DEP0040170DA - Radantrieb mit Zahnradvorgelege für die Hinterräder eines Schleppers - Google Patents

Radantrieb mit Zahnradvorgelege für die Hinterräder eines Schleppers

Info

Publication number
DEP0040170DA
DEP0040170DA DEP0040170DA DE P0040170D A DEP0040170D A DE P0040170DA DE P0040170D A DEP0040170D A DE P0040170DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheel
gear
wheel drive
tractor
brake
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Dipl.-Ing. Krautter
Werner Neuschaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Andreas Stihl AG and Co KG
Original Assignee
Andreas Stihl AG and Co KG
Publication date

Links

Description

Für die Landwirtschaft bestimmte Schlepper, die umfassend verwendbar sein sollen, etwa in Gestalt eines sog. Allzweckhackfruchtgerätes, ist eine gewissen Bodenfreiheit erforderlich. Es ist bekannt, zu diesem Zwecke die Hinterachse als sog. Portalachse auszubilden und die Radachsen von den hochliegenden Hinterachswellen über zu beiden Seiten der Hinterräder angeordnete Zahnradvorgelege anzutreiben. Diese Vorgelege werden bisher überwiegend als aussenverzahnte Getriebe gebaut. Das das Uebersetzungsverhältnis dieser Vorgelege mit Rücksicht auf die Beanspruchung des Schaltgetriebes verhältnismässig hoch gewählt werden muss, wird der Schlepper bei senkrecht übereinander liegenden Zahnradmitten ziemlich hochbeinig; die dadurch bedingte hohe Schwerpunktlage wirkt u.a. beim Fahren im hügeligen Gelände, besonders beim Hangfahren, ungünstig. Auch die Schräglegung der Verbindungsteile beider Zahnradmitten des Vorgeleges führt zu keinem befriedigenden Ergebnis.
Ein wesentlicher Nachteil der Anordnung von Aussenvorgelegen besteht ferner darin, dass hierzu eine getrennte Radnabe erforderlich ist, die fliegend auf der Achse des Vorgelegerades angeordnet sein muss. Dies bedingt hohe Beanspruchungen von Achsen und Lagern und einen hohen Werkstoffaufwand. Ferner benötigt man für die Unterbringung der Radbremsen, die zweckmässig unmittelbar an der Radnabe befestigt werden, viel Platz; auch die auftretenden Beanspruchungen sind hierbei ziemlich ungünstig. Insbesondere die Anordnung einer Scheibenbremse stösst dabei auf grosse Schwierigkeiten, weshalb man sich regelmässig mit einer teuren Innenbackenbremse begnügt hat.
Gemäss der Erfindung werden die baulichen und betriebstechnischen Nachteile der bisherigen Bauarten von Radantrieben für Schlepper verhältnismässig grosser Bodenfreiheit dadurch vollständig vermieden, dass der Antrieb der beiden Hinterachsräder über je ein innenverzahntes Vorgelege übertragen wird, dessen Innenzahnkranz unmittelbar mit der Radnabe verbunden ist. Das Uebersetzungsverhältnis kann hierbei ohne Nachteil erheblich grösser gewählt werden als bei aussenverzahntem Vorgelege. Damit wird eine wesentliche Entlastung des Getriebes und trotz hoher Uebersetzung eine angemessene Hochlage der Hinterachse und des Schaltgetriebes erreicht. Die unmittelbare Verbindung des innenverzahnten Zahnkranzes mit der Hinterradnabe ermöglicht eine billige, werkstoffsparende Gestaltung; sowohl in Bezug auf die Zahl der benötigten Einzelteile als der Lagerstellen lässt dieses Getriebe erheblich einfacher gestalten als bisher übliche Getriebe mit Aussenverzahnung.
Die Radnabe mit dem Zahnkranz wird zweckmässig auf einer am Hinterachsrohr befestigten starren Achse gelagert.
Die auftretenden Kräfte werden auf kürzerem Wege übertragen als bei den bekannten Anordnungen, womit eine wichtige Forderung des Leichtbaues von Schleppern erfüllt wird.
Ein weiterer wesentlichen Vorteil der neuen Anordnung ergibt sich durch die Verbindung des innenverzahnten Vorgeleges mit der Radbremse. Auch hier ist grundsätzlich anzustreben, dass die auftretenden Bremskräfte möglichst unmittelbar vom Rad auf die Festpunkte im Fahrgestell übertragen werden. Bei Verwendung eines innenverzahnten Getriebes kann die Bremseinrichtung unmittelbar am äusseren Umfang des Zahnkranzes angeordnet werden, wobei die Bremskräfte direkt von ihrer Wirkungsstelle, dem Reifenumfang, über die Felge, die Hinterradnabe, den Zahnkranz und die Bremsscheibe, auf das Fahrgestell übertragen werden, ohne dass eine besondere Bremstrommel erforderlich ist. Daraus ergibt sich nicht nur eine Vereinfachung unter Fortfall verschiedener bisher notwendiger Bauteile, sondern auch eine wesentlich geringere Beanspruchung der Uebertragungsglieder, insbesondere der Antriebswellen.
Als Bremse kann eine Bandbremse dienen, die um den Zahnkranz des grossen Vorgelegerades gelegt ist. Besonders geeignet erweist sich aber die Anordnung für die Unterbringung von Scheibenbremsen, die bei grosser Bremsfläche sehr schmal gebaut werden können. Die Bremsscheibe umgibt hierbei ringförmig den Zahnkranz des innenverzahnten Rades, der einen entsprechenden radialen Aussenflansch besitzt, welcher als Gegenfläche für die Bremse dient.
Zwei Ausführungsbeispiele von Radantrieben nach der Erfindung sind in der Zeichnung in schematischer Form dargestellt.
Fig. 1 ist ein axialer Schnitt durch einen Radantrieb mit Bandbremse,
Fig. 2 ein entsprechender Teilschnitt durch einen mit einer Scheibenbremse verbundenen Antrieb.
Die Achse 1 des Rades liegt in entsprechendem Abstand unterhalb der den Antrieb des Rades vermittelnden Hinterachswelle 2 und ist starr in einem Anguss des Hinterachsrohres 3 befestigt. Die Radnabe 4 ist mit zwei Lagern 5 drehbar auf der Achse 1 gelagert und in bekannter Weise mit der Radscheibe 6 und der Radfelge 7 verschraubt. Sie ist ferner unmittelbar zusammengebaut mit dem innenverzahnten Zahnkranz 8 des grossen Vorgelegerades, in dessen Ver- zahnung das mit der Antriebswelle 2 verkeilte Ritzel 9 eingreift. Durch einen Deckel 10 mit Dichtring 11 ist das Vorgelege öldicht nach aussen abgeschlossen.
Auf dem äusseren Umfang des innenverzahnten Rades 8 ist eine Bandbremse 12 angeordnet, die in nicht näher dargestellter, an sich bekannter Weise betätigt werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist anstelle der Bandbremse eine Scheibenbremse vorgesehen. Der Zahnkranz 8 besitzt in diesem Falle einen nach aussen reichenden Flansch 13, der als Gegenfläche für die axial längs des Umfanges des Zahnkranzes verschiebliche Bremsscheibe 14 dient. Zum Anpressen der Bremsscheibe gegen den Bremsflansch dient ein an sich bekanntes, schlauchförmiges, pneumatisches oder hydraulisches Druckglied 15. Die ganze Bremsanordnung liegt innerhalb der ohnehin erforderlichen Breiten-Ausdehnung des Radantriebes, beansprucht also überhaupt keinen zusätzlichen Raum.

Claims (4)

1) Radantrieb mit Zahnradvorgelege für die Hinterräder eines Schleppers, insbesondere eines Leichtbauschleppers mit verhältnismässig grosser Bodenfreiheit, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb über ein innenverzahntes Vorgelege (8, 9) übertragen wird, dessen Innenzahnkranz (8) unmittelbar mit der Radnabe (4) verbunden ist.
2) Radantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Radnabe (4) mit Zahnkranz (8) auf einer am Hinterachsrohr (3) befestigten starren Achse (1) drehbar gelagert ist.
3) Radantrieb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am äusseren Umfang des innenverzahnten Vorgelegerades (8) eine Radbremsvorrichtung (12) angebracht ist.
4) Radantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radbremse aus einer den Zahnkranz (8) umgebenden Bremsscheibe (14) und einem die Gegenfläche bildenden Flansch (13) des Zahnkranzes besteht.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2357451C2 (de) Radnabenantrieb mit Bremse
DE2533611A1 (de) Radantriebsvorrichtung
DE2937470C2 (de) Zahnradlager für automatische Getriebe
DE4322517A1 (de) Planetenreduktionsgetriebe für Antriebsachsen
DE3900075A1 (de) Radkopf fuer fahrzeuge
DE1070049B (de)
DE2350171A1 (de) Drehmomentverteilergetriebe
DE2335629C3 (de) Hydrostatisch-mechanischer Antrieb fur land- und bauwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge
DE2758556A1 (de) Hydrostatischer trommelantrieb
EP0185247B1 (de) Sperrbares Ausgleichsgetriebe für Kraftfahrzeuge
DE3035961A1 (de) Kreisel-maehmaschine
DE3245720A1 (de) Antriebssystem fuer einen dreh-, schwenk- und fahrantrieb eines fahrzeugs, insbesondere fuer einen bagger
DE60106994T2 (de) Radnabe für Kraftfahrzeuge
DE2017716C3 (de) Lenkgetriebe für Gleiskettenfahrzeuge, insbesondere für Pistenraupen
DE1290401B (de) Planetengetriebe mit elastischem Planetentraeger
DEP0040170DA (de) Radantrieb mit Zahnradvorgelege für die Hinterräder eines Schleppers
DE1430473A1 (de) Fahrzeugachse mit Kegelrad-Planetengetriebe
EP0414086B1 (de) Sperrbares Differentialgetriebe
DE3245226C2 (de)
DE2101515A1 (de)
DE69705601T2 (de) Antriebsvorrichtung für ein Kraftfahrzeugrad mit einer besonderen Anordnung von Motor und Untersetzungsgetriebe
DE2639690A1 (de) Zapfwellenantrieb an der frontseite einer zugmaschine
DE3406783A1 (de) Antrieb mit einem hydrostatischen motor
DE2605516C3 (de) Endantrieb für das Treibrad eines Kraftfahrzeuges
DE2305159C3 (de) Kühlung für in einem Treibachsgehäuse eingebaute druckmittelbetätigte Scheibenbremsen