DEP0035329DA - Tonaufnahme-, Rundfunkstudio o.dgl. - Google Patents

Tonaufnahme-, Rundfunkstudio o.dgl.

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Publication number
DEP0035329DA
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DE
Germany
Prior art keywords
sound
reflectors
studio
strips
frequency
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernest Thomas London Fisk
Alexander Cambridge Wood
Original Assignee
Electric & Musical Industries Ltd., Hayes, Middlesex
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Tonaufnahme- oder Rundfunkstudios, Konzertsäle, Musikräume o.dgl., welche nachfolgend in dem Ausdruck "Studio" einbegriffen sein sollen.
Bei solchen Studios wurde festgestellt, dass der Frequenzbereich, über den im wesentlichen eine getreue Wiedergabe erlangt werden kann, durch die natürliche Schallabsorption der Studiowände oder -decke oder auch durch die Anwesenheit von schallabsorbierendem Material, welches eingebaut ist, um auftretende Reflexionen zu verhindern, eine obere Grenze von etwa 5000 Hz hat, sodass bei einer im wesentlichen getreuen Wiedergabe bis zu einer Grössenordnung von 15000 Hz herauf dem Schall die höheren Frequenzkomponenten fehlen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, den Frequenzgang von Studios zu verbessern und in einem grösseren Frequenzbereich als bisher eine getreue Wiedergabe zu erlangen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird in einem Studio die Verminderung der Schallabsorption oberhalb einer gegebenen Frequenz z.B. 5000 Hz erreicht mit Mitteln, die in einer Mehrzahl von Schallreflektoren bestehen, die so angebracht und so verteilt sind, dass die schallabsorbierenden Flächen des Studios lediglich in den Zwischenräumen zwischen den Schallreflektoren zur Wirkung kommen, und die Reflektoren so dimensioniert sind, dass ihre Reflexion des Schalles für ein oberhalb der Grenz-Frequenz liegendes Frequenzgebiet größer als diejenige der Studiowand ist.
Die Reflektoren können in ihren Dimensionen so ausgewählt werden, dass die erhöhte Schallreflektion für verschieden hohe Frequenzen, bzw. in verschieden liegenden und verschieden weiten Frequenzbereichen auftritt.
Vorzugsweise werden die Reflektoren mit etwas Abstand von den schallabsorbierenden Flächen befestigt, sodass eine Beugung des einfallenden Schalles auftritt.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung bestehen die Reflektoren aus polierten Metall- oder Glasscheiben o.dgl., wobei deren Durchmesser oder die ihrer Gestalt entsprechenden Abmessungen gross sind im Vergleich mit der Wellenlänge des zu reflektierenden Schalles oder aber die Reflektoren können bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung aus Holzleisten oder Leisten anderen geeigneten Materials bestehen, wobei die Breite der Leisten so gewählt wird, dass die gewünschte Reflexion der oberen Frequenzen auftritt.
Diese Reflektoren haben die Aufgabe, im Studio die oberen Frequenzen durch reine Reflexion zu verstärken, wobei die Grössenordnung der Reflektoren verschieden sein kann, wann die Reflektoren bei unterschiedlichen Frequenzen in Resonanz kommen sollen.
Die Erfindung wird nun als Beispiel anhand der beigefügten Zeichnungen ausführlicher erläutert:
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Teiles einer Studiowand, welcher mit Schallreflektoren aus Metall- oder Glasscheiben versehen ist.
Fig. 2 und 3 stellen schematisch einen Teil der Studiowand dar, bei dem die Reflektoren aus Holzleisten oder Leisten anderen brauchbaren Materials bestehen.
In Fig. 1 haben die Reflektoren 1 die Gestalt einer Scheibe und sind aus poliertem Glas oder Metall hergestellt. Eine grosse Anzahl dieser Reflektoren ist so angeordnet und verteilt, dass das schallabsorbierende Material 2 nur in den Lücken zwischen den Reflektoren dem Schall ausgesetzt ist. Die Dimensionen der einzelnen Reflektoren sind so gewählt, dass sie als Gesamtheit eine im wesentlichen gleichstarke Reflexion in dem zu verstärkenden Frequenzband bewirken. Davon abweichend können einzelne Reflektoren verwandt werden, um einzelne Frequenzen stärker als die anderen zu verstärken.
In einem Ausführungsbeispiel kann eine grosse Anzahl von Glasscheiben von ca. 6 1/2 mm Stärke und von 15 bis 45 cm Durchmesser angewendet werden. Eine solche Scheibe mit 40 cm Durchmesser bewirkt eine starke Reflexion einer Frequenz von ungefähr 8000 Hz, sodass sich bei geeigneter Wahl der Reflektorgrössen und durch günstige Verteilung der Reflektoren die Frequenz-Wiedergabe des Studios von 5000 Hz auf das gewünschte Maximum von 15000 Hz vergrössern lässt.
Die Reflektoren können an dne vorhandenen Wänden und/oder der Decke des Studios angebracht werden und sie lassen sich so verteilen, dass sie eine Schallreflexion in einer gewünschten Richtung, z.B. gegen ein Mikrophon oder gegen die Zuhörerschaft der Studios, verursachen. Weiterhin lässt sich die Entfernung der Reflektoren vom Mikrophon und ihre Verteilung so wählen, dass eine vielfache Reflexion bewirkt wird und die Nachhallzeit für die oberen Frequenzen erhöht wird.
In Fig. 1 sind die Scheiben 1 in vertikalen Reihen angeordnet, wobei die Grössen der Scheiben in einer Reihe verschieden sind von den Scheiben in den anderen Reihen. Dies ist jedoch nicht wesentlich, da die Scheiben auch in jeder anderen brauchbaren Art angebracht werden können. Die Scheiben haben Abstände von den Studiowänden oder -decken und lassen sich in jeder geeigneten starren Art unterstützen oder aufhängen. Der Reflexionskoeffizient von Glas- oder Metallscheiben wird im allgemeinen grösser sein als der Reflexionskoeffizient der Studiowände oder der -decke, sodass die letzteren die niederen Frequenz-Komponenten des Schalles, welche am Reflektor vorbeigehen, absorbieren. Das schallabsorbierende Material 2 ist z.B. Filz.
Anstelle von Reflektoren in Scheibenform lassen sich auch Reflektoren anderer Ausgestaltung anwenden.
Weiterhin können die Reflektoren auf passenden Aufbauten angebracht werden, sodass sie reflektierende Einheiten bilden, die sich auf Drehgestellen befestigen lassen. Diese Einheiten können leicht in gewünschter Stellung überall im Studio verteilt werden.
Fig. 2 und 3 der Zeichung stellen weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar, bei denen die Reflektoren aus Holzleisten 3 - z.B. aus Fichtenholz - oder Leisten anderen geeigneten Materials bestehen und die Breite der verschiedenen Leisten so gewählt ist, dass die gewünschte Reflexion der oberen Frequenzen bewirkt wird. Wenn man z.B. wünscht, in einem Studio, dessen Wände 5 die höheren Schallfrequenzen stark absorbieren, eine im wesentlichen getreue Wiedergabe in einem Frequenzbereich bis zu etwa 15000 Hz zu erzielen, werden Holzleisten mit einer Stärke von 25 mm und 0,5, 1 und 1,5 cm Breite verwandt, welche in zweckmässiger Weise an den Wänden und/oder der Decke des Studios befestigt werden, z.B. wie Panele, wobei jedes Panel aus zwei Lagen von Leisten (entsprechend Fig. 2 und 3), welche hintereinander angebracht sind, besteht. Die Längsachsen der Leisten verlaufen im rechten Winkel zueinander, wobei, wie in Fig. 2, eine Lage horizontal und eine Lage vertikal verläuft, oder die Leisten entsprechend der Fig. 3 angeordnet sind. Die vorderen und hinteren Lagen der Leisten berühren einander und lassen sich an den Überdeckungsstellen aneinander befestigen. Zur Befestigung der Leisten an den Wänden oder an der Decke lässt sich ein tragendes Rahmenwerk 4 (Fig. 3) verwenden, an dem die Leisten befestigt werden. Davon abweichend können die Leisten unmittelbar an den Wänden oder der Decke des Studios befestigt werden, wobei zwischen Leisten und Wand bzw. Decke ein Abstand von 7,5 bis 15 cm frei bleibt.
Die Leisten unterschiedlicher Breite brauchen nicht in irgendeiner besonderen Reihenfolge angebracht werden. Die Abstände zwischen den Leisten unterschiedlicher Breite können jedoch entsprechend der gewünschten Erfordernisse konstant oder veränderlich gemacht werden.
Obwohl die Erfindung besonders geeignet ist für Tonaufnahme- oder Rundfunkstudios lässt sie sich auch auf Konzertsäle u.dgl. anwenden, um die Qualität der Tonwiedergabe für die Zuhörer zu verbessern.

Claims (6)

1.) Tonaufnahme-, Rundfunkstudio o.dgl. mit Mitteln zur Verminderung der Schallabsorption oberhalb einer gegebenen Grenz-Frequenz, z.B. 5000 Hz, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus einer Mehrzahl von Schallreflektoren bestehen, die so angebracht und so verteilt sind, lediglich die in den Zwischenräumen zwischen den Schallreflektoren befindlichen Flächen der Wände des Studios zur Schallabsorption beitragen, und die Reflektoren so dimensioniert sind, dass sie die Reflexion des Schalles oberhalb der Grenz-Frequenz erhöhen.
2.) Studio nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren so dimensioniert sind, dass die Reflexionsvergrößerung des Schalles bei verschiedenen Frequenzen bzw. in verschiedenen Frequenzbereichen (oberhalb der Grenzfrequenz) liegt.
3.) Studio nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren in Bezug auf eine Schall-Quelle und ein Mikrophon im Studio oder einem Auditorium so angebracht sind, dass die Schallstrahlen von den Reflektoren in Richtung auf das Mikrophon oder das Auditorium reflektiert werden.
4.) Studio nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren aus Scheiben o.dgl. bestehen, wobei die Durchmesser oder die der Gestalt entsprechenden Abmessungen gross sind im Vergleich mit der Wellenlänge des zu reflektierenden Schalles.
5.) Studio nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren aus Holzleisten oder Leisten anderen geeigneten Materials bestehen, wobei die Breite der Leisten gross ist gegenüber der Wellenlänge des zu reflektierenden Schalles.
6.) Studio nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei hintereinander liegende Lagen von Leisten mit zueinander senkrecht stehenden Längsachsen verwendet werden.

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