DEP0035718DA - Gesamtentladungsgerät, insbesondere unter Verwendung einer elektrischen Leuchtröhre mit Zünd- und Betriebsanordnung für Wechsel- und Gleichstrom - Google Patents
Gesamtentladungsgerät, insbesondere unter Verwendung einer elektrischen Leuchtröhre mit Zünd- und Betriebsanordnung für Wechsel- und GleichstromInfo
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Description
Gasentladungs ge rät
Leuchtröhre
Der Betri*e"b von Gasentladungen stellt hohe Anforderungen an die Diiuensionierung des
Stromkreises. Es gelingt nur dann eine Gasentladung zum Zünden zu "bringen, wenn eine Mindestspannung,
die sog. Zündspannung, überschritten wird. Im Betrieb pflegt die Brennspannung wesentlich niedriger als die Zündspannung
zu liegen. Darum ist es erforderlich, im Betrieb
zwischen Spannungsquelle und Gasentladung ein Schaltelement anzuordnen, welches die fallende
Strom-und Spannungscharakteristik der Entladung kompensiert.
Zum Zünden von Gleich - und Wechselstrombetriebenen Entladungsgefaasen sind in der
Literatur eine grössere inzahl von Vorschlägen gemacht. So erzeugt man z.B. durch ein
starkes hochfrequentes Wechselfeld künstlich die notwendige Durchbruchfeidstärke,oder man
sorgt durch Bestrahlung der Elektroden, insbesondere der Kathoden, mit ultraviolettem Licht
für hinreichenden Austritt von Elektronen. In der gleichen Richtung liegt die Ausbildung
der Kathoden als fremdbeheizte Glühkathoden, die durch geeignet gewählten Überzug mit einer
Schicht von Erdalkali-Metallen und deren Oxyden besonders niedrige Austrittsarbeit aufweisen.
Ferner ist es üblich, in Nähe der Kathoden
Zündelektroden anzubringen, zu denen zuerst eine schwache Hilfsentladung übergeht,welche die nötige Ionisation zum
zum Durchbruch der geeigneten Hauptentladung sshafft.
Ein anderer weg besteht darin, in den Stromkreism eine Selbstinduktion einzuschalten und durch ütromänderung
in dieser eine höhere Spannung zu induzieren, die zur Zündung der Gasentladung ausreicht. Letzterem/kann dadurch
geschehen, daß die Entladungsstrecke kurz geschlossen und der Kurzschluß unterbrochen wird. Eine Kombination dieses
Verfahrens mit dem der vorgeheizten Glühkathoden wird bei Leuchtröhren für Wiederspannung benutzt, wobei die Vorheizung:
und der kurz darauf erzeugte Zündstoß durch einen sogViilinimzünder bewirkt wird.
Den bekannten mordnungen ist eine mehr oder weniger begrenzte Brauchbarkeit zu eigen, wie z.B. den Bestrahlungsund
Hochfrequenzverfahren, welche nur für Laboratoriumszwecke brauchbar sind, aber für die praktische Verwendung
ausscheiden. Auch Glimmzünder, die nur in Kombination mit der Vorheizung der Kathoden eine volle Wirksamkeit
entfalten, können wegen ihrer begrenzten Lebensdauer nicht als vollkommen bezeichnet werden. Allen Verfahren, selbst
dem bisher relativ besten Verfahren mit Glimmzündern ist ferner gemeinsams daß eine gewisse Zeit verstreicht,
bis die Entladung zündet. Dieses hat seinen Grund in thermischen Verzögerungen, wie beim Glimmzünder, oder
ist durch den Zeitbedarf für die Ausführung gewisser Manipulationen, wie z.B. die Betätigung von Schaltern
usw., bedingt. Der Glimmzünder hat ferner die Eigenschaft, daß er nur in begrenztem ^pannungsbereich brauchbar ist.
Die Erfindung hat ein Gasentladungsgerät, beisp. eine Leuchtröhre, mit Zündungs - und Betriebsanordnung
für Wechsel - und Gleichstorm, dessen Spannung zur Zündung des Gasentladung nicht ausreicht, zum Gegenstand,
und besteht darin, daß in einem Schwihgungskreis aus Selbstinduktion und Kapazität, dessen Eigenfrequenz
bei Wechselspannungsbetrieb vorzugsweise der Metzfrequenz möglichst benachbart ist 9 ein Schaltelement im
Hauptstrom - und das andere Schaltelement in einem Parallelstromkreis angeordnet wird.Hach der Erfindung
werden die oben angegebenen Nachteile zur Zündung der Gasentladungsgeräte vermieden und außerdem eine
außerordentlich vorteilhafte Blindstromkompensierung in den Netzleitungen erreicht.
Vorteilhaft wird ein Schalter vorgesehen, der das zur Gasentladung parallel liegende Schaltelement
des Schwingungskreises nach erfolgter Zündung der Entladung abgeschaltet, bezw. das zur Gasentladung
parallel angeordnete Schaltelement des Schwingungskreises nach der Zündung in den Hauptstromkreis einschaltet.
Hierdurch wird erreicht, daß entstandene hochfrequente Schwingungen nicht in die l&tzleitungen
eindringen können^
Der Schalter für die -Vb- oder Umschaltung von Schaltelementen kann so ausgebildet werden, daß die
Entladungsströme selbst die Schaltung veranlassen, beisp.derart j daß der Schalter eine Form als federnder
Anker erhält, der durch das Magnetfeld der Selbstinduktion, beisp. der Drosselspule, bewegt wird. Der
Schalter kann auch durch einen Bi-Metall-Mechanismus betätigt werden, der die für sein Funktionieren notwendige
Wärme^-aüs^einer im Hauptstromkreis liegenden Heizwicklung &θϊ4·θ4-£<&£
Eine weitere Möglichkeit zur Benutzung de iprfindung besteht darin, die Selbstinduktion mit einer zweiten
Wicklung von vorzugsweise hoher »indungszahl zu versehen und dadurch zu einem Transformator auszubilden, von
dessen zweiter '//icklung eine hohe echselspannung abgenommen werden kann, welche an eine Hilfselektrode
in Nähe einer oder mehrerer -Entladungselektroden geführt wird. Hierdurch kann die Wirkung der am Kondensator
auftretenden Spannung wesentlich erhöht werden. Es kann ferner zweckmässig sein, der Sekundär-Wicklung einen
Kondensator parallel zu schalten, der so zu bemessen ist, daß der Sekundärkreis in Resonanz mit den Schwingungen
des Prismarkreises kommt. Der Schalter kann dabei wieder durch das Magnetfeld des Transformators
betöjbigt werden oder als eine Bi-Metall-Anordnung usw. (s.o.) ausgebildet sein.
Kondensator und Selbstinduktion, die erfindungsgemäß benutzt werden, können miteinander vertauscht
werden, wobei dann der Kondensator die Rolle des strombestimmenden Elementes übernimmt und entsprechend
zu bemessen ist. Beide Schaltelemente können in einem Geh-iuse untergebracht werden, wodurch der Platzbedaiff
wesentlich verringert wird«
Auf der Zeichnung sind -^usführungsformen von Anordnungen nach der Erfindung dargestellt, in denen
mit U die stromquelle, G die Gasentladungsröhre, E ein Omscher 7vriders~and, C ein Kondensator,L eine
Selbstinduktionsspule, A der Hauptschalter und S der JMebenschalter, mit dem der Kondensator G zur Gasentladungsröhre
G parallel ein-und abgeschaltet werden kann, bezeichnet sind.
Mach Abb. 1 wird angenommen, daß der Schalter S geschlossen ist, so daß also G parallel zu G liegt.
iird der Hauptschalter A eingeschaltet, so entstehen in dem Stromkreis, der aus E,L,und C gebildet ist,
mehr oder weniger stark gedämpfte elektrische schwingungen, deren Amplitude,Frequenz und Dämpfung bei
durch die i'ntladungsbe dingungen vorgeschriebenen Wert von E in weiten Grenzen durch geeignete fehl
von L und C variiert werden kann. <\n den Enden der Kapazität G entsteht einßchwingungsstoß, wie er in
Ab . 2 als Verlauf der Kondensatorspannung U^aIs IPuntion der Zeit t dargestellt ist. Da G parallel zu G
liegt, so tritt an den Enden der Gasentladung eine wesentlich höhere Spannung au«* als U üblicherweise
liefern kann, die eine Zündung der Söhre bewirkt. t t Sobald der Betriebs strom .r-- e inge ro & t
wird der Kondensator C abgeschaltet, .auf diese /.'eise werden Instabilitäten,Schwingungen oder ähnliche
Erscheinungen vermieden, die durch die fallende Charakteristik der Entladung hervorgerufen werden
könnten.
Es kann durchaus zweckmässig sein, den Kondensator G nicht nur abzuschalten, sondern ihn nach erfolgter
Zündung parallel zur Spannungsquelle umzuschalten, wie dies in Abb. 3 dargestellt ist. Im stromlosen
Zustand des Kreises liegt der bewegliche Teil des
Schalters 3 am Kontakt 1. Beim Einschalten des Hauptschalters A arbeitet die Anordnung wie im vorigen Absatz
beschrieben wurde. Wach der Zündung wird der bewegliche Teil des Schalters an den Kontakt 2 gelegt, womit der
Kondensator C parallel zu den Einganhsklemmen geschaltet ist.Bei Gleichstrombetrieb wirkt der Kondensator dann als
Kurzschluß für etwa in der Entladung noch entstandene hochfrequente Schwingungen, denen damit der "/eg in die
Netzleitungen verriegelt ist.
Die bisher beschriebenen Schaltungen können auch bei Wechselstrombetrieb in gleicher Weise benutzt werden.
Dabei kann der VorschalWiderstand R entbehrt werden, wenn die SeIbstinduktionsspule L so dimensioniert ist,
daß sie als Drossel für die Begrenzung des durch die Entladung fliessenden Stroms sorgt» Dabei ergeben sich
die besondere Vorteile, daß bei den durch die üntladungsbedingungen festgelegten Tert von L die Grosse des Kondensators
so gewählt werden kann, daß die Eigenfrequenz des aus L und C gebildeten Kreises mehr oder weniger der
Frequenz des ?/echselstromnetzes abgepasst wird. Es können ganz außerordentlich hohe Resonanzspannungen am Kondensator
C erzeugt und damit Gasentladungen auch unter sehr schwierigen Bedingungen einwandfrei gezündet werden.
Besondere Vorteile bietet die bisher beschriebene Anordnung, wenn der behälter S so ausgebildet ist, daß
er durch die Entladung selbst gesteuert wird. Dies ist auf einfache V/eise z.B. dadurch zu erreichen, daß das
bewegliche Organ des Schalters durch einen federnden Anker betätigt wird, welcher durch das Feld der Selbstinduktion
L angezogen wird, wie es in Abbildung 4 dargestellt ist. Im stromlosen Zustand liegt der Schalter S am
Kontakt 1, während bei gezündeter Entladung das Magnetfeld der Selbstinduktion L den. Anker anzieht und den Schalter
S in die Stellung 2 bringt.
In Abb. 4- ist die schaltung für '",'echseIstrom gezeigt. Es ist klar, daß dieselbe Methode auch bei
Gleichstrom gemäss Abb. 3 verwendet werden kann.Die Wirkungsweise ist genau die gleiche.Hierbei ist es möglich,
daß der ßchalter bereits durch den im Kreis flie-
ßenden ?chwingungsstrom betätigt wird. Wenn dieses vermieden werden soll, braucht nur durch geeignete Ausbildung
seines Mechanismus dafür gesorgt werden, daß er eine ausreichende Trägheit, bezw. Rückstellkraft besitzt, um durch
die schnellen Schwingungen nicht mitgenommen zu werden. Andererseits kann die Betätigung des Schalters durch den
Schwingungsstrom durchaus erwünscht sein, da durch die dann erfolgende Unterbrechung des Schwingungstromes zusätzliche
Spannungsstösse in der Selbstinduktion induziert werden, welche die an der Entladung auftretende Spannung
weiterhin erhöhen. Das gilt sowohl für Gleichspannungswie Wechselspannungsbetrieb.
Die Umschaltung des Kondensators nach erfolgter Zündung parallel zu den Eingangsklemmen bietet bei i'Jechselstrombetrieb
noch zusätzliche Vorteile. Da eine Gasentladung mit vorgschalteter Drossel im Wesentlichen eine
induktive Belastung des Netzes darstellt, ist die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung sehr gross, und der
Leistungsfaktor schlecht. Im Betrieb liegt der Kondensator parallel zu den Eingangsklemmen und wirkt daher als Phasenschieber
zur Verbesserung des -Leistungsfaktors der gesamten Schaltung. Außerdem wirkt er natürlich auch noch als Star-Schutz
gegen eventuelle, in der Entladung auftretende hochfrequente Schwingungen.
Der besondere Vorteil der verschiedenen Anordnungen besteht darin, daß sie automatisch arbeiten und eine augenblickliche
Zündung der Entladung gewährleisten, weil die Verzögerung praktisch nur etwa gleich der Zeitdauer einer
halben Periode des an G auftretenden Jchwingungstosses ist. Ferner arbeitet ein derartig durch das Seid der Selbstinduktion
betriebener ^cnalter praktisch leistungslos *
Die Betätigung des Schalters S kann auch durch ther«— mische Einwirkung des Entladungsstromes geschehen, wie dies
in Abo. 5 dargestellt ist. Das bewegliche Organ des Schalters S ist als Bi-Metallstreifen ausgebildet, welcher durch die
im H=iuptstromkreis liegende Heizwicklung H erwärmt wird. Im stromlosen Zustand liegt der Bi-Metallstreifen an dem
Kontakt 1. Wenn der Hauptschalter A geschlossen wird, arbeitet die schaltung genau so, wie oben beschrieben ist,daß
„ η _
die Entladung zündet und der durch die Heizwicklung H fließende Strom den BiJIetallstreifen i erwirmt, welcher sich
durchbiegt und dadurch an den Kontakt 2 anlegt, wodurch wiederum der Kondensator C von der Entladung abgeschaltet
und parallel zu den Netzklemmen gelegt wird.
Eine weitere Möglichkeit zur Benutzung der Erfindung besteht darin, daß gemäß Abn.6 die Selbstinduktion L mit
einer zweiten Wicklung von vorzugsweise floher Windungszahl versehen, und dadurch zu einem Transformator T ausgebildet
wird, von dessen zweiter Wicklung eine hohe Wechselspannung abgenommen wird, die an eine Hilfselektrode
in Nähe einer oder mehrerer Entladungselektrode^ geführt wird.Dadurch wird die Wirkung der am Kondensator C auftretenden
Spannung noch unterstützt. Es kann dabei ferner zweckmäßig sein, der Sekundärwicklung einen Kondensator
G| parallel zu schalten, der so bemessen wird, daß der Sekundärkreis in Resonanz mit den Schwingungen des Primär·,
kreises kommt. Der Schalter S kann dabei wieder durch das Magnetfeld des Transformators T betätigt werden, oder als
Thermo-Bi-Metallanordnung ausgebildet sein.
Weiterhin sei noch erwähnt, daß bei i'/echselspannungsbetrieb der Kondensator G und die Selbstinduktion L ihre
Rolle miteinander tauschen können, wobei dann der Kondensator C die Holle des strombestimmenden Schaltelements
übernimmt und dementsprechend bemessen werden muß.
Claims (8)
1) GasentladungsgeräTT^ey"Leuchtröhre, mit Zündimgs- und Betriebsanordnung für Wechsel - und Gleichste^, dessen
Spannung zur Zündung der Gasentladung nicht ausreicht, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Schwingungskreis aus
Selbstinduktion und Kapazität, dessen Eigenfrequenz bei WechselSpannungsbetrieb vorzugsweise der Netzfrequenz möglichst
benachbart ist, ein Schaltelement im Hauptstrom- und das andere Schaltelement im Paralielstromkreis angeordnet
ist.
2) Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter das zur Gasentladung parallel liegende Schaltelement
des Schwingungskreises nach erfolgter Zündung der Entladung abschaltet.
3) Gerät nach Anspruch 1 ·**»«?■■£·, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter das zur Gasentladung parallel angeordnete
Schaltelement des Schwingungskreises nach erfolgter Zündung in den Hauptstromkreis einschaltet.
4) Gerät nach Anspruch 1 - J, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter für die lb-und Umschaltung von schaltelementen so ausgebildet ist, daß die Entladungsströme selbst
die schaltung bewirken, i^. dadurch, daß der Schalter eine Form als federnder Anker erhält, der durch das Megnetfeld
der Selbstinduktion, beispv-tTeTTDrosselspule, bewegt wird.
5) Gerät nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter durch einen Bi-Metallstreifen betätigt
wird, der die für seine Funktion notwendige Wärme e^iCus "einer im Hauptstromkreis liegenden Heiz-Wicklung erhält.
6) Gerät nach Anspruch 1 - 5> dadurch gekennzeichnet, daß die im Schwingungskreis liegende Selbstinduktion mit
einer oekunärwicklung, vorzugsweise höherer Windungszahl, gekoppelt ist, die zwischen eine Elektrode der Entladung
und eine dicht vor dieser befindliche/ Hilfselektrode eingeschaltet werden kann.
— 2 —
7) Gerät nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, a-jC*. entsprechend der E'lektrodenzahl angeordnete
Sekundärwicklungen jeweils zwischen eine Kathode und die dazugehörende Hilfselektrode geschaltet sind.
8) Gerät nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet,
daß einzelne oder alle Sekundärwicklungen durch Parallelschalten von Kapazitäten zu Schwingungskreisen ausgebildet
sind, die in Resonanz mit den Schwingungen des Primärkreises liegen.
eine Blindstromkompenslerung durch die angegebenen Mittel
Der Patentanwalt
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