DEP0036952DA - - Google Patents
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Description
Anmelder: Bergbaustahl S-EbH. Hagen, Sedanstr. 39
Erfinders Hermann ZiHing, Hagen, Haller Str. 74
Reibbelag für Keilaggregate und Sehlossteile von eisernen
GrubenstempeIn.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Reibbelag für Keilaggregate und andere Schlossteile, wie sie für Spannelemente der Schlösser
eiserner Grubenstempel gebraucht werden. Man hat bisher solche Reibbeläge sehr häufig aus leichtmetall, insbesondere
Aluminium und seinen Legierungen, hergestellt und hierbei zwar einen relativ hohen Reibwert für die Herabsetzung der
im Schloss aufzunehmenden Spannungen erzielen können, jedoch
waren mit diesen ganzen Belägen auch insofern Nachteile verbunden,
als durch das schlagartig einsetzende Abreissen der Schlossteile aus dem innigen Spannverband mit dem klemmend
im Schloss festgehaltenen Innenstempel sehr häufig Funken entstehen konnten. Diese Funkenbildung entstand bei der Verwendung
der verschiedensten Leichtmetall-Legierungen,ebenso wie bei metallischen Reibbelagen überhaupt. ¥enn auch eine
unmittelbare (refahr für das Zünden der beim Abbau der Kohle stets vorhandenen Gras- oder Kohlenstaubluftgemisehe nicht
oder nur selten eintreten konnte, so war diese (Jefahrenquelle
mindestens das Ziel eingehender Beobachtungen und vor allem war üamit nie und unter allen Umständen die Zündung solcher
Sx]Iosionsgemisehe überhaupt ausgeschlossen.
Die Erfindung geht nun davon aus, an die Stelle solcher Teile nach dem Spritzverfahren aufgetragener oder aufgeklebter oder
mechanisch befestigter Reibbeläge metallischer Struktur einen Reibbelag zu setzen, der nach Art der aus organischen und anorganischen
Stoffen gebildeten Preßspan - und ähnlicher Beläge hergestellt ist und der durch entsprechende Klebeverfahren
vorwiegend unter Druck eine solche Haftfähigkeit erhält, dass selbst Querspannungen von über 100 t den Belag von den damit
beklebten Mutterstücken des Schlosses nicht zu lösen imstande
sind. Man hat sa lcie Beläge für andere Zwecke, insbesondere
wo es sich um drehende und unter dynamischer Y/irkung schleifende
Körper handelte, für die verschiedensten Zwecke schon verwendet und in ähnlicher Weise mit dem aus Stahl oder einem
anderen Metall bestehenden Mutterkörper verbunden· Im vorliegenden Fall erhalt aber ein solcher Belag dadurch eine besondere
Note, dass es sich beim eisernen Grubenstempel darum handelt, erhebliche Kräfte über den Reibbelag zu übertragen,
da diese Kräfte - es handelt sich bei den Stempeln um Auflasten, die bis 50 t und zum Teil auf das Doppelte ansteigen bisher
weder durch den entsprechenden Reibung sloeffizienten
noch durch die genügende Haftung des Belagmaterials am Mattermaterial gemeistert werden konnten..
- Blatt 2 -
Man hat andererseits bei einer Reihe von Steinpelkonstruktionen
bereits Beibbeläge nichtmetall!scher Struktur verwandt,
die nach Art der Bremsbeläge mechanisch auf die aneinander reibenden Körper des eisernen Stempels befestigt
worden sind. Entweder haben diese Beläge nicht die unbedingt erforderliehen, den metallischen Belägen nahekommenden,
Eigenschaften aufgewiesen, oder aber solche Beläge konnten,
um das Befestigungsmittel von der unmittelbaren Einwirkung an den Reibflächen zurückzuhalten, nicnt so angeordnet
werden, dass der Belag bei den auftretenden grossen Kräften unter allen Umständen gehalten wurde· Mit solchen Belägen
angestellte Versuche sind daher in den meisten Fällen über das Versuehsstadium nicht hinausgekommen.
Anders verhält sich der Gegenstand der Erfindung. Hier konnte festgestellt werden, dass bei entsprechend durchgebildeten
Klebeverfahren es möglich ist, die gesamte Fläche des Mutterkörpers ohne Vorsprünge, Halteleisten
oder sonstige zur Befestigung und der Stutzung der Befestigung dienende Mittel an den Mutterkörpern zu halten und
auch dann noch zum sicheren Haften zu bringen, wenn erhebliche Kraftsehwellungen durch Steigerung der Auflasten stattfanden.
Darüber hinaus ist es ohne weiteres moglieh, die für die Beläge
gemäss der Erfindung benötigten Eigenschaften hinsichtlich
des Abriebes, der Hygroskopität und der Einflussnahme
von sauren oder basischen Flüssigkeiten durch Imprägnierung zu schützen, zumal bei einem einfach aufgeklebten
Belag dem Einfluss solcher zersetzender Flüssigkeiten in der Praxis jeweils nur die Stirnkante von relativ geringer
Stärke zur Verfügung steht.
Im weiteren hat man es in der Hand, einen Belag gemäss der Erfindung in seiner Stärke so zu differenzieren, dass
nicht nur auf den verliältnismässig geringen Abrieb Rücksieht
genommen wird, sondern vor allem auch die aus dem Herstellungsverfahren der Schlossteile gegebenen TJngenauigkeiten
ausgeglichen werden.
Die vorgeschilderten Möglichkeiten und Eigenschaften sind
dabei nicht an eine einzige Stempelkonstruktion gebunden, sondern können überall da, wo man bisher metallische Re ibbeläge
oder elastische Körper zwischen die Teile des Spannschlosses eingesetzt hat, verwendet werden. Da der Belag
durch, die erfindungsgemässe Behandlung zu einem Bestandteil
des mit dem Belag versehenen Mutterkörpers wird und dessen Festigkeitseigenschaften, insbesondere soweit der Abrieb in
Frage kommt, nicht nur übernimmt, sondern in vielen Fallsn
diese sogar übertrifft.
Die Erfindung wird nur an einer beispielsweisen Ausführungsform
erläutert, da, wie vorgesagt, die konstruktive Ausgestaltung des Schlosses keinerlei 3edeutung für das Wesen der
- Blatt 3 -
3rf±r.dung besitzt·
3s ist in einem Längsschnitt durch eine neuere Stempelkonstruktion
die Erfindung dargestellt·
Von den im Schloss a untergebrachten Schlossteilen wird
der Schleppkeil b mit dem Belag ο gemäss der Erfindung versehen· Der Belag c liegt am Innenstempel d an· Auf
der Gegenseite, dem Schleppkeil b gegenüber, wird gewöhnlich ein Zwischenstück e angeordnet, das entweder parallel
mit dem Innenstetnpel d versohieblich ist oder auf dem
Aussenstempel f auflagern kann oder um ein nicht dargestelltes Gelenk unter Anpassung an evtl· Keiligkeit des
Innenstempels d drehbar gelagert ist· Gewöhnlich steht das Zwischenstück e unter der Wirkung eines Spannelementes
g, wie auch im dargestellten Fall ein Querkeil als Spannelement g dient· Das Zwischenstück e erhält
den erfindungsgemässen Reibbelag h· Zwischen den beiden
Reibbelägen c und h ist alao im Darste11ungsbeisp ieI
der Innenstempel d eingespannt. Die übrige Schlosskonstruktion
und -Funktion kann ebenfalls beliebig sein. An Stelle der Löse- und Arretiervorrichtung i gemäss der Darstellung
können auch anders geeignete Mittel der gebräuchlichen Konstruktionen verwendet werden. Im vorliegenden Fall handelt
es sich lediglich darum, die Reibbeläge c und h so zu gestalten, dass die beim Sinspannen des gesamten Stempels
zwischen Hangendem und Liegendem auf den Innenstempel d übertragenen Kräfte bezw. Auflasten zwischen den Reibbelägen
c und h aufgenommen und an die übrigen Teile des Schlosses weitergeleitet werden. Die Stirnkanten k der
Reibbeläge α und h können dabei erfindungsgemäss so imprägniert
werden, dass selbst bei längerem Aufenthalt des Stempels in sauren oder basischen Flüssigkeiten der Angriff auf
die Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit des Belages und damit Minderung der ursprünglichen Eigenschaften des Belages verhütet
wird.
Claims (3)
1.) Reibbelag für die Teile des Spannschlosses eiserner Grubenstempel
dadurch gekennzeichnet, dass die zur Übertragung von Reibkräften dienenden Teile des Spannschlosses, vorwiegend
die dem Innensterapel zugekehrten, an diesem anliegenden
Teile des Spannschlosses mit einem nichtmetallischen, einen hohen Reibungswert aufweisenden Belag von
hoher Haftung am Mutterkörper beklebt sind, der auch eine nur geringe Abriebziffer hat·
2.) Reibbelag nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der
unter mehr oder weniger hohem Druck auf die metallischen Mutterteile des Spannschlosses aufgeklebte Belag (c und h)
ohne Querleisten, Halteleisten oder sonstige Befestigungsmittel mit dem Mutterkörper verbunden ist·
- Blatt 4 -
3.) Reibbelag nach. Anspruch. 1 und 2 dadurch, gekennzeichnet,
dass die Stirnkanten der Beibbeläge durch. Schutzmittel,
Schutzanstrich usw. gegen angreifende, die Struktur beeinflussende Flüssigkeiten undurchlässig (unangreifbar)
gemacht und gesalüLzt sind.»
BERGBAUSTÄHL
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