DEP0040299DA - Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten

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DEP0040299DA
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English (en)
Inventor
Heinz Müller
Original Assignee
Müller, Heinz, Kirchen, Sieg
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Description

Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des bekannten Verfahrens zur Herstellung von Holzfaser- u.dgl. Pressplatten, bei welchem die auf einem maschinellen Laufband zu einer plastischen flüssigen Masse zubereitete Rohstoffbahn in einer Heizpresse zwischen einer als Auflage dienenden glatten Blechtafel und einer als Unterlage dienenden Siebtafel verpresst wird, wobei die der glatten Blechtafel zugekehrte Seite der Platten glatt, die der Siebtafel zugekehrte Seite indessen mit riffelartigen Siebeinbuchtungen durchsetzt und im ganzen rauh und matt gestaltet ist.
Bekanntlich ist die Siebtafel jeweils bei im Nassverfahren hergestellten Platten deshalb erforderlich, weil die einen Wassergehalt von 92 bis 97% enthaltende aufbereitete Rohstoffbahn durch Saug- oder Druckwirkung auf höchstens 75 bis 68% verringert werden kann, sodaß sich beim anschließenden Verpressen der in der Heizpresse übereinander angeordneten einzelnen Stoffbahnlagen Hochdruckdämpfe entwickeln, denen unbedingt freier Abzug geschaffen werden muß. Dies geschieht durch die Öffnungen der Siebtafeln hindurch, um jeglichen gefährlichen Wirkungen sich häufender Dampfspannungen vorzubeugen, die bei größeren Plattenausmaßen Explosionen verursachen.
Die in der Industrie und Praxis so mannigfach und zur Einsparung von Nutzholz verwendeten Pressplatten bekannter Art sind indessen überall dort nicht geeignet, wo beide Plattenseiten von glattem ästhetischem Aussehen sein müssen, wie dies beispielsweise in der Möbelindustrie bzw. bei der Verwendung der Platten zu Türfüllungen verlangt wird, wo man schließlich auf die verschwenderische Anordnung von mit ihrer Siebseite einander zugekehrten aufliegenden Doppelplatten angewiesen ist. Ein weiterer maßgeblicher Übelstand ist das schon nach kurzer Zeit eines Einbauens zu beobachtende Verziehen und Verbiegen der Platten, was dadurch hervorgerufen wird, daß die glatte und aus Gründen der Herstellung mit Paraffin o.dgl. imprägnierte Plattenseite von durch Feuchtigkeit, Kälte und Hitze ausgelösten Einwirkungen naturgemäß weit weniger beeinflusst wird, als die unimprägnierte matte Siebseite. Letztere nimmt beispielsweise viel Feuchtigkeit auf, wodurch sie an und für sich flächenmäßig infolge Ausdehnung schon größer als die glatte Vorderseite wird, was unterschiedliche Spannungen in den Faserschichten der beiden Plattenflächen hervorruft und die oben genannten Deformationen mit sich bringt. Je nach Art, Größe und Angriffseite solch äußerer Einwirkungen verziehen sich die bekannten Platten mehr oder weniger zu Konkav- oder Konvexwölbungen bzw. zu windschiefen unästhetischen Flächen.
Vergeblich sind daher in der Praxis schon oft Versuche unternommen worden, um auch auf der Rückseite beim Pressen der Platten eine glatte Oberfläche zu erzielen.
Erfindungsgemäß wird dies in einfacher Weise dadurch erreicht, daß die Stoffbahn vor dem Verpressen eine ihren Wassergehalt bedarfsweise verringernde Trockenanlage durchläuft, was gleichbedeutend auch eine Verringerung der anschließend in der Heizpresse sich entwickelnden Hochdruckdämpfe mit sich bringt, und daß die so vorbereitete Stoffbahn zwischen je zwei glatten Blechtafeln verpresst wird, sodaß nunmehr beide Plattenseiten glatt gestaltet werden.
Infolge des zwischengeschalteten Arbeitsganges des Durchlaufens der Trockenanlage ist es jetzt leicht möglich, den Wassergehalt der Stoffbahn auf 35 bis 25% zu verringern. Beim anschließenden Verpressen wird der Wassergehalt bedarfsweise noch weiter verdampft, das das fertige Erzeugnis einen solchen von nur 3 bis 7% haben darf. Der dem bekannten Herstellungsverfahren gegenüber verminderte Wassergehalt der Stoffbahn, der zwangsläufig auch verminderte Dampfspannungen in der Heizsperre zur Folge hat, wird anstandslos und ohne besondere Maßnahme durch die feinen Poren der Substanz hindurch beim Pressvorgang in's Freie ausgeschieden. An Stelle von der bisher zum Abführen der Dämpfe erforderlich gewesenen Siebtafel kann daher jetzt eine glatte Blechtafel beim Verpressen der zu Tafeln geschnittenen Stoffbahn verwendet werden, sodaß die Platten beiderseits beim Herausnehmen aus der
Heizpresse eine glatte und völlig gleichgestaltete sowie gleichbehandelte Oberfläche aufweisen. Die erfindungsgemäß hergestellten Platten erlangen hierdurch nicht nur ein besseres Aussehen und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeitseinwirkungen sowie äußere Einflüsse, sondern auch bei gesicherter Beibehaltung der ebenen Plattenform eine vielseitigere Möglichkeit ihrer Verwendung und Verarbeitung in der Industrie und Praxis.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von im Nassverfahren gefertigten Holzfaser- u.dgl. Platten, bei welchem die auf einem Laufband zu einer plastischen flüssigen Masse zubereitete Rohstoffbahn unter freier Abzugsmöglichkeit der dabei sich entwickelnden Hochdruckdämpfe in einer Heizpresse und je zwischen einer glatten und einer mit Öffnungen versehenen Siebtafel verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn vor dem Verpressen eine ihren Wassergehalt bedarfsweise verringernde Trockenanlage durchläuft, was gleichbedeutend auch eine Verminderung der anschließend in der Heizpresse sich entwickelnden Hochdruckdämpfe mit sich bringt, und daß die so vorbereitete Stoffbahn zwischen je zwei glatten Blechtafeln verpresst wird, sodaß beide Plattenseiten gleichgestaltete glatte Oberflächen aufweisen.
2. Holzfaser- u.dgl. im Nassverfahren gefertigte Pressplatten, dadurch gekennzeichnet, daß Vorder- und Rückseite der Platten von gleichbehandelter und gleichgestalteter glatter Oberfläche sind.

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