DEP0034129DA - Verfahren zur Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren - Google Patents

Verfahren zur Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren

Info

Publication number
DEP0034129DA
DEP0034129DA DEP0034129DA DE P0034129D A DEP0034129D A DE P0034129DA DE P0034129D A DEP0034129D A DE P0034129DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
foil strips
same
electrolytic capacitors
alternating current
forming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Graf Rességuier jun.
Original Assignee
Süko Gesellschaft zur Herstellung von Radioeinzelteilen, Murnau, Obb.
Publication date

Links

Description

Es ist üblich, die Formierung der in der Regel aus Reinaluminium bestehenden Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren durch anodische Oxydation in der Weise durchzuführen, dass das als Anode geschaltete Folienband durch ein Bad gezogen wird, das z.B. aus einer Lösung eines Alkaliperborats besteht. In dem Bad sind eine oder mehrere Gegenelektroden, z.B. Platten aus Aluminium angeordnet, welche als Kathoden dienen, und die Oxydation wird unter Anwendung von Gleichstrom durchgeführt, dessen Spannung unter Berücksichtigung der jeweils gewünschten Belastbarkeit und Durchschlagsfestigkeit des Kondensators gewählt wird, zu dessen Herstellung die Folie bestimmt ist.
Durch Versuche konnte ermittelt werden, dass das Herstellungsverfahren vereinfacht und die Beschaffenheit der Elektrolyt-Kondensatoren in überraschender Weise dadurch wesentlich verbessert wird, dass zur Formierung der Metallfolien Wechselstrom angewendet wird. Demnach ist das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine paarige Anzahl von Folienbändern im Bad als Gegenelektroden von gleicher oder nahezu gleicher Grösse der Oberflächen geschaltet werden und die Formierung mittels Wechselstrom durchgeführt wird.
Im einfachsten Fall der praktischen Ausführung dieser Erfindung führt man zwei als Gegenelektroden an eine Wechselstromquelle angeschlossene Folienbänder gleicher Beschaffenheit gleichzeitig und unter Einhaltung gleicher Laufbahnen in einem gewissen Abstand nebeneinander durch den Elektrolyten. Auf diese Weise ist die gleiche Oberflächengrösse der beiden als Gegenelektroden geschalteten Folienbänder innerhalb des Bades ohne weiteres gewährleistet. Besondere Einhängekathoden entfallen und können daher eingespart werden. Infolge der gleichgrossen und symmetrisch im Bad angeordneten Elektroden wird bei der Formierung eine gleichmässige Stromdichte und daher eine gleichförmige Belastung der jeweils in den Elektrolyten eintauchenden Bestandteile erzielt. Diese Verhältnisse gewährleisten eine gleichmässige Formierung der Folienbänder und verringern den Ausschuss auf ein Mindestmass. Die Anwendung von Wechselstrom ermöglicht eine einfache Regelung der jeweils benötigten Formierungsspannung, die praktisch zwischen etwa 25 und 600 Volt liegen kann. Besondere Umformeranlagen entfalle infolge des in dem überwiegenden Teil der Stromnetze zur Verfügung stehenden Wechselstromes oder Drehstromes.
Die Anwendung von Wechselstrom zur anodischen Oxydation von Gegenständen aus Aluminium in Elektrolyten ist an sich bekannt. Die Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren unter Anwendung von Wechselstrom ergibt jedoch ausser den vorgenannten betrieblichen Vorteilen weitere Vorteile mit Bezug auf die Leistung und Lebensdauer der aus solchen Folienbändern erzeugten Kondensatoren. Diese Vorteile konnten in keiner Weise aus dem vorausgesehen werden, was bisher über die anodische Oxydation von Aluminium bekannt gewesen ist.
Sorgfältige Prüfungen und Vergleichsversuche, die an einer grossen Anzahl von Elektrolyt-Kondensatoren gleicher Abmessungen durchgeführt worden sind, deren Herstellungsverfahren sich bei Formierung der Folienbänder im gleichen Bad, unter gleicher Spannung und bei gleicher Durchzugsgeschwindigkeit allein dadurch unterscheidet, dass in einem Fall Gleichstrom und in anderen Fall Wechselstrom angewendet worden ist, führt zu folgenden Ergebnissen.
Durch Durchschlagfestigkeit ist bei Kondensatoren mit Wechselstrom formierter Folie durchschnittlich um 55% gegenüber der Durchschlagfestigkeit erhöht, welche Kondensatoren mit durch Gleichstrom formierter Folie aufweisen. Drei Viertel der Elektrolyt-Kondensatoren mit durch Wechselstrom formierter Folie vertragen eine 200 - 300%ige Spannungsüberlastung ohne durchzuschlagen, weisen aber naturgemäss infolge der überhöhten Prüfspannungen hernach geringere Kapazitäten auf.
Die überraschende Verbesserung der Durchschlagfestigkeit dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die durch Wechselstrom erzeugte Aluminiumoxydschicht ein dichteres Gefüge aufweist und daher eine höhere Dielektrizitätskonstante hat. Man kann daher zur Erzielung der gleichen Durchschlagfestigkeit eine geringere Spannung bei der Formierung oder auch eine höhere Durchzugsgeschwindigkeit anwenden, also auf den Meter Folienband erheblich an Stromkosten sparen, wenn man von einer Erhöhung der Durchschlagfestigkeit Abstand nimmt.
Da die Oberfläche der Oxydschicht rauher und dadurch grösser ist, werden auch höhere Kapazitäten erzielt. Eine stärkere Aufrauhung und Oberflächenvergrösserung findet in ähnlicher Weise an der Trennungsschicht zwischen der Aluminiumfolie und der Oxydschicht statt, so dass die Haftung der Oxydschicht auf dem Aluminiummetall verbessert und dadurch die Lebensdauer des Kondensators erhöht wird.
Durch Versuchsreihen wurde ermittelt, dass die Erhöhung der Kapazität durch Formierung der Folien unter Anwendung von Wechselstrom etwa 25 - 35% beträgt. Die Folge davon ist, dass bei gleicher Kapazität des Kondensators erheblich an Folienlänge gespart werden kann. Die Folienlänge beträgt bei Kondensatoren gleicher Kapazität bei Wechselstromformierung der Folien nur 75 - 80% derjenigen Folienlänge, die bei Gleichstromformierung erforderlich ist. Dabei weisen diese Kondensatoren eine um 50% und mehr erhöhte Durchschlagfestigkeit auf. Entsprechend der Einsparung an Folienbandlänge wird auch Papier, Wickelzeit und Tränkungsmasse bei der Herstellung des Kondensators eingespart und das Gewicht und der Raumbedarf des Kon- densators sind entsprechend geringer.
Entsprechende Vorteile ergeben sich bei der Anwendung der Erfindung zur Formierung der Folienbänder für bipolare Elektrolyt-Kondensatoren.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren durch anodische Oxydation, insbesondere im Durchzugsverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass eine paarige Anzahl von Folienbändern im Bade als Gegenelektroden von gleicher oder nahezu gleicher Grösse der Oberflächen geschaltet werden und die Formierung mittels Wechselstrom durchgeführt wird.
2.) Verfahren zur Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei als Gegenelektroden an eine Wechselstromquelle angeschlossene Folienbänder gleicher Beschaffenheit gleichzeitig und unter Einhaltung gleicher Laufbahnen im Abstand nebeneinander durch den Elektrolyten geführt werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1621115C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Trägers aus Aluminium für lithographische Druckplatten
EP0003125B1 (de) Verfahren zum elektrolytischen Ätzen einer rekristallisierten Aluminiumfolie und deren Verwendung
DE2000227C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines korrosionsbeständigen Aluminiumgegenstands und dessen Verwendung
DE2327764A1 (de) Verfahren zur elektrokoernung von aluminium
EP0215422B1 (de) Verfahren zur elektrochemischen Aufrauhung von Aluminium für Druckplattenträger
DE10053736B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer Anode für einen elektrolytischen Hochspannungs-Kondensator
DE1496725A1 (de) Verfahren zum elektrolytischen AEtzen von Metallfolien,insbesondere fuer Elektrolytkondensatoren
DE3910213A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufrauhen eines traegers fuer lichtempfindliche schichten
DE1614280B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren
DEP0034129DA (de) Verfahren zur Formierung der Metallfolienbänder für Elektrolyt-Kondensatoren
DE1489037B2 (de) Verfahren zur herstellung von elektrischen kondensatoren
DE2841539C2 (de) Kathodenfolie für Elektrolytkondensatoren aus mit Kupfer legiertem Aluminium und ihre Verwendung
DE2641939B1 (de) Hochvolt-aluminiumelektrolytkondensator
DE102012200607A1 (de) Kathodenstrommabnehmer für elektrische energiespeichereinrichtung und verfahren zur herstellung desselben
DE2061745C3 (de) Verfahren zum elektrolytischen Ätzen von Elektrodenfolien aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren
DE1950716C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Farbanodisierung von Aluminiumwerkstoffen
DE2141004C3 (de) Verfahren zur Herstellung von dielektrisch wirkenden Oxidschichten auf Anodenfolien aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren
AT127584B (de) Kondensator.
DE3127330C2 (de)
DE3242622C1 (de) Verfahren zum elektrolytischen Ätzen von Aluminiumfolien für Elektrolytkondensatoren
DE4232636C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Elektrodenfolien für, insbesondere Hochvolt-, Elektrolytkondensatoren
DE892938C (de) Elektrolytischer Kondensator ungewoehnlich hoher Kapazitaet
DE2256022A1 (de) Elektrolyt zur formierung von aluminiumfolien
DE935804C (de) Verfahren zur Bildung einer dielektrischen Schicht durch Formierung von Aluminiumelektroden, insbesondere bei solchen fuer Elektrolytkondensatoren
DE889807C (de) Elektrischer Kondensator, dessen Dielektrikum aus Umsetzungs-produkten der Belegung besteht