. Die Entfernung des Überzuges an den gewünschten Stellen kann mittels mechanischer Mittel und/oder durch chemische Eiwirkungen vorgenommen werden.
Es wurde festgestellt, dass es durch Verwendung von Schleifmitteln oder Werkzeugen aus Spezialmetall oder -legierungen, wie sie in der Industrie zur Bearbeitung von Metall bereits gebräuchlich sind, möglich ist, den Metallüberzug eines Trägers aus Glas in der ganzen Stärke dieses Überzuges zu entfernen, ohne einen Bruch des Trägers herbeizuführen. Das Verfahren lässt sich besonders mit Erfolg in den Fällen anwenden, wo der Träger aus Hartglas und das aufgespritzte Material aus Aluminium besteht, d. h. in Fällen, in denen besonders empfindliche Verhältnisse gegeben sind. Der Aluminiumüberzug haftet sehr fest an dem Glas; ausserdem schien die Beschaffenheit des Trägers es unmöglich zu machen, die Einwirkung des Schleifmittels oder des Werkzeuges bis zur Berührung mit dem Glas oder gar bis zum Angriff an diesem fortzusetzen infolge der Bruchgefahr für das Glas während der Bearbeitung oder auch nachher während der Benutzung des Elementes.
Die Entfernung des Überzuges aus leitendem Material kann durch Schleifen, Schneiden oder Abheben mittels bekannter Werkzeuge, wie Schleifelemente, gewöhnliche Schneidstähle, Fräser usw., auf bekannten Maschinen, wie beispielsweise Shapingmaschinen, Fräsmaschinen, Drehbänken usw., erfolgen. Dabei geht die Schleif-, Schneid- oder Abhebearbeit in der gleichen Weise vor sich wie bei einem homogenen Metallstück.
An der Seite, auf welche der leitende Überzug aufgebracht wird, kann der nichtleitende hitzebeständige Träger eine glatte Fläche besitzen. Nach einer anderen Ausführung der Erfindung kann man der betreffenden Fläche des Trägers aber auch eine Form geben, die erhabene Teile aufweist; die ganze Fläche wird dann mit dem leitenden Material überzogen und dieses Material auf dem Kamm der erhabenen Teile entfernt; der oder die leitenden Kreise, welche den oder die Widerstände bilden, werden von dem leitenden Material gebildet, welches sich in dem Zwischenraum zwischen den genannten erhabenen Teile befindet.
Nachstehend werden einige zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete, beispielsweise Vorrichtungen beschrieben.
In den Zeichnungen zeigt:
Abb. 1 eine schaubildliche Ansicht einer Vorrichtung zur Herstellung eines Widerstandes, dessen Träger die Form eines glatten Zylinders hat,
Abb. 2 eine Seitenansicht einer Einzelheit der Vorrichtung nach Abb. 1 in einer etwas anderen Ausführung,
Abb. 3 eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines Elementes, dessen Träger die Form einer ebenen Scheibe hat,
Abb. 4 eine Ansicht eienr gerippten Glasplatte, die mittleren Teile weggebrochen,
Abb. 5 einen vergrösserten Teilschnitt dieser gerippten Platte durch eine der Rippen nach dem Härten,
Abb. 6 einen der Abb. 5 ähnlichen Schnitt durch die Platte, nachdem dieselbe mit einem Überzug versehen und einem Abschleifen unterworfen worden ist,
Abb. 7 einen Teilschnitt in grösserem Masstab nach Linie X(exp)4 - X(exp)4 der Abb. 4,
Abb. 8 eine Draufsicht eines fertigen Heizelementes aus einer Platte gemäss Abb. 4,
Abb. 9 eine Draufsicht eines ähnlichen Heizelementes mit Anordnungen, die einen Ausgleich der Temperatur der verschiedenen Teile einer senkrechten Tafel beim Gebrauch derselben gestatten,
Abb. 10 eine Draufsicht eines kreisförmigen als Heizplatte zu benutzenden gerippten Elementes,
Abb. 11 eine Draufsicht einer rechteckigen gerippten Heizplatte,
Abb. 12 einen senkrechten Schnitt durch den Randteil der in Abb. 11 gezeigten Platte,
Abb. 13 eine Draufsicht eines Teiles einer gerippten Platte von anderer Ausführung und
Abb. 14 einen Teilschnitt nach Linie X(exp)10 - X(exp)10 der Abb. 13.
In Abb. 1 bezeichnet 1 einen Glaszylinder, der mit einem durchgehenden metallischen Überzug versehen ist. 2 ist die Spindel der Drehbank, durch welche dem Zylinder die erforderliche Drehung erteilt wird. 3 ist die Reitstockspitze der Drehbank, durch welche der Zylinder bei seiner Drehung in achsrechter Lage gehalten wird. 4 ist das Werkzeug, das auf einem Werkzeugträger 5 sitzt, der auf einer Platte 6 befestigt ist, die starr auf dem nicht dargestellten Schlitten der Drehbank angeordnet und von der ebenfalls nicht dargestellten Leitspindel mitgenommen wird. Das Werkzeug 4 aus einem geeigneten Metall oder einer geeigneten Metallegierung hat eine bestimmte Schneidbreite, die gleich dem Zwischenraum ist, welcher zwei aufeinanderfolgende Spiralen des Widerstandes oder der Drossel voneinander trennen soll; die Werkzeugbreite ist also gleich dem Unterschied zwischen der Ganghöhe der Schraube und der Breite des Metallbandes.
Die Befestigung des Werkzeuges auf dem Werkzeugträger ist zweckmässig nachgiebig. Bei dem Beispiel der Abb. 1 besteht diese nachgiebige Befestigung aus zwei Kautschukstreifen 7a, 7b, die dem Werkzeug unter einem beständigen Druck eine gewisse Beweglichkeit in der Querrichtung gestatten, um selbsttätig etwaige Unregelmässigkeiten des Durchmessers des Tragzylinders 1 auszugleichen.
Diese nachgiebigere Lagerung des Werkzeuges lässt sich auch auf andere Weise erzielen, indem, wie beispielsweise in Abb. 2 gezeigt, ein Kautschukstreifen 8 zwischen dem hinteren Teil 5a des Werkzeugträgers 5 und der Platte 6 eingesetzt und die Ver- bindung durch von Feldern 10 umgebene Schrauben 9 hergestellt wird.
Nach einer anderen Ausführung des Verfahrens können anstelle eines einfachen Werkzeuges, bei den Ausführungen der Abb. 1 und 2, auch ein doppeltes Werkzeug oder zwei Werkzeuge benutzt werden, um eine doppelgängige metallische Schraubenwindung zu bilden, sodass bei geeigneter Verbindung dieser Windungen der Widerstand induktionsfrei wird.
Um Widerstände oder Drosseln herzustellen, die aus auf einem ebenen Träger geradlinig verlaufenden Leiterabschnitten bestehen, wird die eben beschriebene Behandlung auf einer Shapingmaschine gemäss Abb. 3 vorgenommen, deren Werkzeugträger mit 11 bezeichnet ist. Hierbei werden in der Oberfläche einer auf einer ebenen Glasscheibe 14 aufgebrachten durchgehenden Metallschicht mittels des Werkzeuges 13 Rillen 12a, 12b usw. herausgebildet. Um beispielsweise mäandermusterförmig verlaufendes Band zu erhalten, beginnt die erste Rille 12a links an der Kante der Glasscheibe 14 und geht nicht ganz bis zur rechten Kante; die zweite Rille 12b beginnt an der rechten Seitenkante und endet kurz vor der linken Seitenkante, und so fort. Bei dem in Abb. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel beginnt und endet der elektrische Stromkreis des Widerstandes an den beiden linken Ecken der Platte, wo auch die elektrischen Anschlüsse angebracht werden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, in gewissen Fällen ausser der mechanischen Bearbeitung auch eine chemische Behandlung vorzunehmen, um sowohl auf Zylindern oder Rohren wie auch Platten jede Spur von etwa in den Rillen zurückbleibendem Metall zu entfernen. Zu diesem Zweck wird der mit Metallüberzug versehene Gegenstand vor der mechanischen Bearbeitung auf seiner ganzen Oberfläche mit einer Schutzflüssigkeit, beispielsweise Petroleum, bespritzt oder mit einer anderen Schutzmasse überzogen. Nach der Bearbeitung ist das Metall, welches auf dem Gegenstand bleiben soll, noch immer von dem Schutzmittel bedeckt, sodass, wenn man nachher den Gegenstand mit einer Säure, beispielsweise einer Salz- säurelösung,bespritzt, man etwa in den Rillen verbleibende Metallspuren beseitigen kann, ohne den eigentlichen elektrischen Leiter zu beeinträchtigen. Zuletzt wird eine Waschung mit einem Alkali, beispielsweise mit Ammoniak, vorgenommen, um die Säure wieder zu entfernen. Schliesslich wird der Gegenstand mit Wasser abgespült und beispielsweise mit Heissluft getrocknet.
Bei der Ausführung nach Abb. 4-9 bezeichnet 15 eine durch Walzen oder Giessen in gewünschter Grösse hergestellte Glasplatte. Wie Abb. 4 zeigt, besitzt die Platte 15 einen ringsum laufenden, überhöhten Rand 16. Innerhalb dieses Randes besitzt die Platte mehrere Längsrippen 17, die sich fast über die ganze Länge der Platte erstrecken, aber gegeneinander versetzt sind. Die einen Enden dieser Längsrippen 17 sind wechselweise mit der einen oder anderen von zwei auf der Platte vorgesehenen Querrippen 18 verbunden, die mit Bezug auf den benachbarten Rand 16 auf dem Innenteil der Platte liegen. Die anderen Enden der Rippen 17 sind durch einen geeigneten Abstand von der ihnen benachbarten Querrippe 18 getrennt. Die entgegengesetzten Enden der oberen und unteren Längsrippen 17 sind mit der einen bezw. anderen der beiden Querrippen 18 verbunden. Zufolge dieser Anordnung ergibt sich nahe den vier Kanten der Platte ein durchgehender Kanal 19. Die nahe den Endkanten der Platte liegenden Abschnitte des Kanals 19 werden von den überhöhten Rändern 16 und den diesen benachbarten Querrippen 18 gebildet, und die auf der Platte oben und unten liegenden Abschnitte des Kanals 19 werden von den oberen und unteren überhöhten Rändern und den oberen und unteren Längsrippen 17 gebildet. Die senkrechten Kanalabschnitte sind an ihren Enden mit den oberen und unteren wagerecht verlaufenden Abschnitten des Kanals 19 verbunden. Gleichzeitig besteht eine durchlaufende hin- und hergehende Rinne, die von den Längsrippen gebildet wird, welche zwischen den Rinnen vorstehen.
Die Platte 15 kann aus irgendeinem Glas bestehen, welches sehr hitzebeständig ist. Die Hitzebeständigkeit kann durch entsprechende chemische Zusammensetzung des Glases oder auch durch eine nach bekannten Verfahren vorgenommene Härtung der Glasplatte herbeigeführt sein. Wenn die Glasplatte gehärtet wird, zeigt sich, dass die bei 17a in den Abb. 5-6 veranschaulichte Oberflächenschicht, die beim Härten plötzlich abgekühlt worden ist und dadurch die erhöhte Widerstandsfähigkeit erhält, auf den Rippen oder erhabenen Teilen dicker ist als eine entsprechende Schicht, die man normalerweise beim Härten einer ebenen Fläche erhält. Die Abb. 5 und 6 zeigen dies in einem vergrösserten Masstab.
Die beschriebene, mit einer gerippten Fläche versehene Platte wird auf der die Erhöhungen aufweisenden Seite mit einer leitenden Metallschicht versehen. Dieses kann nach irgendeinem bekannten Verfahren erfolgen. Zweckmässig benutzt man eine Schoop'sche Spritzpistole, um eine Aluminiumschicht aufzubringen, die eine Stärke von 0,025 bis 0,050 mm hat. Da das Aufbringen der Schicht auf der ganzen Oberfläche der Platte innerhalb des überhöhten Randes vorgenommen wird, ist eine besondere Genauigkeit für die Aufbringung des Niederschlages nicht erforderlich. Der Rand 16 kann durch einen Tragrahmen abgedeckt werden.
Die so metallisch überzogene Platte wird dann einer Schleifbehandlung unterworfen, welche auf die Kämme der erhabenen Teile beschränkt ist. Das Abschleifen kann mechanisch mittels einer tragbaren Schmirgelvorrichtung oder von Hand mittels eines Schmirgelbausches erfolgen.
Durch diese Behandlung wird von den Kämmen der erhabenen Teile der ganze Metallüberzug sowie ein Teil des darunterliegenden Glases entfernt. Da jedoch, wie schon erwähnt, bei dem durch plötzliches Abkühlen bewirkten Härten der Platte die gehärtete Oberflächenschicht auf den dem Schleifen unterworfenen Kämmen der erhabenen Teile dicker als die normalerweise sich auf einer ebenen Fläche bildenden Schicht ist, genügt diese erhöhte Dicke, um einen Teil des Glases ohne Bruchgefahr für die Platte zu entfernen.
Nach einem weiteren Merkmal einer Ausführungsform der gerippten Platte besitzen die Rippen nach dem Abschleifen einen Querschnitt, der die Form eines abgestumpften Dreiecks oder eines abgeplatteten Segmentes hat, dessen Grundlinie etwa 1,52 mm, dessen Höhe etwa 0,40 mm und dessen Kamm eine Breite von etwa 1 mm haben kann, wobei die Rippen einen Achsenabstand von 15,8 mm haben. So erhält man nach dem Überziehen und Abschleifen ein leitendes Gitter, dessen verschiedene Bänder eine Breite von etwas weniger als 15,8 mm und eine Stärke von 0,025 mm bis 0,050 mm haben. Die verschiedenen Bandstreifen sind dabei durch den von den Rippen gebildeten Isolierstoff und den zwischen den Bändern liegenden Raum voneinander getrennt, der sich an den Kämmen der Rippen befindet und, wie gesagt, etwa 1 mm breit ist. Bei Verwendung einer Platte aus Glas hat diese zweckmässig eine Stärke von 5,5 mm. Wenn der Randkanal 19 eine geringere Breite hat als die Bänder, so ergibt sich in der Nähe der Ränder der Platte eine stärkere Heizwirkung.
Durch die oben beschriebenen verschiedenen Arbeitsvorgänge wird eine Platte erhalten, die auf einer Seite innerhalb des Randes 16 einen leitenden Überzug besitzt, der durch die verschiedenen Rippen derart zerschnitten ist, dass ein Gitter entsteht, durch welches der elektrische Strom auf einem gewundenen Weg fliesst, wenn die Anschlüsse für den Strom an den in Abb. 8 gezeigten Punkten 21 vorgesehen werden.
Die Wärmeentwicklung erfolgt in dem Gitter, und zwar ist die erzeugte Wärmemenge in jedem Teil des Gitters von dem elektrischen Widerstand dieses Teiles abhängig. Diesem Widerstand kann man natürlich einen bestimmten Wert geben, indem man ein Metall wählt, das die gewünschte Leitfähigkeit besitzt, und indem man ebenfalls die Breite und Stärke des gebildeten Leiters in geeigneter Weise wählt. Diese Möglichkeit kann man erfindungsgemäss ausnutzen, um die Wärmeerzeugung an den verschiedenen Punkten der Platte zu regeln, insbesondere wenn im Betrieb des Widerstandes als Heizwiderstand die eine Seite der Platte höher liegt als die andere, wie diese bei Wandplatten eintreten kann.
Wie in Abb. 9 veranschaulicht, gibt man in diesem Fall den leitenden Bändern im Bereich des unteren Teils der Platte einen grösseren Widerstand pro Flächeneinheit als den im Bereich des oberen Teils der Platte liegenden Bändern. Dies kann dadurch geschehen, dass man die Breite der leitenden Bänder, wie gezeigt, an den gewünschten Stellen verringert. Auf diese Weise erhält man eine Vergleichmässigung der Temperatur des oberen und des mittleren Teils der Platte, wodurch die Bruchgefahr verringert wird. So kann beispielsweise das obere Querband eine Breite von 11,4 mm haben, während die Breite der darunter folgenden Bänder allmählich derart abnimmt, dass das unterste Band nur noch eine Breite von 7,3 mm hat.
Die in Abb. 10 gezeigte Ausführungsform des Widerstandes soll als Heizplatte benutzt werden. Bei ihr besitzt die Scheibe 15 auf ihrer Oberfläche eine spiralig gewundene Vertiefung 22, die durch eine spiralförmige Rippe 23 gebildet wird. Wie bei den anderen beschriebenen Ausführungen wird die Oberfläche mit einem leitenden Überzug versehen und dann einem Abschleifen unterworfen, um die auf den Kämmen der Rippen befindliche Schicht zu entfernen. Die Stromanschlüsse können am äussersten Ende der von der Vertiefung 23 gebildeten Spiralkurve und am Mittelpunkt, d. h. an den mit 21a bezeichneten Punkten vorgesehen werden.
Die Abb. 11 und 12 zeigen eine andere Ausführung eines als Heizplatte zu benutzenden Widerstandes mit gerippten Träger. Die Platte 15 ist hier wie in Abb. 4 rechteckig und weist die gleiche Gitteranordnung wie Abb. 4 jedoch mit etwas schmäleren Bändern auf. Die Platte 15 ist auf einem rechteckigen Rahmen 24 angeordnet, auf dem sie mittels an der Aussenseite des Rahmens befestigten Klammern 25 gehalten ist, deren nach innen gebogene Enden 25 in eine Nut 26 am Rand der Platte 15 eingreifen. Die Steckerstifte 27 gehen in Büchsen 28 durch den Rahmen hindurch und sind durch leitende Bänder 29 an den Punkten 21b mit dem Gitter verbunden.
Bei der Ausführung nach Abb. 13 sind die Querrippen 18 weggelassen und die Platte besitzt so, wie sie aus dem Walzwerk kommt, Längsrippen 17a, die sich von einem zum anderen Ende erstrecken. Die von den Rippen gebildeten einander benachbarten Längsrinnen werden dadurch miteinander verbunden, dass man die
Längsrippen wechselweise, wie bei 17b gezeigt, um ein geeignetes Stück in eienr gewissen Entfernung von den Kanten der Platte wegschleift. Alsdann wird das Metall auf die Platte aufgespritzt, wobei die Randteile in geeigneter Weise abgedeckt werden. Darauf wird der obere Teil der Rippen wie bei den anderen Ausführungen abgeschliffen. Auf diese Weise werden die innerhalb des abgedeckten Randes gelegenen Rinnen wechselweise durch das auf die Stellen 17b niedergeschlagene Metall miteinander verbunden.
Erfindungsgemäss braucht der leitende Metallüberzug nicht aus einer einzigen Schicht zu bestehen. Er kann auch aus zwei oder mehr Schichten aus verschiedenen Metallen gebildet werden. Ein geeigneter Überzug ist beispielsweise eine doppelte Schicht aus Kupfer und Aluminium. Eine solche gemischte Schicht wird besonders dann verwandt, wenn eine gute elektrische Leitfähigkeit erwünscht ist. Kupfer ist bekanntlich ein besserer Leiter als Aluminium, haftet aber nicht so gut wie letzteres, insbesondere an Glas. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, bringt man, beispielsweise durch Aufspritzen von geschmolzenem Metall auf den Träger zunächst eine durchgehende Schicht aus Aluminium auf, auf welche dann durch Aufspritzen oder auf elektrolytischem Wege oder sonstwie eine ebenfalls durchgehende Schicht aus Kupfer aufgebracht wird. Die Haftwirkung des Kupfers ist dann ausgezeichnet und man kann seine leitenden Eigenschaften völlig ausnutzen. Die Doppelschicht wird darauf wie bei den anderen Ausführungen an bestimmten Stellen entfernt. Ein derartiger Widerstand mit doppelter Metallschicht eignet sich insbesondere für die Herstellung von Drosseln mit sehr geringer ohmscher Widerstandsfähigkeit, vor allem für radioelektrische Anwendungszwecke.
Ähnliche Ergebnisse lassen sich erzielen, indem man auf einem nach dem erfindungsgemässen Verfahren auf einem Träger angebrachten leitenden Band einen galvanoplastischen Niederschlag aufbringt. In diesem Fall bedient man sich der ersten Schicht, nachdem sie an bestimmten Stellen entfernt worden ist, als Kathode für einen Kupferniederschlag auf elektrolytischem Wege.
Die stromleitenden Teile eines erfindungsgemässen Widerstandes können übrigens zusätzlich jeder gewünschten chemischen Behandlung unterworfen werden, um gewisse Veränderungen des zuerst aufgebrachten leitenden Materials herbeizuführen.
Der erfindungsgemässe Widerstand kann auch auf der den Metallüberzug tragenden Seite mit einer Schutzplatte aus Glas versehen werden, um zu verhüten, dass diese Seite mit anderen Gegenständen in Berührung kommt.

Claims (21)

1.) Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Widerstandes, insbesondere eines Heizwiderstandes, eines Schaltwiderstandes oder einer Drossel, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche eines hitzebeständigen, nichtleitenden Trägers, vornehmlich aus Glas, mit einem durchgehenden Überzug aus leitendem Material versehen und dieser dann in seiner ganzen Stärke an bestimmten Stellen entfernt wird, sodass der nichtleitende Träger an diesen Stellen freigelegt wird und eine oder mehrere Stromkreise gewünschten Verlaufs aus leitendem Material gebildet werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Glas vor dem Aufbringen des leitenden Überzuges einer Härtung unterworfen wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung des leitenden Überzugsmaterials in seiner ganzen Stärke an bestimmten Stellen durch mechanische Mittel und/oder chemische Einwirkung vorgenommen wird.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der leitende Überzug durch eine Schicht eines Metalls oder einer Metallegierung oder aus mehreren Schichten von verschiedenen Metallen oder Metallegierungen gebildet wird.
5.) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbringung der verschiedenen metallischen Schichten auf elektrolytischem Wege auf der mit dem Träger in Berührung stehenden Schicht erfolgt.
6.) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrolytische Niederschlagen der verschiedenen metallischen Schichten vorgenommen wird, nachdem die mit dem Träger in Berührung stehende Schicht in ihrer ganzen Stärke an bestimmten Stellen entfernt worden ist, sodass der nichtleitende Träger an diesen Stellen freigelegt wird und eine oder mehrere elektrische Stromkreise gewünschten Verlaufs entstehen.
7.) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der auf den Träger aufgebrachte leitende Überzug mit einer durchgehenden Schicht einer Schutzmasse bedeckt, dann die teilweise Entfernung des Überzuges durch mechanische Mittel vorgenommen und dann ein chemischer Stoff zur Einwirkung gebracht wird, der von den mechanisch behandelten Stellen des Trägers jede Spur von leitenden Material entfernt.
8.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Seite des nichtleitenden, hitzebeständigen, vornehmlich aus Glas bestehenden Trägers erhabene Teile gebildet werden, diese Seite mit einem Überzug aus leitendem Material versehen und das Überzugsmaterial von den Kämmen der erhabenen Teilen entfernt wird.
9.) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das beim Anbringen des Überzugs auf die Kämme der erhabenen Teile aufgetragene Material durch Schleifen entfernt wird.
10.) Verfahren nach Anspruch 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die auf dem nichtleitenden hitzebeständigen Träger gebildeten Stromkreise leitenden Materials zusätzlich chemisch behandelt werden, um gewünschte Änderungen des leitenden Überzugsmaterials herbeizuführen.
11.) Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger derart nachgiebig gelagert ist, dass er sich selbsttätig etwaigen Unregelmässigkeiten der Trägeroberfläche anpassen kann.
12.) Widerstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Trägers, auf der der Überzug aus leitendem Material angebracht wird, glatt ist.
13.) Widerstand nach Anspruch 1, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Trägers, auf der der Überzug aus leitendem Material angebracht wird, erhabene Teile aufweist, die derart angeordnet sind, dass der zwischen diesen Teilen liegende Zwischenraum eine oder mehrere durchgehende Bänder bildet.
14.) Widerstand nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das den oder die elektrischen Bänder bildende Material aus einer am Träger haftenden Schicht aus Aluminium besteht, die ihrerseits mit einer Schicht aus Kupfer überzogen ist.
15.) Widerstand nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Teile die Form von versetzt gegeneinander auf dem Träger angeordneten Rippen haben.
16.) Widerstand nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger die Form eienr Platte hat.
17.) Widerstand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte an ihrer Oberseite überhöhte Ränder und innerhalb der letzteren vorstehende Längs- und Querrippen besitzt, die so angeordnet sind, dass sie auf der Platte schlangenförmig verlaufende Rinnen bilden.
18.) Widerstand nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte eine Mehrzahl von Längs- und zwei Querrippen besitzt, wobei die entgegengesetzten Enden der Längsrippen wechselweise mit der einen und anderen der beiden Querrippen verbunden sind.
19.) Widerstand nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Rippen an ihren Grund mehr als viermal so gross ist wie die Höhe der Rippen.
20.) Widerstand nach Anspruch 16 als Heizwiderstand, dessen eine Seite im Betrieb höher liegt als die andere, dadurch gekennzeichnet, dass der unterhalb der Mitte des Widerstandskörpers liegende Teil des elektrischen Bandes pro Längeneinheit einen grösseren elektrischen Widerstand hat als der oberhalb der Mitte liegende Teil des elektrischen Bandes.
21.) Widerstand nach Anspruch 16 als Heizplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte auf einem Rahmen angebracht ist, an dessen Seiten Klammern befestigt sind, die mit umgebogenen Enden in eine Nut am Rand der Platte eingreifen, und der gegebenenfalls insbesondere gegen ihn isolierte Steckerstifte trägt, die durch elektrische Leiter mit dem auf der Platte aufgebrachten stromleitenden Rand verbunden sind.

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