DEP0036827DA - Verfahren zur Entrostung von Eisenkonstruktionen und Bildung einer vor Korrosion schützenden Schicht - Google Patents

Verfahren zur Entrostung von Eisenkonstruktionen und Bildung einer vor Korrosion schützenden Schicht

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DEP0036827DA
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Otto Dipl.-Chem. Dr. phil. Darmstadt Berth
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Description

Die Erfindung hat zum Gegenstand ein Verfahren, welches eine Entrostung grosstechnischer Eisenanlagen (Brücken, Eisenkonstruktionen, Krane, Schiffe etc.) an Ort und Stelle ermöglicht mit gleichzeitiger Auftragung einer Schutzschicht zur Verhütung weiteren Verrostens.
Das Verfahren arbeitet durch Auftragung der unter näher bezeichneten Flüssigkeit, welche hinsichtlich ihrer Zusammensetzung speziell hierfür entwickelt wurde, auf das zu entrostende Material.
Bekannt und technisch verwertet ist die Einwirkung von anorganischen Säuren auf verrostetes Eisen in Bädern zum Zwecke der Entrostung. Bekannt ist ebenfalls die Möglichkeit der Oberflächen-Passivierung von Eisen durch Säurebehandlung (Salpetersäure, Phosphorsäure).
Das technische Moment, welches durch die Erfindung gelöst werden soll, ist die chem. Entrostung von Grossanlagen an Ort und Stelle unter gleichzeitiger Umwandlung des Rostes in eine beständige Schutzschicht, welche durch Abschluss der Eisenoberfläche von der Luft den Sauerstoffzutritt und damit eine erneute Rostbildung verhindert. Diese Schutzschicht ersetzt gleichzeitig den bei der üblichen Behandlung entrosteter Objekte mit Rostschutzfarben notwendigen Grundanstrich (Mennigeanstrich). Ein gewünschter Deckanstrich kann direkt auf ihr angebracht werden.
Nach bekannter Vorschrift wird eine Lösung von primärem Ferrophosphat Fe H(sub)4 (PO(sub)4)(sub)2 . 2 H(sub)2O bereitet durch Auflösung von Eisen in 65%-iger Phosphorsäure im Verhältnis von 1 : 10 bei 100°C. Durch Verdünnen dieser Lösung mit Wasser im durchschnittlichen Verhältnis 1 : 1,5 und Kochen dieser verdünnten Lösung wird nach der Gleichung
Fe H(sub)4 (PO(sub)4)(sub)2 = FEHPO(sub)4 + H(sub)3PO(sub)4
eine Umwandlung in das sekundäre Ferrophosphat und freie Phosphorsäure bewirkt.
Die genannte Lösung wird auf mechanischem Wege durch Aufspritzen oder Aufpinseln auf die zu entrostende Eisenfläche gebracht, nachdem sie, je nach Bedarf, durch Zusatz von bis zu 4,5% einer kieselsäurereichen Alkalisilicatlösung einen Gehalt an kolloidal gelöster Kieselsäure erhalten hat. Hierdurch wird gleichzeitig eine Bindung überschüssiger freier Phosphorsäure und eine Stabilisierung der Schutzschicht erreicht. Die Bildung der Schutzschicht erfolgt durch Reaktion der Rostschicht mit dem sekundären Ferrophosphat unter Bildung höher gesättigter Phosphate. Zur Vermeidung eines Säureangriffes auf das blanke Metall kann, wie üblich, mit einem Zusatz eines der bekannten Inhibitoren (Sparbeizen) von bis zu 0,5% gearbeitet werden.
Der wesentliche technische Fortschritt gegenüber dem Bekannten liegt somit darin, dass bei unbeweglichen Grossobjekten anstelle der seither üblichen mechanischen Entrostung (z.B. Sandstrahlgebläse) und der anschliessenden Aufbringung eines Grund- und Deckanstriches ein Verfahren angewendet wird, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die oben beschriebene Lösung auf das zu entrostende Objekt aufgebracht wird, welche innerhalb weniger Minuten Reaktionszeit unter Verwendung des Rostes selbst als chemisches Reagenz auf der hierdurch entrosteten Fläche eine stabile, haftende, schwarz-braun glänzende Schutzschicht aufbringt, welche gleichzeitig als Grundanstrich anstelle des seither notwendigen Mennigeanstriches dient.

Claims (3)

1. Verfahren zur Entrostung von Eisenkonstruktionen und ähnlichen unbeweglichen eisernen Grossobjekten und zur Bildung einer vor Korrosion schützenden Schicht auf der entrosteten Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Eisenoberfläche eine im wesentlichen aus sekundärem Ferrophosphat (FeHPO(sub)4) und Phosphorsäure (H(sub)3PO(sub)4) bestehende wässrige Lösung z.B. durch Aufspritzen oder Aufstreichen aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine sekundäre Ferrophosphat-Phosphorsäurelösung verwendet wird, der bis zu 4,5% einer kieselsäurereichen Alkalisilikatlösung zugesetzt sind.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen verwendet werden, denen Sparbeizstoffe zugesetzt sind.

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