DEP0039576DA - Schützenloser Webstuhl - Google Patents
Schützenloser WebstuhlInfo
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Description
PATEHTäNWälte Lübeck, den 7.April 1949.
DIPL-ING. Λ. BOHB Hüxstr. 66.
DB. B. FlNCKE B/J*
BeSchreibung zum Patentgesuch
der firma Clutsom & Kemp Limited, Highfields, öoalville, Leicesterchire und des Herrn Charles Clutsom, _Ashby-de-la Zouch, Leicesterchire, England
der firma Clutsom & Kemp Limited, Highfields, öoalville, Leicesterchire und des Herrn Charles Clutsom, _Ashby-de-la Zouch, Leicesterchire, England
u/ betreffend
Schloser Webstuhl.
Schloser Webstuhl.
Priorität vom 2o.April Ί948, G-ross-Britannien.
Die Erfindung bezieht sich auf ^schiffchenlose^'ffebstühle,
d.h.Webstühle mit Schussfadenzuführungen, die mit Bezug auf
die Einiährung des Schussfadens ortsfest sind. Insbesondere
betrifft die Erfindung schiffchenlose Webstühle zur Herstellung
von Kleinware, insbesondere von elastischen Geweben und anderen schmalen Stücken, wie Bänder und Litzen in fortlaufenden Längen,
sowie schiffchenlose Webstühle, die zum leben von elastischer
und sonstiger Stückware für die Herstellung von Kleidungsstücken verY/endet werden.
Bekanntlich werden durch die. Verwendung eines scMffchcnlosen
Webstuhles das Füllen der^Schiffehenjund die hiermit
verbundenen Nachteile vermieden, sodass eine erhöhte Leistungsfähigkeit
sowie eine erhebliche Ersparnisse an Material und Verringerung der Herstellungskosten erzielt wird.
Die "Erfindung betrifft insbesondere schiffchenlose
Ά Webstühle, deren hebevorrichtung ein jjaar aus Padenführern
bestehende Schussfadenleder umfasst, die abwechselnd von den beiden gegenüber liegenden Seiten der Kette arbeiten, um einseine
Ochucsfäden durch Ilettenfadengruppen hin und her zu fahren, sowie
ein zugehöriges laar von ?a.dengreifein, die in Zusammenwirkung
mit den SchuEsfaJenlegern an den gegenüber liegenden Hanten
eines Webstückes/Selfkanten/ bilden. Ein so] eher \/ebEtuhl \r;ird
in folgenden als "Schiffchenloacr Webstuhl der vorliegenden Art"
bezeichnet.
Bei einer bekannten Webevorrichtung für einen schiffchenlosen Webstuhl vorliegender Art arbeiten hakenförmige Fadengreifer
mit den Faden]egern so zusammen, dass die Schussfäden
_ 2 —
mit Sicherheit Mn und her durch die Kettenfadengruppen gelegt
werden,und die Fadengreifer sind so angeordnet und werden derart
"betätigt, dass sie die ihnen dargebotenen Fäden in abgestimmter Beziehung zu der Arbeit der Schussfadenleger erfassen,um die SeIfkanten
zu bilden. Bei einem mit einer solchen (im folgenden mit "Webevorrichtung vorliegender Art") bezeichneten Vorrichtung versehenen
Webstuhl ziehen die fadenleger die Schussfäden von unabhängigen. Vorräten in Gestalt von Haspeln,Spulen,Kegeln,Cops oder
dergl. ab ,die einen erheblichen Vorrat an Faden enthalten, und jeder
Fadenleger arbeitet mit dem auf der gegenüber liegenden Seite der Kette befindlichen Fadengreifer zusammen. Nachdem ein Schussfadenleger
einen Vorwärtshub durch eine Kettenfadengruppe von einer
Seite derselben hergemacht hat, um seinen Schussfaden dem auf der entgegen gesetzten Seite befindlichen Fadengreifer darzubieten,führt
er einen Sückwärtshub aus und wird dann zeitweise still gesetzt. Der andere Fadenleger, der sich während der vorgeschilderten Arbeit
des ersten Fadenlegers in seiner unwirksamen Stellung befunden hat, führt jetzt einen Vorwärtshub durch eine Kettenfadengruppe von der
anderen Seite der Kette her aus, um seinen Schussfaden dem anderen
Fadengreifer darzubieten, und dann einen Hückwärtshub, und so
Vireiter» Während der Arbeit des Webstuhles erfasst jeder Fadengreifer
den betreffenden Schussfaden,wenn der erste Teil eines Doppelschusses durch den betreffenden Schussfadenleger gelegt
worden ist, hält den Schussfaden, während der genannte Fadenleger sich in der entgegensetzten Sichtung bewegt, um den zweiten Teil
des Doppelschusses zu legen, wirft dann den Schussfaden vor dem
nächsten Hub des Fadenlegers ab, der den ersten Teil des darauf folgenden Doppelschusses legt, und so weiter. Aus dem Vorstehenden
ergibt sich, dass mit dem hier verwendeten AiXs-druck " Doppelschuss"
eine vollständige Schussfadenschlaufe gemeint ist, die als Folge
eines Vorwärts-und Eückwärtshubes eines Fadenlegers eingelegt wird.
Ein Zweck der Erfindung besteht darin, in oder für einen schiffchenlosen Webstuhl der vorliegenden Art eine Webeborrichtung
von verbesserter Bauart vorzusehen derart, dass mit Sicherheit vermieden wird, dass einer der Schussfäden von dem falschen
Fadengreifer gefangen wird oder sich mit diesem verwickelt.
Ein anderer Zweck der Erfindung bestellt darin, in oder für einen schiffchenlosen Webstuhl eine Webevorrichtung
vorliegender Art vorzusehen, bei der die Schussfadenleger, die
zugehörigen Fadengreifer und die Ho clcenvor richtung zur Betätigung
derselben so ausgebildet und angeordnet sind und angetrieben werden,
dass das Weben von Ware mit zuverlässig gestrickten Seifkanten an beiden Rändern erleichtert und dadurch die leistung erhöht wird.
Die vorliegende hebevorrichtung ist so ausgebildet, dass
die jeden der Schussfäden in solcher Weise zwangsläufig führt, dass
der Schussfaden, wenn er bei jedem Vorwärtshub des betreffenden Fadenlegers von dem Vorrat abgezogen und in eine Kettenfadengruppe
eingelegt worden ist» eine Lage einnimmt, dass er mit Sicherheit den Fadengreifer auf derjenigen Seite der Kettenfadengruppe,von
welcher der Fadenleger arbeitet, vermeidet.
Ein Merkmal der Erfindung besteht in einer Y/ebevorrichtung
vorliegender Art,die so ausgebildet ist, dass die jeden der Schussfäden, wenn er bei jedem Vorwärtshub des betreffenden
Fadenlegers von dem Vorrat abgezogen und in einer Keitenfadengruppe
eingelegt wird, zwangsläurig so führt, dass der Schussfaden sich aus einer Stellung auf einer üeite der Gruppe,bei ?;elcher er
den Fadenleger dieser Seite vermeidet, in eine Stellung bewegt, in welcher er von dem auf den anderen Seite der Gruppe befindlichen
Fadengreifer erfasst wird.
Jeder der S hussfäden wird zweckmässig so geführt,
dass er sich aus einer Stellung auf einer Seite der Kettenfadengruppe, in welcher er sich hinter einem auf dieser Seite befindlichen
Fadengreifer befindet und daher von diesem nicht erfasst werden kann,in eine Stellung bewegt, in welcher er sich vor dem
auf der anderen Seite der Gruppe befindlichen Fadengreifer befindet und daher in den Haken dieses Greifers gezogen wird.
Zum Beispiel kann sich jeder der Schussfäden in einer schrägen oder geneigten Bahn von der einen Stellung in die andere
bewegen.
Bei einer Ausfuhrungsform der Erfindung ergibt sich die
notwendige Führung der Schussfäden aus der Art und Jeise, in
welcher die Schussfadenleger angeordnet sind, \ieim. beispielsweise
die Fadenleger aus Sohwingarmen bestehen, so können diese Arme
für ihre Schwingbewegung auf Achsen gelagert sein, die entgegengesetzt zu einander gegen übenen geneigt angeordnet sindf die zu
der Ebene, in welcher die Ware gewebt wird, senkrecht stehen.
Die Fadengreifer können irgendeine für den vorliegenden Zweck geeignete Gestalt besitzen und bestehen vorzugsweise aus
Stricknadeln.Mit dem Ausdruck "Stricknadel" ist eine Stricknadel
üblicher Art gemeint, die bei Strickmaschinen gebräuchlich ist. Torzugsweise werden Zungennadeln vorgesehen. Vorteilhafterweise
ist jede Nadel in eine schaft ähnliche !Tragstange eingesetzt,und
in dieser Beziehung bezeiht sich der Ausdruck "Stricknadel" sowohl
auf die Nadel und die Tragstange, wo der Zusammenhang dies zulässt»
Wo die Schussfadenleger mit Stricknadeln zusammen v^irken,werden
die aufeinander folgenden Doppelschüsse auf jeder Seite der ?/are beim Fortschreiten des Webens zur Bildung einer gestrickten Seifkante
verstrickt.
Zum weiteren Verständnis der Erfindung ist diese auf
den Zeichnungen in einer beispielsweisen Ausführungsform der
Webevorrichtung für einen schiffchenlosen Webstuhl zur Herstellung
von Kleinware veranschaulicht,
Fig. 1 ist eine schaubildlichc Ansicht dieser Vorrichtung.
Pig.2 ist eine Seitenansicht derselben, in Richtung des
Pfeiles A in Fig. 1 gesehen.
Fig.3 ist eine Aufsicht auf die Vorrichtung.
Fig. 4 ist oine teilweise geschnittene Stirnansicht,
in Sichtung des Pfeiles B inr Fig. 2 gesehen.
Fig. 5 zeigt in Aufsicht einen Teil eines schiffchenlosen Webstuhles mit mehreren Sätzen von Padenleger-und zugehörigen
Stricknadelpaaren.
Fig. 6 stellt als Einzelheit eine Ansicht der Antriebsvorrichtung
für die Aufschlagvorrichtung dar.
Fig. 7 ist eine Stirnansicht der Antriebsvorrichtung, in Eichtung dos Pfeiles C in Fig. 6, also von der Stirnseite des
Webstuhles aus gesehen.
Fig. 8 veranschaulicht schematisch die Bahnen in welchen die Arbeitsenden oder Spitzen der Schussfadenleger wandern,und
Fig.9 bis 16 veranschaulichen schematisch die aufeinander
folgenden Stufen der Zusammenarbeit von Fadenlegern und Stricknadeln.
Bei dem dargestellten Ausfiihrungsbeispiel besitzt
die hebevorrichtung/ Hauptstangen 1 aus Metall,die mit Abstand
parallel zu einander auf einem längsträger 2 des Hauptgestelles des Webstuhles an der Stirnseite des Letzteren befestigt sindl
der Träger 2 zur Verbindung der Stangen 1 dient. Die Stangen 1
können seitlich verstellbar befestigt sein, und ihr Abstand s wird
in jedem Falle durch die Breite der zu webenden Ware F (Webstoff oder dergl.) bestimmt. Jede Stange ist nach oben mit einer Achs©
versehen,die gegen die senkrechte Ebene V leicht nach aussen geneigt ist, vgl.Fig. 4-.Auf jeder Achse 3 ist ein mit einer
Haibe versehener Arm 4 schwingbar gelagert, in welchem einstellbar
ein Schussfadenleger 5 befestigt ist. Der ladenleger besitzt die Gestalt eines Fadenführers mit einem noch innen gekrümmten Arbeitsteil
5a,dessen spitzförmiges Ende 5b mit einem kleinen Loch 6
(Fig.3) für den Durchgang ©ines Schussfadens T bezw. T versehen ist. Zwischen Flanschen 8 der Achsen 3 und Aussparungen an den
Unterseiten der achsial gebohrten Ha/ben 4 a der S hwingarme 4
sind Kugellager 7 eingesetzt. Die zweifachen Fadenleger 5 arbeiten abwechselnd von entgegengesetzten Enden einer Kette W,um die
einzelnen Schussfäden T und T hin und her durch Kettenfadengruppen
zu führen.
An den gegenüber liegenden Innenseiten der Hauptstangen 1 sind 2 Webenstangen 9 befestigt,die dazu dienen, ein
.paar hin und her bewegbare Zungennadeln Io zu tragen, die in
Zusairimonwirkung mit den SchussfadenlUgern 5 arbeiten können. Jede
der Hebenstangen dient ausserdem dazu einen Hocken 11 zu tragen
(Fig.2).Jeder Nocken 11 wirkt auf die zugehörige Nadel Io derart,
dass er sie bei jedem Vorwärtshub nach oben ablenkt. Ferner trägtjeder
Nocken 11 eine verhältnismässig dünne senkrecht angeordnete
Seitenplatte 12, deren vordere Ende eine litr&ar schlagkante 13
darstellt.In Verbindung mit dieser erleichtert die Nadel Io die
Bildung einer gestrickten Seifkante an der entsprechenden Kante der Ware F. An einem oberen Ansatz 14 der Platte 12 ist ein
einstellbarer Halter 15 für einen Zungenöffner in Gestalt einer
Bürste 16 angeordnet. Wie aus Fig. 8 ersichtlich ,ist, ist jede Stricknadel Io geneigt,sodass ihr Haken Io a in einer Ebene liegt,
die schräg zu der senkrechten Sbene der entsprechenden Seitenplatte
12 steht. Die Schäfte der eigentlichen Stricknadel Io sind in schaftähnlichen Tragstangen 17 befestigt, die auf den Hilfsstangen
9 zurück und vorwärts gleiten können,und zwar zwischen den Seitenplatten 12 und Führungsstücken 18,die durch Gehrauben
an den Aussenflachen der Standen 9 befestigt sind. Der Hocken
ist auf der Stange 9 befestigt und bitete eine Gewähr dafür,dass,
wenn die Stricknadel Io vorgeschoben wird, um einen ihr von dem
betreffenden Fadenleger 5 dargebotenen Schussfaden zu erfassen,
dieses Erfassen als Folge des Kontaktes zwischen der Nadelträgerstange 17 und dem Nocken 11 gesichert wird» In dieser Beziehung
ist die Unterseite der Stange 17 so geformt, dass sie mit dem Nocken 11 in solcher Weise zusammen wirken kann, dass bei jedem
Yorwärtshub der Stange 17 diese an ihrem vorderen Ende angehoben
wird und, wie bereits erwähnt eine Ablenkung der Nadel nach oben bewirkt. G-emäss Fig. 1,2 und 3 sind feste Blattfedern 19 vorgesehen,
die auf die Oberseiten der Nadelträgerstangen 17 wirken, um diese nach unten zu drücken und infolgedessen die Stricknadeln
Io bei ihrem Rückgang in ihre normale Höhenlage zurückzubringen. Die Nadelträgerstangen 17 sind mit nach aussen gerichteten Stiften
2o versehen, vermittels deren sie hin und her bewegt werden können. Zwischen den vorderen Enden der beiden Seitenplatten 12 ist ein
Brückenstück 21 (Fig.3 ) vorgesehen, welches dazu dient, die Ware zu unterstützen und zu führen und sie in einer bestimmten Bahn
zu halten. An dem entgegen gesetzten Ende der Vorrichtung, d.h. an dem Vorderende des Webstuhles, ist zwischen den beiden Stangen
eine ?>alze 22 vorgesehen, über welche die gewebte Ware F hinweg
geht.
Die paarweise angeordneten Schussfadenleger 5 und die zugehörigen Stricknadeln Io werden von vier einzelnen Nockenscheiben,
die auf einer gemeinsamen Nockenwelle 23 angeordnet sind,
unabhängig, aber in abgestimmter Beziehung betätigt. Es sind zwei einzelne Nockenscheiben 24 für den Antrieb der Fadenleger 5 und
zwei einzelne Nockenscheiben 25 für den Antrieb der Stricknadeln vorhanden. Die Nockenwelle 23 erstreckt sich wagerecht unterhalb
und parallel zu der Ebene, in welcher die Ware F gewebt wird. Von den vier einzelnen Nockenscheiben sind die beiden Nockenscheiben
25 für den Antrieb der Nadeln Seite an Seite zwischen den beiden Nockenscheiben 24 für den Antrieb der Fadenleger 5 angeordnet.
Die Nockenwelle 23 wird durch ein geeignetes Getriebe von der Hauptwelle des Webstuhles abgetrieben, und zsar mit der halben
Geschwindigkeit der Hauptwelle. Die Hauptwelle ist in den Fig.6
und 7 mit 26 bezeichnet.
An jeder Nockenscheibe 24 liegt eine Rolle 27 (Fig.2)
eines Armes 28 a eines zweiarmigen Hebels ?8 an, dessen anderer Arm 28 b durch einen Lenker 29 mit einem Stift 3o auf dem Schwingarm
4 des entsprechenden Fadenlegers 5 verbunden ist.
Die locken der "beiden Nockenscheiben 24 sind diametral zu
einander angeordnet, sodass bei der Drehung der Nockenscheibe
die Fadenleger 5 abwechselnd geschwungen werden, um die Schussfäden
T ~und T durch die Kettenfadengruppen hin und her zu
führen. Die Hebel 28 sind für eine unabhängige Bewegung auf einer gemeinsamen wagerechten Welle 31 gelagert, die vor und
etwas über der Nockenwelle 23 angeordnet ist. An den oberen Armen 28b der Hebel 28 sind Blöcke 32 befestigt, an denen die
entsprechenden Enden der Lenker 29 angreifen. Die Lenker 29 sind in ihrer Länge einstellbar. An den Schwingarmen 4 greifen
Zugfedern 33 an, die mit ihrem einen Ende an dem Stift 3o und
mit ihrem anderen Ende an einem festen Teil 34 des Webstuhles verankert sind.
Gegen jede der beiden Hockenscheiben 25 für die Betätigung der Stricknadeln liegt in ähnlicher Weise eine Rolle
27 (Pig· 1) des unteren Armes 35 a eines zweiarmigen Hebels
an, dessen oberer Arm 35 b unmittelbar durch einen Lenker mit dem Stift 2o der Tragstange 17 der entsprechenden Stricknadel
Io verbunden ist. Die Hebel 33 sind in gleicher Weise wie die Hebel 28 auf der gemeinsamen Welle 31 gelagert und
stehen unter der Wirkung von Zugfedern 37« Jede dieser Federn
ist mit ihrem einen Ende mit dem Arm 35 a des entsprechenden Hebels 35 verbunden, während das andere Ende an einem festen
Teil 38 des Trägers 2 verankert ist.
Die vier ETockenscheiben sind 3ede für sich im
Winkel verstellbar auf der Nockenwelle 23 angeordnet, sodass sie
einzeln genau eingestellt werden können. Zu diesem Zweck sind
die Hockenscheiben 24 und 25 einstellbar auf Itfockenringen
befestigt, die ihrerseits bei 4o auf der Welle 23 verkeilt sind, Pig.2. Die Ringe 39 sind mit den zugehörigen Nockenscheiben
achsial verstellbar auf der nockenwelle 23 befestigt, sodass ihre achsiale Stellung genau jeder Änderung im Abstand der
Hauptstangen 1 angepasst werden kann, um verschiedenen Breiten der V/are angepasst zu werden.
λ Die verbesserte Webevorrichtung besitzt einen
sfschlagkamin 41 (I1Ig^), der in einem Halter 42 in Gestalt
eines auf einer Schwingwelle 43 starr befestigten Armen angebrocht
ist» Die Welle 43 wird von der Hauptwelle 26 vermittels einer auf dieser verkeilten Kurbelscheibe 44, einer Kurbelstange
45 und eines auf der Welle 43 befestigten Hebels 46
hin und her geschwungen, um den Aufschlagkamm 41 in abgestimmter
Beziehung zu den Bewegungen der Fadenleger 5 und Stricknadeln su betätigen, vgl. hierzu Fig. 6 und 7. In jeder der Figuren 2,3
und 4 "bezeichnet 47 Fadenführer, die dazu dienen, die Schussfäden
T und T von den Lieferstellen zu den Fadenlegern 5 zu führen.
Es versteht sich, dass "bei einem Webstuhl, der nur
zur Herstellung eine^ s±hs±§e;h einzigen Wareristückes diient, auch
nur ein paar Fadenleger und ein paar Stricknadeln vorhanden sind. Andererseits werden bei einem Webstuhl für Kleinware natürlich
so viele Sätce von Fadenlegerpaaren 5 und Stricknadelpaaren Io
vorgesehen sein, wie Webstücke oder dergl. hergestellt werden
sollen. Dies ist aus Fig.5 ersichtlich, in welcher schematisch einige solcher Satze von Fadenlegern und Nadeln und entsprechende
Binzelaxifschlagkämme 4-1 dargestellt sind. Um an Raum zu sparen,
T/erden die verschiedenen Sätze vorteilhafterweise versetzt zu
einander in verschiedenen Ebenen angeordnet, wobei die Faäenleger jeden Satzes frei arbeiten könaan, ohne mit den Fadenlegern der
benachbarten Sätze zu kollidieren.
Ein und derselbe TZleinwaren- /ebctuhl kann nit verschieden
grossen und verschieden eingestellten Hebevorrichtungen
versehen sein, um Webstücke oder dergleichen von verschiedenen
Breiten herzustellen.
Die oben erwähnten Achsen 3 können eine Atissenne igung
bis zu etwa 5° gegen die senkrechte Ebene ¥ (Fig.4)besitzen. Infolge dieser Neigung der Achsen 3 wird das AEbeitsende oder die
Spitze 5 b jedes Fadenlegers 5? wenn dieser einen Arbeitshub
ausführt, in einer nach oben geneigten Bahn von einer Stellung unterhalb der nächsten Zungennadel Io bis su einer S ellung etwas
oberhalb der entfernten Nadel wandern, der er den Schussfaden darbietet und mit der er eine Selfkante strickt. Dies wird aus
einer Betrachtung von Fig. 8 klar, aus welcher ersichtlich ist, dass, wenn der Fadenleger 5 an der rechten Seite dieser Figur
einen Arbeitshub in Richtung des Pfeiles D ausführt, seine Spitze 5 b von einer unteren Stellung E auf öer rechten Seite der Ilette
sh5 in der MT. sich unter der auf dieser Seite befindlichen Stricknadel
Io befindet, in eine höhere Stellung G- wandert, in welcher sie
über öle suf der linken Seite der Ilette befindliche Stricknadel
hinweg geht. In ähnlicher «eise wandert" die Spitze des auf der
linken Seite von Fig. 8 befindlichen Fadenlegers, wenn dieser einen
_ 9 —
Arbeitshub in der Richtung des Pfeiles H macht«,von einer unteren
Stellung I auf der linken Seite des Faches,in welcher sie sich unter der auf dieser Seite "befindlichen Stricknadel befindet, in
eine höhere Stellung J,in welcher sie oberhalb der auf der
rechten Seite von Fig. 8 befindlichen Stricknadel vorbeigeht.
Das hiesst, die von den beiden Arbeitsenden oder Spitzen der Padenleger durchwanderten Bahnen sind entgegengesetzt schräg gegen
die wagerechte Ebene geneigt,in welcher die Ware F gewebt wird.
Unter Berücksichtigung der schiefen Bahnen, in denen die Spitzen der Padenleger wandern, woll nun ein vollständiger
iLrbeitskreislauf der Webevorrichtung kurz an Hand der Figuren 9 16
beschrieben werden.
Vor Beginn des Arbeitskreislaufes befinden sich beide
Eadenleger 5 in ihrer unwirksamen Stellung und die beiden Sticknadeln
Io in ihrer vorgesehenen Stellung gemäss Fig.9· In
dieser Arbeitsstufe sind die beiden Teile des letzt eingelegten Doppelschusses P grade durch eine Vorwärtsbewegung des A**fschlagkammes
gegen das Y/e/b stück abgeschlagen werden. Die gestrickten
Selfkanten an den Rändern der Webware sind mit E bezeichnet» L bezeichnet die letzt gebildeten Schlaufen auf den Schäften der
Stricknadeln,und es ist ersichtlich, dass beide Schussfäden T und T unt-er den lade In liegen.
Während der rechte Padenleger noch unwirksam bleibt, beginnt der linke Padenleger einen Vorwärtshub,um den Schussfaden
T von seiner lieferstelle abzuziehen und ihn in ein Fach der Kettenfäden W einzulegen. Da sich der linke Padenleger zu
dieser Zeit in einer niedrigen Stellung befindet,zwingt er den
Faden T, sich unterhalb und auf dem Rücken der linken Stricknadel zu bewegen, sodass der Faden nicht von dem Haken Io a dieser Uadel
erfasst und gefangen werden kann. In Fig. Io hat der linke Padenleger
seinen Vorwärtshub durch das Fach beendet und den nächsten Doppelschuss P eingelegt,und die voll vorgeschobene und nach oben
abgelenkte rechte Stricknadel erfasst den ersten Teil des Doppelschusses
P .Da die Spitze des linken Fadenlegers in einer schrägen Bahn nach oben gewandert ist, so befindet sie sich ^etst in einer
hohen Stell uns, über der rechten Stricknadel, der erste Teil des
Doppelschusses P erstreckt sich quer über vor der Nadel - etwas vor dem Löffel der Uadelzunge Io b. In der Stufe der Pig.Io ist
der rechte Padenleger noch ortsfest in seiner unwirksamen Stellung.
-loin Pig. 11 ist der rechte Padenleger noch unwirksam, der linke Fadenleger hat £rade seinen Rückwärtshub durch das Pach
begonnen, seine Spitze wandert schräg nach unten, sodass sein Faden T in den Haken Io a der rechten Stricknadel gezogen wird.
Bei der nächsten in Pig* 12 gezeigten Stufe des Arbeitsganges
hat der linke Padenleger seinen Bückwärtshub vollendet und
ist in seine ursprüngliche,d.h.unwirksame Stellung zurückgekehrt.
Hierbei hat der den Schussfaden T gezwungen, sich in eine Stellungzu
bewegen,in welcher er sich unterhalb und an dem Rücken der vorgeschobenen
linken Stricknadel befindet. Der flechte Padenleger steht
noch still, aber die rechte Stricknadel ist trolls tändig zurückgezogen
worden,sodass eine neue Selfkantenschlaufe L dur£h die alte
Schlaufe L gezogen und «die letztere durch die Abschlagkante 13
der rechten Seitenplatte 12 abgeworfen worden ist. Beim Abschlagen von der Uadel schliesst die Schlaufe!!, die vorher hinter der offenen
Zunge lob der rechten Nadel war, diese Zunge. Auf diese ffeise werden
aufeinander folgende Doppelschüsse de_s durch den linken Padenleger
eingelegten Schussfadens T eingestrickt,um die gestrickte Seifkantete
an dem rechten Rand der Ware F zu bilden.
Hierauf wird die rechte Stricknadel vorgeschoben,so dass
die neue Schlaufe L die vorher geschlossene Zunge Io b offnet,und
während beide Padenleger unwirksam sind,bewegt sich der .SsB?sch.lagkamm
wieder vorwärts,um den Doppelschuss P a=ei den vorher eingelegten
Doppelschuss P atrf? d&$ We^bstück^,abzuschlagen. In Pig. 13
befindet sich die rechte !Tadel im Yorschub und das Anschlagen hat
begonnen,während in der Stufe der Pig. 14 der Nadelvorschub und das
Anschlagen vollendet ist.
Hierauf wird das Fach geändert,und der vorher unwirksame
(rechte) Padenleger beginnt seinen Vorwärtshub,um den Schussfaden T
von seiner Lieferstelle abzuziehen und in das frische Pach einzulegen.
In Pig. 15 hat der rechte Padenleger seinen Vorwärtshub
2 1
vollendet,um einen Doppelschuss P des Schussfadens T einzulegen.
Während dieses Hubes bewegt sich die Spitze des rechten Padenlegers
in einer schrägen Bahn nach oben, sodass sie den Faden T zwingt, sich von einer unteren Stellung unter und an dem Micken der rechten
Stricknadel in eine höhere Stellung über ^md vor der linken Stricknadel
zu bewegen. Hierauf bewegt sich der rechte Padenleger in der
entgegengesetsten Richtung, so dass er den Faden T in den nach
oben abgelenkten Haken Io a der vorgeschobenen linken Stricknadel
(vgl.Fig. 16) zieht, die dann zurückgezogen wird, um eine
neue Schlaufe L dieses Fadens durch die auf dieser Seite befindliche Schlaufe L zu ziehen. Diese Schlaufe L wird von der
linekn Stricknadel durch die Abschlagkante 13 der linken Seitenplatte 12 abgeschlagen, die linke Stricknadel wird wieder vorgeschoben,und
der Doppelschuss P wird auf das We/bstück angeschlagen.
Hiermit ist der Arbeitskreislauf,der regelmälsig wiederholt
wird, vollendet. Die Bürsten 16 geben die Gewahr, dass die Hadelzungen Io b zu allen wesentlichen Zeiten offen sind.
Claims (1)
- Patentansprüche . -^-- -1). Schloser Webstuhl, bei dem die Webevorrichtung ein j£ke.T aus Fadenführern bestehende Schussfadenleger, die abwechselnd von entgegengesetzten Seiten einer Reihe von Kettenfäden arbeiten, um einzelne Schussfäden hin und zurück durch^s» Eettenfadenf^chesr zu führen,sowie ein zugeordnetes „gaar Fadengreifer umfasst, die in Zusammenwirken,» mit den Fadenlegern Wewfk.BXi'ten an den fiändern eines luebstückes bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die hebevorrichtung eine Einrichtung besitzt, durch welche jeder der Schussfäden in solcher Weise zwangsläufig geführt wird, dass der Schussfaden, wenn er bei jedem Vorwärtshub des betreffenden Fadenlegers von der Lieferstelle abgezogen und in ein Eettenfach eingebracht wird, den Fadengreifer auf derjenigen Seite des Faches, von welcher aus der Fadenleger arbeitet, vermeidet.2). S ο ul o.a» febstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hakenförmige ausgebildeten Fadengreifer ausser ihrer Zusammenarbeit mit den Fadenlegern, um das hin und her erfolgende Einlegen der Schussfäden durch clH^ Fachten zu gewährleisten, so angeordnet- sind und betätigt werden, dass sie die ihnen in abgestimmter Beziehung zu der Arbeit der Fadenleger dargebotsnen Fäden erfassen, um die Selfkanten zu bilden, und dass die genannten Mittel jeden der Schussfaden, wenn er bei jedem Vorwärtshub des betreffenden Fsdenlegers von der 3delerstelle abgezogen und in ein Kettenfaeh eingelegt wird, zwängen, sich aus einer Stellung auf einer Seite des Faches,in der er den:auf diesel?' Seite 'befindlichen Fadengreifer vermeidet,in .eine ^solche -Stellung zu bewegen, In' der ■ er von-dem a,uf der entgegen-' gesetzten- Seite des' Faches befindlichen■ Fadengreifer ^erfasst wird.- ';.:'.- 3). -- Webstuhl nach Anspruch 2, dadurch : gekennzeichnet ,dass die Fade.nl e ge r jeden .der Schussfäden .so ,■:,'.. führen, dass er sich -aus einer Stellung auf einer/Seite des ' -Faches., in der er-sich hinter, dem auf dieser Seite ' vorhandenen, -'■ Fadengreifer- befindet und daher von diesem' nicht erfasst werden., kann'^in eine Stellung bewegt,in der er sich, vor-dem auf der entgegen; gesetzten Seite des 'Faches befindlichen Fadengreifer . erstreckt und in den -Haken desselben- gezogen wird.' .-."■■ . .. ;' ' · 4) · &*' Webstuhl' nach: Anspruch^, dadurch gekennzeichnet, dass sich .jeder der Schussfäden in schräger, ; ,Richtung von .der. einen Stellung in die ande're bewegt.■■.·■'■;■ '■■ ■ ■ ·■.■'■'■ ·' : ■ -. ..-■-. ,■■'■■ ' ■■■'■■.■.■ - ■·.■.■■ - . ■ ■ .1·'■ ;■■■■- - 5)«'-'·'-' Webstuhl nach Anspruch' 3 s dadurch gekennzeichnet, dass jeder Fadenleger in 'solcher -'ffei-se d^irch ein Kettenfach.bewegt wird,dass sein wirksames Ende-während jedes : Vorwärtshubes einer Bahn -folgt, die zu der Ebene, in der die Waregewebt wird, schräg verlauft ".derart,■ dass der Fadenleger,; während er daran-'gehindert-wird ,den.. Schussfaden dem auf derselben Seite der Kettenfäden wie der Fadenleger befindlichen Fadengreifer ■■d-arzixbiet.en,bei der Beendigung seines Hubes in .eine Stellung gealngt,- in.der der Faden dem' auf-den entgegengesetzteh Seite ■ ■der lattenfäden befindlicTaen Fadengreifer, dargeboten,von diesem erfasst und daruaf\ in' dessen -Haken;-.'ge zogen .wird* ■ '.■·.·' ' - -.■;. ·. ■-. , . .6) '.·.'- Webstuhl, nach Anspruch" 5 , ... dadurch , geke^nnzeichnet, dass die wirksamen'Enden der ladenleger in entgegengesetzt ;zu'der Ebene, in der die Ware gewoben'wird, . geneigten Bahnen wandern derart, dass während jedes Worwärtshubes jedes Padenlegers dessen wirksames Ende sich aus einer ;,. ' unteren Ebene - an einer Seite' des; Faches,, in der es sich' unter dem hier vorhandenen Fadengreifer befindet,in eine höhere Ebene be.we.gt,in der.es über den a/uf- der entgegen gesetzten Seite des"Faches befindlichen Fadengreifer hinweg geht,und umgekehrt.7). g-e&bgfo.nlcbca Webstuhl nach Anspruch 5, dadurch -gekennzeichnet, dass die Sehussfadenleger aus.',drehbaren ■Armen bestehen., die schwingbai; auf Achsen gelagert sind,die zu- 13 -Ebenen, die senkrecht zu der Ebene stehen,in der die Ware gewebt wird,entgegen gesetzt geneigt sind,8) . gr Webstuhl nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenlegerarme schwingbar auf Achsen gelagert sind, die entgegen gesetzt zu einander nach aussen geneigt sind.9).S Webstuhl nach jedem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadengreifer Stricknadelnlo). 3-eJaiff ohenloser Webstuhl nach Anspruch 9»gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, durch die jede der Stricknadeln in eine Stellung abgelenkt wird, in der ein sicherer Eingriff derselben mit dem ihr von dem betreffenden Fadenleger dargebotenen Schussfaden gewährleistet ist.11) . gre Webstuhl nach jedem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die paarweisen Fadenleger und die zugeordneten Fadengreifer unabhängig von einander durch auf einer gemeinsamen Antriebswelle angeordnete Einzelnockenscheiben betätigt werden.12). Efcuiii Webstuhl nach Anspruch 11,dadrirch gekennzeichnet, dass die Achse der Nockenwelle parallel zu der Ebene liegt, in der die 1?are gewebt wird.13)· Scciiy febstuhl nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenscheiben einzeln winkelförmig auf der Nockenwelle verstellbar sind.Für Olutson & Kemp Limited und Charles Clutsom?PatentenDlPL-ING. Ä. BOHiilte[ML tä FINCKE
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