DEP0037312DA - Flüssigkeitsstandanzeiger - Google Patents
FlüssigkeitsstandanzeigerInfo
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Description
BAI)ISGHE AIlLII- & SODA - FABRIK G, Farbemin&iistrie Aktiengesellschaft "In Auflösung»
Ons er Z ei gsfaen t 0,2« 15 _470 °_ Ludwigshafen a/Rhopden 17= Mär»
Zar Messung des FlüssigkeitsStandes in Behältern, ineb%~ sondere solahen unter Druck, sind mancherlei Verfahren und
Einrichtungen bekannt geworden, von denen in gewissen Fällen keines praktisch anwendbar ist« Vor allem macht die Stand=
messung in Drückkesselwagen so erhebliche Schwierigkeiten, daß bis heute kein einwandfreies Verfahren bekannt ist, mit dem der
Stande ZoB0 von sogenanntem Flüssiggas, ddn unter Druck befindlichen verflüssigten Grasen, in Kesselwagen zu messen ist =
Die Kenntnis des Flüsaigkeitsstandes in derartigen Kesselwagen ist aber von besonderer Wichtigkeit zur Vermeidung von Oberfüllungen des Kessels, die beim Ansteigen der Aussentemp©·=
rat or tioUo zum Aafreissen des Kesselbleches führen können,.
Alle bei ortsfesten Behältern üblichen Verfahren der Standmessung, wie z«B4 mittels Schwimmer oder an Federn aofgehängt
en Verdrängungskörpern, deren Hab mit elektromagnetischen Mitteln nach aussen übertragen werden kann, oder unmittelbar be=
obacht bar® Schauglas er, oder aussen am Kessel angebrachte me=» tallische Standrohre mit eingebautem Schwimmer oder dergl9j
wobei der Stand wiederum auf elektromagnetischem Wege erkannt werden kann, alle diese Einrichtungen sind für Kesselwagen
nicht brauchbar» da sie dem rauhen Eisenbahnbetrieb, den Erschütterungen beim Rangieren und Fahren und der onsachgamassen
Behandlung durch nicht unterrichtetes Personal nicht standzuhalten vermögen und im beschädigten Zustand eine grosser®
Gefahrenquelle darstellen würden als wenn sie gar nicht vor» handen sind.
Da die Standüberwachung in erster Linie nor an den
Stellen vorhanden za sein braucht 9 an denen der Kesselwagen
gefüllt wird, könnte man daran denken9 am Füllort ortsfest ein Standrohr oder dergl. anzubringen» das mit dem zu. füllenden
Kessel durch drackfeste Rohrleitungen verbunden wird* Zum Ansehliiae einer ortsfesten Standmesselnriclitang ab$r sind am
Kessel zusätzliche Ventile erforderlich* die s.Zt» an keinem Kesselwagen vorhanden sind and deren Anbringung an sämtlichen
in Präge kommenden Kesselwagen nach Hormung der Aasführungsformen erst erswungen werden müsste.
Die kurae Schilderung der Sachlage zeigt, dass hier ein dringendes Bedürfnis nach einer Standmessung vorliegt, die es
gestattet} ohne daas Abänderungen am Kessel vorgenommen werden, zu beurteilen, ob die füllung des Kessels unterhalb der zulässigen
Höchstgrenze geblieben ist oder diese überschritten hat ο Hicht erforderlich ist messende Verfolgung des ganzen
Standanstiegs vom Beginn der Füllung au.
Im folgenden wird ein Verfahren mit entsprechender Vorrichtung beschrieben^ daa eine lösung dieser Aufgabe bedeutet«
Es besteht darin, dass die Kesselwand an der Stelle, wo eine Standüberwachung erwünscht ist, örtlich ein wenig geheizt
wirds ZoB0 auf elektrischem Wege? und zwar so, dass der dem
Kesselblech augeführte Wärmestrom eine räumliche Verteilung hat j die symmetrisch ist zu jener horizontalen Linie, deren
Erreichung durch den Flüssigkeitsstand beobachtet werden soll, An zwei Stellen unterhalb und oberhalb dieser Linie wird
durch aussen an der Kesselwand angedrückte oder sonstwie befestigte Thermometers ζ »Bo Widerstandsthermometer,
oder Ihelropeluiaente, die . Sefipsrafcordif farena dieser beiden Stellen gemessene Diese Temperaturdifferent verändert
sich mit wachsendem Flüssigkeitsstand und ist ein lass für das Ansteigen der Flüssigkeit. Durch passende Wahl der Lage
der beiden Temperaturmesstellen bezüglich jener horizontalen Symmetrieachae der Wärmeverteilung lässt es sich erreichen,
dass ZoBo mit dem Anstieg des Flüsaigkeitsstandes die Temperatur differena zunächst steigt und beim Überschreiten ^ener horizontalen Symmetrieachs® wieder fällt. Durch ein registrierendes
Instrument lässt sieh die Überschreitung jener Linie durea den Flüssigkeitsstand durch ein Maximum des Ausschlages deutlich
kennzeichnen= Die Höhe der horizontalen Linie lässt sieh natürlich durch entsprechende Verschiebung des Gerätes an der
Aas genwand des Kessels nach Wunsch wählen. Die WaTiSe1, die zur Aufrechterhältuiig der erforderlichen kleinen Übertemperatur in
einem Teil des Kesselbleches notwendig ist, kann entweder unmittelbar im Blech eraeagt werden, Z=B* durch Heizung mittels
elektrischem Strom, oder diesem durch Strahlung oder Leitung ' zugeführt werden«
Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zeigt die Abbildung« Auf dem Kesselbisch 1 ist ein Wechselstrom-Elektromagnet
mit zwei offenen,, dem Kesselblech anliegenden Schenkeln befestigt j dessen magnetischer Wechselfluss das Metall der
Kesselwand durchdringt und hier Wirbelströme induziert, die das Blech erwärmen. Zwischen den Schenkeln des Elektromagneten
sind zwei Widerstandsthermometer 3 und 4· an der Kesselwanä angebracht. Die Widerstandsthermometer herden !mit zwel'ande^en
Widerständen in bekannter Weise zu einer Messbrücke ausammengesohalteto Das Messgerät der Brücke, das anmittelbar die
Temperaburdifferenz anzeigt, ist als Schreiber ausgebildet, der das Überschreiten der Füllgrenze 5 des Kessels dadurch
dokumentarisch festlegt, dass der Ausschlag nach anfänglichem Anstieg wieder abnimmt» Der Augenblick, in dem das Maximum
des Ausschlages, d.h. der zulässige Flüssigkeitsstand, durchlaufen wirdj kann durch akustisches oder optisches Signal
gemeldet werden»
Claims (2)
1) Verfahren zur Messung des Flüssigkeitsstandee in Behälter^ insbesondere solchen unter Druck* dadurch gekennzeichnet, dass einem Teil der Wandung des Behälters» wo die
Standmessung vorgenommen werden soll, Wärme zugeführt wird* und die. Temperaturdifferenz zweier Punkte der Kesse !wandung
oberhalb und unterhalb ;jener Linie 9 deren Erreichung durch den Flüssigkeitsspiegel beobachtet werden soll, gemessen
wird» wobei das Erreichen dieser Linie einem Maximum der Temperaturdifferenz entspricht.
2) Gerät zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem Wechselstrommagneten (2), der mit
seinen beiden offenen Schenkeln der Behälterwand (1) anliegt und zwei Widerstandsthermometern (3, 4), die zwischen
den Schenkeln des Elektromagneten auf der Behälterwand aufgebracht sind und mittels Brückenschaltung eine
devorrichtung, insbesondere ein Schreibgerät, betätigen,
BADISCHE ANILIN- & SOM - FABEIK
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